RSS

Schlagwort-Archive: unzufrieden

Montagsfrage: Literarische Adventskalender?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich sitze auf einem Klappstuhl. Auf einem unbequemen, sturen Klappstuhl, der eigentlich auf unseren Balkon gehört. Ich verrate euch was: man kann einen Klappstuhl so gründlich auspolstern, wie man will, irgendwann schläft einem trotzdem der Hintern ein. Die sind nicht zum Lümmeln gedacht. Ich habe einen Hocker für meine Füße, der ist allerdings niedriger als der Stuhl, daher fühlt es sich ständig an, als würde das Blut in meinen Beinen absacken. Mimimi. Ich leide. Aber ich leide aus gutem Grund. Erinnert ihr euch, dass ich euch im Oktober erzählt habe, dass der Lieblingsmensch und ich uns als erste große gemeinsame Anschaffung als frischgebackenes Ehepaar eine Couch gekauft haben? Ich habe nicht mehr daran geglaubt, doch unser freundlicher Möbelfachverkäufer hat Wort gehalten. Die Couch kommt noch vor Weihnachten. Genauer: SIE KOMMT MORGEN!!! 😀 Jubel!!! Unsere alte Couch haben wir bereits am Freitag entsorgt, denn wir hatten das Angebot, sie von dem Kumpel des Bruders eines Bekannten (also über fünf Ecken), der bei der BSR (Berliner Stadtreinigung) arbeitet, kostenlos abholen zu lassen. Das wollten wir nicht im Namen der Bequemlichkeit ausschlagen. Also: Klappstühle bis Dienstag. Glücklicherweise lenkt mich das Bloggen hervorragend von meinem schmerzenden Hintern ab, deshalb ignoriere ich jetzt meine schwelende Ungeduld und beantworte stattdessen die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Literarische Adventskalender?

Antonia hat sich in dieser Woche selbst übertroffen. Ich wusste nicht, dass man sich über die Thematik „Literarischer Adventskalender“ so viele Gedanken machen kann. 😀 Persönlich habe ich eigentlich keine konkrete Meinung dazu. Tatsächlich besäße in unserem Haushalt überhaupt nur der Hund einen Adventskalender (ein stinkendes Monstrum, gefüllt mit lauter guten Leckereien vom Rind, das heiß geliebt wird), hätte eine Freundin nicht für alle ihre Pappenheimer Schokoladenkalender gekauft. Wir haben also alle einen. Aber irgendwie ist mir über die Jahre das Bewusstsein für die „Road to Christmas“ abhanden gekommen. Ich habe Schwierigkeiten, mich in Weihnachtsstimmung zu versetzen und empfinde schon lange keine Vorfreude mehr bezüglich des Öffnens der Türchen. Ich trauere der Zeit, in der ich es kaum abwarten konnte und am liebsten alle Türchen auf einmal aufgerissen hätte, nostalgisch hinterher. Das Problem ist, ich bin irgendwann erwachsen geworden.

Damit will ich nicht sagen, Adventskalender wären nur etwas für Kinder, nein, auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil, ich finde, das ist ein wunderbarer Brauch, für den man nie zu alt ist. Für mich liegt die Schwierigkeit in der Organisation meines Lebens. Als ich ein Kind war, hatte ich keine Tagespläne. Ich musste nichts erledigen, außer erst in den Kindergarten und später in die Schule zu gehen. In meinem Kopf war viel Platz für Fantasie, Spiele und die Vorfreude auf Weihnachten. Heutzutage ist dort alles mit Verpflichtungen, Terminen, Sorgen und lauter blöden erwachsenen Gedanken verstopft. Ich wache morgens auf und denke nicht als erstes daran, dass ich ein weiteres Türchen öffnen darf, wie es früher der Fall war. Ich denke daran, was mich an diesem Tag erwartet, wann ich wieder zu Hause bin, wie viel Zeit ich für welche Tagesordnungspunkte zur Verfügung habe und wie meine Hündin da hineinpasst, ohne zu kurz zu kommen. Deshalb vergesse ich meinen Adventskalender sogar häufig. Dem Lieblingsmenschen ergeht es genauso. Wir sind schon gut, wenn wir jeden zweiten Tag daran denken, die Türchen aufzumachen. Ich bin damit sehr unzufrieden. Für das nächste Jahr habe ich mir bereits vorgenommen, uns allen richtig tolle Kalender zu kaufen und einen festen Tagestermin für das Öffnen festzulegen. Traurig, dass das nötig ist, aber lieber so als dieses enttäuschende Gewurschtel.

