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Schlagwort-Archive: Terry Pratchett

Neil Gaiman – American Gods

Mein erstes Date mit Neil Gaiman wollte ich ursprünglich mit „Neverwhere“ bestreiten. Jahrelang schlich ich um den populären Fantasy-Autor, der eng mit Terry Pratchett befreundet war, herum. Ich hatte Respekt vor seinem Ruf und traute mich einfach nicht, ihn kennenzulernen. Dann sahen der Lieblingsmensch und ich den Trailer zur Amazon-Serie „American Gods“. Ich wusste, dass es sich dabei um die Verfilmung von Gaimans gleichnamigen Roman handelt und als der Lieblingsmensch äußerte, dass er der Serie eine Chance geben wollte, entschied ich spontan, zuerst das Buch lesen zu wollen. Mein erstes Date mit Gaiman sollte nicht länger „Neverwhere“ sein. Es sollte „American Gods“ sein.

Nach 3 trostlosen Jahren im Gefängnis wünscht sich Shadow nur noch eines: er möchte nach Hause, zu seiner Ehefrau Laura. Als ihn der Gefängnisdirektor in sein Büro bestellt, ahnt er, dass ihn schlechte Nachrichten erwarten. Betäubt lauscht er den Worten des Direktors, der ihm mitteilt, dass Laura bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kam. Er wird verfrüht entlassen, um an ihrer Beerdigung teilnehmen zu können. Von einem surrealen Gefühl der Unwirklichkeit begleitet besteigt er ein Flugzeug, das ihn an einen Ort bringen soll, der nicht länger sein Zuhause ist. Neben ihm sitzt ein gut gekleideter älterer Herr. Er stellt sich als Mr. Wednesday vor. Obwohl sie sich gerade erst kennenlernen, weiß er Dinge über Shadow, die er unmöglich wissen kann und bietet ihm einen Job an. Shadow findet ihn seltsam, doch er hat kein Leben, zu dem er zurückkehren könnte. Er hat nichts zu verlieren. Er schlägt ein, unwissend, dass er schon bald in einen kosmischen Sturm hineingezogen werden wird. Um sich zu schützen, muss Shadow den Funken wiederfinden, der mit Laura starb: seinen Glauben.

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Verfasst von - November 14, 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Auslosung des Gewinnspiels zum Welttag des Buches: Buchgutschein erhält neues Zuhause!

Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine Mission, anlässlich des Welttags des Buches Lesefreude zu schenken und zu teilen, war auch dieses Jahr wieder erfolgreich! Das Autoren-Suchsel kam bei euch recht gut an, denn ihr habt munter gerätselt, gesucht und fleißig eure Lösungen eingereicht. Allzu schwer war es offenbar nicht, denn ich habe kaum falsche oder unvollständige Einsendung erhalten. Es freut mich, dass ihr Spaß an meinem Beitrag zum Bücherwürmer-Feiertag Nummer 1 hattet und danke euch von Herzen für eure Teilnahme. Ohne euch sind solche Aktionen nicht möglich und der Austausch untereinander ist stets Gold wert. 🙂
Heute kommen wir nun zum abschließenden Part des Gewinnspiels: die Auflösung der Suchbegriffe und die Auslosung des/der Gewinner_in!

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Montagfrage: AutorIn mit den meisten Büchern?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe gute Nachrichten für euch: die Blogpause ist vorbei. Ich habe sehr fleißig Rezensionen geschrieben, habe einen Vorlauf geschaffen und kann nun wieder regelmäßig Buchbesprechungen veröffentlichen. Jubel, Trubel, Heiterkeit! 😀 Ich bin zwar noch nicht bei Null und tagesaktuell, aber mit den offenen, vorbereiteten Rezensionen sind wir erst einmal ein Weilchen beschäftigt. Daher habe ich genug Zeit, die ausstehenden abzuarbeiten. Ab dieser Woche wird es jeden Mittwoch und jeden Freitag eine neue Rezension geben. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr nicht noch einmal so in Verzug gerate, versprechen kann ich es aber nicht, denn das hängt maßgeblich von meinen gelesenen Büchern ab.
Während ihr euch jetzt hoffentlich auf Mittwoch freut, mache ich mich an die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja:

Von welchem/r Autor/in hast du gefühlt die meisten Bücher?

