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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes

Abschiedsschmerz, Wehmut und tiefe Liebe

Am 27. Oktober 2007 endete eine Ära. Der letzte Band der „Harry Potter“ – Reihe erschien auf dem deutschen Markt. Ich war damals 18 Jahre alt. Ich werde euch nicht anlügen. Ich werde nicht behaupten, ich hätte Erinnerung daran, wie ich diese erste Lektüre des Finales empfand. Natürlich gibt es diverse kurze Gefühlsfetzen, die ich mit „Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes“ verbinde, aber ich kann keine allgemeine Einschätzung meiner damaligen Leseerfahrung anbieten. Ich weiß es wirklich nicht mehr. Ich glaube jedoch, dass sich meine Emotionen nicht allzu stark davon unterschieden, was ich heute vor dem Reread des siebten Bandes empfand. Wehmut. Abschiedsschmerz. Neugier. Aufregung.

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Feuerkelch

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Die Schatten werden länger

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Es ist seltsam. Je weiter Marina aka DarkFairy und ich in unserem „Harry Potter“ – Reread voranschreiten, desto unzuverlässiger werden meine Erinnerungen. Bereits beim dritten Band, „Harry Potter und Der Gefangene von Askaban“, ließ mich mein Gedächtnis im Stich; ich weiß nicht mehr, wann ich ihn das erste Mal in den Händen hielt. An meine erste Begegnung mit „Harry Potter und Der Feuerkelch“ habe ich ebenfalls keine konkreten Erinnerungen, allerdings ist ein Teil meines Ichs fest überzeugt, dass ich den vierten Band zu Weihnachten von meinen Eltern geschenkt bekam. Obwohl ich nicht in der Lage bin, Momentaufnahmen von diesem Weihnachtsabend abzurufen, besteht dieser Teil darauf, dass es so gewesen ist. Theoretisch ist das möglich, denn „Der Feuerkelch“ erschien im Oktober 2000 auf dem deutschen Markt. Ich war 11 Jahre alt, alt genug für eine Eule aus Hogwarts, die sich leider bis heute nicht blicken ließ.

16 Jahre später freute ich mich sehr auf den Reread des vierten Bandes, weil ich ihn stets als unheimlich aufregend empfand. Zwei Großereignisse erwarteten mich, die Quidditch-Weltmeisterschaft und das Trimagische Turnier, an dem Harry unfreiwillig teilnehmen würde.
Nachdem ich während des Rereads von „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ anfangs Schwierigkeiten hatte, mich an die Bilder meiner Fantasie zu erinnern und immer wieder von den Darstellungen der Verfilmung überwältigt wurde, versuchte ich, möglichst gelassen an „Der Feuerkelch“ heranzugehen und mich nicht unter Druck zu setzen. Ich habe gelernt, dass meine Vorstellungskraft am besten funktioniert, wenn ich sie frei fließen lasse und nicht zu viel darüber nachdenke. Da ich bereits vor der Lektüre einige meiner eigenen Bilder abrufen konnte, war ich zuversichtlich, dass es auch beim Lesen klappen würde. Ich lag richtig. Meine Bilder überlagerten die Film-Darstellungen. Hin und wieder wollte sich ein vorwitziges Film-Bildchen in den Vordergrund drängen, doch in diesen Fällen konnte ich, wie bereits beim Lesen von Band 1 und 2, dieses einfach bewusst nach hinten schieben. Ich sah, was ich sehen wollte und fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt.

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Verfasst von - Februar 21, 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Jahresrückblick 2016: Statistiken zu Schönheitsköniginnen, tanzenden Zombies und High Fantasy

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist Zeit, einen detaillierten Blick auf mein Leseverhalten des letzten Jahres zu werfen. Der Jahresrückblick 2016 steht an!
Wie bereits die letzten beiden Jahre ist dieser zweigeteilt. Zuerst schauen wir uns die harten Fakten meines Lesejahrs an. Dafür habe ich wieder eine Infografik erstellt, die in ein paar Statistiken zusammenfasst, wie 2016 für mich gelaufen ist. Zu jeder Folie werde ich ein paar Worte sagen und den Vergleich mit 2015 anstellen. Was war besser, was schlechter, was hat sich verändert?

