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Montagsfrage: Meinungsänderungen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Am Wochenende ist Ostern. In Berlin bedeutet das natürlich kaum mehr als Schokoladenosterhasen in den Regalen, bunte Eier überall und freie Tage, da der christliche Glaube hier kaum praktiziert wird, aber ich wüsste gern, wie ihr Ostern feiert. Besucht ihr eine Kirche? Sucht ihr Eier? Stopft ihr euch mit Schoki voll? Außerdem habe ich überlegt, ob es eigentlich österliche Literatur gibt. Grundsätzlich lesen einige von euch ja gern saisonal, trifft das auch auf dieses Fest zu? Erzählt mir doch, ob ihr eure Lektüre passend dazu auswählt und falls ja, welche Bücher das sind. Ich bin wirklich neugierig! 🙂
Während ihr noch über Ostern grübelt, widme ich mich schon mal der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Gibt es einen Autor oder eine Autorin, den/die du früher sehr bewundert hast, heute aber kritischer siehst?

Bewunderung ist vermutlich ein zu starkes Wort, aber meine Meinung von James Frey hat sich maßgeblich verändert, seit ich herausgefunden habe, wie er junge Autor_innen behandelt. Ihr kennt ihn vielleicht durch seine YA-Trilogie „Endgame“, mir hingegen fiel er als Autor der „Lorien Legacies“ auf, der sich hinter dem Pseudonym Pittacus Lore verbirgt. Die Geschichte seiner Karriere ist lang und kompliziert. Ich möchte hier nicht allzu weit ausholen, doch ein paar Fakten muss ich bereitstellen, damit ihr versteht, wieso ich diesen Mann dermaßen abstoßend finde, dass ich ihn auf meine persönliche schwarze Liste gesetzt habe.

James Frey wurde berühmt durch seine Autobiografie „A Million Little Pieces“. Bestseller, internationale Aufmerksamkeit, ein Auftritt bei Oprah, das ganze Paket. Dann wurde allerdings bekannt, dass dieses Buch gar nicht so autobiografisch ist, wie Frey behauptete. Einige Schlüsselszenen, die sich mit seiner angeblich kriminellen Vergangenheit und seinem Drogenentzug beschäftigen, sind hemmungslos ausgeschmückt und übertrieben. Frey hatte gelogen, im großen Stil. Ihm schlug eine Welle der Empörung entgegen; er wurde mehr oder weniger aus dem literarischen Geschäft in den USA verbannt. Frey verkraftete diesen Rückschlag sehr schlecht. Er zog sich eine Weile zurück, war verletzt, gedemütigt und zornig, weil sein Traum, ein beachteter Autor zu werden, geplatzt war.

Nach einer Phase des Schmollens beschloss Frey, zurückzuschlagen und sich an der gesamten Buchbranche zu rächen. Er gründete die Firma Full Fathom Five. Dieses Unternehmen funktioniert als eine Art Literaturwerkstatt: Autor_innen sind dort angestellt und produzieren hochkommerzielle, marktorientierte Bücher im YA-Segment, die den Mainstream-Geschmack befriedigen, ohne über irgendeinen Mehrwert zu verfügen. Es sind Geschichten, die Geld drucken, statt zu berühren. Dieses Geschäftsmodell widerspricht selbstverständlich meinen romantischen Vorstellungen von der Entstehung von Literatur, aber es ist per se kein Teufelswerk. Im Gegenteil, ich verstehe, dass ein Job bei Full Fathom Five jungen Autor_innen attraktiv erscheint, um sich erst einmal einen Namen zu machen und sich ein finanzielles Polster zu schaffen. Deshalb lehne ich James Frey nicht ab. Mein Problem besteht in den Verträgen, die dort mit aufstrebenden Schriftsteller_innen geschlossen werden/wurden.

