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Montagsfrage: Bist du ein Borger?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir haben unsere erste Anschaffung als Ehepaar getätigt! Am letzten Freitag sind wir losgezogen und haben uns eine neue Couch gekauft. Das ist dringend nötig. In diesem Augenblick sitze ich auf einer gefalteten Decke, damit mich die Federn, die aus der alten Couch herausschauen, nicht in den Po pieksen. Ich glaube, ich saß am Freitag auf jedem einzelnen Sofa, das das Möbelgeschäft anzubieten hat. Nach zahllosen Sitzproben wollte ich schon aufgeben – und dann sah ich sie. Ich setzte mich und war sofort verliebt. Ein Traum. Wie sie dort stand, hätte die Couch nicht in unser Wohnzimmer gepasst, aber glücklicherweise konnten wir die Module nach Belieben kombinieren. Der Spaß wird deutlich teurer, als wir ursprünglich veranschlagt hatten und ich gebe zu, dass ich deswegen immer noch mit einem schlechten Gewissen kämpfe. Ich versuche, mir zu vergegenwärtigen, dass die Couch zu Hause unser absoluter Lebensmittelpunkt ist. Wir essen, arbeiten, schlafen und faulenzen darauf. Ich verbringe dort mehr Zeit als im Bett. Und was noch viel wichtiger ist: ich lese darauf! Ich will es bequem haben und ich möchte, dass mein Lebensmittelpunkt meiner Wunschvorstellung so weit wie möglich entspricht. Die neue Couch kommt dem sehr nahe und darum weiß ich rational, dass sie jeden Cent Wert sein wird. Emotional verliere ich meine Gewissensbisse vermutlich erst, wenn wir sie aufgebaut haben. 😉 Es gibt bisher keinen Liefertermin, weil sie vom Hersteller erst gebastelt werden muss. Möglicherweise kommt sie in der Woche vor Weihnachten bei uns an. Das wäre großartig, denn ein besseres Weihnachtsgeschenk kann ich mir nicht vorstellen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten und wenn es soweit ist, versorge ich euch bestimmt mit Fotos von meinem neuen Leseplatz. 😀
Bis Weihnachten ist es allerdings noch ein bisschen hin, daher widmen wir uns jetzt ganz traditionell dem Wochenstart und schauen mal, was Antonia von Lauter&Leise im Rahmen der Montagsfrage heute von uns wissen möchte.

Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja, warum – wenn nein, warum nicht?

Obwohl meine Heimatstadt Berlin ein Paradies ist, was Bibliotheken betrifft, nutze ich sie nicht. Ich besitze einen Bibliotheksausweis. Habe ich mal in einem Anflug guter Vorsätze erworben. Ich habe ihn noch nie verwendet. Ich weiß, dass Bibliotheken großartige Einrichtungen sind und für einen Vielleser wie mich deutliche Vorteile bieten. Zu leihen ist günstig, umweltbewusst, platzsparend und irgendwie sozial, weil man sich ein Buch teilt und aus dem Haus gehen muss, um es auszuborgen. Es ist toll. Wirklich. Ich weiß das. Leider interessiert das den Neandertaler in mir nicht. Jedes Mal, wenn ich daran denke, mal eine Bibliothek zu besuchen, steht er (aus irgendeinem Grund ist mein innerer Neandertaler maskulin) drohend an meiner Seite und schwingt grunzend die Keule. Er hat nur einen Lebensinhalt: Jagen und Sammeln. Seine Beute sind Bücher. Ein Buch nur zu borgen, statt es zu besitzen, ist für ihn unvorstellbar. Mir ist bewusst, wie dämlich das ist und ich winde mich unter dem Einfluss der vorwurfsvollen Stimme meines schlechten Gewissens, wenn ich überlege, wie nachhaltig und antikapitalistisch die Nutzung einer Bibliothek ist. Aber ich komme nicht gegen mein Bedürfnis, Bücher zu sammeln, an. Ich will sie haben. Nicht nur zeitweise, für immer. Ich will, dass sie mein sind. Ich liebe meine vollen Bücherregale. Sie versetzen mich in Entzücken und ich möchte nicht darauf verzichten. Das ist der Hauptgrund, warum mein letzter Bibliotheksbesuch vermutlich um die 20 Jahre her ist (außer diesem kleinen Ausflug, um mir einen Ausweis zu besorgen, den ich nicht nutze).

