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Schlagwort-Archive: Tragödie

Jahresrückblick 2019: Zahlen, Diagramme und ein bisschen Sentimentalität

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kann es kaum glauben. Mein Jahresrückblick 2019 ist tatsächlich innerhalb der ersten zwei Wochen des Jahres 2020 fertig geworden! Ich finde, das verdient einen Tusch! Es hat sich ausgezahlt, dass ich dieses Mal sehr diszipliniert war und bereits zum Jahresende angefangen habe, mein Resümee zusammenzustellen. Übrigens, laut Duden ist ein Resümee eine „knappe Inhaltsangabe“ oder „kurze Zusammenfassung“. Nun, das ist hier nicht der Fall. Mit „kurz und knapp“ kann ich nicht dienen – wie auch, schließlich soll dieser Rückblick 12 volle Lesemonate statistisch und emotional Revue passieren lassen.

Wie immer habe ich eine zweigeteilte Struktur gewählt, um euch die verschiedenen Facetten meines vergangenen Lesejahrs zu präsentieren. Im ersten Part werden wir 2019 statistisch aufarbeiten und anhand der Fakten ein objektives Fazit ziehen. Dafür habe ich bei Piktochart Infografiken erstellt, die euch mithilfe von Zahlen und Diagrammen einen transparenten Überblick verschaffen. Ich werde jede Kategorie einzeln kommentieren und interpretieren, damit ihr das nötige Kontextwissen erhaltet, um zu verstehen, wie die Statistiken einzuordnen sind. Ich möchte mich im Voraus dafür entschuldigen, dass die Legenden der Diagramme nicht mehr so gut zu lesen sind; das liegt einfach daran, dass Piktochart die Aufmachung veränderte und ich die Schriftgröße leider nicht beeinflussen kann. Ich bemühe mich, Zahlen und Prozentangaben in meinen Diskussionsabschnitten zu erwähnen, damit ihr diese trotzdem kennenlernt. Außerdem werde ich natürlich den Bezug zu den vergangenen Jahren herstellen, denn die entscheidende Frage, die es zu beantwortet gilt, lautet: Wie entwickelt sich mein Leseverhalten?

Im anschließenden zweiten Part machen wir es uns bequem, lehnen uns zurück und lassen 2019 emotional Revue passieren, Popcorn, Chips und Erfrischungen inklusive. Dafür werde ich 30 Fragen beantworten, die ursprünglich von Martina Bookaholics stammen. Seit einigen Jahren bietet sie das Formular nicht mehr auf ihrer Website an, deshalb habe ich auf die alte, bewährte Version von 2016 zurückgegriffen und meinen Header, den ich letztes Jahr erstellt habe, aktualisiert. Ich lade euch in die Kommandozentrale meines Bücherhirns ein; in dem kleinen Büro in einem Nebenraum meines Lektürearchivs wird es für uns alle vermutlich reichlich eng, aber ich habe Kissen und Decken ausgelegt, damit ihr es euch gemütlich machen könnt!

Habt ihr Lust auf einen ausführlichen Ausflug in die jüngste Vergangenheit? Dann klemmt euch die Sepiabrille auf die Nase, lasst euch von einem sentimentalen Harfenthema in die richtige Stimmung bringen und schon starten wir mit meinem Jahresrückblick 2019!

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Verfasst von - 14. Januar 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Können Genrewechsel funktionieren?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe fantastische Nachrichten. Mein Jahresrückblick 2019 ist fertig! Konfetti und Sekt bitte! Ich bin sehr stolz darauf, dass ich ihn so zügig zusammenstellen konnte und freue mich darauf, ihn euch gleich morgen zu präsentieren. Das bedeutet, jetzt kann das Jahr 2020 richtig losgehen. Na ja, fast. Da sind ja noch ein paar übriggebliebene Rezensionen aus 2019, die abgearbeitet werden wollen. Aber nachdem ich doch recht lange mit Statistiken und Diagrammen zu Werke war, kann ich es kaum erwarten, endlich wieder eine Besprechung zu schreiben und das sind ja eigentlich recht gute Voraussetzungen, oder nicht? Ich strenge mich an, zur nächsten Woche wieder das normale Programm hier auf dem Blog fahren und euch die üblichen zwei Rezensionen pro Woche bieten zu können. Auf in den Alltag! 😀
Zum normalen Blogprogramm gehört selbstverständlich auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, der ich mich heute widme!

