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Wohltätigkeitsaktion Tugenden für den guten Zweck: Auswertung

Hallo ihr Lieben!

Geschafft. Weihnachten ist vorbei. Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Fest und konntet die Zeit mit euren Liebsten genießen. Für uns war es wieder einmal ein Familienmarathon, wir waren alle drei Tage unterwegs. Leider ist das immer sehr anstrengend, weshalb wir entschieden haben, es nächstes Jahr irgendwie anders zu machen und das Programm auf zwei Tage zu beschränken. Wir wissen noch nicht, wie, aber es kann nicht sein, dass wir Weihnachten eigentlich immer nur müde sind und kaum zur Ruhe kommen. Schauen wir mal, welche organisatorischen Möglichkeiten sich ergeben. Uns wird schon was einfallen. 🙂

Da das nächste Weihnachtsfest allerdings noch in weiter Ferne liegt, widmen wir uns jetzt doch lieber der Gegenwart. Heute möchte ich mein Versprechen einlösen und die Auswertung meiner Wohltätigkeitsaktion „Tugenden für den guten Zweck“ vornehmen.

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Montagsfrage: Technische Helferlein?

Guten Morgen ihr Lieben!

Hach, war das vielleicht schön heute früh, ich habe wieder einmal einen wundervollen Sonnenaufgang miterlebt. Ich wusste das tägliche Schauspiel schon immer zu schätzen, aber seit ich morgens vor der Arbeit joggen gehe, ist meine Begeisterung noch gestiegen. Ja, richtig gelesen, Elli macht Sport. 3 bis 4 Mal die Woche laufen, 7 Tage die Woche Yoga. Ich starte heute in meine sechste Trainingswoche und bin optimistisch, dass ich dieses Mal auch wirklich dabei bleibe. Das Laufen selbst macht mir zwar keinen Spaß, aber das Gefühl danach ist großartig und Yoga tut mir einfach gut. Wenn man so viel vor dem PC sitzt wie ich, sollte man einen Ausgleich schaffen. Womit wir auch schon beim Thema der heutigen Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja wären:

Welches technische Gerät verwendest du zum Bloggen?

Ich blogge so gut wie ausschließlich auf meinem Laptop. Hin und wieder nutze ich auch mal den Mac auf Arbeit (*hust*), aber im Großen und Ganzen schreibe ich meine Beiträge zu Hause auf meinem Filius. Ja, genau, mein Laptop hat einen Namen. Hier habe ich einfach alles, was ich brauche: Internetzugang, Word, verschiedene Bildbearbeitungsprogramme. Auf dem Smartphone zu bloggen finde ich mega unbequem und umständlich. Alles ist viel zu klein und unübersichtlich, weil die mobile Version von WordPress etwas anders aufgebaut ist als die stationäre Variante. HTML-Code zu schreiben empfinde ich auf dem kleineren Bildschirm als Zumutung. Auch reagiert mein Smartphone nicht so fix und stabil wie mein Laptop. Ich nutze es wenn überhaupt nur zum Lesen und Beantworten von Kommentaren und natürlich für Twitter, da mir die App tatsächlich besser gefällt als die Website. Ein anderes Gerät besitze ich nicht, denn obwohl ich Tablets verlockend finde, brauche ich keins. Es wäre eine überflüssige Spielerei, die meinen Laptop vermutlich dennoch nicht ersetzen würde. Filius und ich kriegen meine Blogbeiträge auch so ganz passabel hin. 😉

Auf welchen technischen Geräten bloggt ihr?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Jonathan L. Howard – Totenbeschwörer

