RSS

Schlagwort-Archive: Werwölfe

V.B. Marlowe – Shadow, Shadow

2016-05-27 - Marlowe Shadow Shadow

„Shadow, Shadow“ von V.B. Marlowe war eines der ersten Bücher, die ich bei Netgalley angefragt habe. Das muss Anfang 2015 gewesen sein. Obwohl ich mich sehr darüber gefreut hatte, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, landete es auf dem SuB. Ich las es nicht sofort, denn ich fühlte mich nicht in der richtigen Stimmung für die Geschichte. Über ein Jahr versauerte es zwischen hunderten anderer Bücher, bis es mir im Mai 2016 wieder einfiel. Ich wollte mit Altlasten aufräumen, also wurde es höchste Zeit, „Shadow, Shadow“ endlich eine Chance zu geben.

In Shadow Pines verschwinden seit jeher ungewöhnlich viele Menschen. Es heißt, die Kleinstadt sei auf entweihtem Boden gebaut und werde heimgesucht von den Schatten einer Sekte, die im 19. Jahrhundert gelyncht wurde… Natürlich glaubt niemand diese Geschichte, erst recht nicht die rebellische Harley Fox. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie jedoch ein sonderbares Geschenk: eine Schattenbox. Sie ist nicht die einzige. Brock, der Goldjunge der Stadt, Gianna, Shadow Pines‘ strebsame Kämpferin für die kleinen Dinge und Teaghan, die ständig gehänselt wird, bekommen ebenfalls jeweils eine Box. Angeblich verleihen ihnen die Boxen die Macht, einen Menschen ihrer Wahl verschwinden zu lassen und den Schatten zu übergeben. Sie müssen sie nicht nutzen, doch sollte nur eine oder einer von ihnen davon Gebrauch machen, sind auch die anderen gezwungen, sie einzusetzen. Sonst holen sich die Schatten ihre Liebsten. Ungläubig entscheiden Harley, Brock, Gianna und Teaghan die Boxen wegzuschließen. Doch die Aussicht, einen verhassten Menschen loszuwerden, ist verlockender, als sie ahnten. Schnell gerät die Situation außer Kontrolle und die vier müssen sich eingestehen, dass am Mythos der Schatten vielleicht mehr dran ist, als sie wahrhaben wollten…

>>> Weiterlesen

Werbeanzeigen
 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wortmagie’s Buchige Schnitzeljagd zum Welttag des Buches – Rätsel #5

Wortmagies Buchige Schnitzeljagd zum Welttag des Buches

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir sind über den Berg. Den Großteil der Rätsel der Buchigen Schnitzeljagd zum Welttag des Buches haben wir hinter uns. Einschließlich heute stehen uns noch 3 Rätsel bevor, die gelöst werden wollen. Ich fiebere bei jeder und jedem von euch mit und drücke so fleißig meine Däumchen, dass sie bereits ganz blau anlaufen. 😀 >>> Weiterlesen & Mitmachen!

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Neuzugänge im September

Neuzugänge im September

Hallo ihr Lieben! 🙂

Im September sind unheimlich viele neue Bücher bei mir eingezogen. So viele, dass ich mich fast ein bisschen schäme, denn ich habe für alle bezahlt. Keine Rezensionsexemplare. Aber eben nur fast, weil ich dank der super Rabattaktion bei medimops richtig zuschlagen konnte, ohne mehr als gewöhnlich auszugeben. Ich sollte wohl trotzdem keine monatelange Pause beim Bücherkauf mehr einlegen. Ich drehe durch, wenn ich wieder darf. 😉
Heute möchte ich euch meine neuen Mitbewohner vorstellen. Ich hätte theoretisch rein vom Angebot her noch wesentlich mehr Bücher kaufen können, weil medimops wirklich einen riesigen Haufen meiner Wunschliste abdeckte. Das heißt, bei fast allen Büchern lautet der Hauptgrund, warum ich sie gekauft habe: weil sie es da hatten. Jetzt will ich euch aber nicht länger langweilen und einfach loslegen! Vorhang auf!

Megan Abbott – „Dare Me“

Dare Me„When Colette French arrives at school one fall and takes charge of the cheer squad, she brings a hint of threat. Sleek, remote and careless, she transforms the girls into warriors – and rivals. Addy and Beth find that for the first time they have secrets from one another. But their mentor is playing her own deadly game, and there is everything to lose.“

Dieses Buch klingt so sehr nach Highschool-Intrigen-Drama, dass ich nicht widerstehen konnte. Perfide, intelligente Pläne unterhalten mich. Ich beobachte gern, wie jemand andere Menschen wie Marionetten tanzen lässt. Ich hoffe, das sagt nichts über meinen Charakter aus. 😀
Außerdem hat „Dare Me“ von einigen Bloggerinnen, deren Urteil ich vertraue, auf Goodreads positive Bewertungen erhalten, was mich zusätzlich bestätigte.

Paolo Bacigalupi – Ship Breaker #1 – „Ship Breaker“

Ship Breaker„Welcome to a world where oil is scarce.
But loyalty is scarcer.

Nailer’s time is running out. He’s getting too big for his work – stripping copper wire from old oil tankers – and once he’s off the crew he’s on his own, stuck in a shack on the beach with no food, no money and no way of earning his keep.

He has one last chance.

The thing all crew members dream about, a lucky strike, has hit in the shape of a clipper ship beached during the last hurricane. If he can hold off the rest of the scavengers long enough to get the oil out, he might just have a future.
But oil’s not the only thing on the ship. And what Nailer finds is going to change his life for ever…“

Aaaaahhhh, ich bin SO neugierig auf den Weltenaufbau! Eine Zukunft, in der es tatsächlich kein Öl mehr gibt. Oder fast keins. Ich hoffe wirklich, dass Paolo Bacigalupi diese faszinierende Grundidee überzeugend umgesetzt hat und sich nicht zu sehr auf das übliche Teenager-Bla-Bla konzentriert. Angesichts dessen, wie viele Preise das Buch gewonnen hat, bin ich aber guter Dinge.