Ich kann mir nicht vorstellen, für mich einen literarischen Adventskalender auszusuchen. Das passt gar nicht zu mir. Ich lese ja ohnehin nicht saisonal (ich sollte aus diesem Satz ein Trinkspiel machen) und ich glaube nicht, dass meine chronische Vergesslichkeit durch eine tägliche Weihnachtsgeschichte oder ein Gedicht oder welche literarischen Ergüsse auch immer behandelt werden kann. Super leckere Schokolade klingt da schon vielversprechender. Meine Tage sind durchgetaktet. Obwohl ich erkenne, dass ein literarischer Adventskalender die Entschleunigung begünstigt, weil er mich zwingen würde, mich täglich hinzusetzen, von meiner Routine abzuweichen und mir Zeit zu nehmen, um die Geschichte / das Gedicht / das literarische Werk zu lesen, glaube ich nicht, dass das in der Praxis funktionieren würde. Ich mag meine Routinen. Entspannungszeit entspricht bei mir grundsätzlich Lesezeit, doch dann nicht zu meinem aktuellen Buch zu greifen, erscheint mir… falsch. Wie Betrug. Ich betrüge mein Buch mit einer Weihnachtsgeschichte. Ja ja, ich weiß, das ist nicht rational, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich das tun würde. Ich verstehe Antonia in dieser Hinsicht vollkommen. Wenn ich lesen will, dann will ich LESEN. Nicht nur 3 Seiten oder 20 Seiten oder ein Gedicht, sondern mindestens 100 Seiten. Warum sollte ich mir eine Kurzgeschichte vornehmen, wenn ich einen Roman lesen kann? Nee, klingt unrealistisch. Außerdem würde mich der Adventskalender unnötig unter Druck setzen. Da stünde er, wie ein missbilligendes Mahnmal, das mir meine Unfähigkeit vor Augen führt. Toll. Ich hätte das Gefühl, ich muss lesen, weil die Adventszeit ja nun mal begrenzt ist. Je intensiver ich diesen Druck empfinden würde, desto weniger Lust hätte ich, die Türchen zu öffnen, die Texte zu lesen und desto schlechter würde ich mich fühlen, wenn ich es nicht hinkriege. Ein Teufelskreis.

Ein literarischer Adventskalender, der lauter Bücher meiner Wunschliste enthält, das wäre was. Da hätte ich keinen Druck und würde mich jeden Tag auf das Öffnen freuen. Vielleicht rede ich mal mit meiner Mutter, ob wir das irgendwie realisieren können. Sie bekäme eine prioritsierte, gekürzte Wunschliste, eine Summe und den Auftrag, 24 Bücher zu kaufen. Denn ich darf ja nicht wissen, welche Bücher wann drin sind. Das würde mir gefallen. Vielleicht macht sie das. 😀

So, kommen wir mal zum Punkt. Ich bin kein Typ für klassische literarische Adventskalender. Ich kenne niemanden, der oder die so einen Kalender besitzt. Ich weiß nicht, ob der Markt dafür im Wachstum begriffen ist, weil ich selten Buchhandlungen aufsuche, kann es mir aber definitiv vorstellen. Seien wir ehrlich, die Leute kaufen eben jeden Mist, solange „Weihnachten“ draufsteht.
Damit verabschiede ich mich jetzt und mache mal noch fix das Türchen vom Sonntag auf… 🙈

Wie steht ihr zu literarischen Adventskalendern?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch einen entspannten Start in die neue Woche (ohne eingeschlafene Hintern)!

Außerdem nutze ich dreist die Chance, Werbung für die 2019er Ausgabe von Wortmagie’s makabrer High Fantasy Challenge zu machen! 😀 Habt ihr Lust auf eine ungewöhnliche Lesechallenge, die euren ganzen Mut verlangt und mit einem Wunschbuch im Wert von 20€ winkt? Dann klickt aufs Logo und findet heraus, welche fiesen, blutigen und lustigen Aufgaben ich für euch zusammengestellt habe!

Alles Liebe,
Elli ❤️

Werbeanzeigen
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Ursula K. Le Guin – Tehanu

In meiner Rezension zu „Erdsee“ bemängelte ich, dass Ursula K. Le Guins Universum erschreckend sexistisch ist. Mit dieser Kritik bin ich nicht allein. Soweit ich es aus den bestehenden Rezensionen anderer Leser_innen herauslesen konnte, wurde Le Guin für den grassierenden Sexismus in Erdsee generell stark kritisiert. Vielleicht entschied sie sich deshalb, 18 Jahre nach dem Erscheinen von „Das ferne Ufer“, nach Erdsee zurückzukehren. „Tehanu“ ist der vierte Band der „Erdsee“-Saga und fokussiert erstmals die weibliche Perspektive: im Mittelpunkt steht die ehemalige Priesterin Tenar, die mittlerweile in Gont lebt.

Einst verließ Tenar an der Seite von Ged ihr Land, um im Licht der Freiheit zu leben. Obwohl sie bei Ogion in die Lehre hätte gehen können, entschied sich Tenar für ein bodenständiges Leben als fürsorgliche Ehefrau und Mutter. Lange Zeit führte sie eine einfache, aber glückliche Existenz. Eines Tages erreicht Tenar die Kunde von einem kleinen Waisenmädchen, das bei lebendigem Leibe verbrannt wurde. Furchtbare Wunden entstellen das Kind. Entsetzt öffnet Tenar ihr Herz und nimmt die Kleine in dem Wissen bei sich auf, dass sie niemals ganz normal sein wird, ebenso wenig wie sie selbst. Sie gibt ihr den Namen Therru. Jahre später liegt Ogion im Sterben. Sofort reisen Tenar und Therru zum Falkennest, um sich zu verabschieden. Doch Erdsee verändert sich, ist kein sicherer Ort mehr für eine Witwe und ihre junge Tochter. Als die Vergangenheit Tenar und Therru einholt, offenbart sich das hässliche Antlitz der Welt und erweckt in Therru Kräfte, die vom Feuer geschmiedet wurden.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Literarische Stalker?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Puh, ich brauche eine Pause. Die letzten drei Wochen habe ich recht viel gearbeitet und war ständig unterwegs – so langsam zehrt das. Aber das kommende Wochenende halte ich mir komplett frei. Ich will zu Hause auf der Couch sitzen und einfach nur lesen. Ich freue mich schon richtig darauf. Ich bin eindeutig reif für ein bisschen Gammelzeit!
Bevor es soweit ist, muss ich allerdings noch diese Woche durchstehen und die beginnt natürlich wie immer mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja.

Gibt es Bücher/Reihen (Bestseller), über die du gerade ständig stolperst, sie aber nicht lesen möchtest?

Selbstverständlich. Solche Bücher existieren eigentlich immer zu jeder Zeit. Es gibt Bücher, die mich regelrecht verfolgen. Unheimlich. Meist liegt das daran, dass bestimmte Neuerscheinungen über die Maßen gehypt werden und mir deshalb einfach überall begegnen.
Ein sehr aktuelles Beispiel ist „Die Schwestern“ (Der Schwarze Thron #1) bzw. „Three Dark Crowns“ (Three Dark Crowns #1) von Kendare Blake. Schon als ich das erste Mal las, dass es darin um Drillings-Schwestern geht, die miteinander um den Thron eines magischen Reiches kämpfen müssen, verlor ich das Interesse. Ich bin zwar ein großer High Fantasy – Fan, aber dieser Trend in der YA-HF, Wettbewerbe und Konkurrenzsituationen als Kern der Handlung zu etablieren, langweilt mich fürchterlich, weil ich die daraus entstehende Dramatik zu plump finde. Wann hat das eigentlich angefangen? Ist „Selection“ (The Selection #1) von Kiera Cass daran schuld, das ich ebenfalls vor Ewigkeiten von meinem Radar verbannt habe? Ich bin es wirklich leid, dass offenbar niemand mehr originellere Ideen hat.
Außerdem gibt es einen Reihenauftakt, der mich seit Jahren stalkt: „Feuer und Stein“ bzw. „Outlander“ (Outlander #1) von Diana Gabaldon. Wie oft ich dieses Buch schon in der Hand hatte, kann ich nicht mehr zählen. Es begegnet mir online, in Bahnhofsbuchhandlungen, auf Mängelexemplartischen. Freunde und Bekannte schwärmen davon, Blogger_innen loben es in den höchsten Tönen. Die Serienverfilmung wird mir bei Netflix unter die Nase gehalten. Ich habe das Gefühl, jeder einzelne Mensch auf der Welt erwartet von mir, dass ich dieses Buch lese. Und ich… Ich will einfach nicht. Immer wieder wird mir gesagt „Aber du liebst doch High Fantasy. Dann muss das doch was für dich sein“. Nein, muss es nicht, weil es im Kern ein historischer Roman ist, kein Fantasy-Schmöker und wie wir alle wissen, tue ich mich extrem schwer mit historischen Romanen. Ich sträube mich, es zu versuchen, da ich mich nicht durch 1000 Seiten wühlen will, nur, um am Ende unzufrieden zu sein. Keine Macht den literarischen Stalkern!

Welche Bücher scheinen euch zu verfolgen, obwohl ihr sie nicht lesen möchtet?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen großartigen Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Orden des Phönix

Der Tod der Unschuld

Erinnert ihr euch daran, dass zwischen der Veröffentlichung des vierten Bandes der „Harry Potter“ – Reihe, „Harry Potter und Der Feuerkelch“ (zum Erfahrungsbericht geht es HIER lang), und des fünften Bandes „Harry Potter und Der Orden des Phönix“ 3 Jahre vergingen? Ich nicht. Ich habe das Gefühl, ich müsste diese lange Wartezeit irgendwo in meinem Gedächtnis abgespeichert haben, aber vermutlich interessierten mich in dieser Zeitspanne andere Dinge einfach mehr.
Als „Der Orden des Phönix“ am 08. November 2003 in Deutschland erschien, war ich 14 Jahre alt. Was für ein Alter. Meine ganze Welt war im Begriff, sich zu verändern, weil ich mich veränderte. Ich verabschiedete mich spontan von meinen langen schwarzen Haaren auf der linken Seite meines Kopfes und ließ mir – lange, bevor es modern wurde – von einem Kumpel einen Halfcut rasieren. Ich trug mein erstes Paar Springerstiefel. Ich versuchte mich an der Rebellion der Jugend; wollte frei, wild und unabhängig sein. Die Punker-Szene zog mich magisch an, ich wollte unbedingt dazu gehören. Kein Jahr mehr und ich würde mein Elternhaus verlassen, um bei meinem damaligen Freund zu wohnen.

Dass Harry in dieser chaotischen Phase meines Lebens überhaupt seinen Platz hatte, ist ein kleines Wunder. Lesen war in den Kreisen, in denen ich mich bewegte, nicht hoch angesehen. Ich konnte diese Leidenschaft mit niemandem teilen. Ich verschwieg meine Liebe zum geschriebenen Wort nicht, aber ich erwähnte sie meiner Erinnerung nach nur sehr, sehr selten. Für mich war (und ist) Lesen selbstverständlich, etwas, das ganz natürlich zu mir gehörte. Ich musste nicht darüber sprechen und vielleicht habe ich einfach angenommen, dass all meine verrückten Freunde zu Hause auch lesen würden. Rückblickend weiß ich, dass das nicht der Fall war. Als Bücherwurm war ich in der Punker-Szene eine Kuriosität. Ich denke, es ist gut, dass mir das damals nicht bewusst war. Andernfalls hätte ich dieses Hobby eventuell aufgegeben, weil ich geglaubt hätte, dass sich das für eine richtige Punkerin nicht schickt. Die Anerkennung meines Umfelds war mir in diesem Alter so wichtig, dass ich bereit gewesen wäre, mich zu verbiegen. Wer weiß, wann und ob ich diesen Bestandteil meiner Persönlichkeit und Identität wiederentdeckt hätte. Die typisch jugendliche Eigenschaft, von sich auf andere zu schließen, diese blinde Ignoranz anderer Lebensweisen, bewahrte mich davor, zu vergessen, wie viel mir das Lesen bedeutet. Sie bewahrte mich davor, Harry zu vergessen.