2016-08-25-howard-totenbeschwoerer

Die „Johannes Cabal“ – Reihe begann ich 2013. Obwohl ich den Auftakt „Seelenfänger“ mochte und bereits zwei Folgebände besaß, hielt ich mich mit dem Weiterlesen zurück, weil ich warten wollte, bis sie weiter fortgeschritten ist. Der vierte Band erschien 2014 in Englisch, also wollte ich ausharren, bis dieser übersetzt wäre. Ich wartete und wartete. Im Juli 2016 war meine Geduld am Ende. Ich fragte die Twitter-Community um Rat, ob eine Übersetzung nach zwei Jahren noch wahrscheinlich sei. Meine liebe Blogger-Kollegin Elizzy wandte sich für mich an den Autor Jonathan L. Howard, der dann auch prompt antwortete, dass er leider keinen deutschen Vertrag über den vierten und fünften Band habe. Unerhört. Er riet mir, Mundpropaganda für die Reihe zu betreiben, denn stiegen die Verkaufszahlen, würde Goldmann seinen Vertrag eventuell ausweiten. Deal. Einen Monat später nahm ich mir den zweiten Band „Totenbeschwörer“ vor und erfülle nun hiermit meinen Part, euch von dem Buch zu erzählen.

Nekromanten haben es schwer. Von der Welt gehasst und verfolgt, kann ein Nekromant nicht einmal ohne Komplikationen ein Buch ausleihen. Gut, Johannes Cabal wollte das Buch nachts ausleihen, als die Bibliothek verlassen war. Er hatte auch nicht vor, es jemals zurückzugeben oder Ausleihgebühren zu zahlen. Aber das ist noch lange kein Grund, ihn ins Gefängnis zu werfen und zu exekutieren, oder? Während Cabal in seiner Todeszelle über diese Ungerechtigkeit nachgrübelt, erhält er überraschenden Besuch. Ein hoher Staatsmann verspricht, ihn zu begnadigen, wäre er bereit, seine Fähigkeiten einzusetzen, um den unerwartet und gänzlich unpassend verstorbenen Kaiser des Reiches vorübergehend wiederzubeleben. Cabal erkennt die Gunst der Stunde und lässt sich auf die Vereinbarung ein. Doch damit fangen seine Probleme erst an…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 16. September 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Kai Meyer – Blutbuch

2016-06-19 - Meyer Blutbuch

Nach der Veröffentlichung meiner Rezension zu „Nachtland“ erwartete mich eine kleine Überraschung. Mit jeder Publikation eines neuen Blogbeitrags wird automatisch ein Tweet gepostet, den ich vorher formuliert habe. Ich wusste, dass Kai Meyer ebenfalls auf Twitter vertreten ist, ich habe aber nicht angenommen, dass er meine Rezensionen lesen würde. Da habe ich ihn wohl unterschätzt. Meyer antwortete auf meinen Post zu „Nachtland“ und ging sogar auf meine Kritik ein. Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut. Es ist eine große Ehre, dass sich ein berühmter Autor wie Kai Meyer die Zeit nimmt, meine Gedankengänge zu seinem Buch zu lesen. Wer weiß, vielleicht höre ich ja erneut von ihm, sobald diese Rezension zu „Blutbuch“ online ist. 😉

Als die Ideen das Sanktuarium zerstörten, wurde Furia nicht ausgelöscht, sondern strandete zwischen den Seiten der Welt. Halb bewusstlos fand sie ein Bibliomant und brachte sie in die Nachtrefugien, einen ungastlichen Ort ewiger Dunkelheit, das schmutzige Geheimnis der Adamitischen Akademie. Hier leben die Tintlinge unter der Herrschaft von Phaedra Herculanea. Furia möchte heimkehren, aber die Urmutter der Bibliomantik hat andere Pläne. Die Macht, die Siebenstern Furia verlieh, wird ihr jetzt zum Verhängnis. Währenddessen verschlingen die Ideen die Errungenschaften der Bibliomantik. Die Akademie, angeführt von Cats Vater Jonathan Marsh, wird die Refugien aufgeben und die Zugänge verschließen, um den Vormarsch der Ideen aufzuhalten. Hunderte Menschen und Exlibri werden sterben.
Die bibliomantische Welt droht, in sich zusammenzubrechen. Nun liegt es allein in Furias Händen, sie zu bewahren. Die Bücher der Schöpfung rufen nach ihr. Doch welchen Preis wird sie für die Rettung einer ganzen Welt zahlen müssen?

