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[Lieber Literaturnobelpreis, wir müssen reden] Kapitel 5: Ein Plädoyer für die Abschaffung des Literaturnobelpreises

Ein Plädoyer für die Abschaffung des Literaturnobelpreises

Heute präsentiere ich euch den letzten Beitrag zur Thematik des Literaturnobelpreises. Halleluja, ein Ende ist in Sicht! Ich hoffe, ihr seid bereit für das große Finale, denn obwohl auch ich froh bin, wenn ich mich erneut dem normalen Blogalltag widmen und endlich wieder eine Rezension schreiben kann (Ich vermisse das wirklich!), ist dieser Post für mich ohne Zweifel der wichtigste der ganzen Serie. Heute resümiere ich all die Fakten, die wir in den letzten vier Tagen zusammengetragen haben und stelle euch anhand der Argumente, die sich aus den einzelnen Beiträgen für mich ergaben, mein Fazit vor. Ich werde euch erklären, warum ich glaube, dass der Literaturnobelpreis abgeschafft werden sollte. Schenkt mir ein letztes Mal eure Aufmerksamkeit, es wird Zeit für ein harsches Urteil.

Im ersten Kapitel «Erbschaft mit Folgen» haben wir uns mit dem Testament von Alfred Nobel beschäftigt, das der Auslöser für die Vergabe der Nobelpreise war. Wir haben die Struktur der von ihm verfügten und finanzierten Nobelstiftung aufgeschlüsselt, ihre Zusammenarbeit mit den einzelnen Einrichtungen, die die Preise verleihen, analysiert und die relevanten Statuten für den Vergabeprozess gesichtet. Kurz: Wir haben die rechtliche und organisatorische Basis für die Nobelpreisvergabe allgemein und für die Literaturnobelpreisverleihung im Speziellen identifiziert. Bereits diese nüchterne Faktensammlung offenbarte mir einige problematische Punkte, die das Prozedere meiner Ansicht nach ernsthaft belasten.

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Bernhard Trecksel – Nebelgänger

Rezensionsheader Nebelgänger

Fragt man Bernhard Trecksel nach seinen literarischen Einflüssen, taucht dort ein Name auf, den man nicht allzu häufig liest: Wolfgang Hohlbein. Der aufstrebende Autor gibt bereitwillig zu, dass ihn Hohlbeins Romane prägten und betont, wie viel er für die deutsche Fantasy leistete. Ohne dessen „Der Hexer“-Reihe, die zum Cthulhu-Mythos zählt, hätte er niemals erst H.P. Lovecraft, dann Robert E. Howard und schließlich das gesamte Sword and Sorcery – Subgenre für sich entdeckt. Wie wichtig dies für seinen Werdegang war, zeigt seine „Totenkaiser“-Trilogie. Diese der High Fantasy zuzurechnen, wäre verfremdend. Nein, es handelt sich um Low Fantasy. Nach der Lektüre des zweiten Bandes „Nebelgänger“ kategorisiere ich den Dreiteiler sogar als Grimdark.

Ormgair hätte Fomor niemals betreten dürfen. Die Lügen und Intrigen der verweichlichten Stadtlinge widern ihn an. Ihretwegen liegt sein Leben in Trümmern. Sein Stamm wurde ausgelöscht. Sein Mündel Morven ist tot. Rachedurst ist das einzige, das den alten Ambosskrieger noch antreibt. Er schwor, Morvens Mörder für seine Tat bluten zu lassen: Fennek Greskegard, der in seinem wahnhaften Bestreben, den Thron Fomors an sich zu reißen, über Leichen geht. Leider wird der Inquisitor gut beschützt. Ormgair kommt nicht an ihn heran. Fest entschlossen, Greskegard seiner gerechten Strafe zuzuführen, ergreift er ungewöhnliche Maßnahmen. Er bittet den Totenkaiser um Hilfe. Aber Clach hat sich verändert. Seine Heimkehr von den Toten hat einen Preis: er soll die Wiederauferstehung der Titanen verhindern. Über Fomors Grenzen hinweg gedeiht die Verschwörung, die die mächtigen Giganten zu erwecken trachtet. Ihre Puppenspieler verbergen sich meisterhaft. Clach dringt tief in die vergessenen Geheimnisse einer vergangenen Zeit ein. Doch schon bald führt ihn sein Weg dorthin zurück, wo alles begann – nach Fomor.

