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Candy Bukowski – Wir waren keine Helden

„Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski wurde mir 2016 vom Verlag edel & electric zur Rezension angeboten. Mein Grund, dieses Angebot anzunehmen, scheint ein wenig banal: in der Inhaltsangabe ist die Rede von einem Punker. Aufgrund meiner eigenen Vergangenheit mit bunten Haaren, glänzenden Nieten und schweren Stiefeln werde ich da stets hellhörig. Ich hoffte auf einen Roman, mit dem ich mich identifizieren konnte und der mich an meine wilden Jahre erinnerte. Vermutlich brauchte ich deshalb sehr lange, um mich für die Lektüre bereit zu fühlen. Ein Nostalgietrip verlangt eben die richtige Stimmung.

Als der Punker Pete vom Himmel fällt, ändert sich für Sugar alles. Überzeugt, erwachsen zu sein, verlässt sie ihr Kaff im Nirgendwo und stürmt der weiten Welt entgegen, in der Liebe, Schmerz, Traurigkeit, Hoffnung und vollkommenes Glück auf sie warten. Sie reitet die Wellen des Lebens, wird brutal unter Wasser gedrückt und taucht doch jedes Mal wieder auf. Sie ergreift Chancen, scheitert, traut sich, zu springen, um herauszufinden, ob sie fliegen kann und begreift irgendwann, dass Durchschnittlichkeit auf ihre Fragen keine Antworten bietet. Sie kämpft, um ihren Platz im verwirrenden Gefüge des Universums zu finden. Aufgeben ist keine Option. Denn Helden geben niemals auf.

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André Pilz – No llores, mi querida – Weine nicht, mein Schatz

Bevor ich mit der Rezension zu „No llores, mi querida – Weine nicht, mein Schatz“ beginne, sollte ich euch erklären, wieso ich diesen Skinhead-Roman besitze. Ich habe eine tiefe persönliche Bindung zum Thema des Buches, zu der Szene, in der und für die der Autor André Pilz es geschrieben hat. Ich war selbst jahrelang in der linken bzw. unpolitischen Skinhead-Szene aktiv. Ich war ein Renee, ein Skingirl, mit allem, was dazu gehört: Musik, Kleidung, Lebensstil. Mittlerweile habe ich die Szene verlassen, weil ich mit der Stagnation selbiger nicht zurechtkam. „No llores, mi querida“ war das letzte ungelesene literarische Überbleibsel dieser Zeit. Als ich es von meinem SuB befreite, war ich extrem gespannt, wie es auf mich wirken würde. Eine Reise in meine Vergangenheit stand bevor.

Skinhead, Skinhead, Oi Oi Oi! Diese Worte sind Ricos Schlachtruf. Jahrelang war Rico schwach, wurde geschubst und getreten, als er am Boden lag. Er schwor sich, niemals wieder so verletzlich zu sein. Er ist ein Skin, ein Krieger im täglichen Kampf gegen die brutalen Anforderungen einer Gesellschaft, in die er nicht passt. Gewalt und Exzess bestimmen seine Existenz. Seine Freunde sind ebenso Ausgestoßene wie er. Doch tief in seinem Herzen verzehrt sich Rico nach Hoffnung. Als er die Mexikanerin Maga kennenlernt und sich rettungslos in sie verliebt, stellt er sich zum ersten Mal die Frage, ob es nicht auch anders geht. Muss er die lähmende Verzweiflung, den Zorn, die giftige Bitterkeit ertragen? Gibt es keinen Ausweg aus der Abwärtsspirale seines Lebens? Entgegen aller Widerstände wird Maga zu Ricos Licht in der Dunkelheit und lehrt ihn, dass jeder Mensch eine Chance auf Glück verdient, sogar ein Skinhead.

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Verfasst von - Juni 15, 2017 in Realistische Fiktion, Rezension

 

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Linda Castillo – Blutige Stille

2016-04-25 - Castillo Blutige Stille

Den ersten Band der „Kate Burkholder“ – Reihe, „Die Zahlen der Toten“, habe ich im März 2014 gelesen. Ich empfand das Buch als soliden, wenig überraschenden Thriller und hatte kaum Ambitionen, die Reihe weiterzuverfolgen. Zwei Jahre später purzelte mir der zweite Band „Blutige Stille“ in den Schoß. Ich unterhielt mich mit meiner Freundin E. darüber, dass ich englische Bücher unter anderem dafür schätze, dass sie oft in winzigen, platzsparenden Ausgaben herausgebracht werden. Sie stimmte mir zu und verschwand in ihrem Wohnzimmer. Als sie zurückkehrte, hielt sie „Blutige Stille“ in den Händen, als Mini-Ausgabe der Fischer Taschenbibliothek. Wir stellten fest, dass sie zwar den zweiten Band der „Kate Burkholder“ – Reihe gelesen hatte, aber niemals den ersten, während ich hingegen nur den ersten Band gelesen hatte. Kurzer Hand tauschten wir die Bücher aus, um unsere Wissenslücken zu füllen. Gekauft hätte ich „Blutige Stille“ vermutlich nicht, weshalb ich E. umso dankbarer bin, dass ich nun trotzdem weiß, wie sich Kates Geschichte weiterentwickelt.

Nachdem Kate Burkholder mit Hilfe von John Tomasetti einem Serienmörder erfolgreich das Handwerk legte, hoffte sie mehr als alles andere, dass wieder Frieden in Painter’s Mill einkehren würde. Leider währt die Ruhe nur kurz. Die amische Familie Plank wird abgeschlachtet aufgefunden. Vater und Söhne liegen erschossen im Haus, die Mutter und das Baby wurden auf ihrer verzweifelten Flucht hingerichtet. Ihr Mörder zeigte keine Gnade, doch seinen Sadismus sparte er sich für die Töchter auf. Verstümmelt und gefoltert hängen sie in der Scheune. Die ungeheure Brutalität des Verbrechens schockiert selbst hartgesottene Polizeiveteranen. Wer würde einer gottesfürchtigen, friedliebenden Familie so etwas antun und warum? Kate tappt im Dunkeln – bis sie das Tagebuch der ältesten Tochter findet…

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Verfasst von - Juni 4, 2016 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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