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Schlagwort-Archive: Tintenherz

Montagsfrage: Spoiler-Alarm?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Uff, weil ich mit meinem gebrochenen Handgelenk, das dank meiner hochgeschätzten Titanplatte (ich habe sie Reinhard getauft) jeden Tag ein bisschen weiter heilt, noch nicht gestraft genug bin, darf ich mich heute um ein weiteres medizinisches Problem kümmern: ich muss zum Zahnarzt. Urgh. Es wird gebohrt. Reinhard versucht, mir Mut zu machen und brummelt mir zu, dass ein Radiusbruch viel schlimmer ist als ein blöder kariesbefallener Zahn und dass wir das Bohren locker wegstecken. Er weist mich auf die Schmerztabletten (ein Geschenk aus dem Krankenhaus) hin, die noch hier auf dem Tisch liegen. Schiss habe ich trotzdem. Ich hasse Zahnärzte. Also nicht die Personen, die diesen Beruf ausüben. Meine Zahnärztin ist eigentlich eine nette Frau, sehr gründlich und stets bemüht, das angespannte Nervenbündel auf dem Stuhl mit Nachsicht zu behandeln. Nein, es ist der Beruf an sich. Fürchterlich. Grausam. Moderne Folter. Okay, ich übertreibe, ich gebe es zu. Aber ganz ehrlich, das Prinzip mit den Zähnen hat die Evolution nicht bis zum Ende durchdacht. Das härteste Material in unserem Körper, doch ach so anfällig für äußere Einflüsse. Ein bisschen Fruchtsäure hier, etwas Kaffee dort, zwischendrin ein Stückchen Schokolade und schon hat man den Salat. Madame Evolution, die Bauteile genügen den qualitativen Ansprüchen nicht. Bitte nachbessern.
Bevor ich mich später auf den Zahnarztstuhl quäle, muss ich mir die Zeit vertreiben, um nicht als nervöses Wrack dort einzutreffen. Was wäre da besser geeignet als die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja?

Wurdest du schon mal gespoilert? Hast du wegen eines Spoilers ein Buch mal nicht zu Ende gelesen?

Ja. Es gab da eine höchst unerfreuliche Episode, während derer mir ein Spoiler eine komplette Lektüre ruinierte. Meine Mutter wird sicherlich nicht besonders glücklich sein, dass ich diese bedauerliche Geschichte wieder einmal auspacke, aber ein anderer Spoiler will mir nicht einfallen. Entschuldige, Mama. Leider war sie es nämlich, die mir den Spaß an einem Buch verdarb.
Jahrelang schwärmte mir meine Mutter überschwänglich von einem bestimmten Werk vor. Sie hob es in den Himmel. Sie lobte alles daran und erzählte immer wieder davon. Sie wollte unbedingt, dass ich dieses Buch lese. Es handelte sich um „Tintenherz“ von Cornelia Funke. Im Dezember 2015 gab ich nach. Ich nahm es mir vor und war bereit, mich von diesem Trilogieauftakt ebenfalls begeistern zu lassen. Unglücklicherweise kam es dazu nicht. Ich las und las und wartete darauf, dass all das Fabelhafte, von dem meine Mutter berichtet hatte, endlich auch passierte. Ich konnte das Buch nicht für sich selbst schätzen, weil Mama es in meinem Kopf größer hatte werden lassen, als es tatsächlich ist. Meine Erwartungen waren unrealistisch, astronomisch hoch. Sie konnten gar nicht erfüllt werden. Außerdem wurde mir während der Lektüre bewusst, dass meine Mutter mir unabsichtlich das wichtigste Detail der Geschichte bereits verraten hatte. Die Enthüllung dieses Details war für mich daher keine Überraschung mehr. Sie hatte mir einen dramatischen, bedeutenden Moment gestohlen.
Ich habe „Tintenherz“ natürlich trotzdem beendet, einerseits, weil ich stets hoffte, dass mich noch irgendeine Offenbarung erwartete, andererseits, weil ich grundsätzlich jedes Buch beende, komme was da wolle. Im Nachhinein musste ich mich dann mit meiner Mutter über Erwartungsmanagement und Spoilerwarnungen unterhalten. Ich berichtete, was ihre Schwärmerei angerichtet hatte und wie enttäuscht ich war, dass ich „Tintenherz“ nicht auf die Weise wahrnehmen konnte, die das Buch verdient hatte. Ich erklärte ihr, dass ihr Spoiler die Lektüre für mich mehr oder weniger überflüssig gemacht hatte. Ich kann es nicht anders ausdrücken, ich redete meiner eigenen Mutter ins Gewissen. Ich war nicht wütend auf sie, aber ich musste verhindern, dass so etwas noch einmal vorkam. Sie war entsetzt. Es tat ihr unheimlich leid und sie sah ohne Diskussion ein, dass ihr ein großer Fehler unterlaufen war. Ich denke, sie bereut diesen Vorfall bis heute. Seit unserem Gespräch hat meine liebe Mama mir nie wieder zu viel über ein Buch verraten. Meine Erinnerung an „Tintenherz“ wird wohl leider trotzdem für immer mit einem Makel behaftet sein.

