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Montagsfrage: Trigger-Warnungen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich beginne heute meine letzte Arbeitswoche bei der großen überregionalen Tageszeitung mit den vier Buchstaben. Dreimal muss ich noch antanzen, dann habe ich ein paar Tage frei und nächste Woche Dienstag, pünktlich zum 01. Dezember, starte ich in meinen neuen Job. Es ist merkwürdig, dass meine restliche Zeit nun so überschaubar ist und ich weiß, dass ich mich danach für immer verabschiede. Noch hält sich meine Nervosität in Grenzen, aber das kann nächste Woche natürlich schon ganz anders aussehen. Mein ganzes Leben wird sich auf den Kopf stellen und neu ausrichten, da ist ein bisschen Muffensausen sicher keine Schande. Ich hoffe, dass meine letzten drei Tage einigermaßen reibungslos ablaufen und ich mich nicht noch mal ärgern oder auf umfangreiche Überstunden einstellen muss. Drückt mir die Daumen, dass keine größeren Katastrophen passieren. Es wäre nett, wenn der Übergang entspannt sein könnte. Ist schließlich alles so schon aufregend genug. 😉

Die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise ist definitiv ein entspannendes Ritual zum Wochenstart, das ich auch heute wieder zelebriere.

Sollten Bücher, die sensible Themen behandeln, mit Trigger-Warnungen ausgestattet sein?

Kurz gesagt: Ja. Ich bin definitiv für die Integration von Trigger-Warnungen auf der Außenseite von Büchern. Ich schreibe bewusst nicht „Cover“, weil ich glaube, man muss keinen großen roten Hinweis fett auf die Front drucken, um Menschen, die Traumatisches erlebt haben oder mit psychischen Erkrankungen kämpfen, davor zu warnen, dass ein Buch möglicherweise negative Emotionen auslösen könnte, die ihre Situation verschlimmern. Es reicht völlig, auf der Rückseite einen Kasten zu platzieren, der die behandelten, sensiblen Themen auflistet. Ich habe das bei einigen englischen Young Adult – Romanen sogar schon gesehen. Ist der Kasten immer an derselben Stelle, wissen ja alle Leser_innen, wo sie danach Ausschau halten müssen, um nicht unerwartet in eine Krise gestürzt zu werden.

Meiner Meinung nach ist eine Trigger-Warnungen kein Spoiler, denn dafür ist sie viel zu allgemein gehalten, sondern eine Vorsichtsmaßnahme, die emotional belastete Menschen schützt. Da ich selbst auf eine Vergangenheit mit Depressionen, selbstverletzendem Verhalten und Suizidgedanken zurückschaue, kann ich nachvollziehen, dass einige Menschen vermeiden wollen, mit ihren Traumata oder psychischen Schwierigkeiten in einem Buch konfrontiert zu werden. In der Tiefe meines depressiven Lochs hatte ich ebenfalls Probleme damit, Beschreibungen von Depressionen zu ertragen, weil sie mir unangenehm vor Augen führten, wie ich mich fühlte. Ich wusste bereits, dass es mir schlecht ging, ich empfand es als unnötig schmerzhaft, daran erinnert zu werden. Und nein, bevor jemand dieses Argument anbringt, als Konfrontationstherapie taugen unvorbereitete Lesesituationen überhaupt nicht. Eine Konfrontationstherapie ist ein strikt überwachter Prozess, der ausschließlich von kompetenten Therapeut_innen durchgeführt werden sollte, die ihre Patient_innen genau kennen. Eine Selbstbehandlung mit Büchern, die sensible Themen behandeln, ist gefährlich und nicht hilfreich. Deshalb finde ich, dass Trigger-Warnungen ein kleiner Preis dafür sind, Menschen davor zu bewahren, in einen nicht absehbaren emotionalen, psychischen Abgrund zu stürzen.