Danach beantworte ich erneut die 30 Fragen von Martina, die das Formular netterweise auf ihrem Blog Bookaholics zur Verfügung stellt. Auf diese Weise kann ich das Jahr 2016 auch noch einmal emotional Revue passieren lassen und mich gemeinsam mit euch an all die tollen Geschichten erinnern, die meinen Weg gekreuzt haben.

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Jeff Zentner – The Serpent King

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Jeff Zentners Weg zur Literatur war – zumindest meiner Meinung nach – etwas unkonventionell. Als er zu schreiben begann, hatte er sich seinen Berufswunsch nämlich bereits erfüllt: er ist Musiker. Als Gitarrist veröffentlichte er fünf Alben und arbeitete unter anderem mit Iggy Pop. Darüber hinaus ist er als Songwriter aktiv. Ich habe in seine Musik reingehört. Ein bisschen zu melancholisch für meinen Geschmack, aber der Einfluss der Südstaaten klingt deutlich heraus. Fakt ist, Jeff Zentner ist gut genug, um von seiner Musik leben zu können. Den Entschluss, ein Buch für Jugendliche zu schreiben, fasste er durch seine Arbeit im Tennessee Teen Rock Camp und im Southern Girls Rock Camp. Ihn fasziniert dieser Lebensabschnitt und ihn fasziniert die Art und Weise, wie Jugendliche Kunst erleben, wie sie an den Kunstwerken festhalten, die sie lieben. Er wollte ein Ziel für diese Hingabe erschaffen. Heraus kam „The Serpent King“.

Dill leidet seit Jahren unter seinem vollen Namen: Dillard Wayne Early Jr. Es ist der Name seines Vaters. Er ist der Sohn des Schlangenpriesters, über den sich ganz Forrestville, Tennessee, das Maul zerreißt. Seit sein Vater im Gefängnis sitzt, begleiten Dill die Tuscheleien auf Schritt und Tritt, mehr als je zuvor. Ohne seine Freunde Lydia und Travis wäre sein Leben unerträglich. Doch da nun ihr letztes gemeinsames Schuljahr anbricht und Lydia danach in New York aufs College gehen möchte, muss sich er damit auseinandersetzen, dass ihre kleine verschworene Gemeinschaft ein Ablaufdatum hat. Während Lydia plant, die Welt zu erobern und ihre Zukunft herbeisehnt, weiß er nicht einmal, ob er eine Zukunft hat. Zerrissen zwischen den Verpflichtungen gegenüber seiner Familie und seinen eigenen Wünschen ist er wie paralysiert von der Aussicht auf Veränderung. Dill muss sich entscheiden: wird er dem Druck seiner Wurzeln nachgeben, oder sich Flügel wachsen lassen?

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Verfasst von - November 23, 2016 in Realistische Fiktion, Rezension, Young Adult

 

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Ellen Marie Wiseman – Die dunklen Mauern von Willard State

2016-04-03 - Wiseman Die dunklen Mauern von Willard State

„Die dunklen Mauern von Willard State“ von Ellen Marie Wiseman ist nur zum Teil fiktiv. Die psychiatrische Anstalt Willard State Asylum hat es tatsächlich gegeben. Als die Anstalt nach 126 Jahren des Betriebs 1995 geschlossen wurde, fanden Arbeiter auf dem Dachboden über 400 Koffer, die Patienten gehörten, die Willard nie mehr verließen. Seit 1999 arbeiteten Darby Penney, Peter Stastny und die Fotografin Lisa Rinzler unermüdlich, um die Biografien ihrer Besitzer_innen aufzudecken und ihnen ein Gesicht zu geben. Das Ergebnis ihrer Bemühungen sind die Ausstellung „Lost Cases, Recovered Lives: Suitcases from a State Hospital Attic“ und das Buch „The Lives They Left Behind: Suitcases from a State Hospital Attic“. Letzteres diente Ellen Marie Wiseman als Inspiration „Die dunklen Mauern von Willard State“ zu schreiben.