Nichtsdestotrotz erinnere ich mich leider überhaupt nicht daran, in welcher Situation mir „Der Orden des Phönix“ das erste Mal begegnete. Ich weiß nicht, ob ich den Veröffentlichungstermin herbeisehnte, ob ich den fünften Band kurz darauf bekam oder länger warten musste. All diese Eindrücke prägten sich nicht tief genug ein, weil mein Leben damals voller Neuheiten und (subjektiver) Abenteuer war. Ich war abgelenkt. Ich finde das heutzutage schade, aber ich kann mir verzeihen. Es macht nichts, dass ich nicht mehr weiß, unter welchen Umständen ich den fünften Band das erste Mal las, denn ich erinnere mich sehr wohl an die Gefühle meines 14-jährigen Ichs während der ersten Lektüre – ich mochte ihn nicht besonders. Im Ernst. Kein Spaß. Natürlich handelte es sich dabei um Jammern auf hohem Niveau, schließlich ist es ein Potter und somit automatisch ein gutes Buch, doch ich erinnere mich, dass ich mich mit der Düsternis in „Der Orden des Phönix“ nicht wohl fühlte. In meinem persönlichen Ranking der Reihe stand er immer ganz unten.

Seit dem Tag, an dem Marina aka DarkFairy und ich 2016 begannen, alle „Harry Potter“ – Bände noch einmal zu lesen, vermutete ich, dass ich „Der Orden des Phönix“ als Erwachsene anders bewerten würde. Ich war von Anfang an überzeugt, dass sich meine Meinung wandeln würde. Als wir uns zum fünften Band vorgelesen hatten, war ich deshalb besonders gespannt, wie dieser auf mich wirken würde. Ich war bereit, neue Erinnerungen zu schaffen.

Read the rest of this entry »

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Chloe Neill – Auf den letzten Biss

2016-12-28-neill-auf-den-letzten-biss

Es ist offiziell. „Chicagoland Vampires“ endet mit Band 13, der am 25. August 2017 unter dem Titel „Ein Biss von dir“ erscheinen wird. Angesichts dieser Neuigkeiten möchte auch ich etwas verkünden: ich werde die Reihe bis zum bitteren Ende durchziehen. Ich habe lange mit mir gehadert und bin skeptisch, ob sich diese Entscheidung auszahlen wird, aber ein Teil von mir ist überzeugt, ich bin es Merit einfach schuldig, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet, nachdem ich sie jahrelang begleitet habe. So kurz vor Schluss möchte ich nicht mehr abbrechen. Ich will wissen, wie es ausgeht. Nach „Auf den letzten Biss“ liegen noch drei Bände vor mir. Ein Leseziel für 2017 ist damit gesetzt.

Chicago ist zur Ruhe gekommen. Nach wochenlangen Ausschreitungen hat sich die Lage endlich entspannt. Doch die Beziehungen zwischen Menschen und Übernatürlichen sind noch immer schwierig, der Frieden empfindlich. Als Merit, Hüterin des Hauses Cadogan, zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, befürchtet sie das Schlimmste. Das Opfer wurde mit Katanas durchbohrt. Alles deutet auf einen Vampirangriff hin. Erst eine genauere Untersuchung zeigt, dass die Hinrichtung lediglich aussehen soll, als wären Vampire dafür verantwortlich. Versucht jemand, die Vampirgemeinschaft in Verruf zu bringen und so das sensible Gleichgewicht der Stadt erneut zu stören? Merit möchte den Ermittler_innen helfen, kann jedoch kaum mehr tun, als ihnen beratend zur Seite zu stehen, denn die Belange Cadogans verlangen ihre Aufmerksamkeit. Seit Ethan den Vorsitzenden des Greenwich Presidium herausforderte und sich selbst auf den Posten bewarb, wird er bedroht und erpresst. Es ist Merits Aufgabe, ihren Meister und Geliebten zu schützen, nur wird sie das Gefühl nicht los, dass er ihr etwas Bedeutsames verschweigt. Ist ihre Liebe stärker als die dunklen Geheimnisse seiner Vergangenheit?

>>> Weiterlesen

 
12 Kommentare

Verfasst von - 13. Januar 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

[Schlüpftag-Special] Zurück zu meinen Anfängen ODER Was habe ich mir nur dabei gedacht?

