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Schlagwort-Archive: Schreiben

John Gwynne – Malice

Greifbare, gelebte Geschichte ist für den Autor John Gwynne einer der stärksten Faktoren, die sein Schreiben beeinflussen. Das Nachstellen historischer Ereignisse gehört zu seinen Hobbies. Oh ja, Mr. Gwynne hüpft gern in ein Kostüm und spielt Schlachten, Turniere und das mittelalterliche Alltagsleben nach – begleitet von seiner gesamten Familie. Eine herrliche Schrulle. Er erklärt, dass die Erfahrungen, die er dort sammelte, den Entstehungsprozess des High Fantasy – Epos „The Faithful and the Fallen“ entscheidend inspirierten. „Malice“ ist der Auftakt der vierteiligen Reihe, mit dem ich mich vertrauensvoll in die Hände eines Schriftstellers übergab, der tatsächlich weiß, wie es sich anfühlt, einen Schwerthieb abzublocken.

Einst wurden Menschen und Riesen als unsterbliche Herren über die Erde geschaffen. Sie bevölkerten die Schöpfung des Gottes Elyon und lebten in Harmonie. Doch sie wurden beobachtet. Hasserfüllt und eifersüchtig blickte Elyons Gegenspieler Asroth auf die Welt. Bosheit erfasste ihn. Hinterlistig entzweite er Menschen und Riesen. Der Tod, vormals unbekannt, hob sein hässliches Haupt. Ströme aus Blut färbten die Erde und Elyons Zorn war schrecklich. Er entsandte seine Elitekrieger, die Ben-Elim, um seine geliebte Schöpfung auszulöschen. Sein Urteil war fast vollstreckt, als Elyon aus der Anderswelt Asroth‘ Lachen vernahm. Er erkannte, dass er hereingelegt worden war. Bestürzt und von tiefer Trauer überwältigt rettete er die Ruinen seiner ehemals prachtvollen Welt und verschwand. Er kehrte nicht zurück. Noch immer kämpfen die Ben-Elim gegen Asroth und seine Heerscharen, während die Völker der Erde in den Trümmern des Krieges zu überleben versuchen.
Jahrtausende später wächst Asroth‘ Einfluss erneut. Eine Prophezeiung weissagt, dass das Schicksal der Welt zwischen zwei Kämpfern entschieden wird: der Schwarzen Sonne und dem Leuchtenden Stern. Der junge Corban ahnt nicht, dass seine Zukunft eng mit der Prophezeiung verknüpft ist und dass sein Erwachen der Beginn des letzten Krieges sein wird…

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Verfasst von - 12. Juni 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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J.D. Allen – 19 Souls

Liest man sich durch J.D. Allens Website, könnte man annehmen, sie sei eine Debütautorin. Für das Thriller-Genre ist das korrekt, doch gräbt man tiefer, stellt sich schnell heraus, dass sie bereits eine veröffentlichte Schriftstellerin ist. Sie schrieb jahrelang Liebesromane, eine Vergangenheit, von der sie sich heute bewusst zu distanzieren scheint und die hauptsächlich dazu diente, Rechnungen zu zahlen. Mit dem Auftakt der Reihe „Sin City Investigations“ fand sie ihre literarische Heimat, eine meiner Meinung nach naheliegende Entwicklung, da sie über einen Abschluss in forensischer Anthropologie verfügt. Vielleicht veranlasste sie ihr professioneller Hintergrund, gleich im ersten Band „19 Souls“ eine gewagte Thematik anzusprechen: weibliche Serienmörder.

