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Kim Harrison – Bluteid

Kim Harrison begann ihre Karriere unter ihrem echten Namen Dawn Cook als High Fantasy – Autorin. Anfang der 2000er wagte sie eine radikale Veränderung und schrieb den ersten Band der „Rachel Morgan“ – Reihe, der von ihrem Verlag Ace abgelehnt wurde. Sie fand zwar einen neuen Verlag, ihre Vertreter_innen wollten jedoch einen Neuanfang – mit einem neuen Namen. Ihre Lektorin wählte das Pseudonym Kim Harrison aus, damit sie im Buchhandel neben Laurell K. Hamilton einsortiert würde. Um die Abgrenzung von Dawn Cook noch deutlicher zu gestalten, empfahl sie ihr sogar, sich eine Perücke zu besorgen. Deshalb wurde Kim Harrison als Rothaarige bekannt, obwohl sie eigentlich blond ist. Mittlerweile kann sie auf die Perücke verzichten. Trotz ihres überwältigenden Erfolgs ist meine Beziehung zu der Reihe etwas schwierig, daher sind seit meinem letzten Ausflug in die Hollows vier Jahre vergangen. „Bluteid“ ist der achte Band und ein gewohnt turbulentes Abenteuer mit der Hexe Rachel Morgan.

Mithilfe ihrer Freunde hat Rachel Morgan schon einiges überstanden. Dieses Mal kann sie sich jedoch nicht darauf verlassen, dass ihr Ivy und Jenks den Hintern retten. Der Hexenzirkel für moralische und ethische Standards hat es auf sie abgesehen. Ihre Vorwürfe sind lächerlich. In Wahrheit geht es nicht um Rachels vermeintliche Verbrechen. Der Zirkel hat erfahren, dass sie die Schülerin eines Dämons und zum Teil selbst ein Dämon ist. Sie sehen in ihr eine Bedrohung und planen, sie entweder magisch und körperlich zu kastrieren oder lebenslang in Alcatraz verschwinden zu lassen. Als sie herausfindet, dass sowohl ihr Erzfeind Trent Kalamack als auch ihr Ex-Freund Nick ihre Finger im Spiel haben, beschließt sie, zurückzuschlagen. Sie entwirft einen riskanten Plan, um den Zirkel, Trent und Nick loszuwerden. Dafür muss sie allerdings bei Trent einbrechen – und sich den Erinnerungen an ihre gemeinsame Kindheit stellen…

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Daryl Gregory – We Are All Completely Fine

„We Are All Completely Fine“ von Daryl Gregory hat eine interessante Entstehungsgeschichte. Es erschien 2014, ein Jahr, bevor Gregory den lovecraftischen Horror-SciFi-Fantasy-Young Adult-Roman „Harrison Squared“ veröffentlichte. Diese Veröffentlichungsreihenfolge entspricht allerdings nicht der Reihenfolge, in der Gregory die Bücher geschrieben hat. „We Are All Completely Fine“ entstand nach „Harrison Squared“ und hätte ohne den YA-Roman wohl nie das Licht der Welt erblickt. In diesem geht es um den jungen Harrison, der seine Stadt Dunnsmouth vor einer Monsterinvasion retten muss. Nachdem er diese Geschichte abgeschlossen hatte, fragte sich Gregory, welche Konsequenzen sie für seinen Protagonisten haben könnte. Wie schlüge sich Harrison als Erwachsener? Garantiert wäre er traumatisiert, müsste Psychopharmaka schlucken und eine Therapie absolvieren. Was wäre, wenn es allen Held_innen von Monster- und Horrorgeschichten so erginge? Was wäre, wenn sie einmal die Woche zusammenfinden würden – in einer Selbsthilfegruppe?

Wir treffen uns einmal die Woche: Harrison, Barbara, Stan, Martin, Greta und die Leiterin unserer Gruppe, Dr. Jan Sayer. Wir alle haben Schreckliches erlebt. Wir tragen Wunden, Narben und unser ganz privates Trauma mit uns herum. Niemand glaubte uns. Man erklärte uns für verrückt, geistesgestört, psychotisch. Erst Dr. Jan hörte uns zu und gab uns einen sicheren Ort, um über unsere Erfahrungen zu sprechen. Wir sind die exklusivste Selbsthilfegruppe der Welt. Wir wurden vom Unnatürlichen berührt. All die Menschen, die an unseren Geschichten zweifeln, sollten sich eins fragen: was wäre, wenn sie wahr sind?

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Verfasst von - 15. August 2018 in Horror, Rezension

 

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Sue Klebold – A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy

Am 20. April 1999 um 11:19 Uhr betraten Eric David Harris und Dylan Bennet Klebold die Columbine High-School in Colorado durch den Westeingang und eröffneten das Feuer. Sie trugen je zwei Schusswaffen, schwarze Trenchcoats, schwarze Hosen und eigens für den Anlass bedruckte T-Shirts. Erics Brust zierte der Schriftzug „Natural Selection“; auf Dylans Shirt prangte das Wort „Wrath“. Innerhalb einer knappen Stunde warfen sie selbstgebastelte Rohrbomben sowie Molotowcocktails und verschossen wahllos insgesamt 188 Kugeln. Sie töteten 12 Schüler_innen und einen Lehrer. 21 Menschen wurden zum Teil schwer verwundet. Kurz nach 12 Uhr begingen Eric und Dylan in der Bibliothek ihrer Schule Selbstmord. Ihr Amoklauf war als Bombenanschlag geplant. Die in der Cafeteria deponierten, selbstgebauten Sprengsätze explodierten aufgrund eines technischen Fehlers nicht.

125 Worte. Ich brauchte 125 Worte, um eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-amerikanischen Geschichte zusammenzufassen. Schockierend, wie wenig die Fakten dieser Tragödie verlangen.
Der Amoklauf an der Columbine High-School war nicht die erste Schulschießerei, die das Land erlebt hatte. Es war jedoch die erste Schulschießerei, die globales Aufsehen und Medieninteresse, sowie eine hitzige Debatte über Mobbing, Ego-Shooter, gewaltverherrlichende Musik und das Waffenrecht auslöste. Das Massaker hatte weitreichende Konsequenzen. Nicht zuletzt wird der nachfolgende Anstieg von Amokläufen an Schulen „Columbine Effekt“ genannt, weil viele Täter_innen angaben, von Eric Harris und Dylan Klebold inspiriert worden zu sein. Die Generation, die nach dem 20. April 1999 in den USA geboren wurde, wird als „Generation Columbine“ betitelt – Kids, die eine Welt ohne Schulschießereien gar nicht kennen. Columbine ist die Mutter aller Schulmassaker.

Als Eric Harris und Dylan Klebold ein beispielloses Blutbad anrichteten, war ich 8 Jahre alt. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Vorfälle in Colorado in irgendeiner Form in meinem Leben thematisiert wurden und auch meine Eltern konnten auf meine Nachfrage hin keine Situation rekonstruieren, in der wir darüber gesprochen hätten. Columbine rückte erst sehr viel später ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit: ich begann, mich mit Schul-Amokläufen im Allgemeinen auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was die Täter_innen bewegte und wie es möglich war, dass ihr Schmerz und ihre Verzweiflung teilweise jahrelang unbemerkt blieben.
Als ich entdeckte, dass Dylans Mutter Sue Klebold 2016 ein Buch veröffentlicht hatte, das den Titel „A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy“ trug, stand für mich sofort fest, dass ich es kaufen und lesen wollte. Meine Motivation war sehr simpel. Ich wollte es begreifen. Ich wollte begreifen, wie man so etwas überlebt.

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Verfasst von - 8. August 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Marissa Meyer – Cress

Eines der Hauptthemen in Marissa Meyers „Lunar Chronicles“ ist die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen. Ihre Beziehungen untereinander sind wesentlich wichtiger als ihre Romanzen. In diesem Punkt ließ sie sich von der Anime-Serie Sailor Moon inspirieren, in der weiblicher Zusammenhalt stets einen hohen Stellenwert einnahm. Die Parallelen zu Sailor Moon blieben den Fans der Science-Fiction-Reihe nicht verborgen. Kaiser Kai wird häufig mit Tuxedo Mask verglichen. Meyer selbst sieht sich als Sailor Merkur: eine ehrgeizige, neurotische Perfektionistin, die großen Wert auf Freundschaft legt und bemüht ist, das Richtige zu tun. Es überrascht mich daher nicht, dass sie sich am meisten mit der Hauptdarstellerin des dritten Bandes „Cress“ identifiziert: die scheue, hochintelligente Hackerin Cress, ihre Version von Rapunzel.

Als Cress Cinder warnte, beging sie Hochverrat. Sollte Herrin Sybil jemals herausfinden, was sie getan hat, erwartet sie der Tod. Trotz des immensen Risikos konnte sie einfach nicht länger tatenlos zusehen. Nach sieben einsamen Jahren der Gefangenschaft in einem Satelliten, nach zahllosen Stunden der Spionage, musste sie eingreifen, bevor Königin Levana ihre finsteren Pläne verwirklichen kann. Jetzt fürchtet sie die Besuche von Herrin Sybil mehr als je zuvor. Sie wird nicht ewig verbergen können, dass sie Cinder und ihren Freunden hilft. Glücklicherweise ist Cinders Schiff nur einen Katzensprung entfernt. Cress‘ Befreiung ist zum Greifen nah. Doch die Rettungsmission schlägt fehl. Der Satellit stürzt ab, während Cress und Carswell Thorne an Bord sind – mitten in die afrikanische Wüste, fern jeglicher Zivilisation. Cress und Thorne müssen Cinder und ihre Freunde so schnell wie möglich wiederfinden, wenn sie das Eastern Commonwealth rechtzeitig erreichen wollen, um die Hochzeit von Kaiser Kai und Königin Levana zu verhindern. Die Hochzeit, die sein Todesurteil wäre und das Schicksal der Erde besiegeln könnte…

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Robert Harris – Vaterland

Robert Harris‘ Debüt „Vaterland“ blickt auf eine bewegte Veröffentlichungsgeschichte zurück. Von den internationalen Verlagen wurde es Harris 1992 nahezu aus den Händen gerissen. In Deutschland war die Reaktion hingegen verhalten, vorsichtig ausgedrückt. Niemand wollte das Werk veröffentlichen. Daher erschien „Vaterland“ erst in der Schweiz, bevor sich Heyne ein Herz fasste und den umstrittenen Stoff ins Programm aufnahm. Die Kritik folgte prompt. „Deutschfeindlich“ sei das Buch, „frivol“. 1994 wurden englischsprachige Ausgaben von der hamburgischen Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Warum die Hysterie? Vor 26 Jahren traf „Vaterland“ die Deutschen an ihrer empfindlichsten Stelle, denn Robert Harris stellt darin eine (damals) zutiefst verpönte Frage: was wäre, wenn? Was wäre, wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten?

Berlin, 14. April 1964: in den frühen Morgenstunden wird am Ufer der Havel eine Leiche entdeckt. Mordfahnder Xaver März wird an den Tatort gerufen und übernimmt den Fall. Keine 24 Stunden später ist die Leiche identifiziert: es handelt sich um Josef Bühler, hochrangiger Parteifunktionär, ehemaliger Staatssekretär im Generalgouvernement Polen und Veteran des 1923er Putsches im Münchner Bürgerbräukeller. Bühler war wohlhabend und einflussreich. Keine Überraschung, dass sich die Gestapo der Ermittlungen bemächtigt. Wenige Tage vor dem 75. Geburtstag des Führers möchte niemand einen öffentlichen Skandal provozieren. Doch März lässt Bühlers Tod keine Ruhe. Zu viele Ungereimtheiten lassen ihn an der Theorie eines tragischen Unfalls zweifeln. Ungeachtet der Konsequenzen beginnt er, in Bühlers Vergangenheit zu forschen, um herauszufinden, warum der Rechtsanwalt sterben musste. Je tiefer er gräbt, desto ungeheuerlicher werden die Geheimnisse, auf die er stößt. Die Wahrheit bedroht die Grundpfeiler des Deutschen Reiches – und somit auch März‘ Leben…

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Jennifer McMahon – The Winter People