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May Harmony and Sausage find you: Mein Abend mit Kevin Hearne

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wenn ich auf Arbeit sitze und gerade mal nichts zu tun habe (was recht häufig vorkommt, Leerlauf gehört quasi zum Job), stöbere ich gern bei Twitter. Die meisten Likes und Retweets, die ihr von mir bekommt, entstehen, weil ich mich langweile. Neben all den tollen BloggerInnen da draußen (ja, das seid ihr ^^) folge ich auch einigen AutorInnen. Sie posten mal mehr, mal weniger interessantes Zeug; manche AutorInnen gehen mir schnell auf die Nerven (wie z.B. Laurell K. Hamilton, die Dame retweetet einfach obsessiv), bei anderen freue ich mich über jeden Tweet. Zu letzteren gehört auch Kevin Hearne, Autor der Iron Druid Chronicles. Am Dienstag entdeckte ich während des Scrollens einen Tweet von ihm, bei dem mir fast die Augen aus dem Kopf ploppten:

Kevin Hearne - Tweet Berlin 1

Kevin Hearne? In Berlin? Halt, halt, halt, es gibt auf der Welt und gerade in den USA mehrere Städte, die Berlin heißen. Ich musste sicher stellen, dass er tatsächlich von meinem Berlin sprach (okay, das wäre durch das Wort „Buchhandlung“ vielleicht nicht unbedingt nötig gewesen, aber hey, ich war aufgeregt und hab nicht daran gedacht). Ich scrollte weiter und fand lauter Fotos aus meiner Heimatstadt: die Neue Synagoge, die Goldelse (offiziell bekannt als Siegessäule, aber das sagt kein Berliner), den Berliner Dom, das Rote Rathaus am Alex. In meinem Kopf lief sofort eine Endlosschleife: ohmeingottohmeingottohmeingotteristinberlin! Denkt euch ein paar Quietsch-Geräusche dazu. Es brauchte einen Moment länger, bis ich richtig begriff, dass er an diesem Abend eine Lesung in einer Buchhandlung halten würde. Als es dann soweit war, folgte auf pure Euphorie die frustrierende Ernüchterung. 20 Uhr? Meine Schicht geht bis 19 Uhr. Jede/r BerlinerIn weiß, dass eine Stunde ziemlich knapp sein kann, um von A nach B zu kommen. Außerdem wusste ich, dass ich dann direkt von meinem Arbeitsplatz aus hinfahren musste, denn noch einmal nach Hause zu fahren, würde ich nicht schaffen. Was bedeutete, dass ich dann den Lieblingsmenschen den ganzen Tag nicht zu Gesicht bekommen würde. Ich resignierte und schrieb dem Lieblingsmenschen eine traurige SMS. Während ich auf seine Antwort wartete, recherchierte ich aus Neugierde, ob ich den Weg zur Otherland Buchhandlung innerhalb einer Stunde schaffen könnte. Definitiv machbar, denn so weit entfernt ist der Buchladen gar nicht. Nicht mal umsteigen müsste ich. Als ich mit meiner Anfrage fertig war, hatte der Lieblingsmensch bereits geantwortet. Lange Rede, kurzer Sinn – er hatte nicht dagegen, wenn ich spontan doch hinfahren wollte. Der Entschluss stand dann recht schnell fest. Ab diesem Moment konnte ich nicht mehr still sitzen, denn ich war wirklich aufgeregt. Ich würde Kevin Hearne treffen! 😀 Meine Unruhe wurde nur noch schlimmer, weil ich per Twitter parallel mit Kevin kommunizierte und er unheimlich nett zu mir war:

Kevin Hearne - Tweet Antwort

Wie ich es hinbekommen habe, weiß ich nicht mehr, aber ich habe meine Schicht tatsächlich hinter mich gebracht und das sogar ohne Fehler oder Versäumnisse. Die Zeit verging langsam, aber unaufhaltsam. Als sich die Uhr dann endlich bis 19 Uhr vorgequält hatte, hielt mich nichts mehr. Ich rauschte aus dem Gebäude und zur Bushaltestelle. Nicht mal der grummelige Busfahrer (Dauerzustand bei Berliner Busfahrern, muss zur Stellenbeschreibung gehören) konnte meine Laune trüben. Otherland fand ich dann auch recht schnell und war begeistert, dass sich nicht bereits Massen davor drängten, wie ein Teil von mir erwartet hatte. Ich bin direkt reingegangen, weil ich nicht nur auf Kevin Hearne neugierig war, sondern auch auf den Laden selbst. Einige von euch wissen ja, dass ich immer noch nach der einen kleinen Buchhandlung suche, die es wert ist, meine literarische Oase zu werden. Ich bewertete die Chancen von Otherland als sehr gut, denn ihr Sortiment umfasst Fantasy und Science Fiction in Deutsch und Englisch. Eigentlich perfekt für mich, oder? Im Nachhinein betrachtet muss ich noch einmal hinfahren, wenn es ruhiger ist, um eine Entscheidung zu treffen, ob uns eine langfristige Beziehung bevorsteht.