John Boyne – „The Boy in the Striped Pyjamas“

The Boy in the Striped Pyjamas„Nine-year-old Bruno knows nothing of the Final Solution and the Holocaust. He is oblivious to the appalling cruelties being inflected on the people of Europe by his country. All he knows is that he has been moved from a comfortable home in Berlin to a house in a desolate area where there is nothing to do and no-one to play with. Until he meets Shmuel, a boy who lives a strange parallel existence on the other side of the adjoining wire fence and who, like the other people there, wears a uniform of striped pyjamas.
Bruno’s friendship with Shmuel will take him from innocence to revelation. And in exploring what he is unwittingly a part of, he will inevitably become subsumed by the terrible process.“

Es ist lange her, dass ich ein Buch über den Holocaust gekauft oder gelesen habe. Ich wurde in meinem Leben mit diesem Thema so häufig und intensiv konfrontiert, dass ich mich völlig überreizt fühlte, so wichtig es auch ist. Jetzt möchte ich es mal wieder versuchen. Ich denke, dass „The Boy in the Striped Pyjamas“ ein angemessener, berührender Wiedereinstieg ist. Ich werde ganz bestimmt fürchterlich weinen. Aber das ist okay. Vielleicht hebe ich mir das Buch für die Vorweihnachtszeit auf. Während dieser bin ich besonders empfänglich für tragische Geschichten.

Graeme Cameron – „Normal“

NormalHe lives on your street, in a nice house with a tidy garden. He shops in your local supermarket. He drives beside you, waving to let you into the lane ahead of him.
He also has an elaborate cage in a secret basement. The food that he’s shopping for is to feed a young woman he’s holding there against her will – one in a string of many, unaware of the fate that awaits her.
This is how it’s been for a long time. It’s normal…and it works. Perfectly.
But this time it’s different.“

Ich suche immer nach Thrillern, die anders sind. Die sich nicht an das altbekannte Rezept des Genres halten und es neu definieren. „Normal“ hat das Potential zu einer großartigen, besonderen Geschichte. Einzelne Kapitel aus der Sicht eines Serienmörders – ausgelutscht. Ein ganzes Buch aus der Perspektive eines Serienmörders – ungewöhnlich. Ich fand es immer faszinierend und unvorstellbar, dass ein Serienmörder theoretisch direkt nebenan leben könnte, ohne dass ich davon weiß. Graeme Cameron spielt genau mit diesem Gedanken und stellt sich außerdem einem äußerst spannenden Ansatz: was wäre, wenn ein Serienmörder eines Tages einer Person begegnet, die ihn dazu bringt, sein Leben ändern zu wollen?

Neil Gaiman – „The Ocean at the End of the Lane“

The Ocean at the End of the Lane„This is what he remembers, as he sits by the ocean at the end of the lane:

A dead man on the back seat of the car, and warm milk at the farmhouse;
An ancient little girl, and an old woman who saw the moon being made;
A beautiful housekeeper with a monstrous smile;
And dark forces woken that were best left undisturbed.

They are memories hard to believe, waiting at the edge of things. The recollections of a man who thought he was lost but is now, perhaps, remembering a time when he was saved…“

„The Ocean at the End of the Lane“ ist mein erster „richtiger“ Gaiman. Ich besitze auch „Coraline“, aber soweit ich weiß, ist dieses düstere Kinderbuch nicht gerade exemplarisch für sein Schaffen. Von diesem Buch konnte mich eine begeisterte Rezension auf Aleshanees Blog Weltenwanderer überzeugen. Manchmal braucht es nur ein Zitat, um mein Interesse zu wecken.

Kami Garcia & Margaret Stohl – „The Beautiful Creatures Complete Paperback Collection“

Beautiful Creatures BoxEthan Wate used to think of Gatlin, the small Southern town he had always called home, as a place where nothing ever changed. Then he met mysterious newcomer Lena Duchannes, who revealed a secret world where a curse has marked Lena’s family of powerful Supernaturals for generations.

Mysterious, suspenseful, and romantic, „Beautiful Creatures“, „Beautiful Darkness“, „Beautiful Chaos“, and „Beautiful Redemption“ introduce a secret world hidden in plain sight. A world where impossible, magical, life-altering events happen. Sometimes life-ending.“

Hach, ich liebe Boxsets. Wunderschön anzusehen und extrem praktisch. Dummerweise passiert es nur selten, dass ich von vornherein so überzeugt von einer Reihe bin, dass ich mich traue, das komplette Set zu kaufen. Bei „Beautiful Creatures“ habe ich es gewagt, weil ich Yvo vom Blog It’s All About Books vertraue. Sie hat von dieser Reihe so geschwärmt, dass ich einfach glauben möchte, dass sie gut ist. Vielleicht hat auch reingespielt, dass ich diese spezielle Box, die ich übrigens nicht bei medimops, sondern bei Amazon gekauft habe, wirklich atemberaubend schön finde. *hust* Den Film habe ich übrigens nicht gesehen. Will ich auch nicht, bevor ich die Reihe gelesen habe. Danach – vielleicht.

