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Montagsfrage: Kindheitsschätze?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir machen den heutigen Feiertag zum Wasch- und Badetag! Mal davon abgesehen, dass ich demnächst selbst unter die Dusche springe und später eine Waschmaschine mit heller Wäsche anschmeiße, ist die Prinzessin heute fällig. Chilli wird heute gebadet. Ich schiebe das immer ziemlich lange vor uns her und zögere es so weit wie möglich hinaus, weil es für alle Beteiligten eine recht unerfreuliche Angelegenheit ist. Chilli hasst es, nass zu werden. Sie findet Wasser nur zum Trinken okay. Nun ist sie mittlerweile ja kein junger Hüpfer mehr und erträgt ihr halbjähriges Bad mit so viel stoischer Würde, wie sie aufbringen kann, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie aktiv teilnehmen würde. Nein, ich könnte genauso gut ein Brett abschrubben. Sie lässt es über sich ergehen, doch egal, ob ich ihr mit Engelszungen gut zurede oder ihr einen Besuch im Tierheim androhe, sie hilft nicht mit. Am Ende sind wir dann meistens beide nass. Aber was macht das schon, wenn das Wetter so schön ist? 🙂
Vor dem großen Planschen möchte ich jetzt allerdings erst mal die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten:

Erinnerst du dich an ein Buch, das du als Kind/Teenager sehr oft gelesen hast?

Neben „Harry Potter“? 😀 Ich habe als Kind und auch als Teenager Bücher oft mehrfach gelesen, weil mein Interesse am Lesen noch nicht zielgerichtet war. So etwas wie einen SuB hatte ich damals nicht und mir ist erst spät aufgegangen, dass ich mich selbstverständlich an der Bibliothek meiner Eltern frei bedienen konnte. Also habe ich die Bücher, die ich mochte, einfach wieder und wieder gelesen. Ich glaube, das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe, ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Dieses Kinderbuch ist schon immer ein Teil meines Lebens. So lange ich mich zurückerinnern kann, war Timm für mich da. Erst las meine Mutter mir daraus vor, später konnte ich ihn selbst besuchen, wann immer mir danach war. Das war oft der Fall, da die Geschichte des unglücklichen kleinen Jungen, der sein Lachen an den Teufel verkauft, um fortan jede Wette zu gewinnen, seit meiner frühsten Kindheit eine meiner Herzensgeschichten ist. Timm besetzt einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen, den ihm niemand streitig machen kann. Bis heute bin ich überzeugt, dass dieses Buch entscheidend dazu beitrug, dass ich zu einem besseren Menschen heranwuchs, weil es mich sehr früh lehrte, dass es Dinge auf der Welt gibt, die nicht mit Geld aufzuwiegen sind, an denen kein Preisschild hängt und die trotz dessen unbezahlbar sind. Auch heute führt mich mein Weg immer wieder zu Timm zurück und ich kann meiner Mutter gar nicht genug dafür danken, dass sie ihn mir vorstellte, als ich noch zu klein war, um selbst zu lesen.

Welches Buch habt ihr in eurer Kindheit und Jugend wieder und wieder gelesen?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbar sonnigen Start in die neue Woche und natürlich einen entspannten freien Tag!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Dan Wells – Ich will dich nicht töten

Dan Wells wollte High Fantasy-Autor werden. Er schrieb jahrelang Bücher und Kurzgeschichten, ohne sich selbst als Vertreter des Horror-Genres zu verstehen, obwohl all seine Werke einen düsteren Unterton enthielten. Wir verdanken es Brandon Sanderson, dass Wells dieser Düsternis eines Tages nachgab. Ja, DER Brandon Sanderson. Sie sind befreundet, führen gemeinsam den Podcast „Writing Excuses“ und leben beide in Utah. Es wundert mich etwas, dass Wells bisher nicht auf die naheliegende Option zurückgriff, um High Fantasy und Düsternis zu verbinden: Grimdark. Allerdings wäre er in diesem Subgenre vielleicht niemals veröffentlicht worden und ich könnte euch nicht vom dritten Band der „John Cleaver“-Reihe, „Ich will dich nicht töten“, berichten, also war seine Entscheidung für Horrorliteratur möglicherweise Schicksal.

Wie provoziert man eine Dämonin? Man erklärt ihr am Telefon, dass man zwei ihrer Freunde umgebracht hat. Seit John Niemand anrief und sie herausforderte, nach Clayton zu kommen, lauert er darauf, dass sie sich zeigt. Er ist im Nachteil – er hat keine Ahnung, wie sie aussieht oder über welche Kräfte sie verfügt. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als ihren ersten Zug auszuharren. John wartet auf eine Leiche. Als das erste Opfer gefunden wird, kann er es kaum glauben: der ermordete Pfarrer trägt die unverwechselbare Handschrift des Handlangers, eines berüchtigten Serienmörders. John ist überzeugt, dass Niemand die Handlangerin ist und der spektakuläre Mord eine Botschaft für ihn war. Fieberhaft beginnt er, Beweise zu analysieren, um ihre Identität aufzudecken. Von Ehrgeiz erfüllt ist er blind für den riskanten Pfad, den er einschlägt und ignoriert die Warnzeichen, dass er die Menschen, die ihm am meisten bedeuten, in Gefahr bringt…

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Verfasst von - 3. Mai 2018 in Mystery, Rezension, Thriller, Young Adult

 

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Montagsfrage: Eisern durchhalten?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Hach, mein Urlaub bekommt mir hervorragend. Es ist so wundervoll, mal keine Verpflichtungen zu haben und einfach nur in den Tag hineinzuleben. Das habe ich wirklich gebraucht. Deshalb sitze ich jetzt auch noch mitten in der Nacht vor dem Fernseher und schaue mir das späte Football-Spiel an, was ich schon lange nicht mehr tun konnte, weil ich montags fast immer früh aufstehen musste. Vielleicht komme ich dank der freien Tage ja auch sogar noch vor dem Fest in Weihnachtsstimmung. 😉
Da ich ohnehin noch wach bin, möchte ich mich gleich der neusten Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja widmen.

Hast du schon einmal ein Buch einfach nicht zu Ende gelesen, oder kämpfst du dich auf jeden Fall bis zum Schluss durch?

Ich bin sicher, dass ich diese Frage schon mehrfach beantwortet habe, aber ich störe mich nicht daran, mich zu wiederholen. Garantiert habe ich in der Vergangenheit Bücher abgebrochen. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, wann das das letzte Mal der Fall war. Seit ich den wortmagieblog führe, habe ich jedes Buch, das ich ernsthaft begonnen habe, auch ausgelesen, ob es mir nun gefiel oder nicht. Ich schreibe „ernsthaft“, weil es durchaus vorkommt, dass ich ein Buch erst anlese, bevor ich es endgültig als nächste Lektüre auswähle oder es wieder zurück ins Regal stelle. Manchmal sind die Signale meines Bauches, der, wie schon oft betont, die Leseentscheidungen für uns trifft, einfach nicht eindeutig. Dann muss ich erst ein paar Sätze, ein paar Seiten lesen, um zu wissen, ob ich ihn korrekt verstanden habe, aber wenn wir uns einig sind, stelle ich ein Buch erst wieder weg, wenn es ausgelesen und rezensiert ist.

Hin und wieder höre ich von euch, dass ihr es bewundernswert findet, dass ich uneingeschränkt jedes Buch zu Ende lese, selbst diejenigen, die ich furchtbar finde. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit. Ich verstehe alle Bücherwürmer, die sich diese Quälerei nicht antun und ja, manchmal wünschte ich, ich könnte ebenso handeln, doch ich bin noch immer überzeugt, dass ich keine faire Rezension schreiben kann, wenn ich das Buch nicht vollständig kenne. Abbruchberichte wären natürlich eine Alternative, aber irgendwie habe ich diese Option noch nie ernstlich in Betracht gezogen. Seht ihr, hinter meiner rationalen, teilweise zynischen Fassade gedeiht in meinem Herzen klammheimlich eine sensible Pflanze namens Hoffnung. Wann immer ich mit dem Gedanken spiele, ein Buch einfach abzubrechen (oder wütend im hohen Bogen aus dem Fenster zu werfen), ist da diese kleine, piepsige Stimme in meinem Kopf, die zweifelt: „Und was, wenn es noch richtig gut wird?“. Obwohl mir intellektuell völlig bewusst ist, dass sich ein mieses Buch höchstwahrscheinlich nicht plötzlich wie durch ein Wunder in die Lektüre meines Lebens verwandelt, nagt die verschwindend geringe Chance, dass genau das eben doch passieren könnte, unaufhörlich an mir. Ich gebe eine Geschichte nicht vorzeitig auf. Ich verschaffe ihr meist jede Möglichkeit, mich zu überzeugen.