Vor Jahren war Jim Bean auf dem besten Wege, FBI-Agent zu werden, bis die Lüge einer Frau sein Leben zerstörte. Heute ist er Privatdetektiv in Las Vegas. Er trinkt und arbeitet zu viel. Auf seinem Schreibtisch türmen sich Rechnungen. Der Auftrag einer gewissen Cynthia Hodge kommt ihm daher gerade gelegen. Jim soll ihren verschwundenen Bruder Daniel finden, einen Meth-Junkie, der die Ersparnisse ihrer Mutter durchbringt. Standard-Vertrag, regelmäßige Updates, keine Polizei. Keine große Sache. Jim macht sich an die Arbeit und spürt Daniel in Utah auf. Entgegen seiner Absprache mit Cynthia nimmt er Kontakt auf. Was Daniel ihm erzählt, lässt alles Blut aus Jims Gesicht weichen. Daniel ist kein Junkie. Er lebt unter dem Radar, um sich selbst zu schützen. Denn die Frau, die Jim beauftragte, ist nicht seine Schwester. Sie heißt Sophie Evers und verfolgt Daniel seit ihrer Kindheit. Frauen, mit denen Daniel eine Beziehung hatte, verschwanden rätselhafterweise und wurden später tot aufgefunden. Sieben Jahre hörte er nichts von Sophie. Doch jetzt führte Jim sie direkt zu ihm…

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Montagsfrage: Zeitfresser Lesen?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Naaa, wer hat heute brückenfrei? Ich leider nicht, ich muss arbeiten. Dafür ist der Lieblingsmensch zu Hause und kümmert sich um die Prinzessin, weshalb ich schon fleißig sein konnte und laufen war. Seit Chillis Kreuzbandriss leidet mein Lauftraining sehr, weil diese Form der Belastung für sie noch verboten ist und ich es einfach nicht schaffe, erst mit ihr Gassi zu gehen, sie nach Hause zu bringen, zu versorgen, mich dann aufzuwärmen, noch einmal anzuziehen und wieder loszulaufen. Das packe ich nicht. Da ist selbst mein Schweinehund zu stur. Also laufe ich aktuell, wann immer der Lieblingsmensch es mir ermöglicht, indem er die Morgenrunde übernimmt. Das ist natürlich nicht perfekt und ich kann nicht erwarten, im Moment große Fortschritte zu verzeichnen, aber immerhin kann ich mein Laufniveau halten, statt jegliche hart erarbeitete Konstitution wieder zu verlieren. Meine Muskeln bleiben ohnehin durch meine tägliche Yogapraxis frisch, darum muss ich mir keine Sorgen machen. Heute genieße ich jedenfalls das wunderbar entspannte und zufriedene Gefühl, das die Kilometer in meinen Beinen auslösen, trinke jetzt verschwitzt meine Tasse Kaffee, bevor es unter die Dusche geht und beantworte die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja.

Wie viel Raum nimmt das Lesen in deinem Leben/Alltag ein?