Laurell K. Hamilton – Anita Blake #13 – „Micah“

MicaRaising the dead was easy. Love was hard…

There are lots of reasons to raise the dead – some private, some public. In this case, the feds have a witness who died before he could speak on the record. They want him raised so his testimony can be taken. So here I am, on a plane to Philadelphia, flying off to do my job.
But I’m not alone. Micah is with me. Micah, head of the St. Louis wereleopard pard. King to my Queen. The only one of my lovers who can stir my blood with just a glance from his chartreuse cat’s eyes. I was happy to have him at my side.
Until he mentioned that this will be our first time alone together. No Master Vampire. No Alpha Werewolf. Just me and Micah. And all my fears and doubts…“

„Micah“ ist der erste Anita Blake, den ich noch nicht gelesen habe. Der erste Band, der nicht mehr in Deutschland erschienen ist. Bis ich diesen Band lesen werde, wird es wohl noch ziemlich lange dauern, da ich die Reihe ja erst (fast) komplett im Regal stehen haben möchte, bevor ich sie erneut lese. Aber ich freue mich darauf, weil mir Micah von Anitas Männern wirklich der liebste ist. Er ist ein unheimlich liebevoller, unterstützender Charakter, der jede ihrer Macken und Eigenarten akzeptiert. Zurückhaltend und stark. Bei Jean-Claude und Richard habe ich meist das Gefühl, dass sie versuchen, Anita nach ihren Wünschen zu manipulieren. Micah tut das nicht. Er ist auch nicht von ihr abhängig wie Nathaniel. Ihre Beziehung ist am ehesten eine echte Partnerschaft. Leider bin ich mir allerdings sicher, dass Micah für Anita zu wenig Feuer hat. Er ist großartig, aber er gibt ihr nicht das Drama, das sie anscheinend braucht. Vielleicht steckt aber auch mehr in ihm, als ich bisher ahne. Ich werde es erfahren. 🙂

Jilliane Hoffman – C.J. Townsend #3 – „Argus“

Argus«No risk, no fun», denkt Gabriella und begleitet den gutaussehenden Reid nach Hause. Zu spät sieht sie die Kamera, zu spät bemerkt sie, dass sie nicht allein sind: Augen sehen sie sterben. Viele Augen…
Einige Jahre später erschütert eine Serie von bestialischen Frauenmorden Miami. Ein Club einflussreicher Männer soll dahinterstecken. Nur einer kennt ihre Namen: William Bantling, vor zehn Jahren für die Cupido-Morde verurteilt und noch immer im Todestrakt des Florida State Prison Prison. Er ist bereit, mit Staatsanwältin Daria zu reden. Aber ist sie bereit, seinen Preis zu bezahlen?“

Die Thriller von Jilliane Hoffman gefallen mir sehr gut, weil ich die Arbeit der Staatsanwaltschaft interessant finde. Es geht wengier darum, den Mörder zu schnappen, als mehr darum, zu beweisen, dass er schuldig ist.
Die Taschenbuchversion von „Argus“ ist 2013 erschienen; die gebundene Ausgabe sogar schon 2012. So lange stand das Buch nun auch schon auf meiner Wunschliste. Es wurde Zeit, dass es endlich bei mir einzieht.

Stephen King – „Die Arena“

Die Arena„Wenn kein Gesetz mehr gilt, zählt nur der Kampf ums nackte Überleben…

Urplötzlich stülpt sich eines Tages eine unsichtbare Kuppel über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt kein Entrinnen – als die Vorräte zur Neige gehen und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt, beginnt ein bestialischer Kampf ums Überleben…“

Passenderweise wurde gerade letzten Mittwoch das Finale der Serien-Verfilmung von „Die Arena“, „Under the Dome“, ausgestrahlt. Ich bin ein großer Fan der Serie und habe sie fleißig verfolgt, auch wenn ich mir die finale Folge nicht vollständig ansehen konnte, da ich Donnerstag früh aufstehen musste um zu arbeiten. Die Serie ist überhaupt erst der Grund, warum das Buch auf meiner Wunschliste landete. Sie ist aber auch dafür verantwortlich, dass es lange Zeit nicht günstig zu bekommen war, auch nicht gebraucht. Jetzt sollte das gute Stück endlich mal weniger als der Neupreis kosten, also musste „Die Arena“ natürlich sofort bei mir einziehen. Ich bin sehr gespannt auf die literarische Vorlage und freue mich vor allem wie verrückt auf Big Jim. Ich bin sein (vermutlich) größter Fan. Weil Jim eben so ist, wie er ist: gemein, manipulativ, intrigant. Und weil er (lt. Serie) auf Fotos schießt, wenn er sauer ist. 😀

Derek Landy – Skulduggery Pleasant #1 – „Skulduggery Pleasant“

Skulduggery PleasantStephanie’s uncle Gordon is a writer of horror fiction. But when he dies and leaves her his estate, Stephanie learns that while he may have written horror, it certainly wasn’t fiction. Pursued by evil forces intent on recovering a mysterious key, Stephanie finds help from an unusual source – the wisecracking skeleton of a dead wizard.

„Skulduggery Pleasant“ ist wohl das Buch, für das ich die meisten und vehementesten Empfehlungen überhaupt erhalten habe. Am diesjährigen Welttag des Buches (23.April 2015) wurde mir dieser Titel immer wieder um die Ohren gehauen und ich wurde regelrecht bekniet, ich solle die Geschichte doch bitte unbedingt lesen, sie sei phänomenal toll. Na gut. Mach ich. 😀

E. Lockhart – „The Disreputable History of Frankie Landau-Banks“

The Disreputable History of Frankie Landau-BanksFrankie Landau-Banks at age 14:
Debate Club.
Her father’s “bunny rabbit.”
A mildly geeky girl attending a highly competitive boarding school.

Frankie Landau-Banks at age 15:
A knockout figure.
A sharp tongue.
A chip on her shoulder.
And a gorgeous new senior boyfriend: the supremely goofy, word-obsessed Matthew Livingston.

Frankie Laundau-Banks.
No longer the kind of girl to take “no” for an answer.
Especially when “no” means she’s excluded from her boyfriend’s all-male secret society.
Not when her ex boyfriend shows up in the strangest of places.
Not when she knows she’s smarter than any of them.
When she knows Matthew’s lying to her.
And when there are so many, many pranks to be done.

