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Schlagwort-Archive: Sekte

Stephanie Oakes – The Sacred Lies of Minnow Bly

Stephanie Oakes‘ Debütroman „The Sacred Lies of Minnow Bly“ nahm einige Umwege, bis er veröffentlicht wurde. Während ihres Studiums sollte sie Gedichte zu einem Thema ihrer Wahl schreiben. Sie entschied sich für Märchen und stieß bei ihren Recherchen auf „Das Mädchen ohne Hände“. Die grausame Erzählung inspirierte sie, eine Märchenadaption zu schreiben. Zuerst konzipierte sie eine dystopische Version, die von Agent_innen und Verlagen allerdings abgelehnt wurde. Sie musste einsehen, dass ihre Geschichte nicht funktionierte. Die Rahmenbedingungen stimmten nicht: „The Sacred Lies of Minnow Bly“ verlangte nach einem realistischen Setting. Sie schrieb das gesamte Manuskript neu. Ihre Protagonistin Minnow, die Maid ohne Hände, wurde das Opfer einer Sekte im modernen Montana und das Buch endlich akzeptiert. Bei mir landete der Roman, weil mich die psychologischen Aspekte von Sekten interessieren.

Das Gefängnis macht der 17-jährigen Minnow Bly keine Angst. Angst machen ihr nur die dunklen Visionen ihrer Vergangenheit, besonders diejenigen dieser letzten Nacht. Der Nacht, in der ihr Heim niederbrannte.
Minnow lebte 12 Jahre in einer Sekte. Die Community war ihr Zuhause und alles, was sie kannte. Sie glaubte an die Worte des Propheten Kevin, an seine Erklärungen, an seine Weisheit und an seine strengen Regeln. Bis sie zu zweifeln begann und ihm nicht mehr glaubte. Als sie sich verliebte, erfuhr sie am eigenen Leib, wozu Kevin fähig war – und wozu sie selbst fähig ist. Minnow möchte am liebsten vergessen. Das Feuer. Die Toten. Doch sie muss sich ihren Erinnerungen stellen. Denn um eines Tages in Freiheit leben zu können, muss sie zuerst ihren Geist befreien.

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M.L. Rio – If We Were Villains

Das Theater ist ein wesentlicher Bestandteil im Leben der Amerikanerin M.L. Rio. Ihre erste Rolle übernahm sie in der ersten Klasse, entdeckte kurz darauf Shakespeares Stücke und entwickelte eine unsterbliche Leidenschaft für ihn. Sie studierte Englisch und Dramatik und zog nach ihrem Abschluss nach London, um am renommierten King’s College ihren Master in Shakespeare Studies zu machen. 2016 gewann sie zum 400. Todestag Shakespeares eine Reise zu Hamlets dänischem Schloss Kronborg und war die erste Person, die dort seit 100 Jahren übernachtete. Rio ist ein Shakespeare-Nerd. In den ersten Semestern ihres Masterstudiums begann sie, ihren Debütroman zu schreiben, der sowohl ihrer Begeisterung fürs Theater als auch für den alten Barden Ausdruck verleiht: „If We Were Villains“.

„Das Leben ist eine Bühne“ – für Oliver Marks und seine Freunde war dieses Sprichwort Realität. Ihre exklusive Ausbildung an der elitären Dellecher Kunsthochschule überzeugte sie davon, sich als Erben Shakespeares zu verstehen. Glorreiche Tage voller Verse und Dekadenz. Sie lebten und atmeten ihre Rollen, nahmen sie in Besitz, bis ihre Rollen auch von ihnen Besitz ergriffen. Sogar abseits der Bühne verkörperten sie die Charaktere, denen sie Leben einhauchten. Ihre Leidenschaft schweißte sie zusammen. Sie waren unzertrennlich, unbesiegbar. Doch in ihrem Abschlussjahr entflammte eine nie gekannte Rivalität. Ihre Lehrer_innen änderten die Besetzung und provozierten einen Konkurrenzkampf, der ihre Gemeinschaft vergiftete. Aus Freunden wurden Feinde und eines Morgens war ein Mitglied ihrer Clique tot. 10 Jahre später wird Oliver aus dem Gefängnis entlassen und kehrt nach Dellecher zurück, um die Wahrheit zu offenbaren. Noch einmal durchlebt er seine schmerzvollen Erinnerungen an die überreizten Monate, die in einer katastrophalen Tragödie endeten. Hat er das furchtbare Verbrechen, für das er büßte, wirklich begangen?

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Verfasst von - 12. September 2018 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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V.B. Marlowe – Moonlight, Moonlight

2016-05-29 - Marlowe Moonlight Moonlight

Ich bin fassungslos. Vor der „Shadow Pines Trilogy“ veröffentlichte V.B. Marlowe bereits einen Einzelband: „The Girl with the Blood Red Lips“. Da mich der Trilogieauftakt „Shadow, Shadow“ ungemein begeisterte, wollte ich mir diesen Roman ebenfalls zulegen. Leider ist er nirgendwo zu bekommen, weder neu noch gebraucht. Ich habe noch nie erlebt, dass es so gar keine Möglichkeit gibt, ein Buch zu kaufen. Selbst vergriffene Bücher sind doch immer aus zweiter Hand erhältlich. „The Girl with the Blood Red Lips“ hingegen scheint weltweit ausverkauft zu sein. Ich kann nur hoffen, dass V.B. Marlowe irgendwann so erfolgreich ist, dass ihr Erstling noch einmal neu verlegt wird. Vielleicht trägt die Fortsetzung der „Shadow Pines Trilogy“, „Moonlight, Moonlight“, ja dazu bei.

Harley, Brock und Gianna dachten, es wäre vorbei. Sie dachten, nachdem sie jeweils einen Menschen an die Schatten übergeben haben und Teaghan verschwunden ist, könnten sie wieder normale Leben führen. Doch die Schatten geben keine Ruhe und entwickeln sich zu einer ernsthaften Bedrohung. Als sich die Angriffe häufen, fassen Brock und Harley den Entschluss, die Stadt zu verlassen. Die Umsetzung ihrer Entscheidung gestaltet sich jedoch als schwierig. Niemand hat Shadow Pines jemals verlassen. Weder Brock noch Harley haben dieser Eigenart ihrer Heimat je mehr als einen flüchtigen Gedanken gewidmet. Nun bleibt ihnen keine andere Wahl, als zu akzeptieren, dass die Menschen Shadow Pines nicht einfach nur nicht verlassen wollen – sie können es nicht. Die Stadt umgibt ein Geheimnis nationalen Ausmaßes. Brock und Harley finden sich in einer Zwickmühle wieder. Bleiben sie in Shadow Pines, werden die Schatten sie umbringen. Überschreiten sie die Stadtgrenze, könnte dies ebenfalls ihren Tod bedeuten. Werden sie das Risiko eingehen und die Flucht wagen?

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V.B. Marlowe – Shadow, Shadow

2016-05-27 - Marlowe Shadow Shadow

„Shadow, Shadow“ von V.B. Marlowe war eines der ersten Bücher, die ich bei Netgalley angefragt habe. Das muss Anfang 2015 gewesen sein. Obwohl ich mich sehr darüber gefreut hatte, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, landete es auf dem SuB. Ich las es nicht sofort, denn ich fühlte mich nicht in der richtigen Stimmung für die Geschichte. Über ein Jahr versauerte es zwischen hunderten anderer Bücher, bis es mir im Mai 2016 wieder einfiel. Ich wollte mit Altlasten aufräumen, also wurde es höchste Zeit, „Shadow, Shadow“ endlich eine Chance zu geben.

In Shadow Pines verschwinden seit jeher ungewöhnlich viele Menschen. Es heißt, die Kleinstadt sei auf entweihtem Boden gebaut und werde heimgesucht von den Schatten einer Sekte, die im 19. Jahrhundert gelyncht wurde… Natürlich glaubt niemand diese Geschichte, erst recht nicht die rebellische Harley Fox. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie jedoch ein sonderbares Geschenk: eine Schattenbox. Sie ist nicht die einzige. Brock, der Goldjunge der Stadt, Gianna, Shadow Pines‘ strebsame Kämpferin für die kleinen Dinge und Teaghan, die ständig gehänselt wird, bekommen ebenfalls jeweils eine Box. Angeblich verleihen ihnen die Boxen die Macht, einen Menschen ihrer Wahl verschwinden zu lassen und den Schatten zu übergeben. Sie müssen sie nicht nutzen, doch sollte nur eine oder einer von ihnen davon Gebrauch machen, sind auch die anderen gezwungen, sie einzusetzen. Sonst holen sich die Schatten ihre Liebsten. Ungläubig entscheiden Harley, Brock, Gianna und Teaghan die Boxen wegzuschließen. Doch die Aussicht, einen verhassten Menschen loszuwerden, ist verlockender, als sie ahnten. Schnell gerät die Situation außer Kontrolle und die vier müssen sich eingestehen, dass am Mythos der Schatten vielleicht mehr dran ist, als sie wahrhaben wollten…

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Mo Hayder – Die Sekte

2016-02-19 - Hayder Die Sekte

Mo Hayder ist eine Entdeckung meiner Eltern. Sie mögen ihre Thriller sehr, sortieren die Bücher jedoch direkt nach dem Lesen aus Platzmangel wieder aus. Krimis und Thriller liest man ja eher selten mehrfach. Da ich (noch) kein Platzproblem habe, gebe ich den Romanen gern ein neues Zuhause, wenn sie bei meinen Eltern ausziehen müssen. Ich besitze demzufolge eine kleine Hayder-Sammlung, obwohl ihre Bücher nie auf meiner Wunschliste standen. Daher dauerte es allerdings recht lange, bis ich das erste Mal einen ihrer Thriller auf dem Regal zog. Ich entschied mich für „Die Sekte“, weil es sich dabei um einen Einzelband handelt und ich vermutete, dass dies eine gute Möglichkeit wäre, die Autorin kennenzulernen.

Schenkt man den Gerüchten Glauben, ist die kleine schottische Insel Cuagach Eilean, Pig Island, die Heimat des Teufels und seiner Jünger. Seit Jahren wird wild darüber spekuliert, was auf der Insel vor sich geht, denn die dort lebende, etwas obskure Glaubensgemeinschaft schätzt die Isolation. Umso überraschter ist der Journalist Joe Oakes, dass ausgerechnet er Pig Island besuchen soll. Ein unheimliches Amateurvideo brachte die Insel in die Medien und bescherte der ansässigen Sekte ein unerwünschtes Maß an Aufmerksamkeit. Joe verdient sein Geld damit, Mysterien aufzudecken. Für ihn zählen Fakten, nicht der Aberglaube der Massen. Hochmotiviert nimmt er die Einladung an, um den Gerüchten um Pig Island ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Doch als er auf der Insel eintrifft, geraten seine rationalen Überzeugungen ins Wanken. Schon bald versinkt Pig Island in Blut und Joe muss sich fragen, ob nicht doch der Teufel seine Finger im Spiel hat.

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Verfasst von - 26. März 2016 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

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Verfasst von - 16. Februar 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Chevy Stevens – Blick in die Angst

„Blick in die Angst“

blick in die angst

Originaltitel: Always Watching

Autor: Chevy Stevens

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 496

Verlag: Fischer

Sprache: Deutsch

ISBN: 3596193796

Genre: Krimi & Thriller

ausgelesen am: 14.08.2014

Bewertung: 

Psychologie ist schon lange eines meiner Steckenpferde. Der menschliche Geist, die menschliche Seele faszinieren mich. Abnorme Psychologie, Schutzmechanismen, Manipulation – ist es nicht unglaublich, was unser Geist alles leisten und in welche Richtung er sich entwickeln kann?
Sekten sind in diesem Zusammenhang ein spezielles Thema. Ich glaube, was mich an Sekten interessiert, ist ihre Technik, durch Gedankenmanipulation und emotionale Erpressung Menschen von alldem zu überzeugen, was ihnen nutzt, egal wie verwerflich oder schrecklich das ist. „Blick in die Angst“ von Chevy Stevens ist ein Psychothriller, der sich mit dieser Thematik beschäftigt und landete genau deswegen auf meiner Wunschliste.

Heather Simeon wollte sich selbst töten. Doch glücklicherweise wurde sie rechtzeitig gefunden und befindet sich nun in der Klinik, in der Dr. Nadine Lavoie als Psychiaterin arbeitet. Nadine möchte der jungen Frau helfen und schnell bemerkt sie, dass sie und Heather eines gemeinsam haben: sie verbachten beide eine erhebliche Zeitspanne in der Sekte „Fluss des Lebens“. Als Kind lebte Nadine dort mit ihrer Mutter und ihrem Bruder. Aber warum kann sie sich nicht mehr vollständig an die Kommune erinnern? Warum leidet sie seit dieser Zeit an Klaustrophobie? Und warum wollte Heather sterben? Nadine dachte, sie hätte ihre Vergangenheit überwunden und hinter sich gelassen. Doch nun kommen die Erinnerungen Stück für Stück zurück. Etwas Furchtbares ist damals geschehen. Schwebt Nadine jetzt, 40 Jahre später, noch immer in Gefahr?

Als ich „Blick in die Angst“ ausgelesen hatte, wollte ich für diesen Roman vier von fünf Sternen vergeben. Doch jetzt, etwa einen Monat später, muss ich diese Einschätzung etwas zurückstufen. Chevy Stevens‘ Psychothriller bekommt von mir nur noch gute 3 Sterne; würde ich mit halben Werten arbeiten, wäre es wohl eine 3,5. Wie kam es dazu?
Es ist so: „Blick in die Angst“ gefiel mir wirklich gut, hinterließ aber so gut wie keinen Eindruck auf mich. Nach jedem Buch stelle ich Rezensions-Notizen zusammen, meist sofort, wenn ich es beendet habe und die Eindrücke noch frisch sind. Für mich ist das die beste Strategie, weil es mir auch hilft, mit einer Lektüre abzuschließen. Doch bei „Blick in die Angst“ hatte ich massive Probleme, überhaupt etwas aufzuschreiben, weil es meiner Meinung nach nur wenig über den Roman zu sagen gibt. Das hat mich selbst überrascht, denn eigentlich war ich zufrieden, mal wieder einen Thriller gelesen zu haben, der mich nicht völlig enttäuscht hat. Chevy Stevens baute eine fesselnde Geschichte mit einer beklemmenden Atmosphäre auf, deren Zugkraft vom intensiven Fokus auf die Psyche ausgeht. Da ihre Protagonistin Nadine keine Polizistin ist, sondern Psychiaterin, geht es nicht darum, herauszufinden, wer der Mörder ist. Stattdessen beobachten die LeserInnen Nadine beim Kampf mit ihren Erinnerungen und dem tiefen Bedürfnis, Beweise für das Unrecht aufzudecken, das ihr damals angetan wurde. Ich empfand diesen Ansatz als originelle Abwechslung und kam auch mit Nadine selbst sehr gut zurecht. Zwar ist sie als Hauptfigur etwas schwierig, weil sie eine Menge Fehler hat, die ihr Handeln des Öfteren bestimmen, aber genau das machte sie mir sympathisch. Sie weiß sehr gut, dass sie sich anders verhalten sollte, kann jedoch einfach nicht aus ihrer Haut. In vielen Szenen ist sie von unglaublich intensiven und starken Gefühlen geschüttelt, durch die ich eine feste Verbindung zu ihr aufbauen konnte.
Sie ist eine wirklich runde Figur, doch überstrahlt dadurch – wie so oft bei starken ProtagonistInnen – jegliche Nebencharaktere. Vermutlich ist das einer der Gründe, warum es kaum Faktoren gibt, die mich wirklich beeindruckt haben: inhaltlich ist „Blick in die Angst“ nicht sonderlich komplex. Da ist Nadine und ihre Vergangenheit beziehungsweise die ihrer Familie – und das war es. Sehr viel mehr wird nicht thematisiert.

Sicher werde ich Chevy Stevens damit nicht gerecht, doch im Nachhinein betrachtet hinterließ „Blick in die Angst“ bei mir nur das emotionale Pendant eines Schulterzuckens. Ja, es ist ein guter, solider Thriller mit einer sympathischen Protagonistin, nachhaltig ist er meiner Empfindung nach allerdings nicht. Eine flüssige, interessante Lektüre für zwischendurch, nicht sehr anspruchsvoll und selten überraschend. Zwischen Oberfläche und Tiefe besteht keinerlei Spannung, man muss als LeserIn nicht mit dem Buch arbeiten.
Nehmt „Blick in die Angst“ mit in den Urlaub, gönnt euch damit eine mentale Auszeit oder lest es unterwegs, denn wenn ihr Psychothriller mögt, wird es euch bestimmt gefallen. Große Lektüre dürft ihr jedoch nicht erwarten.

 
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Verfasst von - 18. September 2014 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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