Natürlich klappt das nicht immer. Es gibt Bücher, die ich bereits vor ihrem Ende abschreibe und trotzdem auslese. Manchmal ist es die Faszination des Grauens, die perverse Freude am Unterirdischen, die mich weiterlesen lässt. Es kann unheimlich viel Spaß machen, sich über ein wirklich schlechtes Buch aufzuregen. Lustvoll zu sezieren, warum es denn eigentlich so grauenvoll ist, kann ebenso erfüllend sein wie die Schwärmerei über ein Meisterwerk. Ich gebe zu, dass das dem Autor bzw. der Autorin gegenüber nicht gerade fair ist und es in dieser Hinsicht vielleicht besser wäre, das Buch abzubrechen, aber ich kann einfach nicht anders. Wenn ein Buch so schlecht ist, dass ich es weiterlese, weil es schlecht ist, bin ich meist bereits über Anstand und Zurückhaltung hinaus. Ich bemühe mich zwar, meine Kritik stets begründen und belegen zu können und niemals ausfallend zu werden, doch ich fühle mich auch von der mangelhaften Leistung des/der Schriftsteller_in beleidigt und halte meine Empörung für gerechtfertigt. Wer meine kostbare Lesezeit verschwendet, verdient ein Rezensionsdonnerwetter. Ja, ich weiß, ich lasse zu, dass meine Zeit verschwendet wird. Ich sagte ja, es ist nicht fair.

Glücklicherweise sind enttäuschende Leseerfahrungen mittlerweile allerdings selten. Ich kenne meinen Geschmack. Ich weiß, was mir gefallen könnte und habe (zusammen mit meinem Bauch) ein verlässliches Näschen für vielversprechendes Potential entwickelt. Deshalb kann ich die wenigen Momente, in denen ich mir wünsche, Bücher abbrechen zu können, absolut verkraften.

Über wie viel Durchhaltevermögen verfügt ihr? Lest ihr jedes Buch zu Ende?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch einen entspannten Start in die neue Woche!
Außerdem möchte ich noch kurz erwähnen, dass morgen mein Bloggeburtstag ansteht und sich ein Besuch sicher lohnen wird. 😉
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Christoph Marzi – London

Die „Uralte Metropole“ von Christoph Marzi war für meine Entwicklung als Leserin ebenso wichtig wie „Harry Potter“. Die vier Bücher rund um das Waisenmädchen Emily Laing und die magische Stadt unter London prägten mich maßgeblich. Seit ich sie das erste Mal als Teenager las, bin ich immer wieder zu dieser bezaubernden Geschichte zurückgekehrt. Beim Erscheinen des letzten Bandes „Somnia“ war ich 19. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass Christoph Marzi mir acht Jahre später einen weiteren Band schenken würde. Ich traute meinen Augen nicht, als ich „London“ in der Verlagsvorschau von Heyne entdeckte. Weihnachten, mein Geburtstag und Ostern fielen zusammen. Eine Fortsetzung der Geschichte, die mir so viel bedeutet – ich musste nicht überlegen, ob sie lesen wollte.

Die Welt ist gierig und manchmal verschlingt sie Städte mit Haut und Haaren. Nach einem Besuch in Cambridge wartet Emily Laing auf den Zug nach London. Sie ist müde und traurig, möchte nach Hause, zurück in die Stadt der Schornsteine, wo sie die Ängste eines kleinen Jungen vergessen kann. Doch der Zug kommt nicht. Seltsamerweise scheint sich niemand daran zu stören. Irritiert befragt Emily einen Mitreisenden. Sie erntet Ratlosigkeit. Eine Stadt namens London existiere nicht, behauptet er. Veralbert er sie? Das kann nicht stimmen. Verunsichert zieht Emily das Internet zu Rate und erhält dieselbe Antwort: die Stadt der Schornsteine, die Metropole am dunklen Fluss, ist verschwunden; verschluckt, als hätte es sie niemals gegeben. Was geht da vor sich? Wie können sich ganz London und mit ihr die Stadt unter der Stadt plötzlich in Luft auflösen? Noch einmal müssen Emily und ihre Gefährten all ihren Mut zusammennehmen, um London zu retten – mit Leib und Seele.