Frankie Landau-Banks, at age 16:
Possibly a criminal mastermind.
This is the story of how she got that way.“

Muss ich nach diesem Klappentext noch viel sagen? Ich kippe vor Neugier fast vom Stuhl. Ich will Frankie unbedingt kennenlernen und herausfinden, wer sie ist.
Falls bei euch durch den Namen E. Lockhart übrigens ein Glöckchen klingelt – sie ist die Autorin von „We Were Liars“, das in Deutsch unter dem Titel „Solange wir lügen“ am 01. September erschienen ist.

Pittacus Lore – Lorien Legacies #3 & #4 – „The Rise of Nine“„The Fall of Five“

Lorien Legacies 3 & 4In den letzten Wochen habe ich ja bereits ausgiebig von den Lorien Legacies erzählt, deswegen gibt es hier jetzt mal keine Klappentexte. „The Rise of Nine“ habe ich schon ausgelesen, aber nun brauche ich dringend eine Pause von der Reihe. Deswegen bleibt „The Fall of Five“ vorerst im Regal. Ich möchte versuchen, die folgenden drei Bände vielleicht dieses Jahr noch auszulesen, damit ich bereit bin, wenn der siebte und letzte Band erscheint. Wie Pittacus Lore das Ganze noch über vier weitere Teile ausweiten will, ist mir allerdings ein Rätsel. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Geschichte das hergibt. Aber gut. Wenn es mir nicht gefällt, kann ich ja abbrechen.
Die Lorien Legacies habe ich übrigens auch von Amazon.

Kai Meyer – Merle-Trilogie #1 – „Die Fließende Königin“

Die fließende Königin„In einem Venedig, in dem die Zauberei nie gestorben ist, suchen Meerjungfrauen und geflügelte Löwen, Meisterdiebe und Zauberspiegelmacher die Fließende Königin. Aber nur Merle gelingt es, ihr Vertrauen zu gewinnen. Als die Mächte des Bösen das phantastische Wesen jagen, entbrennt im Labyrinth der dunklen Gassen und Kanäle ein abenteuerlicher Kampf. Doch dann bricht der Boden auf, Flammen schlagen himmelhoch, und etwas Unbeschreibliches steigt aus der Erde empor.“

Dieses Buch wurde mir ebenfalls empfohlen. Ich habe ja noch keine Erfahrung mit Kai Mayer (obwohl „Die Seiten der Welt“ im Regal steht), fand aber den Klappentext wirklich interessant. Klingt nach einem richtig schönen Magie-Märchen-Abenteuer. Und Venedig. Hallo, ich sagte Venedig!

Martin Millar – „The Good Faires of New York“

The Good Fairies of New York„»The Good Fairies of New York« is a story that starts when Morag and Heather, two eighteen-inch fairies with swords, green kilts and badly dyed hair fly through the window of the worst violinist in New York, an overweight and antisocial type named Dinnie, and vomit on his carpet.
Who they are, how they came to New York, and what this has to do with the lovely Kerry – who lives across the street, and who has Crohn’s disease – and what this has to do with the other fairies in New York and Britain, is the subject of this book. It has war in it, and a most unusual production of Shakespeare’s »A Midsummer Night’s Dream«, and Johnny Thunder’s New York Dolls guitar solos. What more could anyone desire from a book?“

Feen in New York. Feen. In. New. York. Das Buch klingt lustig, verrückt, bunt und ein bisschen unanständig. Es klingt, als wäre es genau die richtige Lektüre für mich. Rock’n’Roll mit Feen.

Benjamin Percy – „Red Moon“

Red MoonThey live amongst us. They are your neighbour, your mother, your lover. They change.

Every teenage girl thinks she’s different. When government agents kick down Claire Forrester’s front door and murder her parents, Claire realizes just how different she is.

Patrick Gamble was nothing special until the day he got on a plane and, hours later, stepped off it, the only passenger left alive, a hero.

President Chase Williams has sworn to protect the people of the United States from the menace in their midst, but is becoming the very thing he has promised to destroy.

So far the threat has been controlled with laws and violence and drugs.
But the night of the red moon is coming, when an unrecognizable world will emerge, and the battle for humanity will begin.“

„Red Moon“ hat es erst auf meine Wunschliste und nun in mein Regal geschafft, weil ich mir ein Buch gewünscht habe, dass den ganzen Werwolf-Schmu mal nicht übernatürlich, sondern wissenschaftlich erklärt. Ich wurde gewarnt, dass das Buch blutig sei – das hat es nur noch interessanter für mich gemacht. Ich bin wirklich gespannt auf die Geschichte und denke, dass ich es bald lesen werde. Ich war allerdings ein wenig überrascht, als ich es aus dem Päckchen von medimops holte. Das Format dieser Ausgabe ist unfassbar groß. oO

Alice Sebold – „The Lovely Bones“

The Lovely Bones„»My name was Salmon, like the fish; first name, Susie. I was fourteen when I was murdered on December 6, 1973.«

So begins the story of Susie Salmon, who is adjusting to her new home in heaven, a place that is not at all what she expected, even as she is watching life on earth continue without her – her friends trading rumors about her disappearance, her killer trying to cover his tracks, her grief-stricken family unraveling. Out of unspeakable tragedy and loss, »The Lovely Bones« succeeds, miraculously, in building a tale filled with hope, humor, suspense, even joy.“

Als ich den Film „In meinem Himmel“ das erste Mal gesehen habe, fiel mir sofort auf, dass er auf dem Roman „The Lovely Bones“ von Alice Sebold basiert. Der Film hat mich begeistert und nachdenklich gestimmt; die Idee, dass das Buch die Geschichte der jungen Susie Salmon sicher noch besser vermittelt, setzte sich in meinem Kopf fest. Seitdem wollte ich immer herausfinden, wie die literarische Vorlage gelungen ist und habe es deswegen jetzt gekauft. Ich erwarte eigentlich nicht, enttäuscht zu werden, denn wir alle wissen: das Buch ist in 90% der Fälle besser als der Film.

Wolfgang Thon – Die drei Prophezeiungen #1 – „Das Lied der Dämonen“

Das Lied der Dämonen„Wenn Götter und Drachen kämpfen, verzweifeln die Menschen.
Götter und Drachen befinden sich im Krieg, und auch wenn die Drachen besiegt scheinen, haben sie noch nicht aufgegeben. Durch ihre Priester, die im Verborgenen handeln müssen, und besonders durch ihre Diener, die Dämonen, nehmen sie weiter Einfluss auf die Geschicke der Menschen. Nun sind sie kurz davor, ihre alte Macht zurückzuerlangen. Dabei soll ihnen ein junger Mann helfen. Er weiß nichts von seiner Bestimmung, doch er hört bereits das Lied der Dämonen…“

Ich habe mich dumm und dusselig gesucht und mir das Hirn zermartert, auf welchem Blog ich dieses Buch gesehen habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es – wie so oft – während Gemeinsam Lesen war, aber ich komme einfach nicht drauf, bei wem es war. Wenn sich hier jetzt irgendjemand angesprochen fühlt und sich daran erinnert, sich mit mir darüber unterhalten zu haben, bitte einmal laut „HIER“ schreien. 😉
Ansonsten verspricht das Buch epische Fantasy. Wie könnte ich dazu schon „Nein“ sagen? Ich glaube, irgendwann lasse ich mir „I ♥ Fantasy“ tätowieren.

Alice Walker – „The Color Purple“

The Color Purple„»Dear God: I am fourteen years old. I have always been a good girl. Maybe you can give me a sign letting me know what is happening to me…«

So begins Alice Walker’s touching, complex and engrossing novel, set in the harsh, segregated world of the Deep South between the wars. Celie has been raped by the man she calls father; her two children are taken away from her; she has been forced into an ugly marriage. She has no one to talk to but God.
Then she meets Shug Avery, the singer, the magic woman, and discovers not the pain of rivalry but the love and support of women.“

„Die Farbe Lila“. Jedes Mal, wenn ich an das Buch denke, muss ich einmal ganz tief durchatmen, weil ich jetzt bereits sicher bin, dass es mich furchtbar wütend machen und recht wahrscheinlich zum Weinen bringen wird. Ich weiß, dass es da diese tolle Verfilmung mit Whoopi Goldberg gibt, aber ich erinnere mich nur noch an eine einzige Szene (vielleicht). Das heißt, obwohl ich „The Color Purple“ eine gewisse Erwartungshaltung entgegen bringe, weiß ich von der eigentlichen Geschichte nur sehr wenig.
Weibliche, afroamerikanische Literatur ist eins meiner Steckenpferde. Eine Nische, die ich richtig kennenlernen möchte, weil ich verstehen will, wie das Leben afroamerikanischer Frauen war und heute noch ist. Als Deutsche bin ich darauf angewiesen, weil ich mir nicht ohne Hilfe vorstellen kann, wie es ist, aufgrund der Hautfarbe diskriminiert zu werden. Ich bin weiß, ich bin Europäerin – ich lebe privilegiert.

Scott Westerfeld – Uglies #1 – „Uglies“

UgliesTally is about to turn sixteen, and she can’t wait. In just a few weeks she’ll have the operation that will turn her from a repellent ugly into a stunning pretty. And as a pretty, she’ll be catapulted into a high-tech paradise where her only job is to have fun.
But Tally’s new friend Shay isn’t sure she wants to become a pretty. When Shay runs away, Tally learns about a whole new side of the pretty world – and it isn’t very pretty. The authorities offer Tally a choice: find her friend and turn her in, or never turn pretty at all. Tally’s choice will change her world forever…“

Oh, wie lange bin ich um diesen Reihenauftakt herumgeschlichen. Die Idee dahinter gefiel mir von Anfang an, aber dann habe ich mehrere Rezensionen gelesen, die die Umsetzung kritisierten. Lange Zeit habe ich die Entscheidung bezüglich „Uglies“ einfach immer wieder in die Zukunft verschoben, doch vor ein paar Monaten habe ich mich selbst damit so genervt, dass es mir gereicht hat. Ich versuche es jetzt mit dem ersten Band und Basta.

Das sind sie also, meine neuen Mitbewohner. Ich freue mich über jedes einzelne neue Buch, gehe aber davon aus, dass einige noch eine ganze Weile auf dem SuB ihr Dasein fristen müssen. Ich kann eben immer nur ein Buch auf einmal lesen; parallel lesen liegt mir einfach nicht. Mal sehen, bei welchem die Neugier zuerst siegt. 😉
Was haltet ihr von meinen Neuerwerbungen? Habt ihr schon etwas von dieser Liste gelesen oder stehen einige dieser Bücher auch auf eurer Wunschliste? Interessiert euch vielleicht auch gar keines dieser Werke?
Wie immer eure Meinung ist, schreibt es mir in die Kommentare! Ich freue mich auf jede eurer Wortmeldungen!
Alles Liebe,
Elli

 
4 Kommentare

Verfasst von - 3. Oktober 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Monthly Love: 5 Gründe Lycidas zu lieben

Monthly Love

Hallo ihr Lieben! 🙂

Diesen Monat bin ich durch meine Blogpause für Monthly Love ziemlich spät dran. Aber besser spät als nie, nicht wahr?
Monthly Love ist eine Aktion, die von Friederike auf ihrem Blog Friedelchens Bücherstube veranstaltet wird. Jeden Monat stellen wir ein Buch vor, das man einfach lieben muss und das das Fangirl in uns völlig durchdrehen lässt. HIER erfahrt ihr alles, was ihr über die Aktion wissen müsst und wie ihr teilnehmen könnt. Durch einen Klick aufs Logo gelangt ihr zum September-Sammelpost der Aktion.