Gefühlt? Markus Heitz. Der Mann schreibt, als gäbe es kein Morgen. Ich besitze 22 Bücher aus seiner Feder. Einzeln gezählt. Effektiv sind es mehr, weil ich seine komplette „Ulldart“-Saga als hübsche Sammelbände (9 Teile in 4 Büchern) habe und in der „Schattenläufer“-Chronik auch drei Romane enthalten sind. Wenn ich mich nicht verzählt habe, macht das zusammen 30 Romane. Damit ist Herr Heitz wirklich weit abgeschlagen, denn der nächste dürfte Stephen Kind mit „nur“ 18 Romanen sein. Wer hätte das gedacht? Vor einigen Jahren habe ich mich noch strikt geweigert, seine Werke zu lesen. Hier schlägt natürlich besonders „Der Dunkle Turm“ zu Buche, denn diese Reihe umfasst ja bereits sieben Bände.
Platz 3 belegt Terry Pratchett mit 15 einzelnen Büchern. Auch hier sind es effektiv mehr Romane als Bücher, 19 Stück, um genau zu sein. Das heißt, ginge es wirklich um Romane, wäre Terry Pratchett auf Platz zwei und Stephen King auf Platz drei. Geht es aber nicht. Die Frage drehte sich um Bücher, also muss Mr. Pratchett mit der Bronzemedaille Vorlieb nehmen.
Ich muss dazu sagen, dass ich die ersten drei Plätze jetzt wirklich nur nach Augenmaß festgelegt habe. Es kann gut sein, dass ich daneben liege, doch ich weigere mich einfach, für jede_n einzelne_n Autor_in zu zählen, wie viele Bücher ich von ihm oder ihr besitze.

Welche_r Autor_in ist in eurem Regal am häufigsten vertreten?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - September 21, 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Ich bin nicht tot. Ich bin Tod. – Ein Nachruf

terry-pratchett

Gestern ist einer der fabelhaftesten AutorInnen der Welt im Alter von 66 Jahren verstorben: Sir Terry Pratchett. Ich schätze, ich habe es als eine der ersten erfahren, weil ich gestern in der Redaktion im 16. Stock gearbeitet habe. Es hat mich ziemlich hart getroffen und wäre ich allein oder bei mir zu Hause gewesen, hätte ich wohl ein paar Tränen der Trauer vergossen. Ich wusste, dass er krank war (Alzheimer). Doch bis zum Schluss hat er geschrieben.
Ich möchte hier nicht sein Leben zusammenfassen oder auf jedes einzelne seiner unzähligen literarischen Werke aufzählen. Das können andere, kluge Menschen vermutlich wesentlich besser als ich. Stattdessen möchte ich euch erzählen, was Terry Pratchett mir bedeutet hat.

Mein erster Terry Pratchett war „Gevatter Tod“. Bis heute ist dieses Buch mein liebster Scheibenwelt-Roman und TOD mein liebster Scheibenwelt-Charakter. In all seiner Nüchternheit ist er herrlich (unfreiwillig) witzig. Ich kann wohl behaupten, dass die Lektüre von „Gevatter Tod“ mein Leben verändert hat, denn seitdem bin ich verrückt nach der Scheibenwelt. Ich liebe die schiere Absurdität dieses Universums, wo alles passieren kann. Pratchett hat für sich selbst und für seine LeserInnen einen Ort erschaffen, in dem jedes Gedankenspiel ausgelebt werden kann. Nach „Gevatter Tod“ kam „Einfach göttlich“, was mir verdeutlichte, dass Pratchett nicht nur großartige, lustige Fantasy schreiben konnte (wow, die Vergangenheitsform schmerzt mehr, als ich dachte), sondern auch ein unkonventioneller, überzeugender Philosoph war. Seine Ansichten zum Thema Glauben kamen damals vermutlich ein wenig früh für mich; ich war eigentlich noch etwas jung für diese Lektüre. Trotz dessen habe ich sehr viel aus „Einfach göttlich“ mitgenommen. Pratchett hat meinen Horizont erweitert und seitdem hat er es immer wieder getan. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.
Bücher wie „Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ beweisen einen unvergleichlich scharfen Blick auf die Gesellschaft mit all ihren Macken, Fehlern, aber auch schönen Seiten.
Es macht mich so traurig, dass Terry Pratchett nie wieder einen neuen Scheibenwelt-Roman schreiben wird. Ich kannte ihn nicht persönlich, aber ich denke, er wird mir sehr fehlen. Es gäbe noch so viele Themen, zu denen seine Ansichten meine Welt bereichert hätten. Sein Tod ist ein herber Verlust. Nicht nur für die (literarische) Welt, sondern auch für mich.

Mir fehlen die Worte. Ich bin traurig und ich trauere. Eines schönen Tages möchte ich in meine kleine Privatbibliothek blicken und dort sein Gesamtwerk finden. Denn nur so wird Terry Pratchett weiterleben. In seinen Büchern und seinen Geschichten.

Danke, Sir Terry Pratchett.

(Bildquelle)

 
 

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Terry Pratchett – Der Club der Unsichtbaren Gelehrten

„Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“

Der Club der unsichtbaren Gelehrten von Terry Pratchett

Reihe: Scheibenwelt #37

Originaltitel: Unseen Academicals

Autor: Terry Pratchett

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 507 Seiten

Verlag: Goldmann Verlag

Sprache: Deutsch

ISBN: 3442477573

Genre: Fantasy & Humor

ausgelesen am: 16.05.2014

Bewertung:

Ich liebe Terry Pratchett. Vor Jahren habe ich angefangen, seine Scheibenwelt – Romane zu lesen; mein erster Ausflug war „Gevatter Tod“. Es gibt viele witzige Bücher, aber nur wenige Autoren, die es verstehen, Intelligenz und Philosophie so humorvoll zu verpacken. Pratchett hat die Fähigkeit, einen ehrlichen Blick auf die sogenannte zivilisierte Menschheit zu werfen und die Absurdität unserer gesellschaftlichen Regeln und Verhaltensweisen unbeirrt hervor zu heben. Er hält uns den Spiegel vor und lehrt uns, uns selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Traditionen sind wichtig. Davon ist ganz Ankh-Morpork überzeugt, vor allem Ponder Stibbons, der neue Meister der Traditionen der Unsichtbaren Universität. Bei der Durchsicht des großen Buchs der Traditionen entdeckt er jedoch, dass die Zauberer eine ganze bestimmte Tradition in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt haben: die vermutlich schönste Nebensache der Welt, Fußball. Stellen sie nicht schnell eine Mannschaft zusammen und nehmen an einem Spiel teil, verliert die Universität eine umfangreiche Geldspende. Da die gelehrten Herren nicht bereit sind, die allseits beliebte Käseplatte auf nur drei Sorten zu reduzieren, wird Stibbons mit dieser scheinbar unmöglichen Aufgabe betreut. Gemeinsam mit dem Kerzentropfer Nutt muss er gegen Jahre der Unsportlichkeit ankämpfen und die Zauberer überzeugen, ihre Snacks und Pfeifen lange genug aus der Hand zu legen, um zumindest eine minimale Chance zu haben. Als das Spiel dann stattfindet, geht es allerdings bereits um wesentlich mehr als nur Fußball…

Schon auf der ersten Seite von „Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ wurde ich daran erinnert, dass es hundert gute Gründe gibt, warum ich Terry Pratchetts Romane so gern lese. Seine Fußnoten, die sich gern auch mal über mehrere Seiten erstecken, sind legendär. Die großzügige Prise alltäglichen Irrsinns, der groteske Witz, machen Ankh-Morpork zu einem meiner liebsten Schauplätze in der Welt der Fantasy – Romane.
„Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ thematisiert den Fußball, aber Pratchett macht unmissverständlich klar, dass dieser Sport so viel mehr ist als nur ein Spiel. Fußball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, das die Grenzen von Toleranz und Solidarität im weitesten Sinne symbolisiert und das trifft eben auch auf eine fiktive, fantastische Gesellschaft wie die der Scheibenwelt zu. Ob nun Mensch, Zwerg, Troll oder Ork – neunzig Minuten auf dem Platz sind in der Lage, die ZuschauerInnen zu befreien sowie zu demaskieren. Neunzig Minuten, die gesellschaftliche Probleme aufzeigen, Unzufriedenheit verdeutlichen und trotzdem voller Liebe sind. Jede_r, der/die schon einmal ein Fußballspiel im Stadion erlebt hat, kennt Pratchetts „wildes Tier“ mit tausend Kehlen – die Menge. Das Gedränge, der Lärm, dieses vollkommene Gefühl der Zugehörigkeit ist etwas ganz besonderes und Pratchett hat diese Emotionen wunderbar erfasst und literarisch nachvollziehbar verarbeitet. Das Match zwischen den Unsichtbaren Gelehrten und Ankh-Morpork United ist unheimlich spannend; ich hatte wirklich das Gefühl, vor Ort zu sein und mit zu fiebern.
Seine scharfsinnige Schilderung beschränkt sich nicht nur auf das Spiel selbst. Der gesamte Vorlauf ist eine brillante, satirische und ehrliche Darstellung des allgegenwärtigen Phänomens Fußball; ein Sport, der noch immer dem Volk gehört. Dies verdeutlicht Pratchett durch seine Figuren, die so außergewöhnlich wie einzigartig sind. Sei es nun Nutt, der hauptberuflich Kerzen tropft und trotzdem ein unvergleichlicher Autodidakt ist, oder Trevor Likely, der stets unterhalb seines Potentials gelebt hat, oder auch Pepe, der die Verbindung zwischen Fußball und Modewelt herstellt. Dabei entsteht ein realistischer, lebensechter Querschnitt aller Gesellschaftsschichten, welche letztendlich auf den Tribünen eines Stadions vereint sind.

„Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ ist ein Roman für alle, die Fußball lieben, aber auch erkennen können, wie unsinnig oder absurd die grenzenlose Begeisterung für diesen Sport manchmal ist. Die Ironie, die dieser Obsession inne liegt und die von Terry Pratchett zielsicher herausgefiltert wird, hat mich unzählbare Male laut auflachen lassen. Interessierte LeserInnen dürfen aber trotz dessen nicht vergessen, dass dieses Buch aus der Feder eines Autors stammt, der eine komplizierte Ausdrucksweise liebt. „Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ liest sich nicht einfach so weg, es zwingt die LeserInnen, ihre grauen Zellen anzustrengen, was jedoch auch einen Teil seines Werts ausmacht.

 
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Verfasst von - Mai 17, 2014 in Fantasy, Humor, Rezension

 

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