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Schlagwort-Archive: The Mortal Instruments

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion findet wöchentlich bei Schlunzen-Bücher statt; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Sharps“ von K.J. Parker und befinde mich auf Seite 221 von 449.

Sharps

 

For the first time in nearly forty years, an uneasy truce has been called between two neighbouring kingdoms. The war has been long and brutal, fought over the usual things: resources, land, money…
Now, there is a chance for peace. Diplomatic talks have begun and with them, the games. Two teams of fencers represent their nations at this pivotal moment.
When the future of the world lies balanced on the point of a rapier, one misstep could mean ruin for all. Human nature being what it is, does peace really have a chance?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„‚Fine,‘ Suidas growled.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Hui war das schwer, nach „End of Days“ (Penryn & the End of Days #3) von Susan Ee eine neue Lektüre auszusuchen. Ich denke aber, mit „Sharps“ habe ich eine gute Wahl getroffen. Ich wollte ein erwachsenes Buch lesen, das weit weg von der YA-Literatur ist. Besser hätte ich es im Grunde gar nicht machen können.
„Sharps“ ist ein wirklich anspruchsvoller High Fantasy – Roman, sehr intelligent geschrieben und konstruiert. Ich glaube, mir ist noch nie eine epische Fantasywelt begegnet, die politisch und wirtschaftlich dermaßen detailliert durchdacht ist. Die Situation in den beiden Ländern Scheria und Permia ist höchst kompliziert. Soweit ich es verstanden habe, hat Scheria zwar durchaus eine Regierung, wird aber in Wahrheit von Banken regiert, weil die Bevölkerung der Regierung nach Jahrzehnten des Krieges nicht vertraut und diese recht entscheidungsunfähig wirkt. In Permia ist es vermutlich ähnlich, da das gesamte Land von der Förderung von Silber abhängig ist. Demzufolge sind es die Minenbesitzer, die das Land regieren. Wir haben also als Ausgangssituation zwei ehemals verfeindete Länder mit schwachen Regierungen, die der Wirtschaft nichts entgegen zu setzen haben. Ein Zyniker, wer da einen Bezug zu unserer Realität sieht… 😉 Nach 40 Jahren des Krieges soll die Tour des Fechtteams aus Scheria zur Völkerverständigung und Festigung des Friedens beitragen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass die ganze Sache zum Himmel stinkt. Es gibt eine Menge Ungereimtheiten und schon die Tatsache, dass keine/r der FechterInnen wirklich freiwillig an der Tour teilnimmt, spricht Bände. Sie wurden alle mehr oder weniger erpresst. Der Titel des Buches bezieht sich auf die scharfen Klingen, mit denen sie in Permia kämpfen müssen, obwohl der Fechtsport in Scheria normalerweise mit beschichteten Klingen ausgeübt wird, die die SportlerInnen daher nicht verletzen können. Nur wusste das vorher niemand von ihnen. Sie werden von einem politischen Offiziellen begleitet, der ganz zufällig einst ein Oberst der Armee Scherias war, im Krieg gekämpft hat und darüber hinaus auch noch der Cousin so-und-so-vielten Grades eines hochrangigen Bankangestellten ist. Ich weiß zwar noch nicht, wohin K.J. Parker mit mir möchte, aber ich vermute, dass die ganze Fechttour nur ein Alibi für irgendeine politische, wirtschaftliche und/oder militärische Schweinerei ist.

4. Hast du schon Mal ein Buch gelesen, das du eigentlich nie lesen wolltest (nicht dein Genre, Klappentext spricht dich nicht an), es dann aber doch getan hast, weil „jeder“ so begeistert von diesem Buch war?

Durchaus, allerdings nicht oft. Spontan fallen mir nur drei Beispiele ein: die Legend-Trilogie von Marie Lu, die Reihe The Mortal Instruments von Cassandra Clare und prinzipiell alles von Stephen King.
„Legend“ (Rezension: HIER) ist mir lange bevor ich mich dazu entschieden habe, es zu lesen, das erste Mal auf Amazon begegnet. Da hatte ich noch keinen Blog, war nicht bei Goodreads angemeldet und überhaupt hatte ich keine Ahnung, wie viele Möglichkeiten das gute alte Internet einem Bücherwurm bietet. Ich musste mich also auf die Rezensionen auf Amazon verlassen, die zu dieser Zeit ziemlich gemischt waren. Ich erinnere mich, dass ich eine gelesen habe, in der sich der/die RezensentIn darüber beschwert hat, wie unrealistisch die ganze Kletterei sei und dass die Grundstory einfach flach ist. Ich entschied mich dagegen, das Buch zu lesen. Dann begann der Hype, alle waren dermaßen begeistert. Und ich dachte „Man, das muss doch einen Grund haben“. Dieser Gedanke führte dann schnell zu „Ach, was soll’s“. 😀 Heute bin ich sehr froh, dass ich mich habe verführen lassen, denn mir hat die Trilogie ausnehmend gut gefallen.
Um den ersten Band der Mortal Instruments, „City of Bones“ (Rezension: HIER), bin ich sehr lange herum geschlichen, tendierte aber fast ebenso lange eher dazu, ihn nicht zu lesen. Ich kann heute nicht mehr vollständig nachvollziehen, warum ich mich dann doch dafür entschied, bin mir aber sicher, dass das Erscheinen des Films eine wichtige Rolle spielte. Ich wollte die Verfilmung sehen, musste dafür aber unbedingt vorher das Buch lesen. Der Hype bestand ja bereits, also warf ich meine Zweifel hinsichtlich der vielen Klischees, die ich befürchtete, einfach über Bord und vertraute darauf, dass sich so viele begeisterte LeserInnen nicht irren könnten. Nun ja. Meine Befürchtungen waren durchaus begründet und letztendlich habe ich die Reihe nach dem zweiten Band abgebrochen. Ich bereue trotzdem nicht, dass ich dem Hype und Film nachgegeben habe.
Meine Beziehung zu Stephen King war sehr lange von Vorurteilen geprägt. Ich war jahrelang fest überzeugt, dass jemand, der so schnell so viel schreibt, gar nicht gut schreiben könne. Es erschien mir unmöglich, dass King ein guter Schriftsteller sein sollte. Meine Mutter hingegen mochte King schon so lange, wie ich mich erinnern kann. „ES“ stand Jahr um Jahr im Wohnzimmer auf Augenhöhe im Bücherregal und grinste mich an. Obwohl ich mich weigerte, das Buch zu lesen, zog es meine Augen nahezu magisch an (das ist übrigens bis heute so). Ich wusste, worum es darin ging, weil Mama mir die Geschichte im Groben erzählt hatte. Ich wusste auch, dass das Monster häufig als Clown auftrat, was meinen Entschluss, es nicht zu lesen, nur noch weiter festigte, denn ich habe schreckliche Angst vor Clowns. Außerdem hatte sie mir auch erzählt, dass ihr „ES“ Albträume beschert hatte. Kurz: ich war fest überzeugt, es niemals zu lesen. Als ich älter wurde, wurde mir jedoch irgendwann bewusst, dass „ES““ eines DER großen Werke von King ist, die alle Welt großartig findet. Gruselig, ja, aber eben auch hoch gelobt und von seinen Fans geliebt. Ich begann, an meinem eigenen Entschluss zu zweifeln. Wann immer ich mit jemandem sprach, der/die Romane von King gelesen hatte, hörte ich ausschließlich Lob. Das musste irgendwie begründet sein und eigentlich war ich ja auch kein kleines Kind mehr. Ich schätzte das Risiko, dass ich von einem Buch Albträume bekommen könnte, immer geringer ein und eines schönen Tages war es dann soweit: ich lieh mir „ES“ von meiner Mutter aus. Ohne die Begeisterung, die an mich herangetragen wurde, hätte ich das vermutlich niemals getan. Jetzt im Nachhinein sehe ich, wie dumm es war, Stephen King aufgrund von Vorurteilen keine Chance einräumen zu wollen. Er schreibt großartig. „ES“ hat mir zwar tatsächlich solche Angst eingejagt, dass ich Albträume hatte, aber es ist auch ein fabelhaftes Buch. Trotzdem möchte ich es nicht hier haben. Meine Mutter hat es mir angeboten, aber ich bin der Meinung, dass ich ein Buch, vor dem ich mich so sehr gefürchtet habe, nicht in meiner Wohnung haben sollte. Das mag übertrieben klingen, doch ich bin besorgt, dass die Nähe zu dem Buch weitere Albträume auslösen könnte. Das muss wirklich nicht sein. Man muss ja nichts riskieren. 😉

Was lest ihr im Moment? Hat euch ein Hype schon einmal verführt, ein Buch zu lesen, das ihr eigentlich nie lesen wolltet?

Ich freue mich wie üblich sehr auf eure Geschichten und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Dienstag! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
 

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10. 06. 2014 – Wie ich zum Elefanten werde: unbeliebte Buchmeinungen

tc5af43_abrissEs gibt Meinungen über Bücher, die man nicht gern laut sagt. Einfach, weil man sich damit selbst so dermaßen als Außenseiter brandmarkt. Weil die Blicke der anderen LeserInnen von erschrocken über angeekelt bis hin zu spontaner Antipathie reichen. Man bekommt das Gefühl vermittelt, ein kompletter Banause zu sein, der offenbar nur gerade so die Entwicklung vom Affen zum Homo sapiens abgeschlossen hat. Wohne ich einem Gespräch über ein Buch bei, zu dem ich eine eher… sagen wir mal: seltene Einstellung vertrete, verfalle ich neben all den enthusiastischen Lobpreisungen schnell in ein unangenehmes, defensives Schweigen. Meine Erfahrung zeigt einfach, dass es sinnlos ist, ein Buch zu kritisieren, das von meinen GesprächspartnerInnen in den Himmel gehoben wird. Obwohl mein Schweigen zu dem Gefühl führt, einen Elefanten im Raum zu haben, den sonst niemand zu bemerken scheint, ist mir der graue Riese allemal lieber als mich mit den Reaktionen der anderen BuchliebhaberInnen auseinander zu setzen. Dann werde ich nämlich selbst zum Elefanten im Porzellanladen, der allen Anwesenden zielsicher auf den Zehen herum trampelt.

Inspiriert von Robert und seinem Blog 101 Books sage ich: SCHLUSS DAMIT! Niemand ist ein ungebildeter, unsensibler Ignorant, nur weil er oder sie ein bestimmtes Buch nicht mag. Selbst wenn es ein internationaler Bestseller ist, zur Liste der 100 besten Bücher aller Zeiten der Times gehört oder von einem berühmten Autor geschrieben wurde.
Darum ist der heutige Beitrag ganz den Meinungen gewidmet, mit denen LeserInnen sonst oft allein sind. Lasst uns Farbe bekennen und ehrlich zu dem stehen, was wir denken, ohne uns gegenseitig schräg anzusehen.
Ich mache direkt den Anfang und präsentiere euch drei meiner unbeliebten Meinungen:

Ich kann die „Der Herr der Ringe“ – Bücher nicht leiden. Die gesamte Trilogie war für mich eine kolossale Verschwendung meiner kostbaren Lesezeit. Als ich etwa 12 war, habe ich „Der kleine Hobbit“ gelesen und geliebt. Die „Herr der Ringe“ – Filmreihe von Peter Jackson ist großartig. Doch die Bücher haben mich zu Tode gelangweilt. Seitenweise Hobbit – Lieder und ein Protagonist, der das Jammern nicht lassen kann. Selbst in den Filmen ist Frodo der Charakter, den ich am wenigsten mag. Sogar noch hinter Sauron. Und den Orks. Und Gríma Schlangenzunge. Ich halte ihn für ein hypersensibles Weichei. Trotzdem habe ich alle drei Teile gelesen, weil ich immer hoffte, es würde noch besser. Was nicht passiert ist. Schon die Reise am Anfang nach Bruchtal… meh. Öde. Ich weiß, dass die Quest ein elementarer Bestandteil der High Fantasy Literatur ist. Deswegen muss ich das aber noch lange nicht spannend finden.

Der Hype um die „The Mortal Instruments“ – Reihe von Cassandra Clare ist mir ein Rätsel. Es gibt so viele gute Urban Fantasy Young Adult Romane, aber die ganze Geschichte um Clary und Jace ist für mich einfach nur unlogischer Bullshit. Flache Charaktere, die mit einer vollen Klischee – Ausstattung daher kommen; ein Universum, das nachlässig zusammengeschustert wirkt. Ich begreife nicht, was daran so toll sein soll.

Während meiner Schulzeit habe ich „Das Parfum“ von Patrick Süskind lesen müssen. Obwohl ich das Buch insgesamt faszinierend und spannend fand, ja, es sogar zu einem der besten Bücher in der Liste der Schulliteratur küren würde, gibt es da einen Handlungsabschnitt, der mich immer noch ratlos macht. Ich frage mich bis heute, was dem Autor da durch den Kopf ging. Sieben zutiefst einschläfernde Jahre in einem Berg? Ernsthaft? Ja ja ja, ich weiß, diese Jahre waren nötig für Jean-Baptistes Entwicklung; er brauchte sie, um festzustellen, dass er keinen Eigengeruch hat. Bla Bla Bla. Ging das nicht kürzer? Für den Spannungsbogen stellte diese Zeitspanne meiner Meinung nach den absoluten Overkill dar. Unfassbar, dass ich das überlebt habe, ohne ins Koma zu fallen.

So. Drei Meinungen, die ich in einem Gespräch mit EnthusiastInnen niemals äußern würde. Und jetzt frage ich euch:

Welche Meinungen über Bücher machen euch zum Außenseiter?
Welche berühmten, erfolgreichen, angeblich wertvollen Bücher oder AutorInnen könnt ihr nicht leiden und warum?

Denkt daran, dieser Beitrag ist nicht dazu gedacht, sich gegenseitig anzugiften. 😉
Ich freue mich wahnsinnig auf eure Antworten und Kommentare, egal wie unbeliebt, gemein und radikal sie sein mögen. Hier ist (fast) alles erlaubt!

 
 

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14. 01. 2014 – Leseentscheidungen

Als ich mich heute morgen auf den Weg zur Uni machte, wusste ich bereits, dass ich „The Day of the Locust“ im Laufe des Tages auslesen werde. Interessant ist die Entscheidung, die ich bezüglich meiner nächsten Lektüre traf. Eigentlich wollte ich mir wie angekündigt „City of Ashes“ vornehmen. Ich entschied mich jedoch dagegen und packte „Für eine Handvoll Bisse“ (Chicagoland Vampires #7) von Chloe Neill in meinen Rucksack. Wieso? Zum Einen ist das Buch kleiner und dementsprechend leichter als der zweite Band der „The Mortal Instruments“-Reihe. Zum Anderen hatte ich das dringende Bedürfnis, mal wieder ein Buch auf Deutsch zu lesen, nachdem ich nun am Stück drei englische gelesen habe. Zwar fällt mir das Englische leicht und beeinflusst meinen Lesefluss kaum, aber ich hatte das Gefühl, unbedingt mal wieder etwas lesen zu müssen, bei dem ich absolut nicht nachdenken muss. Brain Candy. Natürlich bin ich auch neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte der Vampire aus Chicago, aber das war nicht der Hauptgrund, denn auf die Fortsetzung von Clarys und Jaces Schicksal bin ich genauso gespannt. Das heißt, meine letzten Bücher haben maßgeblich meine Entscheidung für den nächsten Lesestoff beeinflusst. Wer kann es mir übel nehmen nach „The Grapes of Wrath“ und „The Day of the Locust“?

Was mich vor allem interessiert, wie trefft ihr diese Entscheidung? Nach welchen Kriterien sucht ihr die nächste Lektüre aus? Spielt für euch das Gewicht eines Buches eine Rolle, wenn ihr viel unterwegs seid? Hinterlasst mir in den Kommentaren mit Verweis auf das Datum (also der 14.01.2014) eure Antworten, ich freue mich sehr darauf, von euren Erfahrungen und Gewohnheiten zu lesen! 🙂

++ACHTUNG: Dieser Beitrag wurde übertragen. Erstellungsdatum ist der 14.01.2014!++

 
 

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10. 01. 2014 – Wieder eins weniger

Gestern Abend habe ich noch spontan ein weiteres Buch von meiner Wunschliste streichen können: nachdem ich mir die Verfilmung von „City of Bones“ angesehen habe (die übrigens trotz inhaltlicher Abweichungen nicht schlecht war), konnte ich nicht mehr widerstehen und habe mir „City of Ashes“, den zweiten Band der „The Mortal Instruments“-Reihe, bei amazon gekauft. Ja, ich gebe es zu, ich bin schwach und habe der Versuchung nachgegeben. 🙂

Freut euch auf die (hoffentlich bald) anstehende Rezension; ich bin sehr gespannt, ob meine Kritik am ersten Band bezüglich der Tiefe der Figuren sich nun im zweiten Band in Luft auflöst. Der Film hat außerdem ein paar inhaltliche Andeutungen gemacht, auf die ich einfach viel zu neugierig bin, um noch viel länger zu warten. Das gute Stück soll morgen ankommen, leider kann ich nicht direkt mit dem Lesen anfangen, weil ich zuerst noch „The Day of the Locust“ von Nathanael West für die Uni lesen muss. Aber ich schätze, danach werde ich es mir sofort vornehmen und schauen, wie die Geschichte von Clary und Jace weitergeht.

++ACHTUNG: Dieser Beitrag wurde übertragen. Erstellungsdatum ist der 10.01.2014!++

 

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