Neben Chilli nimmt das Lesen definitiv den größten Teil meiner Freizeit in Anspruch. Meine Prinzessin steht selbstverständlich immer an erster Stelle; sie ist vermutlich die einzige, für die ich mein Buch jeder Zeit in eine Ecke feuern würde, wenn sie mich braucht. Das heißt nicht, dass ich meine Lektüre nicht auch für den Lieblingsmenschen, meine Freunde und/oder Familie unterbrechen würde, aber Menschen kann ich problemlos vermitteln, dass ich bitte noch den Absatz oder das Kapitel zu Ende lesen möchte, bevor ich mich ganz auf sie konzentriere. Chilli versteht das nicht. Wenn sie raus muss, muss sie raus. Wenn sie ein Wehwehchen hat, hat sie ein Wehwehchen. Wenn sie Aufmerksamkeit möchte, bekommt sie sie. Ich bin dafür verantwortlich, dass es ihr gut geht und es spielt überhaupt keine Rolle, ob ich lieber lesen würde, statt mich um sie zu kümmern, was allerdings nie der Fall ist. Glücklicherweise sind die Fürsorge für sie und meine Leseleidenschaft jedoch gut vereinbar. Meist kann ich beides problemlos unter einen Hut bringen.
Ansonsten ist Lesen DER Inhalt meiner privaten Tagesgestaltung. Ich lese, wann immer es sich anbietet, überbrücke damit Wartezeiten, fülle meine Wege in den öffentlichen Verkehrsmitteln und entspanne abends auf der Couch. Natürlich schaue ich auch gern Serien und wenn ich voll und ganz abschalten möchte, lasse ich mich manchmal lieber berieseln, statt mich auf eine Geschichte einzulassen. Mir ist jedoch aufgefallen, dass ich Serien normalerweise dann bevorzuge, wenn ich mit meinem aktuellen Buch irgendein Problem habe, wenn es mich nicht fesselt, langweilt oder nervt. Demzufolge ist auch mein Serienkonsum direkt von meiner momentanen Beziehung zum Lesen abhängig.
Es ist jedoch nicht nur das Lesen an sich, das meine Tage beansprucht. Nein, es ist auch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen. Das Zusammenstellen von Rezensionsnotizen, das Schreiben der Rezension an sich, Gespräche mit meinen Eltern über die letzte Lektüre – meine Gedanken kreisen ständig um die Bücher, die ich gelesen habe. Beim Einschlafen formuliere ich im Kopf sehr gern Inhaltszusammenfassungen, weil ich so vermeiden kann, Probleme zu wälzen, die mich um meinen Schlaf bringen würden.
Vielleicht ist diese intensive Beschäftigung mit Büchern ein wenig obsessiv, das möchte ich nicht abstreiten. Aber es macht mir nichts aus, dass das Lesen so viel Raum meines Lebens einnimmt. Im Gegenteil, ich genieße es, weil Bücher ein Thema sind, von dem ich einfach nie genug kriege. 🙂

Wie viel Raum gesteht ihr dem Lesen in eurem Alltag zu?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Wer übrigens noch nicht in den Lostopf meines Gewinnspiels zum Welttag des Buches letzte Woche gehüpft ist, kann das HIER nachholen. Beeilt euch, es ist die letzte Chance, heute Abend packe ich den Deckel drauf! 😉
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Ursula Poznanski – Die Verschworenen

Betrachtet man die Liste der Werke von Ursula Poznanski, fällt die dystopische „Die Verratenen“-Trilogie als ungewöhnlich auf. Normalerweise tummelt sich die österreichische Autorin nämlich nicht in der Science-Fiction. Überwiegend schreibt Poznanski Thriller und allgemein Spannungsliteratur für Erwachsene und Jugendliche. Ihren Ausflug in ein anderes Genre begründete sie gegenüber der FAZ damit, dass sie, um die Geschichte erzählen zu können, die ihr vorschwebte, ein spezielles Gesellschaftskonstrukt benötigte, das extreme Gegensätze zuließ. Dies bedeutete entweder Fantasy oder Dystopie. Sie entschied sich für die Dystopie. Meiner Ansicht nach war ihre Wahl goldrichtig, da der Realitätsbezug ihres Dreiteilers in einer düsteren Zukunftsvision definitiv glaubwürdiger ist.

Niemals hätte Ria geglaubt, dass Tageslicht das kostbarste Gut in ihrem Leben werden würde. Seit sie und ihre Freunde in Quirins unterirdisches Labyrinth flohen, sehnt sie jede Sekunde unter der Sonne herbei. Doch diese wertvollen Momente sind selten. Nur wenige der Schwarzdornen wissen, dass ihre Abreise inszeniert war – zum Schutz des Clans und zu ihrem eigenen Schutz, denn die Sphären suchen noch immer nach ihnen. Die Frage, warum ihre eigenen Leute sie umbringen wollen, quält Ria in den langen, dunklen Stunden unter der Erde. Trotz dessen hält sie Aureljos Plan, sich heimlich in eine Sphäre zu schmuggeln, für zu gefährlich. Quirin hingegen unterstützt ihn tatkräftig bei seinen Vorbereitungen. Fast, als wollte er sie loswerden… Während Aureljo beschäftigt ist, sortiert Ria die Bücher der Bibliothek. Inmitten von dicken Wälzern voller längst vergessenem Wissen entdeckt sie handgeschriebene Briefe. Aufgeregt beginnt sie, zu lesen und begreift schnell, dass sie die Antwort auf all ihre Fragen in den Händen hält. Sie kann nicht länger bei den Schwarzdornen bleiben. Sie muss Aureljo in die Sphären begleiten. Denn jetzt geht es nicht mehr nur um ihr Leben.

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Ben Aaronovitch – Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch begann Ende der 80er, Drehbücher zu schreiben. Bis 1996 erlebte er eine Blitzkarriere. Danach wurde es still um den Briten. Er war gezwungen, als Buchhändler zu arbeiten, was er zutiefst verabscheute. Aus diesem Joch befreite er sich selbst 2011, als „Die Flüsse von London“ erschien. Mit dem unerwarteten Erfolg des Reihenauftakts änderte sich für Aaronovitch alles. Plötzlich konnte er vom Schreiben leben. Mittlerweile umfasst die Reihe „Peter Grant“ sieben Bände (Stand: April 2018) und Aaronovitch schwört, dass er erst aufhört zu schreiben, wenn er entweder keine Ideen mehr hat, niemand seine Bücher kauft oder er das Zeitliche segnet. Ich verfolge die Reihe daher locker und habe den zweiten Band „Schwarzer Mond über Soho“ volle vier Jahre nach dem Auftakt gelesen.

Constable Peter Grant, einziger Zauberschüler Englands, erkennt das Stück sofort anhand des Saxofonsolos: „Body and Soul“, einer der größten Jazzklassiker. Er hat es schon oft gehört. Von einer Leiche wurde es ihm allerdings noch nie vorgespielt. Die Magie, die den bedauernswerten Jazzsaxofonisten tötete, muss verheerend gewesen sein, um ein so starkes Echo zu hinterlassen. Peter beginnt zu ermitteln und findet heraus, dass in Sohos Clubs verdächtig viele kerngesunde Jazzmusiker tot umfallen. Ein Serienmörder mit einer Vorliebe für Jazz? Gerade, als Peter glaubt, skurriler könnte es nicht mehr werden, findet die Polizei die Leiche eines Journalisten, der brutal entmannt wurde. Die berüchtigte Vagina dentata versetzt Londons Männerwelt in Angst und Schrecken. Ist es Zufall, dass ihr letztes Opfer ein Schüler des finsteren Magiers war, der Lesleys Gesicht entstellte? Fest entschlossen, die Ordnung seiner Stadt wiederherzustellen, begibt sich Peter auf die Jagd. Und wenn er darüber Lateinvokabeln vernachlässigt und magische Übungsstunden bei seinem Boss Detective Inspector Thomas Nightingale versäumt, ist das sicher verzeihlich. Schließlich muss er Prioritäten setzen.

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Verfasst von - 4. April 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Montagsfrage: Schreib mir eine Geschichte?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Ist es zu fassen, dass nächstes Wochenende schon wieder Ostern ist? Das Jahr rast vor sich hin und ich habe das Gefühl, ich stehe am Rand der Laufbahn und kann nur verdattert zuschauen. Wir werden zu Ostern nicht viel unternehmen. Am Samstag werden wir vielleicht mit ein paar Freunden angrillen, weil eine Freundin nächste Woche Mittwoch für ein halbes Jahr in die USA reist und wir dementsprechend nicht mehr viele Gelegenheiten haben, Zeit mit ihr zu verbringen. Ich bewundere ihren Mut, hier alles stehen und liegen zu lassen, um sich diesen Traum zu erfüllen. Sie wird 6 Monate mit Freund und Hund im Camper durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten tuckeln. Ein großes Abenteuer, für das ich selbst einfach zu ängstlich bin. Am Sonntag steht dann das jährliche Familienessen an und das war es auch schon mit unseren Plänen. Wie feiert ihr denn Ostern?
Bevor alle versuchen, die dicksten Eier zu finden, steht allerdings erst einmal der Start in die neue (kurze) Woche an, den ich wie immer mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja begehe.

Wenn du schon mal daran gedacht hast, ein Buch zu schreiben, welches Genre wäre es?

Fantasy. Garantiert würde ich einen Fantasy-Roman schreiben. Man sagt ja, angehende Autor_innen sollen das Buch schreiben, das sie selbst gern lesen würden. Die Fantasy ist mein Lieblingsgenre, also liegt es für mich nahe, mich schriftstellerisch daran zu versuchen. Ich glaube zwar nicht, dass ich direkt kopfüber in die Königsklasse der High Fantasy hineinspringen würde, weil sie in meiner Vorstellung zu anspruchsvoll für eine Debütautorin ist (es muss ja Gründe haben, dass diverse Autor_innen Jahre an ihren Büchern arbeiten – ja, ich meine sie, Mr. George R.R. Martin), aber ein Ausflug in die Urban Fantasy scheint mir durchaus eine Option zu sein. Ein weiterer Rat, von dem man immer wieder liest, besagt, dass man über das schreiben soll, was man kennt. Ich würde mir diesen Rat vermutlich wörtlich zu Herzen nehmen und als Setting Berlin wählen. In meinem Kopf spukt seit Jahren die Idee einer Geschichte herum, in der es um kleine Wesen geht, die den reibungslosen Ablauf des Berliner U-Bahnnetzes überwachen, aber bisher fehlt mir der Kern des Ganzen: der Konflikt. Den braucht jede Geschichte und solange mir dazu nichts einfällt, muss ich mich im Grunde gar nicht erst ransetzen. Ich sag’s immer wieder: Schreiben ist schwer.

In welchem Genre würdet ihr euch als Schriftsteller_innen tummeln?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Montag!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Siegfried Lenz – Deutschstunde

Siegfried Lenz war einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur. 1926 in Ostpreußen geboren, wurde er 1943 zur Kriegsmarine eingezogen und desertierte kurz vor Kriegsende in Dänemark. Später etablierte er sich erst als Autor von Erzählungen, Kurzgeschichten und Novellen, bevor ihm mit seinen Romanen ebenfalls der Durchbruch gelang. Sein vermutlich wichtigstes Werk ist „Deutschstunde“, das 1968 erschien und im Kontext der Studentenunruhen große Beachtung erhielt. Siegfried Lenz positionierte sich stets gegen die deutsche Kriegsvergangenheit und zögerte nie, sich literarisch mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Die Bücher des 2014 verstorbenen Autors werden bis heute im Deutschunterricht vieler Schulen behandelt. Auf dem Lehrplan meines Gymnasiums stand er hingegen nicht, weshalb ich „Deutschstunde“ im Januar 2018 privat las.

„Die Freuden der Pflicht“ lautet das Thema, zu dem Siggi Jepsen im Deutschunterricht einer Hamburger Besserungsanstalt einen Aufsatz schreiben soll. Ein Thema, zu dem er so viel zu sagen hat, dass er nicht weiß, wo er beginnen soll. Am Ende der Stunde hat er kein einziges Wort zu Papier gebracht. Die Anstaltsleitung bietet ihm an, den Aufsatz als Strafarbeit zu vollenden – allein, in Isolation. Eingeschlossen in seiner Zelle findet er endlich die Ruhe, die er benötigt, um sich seinen Erinnerungen zu stellen. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat schildert Siggi seine Kindheit als Sohn des nördlichsten Polizeihauptwachtmeisters Deutschlands, der 1943 die Order erhielt, das Malverbot des Künstlers Max Ludwig Nansen durchzusetzen. Ungehemmt berichtet er, wie das blinde Pflichtbewusstsein seines Vaters sein Leben entscheidend prägte und warum er im Alter von 10 Jahren entschied, zu rebellieren und die Bilder des Malers heimlich zu retten. Je länger Siggi schreibt, desto klarer schält sich seine Vergangenheit heraus und desto näher rückt er der Erkenntnis, nach der er es ihn mehr als alles andere verlangt: wer er ist.

