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Molly Ringle – The Goblins of Bellwater

„The Goblins of Bellwater“ von Molly Ringle ist von dem Gedicht „The Goblin Market“ von Christina Rossetti inspiriert, das 1863 veröffentlicht wurde und die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die sich auf einen gefährlichen Handel mit Goblins einlassen. Über die Jahrzehnte wurde das arme Gedicht beinahe zu Tode analysiert. Was da nicht alles reingelesen wurde: Gesellschaftskritik, Wirtschaftskritik, Anti-Semitismus. Ich kann darüber nur den Kopf schütteln. Meiner Meinung nach geht es um die verwegene, düstere Verlockung des Übernatürlichen, die Rossetti durch eine für das Zeitalter beispiellos sexualisierte Sprache schildert. Molly Ringle sah das vermutlich ähnlich, denn „The Goblins of Bellwater“ orientiert sich an dem, was schwarz auf weiß geschrieben steht, nicht an weit hergeholten Interpretationen.

Folge nicht ihrem Pfad. Nimm nichts an, was sie dir anbieten. Diese zwei simplen Verhaltensregeln hätten Skye vor einem furchtbaren Fehler bewahren können. Leider weiß kaum jemand, was sich in den Wäldern rund um das Städtchen Bellwater verbirgt. Niemand warnte sie vor den Goblins. Jetzt ist es zu spät. Skye ist verflucht. Schon bald wird der Drang, sich dem Klan anzuschließen und selbst ein Goblin zu werden, übermächtig sein. Sie kann sich niemandem mitteilen, nicht einmal ihrer großen Schwester Livy, denn der Fluch beschneidet ihre Fähigkeit, zu sprechen. Aber wer würde ihr auch glauben? Sie ahnt nicht, dass es einen Menschen in Bellwater gibt, der die Wahrheit über die Goblins kennt. Livys Freund Kit leidet seit Jahren unter den Auswirkungen eines alten Vertrags, den seine Vorfahren mit dem Klan schlossen. Als Kits Cousin Grady Bellwater besucht und Skye im Wald begegnet, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Plötzlich ist Livy die einzige, die Skye und Grady retten kann. Doch dafür muss sie einen gefährlichen Weg einschlagen und sich der Natur selbst als würdig erweisen.

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Verfasst von - September 26, 2017 in Fantasy, Märchen, Urban Fantasy

 

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Ursula K. Le Guin – Erdsee

Obwohl ich kürzlich feststellte, dass Frauen in der erwachsenen High Fantasy unterrepräsentiert sind, gibt es doch den einen oder anderen bedeutenden weiblichen Namen, der mit diesem Genre verbunden ist. Ursula K. Le Guin sollte diese Namensliste möglicherweise anführen. Kaum eine andere Autorin kann sich auf die Fahnen schreiben, so viel für die weibliche Fantasy und Science-Fiction geleistet zu haben. Kaum eine andere Autorin wird ehrfurchtsvoll mit Tolkien verglichen. Ihre „Erdsee“-Saga wurde mir vor Jahren von meiner Mutter vermacht. Der Sammelband „Erdsee“ enthält die ersten drei Romane: „Der Magier der Erdsee“, „Die Gräber von Atuan“ und „Das ferne Ufer“. Ich beschloss, alle drei direkt nacheinander zu lesen.

Dies sind die Geschichten von Sperber, dessen wahrer Name Ged lautet. Es sind die Abenteuer eines jungen Ziegenhirten, der zum mächtigsten Zauberer in ganz Erdsee wurde. Eine Geschichte erzählt von seiner Jugend, in der er sich der Angst selbst stellte und sie in ihre Schranken wies. Eine weitere berichtet von seinen Wanderjahren, während derer er weit in den Osten reiste, um seinem Land Frieden zu bringen und eine junge Frau kennenlernte, die das Licht in sich trug, obwohl sie für die Dunkelheit geschaffen wurde. Die letzte enthüllt die Kunde seiner schwersten Stunde, als er auszog, das Gleichgewicht des Lebens wiederherzustellen und das Reich der Toten betrat. Es sind Geschichten von Mut, tiefer Freundschaft und unvorstellbaren Opfern. Lauscht ihren Worten und folgt Ged nach Erdsee, in eine Welt, die von Magie geformt wurde und in der Drachen noch immer lebendig sind.

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Verfasst von - August 22, 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Leonie Swann – Garou

2017-01-22-swann-garou

Als ich „Garou“ von Leonie Swann aus dem Regal zog und aufschlug, segelte mir ein altes Lesezeichen entgegen. Ich habe die Fortsetzung des erfolgreichen Schafskrimis „Glennkill“ vor Jahren schon einmal begonnen, dann aber abgebrochen. Ich meine mich zu erinnern, dass das Buch ein Fall von „Nicht auf den Bauch gehört“ war. Ich nahm es mir vor, obwohl ich eigentlich keine Lust darauf hatte. Das war ein Fehler, denn dadurch bildeten sich in meinem Kopf negative Assoziationen, die mich lange Zeit davon abhielten, es noch einmal hervorzuholen. Glücklicherweise habe ich meine Vorurteile letztendlich doch überwunden und fühlte mich bereit, „Garou“ eine zweite Chance zu geben.

So hatten sich die Schafe von Glennkill ihre lang ersehnte Europareise nicht vorgestellt. Die Europäer verstehen offenbar nichts von schaflicher Gastfreundschaft. Sie müssen ihr Winterquartier im Schatten eines französischen Schlosses mit einer Ziegenherde teilen. Ziegen! Jedes Schaf weiß, dass Ziegen verrückt sind. Dass sich Menschen ihrer Verrücktheit anschließen, ist allerdings neu. Hinter vorgehaltener Hand flüstern sie von einem Loup Garou, einem Werwolf, der auf dem Schlossgelände sein Unwesen treiben soll. Ein Wolf im Menschenpelz? Ist das möglich? Die Glennkill-Schafe wollen nicht so recht an die unheimliche Legende glauben, doch als sie eine Leiche im Schnee entdecken, bleibt ihnen keine andere Wahl, als die Dinge selbst in die Hufe zu nehmen. Motiviert durch Kraftfutter und ausgestattet mit solider Schafslogik beginnen sie zu ermitteln, um die Herde und ihre Schäferin Rebecca zu schützen. Die Spuren führen tief in die Geschichte des alten Schlosses. Handelt es sich tatsächlich um einen Loup Garou oder verbergen sich hinter den dicken Mauern weitere Geheimnisse?

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Verfasst von - Februar 28, 2017 in Humor, Krimi, Rezension

 

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[Schlüpftag-Special] Zurück zu meinen Anfängen ODER Was habe ich mir nur dabei gedacht?

Schlüpftag

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich weiß, es ist Montag. Ich weiß, eigentlich erwartet ihr von mir, dass ich die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworte. Da es sich dabei heute allerdings um eine offene Montagsfrage und darüber hinaus die letzte des Jahres 2016 handelt, setze ich aus. Nicht nur, weil ich meiner Meinung nach konstant alle Montagsfragen dieses Jahres beantwortet habe, sondern auch, weil ich heute ausnahmsweise mal etwas in eigener Sache zu feiern habe. Jetzt mal alle die Ohren zuhalten, ich möchte singen!

Happy Birthday to me, Happy Birthday to me, Happy Birthday lieber wortmagieblog, Happy Birthday to me! 😀
Ja, es ist wieder einmal so weit. Heute wird der wortmagieblog unfassbare 3 Jahre alt! Der dritte Schlüpftag ist ein Meilenstein, den ich ohne euch niemals erreicht hätte. Ich danke euch für eurer Feedback, eure Kommentare und natürlich eure Likes! Ihr seid die Besten! Bis heute macht mir das Bloggen unheimlich viel Spaß, ich möchte es in meiner Freizeitgestaltung nicht mehr missen und hoffe, dass ich euch noch viele Jahre erhalten bleiben und Freude bereiten kann!

Zu meinem ersten Blog-Schlüpftag 2014 habe ich euch 52 Fakten über mich selbst verraten. Letztes Jahr habe ich einfach nur Danke gesagt. Für dieses Jahr habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht, um diesen Tag zu feiern.
Meine erste Rezension auf dem wortmagieblog ging am 20. Dezember 2013 online. Es war eine Buchbesprechung von „Dark Eden“ von Chris Beckett und ja, sie existiert noch. Also dachte ich mir, schauen wir uns doch mal an, wie sehr sich mein Schreibstil in 3 Jahren verändert hat.

Heute nehme ich mir – zu unser aller Belustigung – meine erste Blog-Rezension vor und korrigiere sie. Ich werde gnadenlos alles hervorheben, was meiner Meinung nach mangelhaft, sinnlos und überflüssig ist. Absatz für Absatz werde ich das gute Stück auseinandernehmen, meine eigene Arbeit unnachgiebig kommentieren und meinem vergangenen Ich freimütig mitteilen, was ich jetzt von diesem ersten wahrhaft öffentlichen Versuch einer Buchbesprechung halte. Ich verspreche, streng mit mir selbst zu sein. Danach werde ich die Rezension dann auch noch neu schreiben, damit ihr damals und heute direkt vergleichen könnt.

Habt ihr Lust, gemeinsam mit mir über meine ersten tapsigen Schritte auf dem Weg zu einer hoffentlich recht passablen Buchbloggerin zu lachen? Na dann los, ich lade euch ein!

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Verfasst von - Dezember 19, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Lasst zusammen, was zusammen gehört: Über die Teilung von Romanen durch Verlage

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute möchte ich mit euch über die Strategie deutscher Verlage sprechen, englische Romane für den deutschen Markt in zwei Bände (oder mehr) aufzuteilen. Anlass ist die ausstehende Rezension zu „Das Reich der Sieben Städte“ von Steven Erikson. Als ich dieses Buch begann, wusste ich bereits, dass es nur die erste Hälfte des Originals „Deadhouse Gates“ umfasst. Die zweite Hälfte wurde von blanvalet unter dem Titel „Im Bann der Wüste“ veröffentlicht. Zusammen ergeben sie den zweiten Band der Reihe „Das Spiel der Götter“.

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26. 05. 2014 – Montagsfrage: Original vs. Übersetzung

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Es ist Montag, das heißt, es ist wieder einmal Zeit für die Montagsfrage von Libromanie. Diese Woche geht es um folgende Frage:

Gibt es AutorInnen, die du lieber im Original liest?

Für mich ist diese Frage nicht schwer zu beantworten, denn prinzipiell lese ich alle Bücher lieber im Original. Ähnlich wie bei Nina beschränkt sich das auf englische Bücher, denn mein Französisch ist massiv eingerostet und mein Spanisch… nun ja, ich würde wohl nicht verhungern, würde man mich mitten in der spanischen Pampa aussetzen, aber da hört es dann auch schon auf. Ich muss aber hinzufügen, dass ich kaum Werke von französischen und/oder spanischen AutorInnen lese. Ich bin mir nicht sicher, wieso das so ist, aber irgendwie begegnen mir nur sehr selten Bücher, die nicht von deutschen, britischen oder amerikanischen AutorInnen stammen. Das überrascht mich selbst; es scheint etwas mit dem Algorithmus von Seiten wie amazon oder Goodreads zu tun haben. Von diesen Websites beziehe ich den Großteil meiner personalisierten Empfehlungen, die ja auf den Büchern basieren, die ich bereits besitze, gelesen oder auf meine Wunschliste gesetzt habe. Da diese auch Großteils aus Deutschland, Großbritannien und Amerika kommen, werden mir vermutlich nur sehr wenige Bücher aus anderen Ländern vorgeschlagen. Verrückt, oder?
Back to topic. Ich habe mehrere Gründe, warum ich lieber Originale lese, soweit es englischsprachige AutorInnen betrifft:

  1. Die Schönheit der Sprache bleibt erhalten. Viele englische Witze, Metaphern, Vergleiche u.ä. gehen durch die Übersetzung verloren.
  2. Es gibt keine Irritation durch einen sinnlosen, falsch übersetzten Titel, von Eigenerfindungen des Verlags ganz zu schweigen (s. Rachel – Morgan – Reihe von Kim Harrison).
  3. Ich bin nicht auf Gedeih und Verderb der deutschen Verlagspolitik ausgeliefert. Dieser Punkt betrifft vor allem Reihen. Deutsche Verlage schauen bei der Veröffentlichung einer Reihe nur auf den Profit, das heißt, sie splitten gern mal ganze Bände auf, sie stellen Reihen manchmal mittendrin ganz ein und weigern sich, weitere Bände zu übersetzen. Die Wartezeit zwischen zwei Bänden beträgt oft Monate, manchmal sogar Jahre, obwohl sie auf dem britischen/amerikanischen Markt schon längst erschienen sind. Das ärgert mich maßlos; ich möchte unabhängig von diesen Machenschaften sein.
  4. Es gibt in Amerika und Großbritannien keine Buchpreisbindung, dadurch sind Bücher aus diesen Ländern oft wesentlich günstiger als deutsche Ausgaben. Es kann zwar manchmal ein paar Monate dauern, bis diese Ausgaben veröffentlicht werden, aber man kann sich in der Regel sicher sein, dass irgendein britischer oder amerikanischer Verlag versuchen wird, einen finanziellen Vorteil durch günstige Ausgaben zu erringen. Wer sich für das Thema Buchpreisbindung und deren Zweckmäßigkeit interessiert, sollte das Thema übrigens mal googlen. An dieser Regelung gibt es nämlich eine Menge negativer Aspekte.
  5. Die Auswahl bezüglich der Ausgaben ist größer. Dieser Punkt ergibt sich natürlich aus Punkt 4, ich halte es aber für einen tollen Vorteil. Ich suche mir gern aus, welche Ausgabe ich in mein Regal stelle und nehme natürlich immer die, die ich persönlich am schönsten finde.
  6. Der zeitliche Vorsprung des amerikanischen und britischen Markts ist enorm. Das Thema habe ich in Punkt 3 bereits angeschnitten, aber ich möchte es trotzdem noch mal gesondert besprechen, da es eben nicht nur Reihen betrifft. Mir ist bis heute nicht klar, warum wir in Deutschland so unglaublich weit hinterher hinken; warum die Zusammenarbeit zwischen britischen/amerikanischen und deutschen Verlagen nicht besser ist, obwohl das sicherlich möglich wäre. Ich gehe davon aus, dass auch das mit der Buchpreisbindung zusammenhängt; deutsche Verlage können es sich leisten, ihre KundInnen warten zu lassen, was natürlich nicht sehr kundenfreundlich ist.
  7. Englische Ausgaben zu lesen fördert meine Fähigkeiten in der englischen Sprache. Es erweitert meinen Wortschatz und mein Verständnis für die Grammatik. Mein Englisch ist während des Studiums sehr fachspezifisch geworden; ich benutze oft Formulierungen, die man im Alltag und umgangssprachlich niemals verwenden würde. Mir ist wichtig, beides gut zu beherrschen, sowohl Fachsprache als auch Umgangssprache und dabei helfen mir englische Bücher.

Wenn ich jetzt noch länger überlegen würde, würden mir sicher noch mehr Argumente einfallen, aber ich belasse es erst mal bei diesen sieben. Kurz gesagt lese ich also alle muttersprachlich-englischen AutorInnen lieber im Original.
Es gibt allerdings eine Einschränkung. Obwohl ich in den meisten Fällen auf englische Originale umgestiegen bin, gibt es bestimmte Bücher, die ich immer noch auf Deutsch lese. Das hängt damit zusammen, dass ich eine gute Tochter sein möchte. 😀 Meine Ma tut sich ein bisschen schwer mit englischen Originalen. Ich versuche schon seit einer Weile, sie dazu zu überreden, sich mehr zuzutrauen und es einfach zu versuchen, aber bisher habe ich nur kleine Fortschritte gemacht. Ich fände es dementsprechend sehr unfair, bei bereits begonnenen Reihen, die wir beide lesen möchten, einfach zu den englischen Versionen zu wechseln. Ein gutes Beispiel ist die Anita – Blake – Reihe von Laurell K. Hamilton. Ich würde so gern umsteigen, aber ich verzichte für meine Mutter darauf. Noch zumindest. 😉

 

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