Mit meinen Büchern kann ich umgehen wie ich will. Ich neige dazu, außergewöhnlich tollpatschig zu werden, wenn ich besonders darauf achten will, Gegenstände sorgsam zu behandeln. Vor einiger Zeit habe ich mir „Der goldene Handschuh“ von einem Kollegen ausgeborgt. Ich musste ihm das Buch neu kaufen. Ich habe es geschafft, ein Brandloch hineinzubrennen und Avocadomatsche auf die Seiten zu schmieren. Und das, obwohl ich mir vorgenommen hatte, extra vorsichtig zu sein, weil er seine Bücher penibel pflegt. Aber hey, jetzt habe ich es hier und der Neandertaler ist glücklich.

Mein nächster Grund ist kaum sinnvoller: ich bin faul. Jap. Ich bin zu bequem, um loszufahren und eine Bibliothek zu besuchen. In meiner Stadt ist das Jammern auf hohem Niveau, weil ich lange nicht dieselben Entfernungen auf mich nehmen muss wie jemand, der/die auf dem Land lebt. Nichtsdestotrotz ist das die hässliche Wahrheit. Es ist so viel einfacher, mal eben in Schlumpelhosen mit Gummizug von der Couch aufzustehen und die fünf Schritte zu meinem eigenen Regal zurückzulegen, als mich innerhalb der Öffnungszeiten präsentabel anzuziehen, meinen Rucksack zu schnappen und mich in die öffentlichen Verkehrsmittel zu schwingen. Meine Bücher lasse ich mir mit wenigen Ausnahmen liefern. Ich habe kaum Aufwand mit der Erweiterung meiner Privatbibliothek. Die Nutzung einer öffentlichen Bibliothek würde von mir einen Aktivitätsgrad verlangen, den ich nicht bereit bin, aufzubringen. Tja. So ist das eben. Ich schäme mich, aber ich bin wenigstens ehrlich genug, um zu bekennen, dass meine Gründe beschämend sind.

Ein Punkt, den Antonia nennt, möchte ich hier abschließend ebenfalls noch anbringen. Sie schreibt, sie weiß oft nicht, wann sie ein Buch, das sie sich besorgt hat, lesen wird. Das ist bei mir genauso. Zwar lese ich konsequent und es vergeht kein Tag, an dem ich meine aktuelle Lektüre nicht zumindest aufschlage, aber ich verlasse mich in der Auswahl des nächsten Buches voll auf meinen Bauch. Er weiß, was gut und richtig ist. Unglücklicherweise ist er jedoch auch ziemlich unberechenbar. Ich kann nicht garantieren, dass ich ein ausgeliehenes Buch innerhalb der vorgeschriebenen Frist lese. Tatsächlich würde mich diese Frist unter Druck setzen, was wiederum meine Lust auf das jeweilige Buch massiv schmälern würde. Ein Teufelskreis. Hier würden sich schnell ungelesene Bücher türmen, deren Frist verstrichen ist. Um diese zurückzubringen, müsste ich wieder durch die Gegend fahren, was ich nicht will. Überziehungsgebühren, Mahnungen, Inkasso, Insolvenz, Obdachlosigkeit. Nein, das lassen wir lieber.

Nutzt ihr Bibliotheken?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabulösen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Laurell K. Hamilton – Burnt Offerings

Kürzlich habe ich ein Interview mit Laurell K. Hamilton gelesen, indem sie erklärte, sie habe Richard in Anitas Leben gebracht, um es zu vereinfachen und sie vor Jean-Claude zu retten. Das hat ja wunderbar funktioniert. Spätere Versuche, Anita vom Chaos in ihrem Leben zu erlösen, scheiterten ebenfalls. Hamilton bemerkte selbstironisch, sie sollte aufhören, die Umstände für Anita verbessern zu wollen, weil sie dabei alles nur noch schlimmer macht. Ihr ist bewusst, dass sie mit dem Liebesdreieck zwischen Anita, Richard und Jean-Claude viele ihrer Leser_innen verärgert, empfindet die Dreiecksromanze aber als Folge ihrer Entwicklung. Alle drei treffen ihre eigenen Entscheidungen, ob ihr diese nun gefallen oder nicht. Ich war gespannt auf die Entscheidungen, die mich im siebten Band der „Anita Blake“-Reihe, „Burnt Offerings“, erwarteten.

