RSS

Schlagwort-Archive: Tote König

Mark Lawrence – The Wheel of Osheim

Mark Lawrence ist ein Autor, der sich aktiv in der Lesecommunity engagiert und den konstruktiven Austausch schätzt. Aber es gibt eine wiederkehrende Frage, die ihn aus der Fassung bringt: Warum er Fantasy statt Science-Fiction schreibt, obwohl er doch Wissenschaftler ist. Bereits 2012 veranlasste sie ihn, einen äußerst unterhaltsamen Blogpost zu verfassen, in dem er vermutet, dass diese Frage im Kern durch die Annahme motiviert ist, dass Fantasy (Magie) und Wissenschaft (Technologie) nicht kompatibel sind. Ähnlich wie Lawrence kann ich das nicht nachvollziehen. Meiner Ansicht nach schließt das eine das andere nicht aus. Wie dicht Magie und Technologie beieinander liegen können, ohne sich zu widersprechen, beweist „The Wheel of Osheim“, das Finale von Lawrences Trilogie „The Red Queen’s War“.

Sobald seine Füße den heißen Sand berühren, weiß Jalan Kendeth, dass Hel ihn am falschen Ort ausgespuckt hat. Typisch, dass er mitten in einer menschenleeren Wüste landet, wenn er ausnahmsweise etwas Bedeutendes zu sagen hat. In der Hölle erfuhr Jal, wie er die Pläne des Toten Königs vereiteln kann. Er muss so schnell wie möglich nach Vermillion zurückkehren, um seine Familie zu warnen und die Rote Königin, seine Großmutter, davon abzuhalten, in einen aussichtslosen Krieg zu ziehen. Jedes weitere Todesopfer schwächt den Schleier zwischen dem Reich der Lebenden und dem Reich der Verdammten. Das Rad von Osheim dreht sich stetig schneller und reißt immer tiefere Löcher in die Realität. Solange Snorri in Hel seiner Familie nachjagt, ist Jal der Einzige, der die drohende Katastrophe verhindern kann. Er hat zwar keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber verflixt, es geht schließlich auch um seine hübsche Haut! Sich aus misslichen Lagen zu befreien, ist Jals Spezialität – kann er sein einzigartiges Talent nutzen, um die gesamte Menschheit zu retten?

👉 Weiterlesen

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Mark Lawrence – The Liar’s Key

Mark Lawrence plante nicht, Schriftsteller zu werden. Nach Abschlüssen in Physik und Mathematik war er über 25 Jahre Forschungswissenschaftler in Großbritannien und den USA. Seinen ersten Roman „Prince of Thorns“ schrieb er aus einer Laune heraus und war äußerst überrascht, als seine halbherzigen Anfragen bei Agenturen 2011 zu einem Buchvertrag führten. Dennoch behielt er seinen regulären Beruf, bis das Forschungszentrum, bei dem er angestellt war, 2015 geschlossen wurde. Da er sich seit ihrer Geburt parallel um seine behinderte Tochter kümmert, gestaltete sich die Jobsuche schwierig. Im April 2015 entschied er daher, sich künftig ganz der Schriftstellerei zu widmen. Zwei Monate später erschien „The Liar’s Key“, der zweite Band seiner „Red Queen’s War“-Trilogie und ist somit das erste Buch, das er als Vollzeitautor veröffentlichte.

Prinz Jalan Kendeth hat die Nase gestrichen voll vom hohen Norden. Sicher, verschanzt in einer gemütlichen Schenke mit weiblicher Gesellschaft und hochprozentigen Getränken kann man es einige Monate aushalten, aber irgendwann wird das Ganze doch etwas eintönig. Jalan sehnt sich nach der Wärme seiner Heimat und den Annehmlichkeiten, die ein Platz in der Thronfolge mit sich bringt. Leider heißt seine einzige Möglichkeit, nach Süden zu reisen, Snorri ver Snagason und der ist komplett verrückt geworden. Nachdem er erfuhr, dass seine Familie ermordet wurde, ist er besessen von dem Gedanken, sie aus der Hölle zurückzubringen. Mit Lokis Schlüssel könnte es ihm tatsächlich gelingen, die Tür zum Jenseits zu öffnen – falls er sie findet. Widerwillig schließt sich Jalan Snorris Suche an und schwört, sich bei der ersten Gelegenheit abzusetzen. Doch der Tote König plant noch immer, das Zersplitterte Reich mithilfe des Schlüssels zu unterwerfen und Jalan muss einsehen, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als Verantwortung zu übernehmen – vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben.

👉 Weiterlesen

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Mark Lawrence – Emperor of Thorns

Mark Lawrence ist nicht nur Autor mehrerer erfolgreicher Fantasy-Romane aus der Grimdark-Ecke, er betätigt sich darüber hinaus als Dichter. Unerwartet, oder? Ich hätte ihm eine Ader für Gedichte nicht zugetraut. Während ich seine Werke auf seiner Website las, legte sich meine Überraschung. Diese Art der Lyrik passt wie die Faust aufs Auge. Melancholische Formulierungen, die in mir Assoziationen von Trauer und Depression wecken, ein düsterer Grundtenor, Naturthemen – Lawrence bleibt seinem grundlegenden Stil treu, obwohl seine Gedichte selbstverständlich keinerlei Gewaltdarstellungen enthalten, im Gegensatz zu seinen Romanen. „Emperor of Thorns“ ist das Finale der „The Broken Empire“ – Trilogie und schließt die Geschichte rund um den ehrgeizigen, fragwürdigen Protagonisten Jorg von Ancrath ab.

Man könnte behaupten, der Thron des Zersplitterten Reiches sei verwaist. Jorg von Ancrath bevorzugt es, ihn als „frei“ zu betrachten – der Thron wartet nur darauf, von ihm in Besitz genommen zu werden. Leider kann die Würde des Imperators nicht erobert werden. Es handelt sich um ein gewähltes Amt. Wie unwillkommen. Um Imperator zu werden, muss Jorg genügend Stimmen für sich unter den Königen und Königinnen während des Kongresses in Vyene sammeln. Bereits Jahre zuvor schloss er unwahrscheinliche Allianzen, die seinen Sieg garantieren sollen. Als König von sieben Nationen stehen seine Chancen überraschend gut. Vorausgesetzt, er erreicht Vyene gesund und munter. Die lebenden Toten bedrängen die Ländereien des Reiches. Nekromantie breitet ihre giftigen Klauen aus. Der Einfluss des Toten Königs erstarkt. Niemand kennt seine Identität oder Ziele. Doch eines ist deutlich: sein rätselhaftes persönliches Interesse an Jorg…

👉 Weiterlesen

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 28. November 2017 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: