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Montagsfrage: Austricksen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe heute tolle Neuigkeiten zu berichten. Ausnahmsweise geht es mal nicht um Bücher, sondern um mein Privatleben, aber ich möchte mein Glück mit euch teilen. Der Lieblingsmensch und ich haben am Freitag geheiratet! Wir sind jetzt offiziell ein Ehepaar! Ich bin eine Ehefrau. Es fühlt sich komisch an, diesen Titel auszusprechen bzw. aufzuschreiben und zu wissen, dass ich ihn langsam mit meiner Identität verschmelzen werde. Ich fühle mich nämlich kein bisschen anders und in unserer Beziehung wird sich wohl ebenfalls nichts ändern. Trotzdem war es für uns wichtig, bedeutend und wundervoll. Bevor ihr fragt, nein, es gab keine große Feier. Vermutlich war es die unspektakulärste Hochzeit aller Zeiten, so, wie ich es mir gewünscht habe. Nur wir zwei und die Standesbeamtin (die Prinzessin auf vier Pfoten musste leider mit einer Freundin draußen warten). Kein Kleid, keine Torte, keine Musik und auch keine Hochzeitsreise. Ich brauche das ganze Tamtam nicht. Letztendlich geht es bei einer Hochzeit schließlich um die Liebe von zwei Menschen und die kann man hervorragend zu zweit zelebrieren. Den restlichen Tag haben wir in der Natur mit unseren Freunden und den Hunden verbracht, abends gab es dann Pizza und Bier. Es war perfekt. Ich bin sehr glücklich und freue mich auf diesen neuen Lebensabschnitt. Obwohl sich nichts ändert. 😀
Heute beantworte ich also meine erste Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise als Ehefrau!

Was ist dein ultimativer Trick, um mehr und regelmäßiger zu lesen?

Ich gebe zu, als ich die Frage eben sah, war ich erst mal irritiert. Mehr lesen? Regelmäßiger? Wie jetzt? Können Sie die Frage bitte noch einmal anders formulieren? Ich habe dann Antonias Beitrag gelesen und verstehe jetzt, was sie meint, aber eine große Hilfe bin ich leider nicht. Ich weiß, dass die gefürchtete Leseflaute bei vielen Buchblogger_innen ein Schreckgespenst ist, das es um jeden Preis zu vermeiden gilt. Motivationstiefs scheinen immer wieder um sich zu greifen. In meiner Welt gibt es das nicht. Ganz ehrlich, ich denke, ich habe noch nie eine Leseflaute erlebt. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens ein paar Seiten beim Zähneputzen am Abend lese. Selbst wenn es nur drei sind, ich kann mir einen Tag, an dem ich überhaupt nicht lese, gar nicht vorstellen. Ich lese so viel, wie es mir möglich ist und mehr geht tatsächlich nicht. Natürlich bin auch ich mal abgelenkt, unkonzentriert oder einfach unwillig, mich mit einem schlechten Buch zu foltern, doch diese Vorfälle kann ich normalerweise an einer Hand abzählen und sie halten nie lange an. Mal ein Abend, vielleicht auch mal ein Wochenende. Länger eigentlich nie. In meinen Alltag ist Lesezeit fest integriert. Öffentliche Verkehrsmittel ohne Buch nutzen? Undenkbar. Ich mache zwischen zwei Büchern keine Pause. Ich lese eins zu Ende und greife meist direkt zum nächsten. Eventuell mal am folgenden Morgen, wenn ich das letzte in der Nacht ausgelesen habe. Meine private Lektüre empfinde ich so gut wie nie als Belastung oder Anstrengung. Ich denke, ich betrete dafür in meinem Gehirn mental einen gesonderten Raum, der exklusiv meiner Unterhaltung und Entspannung in der Freizeit gewidmet ist und assoziiere deshalb ausschließlich mein persönliches Vergnügen damit.
Ich kann daher heute leider nicht mit cleveren Tipps und Tricks dienen. Leichte Literatur ist sicher eine Option, aber sonst weiß ich nicht, was ich euch empfehlen soll, weil ich die Situation einfach nicht kenne.

Müsst ihr euch überreden, häufiger und regelmäßiger zu lesen und falls ja, wie stellt ihr das an?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen bezaubernden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Daryl Gregory – We Are All Completely Fine

„We Are All Completely Fine“ von Daryl Gregory hat eine interessante Entstehungsgeschichte. Es erschien 2014, ein Jahr, bevor Gregory den lovecraftischen Horror-SciFi-Fantasy-Young Adult-Roman „Harrison Squared“ veröffentlichte. Diese Veröffentlichungsreihenfolge entspricht allerdings nicht der Reihenfolge, in der Gregory die Bücher geschrieben hat. „We Are All Completely Fine“ entstand nach „Harrison Squared“ und hätte ohne den YA-Roman wohl nie das Licht der Welt erblickt. In diesem geht es um den jungen Harrison, der seine Stadt Dunnsmouth vor einer Monsterinvasion retten muss. Nachdem er diese Geschichte abgeschlossen hatte, fragte sich Gregory, welche Konsequenzen sie für seinen Protagonisten haben könnte. Wie schlüge sich Harrison als Erwachsener? Garantiert wäre er traumatisiert, müsste Psychopharmaka schlucken und eine Therapie absolvieren. Was wäre, wenn es allen Held_innen von Monster- und Horrorgeschichten so erginge? Was wäre, wenn sie einmal die Woche zusammenfinden würden – in einer Selbsthilfegruppe?