Laut Jennifer McMahon sind Autor_innen wie Elstern: sie suchen permanent nach funkelndem Schnickschnack, den sie in ihren Büchern verwenden können. Die Idee zu ihrem Mysterythriller „The Winter People“ verdankt sie ihrer Tochter Zella, der sie das Buch auch widmete. Eines Tages wollte Zella mit ihr ein makabres Spiel spielen, in dem sie zwei Schwestern darstellten, deren Eltern in den Wald entführt wurden. McMahon fand diese Ausgangssituation schrecklich, doch Zella zuckte nur die Schultern und sagte „Sometimes it just happens“ – manchmal passiert es einfach. Heute sind diese nüchternen Worte eines Kindes die Einleitung zu „The Winter People“.

Die Shea-Farm ist verflucht. Seit 1908 die grausam zugerichtete Leiche von Sara Harrison Shea kurz nach dem Tod ihrer Tochter hinter dem Haus gefunden wurde, weiß jeder in West Hall, Vermont, dass auf dem Grundstück und dem umliegenden Land unheimliche Dinge vor sich gehen. Seltsame Geräusche dringen aus dem Wald heraus, Menschen verschwinden spurlos und in einer bizarren Gesteinsformation soll eine Hexe hausen. Die Leute nennen es das West Hall Dreieck. Ruthie hielt das Gerede stets für dummen Aberglauben. Das alte Farmhaus ist ihr Zuhause, das sie mit ihrer Mutter Alice und ihrer kleinen Schwester Fawn teilt. Erst als ihre Mutter vermisst wird und sie auf der Suche nach Hinweisen unter einer Bodendiele Saras Tagebuch entdeckt, beginnt sie, sich zu fragen, ob an den Geschichten vielleicht doch etwas dran sein könnte. Sara berichtet von übernatürlichen Ritualen und Toten, die unter den Lebenden wandeln. Was ist damals wirklich vorgefallen? War Sara verrückt oder war sie die einzige, die die Wahrheit erkannte? Um das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären, muss Ruthie ein 100 Jahre altes Geheimnis lüften, das ihr Verständnis der Realität für immer verändern wird.

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Dale Lucas – First Watch

Eine Mischung aus „Herr der Ringe“ und „Lethal Weapon“ – so beschreibt Dale Lucas seinen Roman „First Watch“. Der Auftakt der Reihe „The Fifth Ward“ vereint die Action eines Cop Buddy – Films mit den klassisch-epischen Elementen eines High Fantasy – Schmökers. Ich verrate euch ein Geheimnis: ich liebe die Lethal Weapon“-Filme. Riggs und Murtaugh sind für mich der Inbegriff des cineastischen Ermittler-Duos, das ich seit meiner Kindheit feiere. Ich konnte nicht widerstehen, ihre HF-Äquivalente kennenzulernen und stürzte mich mit Freuden auf „First Watch“.

Sich der Stadtwache Yenaras anzuschließen, um aus dem Gefängnis freizukommen, schien Rem eine brillante Idee zu sein. Schließlich wollte er keinesfalls noch länger hinter Gittern versauern und brauchte dringend einen Job. Doch als er seinen Partner kennenlernt, beschleicht ihn das Gefühl, dass seine spontane Entscheidung vielleicht nicht ganz so raffiniert war. Der polternde, übellaunige Zwerg Torvald ist alles andere als begeistert, sich um den Frischling kümmern zu müssen. Widerwillig schleppt er Rem in die Straßen der multikulturellen Metropole, in der Orks mit Drogen dealen, Magier_innen ihren dubiosen Geschäften nachgehen und die Präfekten der Bezirke offen ihre Feindseligkeit für einander ausleben. Unter der grimmigen Führung Torvalds erlebt Rem einen turbulenten ersten Tag, dessen trauriger Höhepunkt ihn am Ende ihrer Schicht erwartet. Unter einer Brücke wird eine Leiche entdeckt. Torvald genügt ein Blick, um festzustellen, dass es sich bei dem Toten um seinen Stammpartner Freygaf handelt. Er wurde ermordet. Wer würde ein Mitglied der Stadtwache heimtückisch umbringen und warum? In welche schmutzigen Geheimnisse war Freygaf verwickelt? Hängt sein Tod mit dem Verschwinden mehrerer Töchter und Söhne aus wohlhabenden Familien zusammen? Torvald schwört, Freygafs Mörder aufzuspüren und Rache zu nehmen. Rem hat keine andere Wahl, als seinen Partner bei seiner Jagd zu unterstützen. Mitgehangen, mitgefangen.

