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Montagsfrage: Druckfrisch, aber enttäuschend?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich gerade erst „Blood & Thunder: The Life and Art of Robert E. Howard“ von Mark Finn ausgelesen. Dabei handelt es sich um eine analytische Biografie des Autors, dessen berühmtestes Werk die Geschichten um den Barbaren bzw. Cimmerier Conan sind. Ich habe die Lektüre natürlich in Vorbereitung meiner geplanten Conan-Aktionswoche ausgewählt. Ich hatte mir überlegt, einen schönen, gradlinigen Beitrag zum Leben von Robert E. Howard zu verfassen, der euch den Schöpfer des berüchtigten Barbaren etwas näherbringt. Tja, so einfach wird das nicht. Howards Leben war kompliziert und wurde von vielen Faktoren bestimmt, die ich theoretisch alle erklären müsste, um euch verständlich zu machen, was für ein Mann er war und inwiefern seine Erfahrungen sein Werk beeinflussten. Ich werde die Organisation und Struktur meiner Aktionswoche überdenken müssen. Ich zweifle ernsthaft daran, dass ich dieses Projekt 2019 vollenden kann. Es wird deutlich mehr Arbeit, als ich angenommen hatte und ich habe ja noch ein paar andere Beitragsideen, die ich dieses Jahr gern realisieren würde. Vielleicht muss Conan warten, bis ich diese harte Nuss geknackt und die beste Herangehensweise an das Thema aufgedeckt habe. Vielleicht müsst ihr euch etwas länger gedulden.
Bezüglich der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise müsst ihr hingegen keine Geduld aufbringen, diese beantworte ich heute wie immer zum Start in die neue Woche.

Gab es dieses Jahr eine von dir erwartete Neuerscheinung, die dich enttäuscht hat?

Nein. Ich bin stolz, verkünden zu können: Neuerscheinungen haben keine Macht über mich. Oder sehr selten. Ich kaufe Bücher fast ausschließlich gebraucht und so gut wie nie direkt zum Erscheinungstermin. Das liegt nicht daran, dass ich grundsätzlich geizig wäre, obwohl der finanzielle Aspekt bei den Ausmaßen meines Literaturkonsums natürlich eine Rolle spielt. Ich habe einfach irgendwann gelernt, mich in Geduld zu üben. Es gibt sehr wenige Bücher, die ich unbedingt pünktlich zur Veröffentlichung haben muss und noch weniger, die ich dann auch sofort lesen möchte. Es hat sich rausgestellt, dass selbst die paar Werke, die ich zum Beispiel vorbestellt habe, oft auf meinem SuB landen. Wenn das ohnehin der Fall ist, kann ich ja auch darauf warten, dass sie günstig gebraucht zu haben sind, oder nicht?

Dieses Jahr habe ich bisher keine einzige echte Neuerscheinung gelesen. Jedes Buch war entweder längst erschienen oder lag mindestens einige Monate auf meinem SuB, bevor ich es ausgewählt habe. 2019 habe ich auch vergleichsweise wenig Bücher gekauft, was tatsächlich finanzielle Gründe hat. Im Juli ist Chilli krank geworden. Ihre Behandlung hat Unsummen gefressen. Das war mir im Endeffekt völlig gleichgültig, ich hätte meinen letzten Cent gegeben und mich nur noch von Tütensuppen ernährt, wäre sie dafür wieder gesund geworden. Im September musste ich sie auf ihre letzte Reise schicken. Glaubt mir, Sterben ist keine preiswerte Angelegenheit. Die Klinik wollte bezahlt werden, ihr ambulanter Tierarzt, der sie einschläferte, ebenfalls und die Einzelkremierung, die es mir ermöglichte, ihre Asche zu verstreuen und sie frei zu lassen, war bei ihrer Größe und ihrem Gewicht auch kein Schnäppchen. Danach war es mir wichtiger, so schnell wie möglich die Aschekette zu kaufen, die ich jetzt jeden Tag trage, nur zum Schlafen, Duschen und Sport abnehme und die einen winzigen Teil ihrer Asche enthält. Bücher haben dieses Jahr einfach keine Priorität, deshalb habe ich mein Kaufverhalten seit Juli auf Null heruntergefahren. Letzte Woche habe ich zum ersten Mal wieder beim Gebrauchthändler meines Vertrauens gestöbert, aber nichts entdeckt, das ich unbedingt haben wollte. Ich kaufe Bücher nicht um des Kaufens willen.