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Verfasst von - 13. März 2018 in Deutsch, Klassiker, Rezension

 

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Montagsfrage: Wenn die Muse dich versetzt?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Hach, endlich ist es wieder etwas wärmer. Die Eiseskälte hat sich bei uns in Berlin gestern auf den Rückzug begeben und heute früh musste ich nicht einmal die dicke Polarausrüstung auspacken. Es wurde Zeit, denn so langsam begannen die Temperaturen, meiner Prinzessin zuzusetzen. Sie läuft seit Tagen schlechter und ihr kleines Sportprogramm fiel ihr schwerer. Ich denke nicht, dass das etwas mit ihrer Operation selbst zu tun hat, ich vermute, die Kälte ist für sie deshalb anstrengend, weil sie Arthrose hat. Im Kniegelenk ist es sicher, denn ihre Chirurgin hat es während der OP entdeckt, aber ich gehe davon aus, dass all ihre Gelenke mehr oder weniger schwer betroffen sind. Sie ist eben nicht mehr die Jüngste und wird in zwei Monaten 11 Jahre alt. Mein kleines Baby ist eine alte Frau. 😣
Nun aber genug der Beschwerden, es wird Zeit für mein Ritual zum Wochenstart: die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja.

Wie gehst du als Buchbloggerin mit Ideenlosigkeit oder Phasen, in denen du nicht liest, um?

Ehrlich gesagt kann ich zu dieser Frage nicht wirklich viel beisteuern. In meinem Leben gibt es keine Phasen, in denen ich nicht lese und mein Blog besteht zum Großteil aus Rezensionen. Wer einen Blick in meine Sidebar unter dem Punkt „Bald online“ wirft, wird sehen, dass ich stets mehr als genug ausstehende Rezensionen abzuarbeiten habe. Das heißt, in meinem Blog-Alltag beantworte ich jeden Montag die Montagsfrage und versuche, für die restliche Woche mindestens eine Rezension fertigzustellen, besser sind zwei. Damit fülle ich normalerweise zwei, im Idealfall drei Tage mit Posts. Mir reicht das. Das hier soll ja nicht in Stress ausarten. Falls ich dann noch Ideen für weitere Posts habe oder in seltenen Fällen sogar drei Rezensionen schreibe, packe ich die eben dazwischen. Alles kann, nichts muss. Ich will weder mich noch meine Muse drängen. Wenn mir die Inspiration fehlt, bringt es überhaupt nichts, mich zu zwingen und unter Druck zu setzen. Bloggen darf nicht zu Arbeit verkommen. Es soll Spaß machen. Deshalb sehe ich das locker. Wenn ich gerade keine Ideen habe – was soll’s?

Wie geht ihr damit um, wenn euch eure Muse versetzt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen frühlingshaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Philip Pullman – His Dark Materials

„His Dark Materials“ von Philip Pullman ist einer der Kinderbuchklassiker unserer Zeit. Die Trilogie gewann zahlreiche bedeutende Preise, wurde für Film, Fernsehen und die Bühne adaptiert und erzielte in den USA ähnliche Verkaufszahlen wie „Harry Potter“. Die drei Bände „Northern Lights“, „The Subtle Knife“ und „The Amber Spyglass” wurden von 1995 bis 2000 veröffentlicht. Obwohl die Geschichte somit über 20 Jahre alt ist und zeitlich genau in meine Kindheit fällt, wuchs ich nicht mit ihr auf. Ich entschied, die Lektüre als Erwachsene nachzuholen und erwarb diesen wunderschönen Sammelband.

In einem Paralleluniversum, in einer Welt, die der unseren ähnlich und doch ganz anders ist, wächst Lyra unter den Gelehrten des Jordan College in Oxford auf. Stets begleitet von Pantalaimon, ihrem Seelengefährten und Dæmon, verbringt sie ihre Kindheit unbeschwert in den verwinkelten alten Gemäuern. Mit ihrem besten Freund, dem Küchenjungen Roger, erlebt sie so manches Abenteuer in den verstaubten Gängen und auf den erhabenen Dächern des Colleges. Ihr mangelt es an nichts. Lyra ist glücklich. Doch ein Schatten droht, ihr Glück zu verdunkeln. Besorgte Gerüchte erreichen Oxford. Ängstlich flüstert man von den Gobblern, die durch das Land ziehen und wahllos Kinder rauben. Lyra schwört, sich niemals stehlen zu lassen und plant bereits ihren heroischen Kampf gegen die Entführer. Es trifft jedoch nicht sie, sondern Roger. Wild entschlossen, ihren besten Freund zurückzubringen, schließt sie sich den Gyptern an, dem fahrenden Volk, das auf den Flüssen Englands zuhause ist und ebenfalls Kinder an die Gobbler verlor. Es ist der Beginn einer fantastischen Reise, während derer Lyra Freundschaft mit Panzerbären, Hexen und mutigen Abenteurern schließt, die Grenzen ihres Universums hinter sich lässt und das Zünglein an der Waage eines gewaltigen Krieges um das Schicksal aller Welten sein wird.

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Verfasst von - 20. Februar 2018 in Fantasy, Rezension, Young Adult

 

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Cornelia Funke – Tintentod

Cornelia Funkes liebevoll gestaltete Website ist eine wahre Schatzkiste. Eine Stunde habe ich mich durch ihren Internetauftritt gelesen und weiß nun, dass sie ein Islandpony namens Jarpur besaß, gern eine gruselig anmutende Mischung aus Eistee und Limonade trinkt und sich seit 2015 in den USA selbst verlegt, weil die Differenzen mit ihrem Verlag unüberwindbar waren. Dort fand ich auch den Blogpost, der belegt, dass Frau Funke an einer Fortsetzung ihrer „Tintenwelt“-Trilogie arbeitet. Leider ist dieser Post vom Dezember 2016 und seitdem… Gerüchte, aber nichts Konkretes. Auf meiner persönlichen Prioritätenliste steht dieser potentielle neue Band nicht besonders weit oben. Ich bin erst einmal froh, die originale Trilogie mit „Tintentod“ endlich abgeschlossen zu haben.

Das Leere Buch brachte furchtbares Unglück über die Tintenwelt. Obwohl Mortimer den Natternkopf hereinlegte und seine Künste als Buchbinder einsetzte, um die weißen Seiten langsam verfaulen zu lassen, ist der Tyrann weiterhin am Leben. Geschwächt von seiner Verbindung zu dem Buch, dahinsiechend und verrottend, lässt er seinen Zorn an der unschuldigen Bevölkerung aus. Die Rebellen des Schwarzen Prinzen können nicht überall zugleich sein, nicht einmal der legendäre Eichelhäher. Mo hadert mit seiner Verantwortung für das Leid der magischen Buchwelt. Von Gewissensbissen gequält begibt er sich wieder und wieder in Gefahr. Währenddessen wünscht sich Resa nichts sehnlicher, als heimzukehren. Sie will die Tintenwelt verlassen und auch Meggie wird von Heimweh geplagt. Nur Mo will nicht gehen, bevor er das Unrecht, das er anrichtete, wieder gut machen kann. Als ihm Violante die Hässliche einen Pakt vorschlägt, um ihren Vater endgültig zu beseitigen, zögert Mo nicht lange, ihr Angebot anzunehmen. Doch Violante ist noch immer die Tochter des Natternkopfes. Verdient sie sein Vertrauen?

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Verfasst von - 6. Februar 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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