Wir treffen uns einmal die Woche: Harrison, Barbara, Stan, Martin, Greta und die Leiterin unserer Gruppe, Dr. Jan Sayer. Wir alle haben Schreckliches erlebt. Wir tragen Wunden, Narben und unser ganz privates Trauma mit uns herum. Niemand glaubte uns. Man erklärte uns für verrückt, geistesgestört, psychotisch. Erst Dr. Jan hörte uns zu und gab uns einen sicheren Ort, um über unsere Erfahrungen zu sprechen. Wir sind die exklusivste Selbsthilfegruppe der Welt. Wir wurden vom Unnatürlichen berührt. All die Menschen, die an unseren Geschichten zweifeln, sollten sich eins fragen: was wäre, wenn sie wahr sind?

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Verfasst von - 15. August 2018 in Horror, Rezension

 

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Oscar Wilde – De Profundis: Epistola in Carcere et Vinculis

Dies ist keine gewöhnliche Rezension. Vielleicht ist euch bereits aufgefallen, dass ich dieses Mal auf eine Sternevergabe verzichtet habe. Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich glaube, dass „Epistola in Carcere et Vinculis“ oder auch kurz „De Profundis“ von Oscar Wilde es nicht verdient, mit einer plumpen Sternenanzahl beurteilt zu werden. Bei dem Text handelt es sich um einen Brief von etwa 50.000 Worten, den Wilde während seiner Zeit im Zuchthaus von 1895 bis 1897 an seinen ehemaligen Liebhaber Lord Alfred Bruce Douglas schrieb. Wie anmaßend wäre es, ein Schriftstück bewerten zu wollen, in dem ein verzweifelter Mann sein Innerstes nach außen kehrte und niederschrieb, was ihn bewegte?

Daher habe ich beschlossen, von der gewohnten Struktur meiner Rezensionen Abstand zu nehmen und diesen berührenden Brief vollkommen eigenständig zu besprechen. Es ist kein Roman. Es ist keine Geschichte, obwohl der Text durchaus eine Geschichte erzählt. Ich kann meine üblichen Maßstäbe hier nicht anlegen. Stattdessen möchte ich euch zuerst die historischen Fakten darlegen, bevor ich erkläre, wie „De Profundis“ auf mich wirkte und welche Schlussfolgerungen ich daraus ziehe. Es ist das tragische Zeugnis eines gebrochenen Mannes, das ihr ohne Kontext nicht verstehen werdet. Ich war entsetzt, was aus dem ehemals erfolgreichen Autor Oscar Wilde geworden war.

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Verfasst von - 19. April 2017 in Englisch, Klassiker, Rezension

 

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Lasst zusammen, was zusammen gehört: Über die Teilung von Romanen durch Verlage

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute möchte ich mit euch über die Strategie deutscher Verlage sprechen, englische Romane für den deutschen Markt in zwei Bände (oder mehr) aufzuteilen. Anlass ist die ausstehende Rezension zu „Das Reich der Sieben Städte“ von Steven Erikson. Als ich dieses Buch begann, wusste ich bereits, dass es nur die erste Hälfte des Originals „Deadhouse Gates“ umfasst. Die zweite Hälfte wurde von blanvalet unter dem Titel „Im Bann der Wüste“ veröffentlicht. Zusammen ergeben sie den zweiten Band der Reihe „Das Spiel der Götter“.

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Markus Tillmanns – Basaltblitz: Geburt eines Helden

2015-11-20 - Tillmanns Basaltblitz

Anfang November trat der junge Autor Markus Tillmanns an mich heran und bat mich, seinen Kurzroman „Basaltblitz: Geburt eines Helden“ zu lesen und zu rezensieren. Der Klappentext versprach eine witzige, aufregende Lektüre, also schaute ich mir an, was das allwissende Internet zu dem Buch zu sagen hatte. Dabei fand ich heraus, dass Markus Tillmanns bereits auf meiner Wunschliste vertreten ist. Zwar nicht mit „Geburt eines Helden“, sondern mit „Teufel“, aber da ich offenbar schon von selbst entschieden hatte, eines seiner Werke lesen zu wollen, nahm ich die Bitte um eine Rezension natürlich mit Freuden an.

Nick ist die Personifizierung des Wortes Loser: schmächtige Statur, keine Freunde und eine Superhelden-Comic-Sammlung, mit der er sein gesamtes Zimmer mehrschichtig tapezieren könnte. Hoffnung? Nicht in Sicht. Eine Besserung der Umstände? Unwahrscheinlich. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Denn als eines Tages plötzlich ein Meteorit in Nicks direkte Nachbarschaft kracht, zeigt sich, dass das Leben auch für einen hageren Nerd noch die eine oder andere Überraschung bereithält. Nicht nur schafft es Nick wie durch ein Wunder, sich mit dem Neuen in der Klasse anzufreunden, ihm unterläuft auch ein Fauxpas, der die Karten völlig neu mischt. Versehentlich verspeist er ein Stück des Meteoriten – und entwickelt über Nacht Superhelden-Fähigkeiten! Ein Traum geht in Erfüllung! Nick ist begeistert. Eine Kleinigkeit vergisst er allerdings. Jeder Superheld hat einen Gegenspieler…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 9. Dezember 2015 in Science Fiction, Young Adult

 

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