Nächsten Monat erwarte ich hingegen eine Neuerscheinung, die ich vor Monaten vorbestellt habe: den letzten Band der „Gods of Blood and Powder“-Trilogie von Brian McClellan, „Blood of Empire“. Amazon behauptet, dass es am 13.12. hier eintreffen wird. Dieses Buch werde ich dann voraussichtlich wirklich sofort lesen, denn ich freue mich sehr darauf und brauche es für Challenge-Aufgaben. Da ich die Geschichte bereits kenne und von den Vorgängern begeistert war, mache ich mir allerdings keine Sorgen, dass es mich enttäuschen könnte. Dafür müsste Brian McClellan schon großen Mist bauen und das halte ich für mehr als unwahrscheinlich.

Wurdet ihr 2019 von einer Neuerscheinung enttäuscht?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sorgenfreien Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: SuB-Leiche der Schande?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Mein Mann und ich leben in Trauer. Unsere aktuelle Lieblingsserie wurde abgesetzt. 😭 Wir sind Riesenfans von „Happy“, das auf Netflix verfügbar ist und die Geschichte von Nick Sax erzählt, der mithilfe des imaginären Freundes seiner Tochter Verbrecher jagt. Klingt lahm – ist es nicht. Es ist brutal, gewalttätig, total krank und mega lustig. Genau unser Humor. Aber nach der zweiten Staffel, die wir gestern zu Ende geschaut haben, verkündete der produzierende Sender SyFy, dass die Einschaltquoten für eine dritte Staffel nicht ausreichen. Dabei gibt es noch soooooo viele offene Fragen! Das können die doch nicht machen! Glücklicherweise existiert ein schmaler Hoffnungsschimmer. Auf Netflix war die Serie nämlich sehr erfolgreich und daher besteht die Chance, dass sie sie komplett übernehmen. Ich bete dafür. Ich muss wissen, wie es weitergeht! Ich will nicht dumm sterben! Wenn ihr mal Lust auf völlig abgefahrene Action mit jeder Menge Blut, Gedärmen und makaberen Witzen habt, nehmt euch ein Wochenende Zeit und guckt „Happy“, damit Netflix begreift, dass sich die Serie lohnt.
Um meine Enttäuschung über diese miese Nachricht zu überwinden, feiere ich diesen freien Montag wie immer mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Welches Buch liegt schon ewig auf deinem SuB und wird einfach nicht gelesen?

Mein SuB ist gigantisch. Dreistellig. Was anderen Leser_innen Schweißperlen auf die Stirn und die Schamesröte ins Gesicht treiben würde, ist für mich völlig in Ordnung. Ich liebe die vielfältige Auswahl meines SuBs und geniere mich nicht dafür, dass er mehr Bücher umfasst, als manche Menschen überhaupt besitzen. Eine natürliche Konsequenz dieser monströsen Ausmaße ist allerdings, dass einige Werke ziemlich lange ungelesen versauern. Jahre – auf jeden Fall. Jahrzehnte – wahrscheinlich. Grundsätzlich empfinde ich auch das nicht als problematisch, weil ich immer noch überzeugt bin, dass jedes Buch seine Zeit hat und ihre Geduld glücklicherweise endlos ist. Dennoch kenne ich die Aura der Schande, die bestimmte Literaturvertreter umgibt, weil man sie schon längst gelesen haben wollte und es immer wieder vor sich herschiebt. Meine persönliche Nemesis, die mir im Nacken hockt und mich umtreibt, mein ganz privater weißer Wal ist genau das: ein weißer Wal. „Moby Dick“ von Herman Melville. Verglichen mit anderen Büchern staubt dieser Klassiker noch gar nicht so lange in meinem Regal ein, nämlich erst seit 2015, aber er geistert äußerst intensiv durch meine Gedanken und verspritzt Fontänen des schlechten Gewissens. Ich habe das Gefühl, der richtige Zeitpunkt für die Lektüre ist längst gekommen, kann mich jedoch einfach nicht überwinden. Quasi genau das Gegenteil von Kapitän Ahab. Was hält mich zurück? Einerseits der Umfang. Meine Ausgabe zählt über 700 Seiten. Normalerweise ist das für mich überhaupt kein Hindernis. Doch bei einem Klassiker bedeutet das mehr als 700 Seiten höchste Aufmerksamkeit. Einen Klassiker liest man nicht mal eben so nebenbei, man muss sich konzentrieren. Das heißt, mich schreckt einfach die Anstrengung, die mit der Lektüre verbunden sein wird. Andererseits wurde mir mittlerweile sehr oft gesagt, dass das Buch laaaaaaaaaaaaaaangatmig ist, wenn nicht gar langweilig. Es fiel das Wort Quälerei. Diese Aussicht lässt meine Motivation verwelken wie bisher jede Pflanze, die damit gestraft war, in meine Obhut übergeben zu werden. 700+ Seiten Quälerei? Klingt nicht gerade attraktiv. Nichtsdestotrotz bin ich fest entschlossen, den weißen Wal eines Tages zu erlegen. Tatsächlich gehört es zu meinen Jahreszielen für 2019. Ich habe mich in Carolines Lesebingo darauf festgelegt, „Moby Dick“ lesen zu wollen. Ich hoffe, dass dadurch eine Verbindlichkeit entsteht, die mich zwingt, endlich die Hinterbacken zusammenzukneifen und es mir vorzunehmen. Wir werden sehen, ob das funktioniert. Bis jetzt vorerst nicht.

Welche SuB-Leiche ist euer weißer Wal?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Scott Westerfeld – Uglies

Rezensionsheader Uglies

Ich habe einen interessanten Zeitpunkt gewählt, um „Uglies“ von Scott Westerfeld zu lesen. Das Buch ist mittlerweile 14 Jahre alt und Auftakt der gleichnamigen „Uglies“-Tetralogie. Es lag recht lange auf meinem SuB, etwa dreieinhalb Jahre, weil meine Begeisterung für Young Adult – Dystopien seit dem Kauf deutlich abflaute. Als ich es im Februar 2019 aus dem Regal holte, folgte ich einer spontanen Eingebung meines Bauches. Das Timing hätte nicht besser sein können, denn während meiner Recherchen zum Autor fand ich heraus, dass Westerfeld im September 2018 begann, eine neue Tetralogie namens „Impostors“ im „Uglies“-Universum zu veröffentlichen, die bis 2021 vollständig erscheinen soll. Wir werden sehen, ob er mich so lange bei der Stange halten kann. Mit „Uglies“ erlebte ich auf jeden Fall einen vielversprechenden Start.

Alle Menschen wollen schön sein. Die beinahe 16-jährige Tally ist da keine Ausnahme. Nur noch ein paar Wochen trennen sie von ihrem neuen Gesicht und ihrem neuen Ich. Schluss mit ihrem Dasein als Ugly! Sie wird eine Pretty sein, in New Pretty Town leben und nur noch Spaß haben. Es ist so großzügig von der Regierung, allen Einwohner_innen zu ihrem 16. Geburtstag eine umfangreiche Schönheitsoperation zu schenken! Ist es doch – oder nicht? Tallys Freundin Shay hat Bedenken, denn der Eingriff ist keineswegs freiwillig. Kurz vor ihrer OP läuft sie davon, um in der Wildnis zu leben und bringt Tally damit in ernste Schwierigkeiten. Die Regierung stellt sie vor die Wahl: entweder, sie findet Shay und verrät ihre Freundin oder sie wird niemals operiert werden. Tally muss sich entscheiden. Wird sie Shay opfern, um pretty zu sein?

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David Levithan – Every Day

Sucht man nach LGBT-Jugendliteratur, stößt man schnell auf David Levithan. Der Autor erarbeitete sich eine beachtliche Reputation, weil Diversität in seinen Büchern eine wichtige Rolle spielt. Er begann seine Karriere als Lektor; sein erster Roman „Boy Meets Boy“ stellte sein Traum-Manuskript dar: eine Geschichte über homosexuelle Teenager fern jeglicher Klischees und Stereotypen. Offenbar war er nicht der einzige, der sich das wünschte, denn das Buch wurde ein Erfolg. Sein vermutlich bekanntestes Buch ist jedoch „Every Day“, in dem er untersucht, wie eine Existenz ohne Label wie Gender, Sexualität und Rasse, die Menschen zur Kategorisierung verwenden, aussähe. Außerdem wollte er herausfinden, ob es möglich wäre, eine Person zu lieben, die sich jeden Tag verändert. Der 2012 erschienene Roman erfuhr einen unfassbaren Hype, der auch an mir nicht vorbeiging. Aber da ich dazu neige, die Letzte zu sein, die ein gehyptes Buch liest, holte ich „Every Day“ erst 2018 von meinem SuB.

Stell dir vor, du müsstest jeden Tag aufs Neue herausfinden, wer du bist. Stell dir vor, du hättest keinen eigenen Körper, kein eigenes Leben, keinen Anker. Nur deine Identität, dein abstraktes, formloses, heimatloses Ich, das Tag für Tag in der Existenz eines anderen Menschen erwacht. Was würdest du tun? Würdest du das Abenteuer suchen, Grenzen überschreiten? Würdest du verantwortungsvoll mit dem Leben umgehen, das dir anvertraut wurde? Was würdest du vermissen? Dein Gesicht im Spiegel? Familie, Freunde, Routine? Oder die Hoffnung auf die große Liebe?
Seit A denken kann, bedeutete Leben, in eine andere Person hineinzuschlüpfen. So war es immer. Doch Rhiannon änderte alles.

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Anne Helene Bubenzer – Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown

Hallo, ich heiße Elli, bin 29 Jahre alt und schlafe noch immer mit einem Teddybären im Arm. Wie? Ist das gar nicht die Gruppe für anonyme Geständnisse? Oh. Ähm. Nun ja. Da die Wahrheit jetzt schon mal raus ist…

Bereits als Kind waren Kuscheltiere für mich sehr wichtig. Ich sammelte sie. Ich liebte sie. Und natürlich kannte ich jeden einzelnen Namen auswendig. Aber es gab immer DAS eine Kuschel, das ich mehr als alle anderen liebte. Seit meinem achten Lebensjahr ist das eine Bärendame namens Dickie. Das Dickchen. Ich rettete sie vor einem würdelosen Ende auf dem Müll, als mein Grundschul-Klassenzimmer ausgemistet wurde. Ihr Fell ist eher kurz, trotzdem ganz weich und hat diese seltsame beige Farbe. Sie ist älter als ich. Ich weiß nicht, woher sie kam und was sie schon alles erlebte, doch seit diesem denkwürdigen Tag sind wir unzertrennlich. Wir reisten, spielten, weinten und lachten zusammen. Als ich älter wurde, begleitete sie mich klaglos ins Leben einer Erwachsenen. Bis heute schlafe ich besser, wenn sie bei mir ist. Mein Ehemann berichtet, dass ich im Schlaf sogar zufriedene Geräusche von mir gebe, wenn er sie mir in den Arm legt und wir manchmal in exakt derselben Position daliegen. Ziemlich verrückt?

Auch nicht verrückter, als einen ganzen Roman über die Weltgeschichte aus der Perspektive eines Teddybären zu schreiben, wie Anne Helene Bubenzer es mit „Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown“ getan hat.  Das N. steht für „Nearly“, weil Henry eben nur fast braun ist. Wie Dickie. Für diese Rezension ist es entscheidend, dass ihr versteht, wie abgöttisch ich das Buch ihretwegen liebe, deshalb erzähle ich euch von ihr. Die Lektüre fühlte sich an, als hätte Bubenzer direkt in mein Herz geschaut und die Geschichte aufgeschrieben, die ich mir so dringend für Dickie wünschte. Das bedeutet mir mehr, als ich ausdrücken kann. Einige Jahre nach Henrys Biografie erschien „Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown“, eine schmale, lockere Fortsetzung, die ich 2018 endlich passend zur Weihnachtszeit las.

In seinem 91-jährigen Teddybärenleben durfte Henry N. Brown bereits eine Menge Erfahrungen sammeln: er bereiste die Welt, erlebte Liebe und Verlust, sah Kriege entflammen und den Frieden siegen. Er kann zweifellos behaupten, mit allen Wassern gewaschen zu sein. Seinen Ruhestand als stiller Mitbewohner der Schriftstellerin Flora Sommer verdiente er sich redlich. Doch dieses Weihnachtsfest weckt erneut die Lebensgeister des alten Bären. Alle sorgfältigen Pläne, die Flora und Henry für einen ruhigen Heiligabend schmiedeten, werden vom Chaos unerwarteter Familienbesuche und uneingeladener Gäste über den Haufen geworfen. Die beiden haben alle Hände und Pfoten voll zu tun, um das Tohuwabohu unter Kontrolle zu halten, aber der Magie von Weihnachten kann niemand entfliehen. Trotz vieler Überraschungen wird es am Ende das schönste Fest, das sich Flora und Henry wünschen konnten.

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Verfasst von - 25. Dezember 2018 in Märchen, Rezension

 

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Montagsfrage: Sparfuchstricks?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich bin ein bisschen stolz auf mich. Ich habe in der letzten Woche fleißig Rezensionen geschrieben und mich in meinem Stapel der noch abzuarbeitenden Bücher ordentlich vorangebracht. Ich hatte richtig Spaß am Schreiben. Obwohl wir alle wissen, dass ein Verriss amüsant sein kann, war es einfach schön, mal wieder schwärmen zu können, denn die entsprechenden Bücher gefielen mir alle wirklich gut. Ich glaube, ich habe dieses Jahr oft Probleme mit dem Verfassen von Rezensionen, weil gefühlt viele durchschnittliche oder unterdurchschnittliche Werke dabei waren. Die Lesebilanz 2018 erscheint mir im Moment ziemlich durchwachsen. Das kann allerdings subjektiv und verschoben sein. Klarheit werden erst die eindeutigen Zahlen im Jahresrückblick bringen. Bis dahin hoffe ich einfach, dass mich noch einige gute Bücher erwarten, die meine Wahrnehmung wieder auf das Positive konzentrieren.
Positiv ist heute auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, denn ich hoffe, noch das eine oder andere lernen zu können:

Was ist dein Trick zum preiswerten Bücherkauf?

Auch ich kaufe Bücher hauptsächlich gebraucht, um Geld zu sparen. Dabei greife ich zwar kaum auf Antiquariate, Second-Hand-Buchläden oder Mängelexemplar-Grabbeltische zurück, sondern bin eine gute Kundin bei Medimops, aber das Prinzip ist ja dasselbe. Zusätzlich schaue ich mir als Kindle-Inhaberin gern die Aktionsangebote auf Amazon an; besonders bei englischen E-Books kann man da echte Schnäppchen schießen. Beim englischen Kindle-Deal habe ich schon oft zugeschlagen.

Ich denke, dass mein besonderer Trick eine unterschätzte Tugend ist: Geduld. Die Preise bei Medimops sind nicht fix. Da gebrauchte Bücher nicht länger der Buchpreisbindung unterworfen sind und das für englische Bücher natürlich sowieso nicht gilt, kann der Preis mit der Zeit spektakulär sinken, ganz im Sinne des Nachfrage-Prinzips. Eine Neuerscheinung ist selbst bei Medimops meist teuer (wenn auch häufig immer noch günstiger als der Neupreis). Doch ein Buch, das bereits vor Jahren erschienen ist, kostet oft nicht mal mehr halb so viel. Manchmal kann ich über meine Merkliste richtige Preisstürze beobachten. Das kann jedoch dauern, je nachdem, wie populär das Buch ist. Bei einigen passiert es nie. Deshalb setzt diese Strategie wirklich Geduld voraus. Obwohl mein monströser SuB es mir erlaubt, geduldig zu sein, halte selbst ich es nicht immer aus. Besonders bei Reihenfortsetzungen erliege ich hin und wieder der Versuchung und gebe mehr aus, als ich eigentlich wollte. Wichtig ist für mich, dem ersten Rausch nach der Lektüre des Vorgängers zu widerstehen. Das ist der kritische Moment: wenn ich noch voll im Bann der Geschichte bin und am liebsten sofort weiterlesen würde. Mir hilft es, diesen zu überwinden, indem ich mir vergegenwärtige, dass ich, rechne ich die Lieferzeit ein, erst einmal ohnehin mindestens ein anderes Buch lesen muss. Mache ich mir das bewusst, ist es plötzlich nicht mehr ganz so schlimm, auch noch länger zu warten.

Das Tolle daran ist, dass der Jagderfold umso befriedigender ist, je länger man der Beute auflauert. Sehe ich, dass ein bestimmtes Buch, das lange auf meiner Liste stand (gern mal zwei Jahre und länger) für einen günstigen Preis zu bekommen ist, werde ich ganz aufgeregt und habe beim Kauf das Gefühl, gewonnen zu haben. Ja, das klingt komisch, aber genau so empfinde ich es. Ich habe gesiegt. Meine Geduld als Jägerin hat sich ausgezahlt. Noch besser ist es, wenn ein Buch, das jahrelang gar nicht verfügbar war, endlich zu haben ist. Ich kann dann regelrecht spüren, wie das Belohnungszentrum in meinem Hirn aktiviert wird. Es fühlt sich einfach gut an.

Daher kann ich euch nur empfehlen, nicht jeden Buchkauf übers Knie zu brechen. Wer einen SuB hat, kann auf jedes Buch warten, vollkommen unabhängig davon, wie oft euch die nachdrückliche Stimme in eurem Kopf „Haben! Haben! Haben!“ entgegenbrüllt. Mit dieser Taktik kann man nicht nur bares Geld sparen, man lernt auch, welche Bücher wirklich wichtig sind und welche eher aus einer impulsiven Laune heraus auf der WuLi landeten. Ihr seht, Geduld ist tatsächlich eine Tugend. 😉

Welche Spartricks habt ihr anzubieten?

Ich freue mich heute sehr auf eure Beiträge und Kommentare und hoffe sehr, dass ich mir vielleicht noch ein paar Tipps abschauen kann. Wer so viele Bücher kauft wie wir, muss einfach alle Register ziehen, um Geld zu sparen. 😀 Ich wünsche euch allen einen phänomenalen Montag!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Kindheitsschätze?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir machen den heutigen Feiertag zum Wasch- und Badetag! Mal davon abgesehen, dass ich demnächst selbst unter die Dusche springe und später eine Waschmaschine mit heller Wäsche anschmeiße, ist die Prinzessin heute fällig. Chilli wird heute gebadet. Ich schiebe das immer ziemlich lange vor uns her und zögere es so weit wie möglich hinaus, weil es für alle Beteiligten eine recht unerfreuliche Angelegenheit ist. Chilli hasst es, nass zu werden. Sie findet Wasser nur zum Trinken okay. Nun ist sie mittlerweile ja kein junger Hüpfer mehr und erträgt ihr halbjähriges Bad mit so viel stoischer Würde, wie sie aufbringen kann, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie aktiv teilnehmen würde. Nein, ich könnte genauso gut ein Brett abschrubben. Sie lässt es über sich ergehen, doch egal, ob ich ihr mit Engelszungen gut zurede oder ihr einen Besuch im Tierheim androhe, sie hilft nicht mit. Am Ende sind wir dann meistens beide nass. Aber was macht das schon, wenn das Wetter so schön ist? 🙂
Vor dem großen Planschen möchte ich jetzt allerdings erst mal die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten:

Erinnerst du dich an ein Buch, das du als Kind/Teenager sehr oft gelesen hast?

Neben „Harry Potter“? 😀 Ich habe als Kind und auch als Teenager Bücher oft mehrfach gelesen, weil mein Interesse am Lesen noch nicht zielgerichtet war. So etwas wie einen SuB hatte ich damals nicht und mir ist erst spät aufgegangen, dass ich mich selbstverständlich an der Bibliothek meiner Eltern frei bedienen konnte. Also habe ich die Bücher, die ich mochte, einfach wieder und wieder gelesen. Ich glaube, das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe, ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Dieses Kinderbuch ist schon immer ein Teil meines Lebens. So lange ich mich zurückerinnern kann, war Timm für mich da. Erst las meine Mutter mir daraus vor, später konnte ich ihn selbst besuchen, wann immer mir danach war. Das war oft der Fall, da die Geschichte des unglücklichen kleinen Jungen, der sein Lachen an den Teufel verkauft, um fortan jede Wette zu gewinnen, seit meiner frühsten Kindheit eine meiner Herzensgeschichten ist. Timm besetzt einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen, den ihm niemand streitig machen kann. Bis heute bin ich überzeugt, dass dieses Buch entscheidend dazu beitrug, dass ich zu einem besseren Menschen heranwuchs, weil es mich sehr früh lehrte, dass es Dinge auf der Welt gibt, die nicht mit Geld aufzuwiegen sind, an denen kein Preisschild hängt und die trotz dessen unbezahlbar sind. Auch heute führt mich mein Weg immer wieder zu Timm zurück und ich kann meiner Mutter gar nicht genug dafür danken, dass sie ihn mir vorstellte, als ich noch zu klein war, um selbst zu lesen.

Welches Buch habt ihr in eurer Kindheit und Jugend wieder und wieder gelesen?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbar sonnigen Start in die neue Woche und natürlich einen entspannten freien Tag!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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