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Joe Abercrombie – Königsjäger

Rezensionsheader Königsjäger

Bereits als Joe Abercrombie den dritten Band seiner „First Law“-Trilogie schrieb, „Königsklingen“, wurde ihm bewusst, dass er sich in Sachen Gleichberechtigung nicht mit Ruhm bekleckert hatte. Nicht nur ist das „First Law“-Universum ein striktes Patriarchat, er hatte auch vergleichsweise wenig weibliche Charaktere in die Geschichte integriert. In seiner „Shattered Sea“-Trilogie wollte er das ändern. Da Gettland eine von den Wikingern inspirierte Gesellschaft darstellt, konnte er Frauen wichtige Aufgaben übertragen: finanzielle Entscheidungen, Handel und Haushaltsführung liegen ganz in weiblicher Hand. Dennoch gibt es sogar in Gettland Ausnahmen. Eine dieser Ausnahmen ist die Protagonistin des zweiten Bandes „Königsjäger“, Dorn Bathu.

Alles, was Dorn Bathu je wollte, ist, für ihr Land und ihren König zu kämpfen. Sie ist nicht wie andere Mädchen: weder kann sie nähen, noch kochen und sie versteht auch nichts von Haushaltsführung. Sie versteht sich nur auf den Gebrauch eines Schwertes. Leider hat ihr Ausbilder etwas dagegen, dass eine Frau die Truppen Gettlands verstärkt und stellt ihr während ihrer letzten Prüfung eine unmögliche Aufgabe. Dorn scheitert – mit fatalen Folgen. Geächtet und verzweifelt erwartet sie das Urteil ihres Königs. Doch als sich ihre Zelle öffnet, steht dort nicht der Vollstrecker, sondern Vater Yarvi. Der Gelehrte bietet ihr an, sie rauszuholen, im Austausch für ihre Dienste. Sie soll ihn auf eine völlig verrückte Reise um die halbe Welt begleiten, als Mitglied der seltsamsten Crew, die jemals ein Schiff bemannte. Vater Yarvis undurchsichtige Pläne sind Dorn ein Rätsel. Aber was hat sie schon zu verlieren?

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Ein Kommentar

Verfasst von - 12. Dezember 2019 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Weihnachtswunschliste 2019?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Einmal nicht aufgepasst und schwupps, schon haben wir Dezember. Das Jahresende 2019 nähert sich mit riesigen Schritten. Wie die Zeit fliegt. Der Dezember wird ein straffer Monat für mich, denn aufgrund von Krankenstand, Urlaub und Feiertagen sind wir bedenklich unterbesetzt. Das heißt, ich muss viel arbeiten – gut für’s Konto, schlecht für den Blog. Ich bezweifle, dass ich die üblichen wöchentlichen zwei Rezensionen liefern kann. Aber irgendwie bin ich ohnehin gewillt, das Jahr 2019 einfach sang- und klanglos abzuhaken. Ich werde meine Lesechallenge von 85 Büchern voraussichtlich nicht schaffen, meine Rezensionsquote wird unterirdisch sein und überhaupt habe ich das Gefühl, so gut wie keins meiner Leseziele erreicht zu haben. Ich weiß natürlich, warum das so ist. Es war ein schlimmes Jahr, in dem ich wirklich andere Sorgen hatte. Lasst uns bitte so tun, als wäre es schon vorbei, okay?
Für die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise finde ich glücklicherweise immer etwas Zeit. Hier kommt meine heutige Antwort:

Welches Buch gehört dieses Jahr unbedingt auf die Weihnachtswunschliste?

Hab ichs doch gewusst, dass die Weihnachtsfragen nicht mehr lange auf sich warten lassen. Diese spezielle Frage stellte uns Antonia schon einmal 2018, damals habe ich sie mit vier Büchern beantwortet, deren Erscheinen längst überfällig ist. Leider wurden meine Wünsche nicht erfüllt – kein einziges wurde veröffentlicht. Daraus schließe ich, dass all mein Gejammer und Geflehe keinen Effekt hat und ich es mir demzufolge sparen kann. Grmpf.