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Grüße zum Welttag des Buches!

Hallo ihr Lieben! 🙂

Füße hoch, Bücher raus – es ist Welttag des Buches! Genießt den Feiertag und macht es euch so richtig gemütlich, heute ist es erlaubt. Lesen ist wundervoll, lehrreich, horizonterweiternd, toleranzstiftend und noch so vieles mehr. Wir können dankbar sein, dass wir einfachen, freien und unzensierten Zugang zu Literatur haben, denn das ist keine Selbstverständlichkeit. Deshalb habe ich beschlossen, heute mit der Tradition zu brechen und kein Gewinnspiel zu veranstalten. Ich möchte stattdessen, dass wir alle einen Moment innehalten, um die Bücher in unseren Regalen als die Symbole wertzuschätzen, die sie sind.

Schaut hin. Spürt ihre Gegenwart. Fühlt ihre Bedeutung.
Lesen ist Freiheit.

Alles Liebe,
Elli ❤

 
 

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Montagsfrage: Die Freuden der Lyrik?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe eine unfassbar stressige Woche hinter mir. Kennt ihr diese Filme, in denen die beste Freundin einer schwangeren Frau zu einer hysterischen, überspannten Nervensäge mutiert, weil sie eine Babyparty planen muss? Ich kann die beste Freundin jetzt verstehen. Meine liebe Freundin R. ist hochschwanger und wir haben im Freundeskreis für sie am Samstag eine Babyparty veranstaltet. Hätte ich geahnt, wie viel organisatorischer Aufwand das ist, hätte ich behauptet, dass ich mich aus religiösen Gründen leider nicht beteiligen kann. Geschenke, Verpflegung, Gäste, Logistik, Spiele, Musik und noch mehr Geschenke, die bitte nicht zu kitschig sein dürfen. Ich hätte gelogen, dass sich die Balken biegen, um diesem Wahnsinn zu entkommen.
Nein, natürlich nicht. Ich hätte trotzdem geholfen. 🙄 Die Party war ein Erfolg, aber ich hoffe aufrichtig, dass so schnell niemand weiteres aus meinem Umfeld schwanger wird. Ich bin richtig froh, dass ich mich nun wieder nur mit meinem ganz normalen Alltagsstress auseinandersetzen muss und ich freue mich, dass ich die Woche mit meinem entspannten Montagmorgen-Ritual beginnen kann – der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Lyrik: ausgedient oder am Aufblühen?

Lyrik. Habe ich eine Beziehung zu Lyrik? Mal überlegen. In meiner Schulzeit haben mich Gedichtanalysen ebenso genervt wie vermutlich alle anderen Schüler_innen auch, obwohl mir diese Aufgabe leicht von der Hand ging. Die Struktur einer Analyse ist immer gleich: man muss ein paar Fakten auswendig lernen, wie die Merkmale der entsprechenden historischen Epoche und Stilmittel, wendet diese an und darf dann wild herumspekulieren, was der Autor oder die Autorin (wobei wir wenig Gedichte von Frauen besprochen haben) wohl aussagen wollte. Ich fand das einfach. Nur die Metrik bereitete mir lange Zeit Probleme, bis ich selbst begann, Gedichte zu schreiben und ein Gefühl für sprachlichen Rhythmus entwickelte. Danach war es noch einfacher. Den Interpretationspart, der für viele meiner Mitschüler_innen eine Herausforderung darstellte, empfand ich immer als Kinderspiel, weil man alles in ein Gedicht hineinlesen kann, solange man fundierte Beweise dafür im Text findet. Ich war stets von meiner Meinung überzeugt und hatte Spaß daran, meinen Lehrer oder meine Lehrerin durch eine geschickte Argumentation ebenfalls davon zu überzeugen, dass sie gerechtfertigt war. Mich nervte nur, dass Gedichtanalysen so oft auf dem Lehrplan standen. Immer und immer wieder dieselben sprachlichen Mittel durchzukauen und darüber zu diskutieren, wieso sie wie eingesetzt wurden und inwiefern dieser Gebrauch Rückschlüsse über die Geisteshaltung des Autors zuließ, fand ich ermüdend. Selbstverständlich sah ich auch nicht, welchen Nutzen diese Fähigkeit bzw. dieses Wissen für mein weiteres Leben haben sollte. Kapiere ich bis heute nicht, denn mich hat noch nie jemand in der Gemüseabteilung aufgefordert, Goethes „Prometheus“ zu analysieren.