Diesen Monat habe ich mich für ein Buch entschieden, das ich schon mehrfach gelesen habe und vermutlich auch immer wieder lesen werde. Es ist der Auftakt einer Tetralogie und steht stellvertretend für die gesamte Reihe. Die Geschichte beflügelt meine Fantasie bei jedem Re-Read aufs Neue und ist meiner Meinung nach das Beste, was der Autor je zu Stande gebracht hat.

Welches Buch ich ausgewählt habe, erfährst du HIER

 
18 Kommentare

Verfasst von - 24. September 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Anonymus – Das Buch Ohne Staben

„Das Buch Ohne Staben“

das-buch-ohne-staben

Originaltitel: “The Eye Of The Moon”

Reihe: Bourbon Kid #2

Autor: Anonymus

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 448 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Sprache: Deutsch

ISBN:  3404206401

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 05.06.2014

Bewertung:

Nachdem die Rezension zu „Das Buch Ohne Namen“ eher eine Beschreibung meiner Beziehung zu diesem Buch war, habt ihr nun wieder eine reguläre Rezension vor Augen. „Das Buch Ohne Staben“ ist der zweite Teil der „Bourbon Kid“ – Reihe; ich möchte daher darauf hinweisen, dass dieser Beitrag ein paar inhaltliche Details enthalten wird. LeserInnen, die wie schon beim ersten Band komplett unvoreingenommen an das Buch herangehen möchten, sollten auf das Lesen verzichten.

Ein Jahr ist es her, dass der Bourbon Kid das letzte Mal in Santa Mondega gewütet hat. Ein Jahr, seitdem alle Mönche der Insel Hubal brutal abgeschlachtet wurden, einschließlich Vater Taos. Alle, bis auf einen. Der Mönch Peto überlebte das Massaker durch einen erstaunlichen Zufall und konnte darüber hinaus auch das Auge des Mondes retten. Nun hält er sich auf der Suche nach Bourbon Kid erneut in Santa Mondega auf.
Auch Dante und Kacy sind in die Stadt zurückgekehrt, allerdings nicht freiwillig. Von der Regierung erpresst, muss Dante sich unter die Vampirclans mischen, um Peto und mit ihm das Auge des Mondes zu finden.
Der Barmann des Tapioca, Sanchez, hütet noch immer ein gefährliches Geheimnis. In einem Raum über seiner Bar pflegt er heimlich die wunderschöne Jessica, die nach der Schießerei vor einem Jahr abermals im Koma liegt. Er ahnt nicht, dass Jessica mehr ist als nur eine hübsche Frau.
Der Vampirclans der Filthy Pigs verfolgt einen perfiden Plan, um wahre Unsterblichkeit zu erreichen. Dafür benötigen sie nicht nur Jessicas Blut, sondern auch das des Bourbon Kid.
Damit noch nicht genug, wandelt eine Jahrtausende alte, wieder auferstandene Mumie durch die Straßen der Stadt.
Erneut macht Santa Mondega ihrem Ruf als gefährlichste Stadt der Welt alle Ehre und im Mittelpunkt aller Ereignisse steht Bourbon Kid. Es wird Blut fließen. Literweise.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung: die „Bourbon Kid“ – Reihe ist Punk. Sie ist Trash. „Das Buch Ohne Staben“ ist eines der härtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Brutal, blutig und gewalttätig. Die Sterberate der Charaktere, ob nun Haupt- oder Nebenfiguren, ist astronomisch hoch. Der Autor (ich gehe weiterhin davon aus, dass es ein Mann ist) sagte angeblich:

„Ich schreibe so lange weiter, bis alle tot sind.“

Ich glaube ihm aufs Wort. Als LeserIn ist es sinnvoll, sich emotional nicht zu sehr an die Charaktere zu binden, denn man weiß nie, wen es als nächstes erwischt. Immer wieder wurde ich überrascht und nicht nur einmal zog ich einen enttäuschten Flunsch, weil eine meiner liebsten Figuren das Zeitliche segnete. In dem Höllenloch Santa Mondega sterben die Menschen/Vampire/Werwölfe wie die Fliegen. Trotzdem glaube ich, dass Anonymus noch einiges vor sich hat, weil er so viele Figuren in seine Geschichte einbaut. Diese erstaunte mich erneut durch ihre Komplexität; zahlreiche Parteien, zahlreiche Ziele, zahlreiche Pläne. Alles ist irgendwie miteinander verbunden, lose Fäden gibt es nicht. Wie schon im ersten Band entstehen dabei absurde, wahnwitzige Situationen, über die ich nur immer wieder ungläubig den Kopf schütteln konnte. Anonymus versteht es exzellent, die verschiedenen Erzählstränge unter einen Hut zu bringen und vermittelt dabei eine gehörige Portion makabren Galgenhumors.
Die BewohnerInnen von Santa Mondega sind die Bank weg durch korrupt, hinterhältig und insgesamt eher unangenehme ZeitgenossInnen. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich für die meisten Sympathie empfand. Selbst der Massenmörder Bourbon Kid, dessen Vergangenheit in „Das Buch Ohne Staben“ nach all den Andeutungen im ersten Band nun endlich offengelegt wird, verdiente sich erneut meine Zuneigung. Das gipfelte darin, dass ich fast zu Tränen gerührt war, als sein Leben am Ende des Buches eine deutlich positive Wendung nimmt.
Außerdem liebe ich es, dass Vampire und Werwölfe als das dargestellt sind was sie sind, ohne einen Hauch romantischer Verklärung: triebhafte Bestien.

