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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 1)

Robert E. Howard war einer der Stars der Pulp-Literatur. Er war der König der Kurzgeschichte, jemand, der es wie kaum ein Zweiter verstand, auf wenigen Seiten Spannung und Atmosphäre aufzubauen, seine Leser_innen in die Welten seiner Fantasie einzuladen und sie an Figuren zu binden, die so lebendig waren, dass sie zwischen den Zeilen hervorzuspringen drohten. Er gilt als einer der Väter der modernen Fantasy und des Subgenres Sword and Sorcery, obwohl diese Bezeichnung erst lange nach seinem Tod geprägt wurde. Seine Schöpfung des Cimmeriers Conan, der heutzutage besser als Conan der Barbar bekannt ist, war ein Meilenstein. Dennoch scheut sich sein Biograf Mark Finn, der als Autorität auf dem Gebiet der Howard-Forschung gilt, ihn als Fantasy-Autor zu bezeichnen.

2006 veröffentlichte Finn die Biografie „Blood and Thunder: The Life and Art of Robert E. Howard“. 2011 erschien eine zweite, überarbeitete Ausgabe, die sich nun in meinem Regal befindet. Darin verfolgt Finn einen völlig neuen Analyseansatz des Lebens und der Karriere des Schriftstellers, der das Verhältnis beider Aspekte umkehrt. Er glaubt nicht, dass Robert E. Howards Karriere sein Leben bestimmte. Er glaubt, dass sein Leben seine Karriere bestimmte. Deshalb weigert er sich, ihn als Fantasy-Autor vorzustellen und argumentiert, dass Howard in erster Linie ein Autor seiner Heimat war. Er war ein texanischer Autor. Texas und die örtliche Tradition des Geschichtenerzählens lagen ihm im Blut und beeinflussten sowohl seine Kreativität als auch die Motive und Glaubenssätze, die sich in seinen Werken finden. Finn geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet Conan als Anomalie in Howards Vermächtnis, die nicht repräsentativ für sein übriges Schaffen ist.

Ich gebe zu, als ich diese Theorie zum ersten Mal las, war ich sehr skeptisch und auch ein bisschen schockiert. Ich kannte Robert E. Howard im Grunde nur dank Conan. Ich wusste, dass er weitere Geschichten geschrieben hatte, aber ich dachte, Conan wäre der Höhepunkt seines Schaffens gewesen, sein zentrales Werk. Doch nachdem ich „Blood & Thunder“ von vorne bis hinten gelesen hatte, musste ich anerkennen, dass Finns Vorschlag, Howard als texanischen Autor zu begreifen, dessen wahres Talent eben nicht in seinen Conan-Geschichten zu Tage trat, durchaus schlüssig ist. Daher habe ich beschlossen, mich in meiner biografisch-analytischen Zusammenfassung von Robert E. Howards Leben und des Abrisses seines Schaffens an Mark Finns Biografie zu orientieren. Finns Argumentationskette ergibt einfach Sinn und beleuchtet den Werdegang des Schriftstellers auf eine Weise, die für mich – und dementsprechend hoffentlich auch für euch – nachvollziehbar ist. Die Beiträge können folglich als etwas unkonventionelle Rezension zu „Blood & Thunder“ gedeutet werden. Aber „unkonventionell“ seid ihr im Kontext von Non-Fiction ja schon von mir gewöhnt. 😉
Wappnet euch für eine Reise in die Vergangenheit; besuchen wir Robert E. Howard, der nun bereits seit 84 Jahren tot ist, dessen Werk ihn jedoch unsterblich machte.

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Montagsfrage: Die goldene Ausnahme?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das Howard/Conan-Projekt befindet sich in der heißen Phase. Ich schreibe aktuell meine Rezension. Das ist zwar auch nicht ganz so leicht, wie ich gehofft hatte, weil es nach so langer Zeit beinahe unmöglich ist, meine Empfindungen und Gedanken vor meiner Recherchemission von meinem jetztigen Wissensstand abzukoppeln, aber ich genieße es, mich auf meine subjektive Meinung konzentrieren zu können. Keine Quellenchecks, keine Widersprüchlichkeiten mehr. Ich bin zuversichtlich, dass ich nur noch ein paar Tage brauche. Dann stehen die inhaltlichen Beiträge alle. Endlich. Danach werde ich nur noch eine Einleitung und ein Fazit schreiben, da ich es seltsam fände, ein so umfangreiches Projekt kontextlos zu beginnen und abrupt zu beenden und kann mich anschließend mit Formatierungsaspekten beschäftigen. Mit etwas Glück kann ich vielleicht schon nächste Woche mit meinem grafischen Konzept beginnen, auf das ich mich sehr freue, weil ich jetzt schon ewig Ideen mit mir herumtrage und es kaum erwarten kann, diese endlich umzusetzen. So langsam gewinne ich einen Eindruck davon, wann das Ganze möglicherweise online gehen könnte. September vielleicht? Wir werden sehen.

Da die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise sich nach der heutigen Ausgabe in die Sommerpause verabschiedet und erst im September wieder stattfindet, könnte es im August daher ziemlich ruhig hier auf dem Blog werden. Lasst euch davon nicht täuschen. Ich lebe weiterhin. Ich arbeite nur fieberhaft in beinahe jeder freien Minute am Projekt.

Nun wollen wir aber erst einmal sehen, was Antonia von uns wissen will, bevor sie in die Ferien verschwindet.

Welches Buch aus einem Genre, das du eigentlich nicht magst, magst du?

Das ist eine schöne Frage, die mir die Gelegenheit gibt, mich mal ein bisschen selbst zu loben. Ich bin nämlich sehr stolz darauf, dass ich in den vergangenen Jahren so gut wie all meine Genre-Vorurteile überwunden habe und deshalb kein Buch mehr ablehne, nur weil es Genre XY zugerechnet wird. Das heißt nicht, dass ich keine Vorurteile mehr habe (es ist wirklich schwer, die nachhaltig loszuwerden, wenn sie sich erst mal festgesetzt haben), aber ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich nicht mehr behaupten kann, dass ich bestimmte Genres grundsätzlich nicht mag. Diese Zeiten sind vorbei und ich finde, dass diese Entwicklung eine ganz schöne Leistung ist.

Wie habe ich das gemacht? Ich habe außerhalb meiner Komfortzone gelesen und der leisen Stimme meiner Neugier nachgegeben, selbst wenn Zweifel und Skepsis laut brüllten. Dadurch habe ich festgestellt, dass Genrezuordnungen zu mentalen Stereotypen führen, die die Vielseitigkeit unserer literarischen Kategorien völlig verkennen. Ich dachte zum Beispiel immer, dass ich Krimis und historische Fiktion nicht mag. Doch dann entdeckte ich die Reihe „Nicolas Le Floch“ von Jean-François Parot, in der es um Kriminalfälle im Paris des 18. Jahrhunderts geht. Siehe da, die Kombination funktioniert für mich hervorragend. Mittlerweile habe ich drei Bände im Regal stehen und werde Nicolas sicher auch weiterhin bei seinen Ermittlungen begleiten. Ganz normale Krimis zählen bis heute nicht zu meinen Favoriten, weil sie mich nicht genug fordern und erst recht nicht schockieren (anders als ihre Verwandten, die Thriller), doch ich kann nicht mehr sagen, dass ich sie prinzipiell nicht mag. Im Fall der historischen Fiktion habe ich lange gebraucht, um meine Nische zu finden, weil es dauerte, bis ich begriff, dass „historisch“ nicht automatisch „mittelalterlich“ heißen muss. Romane wie „Die Wanderhure“ werde ich wohl nie meinem Regal hinzufügen, aber das 18. und 19. Jahrhundert sowie die Antike faszinieren mich. Ich glaube, jeder Bücherwurm kann in den Subgenres fündig werden, wenn er oder sie sich die Mühe macht, sie zu erkunden. Das ist natürlich ein Prozess und Fehlschläge sind vorprogrammiert. Ich erinnere mich mit Grauen an meine Versuche mit historischer Wikinger-Fiktion, die sich alle als Griff ins Klo entpuppten. Heute bin ich trotzdem froh, dass ich nicht aufgegeben und meinen individuellen, persönlichen Lesegeschmack dadurch so viel besser kennengelernt habe.

Es gibt eine Ausnahme. Eine muss es geben, oder? Chic-Lit. Frauenliteratur. Schmachtfetzen über Protagonistin XY, die ihren Verlobten am Altar stehen lässt, nach Italien durchbrennt, dort eine kleine Eisdiele eröffnet und der Liebe ihres Lebens begegnet, aber ist sie überhaupt schon wieder bereit, sich zu öffnen und ist der Latin Lover nicht viel zu wenig vertrauenswürdig, ach egal, was wäre das Leben ohne Risiko, Happy End. Brr. Ich kann das einfach nicht. Ich kann da nicht mitfühlen. Das einzige, was ich bei dieser… nennen wir es mal großzügig Literatur fühle, ist, wie sich meine Augen nach oben in meinen Hinterkopf rollen. Ich finde das alles albern und stereotyp und sowas von gar nicht emanzipiert. Das Frauenbild, das vermittelt wird, ist das absolute Gegenteil von Feminismus und darüber kann ich in diesem speziellen Fall nicht hinwegsehen, weil ES. DER. EINZIGE. INHALT. IST. Ihr seht, das Genre regt mich auf. Trotzdem habe ich in der Vergangenheit mal meinen großen Zeh ins Wasser gehalten, um meine Temperatur zu ermitteln. Ich habe „P.S. Ich liebe Dich“ von Cecelia Ahern gelesen und fand es gut. Gut, nicht mehr, nicht weniger. Mögen ist eigentlich schon zu viel gesagt, weil mich auch in diesem Buch das Rollenbild der Protagonistin Holly störte. Immerhin fand ich durch die Lektüre heraus, das meine Probleme mit der Chic-Lit viel damit zu tun haben, dass diese Bücher die Leser_innen quasi zwingen, zu weinen. Alles trieft nur so vor emotionaler Manipulation zum Selbstzweck und das passt mir überhaupt nicht. Es ist, als würden sich Autor_innen dieses Genres überlegen, wie sie ihre Geschichten extra schmerzhaft und extra tragisch aufziehen können, damit auch ja kein Auge trocken bleibt. Nicht, weil sie ihren Figuren zu einer Weiterentwicklung verhelfen wollen, sondern weil sie bei ihren Leser_innen eine bestimmte Reaktion provozieren wollen. Ich weiß, dass es auch andere Chic-Lit gibt und eine ganze Sparte existiert, die statt auf Tragik auf Humor setzt, doch meine grundlegenden Schwierigkeiten bleiben davon unangetastet. Es macht für mich kaum einen Unterschied, ob ich nun lachen oder weinen soll und das Frauenbild kann ich trotzdem nur ertragen, wenn ich fest entschlossen bin, das Potpourri aus Geschlechterklischees konsequent als überzogene Satire zu lesen. Das ist mir zu anstrengend. Also lasse ich die Finger von Chic-Lit. Aber ich habe es zumindest versucht und kann erklären, warum ich diese Bücher meide.

Mögt ihr ein Buch, obwohl ihr dessen Genre eigentlich nicht mögt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Welttag des Buches 2020: Spiel und Spaß mit Mord und Totschlag

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist wieder mal soweit. Der für alle Bücherwürmer wichtigste Feiertag jährt sich. Es ist Welttag des Buches! 😀 Auch für mich ist das natürlich ein Grund zum Feiern. Obwohl die Optionen aktuell ja eher begrenzt sind, sollte das für diesen Festtag kaum eine Rolle spielen, denn die beste Art und Weise, ihn zu zelebrieren, ist meiner Meinung nach immer noch, ein Buch hervorzuholen, es sich bequem zu machen und einfach stundenlang zu lesen. Ich hoffe, ihr habt alle die Gelegenheit und Möglichkeit dazu und winke euch von hinter meiner Lektüre solidarisch zu!

Traditionell ist der Welttag des Buches für Buchblogger_innen der ideale Anlass, ein Gewinnspiel zu veranstalten. In der Vergangenheit habe ich mich an diesem Brauch ebenfalls beteiligt, habe in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr den Eindruck gewonnen, dass Materielles dadurch zu sehr im Fokus steht. Es geht schließlich nicht darum, neue Bücher oder Gutscheine abzustauben, sondern das schönste Hobby der Welt wertzuschätzen und dankbar zu sein, dass wir hier in einem der reichsten Länder der Welt permanent Zugang zu Literatur haben.

Trotzdem waren mir die popeligen Grüße des letzten Jahres dann doch etwas zu wenig, also habe ich tatsächlich monatelange überlegt, was ich machen könnte, um diesen Tag gebührend zu begehen und in den Austausch mit euch zu treten. Ich berichte stolz, dass mir ein Leckerchen für euch eingefallen ist, dass uns allen viel Spaß bereiten sollte. 😉

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Joe Abercrombie – Königskrone

Joe Abercrombies Bemühungen, das Universum der „Shattered Sea“Trilogie weniger patriarchalisch zu gestalten, stoppten nicht bei weiblichen Figuren. Um der Bruchsee eine einzigartige Kultur zu verleihen, entwarf er ein auf binären Paaren basierendes Götterpantheon, das die üblichen Gender-Assoziationen mit Aspekten der Welt umdreht. Typische „Männerdomänen“ erhielten eine Göttin, traditionell weibliche Bereiche hingegen einen Gott. Dadurch ergibt sich eine Beziehung zwischen dem oder der Gläubigen und der Gottheit, die beinahe an eine Ehe erinnert und automatisch gesellschaftliche Konflikte provoziert, weil die Gegensätzlichkeit der göttlichen Paare schwer vereinbar ist. Im Finale „Königskrone“ manifestiert sich dieser Konflikt besonders deutlich, denn die Bruchsee begibt sich – zum Unmut von Vater Friede – in die Arme von Mutter Krieg. 

Prinzessin Skara von Throvenland wollte eine tapfere Herrscherin sein. Doch als ihre Heimat von den Truppen des Hochkönigs überfallen und ihre Familie auf Großmutter Wexens Befehl ermordet wird, bleibt ihr keine andere Wahl, als ihren Mut hinunterzuschlucken und zu fliehen. Bei ihrer Cousine, Königin Laithlin von Gettland, findet sie Asyl. Fest entschlossen, ihr Königreich zurückzuerobern, schließt sie sich der Rebellion von Gettland und Vansterland gegen den Hochkönig und seine Gelehrte an. Sofort muss sich die 17-Jährige zwischen zwei starrsinnigen Königen behaupten und beweisen, dass sie mehr als ein verängstigtes junges Ding ohne Land ist. Zu Skaras Leidwesen wird die Bruchsee allerdings nicht allein von Königen regiert. Bald gerät sie in das undurchsichtige Netz des berüchtigten Vater Yarvi, der keine Skrupel hat, ihre Lage für seine Ziele auszunutzen. Noch immer lechzt der Gelehrte nach Rache und wird nicht eher ruhen, bis die gesamte Bruchsee in den Feuern von Mutter Krieg brennt. Ist Skara schon bereit für das gefährliche Spiel der Macht? 

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Ira Levin – The Stepford Wives

Rezensionsheader The Stepford Wives

„The Stepford Wives“ von Ira Levin erschien 1972. Damit fiel die Veröffentlichung zufällig (?) in das Jahr, in dem das Equal Rights Amendment vom US-Senat angenommen wurde. Dieser Verfassungszusatz sollte die Gleichstellung der Geschlechter in den USA vorantreiben und Frauen weitreichende Rechte zusichern, stieß in den Bundesstaaten jedoch auf erbitterten Widerstand. Gegner_innen des ERA beriefen sich auf traditionelle Geschlechterrollen, prophezeiten, dass Frauen zum Militärdienst gezwungen und schützende Gesetze, die zum Beispiel Unterhaltsansprüche regelten, null und nichtig würden. Phyllis Schlafly, eine der Schlüsselfiguren der Oppositionsbewegung, behauptete, der Zusatz sei lediglich ein Vorteil für junge Karrierefrauen, der die Sicherheit von Hausfrauen im mittleren Alter, die keinen Beruf erlernt hatten, hingegen bedrohte. In diesem Kontext war „The Stepford Wives“ beinahe prophetisch, denn darin geht es um eben jene Hausfrauen, die Schlafly gefährdet sah.

Als Joanna und Walter Eberhart mit ihren Kindern nach Stepford zogen, hofften sie, ein neues Leben fernab vom Trubel der großen Stadt beginnen zu können. Stepford ist ein malerisches Idyll ruhiger Straßen und freundlicher Nachbarn, ein Paradies des gehobenen Mittelstandes. Doch während sich die Kinder schnell einleben und Walter Anschluss in der exklusiven Men’s Association findet, wird Joanna das Gefühl nicht los, dass sich hinter der lächelnden Fassade des Örtchens ein schmutziges Geheimnis verbirgt. Es sind die Frauen. Sie sind nett und höflich, aber sie scheinen neben der obsessiven Erfüllung ihrer Haushaltspflichten keine Interessen zu haben. Sie sind zu perfekt. Irgendetwas stimmt nicht in Stepford und Joanna muss herausfinden, was vor sich geht – bevor es zu spät ist.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 13. November 2019 in Rezension, Science-Fiction

 

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Jilliane Hoffman – Argus

Rezensionsheader Argus

2001 traf Jilliane Hoffman eine folgenreiche Entscheidung. Nach 10 Jahren, in denen sie als stellvertretende Staatsanwältin und juristische Beraterin des Florida Department of Law Enforcement arbeitete, beschloss sie, ihren aufregenden Job in der Strafverfolgung aufzugeben, um Autorin zu werden. Während eines Prozesses gegen einen Vergewaltiger beobachtete sie, wie eine Betroffene „zitternd vor Angst mit der eigenen Aussage haderte“. Sie fragte sich, wie dieses Mädchen reagieren würde, stünde sie an ihrer Stelle und könnte ihren Angreifer zur Rechenschaft ziehen. Sie begann, aus dieser Idee eine Romanhandlung zu entwickeln. Leider konnte sie die Herausforderungen ihres Berufs nicht mit ihrem Privatleben und dem Traum vom Schreiben vereinbaren. Deshalb kündigte sie – ein mutiger Schritt, der belohnt wurde, denn ihr Debüt „Cupido“ wurde ein internationaler Erfolg und der Auftakt einer Reihe von Thrillern um die Staatsanwältin C.J. Townsend. „Argus“ ist der dritte Band.

Eine grausame Serie sadistischer Frauenmorde versetzt Miami in Angst und Schrecken. Die Opfer werden vor laufender Kamera brutal gefoltert – und viele Augen sehen zu. Staatsanwältin Daria DeBianchi ist sicher, dass der Tatverdächtige Talbot Lunders nicht allein handelt. Hinter ihm steht ein skrupelloses Netzwerk wohlhabender und einflussreicher Personen, ein elitärer Club, der die Morde als Attraktion vermarktet. Leider schweigt Lunders. Der einzige, der bereit ist, mit Daria zu reden, sitzt im Todestrakt des Staatsgefängnisses von Florida ein. Es handelt sich um William Bantling, der 10 Jahre zuvor für die Cupido-Morde verurteilt wurde. Er behauptet, die Identitäten der Clubmitglieder zu kennen und bietet Daria seine Mithilfe an, verlangt dafür jedoch einen hohen Preis. Daria ist lange genug dabei, um zu wissen, dass sie sich Idealismus in ihrem Job nicht leisten kann. Doch rechtfertigt der Fall einen Pakt mit dem Teufel?

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Verfasst von - 30. Oktober 2019 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Alden Bell – The Reapers are the Angels

Rezensionsheader The Reapers are the Angels

Werden Autor_innen postapokalyptischer Literatur nach dem Reiz des Genres gefragt, geben sie oft unspezifische Antworten, die sich auf die Faszination der Angst und der Abgründe des menschlichen Wesens beziehen. Deshalb war ich positiv überrascht, als ich Alden Bells Antwort auf diese Frage in einem Interview las. Er glaubt, dass hinter der Leidenschaft für düstere Zukunftsvisionen eine konkrete Freiheitssehnsucht steckt. Seiner Meinung nach werden moderne Menschen im Alltag von so vielen Zwängen beherrscht, dass ihnen die Idee einer zerstörten Welt, in der keine Regeln mehr existieren und in der sie zu den wenigen Überlebenden zählen, die Hoffnung vermittelt, sich selbst neuerfinden zu können. Ich finde, das ist ein interessanter Ansatz, der viel Wahrheit enthält. Auch ich frage mich während der Lektüre von Postapokalypsen häufig, wie ich mich verhalten würde. Ob ich wohl ebenso mutig wäre wie Temple, die Protagonistin in Bells Roman „The Reapers are the Angels“?

Temple wurde in eine Welt geboren, die dem Untergang geweiht ist. Sie weiß nichts von der Zivilisation, wie sie einst war. Sie kann weder lesen noch schreiben. Aber sie versteht sich darauf, zu überleben. Allein streift sie durch das Land, ohne Herkunft und ohne Ziel. Die Untoten schrecken sie nicht. Vielmehr muss sie sich vor den Menschen in Acht nehmen. Ein Killer ist ihr auf den Fersen, weil Temple ihm etwas nahm, das ihm viel bedeutete. Sie muss fliehen, doch auf ihrer Flucht begegnet ihr der schutzlose Maury. Ihm zu helfen könnte Temples Weg zur Erlösung sein, um all das Schlechte wiedergutzumachen, das sie getan hat. Denn eines ist gewiss: in dieser neuen Welt sind nicht die Untoten die Monster.

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Marissa Meyer – Winter

Rezensionsheader Winter

„Winter“ ist der finale Band der „Lunar Chronicles“ und eine Adaption von „Schneewittchen“. Dabei war Prinzessin Winter, Marissa Meyers dunkelhäutige Version des Schneewittchens, ursprünglich nur als Nebenrolle gedacht. Meyer wollte sich eigentlich auf Levana als böse Königin und Jacin als Jäger konzentrieren. Doch je weiter die Reihe voranschritt, desto nachdrücklicher verlangte Winters außergewöhnlicher Charakter die Aufmerksamkeit der Autorin. Sie wuchs mit der Geschichte, bis sie zu faszinierend war, um sie zu ignorieren. So ergatterte die junge, bildschöne Prinzessin noch im letzten Band eine Hauptrolle – neben Cinder, Scarlet und Cress.

Königin Levana muss fallen. Niemals wird sie ihre Pläne, die Herrschaft über die Erde an sich zu reißen, aufgeben. Niemals wird sie Lunas Volk aus ihrem eisernen Griff entlassen. Cinder und ihre Freunde müssen sie aufhalten, bevor sie ihre skrupellosen Absichten in die Tat umsetzen kann. Ihnen bleibt nur eine Option: sie müssen nach Luna gelangen, um dort Cinders wahre Identität als rechtmäßige Thronerbin zu offenbaren. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt Artemisia werden sie von den Thaumaturgen der Königin entdeckt. Im anschließenden Chaos wird die Crew der Rampion getrennt. Während Cinder, Thorne, Wolf und Iko in die Außenbezirke fliehen können, muss sich Cress im Palast mitten unter Feinden verstecken. Gerade, als sie glaubt, alles sei verloren, erhält sie unerwartet Hilfe. Levanas ungeliebte Stieftochter Prinzessin Winter und ihr Leibwächter Jacin verbergen sie vor den Augen der Königin und ihrer Schergen. Winters Schönheit, ihre Großzügigkeit und Freundlichkeit sind legendär. Aber man erzählt sich auch, dass Winter verrückt ist. Kann sie Cinder und ihre Freunde dennoch dabei unterstützen, eine Revolution auszulösen, die Levana endgültig zu stürzen vermag?

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Courtney Summers – All the Rage

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Die kanadische Young Adult – Autorin Courtney Summers ist dafür bekannt, über schwierige Protagonistinnen zu schreiben, die schwierige Erlebnisse verarbeiten. Ihre Hauptfiguren werden eingangs oft als unsympathisch eingeschätzt. Das ist kein Zufall. Summers bemüht sich, realistische weibliche Charaktere zu konstruieren, die die gesellschaftliche Auffassung in Frage stellen, Mädchen müssten stets nett und liebenswürdig sein, um Empathie und Aufmerksamkeit zu verdienen. Sie zeigt bewusst komplexe Persönlichkeiten, keine Stereotypen und das schließt eben auch unangenehme Facetten ein. Mit „All the Rage“ übt Summers Kritik an der Rape Culture, die junge Frauen viel zu oft allein lässt.

Rote Lippen, rote Nägel. Ein Markenzeichen. Eine Rüstung, hinter der sich Romy Grey versteckt, weil ihr niemand glauben wollte. Seit sie öffentlich bezeugte, was ihr der Sohn der Sheriffs Kellan Turner antat, ist sie in der Kleinstadt Grebe als Lügnerin und Flittchen verschrien. Alle hassen sie, ihre Freunde wandten sich ab. Verletzt, zornig und der ständigen Beleidigungen müde ist ihr einziger Lichtblick ihr Job in einem kleinen Diner außerhalb des Orts. Hier kennt sie niemand, hier kann sie atmen. Doch eines Abends sitzt Penny an einem ihrer Tische – ihre ehemals beste Freundin, die sie zu dem Date überredete, das ihr Leben ruinierte. Die sie fallen ließ. Romy traut ihren Ohren kaum, als Penny ihr vorschlägt, Kellan anzuzeigen. Angeblich belästigte er auch andere Mädchen. Romy ist unfähig, zu reagieren. Einen Tag später wird Penny vermisst. Romy ahnt, dass ihr etwas Furchtbares zugestoßen ist. Sie muss sich entscheiden: wird sie schweigen oder wird sie kämpfen für all die jungen Frauen, die die Gesellschaft im Stich lässt?

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Riley Sager – Final Girls

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Bevor ich mit der Rezension des Thrillers „Final Girls“ von Riley Sager beginne, möchte ich euch theoretischen Kontext zum Titel bereitstellen. Das Final Girl ist die einzige Überlebende eines Slasher-Horrorfilms. Normalerweise entspricht sie einem bestimmten Typ: sie ist brünett, klug und introvertiert. Während ihre jugendlichen Freunde über die Stränge schlagen, bleibt sie verantwortungsbewusst und anständig. Ihre moralische Überlegenheit befähigt sie, sich erfolgreich gegen den Killer zu wehren; ihre Freunde hingegen werden für ihre Zügellosigkeit brutal mit dem Tod bestraft. Die Verteilung von Genderrollen spielt in diesem Analyseansatz eine maßgebliche Rolle, ich möchte hier allerdings nicht zu sehr ins Detail gehen. Für diese Rezension müsst ihr lediglich wissen, dass Riley Sager diese Theorie aufgriff und das Final Girl in den Mittelpunkt seines Thrillers stellte.

Drei Massaker. Drei Tragödien. Drei Überlebende: Lisa, Samantha und Quincy. Die Presse nennt sie Final Girls. Quincy hasst diesen makabren Spitznamen. Sie hasst die Aufmerksamkeit, die damit verbunden ist. Sie erinnert sich nicht an die schreckliche Nacht in Pine Cottage, die sie beinahe das Leben kostete. Sie möchte sich auch nicht erinnern. Doch als Lisa tot aufgefunden wird und Sam plötzlich vor ihrer Tür steht, muss sich Quincy ihrer traumatischen Vergangenheit stellen. Sie befürchtet, dass irgendjemand beenden will, was vor vielen Jahren für sie alle begann. Antworten wird sie nur in den verschollenen Tiefen ihres Gedächtnisses finden – aber kann sie sich selbst überhaupt trauen? Oder vergaß sie mehr als das Blut, die Schreie und die Leichen ihrer Freunde? Vergaß sie ihre Schuld?

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Verfasst von - 7. Mai 2019 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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