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Als ich durch die Tür trat, war es ein bisschen, als hätte ich eine Parallelwelt betreten, in der es nur Dinge gibt, die ich mag. Otherland ist klein und voll gestellt, nichtsdestotrotz ordentlich und übersichtlich. Der Geruch, der dort in der Luft hängt… herrlich. Beim Anblick der vielen, vielen Bücher fiel mir jedoch eines wieder siedend heiß ein: ich hatte keine Bücher von Kevin Hearne dabei, die ich signieren lassen könnte. Als ich morgens das Haus verließ, wusste ich ja noch nicht, wo ich abends hinfahren würde. Ich hatte die Hoffnung, dass ich den fünften Band einfach auch vor Ort kaufen könnte.
Erst mal war mir aber wichtiger, einen Sitzplatz zu bekommen, von dem aus ich gut sehen und hören konnte (wir erinnern uns: die Elli ist eher kurz geraten). Die Lesung fand im hinteren Bereich des Geschäfts statt (englische Literatur und Antiquariat); Kevin Hearne war schon da. Ich bin sehr stolz auf mich, denn ich habe es geschafft, nicht völlig auszuflippen. Ich war cool. Ich bin nicht zu ihm gerannt und quietschend um ihn herum gesprungen. Ich fand einen passenden Platz und war sofort total eingenommen von Kevins offener, freundlicher, lockerer Art. Er stand da, mit einem Bier in der Hand (Wernesgrüner, was er wohl wegen des Umlauts ausgesucht hat) und unterhielt sich ganz entspannt mit den Leuten. Er fragte in die Runde, was wir denn so lesen würden.
Ich gebe es zu, ich bin nicht gut in solchen Situationen. Ich weiß nie, was ich sagen soll. Ich höre lieber zu und halte den Mund. Zum Glück gibt es genug Menschen auf der Welt, die diese Probleme nicht haben. Die sich auch in solchen Situationen ganz normal verhalten können und denen haufenweise Fragen einfallen. Ich lauschte den Gesprächen und harrte der Dinge, die da kamen.
Ursprünglich war der Abend wohl durchaus als Lesung geplant, es zeigte sich jedoch schnell, dass das sinnlos wäre. Kevin war darauf vorbereitet, über den siebten Band der Iron Druid Chronicles zu sprechen, „Shattered“. Die wenigsten der Gäste hatten allerdings schon so weit gelesen, mich eingeschlossen. Auf Deutsch sind auch erst drei Bände erschienen. Kevin wusste das vorher nicht, weil er von seinen ausländischen Verlagen nur sehr wenig Rückmeldung erhält. Also wurde das Programm des Abends kurzerhand umgestellt und aus einer Lesung wurde eine Frage-Antwort-Runde. Einerseits fand ich das schade, weil Kevin ein begnadeter Stimmenimitator ist und ich gern erlebt hätte, wie er sich die Stimmen der verschiedenen Charaktere vorstellt. Andererseits war die Veranstaltung dadurch natürlich wesentlich informativer.