Können Autor_innen in mehreren Genres brillieren?

Als ich die Frage zuerst las, dachte ich ohne zu zögern und im Brustton der Überzeugung: „Ja, klar, selbstverständlich können sie das!“ Der nächste Gedanke lautete „Okay. Beispiele?“ und schon begannen meine Schwierigkeiten. Mir fielen einige Autor_innen ein, die den großen Genrewechsel wagten. J.K. Rowling, die Antonia ebenfalls nennt, war eine der ersten, die sich meldeten. Seit 2012 veröffentlicht die Mutter unseres liebsten Zauberlehrlings Krimis, teilweise unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith. Antonia hat natürlich Recht, dass auch die „Harry Potter“-Romane eine kriminalistische Ebene aufweisen und dieser Schritt für Rowling daher vermutlich naheliegend war; den Wechsel von Jugendliteratur zu erwachsener Literatur kann ihr hingegen niemand absprechen. Unglücklicherweise kann ich nicht beurteilen, ob sie in dieser Sparte ebenso brilliert. Ich habe bisher keinen ihrer Krimis gelesen und ich habe es auch nicht vor. Meine Beziehung zu Krimis ist kompliziert und ich möchte meine Einstellung zu J.K. Rowling, die durch diverse unschöne Äußerungen in den Medien ohnehin harte Schläge einstecken musste, nicht zusätzlich belasten, indem ich sie in einem Genre kennenlerne, das mich nur in Ausnahmefällen begeistert. Rein wirtschaftlich hatten ihre Krimis nicht denselben Erfolg wie HP – doch da es sich dabei um eine Messlatte von astronomischer Höhe handelt, sehe ich die Gültigkeit dieses Arguments ziemlich kritisch. Kurz: ich weiß nicht, ob Rowling in ihren Krimis brilliert.

Die nächste, der ich meine Aufmerksamkeit widmete, ist Marie Lu. Lu gelang der Durchbruch mit ihrer dystopischen Jugend-Trilogie „Legend“, die mich nach einem etwas schwachen Start sehr gut unterhielt. Als bekannt wurde, dass sie einen Genrewechsel von Science-Fiction zur Königsdisziplin der High Fantasy riskieren würde, war ich extrem neugierig und freute mich auf die Trilogie „The Young Elites“. Leider kann ich nicht behaupten, dass ihr dieser Wandel gut gelang. In der Rezension zum Finale „The Midnight Star“ fragte ich mich, ob sie für die High Fantasy vielleicht noch nicht bereit war, weil mich ihr Worldbuilding nicht überzeugte. Damit kann Marie Lu also nicht als positives Beispiel dienen.

Ein weiterer Autor, der mir einfiel, ist Markus Heitz. In Heitz‘ Bibliografie finden sich zahlreiche Genres, er hat viele Kategorien ausgetestet und mal den großen Zeh ins Wasser gehalten: High Fantasy, Urban Fantasy, Historische Fiktion, Thriller, Horror, Dystopien. Allerdings sollte hier erwähnt werden, dass er ein Fan vom Crossgenre ist. Seine Thriller weisen häufig paranormale Elemente auf und in seinen Fantasy-Romanen finden sich Thriller-Elemente. Neben der High Fantasy, die er meist klassisch und traditionell angeht, fällt mir lediglich ein Vertreter ein, der einem einzigen Genre zugeordnet werden kann: der Thriller „Totenblick“. Das heißt, sein Schaffen lebt hauptsächlich von Überschneidungen; von revolutionären Experimenten kann ich nicht sprechen. Dennoch sind seine Genre-Mixe normalerweise durchaus glaubwürdig und unterhaltsam. Ich würde ihn als halbes Positivbeispiel gelten lassen.