Schlüpftag

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich weiß, es ist Montag. Ich weiß, eigentlich erwartet ihr von mir, dass ich die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworte. Da es sich dabei heute allerdings um eine offene Montagsfrage und darüber hinaus die letzte des Jahres 2016 handelt, setze ich aus. Nicht nur, weil ich meiner Meinung nach konstant alle Montagsfragen dieses Jahres beantwortet habe, sondern auch, weil ich heute ausnahmsweise mal etwas in eigener Sache zu feiern habe. Jetzt mal alle die Ohren zuhalten, ich möchte singen!

Happy Birthday to me, Happy Birthday to me, Happy Birthday lieber wortmagieblog, Happy Birthday to me! 😀
Ja, es ist wieder einmal so weit. Heute wird der wortmagieblog unfassbare 3 Jahre alt! Der dritte Schlüpftag ist ein Meilenstein, den ich ohne euch niemals erreicht hätte. Ich danke euch für eurer Feedback, eure Kommentare und natürlich eure Likes! Ihr seid die Besten! Bis heute macht mir das Bloggen unheimlich viel Spaß, ich möchte es in meiner Freizeitgestaltung nicht mehr missen und hoffe, dass ich euch noch viele Jahre erhalten bleiben und Freude bereiten kann!

Zu meinem ersten Blog-Schlüpftag 2014 habe ich euch 52 Fakten über mich selbst verraten. Letztes Jahr habe ich einfach nur Danke gesagt. Für dieses Jahr habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht, um diesen Tag zu feiern.
Meine erste Rezension auf dem wortmagieblog ging am 20. Dezember 2013 online. Es war eine Buchbesprechung von „Dark Eden“ von Chris Beckett und ja, sie existiert noch. Also dachte ich mir, schauen wir uns doch mal an, wie sehr sich mein Schreibstil in 3 Jahren verändert hat.

Heute nehme ich mir – zu unser aller Belustigung – meine erste Blog-Rezension vor und korrigiere sie. Ich werde gnadenlos alles hervorheben, was meiner Meinung nach mangelhaft, sinnlos und überflüssig ist. Absatz für Absatz werde ich das gute Stück auseinandernehmen, meine eigene Arbeit unnachgiebig kommentieren und meinem vergangenen Ich freimütig mitteilen, was ich jetzt von diesem ersten wahrhaft öffentlichen Versuch einer Buchbesprechung halte. Ich verspreche, streng mit mir selbst zu sein. Danach werde ich die Rezension dann auch noch neu schreiben, damit ihr damals und heute direkt vergleichen könnt.

Habt ihr Lust, gemeinsam mit mir über meine ersten tapsigen Schritte auf dem Weg zu einer hoffentlich recht passablen Buchbloggerin zu lachen? Na dann los, ich lade euch ein!

>>> Weiterlesen

 
12 Kommentare

Verfasst von - 19. Dezember 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Cornelia Funke – Tintenherz

2015-12-14 - Funke Tintenherz

Gibt es eine deutschsprachige Autorin, die den Titel „Bestsellerautorin“ wirklich verdient, dann ist es Cornelia Funke. Seit Ende der 80er Jahre im Geschäft, lag ihre Gesamtauflage 2012 bei Sage und Schreibe 20 Millionen Büchern. Ihre Romane wurden bislang in 37 Sprachen übersetzt und 2005 wählte sie das TIME Magazine unter die 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten.
Trotz Funkes enormen Erfolgs und jahrelanger, euphorischer Schwärmerei seitens meiner Mutter brauchte ich sehr lange, bis ich bereit war, „Tintenherz“ endlich eine Chance zu geben.