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Verfasst von - 21. November 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Malin Persson Giolito – Im Traum kannst du nicht lügen

Auf „Im Traum kannst du nicht lügen“ von Malin Persson Giolito wurde ich durch den Newsletter der Lesejury von Bastei Lübbe aufmerksam. Die Mail pries den Thriller, der als bester Kriminalroman Schwedens 2016 ausgezeichnet wurde, für eine Leserunde an. Meine Erfahrungen mit Leserunden waren bisher eher negativ, doch der Klappentext weckte meine Neugier. Ich gab der umfangreichen Leseprobe eine Chance. Die ersten 60 Seiten nahmen mich gefangen. Ich wollte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen und schoss all meine Zweifel spontan in den Wind. Für dieses Buch würde ich die Leserunde in Kauf nehmen. Ich bewarb mich und erhielt etwa 2 Wochen später die Zusage. Was machte ich für Augen, als ich in meinem Briefkasten kein Buch, sondern ein echtes Manuskript vorfand, das extra für mich gedruckt worden war! Mühsam geduldete ich mich bis zum vorgegebenen Termin, um die Lektüre gemeinsam mit allen anderen zu beginnen.

Als die Polizei das Klassenzimmer in Stockholm stürmte, saß die 18-jährige Maja Norberg in der Mitte des Raumes. Überall war Blut. Um sie herum lagen die regungslosen Körper ihrer besten Freundin Amanda, ihres Lehrers Christer und ihrer Mitschüler Samir und Dennis. Auf ihren Schoß hatte sie den Kopf ihres Freundes Sebastian gebettet. Sebastian, der Sohn des reichen Unternehmers Claes Fagermann. Sebastian, der langsam kalt wurde. In der Luft hing der Geruch nach faulen Eiern und Pulverrauch. In ihrer Hand hielt Maja eine Waffe. Sie war unverletzt.
Jetzt, Wochen später, muss sich Maja vor Gericht verteidigen, während ganz Schweden von ihrer Schuld überzeugt ist. Doch was ist wirklich in dem Klassenzimmer geschehen? Wie kam es zu dem Massaker, das mehrere Menschen das Leben kostete? Ist Maja eine Mörderin?

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Verfasst von - 26. Oktober 2017 in Realistische Fiktion, Rezension, Thriller

 

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Marissa Meyer – Scarlet

Der zweite Band der „Lunar Chronicles“, „Scarlet“, spielt in Südfrankreich. Warum ausgerechnet Südfrankreich? Der Autorin Marissa Meyer wurde diese Frage oft gestellt. Südfrankreich verfügt über eine Besonderheit, die sie für sich nutzen wollte: einen historisch tief verwurzelten Glauben an Werwölfe. Es ist die Heimat der „Bestie des Gévaudan“, die zwischen 1764 und 1767 etwa 100 Menschen getötet haben soll. Bis heute ist nicht geklärt, was damals tatsächlich vorgefallen ist, doch die Bewohner_innen des Gévaudan waren fest überzeugt, dass sie von einem Loup Garou heimgesucht wurden – von einem Werwolf. Ein passenderes Setting für „Scarlet“ ist daher schwer vorstellbar. Schließlich handelt es sich um eine Variation des Märchens von „Rotkäppchen“ und dem großen, bösen Wolf.

Scarlet Benoit ist kurz davor, durchzudrehen. Ihre Großmutter ist seit über zwei Wochen spurlos verschwunden. Michelle Benoit mag exzentrisch sein, aber niemals würde sie ihre Enkelin und ihren kleinen Bauernhof im französischen Rieux ohne Nachricht verlassen. Scarlet ist überzeugt, dass ihr etwas zugestoßen ist. Verzweifelt klammert sie sich an jeden Strohhalm und lässt sich auf den zwielichtigen Straßenkämpfer Wolf ein, der behauptet, zu ahnen, wo ihre Großmutter festgehalten wird. Ohne zu wissen, ob sie Wolf trauen kann, begibt sie sich an seiner Seite auf eine halsbrecherische Rettungsmission, während sie pausenlos darüber nachgrübelt, warum ihre Großmutter entführt worden sein könnte. Hatte sie Geheimnisse vor Scarlet? Erst als die beiden der flüchtigen Cyborg Cinder begegnen, ergibt plötzlich alles einen Sinn…

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Verfasst von - 19. September 2017 in Dystopie, Rezension, Science Fiction, Young Adult

 

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Leigh Bardugo – Shadow and Bone

Ich bin vermutlich die letzte, die „Shadow and Bone“ von Leigh Bardugo liest. Der Trilogieauftakt erschien 2012 und löste einen verrückten Hype aus, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich kaufte das Buch 2014, lies es dann aber drei Jahre warten. Nicht, weil es mich nicht mehr interessierte, sondern weil ich die Vorfreude darauf voll auskosten wollte. Die Aussicht auf ein High Fantasy – Universum, das vom zaristischen Russland inspiriert wurde, war einfach zu delikat, um kopfüber in die Geschichte zu stürzen.

Manchmal ändert ein einziger Moment alles. Seit Alina Starkov, Waise und mittelmäßige Kartografin beim Militär von Ravka, ihrem besten Freund Malyen und ihrem Trupp im Schatten-Spalt das Leben rettete, erkennt sie sich selbst kaum wieder. Als sie in der schwärenden Wunde tiefster Dunkelheit angegriffen wurden, brach etwas aus ihr hervor: eine Macht, von der sie nicht wusste, dass sie sie besitzt. Verwirrt und desorientiert wurde sie dem Dunklen vorgeführt, dem Anführer der Grischa, der magischen Elite des Landes. Er sandte sie in die Hauptstadt Os Alta und riss sie brutal aus ihrer Existenz. Nun wird Alina als Grischa ausgebildet, weit entfernt von Mal und allem, was ihr vertraut ist. Ihre Fähigkeiten sind selbst für eine Magierin einzigartig. Große Hoffnungen lasten auf ihren Schultern. Sie könnte Ravkas Kriege beenden. Sie könnte den Hunger in ihrem Land bekämpfen. Gemeinsam mit dem Dunklen könnte sie sogar den Spalt schließen. Aber kann sie dem Dunklen und ihren neuen Kräften überhaupt vertrauen, ohne Mal an ihrer Seite, der sie daran erinnert, wer sie ist?

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Verfasst von - 29. August 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension, Young Adult

 

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Rainer Wekwerth – Damian: Die Stadt der gefallenen Engel

Der deutsche Autor Rainer Wekwerth ist den meisten von euch sicher durch die populäre „Labyrinth“-Trilogie bekannt. Der erste Band erschien 2013, doch Wekwerth schreibt bereits seit Mitte der 90er Jahre Kinder- und Jugendbücher, später kamen Thriller hinzu. Bis 2004 erschienen alle seine Werke unter verschiedenen Pseudonymen. Ich habe entschieden, „Damian: Die Stadt der gefallenen Engel“ vor der „Labyrinth“-Trilogie zu lesen, weil es einfach länger auf meiner Wunschliste stand. Außerdem wollte ich erst antesten, ob mir sein Stil zusagt, bevor ich mich auf einen Dreiteiler einließ.

Ferien in Berlin – welcher Ort könnte besser geeignet sein, um sich von einem gebrochenen Herzen abzulenken? Die 17-jährige Lara freut sich darauf, Zeit mit ihren Großeltern zu verbringen und die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Als sie den gutaussehenden Damian kennenlernt, ist ihr Liebeskummer wie weggeblasen. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn und ahnt nicht, dass ihre Begegnung kein Zufall ist. Hinter der Fassade erhabener Altbauten und hipper Neubaugebiete ist Berlin das Schlachtfeld des ewigen Krieges zwischen Himmel und Hölle. Unbemerkt von menschlichen Augen bekämpfen sich Engel und Dämonen ohne Gnade, doch nun droht eine alte Prophezeiung alles zu verändern. Lara ist der Schlüssel. Seit Jahrzehnten hütet ihre Familie ein düsteres Geheimnis, das sie in große Gefahr bringt und schon bald muss sie um ihr Leben fürchten. Werden Damian und Lara eine Möglichkeit finden, ihrer Bestimmung zu entgehen, um zusammen sein zu können?

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Genevieve Cogman – The Invisible Library

Ich glaube fest daran, dass Genevieve Cogman, Autorin der Reihe „The Invisible Library“, eine tolle und interessante Person ist. Leider ist ihre Kurzbiografie, die sie auf ihrer Website veröffentlichte, sterbenslangweilig. Da steht lediglich, dass sie für verschiedene Rollenspielprojekte geschrieben hat und aktuell für den englischen National Health Service arbeitet. Gähn. Glücklicherweise interessiert mich das Privatleben von Autor_innen beim Buchkauf nicht. „The Invisible Library“ fiel mir in einer Buchhandlung ins Auge. Oh ja, das kommt durchaus noch vor. Der Klappentext gefiel, das Cover auch – es durfte spontan bei mir einziehen.

Irene ist keine Diebin. Nein, sie ist Bibliothekarin. Zugegeben, in ihrem Job muss sie sich hin und wieder als Agentin und Spionin betätigen, aber diese Ausflüge dienen schließlich einem höheren Wohl. Sie infiltriert alternative Welten, lokalisiert wertvolle Bücher und stellt diese unter den Schutz der Unsichtbaren Bibliothek, die zwischen den Welten existiert. Irenes letzter Auftrag verlief erfolgreich, wenn auch turbulent, sodass sie reichlich verwundert ist, sofort auf den nächsten Fall angesetzt zu werden. In Begleitung des neues Rekruten Kai soll sie ein Buch aus einer alternativen Welt bergen, die hochgradig vom Chaos infiziert ist. Doch als Irene und Kai dort eintreffen, ist das Buch verschwunden. Es wurde gestohlen. Mit leeren Händen in die Bibliothek zurückzukehren kommt nicht in Frage, also stürzt sich das Duo kopfüber in die Unterwelt Londons. Zwischen Geheimgesellschaften, übernatürlichen Wesen und handfester Detektivarbeit begegnet ihnen das schmutzigste Geheimnis der Bibliothek – und plötzlich sind ihre Leben und die Realität selbst in Gefahr. Von wegen langweiliges Dasein einer Bibliothekarin.

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Verfasst von - 7. April 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Chloe Neill – Auf den letzten Biss

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Es ist offiziell. „Chicagoland Vampires“ endet mit Band 13, der am 25. August 2017 unter dem Titel „Ein Biss von dir“ erscheinen wird. Angesichts dieser Neuigkeiten möchte auch ich etwas verkünden: ich werde die Reihe bis zum bitteren Ende durchziehen. Ich habe lange mit mir gehadert und bin skeptisch, ob sich diese Entscheidung auszahlen wird, aber ein Teil von mir ist überzeugt, ich bin es Merit einfach schuldig, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet, nachdem ich sie jahrelang begleitet habe. So kurz vor Schluss möchte ich nicht mehr abbrechen. Ich will wissen, wie es ausgeht. Nach „Auf den letzten Biss“ liegen noch drei Bände vor mir. Ein Leseziel für 2017 ist damit gesetzt.

Chicago ist zur Ruhe gekommen. Nach wochenlangen Ausschreitungen hat sich die Lage endlich entspannt. Doch die Beziehungen zwischen Menschen und Übernatürlichen sind noch immer schwierig, der Frieden empfindlich. Als Merit, Hüterin des Hauses Cadogan, zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, befürchtet sie das Schlimmste. Das Opfer wurde mit Katanas durchbohrt. Alles deutet auf einen Vampirangriff hin. Erst eine genauere Untersuchung zeigt, dass die Hinrichtung lediglich aussehen soll, als wären Vampire dafür verantwortlich. Versucht jemand, die Vampirgemeinschaft in Verruf zu bringen und so das sensible Gleichgewicht der Stadt erneut zu stören? Merit möchte den Ermittler_innen helfen, kann jedoch kaum mehr tun, als ihnen beratend zur Seite zu stehen, denn die Belange Cadogans verlangen ihre Aufmerksamkeit. Seit Ethan den Vorsitzenden des Greenwich Presidium herausforderte und sich selbst auf den Posten bewarb, wird er bedroht und erpresst. Es ist Merits Aufgabe, ihren Meister und Geliebten zu schützen, nur wird sie das Gefühl nicht los, dass er ihr etwas Bedeutsames verschweigt. Ist ihre Liebe stärker als die dunklen Geheimnisse seiner Vergangenheit?

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Verfasst von - 13. Januar 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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