Izzy Stones Familie wurde in der verhängnisvollen Nacht zerstört, als ihre Mutter ihren Vater erschoss. Niemand weiß, was sie zu dieser grauenvollen Tat veranlasste. Allein, ohne verbleibende Angehörige, wurde Izzy jahrelang herumgereicht. Erst jetzt, mit 17, hat sie das Gefühl, Pflegeeltern zu haben, denen sie wichtig ist. Aus Dankbarkeit hilft sie den beiden bei ihrem neusten Projekt. Nach der Schließung des berüchtigten Willard State Asylum wurden auf dem Dachboden hunderte von Koffern gefunden, deren Inhalt Peg und Harry nun katalogisieren möchten. Unter den Besitztümern der Insassen entdeckt Izzy einen Stapel ungeöffneter Briefe und das Tagebuch einer Patientin namens Clara Cartwright. Izzy ist von Claras tragischem Schicksal fasziniert und setzt alles daran, ihre Geschichte zu rekonstruieren. Doch je tiefer sie in die Geheimnisse von Claras Leben vordringt, desto näher kommt sie auch den Antworten auf die Rätsel ihrer eigenen Vergangenheit…

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Lilly Linder – Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

2015-12-07 - Lindner Was fehlt wenn ich verschwunden bin

Lilly Lindner wurde berühmt durch die Veröffentlichung ihrer Biografie „Splitterfasernackt“ im Jahre 2011. Zugegebenermaßen ist dieses Buch an mir völlig vorbeigegangen. Der Name Lilly Lindner schob sich erst in mein Bewusstsein, als ihr neuster Roman „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ durch die Blogs tingelte und in höchsten Tönen gelobt wurde. Die Begeisterung der Blogger_innen war so groß, dass ich entschied, es lesen zu wollen, obwohl ich Bücher zum Thema psychische Erkrankungen mittlerweile eher meide. Was mich überzeugte, war, dass es sich bei diesem Buch um einen Briefroman handelt und Lindner die Perspektive einer Angehörigen einnimmt.

Für die 9-jährige Phoebe ist ihre große Schwester das Zentrum ihrer Welt. Niemand versteht sie so wie April. Doch nun ist April fort. Ihre Eltern haben sie in eine Klinik gebracht, weil sie krank ist. Phoebe versteht nicht, was Magersucht eigentlich bedeutet, aber sie spürt sehr genau, dass die Krankheit ihre Familie zerreißt. Allein mit Millionen Fragen tut sie das einzige, das ihr einfällt, um mit der Sehnsucht nach ihrer Schwester fertig zu werden: sie schreibt April Briefe. Obwohl sie niemals eine Antwort erhält, schickt sie fast täglich Worte hinaus in die Stille. Denn nur die Worte ermöglichen es Phoebe, die Leere, die April hinterlassen hat, einen kurzen Moment zu ertragen.

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Verfasst von - Dezember 23, 2015 in Realistische Fiktion, Young Adult

 

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03. 12. 2014 – Tränen für The Land

Ich weiß, es ist spät. Ich muss eigentlich auch ins Bett. Aber wie das so ist, habe ich natürlich Vor-dem-Schlafen-gehen-Rituale, wie vermutlich viele andere Menschen auch. Das letzte, was ich abends tue, bevor ich ins Schlafzimmer watschel, ist, noch ein paar Seiten zu lesen. Und jetzt sitze ich hier und weine, weil ich eine der furchtbarsten Stellen meiner ganzen Lesekarriere direkt vor dem Schlafengehen lesen musste. Hätte ich nur bis morgen gewartet. Diese Szene verfolgt mich bis in meine Träume, das weiß ich jetzt schon. Und da dachte ich, wozu habe ich einen Buchblog, wenn ich so intensive Gefühle nicht rauslasse und mit euch teile?