Wer für Full Fathom Five schreibt, verkauft seine Seele. Die Kontrolle liegt beim Unternehmen, nicht bei den Autor_innen. Sie treten alle Urheberrechte ab, müssen Änderungswünsche minutiös und punktgenau umsetzen, werden unterirdisch bezahlt, haben keine Entscheidungsgewalt bezüglich der Verwendung von Pseudonymen und so weiter und so weiter und so fort. Meiner Meinung nach ist Full Fathom Five ein Ausbeuterbetrieb, der die Träume von Nachwuchsschriftsteller_innen ausnutzt. Ich finde das zutiefst verwerflich, abscheulich und ethisch fragwürdig. James Frey hat meiner Ansicht nach überhaupt kein Interesse daran, jungen Talenten bei den ersten Schritten auf dem Weg zu ihrer großen Karriere zu helfen. Er will Geld scheffeln und der Buchbranche, die ihn schlecht behandelte, so viel nichtssagende Literatur in den Rachen stopfen, bis sie daran erstickt. Das ist menschlich die allerunterste Schublade und damit möchte ich nichts zu tun haben. Deswegen lese ich grundsätzlich keine Bücher mehr, die von Full Fathom Five auf den Markt geworfen werden und versuche, die Wahrheit über James Frey so weit wie möglich zu verbreiten.

Falls ihr euch für die gesamte Geschichte interessiert, möchte ich euch meine Beitragsserie aus 2016 ans Herz legen, in der ich detailliert beschreibe, wie James Frey von einem Bestseller-Autor zum Enfant terrible der US-amerikanischen Buchbranche wurde, wann und wie er Full Fathom Five gründete und wie die Arbeitsbedingungen dort aussehen (oder aussahen, es ist nicht klar, ob sich die Vertragsklauseln gelockert haben):

James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #1: Münchhausens Erbe
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #2: Literatur vom Fließband
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #3: Full Fathom Five – Ein Ausbeuterbetrieb?
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #4: Die Rache eines Bad Boys

Welche Autor_innen seht ihr heute völlig anders als früher?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabulösen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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[Rund ums Buch] Lieber Verlag blanvalet, …

Hallo ihr Lieben 🙂

Morgen werde ich die Doppelrezension zu „Die Stadt des blauen Feuers“ und „Tod eines Gottes“ (Das Spiel der Götter #8) von Steven Erikson veröffentlichen. Ich habe beim Schreiben dieser Besprechung wieder einmal alle üblichen Vorgaben ignoriert und einfach aufgeschrieben, was mir durch den Kopf ging, ohne mich zum Beispiel um die Zeichenanzahl zu kümmern. Als ich die Inhaltsangabe fertig hatte, setzte ich mich an die Einleitung. Normalerweise verzichte ich für die Rezensionen von „Das Spiel der Götter“ mittlerweile auf Trivia-Infos, weil die zahlreichen Bände für sich selbst sprechen und meine Texte ohnehin lang genug werden, aber dieses Mal hatte ich aus aktuellem Anlass etwas auf dem Herzen. Ich begann, zu tippen und musste einige Stunden später einsehen, dass meine Einleitung viel zu umfangreich geworden war. Das war keine Einleitung. Das war ein eigener Beitrag. Deshalb habe ich beschlossen, diesen heute der morgigen Rezension voranzustellen. Ich muss mir etwas von der Seele reden und ich finde das Thema wichtig, darum lasse ich euch an meinen Gedanken teilhaben. Ich muss schimpfen – wo könnte ich das besser, als hier?

Die originale, englische Version von „Das Spiel der Götter“ wurde im Frühjahr 2011 mit dem Erscheinen des finalen Bandes „The Crippled God“ abgeschlossen. Für alle, die so ihre Schwierigkeiten mit Zahlen haben (wie ich), das ist 8 Jahre her. Der deutsche Verlag blanvalet begann 2012, eine schicke Neuauflage der Reihe zu veröffentlichen. Das ist 7 Jahre her. Bis heute ist die Reihe auf Deutsch nicht abgeschlossen. Dank der Teilung der zehn englischen Originalbände, die den ersten Band allerdings nicht betraf, sind aktuell 16 der 19 geplanten Bände erschienen. Das heißt, es fehlen noch immer anderthalb Bände der ursprünglichen Reihe. In den sieben Jahren seit der Neuveröffentlichung von „Die Gärten des Mondes“ schaffte es blanvalet nicht, eine vollständige, existierende Reihe zu übersetzen und auf den Markt zu bringen.