Robert E. Howard wäre für die heutige Frage ein passender Fall, weil seine Kurzgeschichten in vielen verschiedenen Genres verortet sind. Dummerweise habe ich bisher nur seine Conan-Geschichten gelesen und vermute, dass es problematisch wird, seine anderen Werke zu beschaffen, weil es jahrzehntelang Streitigkeiten um sein Vermächtnis gab und ich noch nicht weiß, ob es heutzutage überhaupt Sammlungen seiner übrigen Geschichten zu kaufen gibt. Auch hier kann ich daher kein Urteil abgeben.

Zu David Safier, den Antonia ebenfalls nennt, kann ich mich nicht äußern. Ich habe Safier noch nicht gelesen, obwohl sein hochgelobter Roman „28 Tage lang“ in meinem Regal auf seinen großen Auftritt wartet. Ich bezweifle jedoch, dass ich jemals den Vergleich zu seiner humoristischer Literatur ziehen können werde, weil ich mit lustigen Büchern selten etwas anfangen kann.
Meinen Anteil der Stücke Shakespeares habe ich natürlich gelesen, sowohl Komödien als auch Tragödien, aber irgendwie empfinde ich seine Vielfalt nicht als Genrewechsel. Ich muss gestehen, ich kenne mich mit der Theorie des Theaters nicht gut aus, deshalb agiere ich in seinem Fall lediglich auf einer intuitiven Basis, doch ich glaube mich zu erinnern, dass Komödie und Tragödie verwandt sind und lediglich geringe strukturelle Unterschiede aufweisen (die dafür allerdings gewaltige Auswirkungen haben). Grundsätzlich finde ich es schwierig, Bühnenstücke mit Prosa zu vergleichen, weil sie komplett anderen Regeln folgen.

All diese Überlegungen zwingen mich, meine ursprüngliche Einschätzung ein wenig zu korrigieren. Ich kann nicht mit völliger Sicherheit schlussfolgern, dass Autor_innen in verschiedenen Genres gleichermaßen brillieren können. Mir fehlt einfach die Erfahrung für ein Fazit. Also formuliere ich meinen ersten Gedanken um: „Ja, wahrscheinlich können sie das“. Ich glaube nicht, dass Genrewechsel immer zum Scheitern verurteilt sind oder immer gelingen. Vermutlich kommt es stets auf den Autor oder die Autorin an. Talent ist und bleibt Talent, unabhängig vom Genre. Dennoch denke ich, dass nicht alle Autor_innen ihr Talent in jedem Genre unter Beweis stellen können. Ich glaube, dass einige unter ihnen die speziellen Rahmenbedingungen ihres Heimatgenres brauchen, um sich entfalten zu können. Man denke nur an all die Krimi- bzw. Thriller-Autor_innen, die selbst eine berufliche Vergangenheit in der Strafverfolgung haben. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass es eine gute Idee wäre, würde es sich Jilliane Hoffman in den Kopf setzen, einen High Fantasy – Roman zu schreiben. Ebenso wenig sehe ich Steven Erikson einen Liebesroman verfassen. Suchen sich Schriftsteller_innen hingegen neue Genres aus, die ihnen gleichermaßen liegen, kann der Wechsel ohne Weiteres funktionieren.

Wie schätzt ihr Genrewechsel von Autor_innen ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen furiosen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Lesehighlight 2019?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir haben es fast geschafft. 2019 ist beinahe zu Ende! Wie ihr wisst, fiebere ich dem neuen Jahr entgegen, denn ich möchte die vergangenen 365 Tage wirklich dringend hinter mir lassen. Ich habe das Gefühl, einen Neuanfang zu brauchen und dafür eignet sich der Jahreswechsel hervorragend. Silvester wird bei uns natürlich trotzdem nicht gefeiert, ich muss morgen sogar arbeiten, aber gedanklich bin ich bereits in 2020 angekommen. Das äußert sich vor allem darin, dass ich schon angefangen habe, mich mit meinem alljährlichen Jahresrückblick zu beschäftigen – früher als je zuvor. Die Statistiken müssen noch etwas warten, denn ich verfolge den strikten Grundsatz, diese tatsächlich erst ab dem 01. Januar anzugehen, um auch noch die letzte Lektüre des Dezembers einfließen lassen zu können, doch ich habe begonnen, die üblichen 30 Fragen, die mir helfen, mein Buchjahr emotional zu resümieren, zu beantworten. Vielleicht kann das Monstrum dadurch mal etwas eher online gehen. 😉
Die heutige, letzte Montagsfrage des Jahres 2019 passt inhaltlich wunderbar zu diesem Thema, denn Antonia von Lauter&Leise möchte wissen, welches Buch unser Jahreshighlight 2019 war:

Was war dein Lesehighlight 2019?

Meine heutige Anwort ist sowohl ein Vorgeschmack auf den Jahresrückblick 2019 wie auch eine Reproduktion meiner Antwort auf die letzte Montagsfrage am 16. Dezember, in der es um die literarische Neuentdeckung des Jahres ging. Auf die Gefahr hin, wie eine gesprungene Schallplatte zu klingen (Es wissen doch alle, was eine Schallplatte ist, selbst die Jüngeren unter euch, oder?): mein Jahreshighlight 2019 war „A Head Full of Ghosts“ von Paul Tremblay. Ich kann der Versuchung nicht widerstehen, noch einmal zu wiederholen, wie großartig und brillant dieses Buch ist. Lasst euch bloß nicht davon irritieren, dass der Roman dem Horrorgenre zugesprochen wird, plumpe Gruselszenarien und plakative Special Effects werdet ihr darin nicht finden. Stattdessen handelt es sich um das einfühlsame, psychologisch fundierte Porträt einer Familie, die an den Strapazen einer außergewöhnlichen Situation zerbricht. Nominell geht es um dämonische Besessenheit, faktisch ist es jedoch eine herzergreifende Tragödie, die mich sehr berührte und mir völlig neue, tiefsinnige Perspektiven auf Motive eröffnete, die ich aus Horrorfilmen in- und auswendig kenne. Ich muss sehr an mich halten, um hier nicht bereits all meine Gedanken, die ich später in der Rezension niederschreiben möchte, herauszuposaunen.

Ich kann diesen Beitrag allerdings nicht abschließen, ohne zu berichten, dass nicht nur die Geschichte selbst sensationell ist, sondern auch der Anhang. Paul Tremblay nahm nämlich die Mühe auf sich, beinahe jedes Kapitel zu kommentieren, was die Lektüre wirklich zu einem einzigartigen Erlebnis macht, weil er lauter kleine Informationen über sich selbst (z.B. findet er, dass grüne M&Ms am besten schmecken) und den Entstehungsprozess des Buches bereitstellt. Er erklärt Anspielungen, Namensgebungen und eine Menge semi-nützliches Wissen, das ihn unmissverständlich als Horrorfan outet. Die Tatsache, dass Tremblay eine Art Horrornerd ist und sich auch auf der theoretischen Ebene mit diesem Gebiet auseinandersetzt, wird im nächsten Abschnitt des Anhangs deutlich. Dieser besteht aus seinem Essay „The H Word: The Politics of Horror“, in dem er sich der Frage widmet, was erfolgreichen Horror ausmacht und inwiefern er sich von reiner Action unterscheidet. Abgerundet wird der Anhang dann durch eine Sammlung von Horrorfilmen und Horrorliteratur, die Tremblay als empfehlenswert erachtet. Für mich, die selbst ein bisschen zum Horrornerd tendiert und die psychologischen Hintergründe und Strukturen des Genres äußerst faszinierend findet, war dieser umfangreiche Anhang ein wahres Freudenfest. Nicht nur aufgrund der vielen, vielen interessanten Informationen, sondern auch, weil ich nach der Lektüre das Gefühl hatte, Paul Tremblay als Persönlichkeit kennengelernt zu haben. Ich weiß leider nicht, ob der Anhang für die gleichnamige deutsche Übersetzung übernommen wurde. Ich hoffe es.

Ich drücke die Daumen, dass ich euch davon überzeugen konnte, „A Head Full of Ghosts“ eine Chance zu geben. Horrorliteratur wird viel zu häufig in eine Nische abgeschoben und als belanglos abgetan. Paul Tremblay beweist, dass Horror so viel mehr sein kann als eine Aneinanderreihung uninspirierter Schockmomente.

Welches Buch war euer Highlight des Jahres 2019?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare, wünsche euch allen einen grandiosen Start in die neue Woche, in das neue Jahr und eine unfallfreie Silvesternacht!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Literarische Neuentdeckung des Jahres?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Puh, ich bin ganz schön erschöpft. Das höhere Arbeitspensum schlaucht mich ziemlich. Wie Anfang des Monats prophezeit habe ich wirklich das Gefühl, zu nichts mehr zu kommen und alle privaten Dinge zwischen Tür und Angel organisieren zu müssen. Zum Glück ist es nur noch diese Woche, dann normalisiert sich das Stresslevel langsam wieder, denn über Weihnachten habe ich frei und zwischen den Feiertagen sind es lediglich ein paar Schichten, die ich ableisten muss. Hoffentlich kann ich doch noch die eine oder andere Rezension fertigstellen, bevor das Jahr vorbei ist. Also, jetzt noch mal den Popo zusammenkneifen, Augen zu und durch, heute mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Welche_r Autor_in war deine literarische Neuentdeckung des Jahres?

Paul Tremblay. Das kann ich wie aus der Pistole geschossen antworten, denn mein allwissender Bauch projizierte seinen Namen in gigantischen roten Leuchtbuchstaben in meinen Kopf, als ich die Frage las. Ich habe 2019 noch mehr tolle Autor_innen kennengelernt, Becky Chambers und Riley Sager zum Beispiel, aber niemand beeindruckte mich so mühelos und nachdrücklich wie Paul Tremblay. Sein Horror-Roman „A Head Full of Ghosts“ hat beste Chancen, mein Jahreshighlight zu werden, weil es einfach ein brillantes Buch ist, das dem Genre eine Tiefe verleiht, die über simplen Grusel hinausgeht. Die psychologisch fundierte, vielschichtige und berührende Geschichte der fragwürdigen Besessenheit eines jungen Mädchens sprengt alle Erwartungen und Klischees, die ich mit dieser Form des Horrors assoziiere und öffnet völlig neue Perspektiven auf Motive, die spätestens seit dem Film „Der Exorzist“ bis zum Erbrechen reproduziert werden. Ich war von der Lektüre dermaßen geflasht, dass ich sofort alle weiteren Bücher des Autors auf meine Wunschliste gesetzt habe. Ich kann euch „A Head Full of Ghosts“ vehement empfehlen; glücklicherweise ist es auch auf Deutsch unter demselben Titel erschienen. Selbst wenn ihr sonst nicht für Horror-Literatur zu haben seid, weil ihr eher zu den Hasenfüßen zählt, ist dieses Buch eine Ausnahme wert, denn ich verspreche euch, die gruseligen Szenen sind nicht allzu heftig, plakativer Horror steht nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um die Tragödie einer Familie, die mein Herz packte und nicht mehr losließ. Lest es. Lernt Paul Tremblay kennen.

Welcher Autor oder welche Autorin war für euch DIE Entdeckung des Jahres 2019?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen angenehmen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Riley Sager – Final Girls

Rezensionsheader Final Girls

Bevor ich mit der Rezension des Thrillers „Final Girls“ von Riley Sager beginne, möchte ich euch theoretischen Kontext zum Titel bereitstellen. Das Final Girl ist die einzige Überlebende eines Slasher-Horrorfilms. Normalerweise entspricht sie einem bestimmten Typ: sie ist brünett, klug und introvertiert. Während ihre jugendlichen Freunde über die Stränge schlagen, bleibt sie verantwortungsbewusst und anständig. Ihre moralische Überlegenheit befähigt sie, sich erfolgreich gegen den Killer zu wehren; ihre Freunde hingegen werden für ihre Zügellosigkeit brutal mit dem Tod bestraft. Die Verteilung von Genderrollen spielt in diesem Analyseansatz eine maßgebliche Rolle, ich möchte hier allerdings nicht zu sehr ins Detail gehen. Für diese Rezension müsst ihr lediglich wissen, dass Riley Sager diese Theorie aufgriff und das Final Girl in den Mittelpunkt seines Thrillers stellte.