Stattdessen möchte ich euch eine Trilogie ans Herz legen, die wie keine andere in die dunkle, kalte Jahreszeit passt: „The Winternight Trilogy“ von Katherine Arden. Der Reihentitel sagt ja eigentlich schon alles aus. Winternacht.
Die drei Bände „The Bear and the Nightingale“, „The Girl in the Tower“ und „The Winter of the Witch“ erzählen die Geschichte von Vasja. Vasja wächst mit der besonderen Magie des Landes auf, das eines Tages Russland heißen wird. Es handelt sich um eine wundervolle Adaption russischer Märchen, Legenden und Folklore, mit tiefem Schnee und eisbedecktem Zauber. Das Finale ist im Januar auf Englisch erschienen und ich freue mich sehr, dass es der erste Band im Oktober auch auf den deutschen Buchmarkt geschafft hat, als „Der Bär und die Nachtigall“. Wenn ihr also nach einer Lektüre sucht, die hervorragend unter den Weihnachtsbaum passt, greift zu.

Außerdem möchte ich den Romantiker_innen unter euch das Debüt meiner Schwester im Geiste Marina aka DarkFairy empfehlen. Ihr Roman „Frei und nicht allein“ hat zwar nichts mit Weihnachten zu tun, aber gefühlsbetonte Geschichten passen ja immer in die besinnliche Zeit. Diese spielt sehr nah am Herz und eignet sich deswegen ebenfalls wunderbar als weihnachtliche Lektüre.

Welche Bücher dürfen auf eurer Weihnachtswunschliste auf keinen Fall fehlen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen besinnlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Tierische Bücher?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Oh mein Gott, dieses Literaturnobelpreis-Projekt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele Informationen ich ausgegraben habe. Es wird allerhöchste Zeit, dass wir uns damit befassen. Das wird ab morgen der Fall sein. Es wird kein einzelner Post, sondern eine Beitragsserie, die uns fünf Tage beschäftigen wird. Ich bin selbst überrascht, wie umfangreich das Projekt geworden ist. Die Recherche gestaltete sich ein wenig wie eine Hydra: immer, wenn ich einen Kopf abgeschlagen glaubte, wuchsen drei neue nach. Aus jedem Fakt ergaben sich ständig neue Querverbindungen, die überprüft werden wollten. An manchen Stellen musste ich bewusst eine Grenze ziehen, um es nicht völlig zu übertreiben. 😉 Jetzt brenne ich natürlich darauf, euch meine Ergebnisse zu präsentieren und bin gespannt, eure Meinungen zu diesem Thema zu erfahren.
Ich verschwinde auch gleich wieder in den Kosmos des Literaturnobelpreises, um den Beiträgen den letzten Schliff zu verpassen, vorher gönne ich mir allerdings eine kleine Pause und beantworte die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Welches Buch, in dem es um Tiere geht oder in dem Tiere als Charaktere auftauchen, könnt ihr weiterempfehlen?

Da mir heute die Motivation fehlt, für jedes gute tierische Buch, das ich bisher gelesen habe, eine lange Begründung zu verfassen, wieso es nun lesenswert ist, habe ich beschlossen, es mir ganz einfach zu machen. Ich schreibe euch eine Liste und verlinke meine Rezensionen. Dann könnt ihr jede sorgsam ausformulierte Einschätzung in Ruhe nachlesen.

Vorher möchte ich aber noch kurz anmerken, dass mich Tiere in Geschichten oft besonders berühren. Hunde stehen da für mich natürlich an erster Stelle, aber es funktioniert auch mit Pferden, Krähen, Bären oder Kaninchen. Es ist schon mehrfach vorgekommen, dass ich über den Tod eines Tieres in einem Buch Tränen vergossen habe, während mich das Dahinscheiden der Menschen relativ kalt ließ. Ich finde es immer gemein, wenn zum Beispiel der langjährige pelzige Gefährte des Protagonisten stirbt, obwohl ich normalerweise begreife, wieso dieses Ereignis wichtig für die Entwicklung der Geschichte ist. Tiere bringen in mir eine Saite zum Schwingen, die menschliche Figuren nicht erreichen. Ich glaube, das habe ich Chilli zu verdanken, denn ihretwegen verstehe ich, wie tief die Beziehung und Liebe zu einem Tier sein kann. Oh oh, da sind Tränen im Anmarsch. Daher beende ich meine Ausführungen an dieser Stelle, denn ich möchte nicht schon wieder um sie weinen. Sie fehlt mir.