Santa Mondega ist der vermutlich verruchteste, moralisch verwerflichste Ort, den ich je in meiner Fantasie besuchte. Und doch kann ich es kaum abwarten, dorthin zurückzukehren. Ich bin begierig auf das Weiterlesen und weiß schon jetzt, dass ein paar Details aus „Das Buch Ohne Staben“ zu Komplikationen im nächsten Band „Das Buch Ohne Gnade“ führen werden. Ich freue mich darauf.
Die gesamte „Bourbon Kid“ – Reihe ist nichts für schwache Nerven. Man muss diese spezielle Mischung aus Gewalt, Blut und Absurdität zu schätzen wissen. Es gibt sicher so einige LeserInnen, die von Anonymus‘ brutaler Geschichte abgestoßen sind. Doch wer es rasant, makaber und blutrünstig mag, liegt mit „Das Buch Ohne Namen“ und „Das Buch Ohne Staben“ goldrichtig.

 
8 Kommentare

Verfasst von - 8. Juni 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kevin Hearne – Hounded

„Hounded“

hounded

Reihe: Iron Druid Chronicles #1

Autor: Kevin Hearne

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Del Rey

Sprache: Englisch

ISBN: 0345522478

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 02.05.2014

Bewertung:

Nach der Lektüre von „Hounded“ habe ich versucht, mich ein bisschen mit irisch – keltischer Mythologie und Religion zu beschäftigen. Ich wollte vor allem die von Kevin Hearne benannten Gottheiten recherchieren. Ich musste leider schnell einsehen, dass das kein so einfaches Unterfangen ist, wie ich es bisher von anderen Götterpantheons gewohnt war. Scheinbar ist die keltische Mythologie unheimlich komplex und das Göttergeschlecht der Túatha dé Danann, das in „Hounded“ auftaucht, ist nur ein winziger Bruchteil der hauptsächlich mündlich überlieferten Legenden. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich Kevin Hearnes Recherchen dementsprechend nicht so leicht nachvollziehen kann; wie es aussieht, werde ich mir wohl mal ein Gesamtwerk zu dem Thema zulegen müssen, um zumindest einen groben Überblick zu erhalten.

In „Hounded“ begegnen die LeserInnen dem Druiden Atticus O’Sullivan – das ist natürlich nicht sein Geburtsname, schließlich ist Atticus 2.100 Jahre alt. Dank seiner magischen Kräfte, Intelligenz und seines Anpassungsvermögens hat er die Jahrhunderte überdauert und sieht dabei immer noch aus wie ein knackiger 21-jähriger Ire. In den letzten Jahren hat er sich in Arizona häuslich eingerichtet, betreibt einen kleinen okkulten Buchladen und verbringt seine Freizeit hauptsächlich mit seinem Wolfshund Oberon. Doch die Fesseln einer so langen Vergangenheit lassen sich leider nicht so einfach abschütteln: vor Jahrhunderten stahl Atticus von einem Schlachtfeld das machtvolle magische Schwert Fragarach, sehr zum Ärgernis des Gottes Aenghus Óg. Jetzt will Aenghus Fragarach um jeden Preis zurück und Atticus muss sich nach langer Zeit des Davonlaufens dem unausweichlichen Kampf stellen.

Die Geschichte, die Kevin Hearne in „Hounded“ erzählt, ist natürlich nicht neu: ein Individuum mit übernatürlichen Fähigkeiten gerät zwischen die Fronten der Götter und muss kämpfen, um zu überleben. Doch die Umsetzung ist so frisch und originell, dass es mir viel Spaß gemacht hat, Atticus zu begleiten. Wie bereits angedeutet kenne ich mich mit keltischer Mythologie überhaupt nicht aus, daher war die Welt eines Druiden für mich völlig neu und unbekanntes Terrain, was mir im Genre Urban Fantasy wirklich nicht oft passiert. Trotz dessen hatte ich keinerlei Probleme, mich in Hearnes Universum zurecht zu finden. Er lässt Atticus als Ich-Erzähler agieren, dadurch werden Götter, Supras und Atticus‘ (vergangenes) Leben beiläufig, aber einleuchtend erklärt. Zusätzlich stattete er den Druiden mit einem herrlichen Sinn für Humor aus, wodurch der gesamte Roman locker und leicht wirkt. Mir gefiel es außerdem besonders gut, dass Atticus nicht im Mindesten Schwierigkeiten hat, sich an die Moderne anzupassen. Er hat sich mehr oder minder perfekt in die heutige Zeit integriert, macht sich aber auch nie wirklich Gedanken darüber, dass seine wahre Identität aufgedeckt werden könnte. Ihn zeichnet eine gewisse, sehr sympathische Sorglosigkeit aus; er scheint fest daran zu glauben, mithilfe seiner Freunde und Verbindungen einfach jedes Problem lösen zu können, sei es nun die Beseitigung einer Leiche oder die Manipulationen der Götter.
Das Thema Götter beleuchtet Kevin Hearne aus einer sehr interessanten Perspektive: in seiner Darstellung existieren alle Götter aller Religionen parallel. Er deutet an, dass die wahrhafte Existenz eines Gottes von seiner Glaubensgemeinschaft abhängig ist; das heißt im Klartext „Glaubt niemand an dich, kannst du auch nicht existieren.“. Diese Idee kenne ich schon von Terry Pratchetts „Einfach göttlich“, doch auf unsere Welt bezogen fasziniert mich der Gedanke ungemein.