Drei Massaker. Drei Tragödien. Drei Überlebende: Lisa, Samantha und Quincy. Die Presse nennt sie Final Girls. Quincy hasst diesen makabren Spitznamen. Sie hasst die Aufmerksamkeit, die damit verbunden ist. Sie erinnert sich nicht an die schreckliche Nacht in Pine Cottage, die sie beinahe das Leben kostete. Sie möchte sich auch nicht erinnern. Doch als Lisa tot aufgefunden wird und Sam plötzlich vor ihrer Tür steht, muss sich Quincy ihrer traumatischen Vergangenheit stellen. Sie befürchtet, dass irgendjemand beenden will, was vor vielen Jahren für sie alle begann. Antworten wird sie nur in den verschollenen Tiefen ihres Gedächtnisses finden – aber kann sie sich selbst überhaupt trauen? Oder vergaß sie mehr als das Blut, die Schreie und die Leichen ihrer Freunde? Vergaß sie ihre Schuld?

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Verfasst von - 7. Mai 2019 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Jahresrückblick 2018: Vom Spaß mit Statistiken, dem Kampf gegen die Durchschnittlichkeit und plüschigen Helden

Hallo ihr Lieben!

Tatatataaaa! Es ist geschafft! Der Jahresrückblick 2018 ist endlich fertig! Die Zusammenfassung meines vergangenen Lesejahres war wie immer eine Mammutaufgabe, die mich wieder einmal viel länger in Anspruch nahm, als ich eigentlich plante. Jedes Jahr unterschätze ich, wie viel Zeitaufwand dieser Rückblick erfordert. Aber: es ist mir noch im Januar gelungen, ihn fertigzustellen und ich freue mich sehr, ihn euch heute präsentieren zu können! Eigentlich wäre heute ja die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise dran, doch da diese aus privaten Gründen ausfällt, dachte ich, ich nutze die Gelegenheit, um meinen Jahresrückblick einen Tag vorzuziehen. 😉

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Verfasst von - 28. Januar 2019 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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M.L. Rio – If We Were Villains

Das Theater ist ein wesentlicher Bestandteil im Leben der Amerikanerin M.L. Rio. Ihre erste Rolle übernahm sie in der ersten Klasse, entdeckte kurz darauf Shakespeares Stücke und entwickelte eine unsterbliche Leidenschaft für ihn. Sie studierte Englisch und Dramatik und zog nach ihrem Abschluss nach London, um am renommierten King’s College ihren Master in Shakespeare Studies zu machen. 2016 gewann sie zum 400. Todestag Shakespeares eine Reise zu Hamlets dänischem Schloss Kronborg und war die erste Person, die dort seit 100 Jahren übernachtete. Rio ist ein Shakespeare-Nerd. In den ersten Semestern ihres Masterstudiums begann sie, ihren Debütroman zu schreiben, der sowohl ihrer Begeisterung fürs Theater als auch für den alten Barden Ausdruck verleiht: „If We Were Villains“.

„Das Leben ist eine Bühne“ – für Oliver Marks und seine Freunde war dieses Sprichwort Realität. Ihre exklusive Ausbildung an der elitären Dellecher Kunsthochschule überzeugte sie davon, sich als Erben Shakespeares zu verstehen. Glorreiche Tage voller Verse und Dekadenz. Sie lebten und atmeten ihre Rollen, nahmen sie in Besitz, bis ihre Rollen auch von ihnen Besitz ergriffen. Sogar abseits der Bühne verkörperten sie die Charaktere, denen sie Leben einhauchten. Ihre Leidenschaft schweißte sie zusammen. Sie waren unzertrennlich, unbesiegbar. Doch in ihrem Abschlussjahr entflammte eine nie gekannte Rivalität. Ihre Lehrer_innen änderten die Besetzung und provozierten einen Konkurrenzkampf, der ihre Gemeinschaft vergiftete. Aus Freunden wurden Feinde und eines Morgens war ein Mitglied ihrer Clique tot. 10 Jahre später wird Oliver aus dem Gefängnis entlassen und kehrt nach Dellecher zurück, um die Wahrheit zu offenbaren. Noch einmal durchlebt er seine schmerzvollen Erinnerungen an die überreizten Monate, die in einer katastrophalen Tragödie endeten. Hat er das furchtbare Verbrechen, für das er büßte, wirklich begangen?

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Verfasst von - 12. September 2018 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Sue Klebold – A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy

Am 20. April 1999 um 11:19 Uhr betraten Eric David Harris und Dylan Bennet Klebold die Columbine High-School in Colorado durch den Westeingang und eröffneten das Feuer. Sie trugen je zwei Schusswaffen, schwarze Trenchcoats, schwarze Hosen und eigens für den Anlass bedruckte T-Shirts. Erics Brust zierte der Schriftzug „Natural Selection“; auf Dylans Shirt prangte das Wort „Wrath“. Innerhalb einer knappen Stunde warfen sie selbstgebastelte Rohrbomben sowie Molotowcocktails und verschossen wahllos insgesamt 188 Kugeln. Sie töteten 12 Schüler_innen und einen Lehrer. 21 Menschen wurden zum Teil schwer verwundet. Kurz nach 12 Uhr begingen Eric und Dylan in der Bibliothek ihrer Schule Selbstmord. Ihr Amoklauf war als Bombenanschlag geplant. Die in der Cafeteria deponierten, selbstgebauten Sprengsätze explodierten aufgrund eines technischen Fehlers nicht.

125 Worte. Ich brauchte 125 Worte, um eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-amerikanischen Geschichte zusammenzufassen. Schockierend, wie wenig die Fakten dieser Tragödie verlangen.
Der Amoklauf an der Columbine High-School war nicht die erste Schulschießerei, die das Land erlebt hatte. Es war jedoch die erste Schulschießerei, die globales Aufsehen und Medieninteresse, sowie eine hitzige Debatte über Mobbing, Ego-Shooter, gewaltverherrlichende Musik und das Waffenrecht auslöste. Das Massaker hatte weitreichende Konsequenzen. Nicht zuletzt wird der nachfolgende Anstieg von Amokläufen an Schulen „Columbine Effekt“ genannt, weil viele Täter_innen angaben, von Eric Harris und Dylan Klebold inspiriert worden zu sein. Die Generation, die nach dem 20. April 1999 in den USA geboren wurde, wird als „Generation Columbine“ betitelt – Kids, die eine Welt ohne Schulschießereien gar nicht kennen. Columbine ist die Mutter aller Schulmassaker.

Als Eric Harris und Dylan Klebold ein beispielloses Blutbad anrichteten, war ich 8 Jahre alt. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Vorfälle in Colorado in irgendeiner Form in meinem Leben thematisiert wurden und auch meine Eltern konnten auf meine Nachfrage hin keine Situation rekonstruieren, in der wir darüber gesprochen hätten. Columbine rückte erst sehr viel später ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit: ich begann, mich mit Schul-Amokläufen im Allgemeinen auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was die Täter_innen bewegte und wie es möglich war, dass ihr Schmerz und ihre Verzweiflung teilweise jahrelang unbemerkt blieben.
Als ich entdeckte, dass Dylans Mutter Sue Klebold 2016 ein Buch veröffentlicht hatte, das den Titel „A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy“ trug, stand für mich sofort fest, dass ich es kaufen und lesen wollte. Meine Motivation war sehr simpel. Ich wollte es begreifen. Ich wollte begreifen, wie man so etwas überlebt.

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Verfasst von - 8. August 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Simon Lelic – Rupture

Simon Lelics Debütroman „Rupture“ entstand durch den Einfluss verschiedener Faktoren. Auslöser war ein winziger Zeitungsartikel, der von einem amerikanischen Lehrer berichtete, der jemanden aus seinem Kollegium erschoss. Lelic begann sich zu fragen, was einen erwachsenen, intelligenten und äußerlich gestandenen Mann dazu bewegen könnte, eine so verzweifelte Tat zu begehen. Er verband den Bericht mit den Erfahrungen, die er in der Schule gesammelt hatte, sowie mit den Erfahrungen seiner Mutter, die selbst Lehrerin war und konzipierte daraus die Geschichte des Buches. Das Schreiben fiel ihm verhältnismäßig leicht, da er als ehemaliger Journalist daran gewöhnt war, auf Knopfdruck produktiv zu sein. „Rupture“ erschien 2010 und mauserte sich schnell zum Überraschungserfolg. Für mich war das Buch interessant, weil Lelic darin eine eher ungewöhnliche Herangehensweise an den komplizierten Themenkomplex der Schulmassaker anbietet.