Anita Blake ist bereit, die Folgen ihres Handelns zu tragen. Sie kann Richards verletzten Zorn aushalten und ihre Pflichten als Lupa seines Werwolfsrudels dennoch erfüllen. Irgendwann müssen sie ihre Verbindung durch das Triumvirat erforschen, aber vorerst ist Anita mit etwas Abstand zufrieden. Schließlich muss sie den Babysitter für eine Gruppe Werleoparden spielen, die seit Gabriels Tod wehrlos sind. Die Katzen sind jedoch nicht die einzigen, die ihren Schutz benötigen. Der Vampirrat ist in der Stadt. Monster, die sogar Monster fürchten. Sie erwarten von Jean-Claude eine Rechtfertigung für den Mord an Mr. Oliver. Natürlich ist der Prozess nur die zivilisierte Fassade uralter Intrigen und kreativer Grausamkeiten, ersonnen von gelangweilten, übernatürlichen Sadisten. Schnell geraten alle, die Anita und Jean-Claude wichtig sind, in Gefahr. Hat der Rat vielleicht sogar mit den Brandanschlägen zu tun, die Vampiretablissements in ganz St. Louis treffen? Anita muss sie so schnell wie möglich loswerden. Verantwortung zu übernehmen, kann manchmal ziemlich nerven.

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M.L. Rio – If We Were Villains

Das Theater ist ein wesentlicher Bestandteil im Leben der Amerikanerin M.L. Rio. Ihre erste Rolle übernahm sie in der ersten Klasse, entdeckte kurz darauf Shakespeares Stücke und entwickelte eine unsterbliche Leidenschaft für ihn. Sie studierte Englisch und Dramatik und zog nach ihrem Abschluss nach London, um am renommierten King’s College ihren Master in Shakespeare Studies zu machen. 2016 gewann sie zum 400. Todestag Shakespeares eine Reise zu Hamlets dänischem Schloss Kronborg und war die erste Person, die dort seit 100 Jahren übernachtete. Rio ist ein Shakespeare-Nerd. In den ersten Semestern ihres Masterstudiums begann sie, ihren Debütroman zu schreiben, der sowohl ihrer Begeisterung fürs Theater als auch für den alten Barden Ausdruck verleiht: „If We Were Villains“.

„Das Leben ist eine Bühne“ – für Oliver Marks und seine Freunde war dieses Sprichwort Realität. Ihre exklusive Ausbildung an der elitären Dellecher Kunsthochschule überzeugte sie davon, sich als Erben Shakespeares zu verstehen. Glorreiche Tage voller Verse und Dekadenz. Sie lebten und atmeten ihre Rollen, nahmen sie in Besitz, bis ihre Rollen auch von ihnen Besitz ergriffen. Sogar abseits der Bühne verkörperten sie die Charaktere, denen sie Leben einhauchten. Ihre Leidenschaft schweißte sie zusammen. Sie waren unzertrennlich, unbesiegbar. Doch in ihrem Abschlussjahr entflammte eine nie gekannte Rivalität. Ihre Lehrer_innen änderten die Besetzung und provozierten einen Konkurrenzkampf, der ihre Gemeinschaft vergiftete. Aus Freunden wurden Feinde und eines Morgens war ein Mitglied ihrer Clique tot. 10 Jahre später wird Oliver aus dem Gefängnis entlassen und kehrt nach Dellecher zurück, um die Wahrheit zu offenbaren. Noch einmal durchlebt er seine schmerzvollen Erinnerungen an die überreizten Monate, die in einer katastrophalen Tragödie endeten. Hat er das furchtbare Verbrechen, für das er büßte, wirklich begangen?

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Verfasst von - 12. September 2018 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Hallo ihr Lieben! 🙂

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Jahr habe ich – aus verschiedenen privaten Gründen – wesentlich länger für den Jahresrückblick gebraucht als sonst, aber nun ist es vollbracht! Ich bin bereit, gemeinsam mit euch einen kritischen Blick zurück auf das vergangene Jahr 2017 zu werfen und munter zu analysieren, was ich wann wie gelesen habe.
Die alten Hasen unter euch kennen den Aufbau meines jährlichen Rückblicks bereits: zuerst spielen wir mit Statistiken herum, jonglieren mit Zahlen und beurteilen anhand einiger Infografiken, die ich in präziser Fummelarbeit bei Piktochart.com erstellt habe, inwiefern sich mein Leseverhalten 2017 im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Wir befassen uns mit jeder Kategorie einzeln; ich werde ein paar Worte dazu sagen und die Diagramme für euch interpretieren.

Danach folgt der spaßige Part. Wir bewerten 2017 auf der emotionalen Ebene. In den letzten beiden Jahren habe ich hierfür das Formular von Martina Bookaholics ausgefüllt, die mit detaillierten 30 Fragen nach unseren Leseerlebnissen des vergangenen Jahres forschte. Leider hat Martina für 2017 offenbar kein neues Formular erstellt (ich habe jedenfalls nichts gefunden), was vermutlich daran liegt, dass ihre Familie Nachwuchs bekommen hat. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite! Allerdings haben sich die Fragen von 2015 zu 2016 nicht verändert, also nehme ich einfach mal an, dass das für 2017 auch nicht der Fall gewesen wäre und beantworte noch einmal die Fragen des letzten Jahres. Das einzige, worauf wir verzichten müssen, ist Martinas schicker Header. Aber keine Sorge, ich habe dafür selbst einen gebastelt. 😉

Bringt eure Sitze in eine aufrechte Position, klappt die Tische hoch und schnallt euch an – los geht die rasante Reise durch das vergangene Jahr 2017!

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Verfasst von - 23. Januar 2018 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Ursula K. Le Guin – Erdsee

Obwohl ich kürzlich feststellte, dass Frauen in der erwachsenen High Fantasy unterrepräsentiert sind, gibt es doch den einen oder anderen bedeutenden weiblichen Namen, der mit diesem Genre verbunden ist. Ursula K. Le Guin sollte diese Namensliste möglicherweise anführen. Kaum eine andere Autorin kann sich auf die Fahnen schreiben, so viel für die weibliche Fantasy und Science-Fiction geleistet zu haben. Kaum eine andere Autorin wird ehrfurchtsvoll mit Tolkien verglichen. Ihre „Erdsee“-Saga wurde mir vor Jahren von meiner Mutter vermacht. Der Sammelband „Erdsee“ enthält die ersten drei Romane: „Der Magier der Erdsee“, „Die Gräber von Atuan“ und „Das ferne Ufer“. Ich beschloss, alle drei direkt nacheinander zu lesen.

Dies sind die Geschichten von Sperber, dessen wahrer Name Ged lautet. Es sind die Abenteuer eines jungen Ziegenhirten, der zum mächtigsten Zauberer in ganz Erdsee wurde. Eine Geschichte erzählt von seiner Jugend, in der er sich der Angst selbst stellte und sie in ihre Schranken wies. Eine weitere berichtet von seinen Wanderjahren, während derer er weit in den Osten reiste, um seinem Land Frieden zu bringen und eine junge Frau kennenlernte, die das Licht in sich trug, obwohl sie für die Dunkelheit geschaffen wurde. Die letzte enthüllt die Kunde seiner schwersten Stunde, als er auszog, das Gleichgewicht des Lebens wiederherzustellen und das Reich der Toten betrat. Es sind Geschichten von Mut, tiefer Freundschaft und unvorstellbaren Opfern. Lauscht ihren Worten und folgt Ged nach Erdsee, in eine Welt, die von Magie geformt wurde und in der Drachen noch immer lebendig sind.

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Verfasst von - 22. August 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Laurell K. Hamilton – Circus of the Damned

Die „Anita Blake“-Reihe ist der umfangreichste Mehrteiler, den ich kenne. Laurell K. Hamilton schreibt seit 24 Jahren daran. Im Schnitt erscheint jedes Jahr ein neuer Band. Mittlerweile besteht die Hauptreihe aus 25 Bänden, Nummer 26 befindet sich aktuell im Lektorat und soll 2018 erscheinen. Rechnet man die Kurzgeschichten hinzu, bewegen wir uns steil auf ein Gesamtwerk von 30 Bänden zu. Ich weiß ehrlich nicht, wie Hamilton das macht. Hat sie denn nie genug von Anita? Ich liebe Anita sehr, aber ich kann mir nicht vorstellen, mich ein Vierteljahrhundert lang ständig mit ihr zu beschäftigen. Glücklicherweise muss ich das auch nicht, sondern kann sie besuchen, wann immer mir danach ist.

Eine blutleere Leiche im Morgengrauen zu untersuchen, gehört nicht gerade zu Anita Blakes bevorzugten Arten, einen neuen Tag zu beginnen. Die Bissspuren am Körper des Toten deuten darauf hin, dass dieser das Opfer von fünf Vampiren wurde: ein Meister und seine Gefolgschaft. Hält sich ein neuer Meister in St. Louis auf, weiß der Meister der Stadt darüber Bescheid. Anita muss mit Jean-Claude sprechen, obwohl sie sich lieber den rechten Arm abhacken würde, als ihn aufzusuchen, seit sie von seinem Plan weiß, sie zu seiner menschlichen Dienerin zu machen. Sie ist die einzige, die Informationen aus ihm herauskitzeln kann, um weitere Morde zu verhindern. Keinesfalls darf er den Gewissenskonflikt bemerken, der in ihr tobt. Denn nur Stunden zuvor wurde sie bedrängt, Jean-Claudes Identität und Schlafplatz einer radikalen Anti-Vampir-Bewegung preiszugeben. Sie weigerte sich, doch die Zweifel nagen an ihr. Ohne Jean-Claude wäre sie frei. Kann sie es verantworten, ihn aus persönlichen Gründen ans Messer zu liefern?

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Lev Grossman – The Magician King

Wenn ich einen Blick auf die Liste der Menschen werfe, die Lev Grossmann interviewte, bleibt mir die Luft weg. Beispiele? Steve Jobs, Salman Rushdie, J.K. Rowling und – haltet euch fest – Johnny Cash. Ich bin sowas von neidisch. Es scheint zu stimmen, dass ein Harvard-Abschluss alle Türen öffnet. Ich finde es sympathisch, dass sich Grossman trotzdem nicht zu schade ist, Fantasy zu schreiben. „The Magician King“ ist der zweite Band seiner Trilogie „The Magicians“ und führt die Geschichte des Zauberlehrlings Quentin Coldwater weiter.

Fillory ist ein magisches Paradies, in dem Quentin Coldwaters Träume Realität wurden. Seit Janet, Eliot und Julia ihn aus seinem jämmerlichen Dasein auf der Erde befreiten und in das Land seiner Lieblingsromane entführten, erlebt Quentins die reinste Utopie. In Fillory ist er kein Versager, sondern ein König. Und doch… Irgendetwas fehlt. Mit den bequemen Annehmlichkeiten des Throns schlichen sich Langeweile und Monotonie in Quentins Leben. Er verzehrt sich nach einer Aufgabe, einem Abenteuer, neuen Herausforderungen. Als sich herausstellt, dass der äußerste Zipfel des Königreichs jahrelang keine Steuern zahlte, ergreift Quentin die Gelegenheit, endlich mal rauszukommen. Unterstützt von Julia stattet er ein Schiff aus und sticht in See. Auf ihrer Reise erfahren sie von einem magischen Schlüssel, der angeblich die Welt aufzieht. Quentin ist sofort Feuer und Flamme: der Schlüssel ist seine Quest! Doch dieser birgt eigene Geheimnisse und schon bald verwandelt sich Quentins heiß ersehntes Abenteuer in einen Albtraum. Sei vorsichtig mit deinen Wünschen – sie könnten wahr werden.

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