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Verfasst von - 6. März 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Mein Herz schlägt für…?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Es wird. Die erste Hälfte des noch immer ausstehenden Jahresrückblicks 2017 ist fertig. Mit ein bisschen Disziplin schaffe ich es bestimmt, ihn noch diese Woche komplett fertig zu stellen. Ich sehne diesem Abschluss wirklich entgegen, weil ich endlich anfangen möchte, die Altlasten des letzten Jahres abzubauen, die übrig gebliebenen Rezensionen zu schreiben und dann nach vorn zu sehen. Mit meinem Blog bin ich noch nicht im neuen Jahr 2018 angekommen und das fühlt sich so… unfertig an. Es wird Zeit, dass ich zu Potte komme.
Heute früh gönne ich mir allerdings eine Pause vom Auswerten meines letzten Lesejahrs und widme mich der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Ein bisschen Abwechslung muss sein. 🙂

Manchmal schwärmt man ja regelrecht für eine Buchfigur. Welche ist/war euer aktueller/letzter Character Crush?

Ich bin eigentlich nicht sehr anfällig für diese harmlosen Schwärmereien für Buchfiguren. Character Crushs, Book-Boyfriends oder welchen mehr oder weniger hübschen Anglizismus man für dieses Phänomen auch immer verwenden möchte, treten bei mir nur selten auf. Das könnte damit zu tun haben, dass ich häufig Bücher lese, die zwielichtige Persönlichkeiten fokussieren. 😉 Doch hin und wieder setzt sich mein Herz dennoch über jegliche Vernunft und Rationalität hinweg und begeistert sich über alle Maßen für eine Figur. Das letzte Mal wurde ich während der Lektüre von „City of Miracles“ von Robert Jackson Bennett Opfer einer solchen Verliebtheit. Ich habe mich ein bisschen in den Protagonisten Sigrud je Harkvaldsson verknallt. Sigrud spielt in der gesamten Trilogie „The Divine Cities“ eine bedeutende Rolle, aber erst im Finale beeindruckte er mich so sehr, dass sich meine Gefühle in eine romantische Richtung entwickelten, obwohl er ein Mörder, Attentäter und von Rachsucht beherrschter Mann ist. Die Tiefe seines Charakters konnte mich nicht kalt lassen. Er ist eine zutiefst tragische Figur, voller fein ausschattierter Facetten, die mich niemals daran zweifeln ließen, dass er trotz seiner harten Schale ein guter Mensch ist, der das Herz am rechten Fleck trägt. Seine Wehrhaftigkeit, die Aura von Gewalt, die ihn umgibt, zeichneten ihn für mich nur als noch attraktiver. Frauen stehen eben auf Bad Boys. Außerderm ist er einfach heiß. Ihm fehlt zwar ein Auge, aber er ist groß, breit, muskulös und besitzt diesen nordischen Charme, der an Barbaren und Wikinger denken lässt. Hach, Sigrud. Von ihm würde ich mich jeder Zeit gefangen nehmen lassen.

In welche Buchfigur wart ihr zuletzt verknallt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

P.S.: Die Illustration stammt von der Künstlerin Chanh Quach. Es handelt sich um ein Embed von Robert Jackson Bennetts Website (s. Verlinkung des Bildes).