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Kevin hat verraten, dass seine aktuelle kleine Tour durch Europa (Polen, Deutschland, Italien, Tschechische Republik) nicht ausschließlich für Lesungen und den Autoren-LeserInnen-Kontakt gedacht ist, sondern vor allem auch für die Recherche für den achten Band der Iron Druid Chronicles. Ja, Atticus kommt nach Berlin! 😀 Da am Dienstag der einzige Tag der Woche mit schlechtem Wetter war, wird Atticus wohl ebenso wie Kevin nass werden. Anscheinend hat ihn meine Stadt sehr inspiriert, denn er hat wie verrückt geschrieben. Ich bin gespannt, welche Orte, Plätze und Sehenswürdigkeiten ich dann in „Staked“ wieder erkenne, das voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen wird.
Insgesamt wird es wohl neun Bände in dieser Reihe geben, weil die Neun in der irischen Mythologie eine besondere Bedeutung hat. Kevin kann sich allerdings ein Spin-Off mit einem Charakter kennenlernen, den alle, die ihn bereits kennenlernen durften, liebten. Er taucht wohl in „Shattered“ erstmalig mit einer eigenen Stimme auf, das heißt, früher oder später werde ich wissen, wer es ist. Das wollte Kevin nämlich nicht verraten. 😉
Neben den Iron Druid Chronicles arbeitet er zur Zeit an einer Epic/High Fantasy Trilogie. Er hat den Titel genannt; aus Angst, diesen aber falsch wiederzugeben, verzichte ich darauf, ihn hier zu nennen. Es gibt dazu sowieso noch keine konkreten Informationen, weil Kevin den ersten Band erst zur Hälfte geschrieben hat. Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis dieser auf den Markt kommt. 😉
Verfügbar ist hingegen Kevins letztes Projekt, das dafür verantwortlich ist, dass sich seine Arbeit an den Iron Druid Chronicles verzögert hat und mit dem er sich eine Art Kindheitstraum erfüllen konnte – er durfte für die Star Wars – Saga schreiben. Sein Roman „Heir to the Jedi“ deckt genau die Zeit in Luke Skywalkers Leben ab, die man in den Filmen nur oberflächlich zu sehen bekommt: die Zeit zwischen der Zerstörung des Todessterns und Lukes Ausbildung bei Meister Yoda. Ich bin ein Fan der Filmreihe (wie könnte ich anders, ich bin damit aufgewachsen), habe aber bisher noch kein einziges Buch dazu gelesen. Vermutlich sollte ich das mal nachholen. Sollte ich das wirklich tun, wird Kevin Hearnes Beitrag zu dieser epischen Saga definitiv auch auf meiner Wunschliste landen.

Heir_to_the_Jedi

Doch zurück zu den Iron Druid Chronicles. Ich hatte den Eindruck, dass Kevin seine eigene Reihe sehr am Herzen liegt. Also wirklich. Sie ist nicht nur das, womit er sein Geld verdient. Sie ist sein Baby. Obwohl sein Hauptanliegen sicher ist, seine LeserInnen zu unterhalten, wies er gestern auf einen tieferen Sinn in den Büchern hin, der mir so noch nicht aufgefallen ist: religiöse Toleranz. Religiöse Toleranz ist der rote Faden, denn Atticus befindet sich in einer Situation, in der er alle anderen Glaubensrichtungen akzeptieren muss. Er ist der letzte lebende Druide. Er ist der einzige auf der ganzen Welt, der an die Túatha dé Danann glaubt. Wäre er nicht in der Lage, über Glaubensunterschiede hinweg zu sehen, wäre er völlig isoliert. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich in einem gewissen Maße anzupassen. Ich finde, Kevin hat sich da ein wirklich sehr interessantes Grundthema ausgesucht, das in der heutigen Zeit darüber hinaus äußerst aktuell ist.
Ich fand es aufregend zu hören, wie er selbst seine Reihe sieht und mit welchen Charakteren er sich wie identifizieren kann. Aus seinem Blickwinkel ist Atticus‘ Schülerin Granuaile beispielsweise eine so spannende Figur, weil sie wie wir ist. Sie ist eine Sterbliche, ein normaler Mensch und wird plötzlich mit all dem magischen Kram konfrontiert. Plötzlich erhält sie selbst magische Kräfte und lernt, was eigentlich alles möglich ist in unserer Welt.
Kevins Liebe zu seinen Werken konnte man in jedem Satz hören. Das ist vermutlich auch der Grund, warum er sich nun entschieden hat, eine seiner Novellen rund um die Iron Druid Chronicles in einer Anthologie per Selfpublishing herauszubringen. Er wollte mehr Mitspracherecht, was mit seinem großen Verlagshaus Del Rey einfach nicht möglich ist. Dazu hat er sich mit den Fantasy-AutorInnen Delilah Dawson und Chuck Wendig zusammengetan. Jede/r der drei steuerte eine Novelle bei. Kevin fand laut eigener Aussage vor allem die Möglichkeit toll, über das Cover selbst entscheiden zu dürfen. Del Rey besteht für die vollwertigen Bände auf Foto-Cover, die nach dem Shooting kräftig durch Photoshop gejagt werden. Das Model heißt übrigens Mike. 😀 Kevin findet die Cover okay, aber eigentlich hätte er neben Atticus gern auch Oberon abgebildet gesehen. Anscheinend kann niemand einen irischen Wolfshund zu einem Fotoshooting überreden. Für die Anthologie „Three Slices“ konnte er nun auf eigene Kosten die Künstlerin Galen Dara (zur Website geht es HIER lang) engagieren, deren Hugo-Award-prämierte Kunst er schon lange bewundert. Erstmals wurden Atticus und Oberon gemeinsam und seiner Vorstellung entsprechend auf ein Cover gebracht. Mich freut das sehr für ihn und wenn ich den siebten Band der Serie gelesen habe, werde ich mir wohl dieses eBook zulegen. Nicht nur, um die Novelle „A Prelude to War“ zu lesen, die direkt an „Shattered“ anschließt, sondern auch, um die beiden anderen AutorInnen kennenzulernen, die laut Kevin großartig schreiben. 🙂

Three Slices

Insgesamt hat sich Kevin etwa eine Stunde mit uns unterhalten. Er erzählte von seinem Schreibprozess, von der Entstehungsgeschichte der Iron Druid Chronicles und lobte das deutsche Bier. Wusstet ihr, dass es die Iron Druid Chronicles gar nicht gäbe, wenn Kevins Frau das Manuskript des ersten Bandes nicht einfach ohne sein Wissen an seinen Agenten geschickt hätte? Er hatte nicht vor, es zu veröffentlichen! Ist das zu glauben?! Er hat das Buch nur geschrieben, um sich selbst zu unterhalten, während er darauf wartete, dass die Verlage auf ein anderes seiner Manuskripte reagierten. Als er „Hounded“ verkauft hatte, lehnte der gleiche Verlag dieses erste Manuskript ab. Er wäre abgelehnt worden! Ich danke seiner Frau auf Knien dafür, dass sie es erst ermöglichte, dass ich diesen wunderbaren, lustigen Autor kennenlernen durfte. Vielen, vielen Dank Mrs. Hearne! 😀
Nach dieser wirklich lustigen Frage-Antwort-Runde war es Zeit für die Signierstunde. Ihr erinnert euch? Ich hatte kein Buch dabei, weil ich direkt von Arbeit kam. Gerne hätte ich mir den fünften Band „Trapped“ vor Ort bei Otherland gekauft, leider war das aber nicht möglich. Anscheinend gab es vor der angekündigten Lesung einen so heftigen Run auf die Bücher, dass sie fast komplett ausverkauft waren. Grmpf. Na egal, dachte ich mir. Ich zückte mein Notizbuch (das ich sowieso die ganze Zeit auf dem Schoß hatte) und stellte mich in die Reihe. Als ich dran war, hätte ich natürlich ein Selfie mit Kevin machen können. Ich mag aber keine Selfies, weil ich mich selbst nicht gern auf Fotos sehe. Stattdessen zeige ich euch das Selfie, das Kevin selbst geschossen hat. Ob ich drauf bin? Wer weiß… 😉