Heutzutage erkenne ich die Schönheit von Gedichten. Es gibt einige lyrische Werke, die ich sehr schätze. Erstaunlicherweise sind das fast alles Gedichte, die mir im Laufe meiner Schulzeit irgendwann einmal vor die Nase gehalten wurden, denn seit ich aus der Schule raus bin, habe ich mich mit dieser Gattung so gut wie gar nicht mehr beschäftigt. Sie passen nicht in meinen Alltag. Ich würde gern Gedichte lesen, aber ich musste feststellen, dass ich ohne den Rahmen einer Analyse keinen Zugang zur Bedeutungsebene finde.
Ich hatte jahrelang Walt Whitman’s „Grashalme“ auf dem Nachttisch liegen. Der Vorsatz lautete, jeden Abend vor dem Einschlafen ein Gedicht zu lesen. Das hat überhaupt nicht funktioniert, weil ich nicht dahinter kam, was mir der alte Hippie sagen wollte. Ich grübelte und grübelte, konnte nicht einschlafen und drehte mich mit meinen Gedanken im Kreis. Ich lernte, dass ich offenbar kein Mensch bin, der Gedichte einfach so lesen kann, weil sie hübsch sind. Ich bin zu analytisch dafür, ich will ein Gedicht auseinandernehmen und bis in den tiefen Kern vordringen, um die mutmaßliche Intention des Autors oder der Autorin offenzulegen. Ich begreife Gedichte als Kompositionen, deren Elemente alle einem bestimmten Zweck dienen. Kann ich diesen Zweck nicht ermitteln, bleibt mir die Bedeutung ganzheitlich verschlossen. Ergo müsste ich für jedes Gedicht, das ich lese, eine Gedichtanalyse anfertigen, was im Alltag schlicht viel zu viel Arbeit ist. Deshalb passen sie momentan nicht in mein Leben.

Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass der Tag kommen wird, an dem ich fähig sein werde, Gedichte um ihrer selbst willen zu lesen. Ich weiß nicht, woher ich diese Überzeugung nehme, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich Geduld haben und älter werden muss. Ich sehe das nicht als Hindernis oder Problem, weil ich ohnehin glaube, dass alles im Leben seine Zeit hat. Ich fürchte nicht, dass die Lyrik ausgestorben ist, bis ich soweit bin, denn einerseits schätze ich das Risiko bei Poeten, deren Werke bereits Jahrhunderte überdauerten, als gering ein und andererseits denke ich ebenso wie Antonia, dass diese Gattung aktuell einen zweiten Frühling erlebt. Die modernen Medien erlauben jedem Menschen, die eigenen Gedanken in die Welt hinauszuposaunen, wieso sollten sie nicht für Gedichte genutzt werden? Außerdem bin ich der Meinung, dass diverse Rapkünstler_innen stark dazu beitragen, die Lyrik frisch zu halten. Obwohl das gar nicht meine Musik ist, weiß ich durch den Lieblingsmenschen, dass Raptexte immer ausgeklügelter werden und einige Musiker_innen weit über plumpe Haus-Maus-Reime hinausgehen. Vielleicht müssen wir die Lyrik heutzutage einfach anders betrachten und dürfen nicht auf traditionelle Formen beharren. Wer weiß, möglicherweise werden zukünftige Generationen im Unterricht Raplines analysieren?

Ist Lyrik ein Teil eures Lebens?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Andrzej Sapkowski – Zeit des Sturms

Im Mai 2016 erhielt ich ein Päckchen. Darin befand sich „Zeit des Sturms“, ein Zwischenband der populären „Hexer-Saga“ des polnischen Autors Andrzej Sapkowski, die vielen durch die Videospielreihe „The Witcher“ bekannt sein dürfte. Das Buch war ein Geschenk von Sanne vom Blog Wortgestalten. Der Verlag hatte ihr ungefragt ein Exemplar zugeschickt und ihren Geschmack zielsicher verfehlt, also sollte es bei mir, der Fantasytante, ein neues Heim finden. Danke Sanne! „Zeit des Sturms“ erschien 2013, lange nach der ursprünglichen Reihe, die bereits 1999 ihr Finale erreichte. Inhaltlich ist es zwischen den ersten zwei Bänden, beides Kurzgeschichtensammlungen, angesiedelt. Ich mag Kurzgeschichten nicht besonders, daher wollte ich mit „Zeit des Sturms“ erst einmal in die Welt des Hexers Geralt von Riva hineinschnuppern, um zu entscheiden, ob ich mit der Reihe eine Zukunft haben könnte.