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Anita Terpstra – Die Braut

Laut Amnesty International wurden in den USA seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 1.465 Menschen hingerichtet. Am 01. Juli 2017 gab es 2.817 Todeszelleninsassen, darunter 53 Frauen. Die Todesstrafe in den USA ist ein Thema, das mich seit Jahren begleitet. Für mich sind staatlich sanktionierte Hinrichtungen nicht nur eine Frage von Richtig oder Falsch, obwohl ich mich als Gegnerin verstehe. Es ist ein komplexes moralisch-ethisches Dilemma, über das ich in Abständen immer wieder grübele. 2018 beschloss ich, mich der Thematik durch den Thriller „Die Braut“ von der niederländischen Autorin Anita Terpstra, den ich als Rezensionsexemplar von Random House erhielt, aus einer anderen Perspektive zu nähern. Ich wollte herausfinden, was Frauen bewegt, eine Beziehung mit einem Todeszelleninsassen einzugehen.

Viele junge Mädchen malen sich ihre Hochzeit aus. Für einige wird ihr Traum eines Tages wahr. Für Mackenzie Walker nicht. Sie heiratet ihren Verlobten Matt Ayers in einem winzigen schmucklosen Raum. Gäste sind nicht gestattet. Vor den Fenstern befinden sich Gitter und nach der Zeremonie wird Matt zurück in eine Zelle geführt. Matt ist ein Gefängnisinsasse im Todestrakt. Niemand begreift, warum Mackenzie einen Mann ehelicht, dem vorgeworfen wird, mehrere junge Frauen entführt, gefangen gehalten und gefoltert zu haben. Ihr schlagen Unverständnis und purer Hass entgegen, sie erhält Drohungen. Aber Mackenzie lässt sich nicht einschüchtern und versucht, die Polizei davon zu überzeugen, in eine andere Richtung zu ermitteln. Als ihre Bemühungen fehlschlagen, trifft sie einen waghalsigen Entschluss: sie wird Matt aus dem Gefängnis holen. Ein Ausbruch ist ein riskantes Unternehmen. Noch riskanter wäre es jedoch, ihn in der Todeszelle auf seine Hinrichtung warten zu lassen. Denn für Mackenzie hängt alles davon ab, dass ihr Ehemann überlebt…

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Verfasst von - 26. März 2019 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Michael Schreckenberg – Der Finder

Deutsche Autor_innen zu recherchieren ist oft eine ermüdende Angelegenheit. Die schreibende Zunft unseres Landes scheint schüchtern zu sein: Websites sind schlicht und professionell gehalten, Wikipedia-Artikel enthalten kaum mehr als die Randdaten. Um etwas über die Persönlichkeit des Autors oder der Autorin herauszufinden, muss man mühsam mit der Lupe suchen. Nicht so Michael Schreckenberg. Der Autor des postapokalyptischen Romans „Der Finder“ ist freigiebig mit seinen Gedanken. Er führt einen Blog namens schreckenbergschreibt, in dem er über alles fachsimpelt, was ihn beschäftigt – häufig politische und gesellschaftliche Themen. Ich finde das großartig. Nicht nur schwingen wir in unseren Überzeugungen voll auf einer Wellenlänge, ich verstehe jetzt auch viel besser, wieso „Der Finder“ so und nicht anders genau diese Geschichte erzählt. Weiter so, Herr Schreckenberg! Die ganzen Likes sind übrigens von mir. 😉

Zuerst bemerken sie die Stille. Die gespenstische Abwesenheit menschlicher Geräusche. Dann begreifen ihre Augen, was ihre Ohren längst wissen: sie sind allein. Alle Menschen sind verschwunden. Ganz plötzlich, von heute auf morgen. Nur eine kleine Gruppe Hinterbliebener sammelt sich in Leverkusen. Sie sind keine Fremden. Sie kennen einander seit vielen Jahren. Sie entscheiden, zu überleben. Sie verlassen die Städte, ziehen ins Bergische Land und errichten eine neue, einfachere Zivilisation. Alle bringen sich ein, leisten, was sie können. Daniel ist der Finder ihrer Gemeinschaft. Es ist seine Aufgabe, zu finden, was übrigblieb. Nützliche Gegenstände, kleine Hoffnungsträger, andere Überlebende. Antworten. Doch seine einsamen Reisen sind nicht ungefährlich. Nacht für Nacht erwacht tief im Wald ein unsichtbares Übel mit bestialischem Geheul. Und es kommt näher…

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Verfasst von - 12. März 2019 in Dystopie, Rezension, Science Fiction

 

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[Rund ums Buch] 5 Minuten bis zur Abfahrt nach Hogwarts!