Wurde euch schon einmal ein Buch durch einen Spoiler verdorben?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Cornelia Funke – Tintenblut

Nach meinem Fiasko mit „Tintenherz“, dem ersten Band von Cornelia Funkes „Tintenwelt“ – Trilogie, brauchte ich lange, um mich zur Lektüre der Fortsetzung zu überwinden. Die Enttäuschung hallte nach. Über ein Jahr traute ich mich nicht an „Tintenblut“ heran, obwohl meine Ausgangssituation wesentlich erfolgsversprechender aussah. Ich wusste nichts über das Buch und hatte daher auch keine übersteigerten Erwartungen, die meine Leseerfahrung negativ beeinflussen konnten. Ich musste meine Zweifel jedoch erst abklingen lassen, bis ich „Tintenblut“ eine faire Chance einräumen konnte. Als ich soweit war, verlor ich keine Zeit mehr.

Im Leben der Familie Folchart ist Frieden eingekehrt. Mo, Meggie und Resa sind bei Ellinor eingezogen. Langsam verblasst der Schrecken der furchtbaren Ereignisse in Capricorns Dorf. Für Meggie ist die Faszination der Tintenwelt ungebrochen. Noch immer träumt sie davon, die Magie von Fenoglios Welt am eigenen Leib zu spüren. Sie versuchte sogar – erfolglos und natürlich heimlich – sich selbst in die Geschichte hineinzulesen. Als eines Abends der verzweifelte Farid an ihre Tür klopft, erreicht Meggies unbändige Neugier einen neuen Höhepunkt. Er berichtet, dass Staubfinger nach all den Jahren heimgekehrt ist – ohne ihn. Ein Mann namens Orpheus las ihn in die Tintenwelt zurück. Jetzt wünscht sich Farid nichts sehnlicher, als ihm zu folgen und fleht Meggie an, ihm zu helfen. Unter einer Bedingung sagt sie zu: sie will Farid begleiten, obwohl es ihren Eltern das Herz brechen wird. Gemeinsam öffnen sie die Tür zwischen den Worten und stürzen in das Abenteuer einer Welt, die nicht einmal mehr ihr Schöpfer unter Kontrolle hat.

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Jahresrückblick 2015

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich euch versprochen, dass wir heute gemeinsam einen Blick auf mein Lesejahr 2015 werfen. Ich halte meine Versprechen. 😉
Wie bereits 2014 habe ich auch den Jahresrückblick für 2015 zweigeteilt. Im ersten Teil präsentiere ich euch ein paar Statistiken, die mein Leseverhalten in schön greifbaren Zahlen zusammenfassen. Im zweiten Teil beantworte ich dann 30 Fragen von Martina Bookaholic, die euch einen eher emotionalen Überblick über meine Lesehighlights im Jahr 2015 verschaffen sollen.
Fertig? Alles verstanden? Na dann los! 😀

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Cornelia Funke – Tintenherz

2015-12-14 - Funke Tintenherz

Gibt es eine deutschsprachige Autorin, die den Titel „Bestsellerautorin“ wirklich verdient, dann ist es Cornelia Funke. Seit Ende der 80er Jahre im Geschäft, lag ihre Gesamtauflage 2012 bei Sage und Schreibe 20 Millionen Büchern. Ihre Romane wurden bislang in 37 Sprachen übersetzt und 2005 wählte sie das TIME Magazine unter die 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten.
Trotz Funkes enormen Erfolgs und jahrelanger, euphorischer Schwärmerei seitens meiner Mutter brauchte ich sehr lange, bis ich bereit war, „Tintenherz“ endlich eine Chance zu geben.

Meggie und ihr Vater Mo führen ein ungewöhnliches, aber ruhiges Leben. Als Buchbinder ist Mo viel unterwegs, um Büchern überall auf der Welt ein neues Kleid zu schenken. Seine Tochter begleitet ihn oft auf seinen Reisen, denn die Liebe zu den Büchern verbindet sie. Niemals hätte Meggie erwartet, dass ausgerechnet ein Buch ihr Leben völlig durcheinanderbringt. In einer besonders ungemütlichen Nacht klopft ein mysteriöser Gast an ihre Tür. Seltsamerweise scheint Mo den Mann zu kennen, doch sein Besuch ist ihm offenbar unangenehm. Am nächsten Morgen brechen sie Hals über Kopf zu Meggies verschrobener Tante Elinor auf. Bevor sie abfahren, beobachtet Meggie Mo dabei, wie er ein merkwürdiges kleines Buch einpackt, das Meggie noch nie zuvor gesehen hat. Bei Elinor angekommen, bittet Mo sie, eben dieses Buch in ihrer gewaltigen Bibliothek zu verstecken. Warum will Mo das Buch verbergen und wieso weigert er sich, Meggie zu erklären, was es damit auf sich hat? Als böse Männer in Elinors Haus einbrechen, das Buch stehlen und Mo entführen, stürzen Vater und Tochter in das Abenteuer ihres Lebens – voller Magie, Geheimnissen und Gefahren.

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7 Kommentare

Verfasst von - Dezember 27, 2015 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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