Hier nun also eine kleine Auswahl tierischer Literatur, die ich guten Gewissens empfehlen kann:

Richard Adams – „Unten am Fluss: Watership Down“
Eine Geschichte über die Abenteuer mutiger Wildkaninchen.

Katherine Arden – „The Bear and the Nightingale“ (The Winternight Trilogy #1)
Ein wundervolle dreiteilige Adaption russischer Märchen, in der Tiere eine ganz besondere Rolle spielen.

Dietmar Dath – „Die Abschaffung der Arten“
Ein anspruchsvolles philosophisches Werk, in dem Tiere die nächste Stufe der Evolution darstellen.

John Gwynne – „Malice“ (The Faithful and the Fallen #1)
Der Auftakt einer High Fantasy – Reihe, in der eine Wölfin die beste Freundin des Protagonisten Corban ist.

Kevin Hearne – „Hounded“ (The Iron Druid Chronicles #1)
Oberon, der coolste Hund der Literaturgeschichte. Er ist der Gefährte des Eisernen Druiden Atticus, der im ständigen Konflikt mit den Göttern und Göttinnen verschiedenster Pantheons steht. Aufregende, rasante Urban Fantasy.

Yann Martel – „Schiffbruch mit Tiger“
Die weltbrühmte Geschichte des Inders Pi, der 227 Tage in einem kleinen Rettungsboot in Gesellschaft des Tigers Richard Parker überlebt.

George R.R. Martin – „A Game of Thrones“ (A Song of Ice and Fire #1)
Hierzu muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen, die Schattenwölfe aus Martins gewaltigem Epos sind wohl mittlerweile aller Welt bekannt.

Herman Meville – „Moby-Dick“
Dieser Klassiker war der erste Roman in der Literaturgeschichte, der nach einem tierischen Protagonisten betitelt ist. Obwohl der berüchtigte weiße Wal erst ganz am Ende auftaucht.

Antonia Michaelis – „Die Worte der Weißen Königin“
Ein kleiner Junge zieht aus, um mit Seeadlern in der Natur zu leben und dem Schrecken seines Heims zu entkommen.

Patrick Ness – „The Knife of Never Letting Go“ (Chaos Walking #1)
Eine sensationelle Trilogie, in der wir unter anderem tiefe Einblicke in die Gedankenwelt eines Hundes erhalten.

Jodi Picoult – „Lone Wolf“
Ein berührender Roman, in der es um die letzten Wünsche eines Wolfsexperten geht, der die Freiheit mehr liebte als alles andere.

Leonie Swann – „Glennkill“ und „Garou“
Schafskrimis. Mehr braucht man nicht zu sagen. Schafslogik ist einfach bestechend.

Moira Young – „Blood Red Road“ (Dust Lands #1)
Hier ist der Gefährte der Protagonistin Saba ausnahmsweise mal kein Hund, sondern das Krähen-Männchen Nero. Ein Vogel mit einer sehr ausgeprägten Persönlichkeit.

So, das waren sie, meine tierischen Empfehlungen. Lasst mich wissen, ob eines der Bücher für euch in Frage kommt!

Welche tierischen Bücher findet ihr lesenswert?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen gemütlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Maggie Stiefvater – The Raven Boys

Rezensionsheader The Raven Boys

Maggie Stiefvater ist eine Frau vieler Talente: Autorin, Künstlerin, Musikerin, Rennfahrerin, Ehefrau, Mutter. Sie besaß stets das Selbstbewusstsein, jede ihrer Leidenschaften auszuleben, doch ihre vermutlich älteste Passion ist das Schreiben. Sie begann bereits als Kind, Geschichten zu schreiben und schickte ihre Manuskripte erstmals mit 16 Jahren an Verlage. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Reihe „The Wolves of Mercy Falls“. Ihr Name ist mir schon lange geläufig; sie tanzte jahrelang durch meine Peripherie, bis ich entschied, sie endlich kennenlernen zu wollen. Ich wählte „The Raven Boys“ aus, Auftakt der Tetralogie „The Raven Cycle“, die Kritiken zufolge anspruchsvoller ist als „The Wolves of Mercy Falls“.

Dein Kuss wird den Tod deiner wahren Liebe besiegeln – ihr ganzes Leben verfolgt die 16-jährige Blue diese düstere Prophezeiung. Also entschied sie, sich einfach niemals zu verlieben. Am Markustag hält sie wie jedes Jahr Totenwache für die armen Seelen derjenigen, die in den nächsten 12 Monaten sterben werden. Bisher konnte Blue die Toten nicht sehen, dieses Mal erscheint ihr jedoch der Geist eines Jungen in ihrem Alter, der die Uniform der schicken privaten Aglionby Academy trägt. Er sagt, sein Name sei Gansey. Blue weiß, dass seine Manifestation nur zwei Gründe haben kann: entweder, sie ist für seinen Tod verantwortlich oder er ist ihre wahre Liebe. Normalerweise hält sie sich bewusst von den sogenannten Raven Boys fern. Sie bedeuten Ärger. Verstört flüchtet sie zurück in ihren Alltag – bis Gansey plötzlich lebendig vor ihr steht. Er und seine drei Freunde Ronan, Adam und Noah sind keine normalen Schüler der Academy. Sie sind auf der Suche: nach Macht, nach Energie, nach Antworten. Schon bald ist auch Blue von ihrer mystischen Mission fasziniert. Und das Schicksal nimmt seinen vorbestimmten Lauf …

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Verfasst von - 6. November 2019 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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Genevieve Cogman – The Masked City

Rezensionsheader The Masked City

Die Reihe „The Invisible Library” von Genevieve Cogman ist das Ergebnis einer wilden Mischung literarischer Einflüsse. Die Idee einer interdimensionalen Bibliothek borgte sich die Autorin von Terry Pratchett, Neil Gaiman und aus dem französischen Rollenspiel „In Nomine Satanis“. Die Magie ist von Ursula K. Le Guins „Erdsee“-Saga inspiriert, die Drachen durch die chinesische Mythologie und „Sherlock Holmes“ prägte sie ebenfalls. Das Konzept von Ordnung und Chaos hingegen ist eine Exploration dessen, was ihr in Michael Moorcocks „Elric“-Romanen begegnete. Das Ranking, das die Unsichtbare Bibliothek verwendet, um alternative Welten hinsichtlich Ordnung oder Chaos zu klassifizieren, spielt im zweiten Band „The Masked City“ eine entscheidende Rolle.

Endlich fand Irene eine Heimat. Sie ist nun dauerhaft in einem alternativen viktorianischen London als Agentin der Unsichtbaren Bibliothek stationiert. Keine Reisen durch die Welten mehr, ausschließlich Aufträge mit überschaubarem Risiko. Irene ist zufrieden. Doch die Idylle ihres neuen Lebens währt nur kurz. Ihr Lehrling Kai wird von den Fae entführt. Kais Onkel, der König der Drachen, wertet den Zwischenfall als offene Kriegserklärung. Wutschnaubend beauftragt er Irene, seinen Neffen zurückzubringen. Sollte sie scheitern, wird er die Welt, aus der Kai verschleppt wurde, restlos zerstören, um ein Exempel zu statuieren. Irene findet heraus, dass Kai in eine hochgradig vom Chaos infizierte Welt gebracht wurde, in ein alternatives Venedig der Masken und Illusionen, in der der Karneval niemals endet. Irgendwie muss sie dort hingelangen, obwohl die zur Neutralität verpflichtete Bibliothek es Mitgliedern untersagt, sich in das Ringen der Mächte der Ordnung und des Chaos einzumischen. Auf sich allein gestellt bricht Irene zu einer verzweifelten Rettungsmission auf, die alles aufs Spiel setzt: Kai, ihren Job und ihr Leben.

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Verfasst von - 29. Oktober 2019 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Erica Fischer – Aimée & Jaguar: Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943

Rezensionsheader Aimée & Jaguar

Homosexualität war im nationalsozialistischen Deutschland strafbar. Im Dritten Reich betrachtete man schwule Männer als entartet und als eine Bedrohung für den Staat, da man fürchtete, sie versuchten, interne Strukturen zu unterwandern und diese von innen heraus zu zerstören. Seit 1934 wurden Homosexuelle verstärkt verfolgt, interniert und ermordet. Laut Paragraf 175 des Reichsstrafgesetzbuches genügten bereits „begehrliche Blicke“, um eine Verhaftung und teilweise sogar eine sofortige Deportation zu rechtfertigen.

Die Zahl der Verurteilungen stieg bis Kriegsbeginn 1939 stetig an. Wikipedia verzeichnet für das Jahr 1935, in dem §175 in Kraft trat, 2.363 Schuldsprüche – 1938 waren es 9.536. Männer, die auf sogenannte „Umerziehungsmaßnahmen“ nicht wie gewünscht reagierten, wurden in Konzentrationslager verschleppt und gezwungen, ein Symbol zu tragen, das ihre sexuelle Orientierung für alle sichtbar machte: den rosa Winkel. Wie viele schwule Männer in den KZs umgebracht wurden, ist rückblickend schwer zu ermitteln, weil nicht klar ist, wie viele von ihnen für ihre Zugehörigkeit zu einer anderen verfolgten Bevölkerungsgruppe interniert wurden. Schätzungen zufolge wurden etwa 10.000 Schwule in die KZs gebracht, von denen circa 53% die Qualen der Lager nicht überlebten.

Paradoxerweise richtete sich der Hass der Nazis primär auf schwule Männer, nicht auf Homosexuelle im Allgemeinen. Lesbische Frauen waren von Paragraf 175 nicht betroffen; es existieren allerdings Hinweise darauf, dass Lesben aus anderen Gründen inhaftiert und in den KZs für entsprechendes Verhalten bestraft wurden. Dennoch zweifelt der Historiker Alexander Zinn an, dass eine gezielte Verfolgung homosexueller Frauen stattfand. Seine These ist meiner Meinung nach nicht von der Hand zu weisen, was ich in der Position der Frau im Nationalsozialismus begründet sehe. Das Dritte Reich war strikt patriarchalisch. Frauen hatten sich um Küche, Kinder und Kirche zu kümmern und sollten sich sonst bevorzugt im Hintergrund halten. Ich glaube, dass die alten Säcke der Parteispitze um Hitler gar nicht auf die Idee kamen, Frauen könnten so etwas wie eine individuelle sexuelle Identität besitzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr völliges Unverständnis des weiblichen Geschlechts, die vollkommene Reduzierung der Frau auf ihre Rolle als Mutter, Ehe- und Hausfrau, Lesben vor einer dem Paragrafen 175 ähnlichen Gesetzgebung schützte. Den Nazis fehlte einfach die Fantasie. Doch selbst wenn ihnen bewusst war, dass sich einige Frauen zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlten, sahen sie darin eventuell nicht dieselbe Bedrohung, die sie in schwulen Männern vermuteten.

Woran auch immer es lag, homosexuelle Frauen konnten ihre Orientierung freier ausleben als homosexuelle Männer, obwohl Denunzierungen selbstverständlich möglich waren. Wie hoch das Risiko konkret war, hing stark davon ab, wie stabil und zuverlässig das soziale Netz der Frauen war. Wer sich in einem eingeschworenen Freundeskreis bewegte und sich sonst nichts zu Schulden kommen ließ, war vor einer Entdeckung relativ sicher. Diese Faktenlage erklärt, wieso Lilly Wust und Felice Schragenheim verhältnismäßig offen in einer lesbischen Beziehung leben konnten.

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Verfasst von - 3. September 2019 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Wolfgang Herrndorf – Tschick

Rezensionsheader Tschick

Wolfgang Herrndorf beging am 26. August 2013 Selbstmord. Drei Jahre zuvor war bei ihm ein bösartiger Hirntumor (Glioblastom) festgestellt worden. Während dieser drei Jahre führte er ein Blog-Tagebuch namens „Arbeit und Struktur“, in dem er schonungslos offen seine Gedanken zum Alltag mit einer tödlichen Erkrankung festhielt. Ich habe es gelesen. Es war … intensiv. Schmerzhaft. Aber auch witzig und manchmal herrlich belanglos, mit hohem Suchtfaktor. Absolut lesenswert. Herrndorf war ein beeindruckender Mann. Zwischen fatalistisch-makabren Überlegungen, Bestrahlung und Chemotherapie gelang es ihm tatsächlich, zwei Bücher zu verfassen, darunter der hochgelobte Jugendroman „Tschick“. Dieser entstand, weil Herrndorf die grundlegenden Prinzipien der Bücher seiner Jugend modernisieren wollte: Schnell verschwundene erwachsene Bezugspersonen, eine große Reise und ein großes Gewässer. Nun, das große Gewässer ergab mitten in Ostdeutschland wenig Sinn, aber der Rest ist in „Tschick“ durchaus zu finden.

Die Sommerferien sind in vollem Gange und der 14-jährige Maik Klingenberg hat nichts, aber auch gar nichts vor. Seine Mutter ist mal wieder in der Entzugsklinik, sein Vater mit seiner Assistentin auf Geschäftsreise. Maik sitzt vollkommen allein im Haus seiner Familie und bläst Trübsal. Er richtet sich gerade richtig schön im Selbstmitleid ein, als eines Tages ein blauer, verbeulter Lada vor seiner Tür hält und sein Mitschüler Tschick aussteigt. Tschick heißt eigentlich Andrej Tschichatschow und wohnt in einem Assi-Plattenbau in Hellersdorf. Keine Ahnung, wie der es aufs Gymnasium geschafft hat. Vielleicht Erpressung. Schließlich ist er Russe. Der Wagen ist natürlich geklaut. Und obwohl Maik eigentlich ein anständiger Junge ist, willigt er ein, mit Tschick einfach draufloszufahren. Quer über Deutschlands Landstraßen, durch verlassene oder vergessene Ortschaften, ein Abenteuer, das ihnen haufenweise Ärger einbrockt, ihnen aber auch den Sommer ihres Lebens beschert.

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Frank Schätzing – Breaking News

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Man kann über den deutschen Autor Frank Schätzing sicher vieles schreiben. Über seine Karriere in der Werbebranche, seinen explosiven Erfolg mit seinem Wissenschaftsthriller „Der Schwarm“, den ich während des Erdkundeunterrichts heimlich unter dem Tisch las, über seine Ausflüge in die Schauspielerei und über sein Werken als Musiker. Alles interessant, aber längst nicht so spannend wie sein Einsatz als Unterwäschemodel für die Marke Mey im Jahre 2009. Als ich über diese Info stolperte, ist mir wirklich die Kinnlade runtergefallen. Die Fotos, geschossen von der Fotografin Gabo, sind ästhetisch und Schätzing, damals 52, ist durchaus attraktiv, doch es wundert mich. Schriftsteller_innen neigen ja eher selten zur Selbstinszenierung. Seiner Glaubwürdigkeit schadete dieses Projekt trotzdem nicht, denn auch sein 2014 erschienener politischer Thriller „Breaking News“ eroberte Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.

Vor drei Jahren war Tom Hagen der gefeierte Star des Kriegs- und Krisenjournalismus. Kein Konflikt war ihm zu gefährlich, kein Schützengraben zu tief, kein Risiko zu gewagt. Überall auf der Welt fand man ihn an vorderster Front. Doch 2008 ging er zu weit. In Afghanistan verlor er alles. 2011 ist Hagen ein Schatten seines früheren Ichs und sucht verzweifelt nach der einen bedeutenden Story, die seine Karriere wieder in Schwung bringt. Verbittert und von Selbstvorwürfen zerfressen strandet er in Israel. Kurz nach seiner Ankunft in Tel Aviv bietet sich ihm eine einmalige Gelegenheit: Im Untergrund sind geheime Dokumente des Inlandgeheimdienstes Schin Bet aufgetaucht. Hagen erkennt sofort, dass der brisante Stoff den nächsten großen Knüller verspricht. Aber was sein fulminantes Comeback werden sollte, entwickelt sich schnell zu einem mörderischen Katz-und-Maus-Spiel. Hagen stößt auf eine Verschwörung, die die Grundfesten des Staates in Frage stellt – und auf die tragische Geschichte einer Familie, in der das Herz Israels schlägt.

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Aileen P. Roberts – Das magische Portal

Rezensionsheader Das magische Portal

Aileen P. Roberts war das Pseudonym der deutschen Fantastik-Autorin Claudia Lössl, die tragischerweise im Alter von 40 Jahren am 05. Dezember 2015 verstarb. Sie hinterließ ihren Ehemann Stephan, mit dem sie unter dem Sammelpseudonym C.S. West ebenfalls fantastische Romane verfasste, und ihre Tochter. Die Schriftstellerin litt unter einer schweren Krankheit, wovon offenbar nicht einmal ihr Verlag Goldmann Kenntnis hatte. Die Nachricht ihres Todes überraschte Fans wie Verleger gleichermaßen. Ich möchte ihrer Familie an dieser Stelle mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Ich wusste nicht, dass sie nicht mehr unter uns weilt, als ich „Das magische Portal“, den ersten Band der „Weltennebel“-Trilogie, las. Durch ihre Bücher bleibt sie auf ewig in Erinnerung.

Was hat die unscheinbare Mia bloß an sich, dass sich Darian zu ihr hingezogen fühlt? Weder entspricht sie seinem Typ, noch verkehrt sie in denselben sozialen Kreisen. Er ist beliebt und wohlhabend, sie hingegen wird von allen „die Vogelscheuche“ genannt. Als sie sich auf einer Studienreise nach Schottland näherkommen, erkennt Darian, dass sein Interesse an Mia über eine harmlose Schwärmerei hinausgeht. Sie verbirgt ein unglaubliches Geheimnis: sie ist kein Mensch. Sie stammt aus einem magischen Land namens Albany, dessen königliche Familie vor 25 Jahren Opfer einer heimtückischen Verschwörung wurde. Nur der jüngste Prinz überlebte und wurde durch den Weltennebel in Sicherheit gebracht. Von Verzweiflung getrieben offenbart sie Darian die Wahrheit: er ist Albanys verschollener Prinz, der Thronerbe und muss schnellstmöglich zurückkehren, um sein geknechtetes Volk zu erlösen. Obwohl Mias Geschichte verrückt klingt, glaubt Darian ihr. Doch die Reise nach Albany fordert Opfer und schon bald muss Darian einsehen, dass er in seiner Heimat vielleicht nicht willkommen ist…

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Peter V. Brett – The Core

Rezensionsheader The Core

Peter V. Bretts Demon Cycle“ wurde im Verlauf von neun Jahren veröffentlicht. Insgesamt arbeitete der Autor jedoch deutlich länger an dem Fünfteiler, nämlich seit 1999. 18 Jahre verbrachte er mit der Geschichte und wusste von Anfang an, wie sie enden würde. Sein bestgehütetes Geheimnis. Deshalb war das Erscheinen des Finales „The Core“ 2017 für ihn emotional weniger aufreibend als für seine Fans, denn er hatte wesentlich mehr Zeit, sich konkret auf den Abschied vorzubereiten. Dennoch gesteht er, dass ihn der Abschluss der Saga sehr stolz macht – vollkommen zurecht, schließlich verdiente er sich mit dem Demon Cycle“ einen Platz in der A-Liga der High Fantasy.

„Der Schwarm wird kommen“. Zuerst halten Arlen, Renna und Jardir die düstere Prophezeiung des dämonischen Prinzgemahls Alagai Ka für eine Lüge. Doch seine lustvolle Genugtuung, als er ihnen erklärt, welche Folgen seine Gefangenschaft haben wird, kann keine Täuschung sein. Genüsslich berichtet er, dass die Dämonenkönigin bald Eier legen wird, aus denen weitere, junge Königinnen schlüpfen werden. Da er eingesperrt ist und seine stärksten Nachkommen ausgelöscht wurden, werden die verbliebenen, schwächeren Prinzen die Eier stehlen und fliehen, um überall in Thesa neue Dämonennester zu gründen. Der Hunger der frischgeschlüpften Königinnen wird unersättlich sein. Die Städte der Menschen schweben in höchster Gefahr, denn weder Siegel noch Mauern können dem Schwarm dauerhaft standhalten. Unwissentlich verdammten Arlen, Renna und Jardir die Menschheit. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als Arlens riskanten Plan in die Tat umzusetzen und Alagai Ka zu zwingen, sie in den Horc zu führen. Können sie die gefährliche Reise durch das verschlungene Labyrinth des Abgrunds zur Brutkammer überleben und die Königin töten, bevor ihre Verbündeten an der Oberfläche von den Vorboten des Schwarms in die Knie gezwungen werden?

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