Kaum betritt der Hexer Geralt von Riva die Stadt Kerack, wird er verhaftet. Die Vorwürfe sind lächerlich – dennoch könnte eine Verurteilung drohen. Dann wird er überraschend freigelassen. Jemand wendete erheblichen Einfluss und beachtliche finanzielle Mittel auf, um ihn aus dem Gefängnis zu holen. Als er seinen beschlagnahmten Besitz auslösen will, stellt sich jedoch heraus, dass seine unersetzbaren Hexenschwerter verschwunden sind. Geralt ist außer sich. Nur sein alter Freund, der Barde Rittersporn, hindert ihn daran, eine Dummheit zu begehen. Dieser teilt ihm auch mit, wer seine großzügige Wohltäterin war: eine mächtige und atemberaubend schöne Zauberin namens Lytta Neyd, genannt Koralle. Die Koralle verlangt für ihre Hilfe eine Gegenleistung: Geralt soll zum Schloss Rissberg reisen und für den Orden der Zauberer einen Dämon jagen. Geschäfte mit Zauberern sind selten klug, doch vielleicht verfügt der Orden über Hinweise auf den Verbleib seiner Schwerter. Geralt willigt ein und stürzt sich in ein gefährliches Abenteuer…

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John Katzenbach – Der Psychiater

John Katzenbach ist meine erste große Thriller-Liebe. Ich erinnere mich noch genau, wie sehr mich „Die Anstalt“ begeisterte, mein erster Roman aus seiner Feder und meiner Meinung nach der beste, den er je geschrieben hat. Nie zuvor war ich mit einem ähnlichen Level nervenzerfetzender, psychologischer Spannung konfrontiert worden. Katzenbach begründete mit diesem Buch meine ausgedehnte Thriller-Phase. In den folgenden Jahren las ich alles, was der Mann veröffentlichte. Leider verzeichnete ich einen graduellen Qualitätsverlust, gestand ihm jedoch stets eine neue Chance zu. Mein letzter Katzenbach war 2013 „Der Wolf“, den ich insgesamt ziemlich enttäuschend fand. 2017 entdeckte ich, dass er einen neuen Einzelband geschrieben hatte: „Der Psychiater“. Selbstverständlich wollte ich auch diesen lesen.

Ohne die Hilfe seines Sponsors, seines Onkels Ed, hätte es der 24-jährige Alkoholiker Timothy „Moth“ Warner niemals geschafft, trocken zu bleiben. Selbst jetzt, nach 100 Tagen der Abstinenz, ist er auf seine Unterstützung angewiesen. Deshalb ist Moth alarmiert, als Ed ein wichtiges Treffen der Anonymen Alkoholiker verpasst. Besorgt fährt er in Eds Praxis. Was er dort vorfindet, lässt das Blut in seinen Adern gefrieren: die Leiche seines Onkels. Alle Spuren deuten auf Suizid hin. Die Polizei schließt den Fall.
Eds Verlust wirft Moth völlig aus der Bahn. Er kann einfach nicht glauben, dass sich sein lebensbejahender, ausgeglichener Onkel selbst getötet haben soll. Schon bald beschleicht Moth ein furchtbarer Verdacht. War es vielleicht gar kein Selbstmord? Aber wer könnte den harmonieorientierten, hilfsbereiten Psychiater tot sehen wollen? Verärgerte er einen Patienten? Verstört und in tiefer Trauer begibt sich Moth auf einen gefährlichen Weg: er ist entschlossen, Eds Mörder zu finden. Unterstützt von seiner Jugendliebe Andy Candy und der Staatsanwältin Susan beginnt er, in Eds Vergangenheit zu graben und bemerkt nicht, dass er längst beobachtet wird…