Trigger-Warnungen werden oft mit Zensur in Verbindung gebracht, im Sinne von „Werden Bücher überhaupt noch gelesen, wenn sie nachweislich schwierige Themen ansprechen?“. Eltern könnten ihren Kindern verbieten, gewisse Bücher zu konsumieren, wenn bereits auf dem Cover (oder auf der Rückseite) steht, dass sie gewisse Darstellungen beinhalten. Sie könnten aus Bibliotheken verbannt, aus dem Lehrplan gestrichen und von Buchhandlungen boykottiert werden. Dazu kann ich nur sagen: Das geschieht bereits jetzt, ohne die Verpflichtung zu Trigger-Warnungen und das betrifft häufig Bücher, die (meiner bescheidenen Ansicht nach) nicht mal eine Trigger-Warnung rechtfertigen. Überall auf der Welt gibt es Bemühungen, den Zugang zu bestimmten Büchern zu verbieten, weil es überall Menschen gibt, die sich daran stören, dass sie Aspekte behandeln, die nicht ihrem Weltbild entsprechen. Die „Harry Potter“-Reihe wird beispielsweise seit ihrem Erscheinen immer wieder beanstandet, weil sie (ich zitiere und übersetze) „sich auf Magie und Hexenwerk bezieht, Zaubersprüche und Flüche enthält und die Charaktere schändliche Mittel einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen“. Die meisten anderen Bücher, die dieses Jahr auf der Top-10-Liste der beanstandeten Bücher der Banned Books Week gelandet sind, stehen dort aufgrund ihrer Darstellung nicht-heteronormativer Beziehungen und Lebensweisen. Natürlich könnten Trigger-Warnungen Menschen, die ohnehin bereit sind, Bücher verbieten zu lassen, zusätzliche Argumente liefern, das will ich nicht abstreiten. Ich glaube jedoch, dass diese Menschen immer Gründe finden werden, Bücher zu beanstanden, ob mit oder ohne Trigger-Warnungen.

Ein weiterer Punkt ist die Frage nach den Grenzen von Trigger-Warnungen. Wovor sollte man warnen und auf welche Themen muss man nicht extra hinweisen? Eine Antwort ist kniffelig, weil prinzipiell alles ein Trigger sein kann. Das ist hochgradig individuell, denn unsere Erinnerungen und Erfahrungen sind mit all unseren Sinnen verknüpft. So könnte beispielsweise die Beschreibung eines spezifischen Geruchs eine Betroffene von sexualisierter Gewalt bereits an den Übergriff erinnern. Ebenso individuell sind Traumata. Manche empfinden die Scheidung der Eltern als traumatisch, andere sind durch Erfahrungen von Missbrauch im Kindesalter traumatisiert. Das Spektrum ist extrem vielfältig, Leid und Schmerz lassen sich nicht messen. Ich muss es leider ganz deutlich sagen: Wir können nicht alle schützen. Das funktioniert nicht. Deshalb würde ich mich bei der Formulierung einer Vorgabe für Trigger-Warnungen an den international anerkannten psychischen Krankheitsbildern des ICD-10 orientieren, die als triggeranfällig bekannt sind und gegebenenfalls deren als (einigermaßen) gesichert geltende Ursachen. Das könnte PTBS, Depressionen, Schizophrenie, Borderline, Suchterkrankungen, Essstörungen oder auch dissoziative Identitätsstörungen (im Volksmund gespaltene Persönlichkeit genannt) beinhalten, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir wissen, dass Kriegserfahrungen PTBS auslösen können; wir wissen, dass selbstverletzendes Verhalten ein Symptom vieler psychischer Krankheiten und Störungen ist; wir wissen, dass sexualisierte Gewalt immer emotionale Narben hinterlässt. Was hindert uns daran, mit diesem Wissen wenigstens ein paar Menschen das erneute Durchleben ihrer schmerzhaften Erfahrungen oder die Verschlimmerung ihrer Symptome zu ersparen?

Ich denke außerdem, dass man literarische Genres differenziert betrachten muss. Vor allgemeinen Gewaltdarstellungen in einem Psychothriller zu warnen, erscheint mir überflüssig, weil potenzielle Leser__innen von Anfang an damit rechnen, diese in der Geschichte vorzufinden. Auf sexualisierte Gewalt hinzuweisen, finde ich hingegen auch bei einem Thriller sinnvoll, weil nicht alle Thriller sexualisierte Verbrechen behandeln. Es ist eine Gradwanderung, das ist mir klar. Ich bin keine Politikerin und habe selbstverständlich keinen konkreten Entwurf für eine gesetzliche Vorgabe für Trigger-Warnungen im Ärmel. Ich glaube trotzdem, ein entsprechendes Gesetz würde vielen Leser_innen die Literaturauswahl erleichtern.

Was haltet ihr von Trigger-Warnungen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen angenehmen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Anita Terpstra – Die Braut

Laut Amnesty International wurden in den USA seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 1.465 Menschen hingerichtet. Am 01. Juli 2017 gab es 2.817 Todeszelleninsassen, darunter 53 Frauen. Die Todesstrafe in den USA ist ein Thema, das mich seit Jahren begleitet. Für mich sind staatlich sanktionierte Hinrichtungen nicht nur eine Frage von Richtig oder Falsch, obwohl ich mich als Gegnerin verstehe. Es ist ein komplexes moralisch-ethisches Dilemma, über das ich in Abständen immer wieder grübele. 2018 beschloss ich, mich der Thematik durch den Thriller „Die Braut“ von der niederländischen Autorin Anita Terpstra, den ich als Rezensionsexemplar von Random House erhielt, aus einer anderen Perspektive zu nähern. Ich wollte herausfinden, was Frauen bewegt, eine Beziehung mit einem Todeszelleninsassen einzugehen.

Viele junge Mädchen malen sich ihre Hochzeit aus. Für einige wird ihr Traum eines Tages wahr. Für Mackenzie Walker nicht. Sie heiratet ihren Verlobten Matt Ayers in einem winzigen schmucklosen Raum. Gäste sind nicht gestattet. Vor den Fenstern befinden sich Gitter und nach der Zeremonie wird Matt zurück in eine Zelle geführt. Matt ist ein Gefängnisinsasse im Todestrakt. Niemand begreift, warum Mackenzie einen Mann ehelicht, dem vorgeworfen wird, mehrere junge Frauen entführt, gefangen gehalten und gefoltert zu haben. Ihr schlagen Unverständnis und purer Hass entgegen, sie erhält Drohungen. Aber Mackenzie lässt sich nicht einschüchtern und versucht, die Polizei davon zu überzeugen, in eine andere Richtung zu ermitteln. Als ihre Bemühungen fehlschlagen, trifft sie einen waghalsigen Entschluss: sie wird Matt aus dem Gefängnis holen. Ein Ausbruch ist ein riskantes Unternehmen. Noch riskanter wäre es jedoch, ihn in der Todeszelle auf seine Hinrichtung warten zu lassen. Denn für Mackenzie hängt alles davon ab, dass ihr Ehemann überlebt…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 26. März 2019 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Sue Klebold – A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy

Am 20. April 1999 um 11:19 Uhr betraten Eric David Harris und Dylan Bennet Klebold die Columbine High-School in Colorado durch den Westeingang und eröffneten das Feuer. Sie trugen je zwei Schusswaffen, schwarze Trenchcoats, schwarze Hosen und eigens für den Anlass bedruckte T-Shirts. Erics Brust zierte der Schriftzug „Natural Selection“; auf Dylans Shirt prangte das Wort „Wrath“. Innerhalb einer knappen Stunde warfen sie selbstgebastelte Rohrbomben sowie Molotowcocktails und verschossen wahllos insgesamt 188 Kugeln. Sie töteten 12 Schüler_innen und einen Lehrer. 21 Menschen wurden zum Teil schwer verwundet. Kurz nach 12 Uhr begingen Eric und Dylan in der Bibliothek ihrer Schule Selbstmord. Ihr Amoklauf war als Bombenanschlag geplant. Die in der Cafeteria deponierten, selbstgebauten Sprengsätze explodierten aufgrund eines technischen Fehlers nicht.

125 Worte. Ich brauchte 125 Worte, um eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-amerikanischen Geschichte zusammenzufassen. Schockierend, wie wenig die Fakten dieser Tragödie verlangen.
Der Amoklauf an der Columbine High-School war nicht die erste Schulschießerei, die das Land erlebt hatte. Es war jedoch die erste Schulschießerei, die globales Aufsehen und Medieninteresse, sowie eine hitzige Debatte über Mobbing, Ego-Shooter, gewaltverherrlichende Musik und das Waffenrecht auslöste. Das Massaker hatte weitreichende Konsequenzen. Nicht zuletzt wird der nachfolgende Anstieg von Amokläufen an Schulen „Columbine Effekt“ genannt, weil viele Täter_innen angaben, von Eric Harris und Dylan Klebold inspiriert worden zu sein. Die Generation, die nach dem 20. April 1999 in den USA geboren wurde, wird als „Generation Columbine“ betitelt – Kids, die eine Welt ohne Schulschießereien gar nicht kennen. Columbine ist die Mutter aller Schulmassaker.

Als Eric Harris und Dylan Klebold ein beispielloses Blutbad anrichteten, war ich 8 Jahre alt. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Vorfälle in Colorado in irgendeiner Form in meinem Leben thematisiert wurden und auch meine Eltern konnten auf meine Nachfrage hin keine Situation rekonstruieren, in der wir darüber gesprochen hätten. Columbine rückte erst sehr viel später ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit: ich begann, mich mit Schul-Amokläufen im Allgemeinen auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was die Täter_innen bewegte und wie es möglich war, dass ihr Schmerz und ihre Verzweiflung teilweise jahrelang unbemerkt blieben.
Als ich entdeckte, dass Dylans Mutter Sue Klebold 2016 ein Buch veröffentlicht hatte, das den Titel „A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy“ trug, stand für mich sofort fest, dass ich es kaufen und lesen wollte. Meine Motivation war sehr simpel. Ich wollte es begreifen. Ich wollte begreifen, wie man so etwas überlebt.

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Verfasst von - 8. August 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Montagsfrage: Literatur zum Weltuntergang?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Chilli und ich hatten letzte Woche Dienstag einen Kontrolltermin bei ihrer Chirurgin. Sie ist sehr zufrieden mit dem Verlauf von Chillis Heilung, die Kreuzband-OP war ein Erfolg und sie stellt sich sehr gut an, ist motiviert und voller Bewegungsdrang. Deshalb müssen wir jetzt fünf Mal die Woche Sport machen. Sie braucht in ihrem Bein wieder Stabilität und Beweglichkeit und um das zu erreichen bzw. zu fördern, bis wir Mitte März mit der Physiotherapie anfangen, muss sie fünf Tage pro Woche Rückwärtslaufen und den Dreibeinstand üben. Das Rückwärtslaufen klappt prima, weil sie das im Grunde vorher schon konnte, jetzt wird sie dafür eben nur belohnt. Verständlicherweise findet der alte Gierschlund das großartig. Der Dreibeinstand hingegen ist für sie noch sehr anstrengend. Ich nehme ihr dabei ihren gesunden Hinterfuß weg und sie muss für 3-5 Sekunden auf drei Beinen stehen, wobei sich die Belastung für das operierte Bein natürlich erhöht. Funktioniert so la la. Ende der Woche soll ich wieder bei unserer Ärztin anrufen; dann besprechen wir Chillis Fortschritte und machen die Übungen gegebenenfalls schwerer. Ich denke, das Rückwärtslaufen müssen wir auf jeden Fall schwieriger machen, den Dreibeinstand… na mal sehen. Vielleicht verbessert sie sich darin im Lauf der Woche auch noch. Zusammengefasst sind sowohl Dr. Stephanie als auch ich äußerst glücklich mit meiner Prinzessin, sie macht das alles wunderbar und es geht ständig aufwärts. 🙂
Soweit zu meinem kleinen Update bezüglich der Mission „Behandlung des Kreuzbandrisses meines Hundes“, jetzt kommen wir zum wöchentlichen Montagmorgenritual, der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja.

Wenn die Welt untergehen würde und du ins All oder auf einen anderen Planeten entkommen könntest, welche 3 Bücher/Reihen würdest du retten, damit sie kommenden Generationen erhalten bleiben?

Ja, liebe Svenja, das ist tatsächlich eine fiese Frage. 😀 Ich habe während unserer Gassirunde vorhin ausführlich darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Schlüssel zu einer befriedigenden Antwort darin liegt, zu entscheiden, welchen Zweck man mit den Büchern erfüllen möchte. Sollen es lehrreiche Werke sein? Möchte ich Bücher retten, die einen entscheidenden Wert für die Literatur allgemein haben? Oder geht es mir um reine Unterhaltung? Versetze ich mich in die beschriebene Situation, glaube ich, dass ich vor allem Bücher bei mir haben wollte, die das Potential besitzen, mich über Jahre zu beschäftigen und die mir Hoffnung vermitteln. Am Ende der Welt brauche ich keine anspruchsvollen Klassiker, ich brauche Werke, die mich emotional erreichen: Bücher, die mich von meiner deprimierenden Lage ablenken, mich aus der Realität fliehen lassen, meinen Geist beschäftigen und positive Gefühle auslösen. Deshalb habe ich mich für Unterhaltungsliteratur entschieden. Hier meine Auswahl:

1. „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson

Diese Reihe ist ein beispielloses High Fantasy – Epos. Es ist brillant, intelligent, mitreißend und voller philosophischer Gedanken und Gesellschaftskritik. Es stellt die perfekte Realitätsflucht dar. Außerdem bin ich sicher, dass man die hochkomplexe Reihe wieder und wieder lesen kann und jedes Mal etwas Neues entdeckt. Daher ist sie hervorragend geeignet, sie mit in ein Leben fernab der Erde zu nehmen.

2. „Harry Potter“ von Joanne K. Rowling

Ein Leben ohne „Harry Potter“ ist möglich, aber sinnlos. Generationen folgten dem jungen Zauberschüler. Ihm gehören unsere Herzen, unsere Leidenschaft, unsere Liebe. Die Bücher lehren uns Mut, Freundschaft und Opferbereitschaft. In der Tiefe ist es darüber hinaus eine Warnung vor dem Faschismus und diese Botschaft sollten wir niemals vergessen. Eine Welt ohne den guten alten HP möchte ich mir einfach nicht vorstellen, also muss er mit.

3. „The Martian“ von Andy Weir

Zum Schluss habe ich mich für ein Buch entschieden, das wie kein zweites Hoffnung im Angesicht einer aussichtslosen Situation vermittelt. Wenn ich ins All fliegen muss, weil die Welt untergeht, möchte ich den Protagonisten Mark Watney an meiner Seite haben, wenn auch nur in Buchform. Mark überlebt unter den widrigsten Bedingungen, gibt niemals auf und rettet sich selbst durch seine Kreativität und seine sture Weigerung, zu sterben. Ich möchte mir an ihm ein Beispiel nehmen und wer weiß, vielleicht werden seine verblüffenden Ideen auf einem neuen Planeten oder in den Weiten des Alls Gold wert sein, weil unsere Gruppe der Überlebenden diese nutzen kann. Huldigt Mark Watney, dem Weltraumpiraten, dem MacGyver auf dem Mars, er könnte unser Leben retten!

Ich denke, mit diesen Büchern könnten wir eine ganze Weile auskommen. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass es so weit gar nicht erst kommt. Falls doch, plädiere ich dafür, dass es unter den Bücherwürmern dieser Welt zuerst eine Konferenz gibt, in der darüber entschieden wird, wer was mitnimmt. Arbeiten wir alle zusammen, können wir eine respektable Vielfalt erreichen und niemand muss sich einschränken. Denn mal ehrlich, wollt ihr jahrelang mit nur drei Geschichten leben? Also ich nicht. 😉

Welche drei Bücher oder Reihen rettet ihr vor dem Weltuntergang?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Victoria Aveyard – Glass Sword

Am Ende ihrer Ausbildung zur Drehbuchautorin wagte Victoria Aveyard einen mutigen Schritt. Sie zog zu ihren Eltern zurück, um ein Buch zu schreiben. Kein Drehbuch, sondern einen Roman. Sie setzte alles auf diese eine Karte: „Red Queen“. Glücklicherweise fand sie für ihr Manuskript sofort eine Agentin, die es an HarperTeen verkaufte. Mit 25 stürmte sie die Bestsellerlisten. „Glass Sword“ ist der zweite Band der Reihe, der ebenso erfolgreich wie der Auftakt wurde.

Eine gerechte Welt – Mare Barrow glaubte, diesen Traum mit Maven zu teilen. Doch der Prinz betrog sie, die Scarlet Guard und seinen eigenen Bruder, Kronprinz Cal. Mit Hilfe seiner Mutter, Königin Elara, denunzierte er Cal als Mörder und brachte sich selbst auf den Thron. Nun sind Mare und Cal die meistgesuchten Personen in ganz Norta. Sie sind auf die Hilfe der Scarlet Guard angewiesen, werden allerdings nicht mit offenen Armen empfangen. Während Cal aggressives Misstrauen entgegenschlägt, wird Mare wie ein gefährlicher Freak behandelt. Niemand will ihr zuhören, als sie verlangt, Newbloods wie sie selbst vor König Maven zu schützen. Ihr bleibt keine andere Wahl, als auf eigene Faust nach ihnen zu suchen. Begleitet von Cal, ihrem Bruder Shade und ihrem besten Freund Kilorn versucht sie, Maven stets einen Schritt voraus zu sein, hunderte Morde zu verhindern und mit den Newbloods eine Armee aufzustellen. Aber ihre traumatischen Erlebnisse am Hof der Silvers haben Mare verändert und schon bald muss sie sich fragen, ob sie in dem Bestreben, ein Monster zu besiegen, selbst zum Monster wurde.

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Verfasst von - 13. Februar 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension, Young Adult

 

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