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Cecelia Ahern – The Gift

2018 habe ich mir vorgenommen, in der Weihnachtszeit endlich mal Weihnachtsbücher zu lesen. Da es mir immer schwerer fällt, Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, hoffte ich, dass mir weihnachtliche Geschichten dabei helfen könnten. „The Gift“, ein Buch der Bestsellerautorin Cecelia Ahern, war eine naheliegende Wahl, denn es spielt nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern befindet sich auch auf der Liste der modernen Klassiker der Bücherkultur-Challenge. Wie praktisch. Cecelia Ahern gehört sonst nicht zu meinen bevorzugten Autor_innen, weil ich sie in die Chic-Lit-Ecke sortiere, aber angesichts dessen, dass ich ihren Erfolgsroman „P.S. Ich liebe dich“ unerwartet gut fand, wollte ich es trotzdem mit „The Gift“ probieren.

Lou Suffern ist ein Überflieger. Er wohnt in einem eindrucksvollen Haus, fährt einen schnittigen Sportwagen und ist äußerst erfolgreich in seinem Beruf. Mit seiner Ehefrau Ruth hat er zwei bildhübsche Kinder. Doch sein rasanter Aufstieg der Karriereleiter fordert Opfer. Täglich kämpft Lou gegen die Uhr, um immer der Erste, der Beste zu sein. Er führt ein Leben auf der Überholspur und vernachlässigt für seine ehrgeizigen Ambitionen seine Familie. Bis er eines Tages kurz vor Weihnachten einem Obdachlosen einen Kaffee spendiert. Der Mann stellt sich als Gabe vor. Seine bemerkenswerte Auffassungsgabe imponiert Lou. Er besorgt ihm einen Job in der Poststelle seiner Firma. Diese Entscheidung beginnt er schnell zu bereuen. Gabe drängt sich nachdrücklich in sein Leben; ständig schaut er Lou über die Schulter, nervt ihn mit kryptischen Ratschlägen und wie gelingt es ihm eigentlich, an zwei Orten gleichzeitig aufzutauchen? Lou fühlt sich von Gabe bedroht. Er missversteht seine Absichten. Aber er wird verstehen. Schon bald. Denn Gabe macht Lou das wichtigste Geschenk überhaupt: Zeit.

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Fröhliche Weihnachten!

Meine Lieben,

ich wünsche euch allen frohe Weihnachten! Wir haben die stressige Adventszeit unbeschadet überstanden – nun ist es Zeit, sich einfach mal zurückzulehnen, zu genießen und sich darauf zu besinnen, was wirklich wertvoll ist. Lassen wir den Geist von Weihnachten in unsere Herzen und seien für ein paar Stunden die Menschen, die wir werden wollten, als wir noch Kinder waren. Lange, bevor sich die Realität dazwischenschob.

Ich habe dieses Jahr viel darüber nachgedacht, was Weihnachten für mich bedeutet. Weihnachten ist eine Zeit der Wünsche, eine Zeit der Träume, eine Zeit der Liebe, der Magie und des Friedens. Natürlich sind mir diese Ideale immer wichtig, doch in dieser festlichen Jahreszeit erhalten sie eine andere Qualität, einen anderen Geschmack. Für mich ist Weihnachten eine Erinnerung daran, dass ich nur die Heldin meiner eigenen Geschichte bin. Ich schaue über meinen Tellerrand und frage mich, welche Geschichten diejenigen erleben, die in der meinen bloß Hintergrunddarsteller_innen sind. Ich strecke meine Hand aus und versuche, mir ihre Leben vorzustellen. Ich wünsche ihnen Glück. Ich hoffe, dass heute niemand allein sein muss, der/die es nicht möchte.

Unsere Welt ist groß und weit. Sie ist voller Konflikte und Leid. Lasst uns heute ein wenig näher zusammenrücken und Streit, Hass und Groll zum Schweigen bringen. Lasst uns Fremden ein Lächeln schenken.
Im Namen der Nächstenliebe möchte ich euch noch einmal auf meine Wohltätigkeitsaktion für Straßenkinder e.V. hinweisen, die noch bis zum 26.12.2018 um 23:59 Uhr läuft. Für jedes Kommentar von euch spende ich 1€ an den Berliner Verein, der sich um die schwächsten und schutzlosesten Mitglieder unserer Gesellschaft kümmert. HIER erfahrt ihr alle wichtigen Informationen und könnt euch beteiligen.

Ich habe das Privileg, den Heiligabend mit meiner Familie verbringen zu können. Ich habe mir vorgenommen, jede Sekunde bewusst wahrzunehmen und auszukosten. Für den Lieblingsmenschen und mich ist es außerdem das erste Weihnachten als Ehepaar und ich bin fest entschlossen, heute ein paar besondere Momente zu schaffen, an die ich in 50 Jahren gern zurückdenke. Weihnachten ist kein Humbug. Weihnachten ist das, was wir daraus machen. Sorgen wir dafür, dass es zählt.

Für morgen habe ich für alle Daheimgebliebenen eine spezielle Weihnachtsrezension vorbereitet, die euch den Feiertag hoffentlich ein wenig versüßt und Weihnachtszauber versprüht. Das Vorbeischauen lohnt sich, denn ich ziehe blank und verrate euch mein bestgehütetes Geheimnis, ein kleines Geschenk zum Fest. 😉

Fröhliche Weihnachten für euch alle! Ich umarme euch aus der Ferne und schicke euch Gedanken voller Wärme, Plätzchenduft und Kerzenschein.
🎄 🎅 ❤️ Alles Liebe von mir, der Prinzessin und dem Lieblingsmenschen ❤️ 🎅 🎄

 

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Montagsfrage: Literarische Adventskalender?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich sitze auf einem Klappstuhl. Auf einem unbequemen, sturen Klappstuhl, der eigentlich auf unseren Balkon gehört. Ich verrate euch was: man kann einen Klappstuhl so gründlich auspolstern, wie man will, irgendwann schläft einem trotzdem der Hintern ein. Die sind nicht zum Lümmeln gedacht. Ich habe einen Hocker für meine Füße, der ist allerdings niedriger als der Stuhl, daher fühlt es sich ständig an, als würde das Blut in meinen Beinen absacken. Mimimi. Ich leide. Aber ich leide aus gutem Grund. Erinnert ihr euch, dass ich euch im Oktober erzählt habe, dass der Lieblingsmensch und ich uns als erste große gemeinsame Anschaffung als frischgebackenes Ehepaar eine Couch gekauft haben? Ich habe nicht mehr daran geglaubt, doch unser freundlicher Möbelfachverkäufer hat Wort gehalten. Die Couch kommt noch vor Weihnachten. Genauer: SIE KOMMT MORGEN!!! 😀 Jubel!!! Unsere alte Couch haben wir bereits am Freitag entsorgt, denn wir hatten das Angebot, sie von dem Kumpel des Bruders eines Bekannten (also über fünf Ecken), der bei der BSR (Berliner Stadtreinigung) arbeitet, kostenlos abholen zu lassen. Das wollten wir nicht im Namen der Bequemlichkeit ausschlagen. Also: Klappstühle bis Dienstag. Glücklicherweise lenkt mich das Bloggen hervorragend von meinem schmerzenden Hintern ab, deshalb ignoriere ich jetzt meine schwelende Ungeduld und beantworte stattdessen die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Literarische Adventskalender?

Antonia hat sich in dieser Woche selbst übertroffen. Ich wusste nicht, dass man sich über die Thematik „Literarischer Adventskalender“ so viele Gedanken machen kann. 😀 Persönlich habe ich eigentlich keine konkrete Meinung dazu. Tatsächlich besäße in unserem Haushalt überhaupt nur der Hund einen Adventskalender (ein stinkendes Monstrum, gefüllt mit lauter guten Leckereien vom Rind, das heiß geliebt wird), hätte eine Freundin nicht für alle ihre Pappenheimer Schokoladenkalender gekauft. Wir haben also alle einen. Aber irgendwie ist mir über die Jahre das Bewusstsein für die „Road to Christmas“ abhanden gekommen. Ich habe Schwierigkeiten, mich in Weihnachtsstimmung zu versetzen und empfinde schon lange keine Vorfreude mehr bezüglich des Öffnens der Türchen. Ich trauere der Zeit, in der ich es kaum abwarten konnte und am liebsten alle Türchen auf einmal aufgerissen hätte, nostalgisch hinterher. Das Problem ist, ich bin irgendwann erwachsen geworden.

Damit will ich nicht sagen, Adventskalender wären nur etwas für Kinder, nein, auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil, ich finde, das ist ein wunderbarer Brauch, für den man nie zu alt ist. Für mich liegt die Schwierigkeit in der Organisation meines Lebens. Als ich ein Kind war, hatte ich keine Tagespläne. Ich musste nichts erledigen, außer erst in den Kindergarten und später in die Schule zu gehen. In meinem Kopf war viel Platz für Fantasie, Spiele und die Vorfreude auf Weihnachten. Heutzutage ist dort alles mit Verpflichtungen, Terminen, Sorgen und lauter blöden erwachsenen Gedanken verstopft. Ich wache morgens auf und denke nicht als erstes daran, dass ich ein weiteres Türchen öffnen darf, wie es früher der Fall war. Ich denke daran, was mich an diesem Tag erwartet, wann ich wieder zu Hause bin, wie viel Zeit ich für welche Tagesordnungspunkte zur Verfügung habe und wie meine Hündin da hineinpasst, ohne zu kurz zu kommen. Deshalb vergesse ich meinen Adventskalender sogar häufig. Dem Lieblingsmenschen ergeht es genauso. Wir sind schon gut, wenn wir jeden zweiten Tag daran denken, die Türchen aufzumachen. Ich bin damit sehr unzufrieden. Für das nächste Jahr habe ich mir bereits vorgenommen, uns allen richtig tolle Kalender zu kaufen und einen festen Tagestermin für das Öffnen festzulegen. Traurig, dass das nötig ist, aber lieber so als dieses enttäuschende Gewurschtel.

Ich kann mir nicht vorstellen, für mich einen literarischen Adventskalender auszusuchen. Das passt gar nicht zu mir. Ich lese ja ohnehin nicht saisonal (ich sollte aus diesem Satz ein Trinkspiel machen) und ich glaube nicht, dass meine chronische Vergesslichkeit durch eine tägliche Weihnachtsgeschichte oder ein Gedicht oder welche literarischen Ergüsse auch immer behandelt werden kann. Super leckere Schokolade klingt da schon vielversprechender. Meine Tage sind durchgetaktet. Obwohl ich erkenne, dass ein literarischer Adventskalender die Entschleunigung begünstigt, weil er mich zwingen würde, mich täglich hinzusetzen, von meiner Routine abzuweichen und mir Zeit zu nehmen, um die Geschichte / das Gedicht / das literarische Werk zu lesen, glaube ich nicht, dass das in der Praxis funktionieren würde. Ich mag meine Routinen. Entspannungszeit entspricht bei mir grundsätzlich Lesezeit, doch dann nicht zu meinem aktuellen Buch zu greifen, erscheint mir… falsch. Wie Betrug. Ich betrüge mein Buch mit einer Weihnachtsgeschichte. Ja ja, ich weiß, das ist nicht rational, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich das tun würde. Ich verstehe Antonia in dieser Hinsicht vollkommen. Wenn ich lesen will, dann will ich LESEN. Nicht nur 3 Seiten oder 20 Seiten oder ein Gedicht, sondern mindestens 100 Seiten. Warum sollte ich mir eine Kurzgeschichte vornehmen, wenn ich einen Roman lesen kann? Nee, klingt unrealistisch. Außerdem würde mich der Adventskalender unnötig unter Druck setzen. Da stünde er, wie ein missbilligendes Mahnmal, das mir meine Unfähigkeit vor Augen führt. Toll. Ich hätte das Gefühl, ich muss lesen, weil die Adventszeit ja nun mal begrenzt ist. Je intensiver ich diesen Druck empfinden würde, desto weniger Lust hätte ich, die Türchen zu öffnen, die Texte zu lesen und desto schlechter würde ich mich fühlen, wenn ich es nicht hinkriege. Ein Teufelskreis.

Ein literarischer Adventskalender, der lauter Bücher meiner Wunschliste enthält, das wäre was. Da hätte ich keinen Druck und würde mich jeden Tag auf das Öffnen freuen. Vielleicht rede ich mal mit meiner Mutter, ob wir das irgendwie realisieren können. Sie bekäme eine prioritsierte, gekürzte Wunschliste, eine Summe und den Auftrag, 24 Bücher zu kaufen. Denn ich darf ja nicht wissen, welche Bücher wann drin sind. Das würde mir gefallen. Vielleicht macht sie das. 😀

So, kommen wir mal zum Punkt. Ich bin kein Typ für klassische literarische Adventskalender. Ich kenne niemanden, der oder die so einen Kalender besitzt. Ich weiß nicht, ob der Markt dafür im Wachstum begriffen ist, weil ich selten Buchhandlungen aufsuche, kann es mir aber definitiv vorstellen. Seien wir ehrlich, die Leute kaufen eben jeden Mist, solange „Weihnachten“ draufsteht.
Damit verabschiede ich mich jetzt und mache mal noch fix das Türchen vom Sonntag auf… 🙈

Wie steht ihr zu literarischen Adventskalendern?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch einen entspannten Start in die neue Woche (ohne eingeschlafene Hintern)!

Außerdem nutze ich dreist die Chance, Werbung für die 2019er Ausgabe von Wortmagie’s makabrer High Fantasy Challenge zu machen! 😀 Habt ihr Lust auf eine ungewöhnliche Lesechallenge, die euren ganzen Mut verlangt und mit einem Wunschbuch im Wert von 20€ winkt? Dann klickt aufs Logo und findet heraus, welche fiesen, blutigen und lustigen Aufgaben ich für euch zusammengestellt habe!

Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Wiebke Lorenz – Allerliebste Schwester

Mit ihrer Schwester Frauke Scheunemann verbindet die Autorin Wiebke Lorenz eine sehr innige Beziehung. Die Schwestern wurden im Rheinland geboren und zogen 1996 gemeinsam in ein altes Pfarrhaus in Hamburg. Seit 2006 teilen sie eine berufliche Laufbahn; damals erschien ihr erster Roman „Glückskekse“ unter dem Sammelpseudonym Anne Hertz. Während die Schwestern professionell durchstarteten, mussten sie privat harsche Rückschläge wegstecken. Scheunemann bekam vier Kinder – Lorenz durchlitt vier Fehlgeburten und konnte das Familienglück unter ihrem Dach bald nicht mehr ertragen. 2009 ließ sie sich in die Psychiatrie einweisen, weil sie Gewaltfantasien quälten. Die Diagnose lautete Zwangsstörung. Sie ließ sich behandeln und krempelte ihr Leben um, trennte sich von ihrem Mann und zog aus dem Pfarrhaus in eine WG. Dort begann sie, den Thriller „Allerliebste Schwester“ zu schreiben. Dieses Ventil half ihr, sich mit ihrer Schwester auszusöhnen. Das Buch hat demzufolge eine bewegte Entstehungsgeschichte, die ich vielleicht besser vor Lektüre recherchiert hätte.

Eva liebte ihre Schwester. Ihre langweilige, brave Zwillingsschwester Marlene, die vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen Selbstmord beging. Niemand verstand, wie Eva Marlenes Witwer Tobias heiraten und ihren Platz einnehmen konnte. Sie begriffen nicht, dass sie es ihr schuldig war. Eine Zeit lang hoffte Eva sogar, glücklich zu werden. Die Schwangerschaft erfüllte sie. Doch die Todgeburt ihres Sohnes Lukas reißt alte Wunden auf. Die Erinnerung an Marlene ist präsenter denn je. Immer häufiger erscheint sie Eva in ihren Tagträumen. Sie fürchtet, den Verstand zu verlieren. Langsam schleichen sich Zweifel in ihr Herz. Tötete sich Marlene wirklich selbst? Oder ist die Wahrheit viel schrecklicher? Ist Eva für den Tod ihrer Zwillingsschwester verantwortlich?

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Verfasst von - 12. Dezember 2018 in Rezension, Thriller

 

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Terry Pratchett – Alles Sense!

TOD ist meine absolute Lieblingsfigur des „Scheibenwelt“-Universums. Seinetwegen begann ich überhaupt erst, die Reihe zu lesen, denn mein erster Roman von Terry Pratchett war „Gevatter Tod“. Der verstorbene britische Autor selbst pflegte ebenfalls eine spezielle Beziehung zu seinem Schnitter. 2008 wurde er von der Queen in den Adels- bzw. Ritterstand erhoben und durfte sich fortan Sir Terry Pratchett nennen. Zwei Jahre später wurde ihm sein eigenes Wappen verliehen. Dieses beinhaltet ein Ankh, eine Morpork-Eule und das Motto „Noli timere Messorem“ – lateinisch für „Fürchte nicht den Sensenmann“. Damit ist es sowohl eine Anspielung auf TOD als auch auf den Song „(Don’t Fear) The Reaper“ der Hardrock-Band Blue Öyster Cult. Das beste Wappen aller Zeiten!
„Alles Sense!“ ist der elfte „Scheibenwelt“-Roman, in dem TOD erneut eine Hauptrolle spielt.

Der Tod ist sicher, das Leben nicht. Nun – er war es. TOD, der Schnitter höchstpersönlich, wurde in den Ruhestand verbannt. Ausrangiert. Strafberentet. Seine Vorgesetzten bedankten sich für seine Dienste, drückten ihm eine Lebensuhr in die knochige Hand und warfen ihn aus seinem heimelig trostlosen Domizil im Nichts. Seitdem staut sich Lebensenergie auf der Scheibenwelt. Es wird nicht mehr ordentlich gestorben. Sehr zum Missfallen derjenigen, die ein friedliches Ende erwarteten. Der greise Zauberer Windle Poons hatte sein Dahinscheiden minutiös geplant. Es gab sogar eine Party! Man stelle sich die Schmach vor, als er kurz darauf erneut in seinem Körper erwacht: untot, aber quicklebendig. Natürlich möchte niemand das hässliche Z-Wort aussprechen, dennoch sind sich alle einig, dass Poons sture Wiederauferstehung vollkommen unangemessen ist. Doch schon bald wird Ankh-Morpork auf die Hilfe der Untoten angewiesen sein, denn während TODs Abwesenheit Chaos stiftet, merkt niemand, dass die Stadt Opfer einer heimlichen Invasion wird…

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Verfasst von - 5. Dezember 2018 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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Kari Maaren – Weave a Circle Round

Kari Maaren ist ein kreatives Allround-Talent. Die Kanadierin schreibt Geschichten, zeichnet den Webcomic „It Never Rains” und komponiert Musik. Ihr musikalisches Schaffen ist leider nur wenigen bekannt, denn ihre Songs gehören zum Genre Filk. Filk ist an Folk angelehnt und behandelt Themen aus der Science-Fiction und Fantasy. Echte, unverfälschte Nerd-Musik. Yeah! Ich habe mir drei ihrer Stücke auf der Ukulele angehört: „Dear George R.R. Martin”, „Voldemort, I Wanna Be Like You” und „Everybody Hates Elves”. Die Lieder sind großartig. Ich habe mich köstlich amüsiert. Wirklich, hört mal rein. „Weave a Circle Round” ist Maarens schriftstellerisches Debüt. Es ist ein YA-Zeitreise-Roman ohne Liebesgeschichte, weil sie Liebesgeschichten als 14-Jährige schrecklich langweilig fand. Ich erhielt ein Rezensionsexemplar via Netgalley.

Eines Tages reißt ein lautes Krachen die 14-jährige Freddy mitten aus einem Streit mit ihrer cleveren kleinen Schwester Mel und ihrem tauben Stiefbruder Roland. Vor dem leerstehenden Nachbarhaus ist ein Umzugswagen gegen einen Baum gebrettert. Aus dem Unfallwagen klettern ein Junge in Freddys Alter und eine ältere Frau. Sie stellen sich als Josiah und Cuerva Lachance vor. Sofort spürt Freddy, dass ihre neuen Nachbarn speziell sind. Sie sind… exzentrisch. In ihrer Gegenwart scheinen die Gesetze der Physik und der Logik keine Gültigkeit zu haben. Nach einigen äußerst seltsamen Begegnungen ist Freddy fast entschlossen, ihr verrücktes Haus nie wieder zu betreten. Doch dann folgt sie Josiah durch eine Tür – und landet plötzlich im mittelalterlichen Schweden. Will sie wieder nach Hause, hat sie keine andere Wahl, als Josiah zu vertrauen. Ausgerechnet! Langsam dämmert ihr, dass Josiah und Cuerva Lachance nicht zufällig nebenan eingezogen sind. Wer sind die beiden wirklich? Was wollen sie von ihr und ihrer Familie? Und wieso steht die Realität Kopf, sobald sie in der Nähe sind?

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Verfasst von - 27. November 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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Chloe Neill – Wie ein Biss in dunkler Nacht

Ich habe ernstlich überlegt, mich zum Abschluss der „Chicagoland Vampires“-Reihe mit einem T-Shirt zu belohnen. Auf ihrer Website hat Chloe Neill einen Shop eingerichtet, in dem Merch aller Couleur angeboten wird. Leider ist nichts, aber auch gar nichts dabei, was mir gefällt. Nicht einmal Catchers Spruch-T-Shirts überzeugen mich. Schade. Ich hätte all die Jahre der Treue gern ausgezeichnet. Dann werde ich das Finale wohl still für mich feiern. Aber bis dahin ist es sowieso noch ein bisschen hin, denn erst einmal steht jetzt die Rezension zum vorletzten Band „Wie ein Biss in dunkler Nacht“ an.

Haus Cadogan versetzte dem Zirkel einen schweren Schlag. Ethan und Merit vereitelten die Pläne der kriminellen Organisation, doch ihr Oberhaupt Adrien Reed wird nicht eher ruhen, bis er ganz Chicago unter seine Kontrolle gebracht und Rache an den Vampiren geübt hat, die sich ihm entgegenstellten. Als das Paar die Leiche eines Gestaltwandlers nahe Wrigley Field entdeckt, der von einem unbekannten Vampir ermordet wurde, ahnen sie, dass Reed seine Finger im Spiel hat. Neben dem Getöteten sind seltsame Symbole an eine Wand gezeichnet. Es scheint sich um eine alchemistische Gleichung zu handeln, aber ihre Bedeutung bleibt rätselhaft, obwohl Ethan, Merit, Mallory und Catcher alles daransetzen, sie zu entschlüsseln. Bald tauchen die Symbole überall in Chicago auf. Würde Reed tatsächlich einen Krieg unter den Übernatürlichen Chicagos riskieren, um zu bekommen, was er will? Würde er magische Energien entfesseln, die er unmöglich beherrschen kann?

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Simon Strauß – Sieben Nächte

Simon Strauß wurde 1988 in die kulturelle Elite Deutschlands hineingeboren. Sein Vater ist der populäre Autor und Dramatiker Botho Strauß, seine Mutter die Moderatorin und Autorin Manuela Reichart. Er studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits während seines Studiums arbeitete er als freier Journalist für die Baseler Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung, bei der er seit 2016 als Feuilleton-Redakteur im Theater-Ressort angestellt ist. 2017 veröffentlichte er seinen Debütroman „Sieben Nächte“ und löste damit eine hitzige Debatte aus. Das Buch unterstütze „die Agenda der Rechten“, wurde in der taz geurteilt. Als ich „Sieben Nächte“ zu lesen begann, wusste ich nichts von dessen Umstrittenheit. Ich wählte es aus, weil ich für eine Challenge ein Buch über die sieben Todsünden lesen sollte.

Sein 30. Geburtstag naht. 30 werden – bedeutet das nicht, erwachsen zu werden, erwachsene Entscheidungen zu treffen? Hausbau, Baumpflanzung, Familiengründung. Von den wilden Zeiten Abschied nehmen. Nur war er niemals wild. Er war niemals rebellisch. Sein Leben wird vorbei sein, bevor er jemals richtig lebte. Doch ein wenig Zeit bleibt ihm noch. Ein wenig Zeit, um alles nachzuholen. Er will seine letzte Chance nutzen, der Angst vor dem Erwachsenwerden ins Gesicht lachen. In sieben Nächten will er die sieben Todsünden begehen. Sieben Mal um sieben Uhr über die Stränge schlagen, habsüchtig, neidisch, wollüstig, hochmütig, träge, zornig und maßlos sein. Intensität spüren, bevor es zu spät ist. Bevor ihn die graue Gewohnheit einholt. Bevor er 30 wird.

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Verfasst von - 6. November 2018 in Biografie, Rezension

 

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Laurell K. Hamilton – Burnt Offerings

Kürzlich habe ich ein Interview mit Laurell K. Hamilton gelesen, indem sie erklärte, sie habe Richard in Anitas Leben gebracht, um es zu vereinfachen und sie vor Jean-Claude zu retten. Das hat ja wunderbar funktioniert. Spätere Versuche, Anita vom Chaos in ihrem Leben zu erlösen, scheiterten ebenfalls. Hamilton bemerkte selbstironisch, sie sollte aufhören, die Umstände für Anita verbessern zu wollen, weil sie dabei alles nur noch schlimmer macht. Ihr ist bewusst, dass sie mit dem Liebesdreieck zwischen Anita, Richard und Jean-Claude viele ihrer Leser_innen verärgert, empfindet die Dreiecksromanze aber als Folge ihrer Entwicklung. Alle drei treffen ihre eigenen Entscheidungen, ob ihr diese nun gefallen oder nicht. Ich war gespannt auf die Entscheidungen, die mich im siebten Band der „Anita Blake“-Reihe, „Burnt Offerings“, erwarteten.

Anita Blake ist bereit, die Folgen ihres Handelns zu tragen. Sie kann Richards verletzten Zorn aushalten und ihre Pflichten als Lupa seines Werwolfsrudels dennoch erfüllen. Irgendwann müssen sie ihre Verbindung durch das Triumvirat erforschen, aber vorerst ist Anita mit etwas Abstand zufrieden. Schließlich muss sie den Babysitter für eine Gruppe Werleoparden spielen, die seit Gabriels Tod wehrlos sind. Die Katzen sind jedoch nicht die einzigen, die ihren Schutz benötigen. Der Vampirrat ist in der Stadt. Monster, die sogar Monster fürchten. Sie erwarten von Jean-Claude eine Rechtfertigung für den Mord an Mr. Oliver. Natürlich ist der Prozess nur die zivilisierte Fassade uralter Intrigen und kreativer Grausamkeiten, ersonnen von gelangweilten, übernatürlichen Sadisten. Schnell geraten alle, die Anita und Jean-Claude wichtig sind, in Gefahr. Hat der Rat vielleicht sogar mit den Brandanschlägen zu tun, die Vampiretablissements in ganz St. Louis treffen? Anita muss sie so schnell wie möglich loswerden. Verantwortung zu übernehmen, kann manchmal ziemlich nerven.

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Trudi Canavan – The Magician’s Guild

Der erste Band der „Black Magician Trilogy“, „The Magician’s Guild”, basiert auf einem Traum der Autorin Trudi Canavan. Nachdem sie mitten in der Nacht einen Bericht über die Olympiade in Barcelona sah, der behauptete, die Regierung habe Obdachlose umsiedeln lassen, träumte sie, sie sei Teil einer Gruppe, die aus einer Stadt vertrieben wurde. Die Übeltäter waren in ihrem Traum allerdings keine Regierungsbeamte, sondern Magier. Quizfrage: wann fanden die olympischen Sommerspiele in Barcelona statt? Ich recherchierte, dass die spanische Stadt 1992 Austragungsort war. „The Magician’s Guild“ wurde 2001 erstveröffentlicht. Da sieht man mal, wie viel Zeit von der ersten Idee bis zum fertigen Buch vergehen kann.

Magie ist den oberen Schichten vorbehalten. Dies ist ein eisernes Gesetz in Imardin, Hauptstadt des Landes Kyralia. In der klaustrophobischen Enge der Slums gedeiht kein magisches Talent, dort sprießen Armut, Hunger und Kriminalität. Deshalb führt die Magier-Gilde einmal im Jahr auf Befehl des Königs eine Säuberung durch und jagt „Gesetzlose“ aus der Stadt. Die Säuberung ist ungerecht, brutal und herzlos. Wie viele andere Bewohner_innen der Slums demonstriert die junge Sonea gegen das unbarmherzige Vorrücken der Gilde. Sie lässt sich von der aufgepeitschten Stimmung tragen und als ihre Wut sie überwältigt, wirft sie einen Stein – und trifft. Wie ist das möglich? Nichts sollte die Schutzbarriere der Magier durchdringen können. Geschockt von ihrer eigenen Tat flüchtet Sonea. Mithilfe ihres Freundes Cery und den Dieben, einer kriminellen Untergrundorganisation, versteckt sie sich vor der Gilde, die fieberhaft nach ihr sucht. Doch ihre neuen, unkontrollierten Kräfte sind gefährlich. Schon bald kann Sonea nicht mehr garantieren, niemanden zu verletzen. Kann sie der Gilde entkommen, ohne ganz Imardin zu zerstören?

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Verfasst von - 9. Oktober 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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