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2 Kommentare

Verfasst von - 3. Oktober 2018 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Montagsfrage: Der kleine, aber feine Unterschied?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Der letzte Montag war ein Freudentag, weil die Montagsfrage bei Antonia von Lauter&Leise ein neues Heim gefunden hat. Dieser Montag ist ebenfalls ein besonderer Tag, denn die Wartezeit ist endlich vorbei. Sieben lange Monate mussten wir ausharren. Sieben lange Monate ohne Touchdowns, Field Goals, Rushing Yards, Turnover, Sacks und Hail Marys. Sieben lange Monate ohne eine feste Sonntagabendbeschäftigung sind endlich vorbei. Die neue Footballsaison ist gestartet! Ich freue mich! 😀 Passenderweise haben der Lieblingsmensch und ich aktuell Urlaub, daher hocken wir gerade noch vorm Fernseher und verfolgen die späte Partie der Seattle Seahawks gegen die Denver Broncos. Eventuell wird unsere Begeisterung in ein paar Stunden noch einmal ganz neue Höhen erreichen, denn diesen Montag gehen die letzten Tickets für die NFL London Games in den Verkauf und wir werden versuchen, Karten für das Spiel Seahawks vs. Raiders zu ergattern. Sollte das klappen, fliegen wir im Oktober nach London und sehen unser erstes NFL-Spiel LIVE! Ich bin furchtbar aufgeregt und bete zu allen möglichen Göttern! Drückt uns die Daumen, besonders dem Lieblingsmenschen, denn der hat heute nämlich auch noch zufällig Schlüpftag. 😉
Um nicht die ganze Zeit nervös auf die Uhr zu starren und die Minuten zu zählen, widme ich mich jetzt der heutigen Montagsfrage:

Ist Hörbuch-Hören für dich mit „klassischem“ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?

Was Hörbücher betrifft, bin ich kein Maßstab. Ich höre keine Hörbücher, weil ich diese Form des Literaturkonsums als Schummeln empfinde. Das ist keine Kritik an all denjenigen, die dieses Medium gern nutzen und ich verstehe vollkommen, warum sie in bestimmten Situationen praktisch, bequem und sogar hilfreich sind. Rein rational erkenne ich den Wert von Hörbüchern an. Aber emotional kann ich mich nicht darauf einlassen. Etwas in mir sträubt sich dagegen, mir ein Buch vorlesen zu lassen, das ich auch selbst lesen kann. Vielleicht ist es das kleine Mädchen in meinem Inneren, das so hart dafür arbeitete, endlich allein lesen zu können. Ich weiß es nicht und kann auch nicht gänzlich erklären, worauf diese Einstellung fußt. Für mich kommen Hörbücher eben einfach nicht in Frage und ich ziehe sie nicht als Medium für Literatur in Betracht. Demzufolge muss ich vermutlich antworten, dass das Hören von Hörbüchern für mich keinesfalls mit der Lektüre eines Printbuches bzw. E-Books gleichzusetzen ist und sie meiner Meinung nach definitiv grundverschieden sind. Aus meiner Sicht ist Lesen das selbstständige Erarbeiten einer Geschichte, in der die Fantasie jeglichen Spielraum ausfüllt, den der bloße Text des Autors oder der Autorin offenlässt. Einem Hörbuch zu lauschen bedeutet, sich einen Teil dieses Spielraums abnehmen zu lassen. Wie Antonia bereits schrieb, überträgt der Erzähler oder die Erzählerin seine bzw. ihre Interpretationen des Buches auf die Lesung. Tonfall und Intonation können drastisch von der Vorstellung des Hörers oder der Hörerin abweichen. Ich habe das Gefühl, lasse ich mir diesen Part einer Lektüre wegnehmen, ist meine Erfahrung mit einem Buch nicht mehr ungetrübt. Es erscheint mir, als hätte ich keinen direkten Zugang zu der Geschichte. Als würde ich nicht durch die Vordertür gehen, sondern mich durch einen Seiteneingang hineinschummeln, auf dem Rücken einer anderen Person. Mit diesem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden. Deshalb werden Hörbücher und Printbücher bzw. E-Books für mich wohl niemals gleichwertig sein.

Seht ihr einen Unterschied zwischen dem Hören von Hörbüchern und eigenständigem Lesen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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