Drei tote Schüler. Zwei Jungs, 12 und 15 Jahre alt, ein Mädchen, 11 Jahre alt. Eine tote Lehrerin. Für die Polizei könnten die Fakten kaum klarer liegen: während einer Versammlung in der Aula der Londoner Schule, bei der sowohl die gesamte Schülerschaft als auch das Personal anwesend waren, verschaffte sich der Schütze durch die rückwärtigen Türen Einlass und eröffnete das Feuer. Er verschoss fünf Kugeln, bevor er sich selbst richtete. Eine schreckliche Tragödie, die fünf Menschenleben forderte. Das unentschuldbare Verbrechen eines verwirrten, depressiven, gestörten Einzeltäters. Fall abgeschlossen. Nur der leitenden Ermittlerin Lucia May lassen die Hintergründe der Tat keine Ruhe. Wieder und wieder arbeitet sie Zeugenaussagen durch, spricht mit Eltern, Kindern und Lehrer_innen, um herauszufinden, warum Samuel Szajkowski durchdrehte. Wie konnte ein sensibler, introvertierter junger Lehrer zum Mörder werden?

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Verfasst von - 17. Juli 2018 in Krimi, Realistische Fiktion, Rezension

 

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Patrick Rothfuss – The Name of the Wind

„The Kingkiller Chronicle“ von Patrick Rothfuss treibt die Fans in den Wahnsinn. Der erste Band „The Name of the Wind“ erschien 2007. Auf den zweiten Band „The Wise Man’s Fear“ warteten die Leser_innen bereits vier Jahre, er erschien 2011. Das Finale, voraussichtlich „The Doors of Stone“, ist bei Wikipedia als „Titel in Planung“ verzeichnet. Nach sieben Jahren gibt es noch nicht einmal ein ungefähres Veröffentlichungsdatum. Das ist zweifellos frustrierend. Ich habe mir deshalb zwei Jahre Zeit gelassen, bevor ich „The Name of the Wind“ aus dem Regal zog. Ich kann nur hoffen, dass mein Timing einigermaßen gut gewählt war und Rothfuss bald fertig ist.

Der Mann hinter dem Tresen ist der Inhaber deiner Stammschenke. Du kennst ihn seit Jahren, schätzt ihn als zuverlässig, gutmütig, zurückhaltend. Du vertraust ihm. Doch dann geschieht etwas. In seinen grünen Augen lodert plötzlich ein Feuer und dir wird klar, dass du nichts über ihn weißt. Noch nicht einmal seinen wahren Namen.
Der Mann hinter dem Tresen heißt Kvothe. In der Vergangenheit trug er viele Namen: Kvothe Königsmörder, Kvothe der Geheimnisvolle, Kvothe der Blutleere. Er war ein Barde, ein Magier, ein Held. Er wurde gefeiert und verflucht. Heute liegen diese abenteuerlichen Zeiten hinter ihm. Sein Schwert ziert die Wand seines bescheidenen Gasthauses in einem unscheinbaren Dorf. Tag ein, Tag aus serviert er Bier und lauscht den Berichten vom zunehmenden Dunkel in der Welt. Er lebt anonym und zurückgezogen, bereit, vergessen zu werden. Bis eines Tages ein Chronist durch seine Tür schreitet und ihn bittet, seine Geschichte niederschreiben zu dürfen. Drei Tage gesteht er dem Schreiber zu. So beginnt Kvothe zu erzählen und plötzlich ist er nicht länger der Schankwirt einer kleinen Herberge. Er ist eine Legende.

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Verfasst von - 3. April 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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