 

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Mary Shelley – Frankenstein

„Frankenstein“ (Untertitel: „The Modern Prometheus“) von Mary Shelley ist meiner Meinung nach Pflichtlektüre, interessiert man sich für Fantastik- und Science-Fiction-Literatur. 1818 anonym erstveröffentlicht, entwickelte es sich zu Shelleys bekanntestem Werk, das die Pop-Kultur wie kein zweites prägte. Die damals 18-jährige Autorin wurde von einem Albtraum inspiriert, der sie 1816 heimsuchte, während sie in Begleitung ihres Ehemannes Percy Bysshe Shelley und ihrer Stiefschwester Claire Clairmont Lord Byron in Genf besuchte. Bis heute ist umstritten, welche Einflüsse Mary Shelleys Traum auslösten, es scheint jedoch sicher, dass der in der Gruppe diskutierte Galvanismus ein entscheidender Faktor war. Für mich spielt es letztendlich keine Rolle, warum Shelley die Geschichte des Wissenschaftlers Victor Frankenstein niederschrieb – ich freue mich einfach, dass ich sie 200 Jahre später lesen kann.

Von Kindesbeinen an wird Victor Frankenstein von seinem unstillbaren Verlangen nach Erkenntnissen getrieben. Sein Wissensdurst ist grenzenlos. Er trachtet danach, die Geheimnisse von Leben und Tod zu entschlüsseln. Als Student in Ingolstadt profitiert er von den jüngsten Ergebnissen der modernen Forschung des 19. Jahrhunderts. Erfüllt von fieberhaftem Ehrgeiz gelingt ihm, wozu nur Gott fähig sein sollte: die Belebung toten Fleisches. Berauscht erschafft Frankenstein die unheilige Kopie eines Menschen. Doch seine Schöpfung entpuppt sich als abstoßend, monströs. Angewidert von der Frucht seiner Arbeit wendet sich Frankenstein ab. Die Ablehnung seines pervertierten Kindes wird ihm zum Verhängnis, denn das Monster weigert sich, seine Zurückweisung zu akzeptieren. Verbunden durch gegenseitigen Hass beginnen Schöpfer und Schöpfung einen tödlichen Tanz, der sie bis ans Ende der Welt führt.

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Verfasst von - 13. Dezember 2017 in Englisch, Horror, Klassiker, Rezension, Science Fiction

 

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Neil Gaiman – American Gods

Mein erstes Date mit Neil Gaiman wollte ich ursprünglich mit „Neverwhere“ bestreiten. Jahrelang schlich ich um den populären Fantasy-Autor, der eng mit Terry Pratchett befreundet war, herum. Ich hatte Respekt vor seinem Ruf und traute mich einfach nicht, ihn kennenzulernen. Dann sahen der Lieblingsmensch und ich den Trailer zur Amazon-Serie „American Gods“. Ich wusste, dass es sich dabei um die Verfilmung von Gaimans gleichnamigen Roman handelt und als der Lieblingsmensch äußerte, dass er der Serie eine Chance geben wollte, entschied ich spontan, zuerst das Buch lesen zu wollen. Mein erstes Date mit Gaiman sollte nicht länger „Neverwhere“ sein. Es sollte „American Gods“ sein.

Nach 3 trostlosen Jahren im Gefängnis wünscht sich Shadow nur noch eines: er möchte nach Hause, zu seiner Ehefrau Laura. Als ihn der Gefängnisdirektor in sein Büro bestellt, ahnt er, dass ihn schlechte Nachrichten erwarten. Betäubt lauscht er den Worten des Direktors, der ihm mitteilt, dass Laura bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kam. Er wird verfrüht entlassen, um an ihrer Beerdigung teilnehmen zu können. Von einem surrealen Gefühl der Unwirklichkeit begleitet besteigt er ein Flugzeug, das ihn an einen Ort bringen soll, der nicht länger sein Zuhause ist. Neben ihm sitzt ein gut gekleideter älterer Herr. Er stellt sich als Mr. Wednesday vor. Obwohl sie sich gerade erst kennenlernen, weiß er Dinge über Shadow, die er unmöglich wissen kann und bietet ihm einen Job an. Shadow findet ihn seltsam, doch er hat kein Leben, zu dem er zurückkehren könnte. Er hat nichts zu verlieren. Er schlägt ein, unwissend, dass er schon bald in einen kosmischen Sturm hineingezogen werden wird. Um sich zu schützen, muss Shadow den Funken wiederfinden, der mit Laura starb: seinen Glauben.

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Verfasst von - 14. November 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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