Kevin Hearne - Tweet Selfie

Da stand ich also vor ihm, ohne Buch. Ich bat ihn, einfach das, was er in die Ausgabe eines seiner Bücher geschrieben hätte, in mein Notizbuch zu schreiben, denn so ganz ohne Autogramm wollte ich auch nicht verschwinden. Außerdem habe ich ihn gefragt, ob es möglich wäre, dass er mir für meinen Blog (also auch für euch, jey! ^^) ein Interview geben könnte. Er hat JA gesagt! 😀 Ich solle ihm einfach die Fragen mailen; er würde sie dann beantworten, sobald er Zeit dafür fände. Ich arbeite bereits daran, ein paar interessante Fragen zusammenzustellen. Wenn es etwas gibt, das ihr Kevin Hearne schon immer einmal fragen wolltet, schreibt mir, dann leite ich das an Kevin weiter. 😀
Tja und das war es im Grunde auch schon. Das war mein Abend mit Kevin Hearne. Ich bin so froh, dass ich spontan hingefahren bin, denn so durfte ich einen unglaublich freundlichen, offenen, lustigen und bodenständigen Autor kennenlernen, der es unnachahmlich versteht, seinen ZuhörerInnen ein gutes Gefühl zu geben. Es war ein wirklich toller Abend und solltet ihr jemals die Chance haben, Kevin Hearne selbst live zu erleben, nutzt sie! Er ist nicht nur ein großartiger Autor, sondern auch ein richtig toller Mensch.

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May harmony and sausage find you!
Alles Liebe,
Elli

(Bildquelle „Heir to the Jedi“)
(Bildquelle „Three Slices“)

 
 

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18. 08. 2014 – Wie wir zu Bestien werden: Reden wir über Kritikfähigkeit

Heute ist richtig was los auf meinem Blog, das ist heute schon mein dritter Beitrag. 😀 Während die letzten beiden Posts erfreuliche Themen besprachen, möchte ich mich nun den ernsten Dingen des Lebens widmen. Ich danke Annika von kathrinsbooklove, dass sie mich dazu inspiriert und aufgeklärt hat.
Offenbar ist dieses Wochenende (während ich Bücher in das neue Regal einsortiert habe) eine Erschütterung durch die Buch-BloggerInnen-Welt gegangen. Ein paar meiner lieben KollegInnen mussten einsehen, dass sie sich manchmal nicht besser verhalten als der Rest der weiten Internet-Community.
Es ging um den neuen Blog Die ehrliche Rezensentin und ihren ersten Post, den ihr HIER einsehen könnt. Anscheinend hat dieser Beitrag einen Shitstorm (was für ein blödes Wort) auf Twitter ausgelöst. Viele Buch-BloggerInnen fühlten sich auf den Schlips getreten und haben der Autorin so richtig Feuer unterm Hintern gemacht. Und das nur, weil sie schrieb, sie fände, dass viele Rezensionen zu nett sind. Einen Tag später stellte sich dann heraus, dass hinter dem Blog eine bereits bekannte Persönlichkeit der Szene steckte: Antonie von Die fabelhafte Welt der Bücher. Es war ein Experiment, ein Experiment, das grandios gescheitert ist, wie ihr HIER lesen könnt.