Um es zu verstehen, braucht ihr ein bisschen Hintergrund-Wissen. In der gesamten Chaos Walking – Trilogie geht es um Gedanken, denn New World ist ein Ort der konstanten Informationsflut. Stets können die Menschen dort hören, was ihr Gegenüber gerade denkt (es sei denn, es ist eine Frau, aber das ist eine andere Geschichte). Tiere, Männer… niemand außer den Frauen kann die eigenen Gedanken verbergen. Auf New World gibt es eine indigene Spezies, die von den Menschen „Spackles“ genannt wird. Sie selbst nennen sich „The Land“, denn sie sind ein kollektiver Organismus. Sie denken GEMEINSAM. Es ist ihre Art der Kommunikation, denn sie artikulieren sich nicht wie Menschen. Im Laufe der Geschichte kam es, wie es kommen musste. Es geschah das, was immer passiert, wenn Menschen sich überlegen fühlen. Sie versklavten einen Teil von The Land. Sie „heilten“ den Noise (die hörbaren Gedanken) und gaben diese „Heilung“ auch The Land. Sie beraubten sie ihrer einzigen Kommunikationsmöglichkeit. Und dann… töteten sie sie. Weil es ihren eigenen Interessen diente, begangen sie Massenmord. Genozid.

Das ist schon grauenhaft genug, aber in der Szene, die ich gerade gelesen habe, schildert der einzige Überlebende des Massakers seine Eindrücke. Ich will dazu gar nicht mehr sagen, sondern es einfach zitieren:

„Not when they lined us up and began to kill us. Shooting us, hacking at us, making that high stuttering sound they call laughing. Killing the old and the young, mothers and babies, fathers and sons. If we tried to resist, we were killed. If we did not resist, we were killed. If we tried to run, we were killed. If we did not run, we were killed.
One after the other after the other after the other.
With no way to share our fear. No way to coordinate and try to protect ourselves. No way to be comforted as we died.
And so we died alone. Every one of us.“                 („Monsters of Men“, S. 116)

Oh Gott, ich zittere am ganzen Körper, wenn ich mir vergegenwärtige, was es bedeutet, so zu sterben. Unter Tausenden, doch mutterseelenallein. Das ist das Schlimmste, was man jemandem antun kann. Brutal, abscheulich, grausam. So furchtbar, dass mir die Worte fehlen, um meine Gefühle wirklich auszudrücken.
Bitte verzeiht, wenn ich euch damit ebenso traurig gemacht habe, wie ich mich gerade fühle. Aber ich konnte nicht… ich kann nicht ins Bett gehen, so lange das in mir wütet. So konnte ich zumindest einen Teil meiner Trauer (und Wut) rauslassen.

 
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Verfasst von - Dezember 3, 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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15. 08. 2014 – Wann hast du das letzte Mal geweint? [Teardrop-Release-Kampagne]

Der Verlag cbt und Blogg dein Buch haben eine Aktion zum Release des Buches „Teardrop“ von Lauren Kate ins Leben gerufen, in der es um tiefe Gefühle geht. Gefühle, die einen zum Weinen bringen.
Da ich einerseits weiß, dass die meisten LeserInnen gern etwas aus dem Leben ihrer BloggerInnen erfahren und mich andererseits das Buch interessiert, habe ich beschlossen, teilzunehmen.
Eigentlich geht es nur darum, eine einfache Frage zu beantworten:

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Für mich ist das aber eine sehr persönliche Frage, da ich selten weine und noch seltener vor anderen. Ich war schon immer jemand, die ihre Gefühle für sich behalten hat, weil ich immer der Ansicht war und bin, dass sie niemanden außer mir etwas angehen. Dass ich also jetzt mein letztes Erlebnis, das mit Tränen verbunden war, mit euch teile, dürft ihr durchaus als großes Ding interpretieren. Vielleicht bin ich dazu bereit, weil es eine Situation war, in der es um Liebe ging. Die Liebe einer Tochter zu ihrem Vater.

