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Montagsfrage: Fiction oder Non-Fiction?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Argh, wieso muss beim Thema Conan einfach alles kompliziert sein? Ich dachte ja, die Leseanleitung, mit der ich mein Howard/Conan-Blogprojekt abschließen möchte, würde sich wie von selbst schreiben. Ein paar Ausgaben empfehlen, kurz die vorgeschlagenen Chronologien vorstellen und fertig. Nur ist das mit den Chronologien nicht so simpel, wie ich angenommen hatte und nun sitze ich schon wieder eine Woche an diesem einen Beitrag, trage Informationen zusammen und versuche, Ordnung in das Chaos zu bringen. So langsam habe ich wirklich die Nase voll. Ich kann nicht mehr zählen, wie viele widersprüchliche Quellen ich mittlerweile gesichtet habe. Ich glaube, wenn ich fertig bin, möchte ich nie wieder einen Wikipedia-Artikel zu Conan lesen. Ich weiß, ich weiß, ich habe mir das selbst eingebrockt, aber ich konnte wirklich nicht ahnen, dass es zu jedem Aspekt zahlreiche Meinungen und Ansätze gibt, die sich oft widersprechen und die Faktenlage so unübersichtlich ist. Ich mache drei Kreuze, wenn ich endlich die Rezension anfangen kann. Dafür brauche ich dann nämlich keine Quellen mehr.

Heute gönne ich mir eine kurze Pause von Conan und starte mit Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise in die neue Woche.

Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Die Formulierung der Frage ist meiner Meinung nach etwas unglücklich, denn ich finde, bei zwei so unterschiedlichen Kategorien ist der direkte Vergleich ziemlich schwierig. Ich mag Non-Fiction genauso gern wie Fiction, bin aber seltener in der Stimmung. Fragte man mich also, was ich häufiger lese, Fiction oder Non-Fiction, müsste ich Fiction anworten. Nur heißt das eben nicht, dass ich sie grundsätzlich präferiere.

Den Reiz der Non-Fiction habe ich erst in den letzten Jahren für mich entdeckt und bin seitdem ein begeisterter Fan. Neues zu lernen, andere Lebenswelten kennenzulernen, den Horizont zu öffen – das macht mit Fakten, mit echten Geschichten beinahe noch mehr Spaß als mit fiktiven Szenarien. Entdecke ich ein Sachbuch zu einem Thema, das mich interessiert, habe ich mittlerweile überhaupt keine Hemmungen mehr, es auf meine Wunschliste zu setzen und zu kaufen, denn ich habe begriffen, dass gut geschriebene Non-Fiction weder trocken noch öde ist, sondern ebenso spannend und mitreißend wie ein High Fantasy – Epos sein kann. Der Knackpunkt besteht allerdings darin, dass ich nicht genauso häufig Lust auf Non-Fiction habe, weil das bei mir oft total ausartet. Will ich etwas über ein bestimmtes Thema lernen, bleibt es normalerweise nicht bei einem Sachbuch. Meistens lese ich drei, weil ich mit dem entsprechenden Thema erst abschließen kann, wenn ich das Gefühl habe, wirklich alle Aspekte einbezogen und mich ausführlich, detailliert und vielseitig damit auseinandergesetzt zu haben. Eine oberflächliche Beschäftigung kommt nicht in Frage.

Als ich herausfinden wollte, wie der Mordprozess gegen O.J. Simpson ablief und warum er trotz einer überwältigenden Beweislage freigesprochen wurde, habe ich eine Zusammenfassung des Prozesses von Jeffrey Toobin, „The Run of His Life: The People V. O.J. Simpson“ gelesen, das pseudofiktive Geständnis „If I Did It“ von O.J. Simpson selbst und die Erinnerungsschrift „Without A Doubt“ der damaligen leitenden Staatsanwältin Marcia Clark. Ich habe zu allen drei Büchern extrem umfangreiche Rezensionen geschrieben und kann bis heute alle wichtigen Details wiedergeben.
Um zu erfahren, wie sich die Hell’s Angels von einer Gruppe freiheitsliebender Außenseiter, die gern Motorrad fuhren, zu einer der größten global agierenden kriminellen Vereinigung entwickelten, habe ich mit der Autobiografie „Hell’s Angel: Mein Leben“ des Gründers Ralph »Sonny« Barger begonnen und mir später die Autobiografie „A Wayward Angel“ von George Wethern vorgenommen, der erst sehr weit oben in der Hierarchie des MC stand und dann zum Verräter wurde. Die Lektüre von „Wie die Hell’s Angels Deutschlands Unterwelt eroberten“ von Stefan Schubert steht noch aus. Ich hoffe, mit diesem Buch die Situation in Deutschland besser nachvollziehen zu können.
Doch selbst wenn ich nur ein Sachbuch zu einem Thema lese, mutiert die Beschäftigung damit trotzdem häufig. Das aktuellste Beispiel ist natürlich mein Howard/Conan-Blogprojekt, an dem ich nun bereits seit drei Monaten arbeite. Ich habe neben den Conan-Geschichten zwar lediglich „Blood & Thunder: The Life and Art of Robert E. Howard“ von Mark Finn gelesen, aber dieses Buch lehrte mich, dass das Thema zu komplex ist, um eine einfache Rezension zu schreiben. Ihr wisst, was daraus folgte.

Da ich begriffen habe, dass Non-Fiction für mich immer eine Menge Arbeit und mentalen Aufwand bedeutet, greife ich nur zu dieser Kategorie, wenn ich sowohl Lust als auch Muße habe, diese Herausforderungen in Kauf zu nehmen. Ich lese sie gern, aber ich muss wirklich bereit sein. Deshalb ist der Anteil der Non-Fiction in meiner Jahresstatistik immer deutlich geringer. Habe ich ein Projekt abgeschlossen, kann es schon mal ziemlich lange dauern, bis ich mir das nächste Thema vornehme. Dieses Jahr werde ich das wahrscheinlich nicht mehr tun. Dank Conan.

Bevorzugt ihr Fiction oder Non-Fiction?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen ausgeruhten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Inspirationsquelle?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir haben einen Plan. Endlich steht fest, wie es mit Chilli weitergeht. Letzte Woche mussten wir noch einmal in die Klinik, weil ihre Ärztin ihre Lymphknoten punktieren wollte. Diese waren, wie bisher auch alles andere, unauffällig. Also ist eine Entscheidung aufgrund des Ausschlussverfahrens gefallen: es muss eine Autoimmunerkrankung sein. Wir wissen nicht, ob das wirklich so ist und wir wissen nicht, welche, aber das scheint die einzig mögliche Erklärung für ihre gleichbleibend schlechten Blutwerte zu sein. Sie wird auf Verdacht behandelt. Sie bekommt jetzt eine deutlich höhere Cortison-Dosis (vorher 15mg pro Tag, jetzt 60mg pro Tag), die ihr Immunsystem so weit unterdrücken soll, dass es aufhört, ihre roten Blutkörperchen anzugreifen. Morgen geht es mal wieder zum Blutabnehmen, da sollten wir bereits sehen können, ob es hilft oder nicht. Wenn ja – fein, dann müssen wir das Programm „Wir stopfen den Hund mit Tabletten voll“ mehrere Monate durchziehen. Wenn nicht – müssen wir andere Medikamente ausprobieren. Sollte das dann immer noch nicht helfen… Nun ja. Die Ärztin sagte, dann könne man ihr nicht helfen. Was durch die Blume heißt, dass sie an der Erkrankung sterben wird, weil es eine seltene Form ist, die nicht auf Medikamente anspricht. Aber so weit sind wir noch nicht. Erst mal sind wir jetzt im Team Cortison und glauben ganz fest daran, dass sie wieder auf die Beine kommt. Chilli zeigt mehr Appetit und darf am Mittwoch endlich die Physiobehandlung bekommen, die sie dringend braucht. Mir geht es aktuell deutlich besser, einfach, weil es diesen Plan gibt. Ganz hinten in meinem Kopf existiert zwar noch die diffuse Angst, dass sie diese seltene, exotische Form hat, doch diese Stimme ist im Moment sehr leise und ich kann sie gut ausblenden. Es geht aufwärts! Ich kann wieder lesen und habe sogar endlich die Rezension zu „Aimée & Jaguar“ abgeschlossen, an der ich nun ewig gearbeitet habe. Damit läuft der Blog langsam wieder an und wenn alles gutgeht, sollte nächste Woche alles beim Alten sein.
Ich starte also voller Optimismus in die neue Woche, wie immer mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Welches Buch hat dich das letzte Mal so richtig inspiriert?

Wenn mich ein Buch inspiriert, bedeutet das in der Regel, dass es mich animiert, Wissen anzuhäufen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich ein Buch jemals motivierte, mein Leben oder meine Verhaltensweisen grundlegend zu ändern, aber es ist schon öfter vorgekommen, dass ich aufgrund einer Lektüre begann, mich intensiv mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen. Mein Rezensionsexperiment zum Fall O.J. Simpson im letzten Jahr ist ein passendes Beispiel. Dieses Jahr habe ich mir zwei Projekte vorgenommen, die ich umsetzen möchte.

Einerseits habe ich beschlossen, mich literarisch mit den Hell’s Angels auseinanderzusetzen, weil ich im Februar aus einer Laune heraus „Hell’s Angel: Mein Leben“ des ehemaligen Clubpräsidenten Ralph »Sonny« Barger gelesen habe. Diese Biografie war dermaßen subjektiv und besaß für mich so wenig Mehrwert, dass ich zu dem Schluss kam, dass ich weitere Bücher brauche, um die Entwicklung des MC verstehen zu können. Deshalb stehen auf meiner mentalen Leseliste für 2019 „A Wayward Angel: The Full Story of the Hells Angels“ von George Wethern, der jahrelang die Nummer 2 des Oakland Chapters war und dann zum Verräter wurde, sowie das populäre „Wie die Hells Angels Deutschlands Unterwelt eroberten“ von Stefan Schubert. Bei diesem Projekt handelt es sich allerdings um eine lockere Sammlung von Fakten, durch die ich mir ein eigenes Bild zu machen erhoffe. Es wird dazu keine Blogaktion oder ähnliches geben, ich lese die Bücher einfach und bespreche sie.

Andererseits habe ich mir ein ambitioniertes Projekt vorgenommen, dass den Kern der heutigen Frage vermutlich besser trifft. Ich möchte die Wurzeln des Fantasy-Genres erforschen und werde dafür eine Aktionswoche zu Robert E. Howard und seinen „Conan Chronicles“ veranstalten. Howard gilt als Vater der modernen Low Fantasy in all ihren Facetten, von Dark Fantasy bis Grimdark. Die Geschichten rund um den beliebten Barbaren entstanden in den 1930ern und hatten großen Einfluss auf die fantastische Literatur. Als ich letztes Jahr begann, die Chronik zu lesen, recherchierte ich zum Autor und stellte fest, dass Howard eine faszinierende Persönlichkeit war, obwohl er gerade einmal 30 Jahre alt wurde. Außerdem empfinde ich die Figur des Conan, der ja häufig als Inspirationsquelle heutiger Autor_innen genannt wird, als so bedeutend für die Fantasy, dass ich ihn und seine Welt gern detailliert vorstellen und analysieren möchte. Es existiert bereits ein grober Plan für die Aktionswoche, um diese anzugehen, fehlt mir allerdings noch die Lektüre der Howard-Biografie „Blood and Thunder: The Life and Art of Robert E. Howard“ von Mark Finn. Diese habe ich mir für diesen Monat vorgenommen. Gegen Ende des Jahres (mir schwebt November vor) sollten dann alle Beiträge stehen. Ich freue mich sehr auf dieses Projekt, es wird Spaß machen und hoffentlich allen, inklusive mir, zu neuem Wissen verhelfen.

Ich denke, Bücher müssen keine Epiphanie auslösen oder dazu verleiten, das eigene Leben umzukrempeln. Ich glaube, wenn sie dazu animieren, den eigenen Wissensschatz zu erweitern, haben sie bereits mehr als ihr Soll erfüllt. Ich liebe dieses Gefühl, ein Buch zu lesen und dann festzustellen, dass die eigene Neugier noch nicht befriedigt ist. Sich von einem Thema völlig vereinnahmen zu lassen, weiterzuforschen und Neues zu entdecken, beflügelt mich unheimlich. Jedes Jahr freue ich mich darauf, Büchern zu begegnen, denen das gelingt. Lesen soll den Horizont vergrößern und genau das ist für mich der Inbegriff von Inspiration.

Aus welchen Büchern konntet ihr Inspiration schöpfen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen hervorragenden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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