Hallo ihr Lieben! 🙂

Am 17.11.2018 (Samstag) habe ich mit meiner Familie und ein paar Freunden einen Ausflug unternommen. Nach Hogwarts. In Potsdam-Babelsberg. Huch, ist Harrys Zauberschule etwa umgezogen? Nein. Die befindet sich wahrscheinlich immer noch versteckt irgendwo auf der britischen Insel. Wenn man nur wüsste, wo… 🤔 Einen Hauch Hogwarts durfte ich dennoch erleben, denn die Wanderausstellung „Harry Potter: The Exhibition“ gastiert zur Zeit auf dem Gelände des Filmpark Babelsberg. Die Ausstellung, die bisher vor allem durch die USA, Australien und Asien tourte, war 2014 schon einmal in Deutschland, damals allerdings in Köln. Besucher_innen können sich von Originalrequisiten und -kulissen der acht „Harry Potter“-Filme verzaubern lassen, Fotos schießen, das eine oder andere interaktive Element ausprobieren und für kurze Zeit ganz in die Welt des beliebten Zauberschülers abtauchen.

©Warner Bros. Entertainment Inc. Harry Potter Publishing Rights ©JKR

Meine Schwester war diejenige, die mir erzählte, dass die Ausstellung im Oktober 2018 nach Potsdam kommen würde. Das war irgendwann im Sommer und ich war damals nicht sicher, ob ich sie sehen wollte oder nicht. Die Filme sind für mich bei weitem nicht so wichtig wie die Bücher. Ende September fragte sie dann noch einmal, ob ich mit wollte und ich beschloss, mich anzuschließen. Ein schöner Nachmittag würde garantiert herausspringen. Wir einigten uns auf ein Datum und sie orderte Tickets für alle in unserer Gruppe. Die Ticketpreise variieren je nachdem, ob man die Ausstellung unter der Woche oder am Wochenende besucht und ob man Anspruch auf eine Ermäßigung hat (für Studierende gilt das, yay!). Sie bewegen sich zwischen 15 und 25€ und können via ticketmaster bestellt werden. Bei der Bestellung muss man sich für ein Zeitfenster entscheiden, da Gäste im Viertelstundentakt eingelassen werden, um einen flüssigen Besuch zu gewährleisten und Überfüllung zu vermeiden. Nun hatten wir unsere Tickets und die Vorfreude stieg. Am 17.11. machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg nach Babelsberg, um der Welt von „Harry Potter“ um 15 Uhr einen Besuch abzustatten.

Wie war es, zwischen lauter HP-Paraphernalien zu flanieren? Wie fühlte es sich an, in Hagrids übergroßem Sessel zu sitzen, echte Quidditch-Ausrüstung zu bestaunen und sich die Nasen an zahlreichen Vitrinen voller Dokumente, Zauberstäbe, Kleidungsstücke und unvergesslicher Erinnerungsstücke der Filme plattzudrücken? Heute berichte ich euch von meinem Ausflug nach Hogwarts und beantworte die Frage, die vermutlich alle Potterheads beschäftigt: lohnt sich der Besuch der Ausstellung?

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Das gebrauchte Ü-Ei: Will jemand einen Flachmann verstecken?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Die Montagsfrage ist noch immer im Umzugsurlaub, daher habe ich heute leider keine spannenden Antworten für euch. Stattdessen werde ich euch eine kleine Anekdote erzählen, die mir letzte Woche passiert ist und die mich so schockierte, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte.

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Emmy Laybourne – Monument 14

Bevor Emmy Laybourne Schriftstellerin wurde, arbeitete sie als Komikerin, Drehbuchautorin und Schauspielerin. Als ich ihren Debütroman „Monument 14“ kaufte, war mir nicht klar, dass ich sie durch ihre Vergangenheit beim Film bereits kannte. Sie spielte in dem 1999er Film „Superstar“ neben Will Ferrell und Molly Shannon die Rolle der „sozial unbeholfenen“ Helen Lewengrub. Ich erinnere mich, dass ich mir die überdrehte, absurde Komödie vor Jahren ansah, weil nichts Besseres lief. Es ist kein besonders guter Film, aber ich finde es interessant, eine Vorstellung davon zu haben, was Emmy Laybourne trieb, bevor sie „Monument 14“ schrieb, das glücklicherweise überhaupt nichts mit „Superstar“ gemein hat.

Als die zivilisierte Welt in einem Hagelsturm unterging, saß Dean im Schulbus. Er verdankt es nur dem beherzten Eingreifen einer mutigen Busfahrerin, dass er den Beginn der Katastrophe überlebte. Sie brachte ihn und 13 weitere Kids zwischen Kindergarten- und High-School-Alter in einem Megastore in Sicherheit. Sie verließ ihre Schützlinge, um Hilfe zu holen. Sie kehrte nicht zurück. Auf sich selbst gestellt obliegt es nun Dean und den älteren Kindern, sich um die jüngeren zu kümmern und zwischen Haushaltswaren, Elektronikartikeln und Food-Court den Anschein von Normalität aufrechtzuerhalten. Doch der Hagelsturm war erst der Anfang. Außerhalb der Mauern des Megastores häufen sich die Schreckensnachrichten. In ihrem Versteck ist die kleine Gruppe Überlebender außer Gefahr. Sie könnten die Situation aussitzen und darauf hoffen, vielleicht eines Tages gerettet zu werden. Können sie sich damit abfinden, zugunsten ihrer eigenen Sicherheit nicht zu wissen, ob ihre Familien noch am Leben sind und sie möglicherweise lange Zeit nicht wiederzusehen?

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Susie Orbach – Bodies: Schlachtfelder der Schönheit

Susie Orbach ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Psychoanalyse und der Psychotherapie. Als Expertin für Essstörungen und das enge Verhältnis von Körper und Selbstwertgefühl führt sie seit Jahrzehnten eine Praxis in London, gründete 1976 das „Women’s Therapy Centre“, veröffentlichte mehrere Bücher (darunter der Bestseller „Anti-Diät-Buch“) und behandelte Prinzessin Diana wegen ihrer Bulimie. Sie ist eine engagierte Feministin, die unermüdlich die Prozesse unserer Gesellschaft demaskiert, die unser Körpergefühl zielgerichtet unterminieren, Unsicherheiten bewusst provozieren, aus selbigen profitieren und uns in einen Krieg gegen den eigenen Körper treiben. Sie trug entscheidend zur feministischen Debatte bei, in der das Empfinden von Körperlichkeit heute mehr denn je als essenzieller Faktor für die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit angesehen wird.

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Aslı Erdoğan – Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch

Wie gut kennt ihr euch mit der aktuellen politischen Situation in der Türkei aus? Versteht ihr, was dort zurzeit passiert? Begreift ihr, warum der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf hervorragende Zustimmungswerte in der Bevölkerung blickt, obwohl ihm von westlichen Ländern der Status eines Diktators und menschenrechtsverletzende Politik vorgeworfen wird?
Ich habe die Nachrichten aus der Türkei stets aufmerksam verfolgt, habe versucht, zu erfassen, was in diesem Land am Bosporus geschieht. Ich habe die Bilder der Putschnacht vom 15. zum 16. Juli 2016 gesehen und den Prozess gegen Jan Böhmermann beobachtet. Ich erlebte, wie die Meinungsfreiheit mehr und mehr eingeschränkt wurde. Immer öfter trudeln Meldungen von verhafteten Deutschen ein, denen vorgeworfen wird, eine terroristische Vereinigung zu unterstützen. Sie sitzen heute in den gleichen Gefängnissen ein, in denen türkische Akademiker_innen, Journalist_innen und unbequeme Staatsangestellte inhaftiert sind. Ich setzte mich mit diesen Nachrichten auseinander – doch völlig verstanden habe ich sie nicht. Keine der Mitteilungen vermochte es, mir zu erklären, wieso sich die Türkei plötzlich in einen rückständigen Staat verwandelt und Niemand. Etwas. Dagegen. Unternimmt.

Dieser Eindruck täuscht. Es gibt sehr wohl zahllose Menschen, die sich gegen die Regierung Erdoğans auflehnen – wir kriegen das hier in Deutschland nur nicht ausreichend mit. Die Verhaftungen erscheinen uns willkürlich, dabei sind sie für den türkischen Präsidenten ein praktikables Mittel, seine politischen Kritiker_innen mundtot zu machen. Eine von ihnen ist die Schriftstellerin Aslı Erdoğan, die bis August 2016 für die kurdisch-türkische Zeitung Özgür Gündem arbeitete. Sie wurde verhaftet, weil ihr „Propaganda für eine illegale Organisation“, „Mitgliedschaft bei einer illegalen Organisation“ und „Volksverhetzung“ vorgeworfen wurde. Ihre Kolumnen und Essays sind hochpolitisch; sie spricht sich seit Jahren aktiv für die kurdische Minderheit in der Türkei aus und verarbeitet ihre Empfindungen literarisch. Ihr Schaffen ist preisgekrönt, doch da sie regierungskritisch ist, kann sie ihre Texte seit ihrer Verhaftung nicht mehr in der Türkei veröffentlichen. Stattdessen nahm sich der deutsche Verlag Knaus ihren Werken an. Im März 2017 erschien dort eine Sammlung ihrer Essays unter dem Titel „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“, angedickt mit einem Vorwort des türkischstämmigen Bundesvorsitzenden der Partei Bündnis 90/Die Grünen Cem Özdemir.

Ich stolperte auf der Arbeit über dieses Buch. Einige von euch wissen mittlerweile, dass ich bei der größten deutschen überregionalen Tageszeitung mit den vier Buchstaben angestellt bin. Ja, genau die. In den Tiefen unseres Systems entdeckte ich einen Artikel, der die bald anstehende Veröffentlichung der Essay-Sammlung thematisierte und das Vorwort von Cem Özdemir abbildete. Ich las es und hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass mir dort jemand wirklich begreiflich machen konnte, warum sich die politische Situation in der Türkei in einer schwer aufzuhaltenden Abwärtsspirale befindet und wieso Präsident Erdoğan von der Mehrheit seines Volkes glühend verehrt wird, obwohl er aus deutscher Sicht ein Despot ist. Ich sah eine Möglichkeit, endlich Antworten auf all meine Fragen zu erhalten, den historischen Zusammenhang zu verstehen und darüber hinaus der Stimme einer Systemgegnerin zu lauschen. Der Knaus Verlag gehört zur Random House Gruppe, also bat ich um ein Rezensionsexemplar von „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“ beim Bloggerportal von Random House. Meine Anfrage wurde angenommen.

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Verfasst von - 4. Oktober 2017 in Non-Fiction, Politik, Rezension

 

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Arne Dahl – Neid

Der schwedische Autor Arne Dahl heißt eigentlich Jan Lennert Arnald. Ich vermute, dass er ein weiches Pseudonym nutzt, weil er seine schriftstellerische Tätigkeit von seiner Arbeit als Literaturwissenschaftler für die Schwedische Akademie, die jährlich den Nobelpreis für Literatur vergibt, trennen will. Aktuell gehört Arnald nicht zum Nobelkomitee und ich konnte leider nicht herausfinden, ob er in der Vergangenheit mit der Auswahl der Preisträger betraut war, aber die Vorstellung ist schon ziemlich cool.
Sein Pseudonym Arne Dahl, das meiner Ansicht nach übrigens wesentlich einprägsamer ist als Jan Lennert Arnald, kenne ich als Autor der politischen Thriller-Reihe „Opcop“, auf die mich mein Vater 2015 aufmerksam machte. Vom dritten Band „Neid“ erwartete ich erneut eine spannende, extrem intelligente Handlung voller politischer Implikationen.

Einem dänischen Wissenschaftler wird in Stockholm auf offener Straße die Kehle durchgeschnitten. Der Mord gleicht einer Hinrichtung, brutal, provokant und inszeniert. Der wichtigste Zeuge floh unbemerkt vom Tatort: ein rumänischer Bettler, der das Smartphone des Toten an sich nahm und jetzt im Besitz hochsensibler Daten ist, die ihn ebenfalls das Leben kosten könnten. Leider will der europäischen Operativeinheit Opcop niemand verraten, an welchem geheimen, brisanten Projekt der Wissenschaftler zuletzt arbeitete. Der verschwundene Rumäne ist ihre beste Spur, da Opcop bereits mit Hochdruck gegen die Bettlermafia und den europäischen Menschenhandel ermittelt.
Währenddessen wird die französische EU-Parlamentarierin Marianne Baillard mit kompromittierenden Fotos erpresst und bedroht. Sie plant, einen Gesetzesentwurf auf den Weg zu bringen, der ganz Europa verändern würde. Wer würde über Leichen gehen, um sie aufzuhalten?
Irgendwie sind beide Fälle miteinander verbunden. Nun liegt es bei der Opcop-Gruppe, herauszufinden, welche Parallelen bestehen, bevor weitere Menschen sterben.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 25. Juli 2017 in Politik, Rezension, Thriller

 

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