Als ich meinem Vater sagte

Ich denke, ich muss meine Antwort noch ein bisschen näher erläutern.
Jedes Kind hält seine Eltern für Helden. Bei manchen hält das länger an, bei manchen nicht. Das ist normal. Doch wie ihr sehen könnt, habe ich die Formulierung „trotz allem“ in meine Antwort eingeschlossen. Das hat einen Grund. Mein Vater kann körperlich nicht immer so, wie er gern würde. Als ich noch klein war, konnte er nicht im Schneidersitz auf dem Boden sitzen und mit meinen Puppen, Autos, Kuscheltieren, Ü-Ei-Figuren oder was auch immer mit mir spielen. Er konnte mich nicht immer so hoch heben, wie er es vielleicht gern gewollt hätte.
Als wir letztes Weihnachten in Dänemark waren, hatten wir ein unglaublich intensives Gespräch. Ich will hier jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber der Endeffekt dieses Gesprächs war, dass ich ihm sagte, dass er immer mein Held war. Er hat das erst nicht verstanden. Er hat all die Situationen aufgezählt, in denen er nicht so mit mir umgehen konnte, wie es vielleicht „normal“ gewesen wäre. Aber was ist schon normal? Ich habe ihm unter Tränen erklärt, dass er vielleicht nicht so mit mir gespielt hat, wie die Väter meiner FreundInnen es mit ihren Söhnen und Töchtern getan haben, aber dass das für mich nie eine Rolle gespielt hat. Ich habe nie hinterfragt, wie er mit mir umgegangen ist, weil ich glücklich war. Weil er stattdessen mit mir gerauft hat, wenn es zum Abendessen Kraftfleisch gab. Weil er sich mit mir „Die Sendung mit der Maus“ angesehen hat. Weil er mir abends „Käpt’n Blaubär“ vorgelesen hat. Weil er mit mir Kartoffeln in unserem Garten ausgebuddelt hat. Weil er mir selbst einen Sandkasten gebaut hat. Weil niemand so grillen kann wie er. Weil er immer eine Antwort für mich hatte und bis heute hat. Mein Vater ist mein Held, weil ich mir keine einzige Welt vorstellen kann, in der er es nicht ist. Seine körperlichen Grenzen waren mir immer egal, mehr noch, ich habe sie gar nicht wahrgenommen, schon gar nicht, als ich noch klein war. Das ist das größte Geschenk, das er mir machen konnte. Er hat mich einfach nicht spüren lassen, was er nicht konnte, weil er mich dafür hat sehen, fühlen und erleben lassen, was er konnte.
Ich habe so sehr geweint bei diesem Gespräch, weil mir überhaupt nicht klar war, dass er nicht wusste, wie ich empfinde. Er wusste nicht, dass ich ihn vor meinem geistigen Auge immer mit wehendem Cape und Strumpfhosen sehe, während im Hintergrund eine heroische Melodie läuft.
Ich bin sehr froh, dass ich die Gelegenheit hatte, ihm zu sagen, wie viel er mir bedeutet und wie sehr ich ihn liebe. Manche Menschen sprechen ihren Eltern gegenüber nie aus, wie dankbar sie ihnen sind und bereuen es später, wenn sie nicht mehr da sind. Ich schon. Das war die Tränen wert.

Möchtet ihr auch teilnehmen und ein paar persönliche, emotionale Erinnerungen mit uns teilen? Dann schaut doch mal bei cbt oder Blogg dein Buch vorbei!

Was gibt es zu gewinnen?

Teardrop - Lauren Kate„Teardrop“ von Lauren Kate

»Vergieße nie eine einzige Träne!« Dieses Versprechen musste Eureka ihrer Mutter geben und siebzehn Jahre lang hat sie sich daran gehalten. Selbst als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. Doch dann trifft sie Ander, einen attraktiven und äußerst mysteriösen Jungen. Er bringt sie so durcheinander, dass sie eine Träne vergießt – und Ander fängt sie mit seiner Fingerspitze auf. Auch er scheint zu wissen, dass Eureka nicht weinen darf. Doch was ist ihr großes Geheimnis? Warum wissen alle anderen davon, nur sie nicht? Und warum verhält sich ihr bester Freund, Brooks, plötzlich so aggressiv ihr gegenüber? Waren sie nicht kurz davor, ein Paar zu werden? Wem kann Eureka noch vertrauen?
(Quelle: Blogg dein Buch)

 

Ihr dürft natürlich gern wie immer Kommentare und Gedanken hinterlassen. Ich freue mich darauf. 🙂

 
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Verfasst von - August 15, 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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