So viel zur Hintergrundgeschichte. Ich möchte dazu nun ein paar Worte sagen, obwohl die Ereignisse an sich völlig an mir vorbei gegangen sind. Ich finde, dass man sowas nicht einfach unkommentiert lassen darf. Denn es ist meiner Meinung nach keine spezielle Erfahrung, sondern nur das Symptom eines größeren Phänomens.
Was da passiert ist, ist ein Ausdruck dessen, wie wir uns im Internet verhalten. Egal auf welcher Plattform, ob nun Blog, Forum oder Twitter. Was sind wir nur für hypersensible Memmen geworden? Ja, von mir aus, dann macht mich doch fertig aufgrund meiner Wortwahl. Aber wartet damit bitte bis zum Ende des Posts. Ich nehme mich da nämlich nicht aus. Auch ich bin extrem empfindlich, wenn ich Kritik im Internet lese. Als ich den Post von Die ehrliche Rezensentin las, schaltete auch mein Inneres direkt in die Defensive. „Meine Rezensionen sollen zu unehrlich sein??? Was bildet die sich ein???“, so dachte ich (in etwa).
Bis vor ein paar Monaten übermannten mich solche Gedanken auch jedes Mal, wenn ich Kritik auf meinem eigenen Blog las, die sich dann direkt an mich richtete. Ich beobachtete das an mir und ich schämte mich dafür. Denn was ist Kritik anderes als gut gemeinte Hilfe? Ich habe dann bewusst die Entscheidung getroffen, meine inneren Reaktionen besser zu kontrollieren. Wenn ich im Netz etwas veröffentliche, muss ich damit rechnen, dass nicht jede/r meine Beiträge für perfekt hält. Und wenn ich ehrlich bin, halte ja nicht mal ich selbst mein Geschreibsel für perfekt. Warum werde ich also wütend, wenn mir jemand das bestätigt, was ich sowieso schon denke und irgendwo weiß? Das heißt, ich haue mir nun einfach jedes Mal selbst auf die Finger, wenn ich merke, dass sich Empörung in mir breit machen will. „Stopp, fahr dich runter. Das ist NICHT böse gemeint“. Ist es so einfach? Ja, ist es.
In Bezug auf so allgemeine Kritik wie die von Die ehrliche Rezensentin ist es sogar noch einfacher. Sie hat mich nicht persönlich angesprochen. Vermutlich kennt sie meinen Blog nicht mal. Es gibt für mich daher absolut keinen Grund, ihre Worte persönlich zu nehmen und das Gefühl zu entwickeln, sie hätte mir ans Bein gepinkelt. Ich bin der Meinung, ihre Einschätzung trifft auf meine Rezensionen nicht zu. Sie mögen nicht perfekt sein, aber ehrlich sind sie. Ich schreibe prinzipiell auf, was mich stört. Ich muss nicht aus der Haut fahren, da ich meines Erachtens nach NICHT gemeint bin.
Zum wichtigsten aller Punkte an dieser Geschichte komme ich aber jetzt: angenommen, ich wäre der Meinung, dass Die ehrliche Rezensentin richtig liegt und meine Rezensionen etwas zu weichgespült sind. In welcher Welt ist es bitte eine logische Reaktion, meine Wut darüber an IHR auszulassen? Ist das denn ihre Schuld? Hat sie mir einen Revolver an die Schläfe gedrückt und mich gezwungen, einen Beitrag so und nicht anders zu schreiben? Selbstverständlich nicht. ICH bin Schuld. „Töte nicht den Boten“. Ich muss den Fehler nicht bei ihr suchen, sondern bei mir. Mir muss ich Vorwürfe machen, nicht ihr. Ja, vielleicht fühle ich mich durch ihre Worte in die Ecke gedrängt und habe das Bedürfnis, mich mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Doch so werde ich aus der Ecke nicht heraus kommen. Es gibt nur eine Person, die die Macht dazu hat, mich da rauszuholen: ich selbst. Statt also auszuflippen und wilde Beleidigungen ins Netz zu schmeißen, wäre es doch wesentlich rationaler, ein Zwiegespräch mit mir selbst zu führen und eine Lösung zu finden.
Ich mache mir etwas vor, wenn ich glaube, ich wäre wichtig genug, dass jemand mich persönlich verletzen will, weil ihm oder ihr etwas an meinem Blog nicht gefällt. Ich bin NICHT der Mittelpunkt der Gedankenwelt anderer.

Lange Rede, kurzer Sinn: sind wir denn alle so wenig kritikfähig? Wie wenig Selbstbewusstsein haben wir eigentlich und wie wichtig nehmen wir uns selbst? Entweder ich vertraue meinem Schaffen oder eben nicht. Und wenn nicht, dann sollte ich eine Möglichkeit finden, das zu ändern. Wenn ich hinter dem stehe, was ich schreibe, bringt mich doch eine kleine Kritik nicht aus dem Konzept.
Ich für meinen Teil arbeite daran, meine Reizschwelle wieder nach oben zu versetzen. Weil ich niemandem weh tun möchte, nur weil MEIN Ego angekratzt ist. Weil ich besser sein möchte als das. Ich möchte mit Kritik umgehen können. Es ist nicht immer leicht meine Gefühle zu kontrollieren, denn in meinem Blog steckt mein Herz und meine Seele, aber es ist sehr wohl leicht, die Kontrolle über meine Handlungen zu behalten.
Manchmal sollten wir vielleicht einfach die Finger von der Tastatur nehmen und kurz innehalten.

 
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Verfasst von - 18. August 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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