Kevin Hearne hat mir mit seinem Auftakt der Iron Druid Chronicles sehr viel Lesespaß bereitet. „Hounded“ ist ein innovativer, witziger Urban Fantasy Roman, der sich mit einer Mythologie auseinandersetzt, die man meines Erachtens nach nicht tagtäglich in der Literatur antrifft. Darüber hinaus glänzt der Protagonist Atticus durch Intelligenz, Charme und Herz; seine zahlreichen Gespräche mit seinem Wolfshund Oberon werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich möchte die Reihe unbedingt weiter verfolgen.
Ich kann „Hounded“ nur wärmstens an alle FreundInnen der Urban Fantasy empfehlen. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass der Autor männlich ist und sich das wieder einmal im Stil des Buches niederschlägt. Es gibt keine kitschig-romantischen Szenen, keine Erotik; Kevin Hearne setzte Prioritäten und konzentriert sich ausschließlich auf das Wesentliche seiner Geschichte. Ich finde das fabelhaft und ich bin überzeugt, unter meinen LeserInnen wird es ebenfalls einige geben, die einen Urban Fantasy Roman bar jeglicher Schwülstigkeit zu schätzen wissen.

(Nächster Band: The Iron Druid Chronicles #2 – „Hexed“ – Kevin Hearne – ISBN: 0345522494)

 
6 Kommentare

Verfasst von - 7. Mai 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Charlaine Harris – Vampirmelodie

„Vampirmelodie“

Vampirmelodie

Reihe: Sookie Stackhouse #13

Originaltitel: Dead Ever After

Autor: Charlaine Harris

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

Verlag: dtv

Sprache: Deutsch

ISBN: 3423215003

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 08.04.2014

Bewertung:

Sookie Stackhouse war nach Anita Blake erst meine zweite Urban Fantasy Heldin. Meine Güte, was war ich positiv überrascht. Mir war nicht klar, dass es weder Anitas Härte noch ihre Skrupellosigkeit braucht, um einen guten Urban Fantasy Roman zu schreiben. Sookie, die gedankenlesende Kellnerin aus Bon Temps, Louisiana lehrte mich, dass sich auch eine warmherzige, fröhliche und etwas naive Protagonistin in der Welt der Supras behaupten kann. Die Autorin Charlaine Harris zeigte mir, dass es so etwas wie ein Spektrum der Urban Fantasy Heldinnen gibt, auf dessen Skala Anita das eine Ende darstellt und Sookie das andere. Folglich begleitete ich Sookie eifrig und erlebte mit ihr Abenteuer, die sowohl aufregend und gefährlich als auch witzig waren.

„Vampirmelodie“ ist nach 14 Jahren nun das fulminante Finale der Serie. Nachdem Sookie im vorangegangenen Band das Cluviel Dor, das ihr von ihrer Großmutter hinterlassen wurde, opferte, um Sam nach einem brutalen Kampf ins Leben zurückzuholen, herrscht zwischen ihr und ihrem vampirischen Freund Eric dicke Luft. Doch damit nicht genug, wird vor dem Merlotte’s die Leiche von Sookies ehemaliger Freundin Arlene entdeckt und alle Indizien deuten darauf hin, dass Sookie selbst den Mord begangen hat. Im Folgenden muss Sookie alles daran setzen, sich von dem Verdacht zu befreien und deckt dabei einen perfiden Rachefeldzug gegen sie auf…

Band 13 der Sookie – Stackhouse – Reihe verdient meines Erachtens nach ohne weiteres eine 5 – Sterne – Bewertung aufgrund Charlaine Harris‘ unglaublichem Mut, die Serie enden zu lassen. Es gehört viel dazu, sich nach 14 Jahren von einer Protagonistin und ihrem Universum zu verabschieden und sie endlich ein friedfertiges, glückliches Leben führen zu lassen. Diese Courage nötigt mir großen Respekt ab und überzeugt mich davon, dass Sookie für Harris auf gewisse Weise zu einer Freundin geworden ist, der sie nur das Beste wünscht. Natürlich war ich traurig, die gedankenlesende Kellnerin nun gehen lassen zu müssen, aber ich halte es für die richtige Entscheidung. Außerdem empfand ich Harris‘ Finale als absolut angemessen und würdig, was für mich den Abschied leichter gestaltete. Die Handlung ist gewohnt spannend und mitreißend, wobei ich es sehr erfrischend fand, dass die Vampire eine eher untergeordnete Rolle spielten. Sookies Leben steht komplett im Fokus; sie stellt sich die Frage, wie ihre Zukunft aussehen soll und erkennt, dass diese nicht auf ewig von vampirischer Politik bestimmt sein darf. Dementsprechend fand ich auch, dass Sookie sich in „Vampirmelodie“ recht erwachsenen verhält und wesentliche Entscheidungen weniger impulsiv fällt. Obwohl sie weiterhin eine Figur ist, die eher auf ihr Bauchgefühl hört, als rationalen Pragmatismus dominieren zu lassen, hatte ich durchaus das Gefühl, dass Sookie eine überzeugende Entwicklung durchgemacht hat, die natürlich auch mit dem Finale der Serie nicht abgeschlossen ist.
Darüber hinaus war ich sehr beeindruckt, dass Charlaine Harris tatsächlich eine Möglichkeit gefunden hat, alle relevanten noch lebenden oder zumindest untoten Charaktere der Reihe noch einmal auftreten zu lassen und so ein Ende zu schaffen, das allen gerecht wird.

Sookie Stackhouse wird in meinem Bücher – Herzen immer einen Platz haben und ich werde mir auf jeden Fall die Zeit nehmen, die komplette Serie noch einmal am Stück zu lesen. Ich gönne Sookie ein glückliches Leben und so verabschiede ich mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie hat nun endlich ihren Platz in der Welt gefunden; hat erkannt, wer sie ist und dass sie nicht allein gegen die Widrigkeiten ihrer Existenz kämpfen muss.
Meines Erachtens nach sollten alle LeserInnen, die Sookies Entwicklung über die Jahre hinweg verfolgt haben, dieses großartige Finale ebenfalls lesen und erfahren, dass sie nun endgültig angekommen ist, denn nichts geringeres verdient sie.

 
3 Kommentare

Verfasst von - 12. April 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: