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Montagsfrage: SuB-Leiche der Schande?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Mein Mann und ich leben in Trauer. Unsere aktuelle Lieblingsserie wurde abgesetzt. 😭 Wir sind Riesenfans von „Happy“, das auf Netflix verfügbar ist und die Geschichte von Nick Sax erzählt, der mithilfe des imaginären Freundes seiner Tochter Verbrecher jagt. Klingt lahm – ist es nicht. Es ist brutal, gewalttätig, total krank und mega lustig. Genau unser Humor. Aber nach der zweiten Staffel, die wir gestern zu Ende geschaut haben, verkündete der produzierende Sender SyFy, dass die Einschaltquoten für eine dritte Staffel nicht ausreichen. Dabei gibt es noch soooooo viele offene Fragen! Das können die doch nicht machen! Glücklicherweise existiert ein schmaler Hoffnungsschimmer. Auf Netflix war die Serie nämlich sehr erfolgreich und daher besteht die Chance, dass sie sie komplett übernehmen. Ich bete dafür. Ich muss wissen, wie es weitergeht! Ich will nicht dumm sterben! Wenn ihr mal Lust auf völlig abgefahrene Action mit jeder Menge Blut, Gedärmen und makaberen Witzen habt, nehmt euch ein Wochenende Zeit und guckt „Happy“, damit Netflix begreift, dass sich die Serie lohnt.
Um meine Enttäuschung über diese miese Nachricht zu überwinden, feiere ich diesen freien Montag wie immer mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Welches Buch liegt schon ewig auf deinem SuB und wird einfach nicht gelesen?

Mein SuB ist gigantisch. Dreistellig. Was anderen Leser_innen Schweißperlen auf die Stirn und die Schamesröte ins Gesicht treiben würde, ist für mich völlig in Ordnung. Ich liebe die vielfältige Auswahl meines SuBs und geniere mich nicht dafür, dass er mehr Bücher umfasst, als manche Menschen überhaupt besitzen. Eine natürliche Konsequenz dieser monströsen Ausmaße ist allerdings, dass einige Werke ziemlich lange ungelesen versauern. Jahre – auf jeden Fall. Jahrzehnte – wahrscheinlich. Grundsätzlich empfinde ich auch das nicht als problematisch, weil ich immer noch überzeugt bin, dass jedes Buch seine Zeit hat und ihre Geduld glücklicherweise endlos ist. Dennoch kenne ich die Aura der Schande, die bestimmte Literaturvertreter umgibt, weil man sie schon längst gelesen haben wollte und es immer wieder vor sich herschiebt. Meine persönliche Nemesis, die mir im Nacken hockt und mich umtreibt, mein ganz privater weißer Wal ist genau das: ein weißer Wal. „Moby Dick“ von Herman Melville. Verglichen mit anderen Büchern staubt dieser Klassiker noch gar nicht so lange in meinem Regal ein, nämlich erst seit 2015, aber er geistert äußerst intensiv durch meine Gedanken und verspritzt Fontänen des schlechten Gewissens. Ich habe das Gefühl, der richtige Zeitpunkt für die Lektüre ist längst gekommen, kann mich jedoch einfach nicht überwinden. Quasi genau das Gegenteil von Kapitän Ahab. Was hält mich zurück? Einerseits der Umfang. Meine Ausgabe zählt über 700 Seiten. Normalerweise ist das für mich überhaupt kein Hindernis. Doch bei einem Klassiker bedeutet das mehr als 700 Seiten höchste Aufmerksamkeit. Einen Klassiker liest man nicht mal eben so nebenbei, man muss sich konzentrieren. Das heißt, mich schreckt einfach die Anstrengung, die mit der Lektüre verbunden sein wird. Andererseits wurde mir mittlerweile sehr oft gesagt, dass das Buch laaaaaaaaaaaaaaangatmig ist, wenn nicht gar langweilig. Es fiel das Wort Quälerei. Diese Aussicht lässt meine Motivation verwelken wie bisher jede Pflanze, die damit gestraft war, in meine Obhut übergeben zu werden. 700+ Seiten Quälerei? Klingt nicht gerade attraktiv. Nichtsdestotrotz bin ich fest entschlossen, den weißen Wal eines Tages zu erlegen. Tatsächlich gehört es zu meinen Jahreszielen für 2019. Ich habe mich in Carolines Lesebingo darauf festgelegt, „Moby Dick“ lesen zu wollen. Ich hoffe, dass dadurch eine Verbindlichkeit entsteht, die mich zwingt, endlich die Hinterbacken zusammenzukneifen und es mir vorzunehmen. Wir werden sehen, ob das funktioniert. Bis jetzt vorerst nicht.

Welche SuB-Leiche ist euer weißer Wal?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Montagsfrage: Deine Usprünge als Bücherwurm?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jetzt kann wohl niemand mehr leugnen, dass der Sommer bevorsteht. In Berlin haben wir gestern erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke geknackt. Ich bin ja nicht unbedingt ein Fan von diesen hohen Temperaturen und leide ziemlich darunter, dass sich unsere Wohnung so stark aufheizt. Wenn die Luft steht, bekomme ich schnell das Gefühl, zu ersticken. Deshalb hat mein Mann für 2019 vorgesorgt und bereits Anfang des Jahres ein Hitze-Survival-Kit zusammengestellt, das seit gestern zum Einsatz kommt. Wir sind stolze Besitzer von gleich zwei Ventilatoren, einer davon pustet mir gerade kühle Luft um die Ohren. Er wollte eigentlich eine Klimaanlage installieren lassen, aber ich habe mein Veto eingelegt, weil ich die Dinger absolut nicht mag. Sie sind teuer, umweltschädlich und trocknen die Luft aus, sodass ich regelmäßig Schwierigkeiten mit rissigen Schleimhäuten in der Nase bekomme. Deshalb die Ventilatoren. Unsere Geheimwaffe sind allerdings Rettungsdecken. Ihr wisst schon, diese große Folien, die auf einer Seite gold und auf der anderen silber sind, die man Unfallopfern umlegt, damit sie nicht auskühlen. Die hat mein Mann vor die Fenster geklebt, silberne Seite nach außen. Sie sollen das Sonnenlicht reflektieren und verhindern, dass sich die Wohnung aufheizt. Wir waren überrascht, wie stark die abdunkeln. Glücklicherweise leben wir in einem Altbau mit Doppelfenstern, weshalb wir die inneren Fenster, an denen die Decken festgeklebt sind, einfach öffnen können, um Licht reinzulassen, während die Hitze durch die äußeren Fenster ausgesperrt bleibt. Kommt die Sonne rum, können wir sie schließen und in einer angenehm kühlen Höhle sitzen. Soweit die Theorie. Ich hoffe sehr, dass das klappt. Nicht nur meinetwegen, sondern auch für Chilli, denn sie hat im letzten Sommer wirklich gelitten. Sie steckt die Hitze nicht mehr gut weg, seit sie alt ist und ich habe mir immer Sorgen gemacht, wenn sie allein war, weil sie dann nicht trinkt. Wenn wir die Innentemperatur niedrig halten können, ist das nicht mehr so problematisch. Also Sommer, fahr ruhig deine Waffen aus, wir sind bereit! 😀
Unberührt von der Hitze draußen mache ich mich jetzt von meiner Bat-Höhle aus an die Beantwortung der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Wie bist du zum Lesen gekommen?

Auf diese durchaus interessante Frage muss ich heute eine langweilige Antwort geben. Ich durchlief die klassische Biografie eines Bücherwurms. Bücher und Geschichten haben schon immer zu meinem Leben gehört. Meine Eltern haben mir immer viel erzählt und vorgelesen, letzteres vermutlich sogar länger, als üblich ist. Der Anblick ihrer privaten Bibliothek im Wohnzimmer prägte mich seit meiner Geburt und ich begriff eine vielfältige Auswahl an Literatur in einem Haushalt als das Normalste der Welt, denn bei meinen Großeltern mütterlicherseits sah es nicht anders aus. Bei unseren Besuchen dort war es Gang und Gebe, dass ich mich irgendwann mit einem Buch (anfangs Bilderbücher und Comics, später Romane) auf die Couch zurückzog, während die Erwachsenen langweilige Gespräche führten. Ich wollte schnell lesen lernen und habe mich angestrengt, um die kryptischen Buchstaben in meinen Kinderbüchern zu meistern. Meine Klassenlehrerin in der Grundschule erkannte glücklicherweise meine Affinität und förderte mich, wann immer es ihr möglich war. Lesen fiel mir leicht, sowohl stilles Lesen als auch Vorlesen. Von allen Seiten wurde ich ermutigt, meine Liebe zu Büchern zu pflegen. Mir wurden Bücher geschenkt, ich wurde mit in Buchläden genommen und durfte mir was aussuchen, meine Mutter verschaffte mir meinen ersten Bibliotheksausweis. Ich konnte immer nach Lektüreempfehlungen fragen und es gab nichts, was ich nicht lesen durfte, obwohl ich mich erinnere, dass Mama manchmal sagte, ich sollte lieber noch warten, bis ich älter wäre. Kurz: ich wurde zum Bücherwurm erzogen. Mit Erfolg.

Dass ich ein Bücherwurm bis ins Erwachsenenaltern geblieben bin, rechne ich hingegen zu großen Teilen J.K. Rowling an. Ich wuchs mit HP auf, er begleitete mich durch meine schwierigen Teenagerjahre (der letzte Band erschien, als ich gerade 18 war) und ließ mich nie vergessen, wie wundervoll das Lesen und Bücher sind. Ich weiß nicht, wo ich heute stünde, wäre er nicht gewesen. Vielleicht hätte ich irgendwann einfach aufgehört, mich in Geschichten zu vergraben, trotz der Bemühungen meiner Familie. Ich verdanke ihm mindestens genauso viel wie meinen Eltern und diesen Dienst kann ich weder J.K. Rowling noch all den Menschen um mich herum, die darauf bestanden, dass ich weiterlese, jemals zurückzahlen.

Wie wurde aus dir ein Bücherwurm?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen hoffentlich nicht allzu heißen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Nicholas Eames – Bloody Rose

Rezensionsheader Bloody Rose

„The Band“ von Nicholas Eames ist keine traditionell fortlaufende Buchreihe. Jeder Band ist in sich abgeschlossen und erzählt eine eigenständige Geschichte. Was sie dennoch verbindet, neben Setting und wiederkehrenden Charakteren, ist das Thema Musik. Die ursprüngliche Idee, High Fantasy und Rock zu kombinieren, überfiel Eames, während er inspiriert von „Ready Player One“ die Band Rush hörte, die in ihrem 70er Jahre Progressive Rock fantastische Motive verarbeitete. Er drehte den Spieß um und schrieb „Kings of the Wyld“ – ein hervorragender High Fantasy – Roman und eine Liebeserklärung an Rockbands der 70er wie Led Zeppelin oder Pink Floyd. Der zweite Band „Bloody Rose“ brauchte demzufolge ebenfalls einen Bezug zur Musik. Eames entschied sich für 80er Jahre Rock. Denkt an Guns N‘ Roses, Journey und natürlich Cyndi Lauper, denn Girls just want to have fun!

Tam wird sterben. Vor Langeweile. Wenn sie nicht bald aus Ardburg rauskommt, wird sie eingehen und einfach vertrocknen, vollkommen egal, wie vielen berühmten Söldnerbanden sie im Cornerstone Bier serviert. Wie gern würde sie dazugehören, Abenteuer erleben, in den Arenen stehen, Jungfrauen retten. Ein Mädchen braucht Spaß! Deshalb überlegt sie nicht lange, als sich ihr eine einmalige Chance bietet. Fable ist in der Stadt! Bloody Rose und ihre Bande suchen einen neuen Barden, weil der letzte… nun ja, mit Söldnern zu reisen ist eben gefährlich. Tam schnappt sich ihre Laute, beweist, dass sie das musikalische Talent ihrer Mutter erbte und ist plötzlich Mitglied der populärsten Bande im ganzen Heartwyld! Sie kann ihr Glück kaum fassen. Kopfüber stürzt sie sich in das aufregende Leben einer Monsterjägerin – und muss feststellen, dass die Realität weit weniger glamourös ist als all die Lieder behaupten…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 21. Mai 2019 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Die perfekte Buchhandlung?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine Eltern haben mir gestern erzählt, dass der Literaturkritiker Denis Scheck für sein ARD-Magazin „Druckfrisch“ George R.R. Martin getroffen hat. Die Sendung wurde gestern Abend ausgestrahlt, allerdings so spät, dass es für mich als fleißige Arbeitsbiene keine Option war, sie mir anzusehen. Nun könnte ich sie wahrscheinlich über die ARD-Mediathek streamen. Ich bin mir aber unsicher, ob das wirklich eine gute Idee ist. Es gibt kaum einen Autor, der mich so aufregt wie George R.R. Martin. Seinetwegen kann ich mich richtig in Rage reden, weil es mich maßlos erzürnt, wie gleichgültig er sich den Fans seiner Bücher gegenüber gibt. Wir warten schon so lange auf „The Winds of Winter“ und er zieht los, verdient sich eine goldene Nase bei HBO, schreibt fleißig andere Bücher und fällt unangenehm mit genervten Aussagen auf. Ich fürchte, dass mich das Interview bloß zu einer weiteren wütenden Tirade verleitet. Und doch… er KÖNNTE (und das ist ein dicker, stark hypothetischer Konjunktiv) sich zu „The Winds of Winter“ äußern und das möchte ich nicht verpassen. Was meint ihr, soll ich das Risiko eingehen oder lieber drauf verzichten?
Während ich abwege, was die richtige Entscheidung ist, möchte ich euch heute ein weiteres Mal mit meiner Antwort zur Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise erfreuen. 😉

Was macht eine gute Buchhandlung aus?

Ich suche noch immer nach der Buchhandlung meiner Träume. Bisher habe ich nicht das gesegnete Paradies gefunden, das ich mir vorstelle. Ich muss allerdings gestehen, dass das eventuell an meinen – zugegeben – etwas unrealistischen Erwartungen zusammenhängt. Ich präsentiere euch die Liste meiner Anforderungen an die perfekte Buchhandlung:

1. Leicht erreichbar: Entweder zu Fuß oder in maximal 20 Minuten mit den Öffentlichen, wenn die Verbindung schlecht ist.

2. Günstig: Neben den normalen Neupreisen wünsche ich mir eine Gebraucht-Abteilung, in der ich Schnäppchen für 3-5€ schießen kann.

3. Flexibel: Die Öffnungszeiten sollten es mir ermöglichen, auch mal vor oder nach der Arbeit vorbeizuschauen.

4. Vielfältig: Ich möchte eine hervorragende Auswahl, die all meine literarischen Interessen abdeckt, inklusive englischer Lektüre.

5. Freundlich und hilfreich: Alle Mitarbeiter_innen sollten sich darüber freuen, dass ich da bin. Ich möchte, dass man mir hilft, die Bücher zu finden, die ich suche, aber auch Bücher empfiehlt, die ich gar nicht kenne. Im Idealfall entwickelt sich mit der Zeit ein stabiles Vertrauensverhältnis.

6. Gemütlich: Ich will mich wohlfühlen und eine kuschelige Atmosphäre vorfinden, die dazu einlädt, direkt vor Ort ein Buch aufzuschlagen und ein paar Stunden zu lesen.

Das Hauptproblem ist Punkt 4. Es gibt sicher viele Buchläden, die meine restlichen Wünsche erfüllen, aber all meine literarischen Interessen abzudecken, ist für eine kleine Buchhandlung sehr schwierig, weil ihr Sortiment normalerweise handverlesen oder sehr spezifisch ist. Das betrifft dann natürlich auch meine Gebraucht-Ecke, denn meiner Erfahrung nach ist das eine Entweder-Oder-Situation. Entweder ein Buchladen, der nur gebrauchte Bücher verkauft oder ein Buchladen, der nur Neuware verkauft. Deshalb lande ich am Ende doch immer wieder bei Medimops und Amazon.

Wenn ihr bereits eure Wunschbuchhandlung gefunden habt, Glückwunsch! Wie sieht sie aus? Erzählt es mir, ich bin neugierig!

Was sind eure Anforderungen an den perfekten Buchladen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen hervorragenden Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Selbstreflexion der letzten 10 Jahre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ist euch aufgefallen, dass ich die ausstehende Rezension für „The Conan Chronicles“ von Robert E. Howard in meiner Sidebar nach unten verschoben und zusammengefasst habe? Vermutlich nicht, aber jetzt wisst ihr es trotzdem. Ich möchte das kurz erklären, damit niemand glaubt, ich würde hier irgendetwas unterschlagen. Transparenz und so. 😉 Ich habe vor, für Conan eine Sonderprojektwoche zu veranstalten. Je länger ich mich mit dem wohl berühmtesten Barbar der Literaturgeschichte beschäftigt habe, desto deutlicher kristallisierte sich heraus, dass eine einfache Rezension nicht ausreicht und ihm nicht gerecht wird. Es gibt zu viel zu sagen. Howards Einfluss auf die heutige Fantasy ist zu bedeutend, um seine Kurzgeschichten losgelöst vom Kontext zu besprechen. Also habe ich beschlossen, ihm irgendwann im Laufe des Jahres eine ganze Woche zu widmen. Vielleicht auch nur fünf Tage, das hängt davon ab, wie viel Material ich zusammentragen kann. Ich weiß noch nicht, wann es soweit sein wird, weil das Projekt eine Menge Rechercheaufwand erfordert und ich aktuell nicht einschätzen kann, wie viel Zeit ich benötige. Aber es wird kommen, das kann ich euch versprechen. Ich freue mich darauf. Bis dahin läuft hier alles wie gehabt; ich ziehe andere Rezensionen einfach vor und werde natürlich weiterhin regelmäßig die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworten, die auch heute wieder ansteht:

Wie hat sich dein Leseverhalten in den letzten zehn Jahren (nicht) verändert?

Oha, was für eine Frage. Da möchte Antonia aber ganz tief in die Selbstreflexion gehen. Nun gut, ich schaue, was in meiner begrenzten Zeit, bis ich zur Arbeit muss, drin ist.

Vor 10 Jahren war ich knapp 20 Jahre alt. Oh ja, ich nulle dieses Jahr bedeutend. Mir egal. In meinem Kopf bin ich vermutlich für immer 16. Oder nicht? Betrachte ich mein Leseverhalten von damals und heute, scheine ich doch irgendwie ganz still und heimlich erwachsen geworden zu sein, trotz der hochtrabenden Versprechen eines gewissen Peters. Ich lese vielfältiger, zielgerichteter, reflektierter.

Genres, die ich früher gemieden habe, zum Beispiel die historische Fiktion und die Science-Fiction, gewannen an Reiz für mich und ich entdeckte euphorisch, dass es neben der Fantasy durchaus ein, zwei lesenswerte Bücher gibt. Andere Kategorien, wie die Urban Fantasy und kriminalistische Thriller, mussten hingegen hinnehmen, dass sie mich nicht mehr im gleichen Maße begeistern. Mein Buchkonsum steigerte sich und ich stellte fest, dass mich die hundertste Variante der taffen Heldin, die sich in irgendein übernatürliches Wesen verliebt oder des resignierten, zynischen, alkoholabhängigen Ermittlers, der durchgeknallte Serienmörder jagt, ermüdet und langweilt. Innerhalb der letzten zehn Jahre brachte ich Abwechslung in mein Bücherregal. Früher wollte ich im Grunde dieselbe Geschichte wieder und wieder lesen, in bekannten Bahnen bleiben – heute suche ich bewusst nach ungewöhnlichen Romanen, nach neuen Ansätzen und literarischen Experimenten, die mich auch mal aus meiner Wohlfühlzone herauskatapultieren. Ich fordere mich selbst gern heraus und erforsche fröhlich meine Grenzen. Der Buchmarkt bietet zahllose berauschende Erfahrungen und ich probiere sie entzückt aus.

Durch diese gesteigerte Vielfalt und Flexibilität lerne ich meinen Literaturgeschmack beiläufig immer besser kennen. Ich kann heute viel zuverlässiger einschätzen, welche Geschichten mir gefallen könnten und welche nicht. Natürlich handelt es sich dabei nicht um ein statisches Konzept, vielmehr sind meine Vorlieben ein breiter, lebendiger Fluss, der permanent in Bewegung ist. Strudel, Wellen und Untiefen inklusive. Ich begrüße die dynamischen Veränderungen meiner Präferenzen und vertraue meinem Bauchgefühl mehr denn je. Vor zehn Jahren habe ich mich oft von äußeren Faktoren und anderen Leser_innen beeinflussen lassen, mittlerweile verfüge ich über das Selbstbewusstsein, meinen eigenen Weg durch die Literatur zu gehen. Es interessiert mich nicht, was man angeblich gelesen haben muss. Mich kümmert nur noch, was ich meiner Meinung nach gelesen haben muss. Ich bin im Einklang mit meinem Geschmack, lasse mich nicht unter Druck setzen und erst recht nicht zwingen, etwas zu lesen, das keinerlei Neugier in mir weckt, ob Hype oder Klassiker der Weltliteratur.

Die vermutlich größte Änderung betrifft allerdings die Art und Weise, wie ich lese. Mit knapp 20 habe ich Bücher konsumiert. Hintereinander weg, ohne Pausen, ohne groß über das Gelesene nachzudenken. Ich konnte urteilen, wie ich ein Buch fand, aber ich konnte meist nicht erklären, warum ich es mochte oder nicht mochte. Heute setze ich mich wirklich mit Literatur auseinander. Ich gehe tief hinein, analysiere, bewerte, seziere, hinterfrage. Ich will die Wirkung eines Buches auf mich verstehen, will die strukturellen und konzeptionellen Absichten eines Autors oder einer Autorin offenlegen und begreifen, warum mich eine Geschichte begeistert, während es eine andere nicht tut. Mein Blog hat an diesem Verhalten bedeutenden Anteil, denn ich verfolge den Anspruch, keine Wischiwaschi-Rezensionen zu schreiben. Wer sich die Mühe macht, meine Texte zu lesen, soll auch wirklich was geboten bekommen. Das ist mir wichtig und ich sehe diese intensive Beschäftigung mit Büchern als wertvollsten Gewinn in den letzten zehn Jahren meiner Lesekarriere.

Ich würde jetzt gern noch mehr schreiben, aber ich muss nun wirklich los zur Arbeit, deshalb breche ich an dieser Stelle ab. Die entscheidenden Punkte habe ich dennoch besprochen, also bitte verzeiht mir diesen abrupten Abschluss. Es ist eben ein sehr umfangreiches Thema, über das ich eine ganze Abhandlung verfassen könnte. 😀

Welche Änderungen konntet ihr in den letzten zehn Jahren in eurem Leseverhalten feststellen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen entspannten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Kim Newman – Die Vampire

Als ich mir „Die Vampire“ von Kim Newman vornahm, erwarteten mich zwei Überraschungen. Zuerst erfuhr ich, dass Kim Newman ein männlicher Autor ist. Ich hatte mit einer Autorin gerechnet, weil… na ja, Vampire eben, dazu der Name – das klang für mich nach einer Frau. Ich musste meine Erwartungen anpassen, denn Männer schreiben gänzlich andere Urban Fantasy als Frauen. Kurz darauf musste ich diese noch einmal korrigieren, weil „Die Vampire“ entgegen meiner Annahme kein Einzelband ist. Der Titel täuscht. Es ist eine Sammelausgabe der ersten drei Bände der Reihe „Anno Dracula“, die aktuell insgesamt fünf Bände umfasst. Das erklärte, wieso das Buch 1.280 Seiten dick ist. Aufhalten ließ ich mich davon natürlich nicht. Ich richtete meine Erwartungshaltung und begann die Lektüre.

Das britische Empire ist in Aufruhr. Seit es Abraham Van Helsing misslang, den gefürchteten Vampir Graf Dracula, zu Lebezeiten als Vlad Țepeș bekannt, zu töten, nahm die Geschichte einen unheilvollen Verlauf. Dracula nutzte seine manipulativen Fähigkeiten, um sich seinen Weg in das Herz der Macht zu bahnen: er heiratete Queen Victoria und verwandelte sie. Nun regiert er als Prinzgemahl über das Königreich. Vampirismus breitet sich aus wie eine Seuche. Erst in England, in den engen Gassen Londons, in denen der Ripper sein Unwesen treibt; dann in Europa, in den dreckigen Schützengräben des Ersten Weltkriegs; dann auf dem ganzen Erdball. Die Verzweifelten, die Hoffnungslosen, die Vergessenen – sie alle lockt die dunkle Gabe. Einige wenige trotzen Dracula und weigern sich, den Preis für das Versprechen auf Unsterblichkeit zu zahlen. Doch der Wandel ist nicht aufzuhalten. Die Welt wird nie mehr sein, wie sie einmal war. Nur die Entscheidung, ob in dieser neuen Welt Finsternis herrscht, ist noch nicht gefallen…

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Laurell K. Hamilton – Burnt Offerings

Kürzlich habe ich ein Interview mit Laurell K. Hamilton gelesen, indem sie erklärte, sie habe Richard in Anitas Leben gebracht, um es zu vereinfachen und sie vor Jean-Claude zu retten. Das hat ja wunderbar funktioniert. Spätere Versuche, Anita vom Chaos in ihrem Leben zu erlösen, scheiterten ebenfalls. Hamilton bemerkte selbstironisch, sie sollte aufhören, die Umstände für Anita verbessern zu wollen, weil sie dabei alles nur noch schlimmer macht. Ihr ist bewusst, dass sie mit dem Liebesdreieck zwischen Anita, Richard und Jean-Claude viele ihrer Leser_innen verärgert, empfindet die Dreiecksromanze aber als Folge ihrer Entwicklung. Alle drei treffen ihre eigenen Entscheidungen, ob ihr diese nun gefallen oder nicht. Ich war gespannt auf die Entscheidungen, die mich im siebten Band der „Anita Blake“-Reihe, „Burnt Offerings“, erwarteten.

Anita Blake ist bereit, die Folgen ihres Handelns zu tragen. Sie kann Richards verletzten Zorn aushalten und ihre Pflichten als Lupa seines Werwolfsrudels dennoch erfüllen. Irgendwann müssen sie ihre Verbindung durch das Triumvirat erforschen, aber vorerst ist Anita mit etwas Abstand zufrieden. Schließlich muss sie den Babysitter für eine Gruppe Werleoparden spielen, die seit Gabriels Tod wehrlos sind. Die Katzen sind jedoch nicht die einzigen, die ihren Schutz benötigen. Der Vampirrat ist in der Stadt. Monster, die sogar Monster fürchten. Sie erwarten von Jean-Claude eine Rechtfertigung für den Mord an Mr. Oliver. Natürlich ist der Prozess nur die zivilisierte Fassade uralter Intrigen und kreativer Grausamkeiten, ersonnen von gelangweilten, übernatürlichen Sadisten. Schnell geraten alle, die Anita und Jean-Claude wichtig sind, in Gefahr. Hat der Rat vielleicht sogar mit den Brandanschlägen zu tun, die Vampiretablissements in ganz St. Louis treffen? Anita muss sie so schnell wie möglich loswerden. Verantwortung zu übernehmen, kann manchmal ziemlich nerven.

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Heinz Buschkowsky – Neukölln ist überall

Ich lebe seit etwa 12 Jahren in Berlin-Neukölln. Ich ahne, dass einigen jetzt bereits ein kalter Schauer über den Rücken läuft und andere große Augen kriegen und fragen „Neukölln? Ist das nicht dieser Problembezirk? Mit der Rütli-Schule und so?“. Ja, ist es. Es ist ebenfalls der traurige Schauplatz, an dem ein junges Mädchen in einem Koffer verbrannt wurde. Das war gar nicht weit von meiner Wohnung.

Als ich hierherzog, hätte ich mir niemals vorstellen können, zu bleiben. Ich – das Kind aus dem Osten der Stadt, aufgewachsen in Marzahn, wo sich der Anblick von Plattenbausiedlungen quasi in meine Netzhaut brannte – zog damals in den vierten Stock eines Altbaus nahe der belebten Hermannstraße, zu meinem damaligen Freund. Meine Beziehung zu diesem Mann überlebte die Zeit nicht – meine Beziehung zu Neukölln hingegen vertiefte sich mit einer Intensität, die ich niemals für möglich gehalten hätte.

Als unsere Beziehung endete, suchte ich eine eigene Wohnung, die sich schon damals kaum finden ließ. Ich wollte eigentlich zurück in den Osten, weil ich mich dort verwurzelt fühlte und mir die in Frage kommenden Bezirke – speziell Prenzlauer Berg, Pankow und Friedrichshain – einfach so viel hipper und cooler erschienen als Neukölln mit seinem hohen Einwandereranteil und der daraus resultierenden Atmosphäre. Leider (oder glücklicherweise) wollte man mich im Osten nicht. Ich fand keine Wohnung. Ich suchte ein halbes Jahr und schraubte meine Ansprüche zähneknirschend immer weiter herunter. Irgendwann landete ich bei der Hausverwaltung meines Ex-Freundes. Sie hatten eine kleine 2-Zimmer-Wohnung im Angebot, im ersten Stock desselben Hauses, in dem mein Ex damals noch lebte (er zog später aus). Ich besichtigte die Wohnung, bekundete mein Interesse und erhielt den Zuschlag. Tja. Da war ich nun, wieder in Neukölln. Übergangsweise. Dachte ich.

Ich weiß nicht, wann es passiert ist. Vermutlich gab es keinen spezifischen Schlüsselmoment, wahrscheinlich war es ein gradueller Prozess, den ich gar nicht bewusst wahrnahm. Die Jahre vergingen und meine Pläne, den Bezirk wieder zu verlassen, rückten immer mehr in den Hintergrund. Ich begann, mich wohl zu fühlen. Ich lernte das pure Leben, das hier durch die Straßen pulsiert, die zentrale Lage, die unzähligen Spätis und Kneipen, das Tempelhofer Feld und die kulturelle Vielfalt zu schätzen. Ich erfreute mich an den grünen Oasen in meinem Kiez, die meiner Hündin so viele Möglichkeiten für Spiel und Spaß bieten. Ich fand einen Freundeskreis, wuchs Stück für Stück in diese Welt hinein. Und irgendwann wachte ich eines Morgens auf und stellte fest, dass ich nicht mehr gehen wollte. Ich hatte mich in Neukölln verliebt.

Diese Rezension zu Heinz Buschkowskys politischer Analyse „Neukölln ist überall“ ist für mich daher sehr persönlich. Buschkowsky war von 2001 bis 2015 Neuköllner Bezirksbürgermeister der SPD. Sicher ist er einigen von euch bekannt, denn er war stets eine popularisierende Persönlichkeit und eckte mit Zitaten wie „Multikulti ist gescheitert“ sogar in seiner eigenen Partei an. Wo immer er auftrat und sich äußerte, erregte er Aufsehen. Vor der Lektüre seines Buches war ich aufgrund der Medienberichte selbst kein Fan von ihm. Ich empfand seine Kritik an meinem geliebten Bezirk als zu harsch und als beleidigend. Natürlich hat Neukölln einige Probleme, aber die resignierte Frustration, die ich aus Buschkowskys Äußerungen heraushörte, wurde meiner Lebensrealität nicht gerecht. Von „Neukölln ist überall“ hatte ich ebenfalls nur Negatives gehört. Lesen wollte ich es trotzdem, aus dem kindischen Impuls heraus, Neukölln verteidigen zu wollen. Ich wollte Buschkowsky widersprechen, seine Thesen in der Luft zerreißen und das Buch mit dem guten Gefühl schließen, es besser zu wissen als dieser meckernde alte Mann.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 4. September 2018 in Non-Fiction, Politik, Rezension

 

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Naomi Alderman – The Power

2012 wurde die aufstrebende britische Autorin Naomi Alderman für das Mentorenprogramm der Rolex Arts Initiative ausgewählt und ein Jahr lang von der preisgekrönten kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood betreut. Damals hatte Alderman gerade ihren dritten Roman veröffentlicht und steckte mitten in der Konzeption ihres nächsten Buches. Atwood und Alderman verbrachten viel Zeit miteinander. Sie begannen, eine gemeinsame Kurzgeschichte über Zombies zu schreiben, die online veröffentlicht werden sollte. Den Anstoß hierfür lieferte Atwood, inspiriert von Aldermans zweiter Karriere als Spieldesignerin der populären Fitness-App Zombies, Run!. Parallel unterstützte sie ihren Protegé bei ihrem neuen Projekt. Das Ergebnis ihrer intensiven Zusammenarbeit waren „The Happy Zombie Sunrise Home“ und, 3 Jahre nach Abschluss des Mentorenprogramms, der Science-Fiction Roman „The Power“.

Es geschieht über Nacht. Die Revolution beginnt mit dem elektrischen Knistern an den Fingerspitzen eines jungen Mädchens. Es breitet sich aus, rasend schnell. Überall erwacht die Gabe der Frauen und verleiht ihnen Macht. Die Macht, zu verletzen. Die Macht, zu töten. Die Welt verändert sich. Die Ära der Frauen ist angebrochen. Stück für Stück erobern sie, was ihnen zusteht. Notfalls mit Gewalt. Doch wie viel weibliche Macht kann die Welt ertragen?

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4 Kommentare

Verfasst von - 24. Juli 2018 in Rezension, Science Fiction

 

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Montagsfrage: Formen des Geschichtenerzählens?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Hättet ihr eigentlich auch gern einen richtigen Winter gehabt? Ich bin zutiefst enttäuscht vom Wetter. 10 Grad Plus im Januar! Das ist nicht normal. Für mich gehören zum Winter Minusgrade, Schnee und Eis. Das, was wir jetzt haben, ist ein trauriger Möchtegern-Frühling. Ich verliere so langsam die Hoffnung, dass es noch einmal knackig kalt wird. Völlig umsonst einen neuen Wintermantel angeschafft. 😑
Auf den Winter ist vielleicht kein Verlass, auf das Buchfresserchen Svenja schon – es ist Zeit für die wöchentliche Montagsfrage.

Welche Form der Geschichtenerzählung bevorzugst du? Liest du nur Bücher oder auch Comics, hörst Hörbücher, etc.?

Ich bin eine konservative Traditionalistin: abgesehen von diversen Nachrichtenartikeln, Abhandlungen und ähnlichen informativen Schriftstücken lese ich tatsächlich nur Bücher. Das heißt nicht, dass ich grundsätzlich nicht offen für andere Formen bzw. Medien der Literatur wäre, aber bisher sah ich einfach keinen Anlass, mein Repertoire zu erweitern.
Mein Interesse an Comics ist mit meinem Interesse an Paintball vergleichbar: ich würde gern mal, es hat sich allerdings noch nichts ergeben. Die Welt der Comics und Mangas ist extrem vielfältig und umfangreich. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Mangas sind ohnehin nicht mein Ding, aber eine Comicsammlung würde mir durchaus gefallen. Leider fühle ich mich mit der schieren Auswahl völlig überfordert. Ich wünschte, es gäbe jemanden, der mich einfach an die Hand nehmen und mir sagen würde, bei welcher Comicreihe es sich lohnt, mit dem Sammeln anzufangen. Nehmen wir mal den Klassiker als Beispiel: Superman. Ich wüsste nicht, wo ich einsteigen sollte. Die Reihe reicht unglaublich weit zurück. Alte Ausgaben werden für horrende Preise gehandelt. Das heißt, ich könnte mir eine chronologische Herangehensweise nicht leisten. Aber irgendwo in der Mitte anzufangen erscheint mir auch falsch. Also lasse ich es. Bisher haben mir Bücher immer ausgereicht, daher habe ich nicht wirklich den Eindruck, etwas zu verpassen.
Hörbücher hingegen sind etwas völlig anderes. Ich höre sie nicht, weil ich lieber lese und mir das Hören eines Buches immer ein bisschen wie schummeln erscheint. Ich werfe es natürlich niemandem vor, wenn er oder sie gern Hörbücher konsumiert, aber für mich ist das eben keine Option. Wenn mich eine Geschichte interessiert, kann ich sie ja auch lesen, statt sie zu hören. Ich erkenne den Sinn nicht.
Fällt euch eigentlich noch eine andere Form des Geschichtenerzählens ein? Ich habe mir den Kopf zerbrochen, doch mir kam neben Comics, Mangas und Hörbüchern nichts in den Sinn.

Welche Erzählformen haben bei euch neben traditionellen Büchern eine Chance?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen großartigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤

 

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