Meggie und ihr Vater Mo führen ein ungewöhnliches, aber ruhiges Leben. Als Buchbinder ist Mo viel unterwegs, um Büchern überall auf der Welt ein neues Kleid zu schenken. Seine Tochter begleitet ihn oft auf seinen Reisen, denn die Liebe zu den Büchern verbindet sie. Niemals hätte Meggie erwartet, dass ausgerechnet ein Buch ihr Leben völlig durcheinanderbringt. In einer besonders ungemütlichen Nacht klopft ein mysteriöser Gast an ihre Tür. Seltsamerweise scheint Mo den Mann zu kennen, doch sein Besuch ist ihm offenbar unangenehm. Am nächsten Morgen brechen sie Hals über Kopf zu Meggies verschrobener Tante Elinor auf. Bevor sie abfahren, beobachtet Meggie Mo dabei, wie er ein merkwürdiges kleines Buch einpackt, das Meggie noch nie zuvor gesehen hat. Bei Elinor angekommen, bittet Mo sie, eben dieses Buch in ihrer gewaltigen Bibliothek zu verstecken. Warum will Mo das Buch verbergen und wieso weigert er sich, Meggie zu erklären, was es damit auf sich hat? Als böse Männer in Elinors Haus einbrechen, das Buch stehlen und Mo entführen, stürzen Vater und Tochter in das Abenteuer ihres Lebens – voller Magie, Geheimnissen und Gefahren.

>>> Weiterlesen

 
7 Kommentare

Verfasst von - 27. Dezember 2015 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

19. 01. 2015 – Montagsfrage: Unbefriedigendes Ende?

montagsfrage neu

Guten Morgen ihr Lieben,
starten wir gemeinsam in eine neue Woche! 🙂 Ich versuche, ganz besonders optimistisch zu sein, denn ich muss ja am Mittwoch meine Präsentation halten (Thema: „Vietnamese Prosody and Intonation“) und bisher fehlt leider noch die PowerPoint. Das heißt, mit einer neuen Rezension könnt ihr erst Ende der Woche rechnen, weil ich vorher sicher nicht dazu komme. Aber für die Montagsfrage (und natürlich das Gemeinsam Lesen morgen) nehme ich mir einfach die Zeit. 😉 Heute möchte das Buchfresserchen Svenja folgendes wissen:

Mit welchem Ende einer Geschichte warst du zuletzt gar nicht einverstanden und warum?

Tja, das kann ich eigentlich nicht mehr beantworten, weil es furchtbar lange her sein muss. In 2014 habe ich nicht ein Buch gelesen, dessen Ende mich enttäuscht hätte und dieses Jahr auch noch nicht. Ich bin im Großen und Ganzen eine ziemlich verzeihende Leserin. Wie ich schon beim Thema „Erzähltechniken“ sagte, kann ich mich mit so ziemlich allem arrangieren, solange ich das Gefühl habe, dass der Autor oder die Autorin damit etwas Bestimmtes erreichen wollte. Das gilt auch für das Ende. Nehmen wir mal das Ende von „Imperial Bedrooms“ als Beispiel. Viele fänden es vermutlich zu ungenau oder zu offen: zu viele Andeutungen bezüglich der Geschichte. Das ist auch wahr, aber meinem Empfinden nach war es perfekt, weil es sich nicht auf die Handlung bezog, sondern auf Clay. Die Handlung dieses Romans ist eigentlich Nebensache und diesen Ansatz zieht Bret Easton Ellis bis zum Ende durch. Von Clay musste ich mich verabschieden, nicht von der Handlung.
Cliffhanger zählen für mich nicht, weil sie in der Regel nur innerhalb von Reihen auftauchen und dementsprechend nicht das Ende der Geschichte darstellen. Natürlich sind sie frustrierend, wenn man die Fortsetzung noch nicht im Regal stehen hat, aber sie erfüllen ja auch den Zweck, die Neugier aufrecht zu erhalten. Und das machen sie ganz großartig. 😀
Dann gibt es selbstverständlich noch die Bücher, die ich insgesamt blöd finde. Da ist mir das Ende dann meistens reichlich Wurst, weil ich im Grunde nur fertig werden will. Ich erwarte von einem miesen Buch kein fabelhaftes Ende, ich erwarte nur irgendeine Form von Abschluss. Augen zu und durch, nach dem Prinzip. 😉

Ich drücke mir selbst ganz fest die Daumen, dass 2015 wieder ein Jahr ohne ein einziges enttäuschendes Ende wird. 🙂

Wann wart ihr das letzte Mal von einem Ende enttäuscht oder nicht einverstanden und warum?

Erzählt mir eure Geschichten, ich freue mich auf eure Kommentare! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
3 Kommentare

Verfasst von - 19. Januar 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: