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Schlagwort-Archive: Santa Mondega

Anonymus – Das Buch des Todes

2016-12-23-anonymus-das-buch-des-todes

Anfang 2016 habe ich mir vorgenommen, in diesem Jahr die „Bourbon Kid“-Reihe von Anonymus zu beenden. Im Mai startete ich voller Elan mit dem dritten Band in dieses Vorhaben. Leider enttäuschte mich „Das Buch ohne Gnade“, weil es weder die Geschichte weiterführte, noch qualitativ an die beiden Vorgänger heranreichte. Ich war irritiert. Was sollte ich mit dieser losgelösten Episode anfangen? Und was sagte sie über das Finale der Reihe aus, „Das Buch des Todes“? Aufgrund meiner Zweifel hatte ich Hemmungen, weiterzulesen und verschob die Lektüre des letzten Bandes wieder und wieder. Im Dezember beschloss ich, dem Elend ein Ende zu setzen. Ich wappnete mich mit geringen Erwartungen und nahm mir endlich „Das Buch des Todes“ vor.

Santa Mondegas Straßen schwimmen in Blut. Nur wenige Stunden sind vergangen, seit der Bourbon Kid in einer Orgie der Gewalt Menschen und Vampire gleichermaßen massakrierte. Aber er erwischte nicht alle. Ausgerechnet die ehemalige Mumie Gaius Rameses ist noch immer quicklebendig. Na ja, oder so lebendig, wie ein Untoter eben sein kann. Nun plant der König der Vampire, mithilfe des Auge des Mondes die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Kid ist der einzige, der ihn aufhalten könnte, sieht sich im Moment allerdings mit einem lästigen Problem konfrontiert: das Auge des Mondes gab ihm seine Seele zurück. Mit diesem unnützen Ballast kann er sich nicht in den gnadenlosen Killer verwandeln, der er sein muss, um eine von Vampiren regierte Zukunft zu verhindern. Er muss sie loswerden. Mit qualmenden Reifen macht er sich auf den Weg zum Devil’s Graveyard, denn glücklicherweise kennt er da jemanden, der für das Ding eher Verwendung hat als er…

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Verfasst von - 29. Dezember 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Anonymus – Das Buch ohne Gnade

2016-03-26 - Anonymus Das Buch ohne Gnade

Seit ich im Juni 2014 „Das Buch ohne Namen“ und „Das Buch ohne Staben“ gelesen habe, bin ich ein Fan des Bourbon Kid. Ich kann nicht genau erklären, warum ich diesen durchgeknallten Serienmörder sympathisch finde und vielleicht sollte mir das zu denken geben, aber ich weiß zumindest, warum ich die ersten beiden Bände der gleichnamigen Reihe liebe. Sie sind Trash. Sie sind Punk. Sie sind hart, dreckig und auf absurde Weise komisch. Die unbarmherzige Einstellung des Autors gegenüber seinen Figuren imponiert mir. Trotzdem mussten knapp zwei Jahre vergehen, bis ich mir endlich den dritten Band „Das Buch ohne Gnade“ vornahm. Wieso ich die Fortsetzung so lange verschleppt habe, kann ich ebenfalls nicht erklären. Vielleicht sind zwei Abenteuer mit dem Bourbon Kid genug für zwei Jahre?

Einmal im Jahr erfreut sich das Hotel Pasadena eines großen Auflaufs von Gästen. Jedes Jahr an Halloween veranstaltet der Inhaber des Hotels, Nigel Powell, ein Festival unter dem Motto „Back from the Dead“. Mitten in der Wüste, auf Devil’s Graveyard, treffen halbwegs talentierte Möchtegernmusiker, Kneipensternchen und abgebrannte Verzweifelte aufeinander, um sich in einem Gesangswettbewerb zu messen. Sie alle begehren das Preisgeld: einen Vertrag über 1 Million Dollar mit Nigel Powell. Kaum jemand weiß, dass Devil’s Graveyard ein gewaltiges Untotenproblem hat. Dieses Jahr sind die auferstandenen Toten jedoch die geringste Sorge der Teilnehmer. Dieses Jahr hat sich der Bourbon Kid selbst zur Party eingeladen und all die Lokalberühmtheiten müssen sich fragen, welches das schlimmere Übel ist: die Zombies oder der schlecht gelaunte Serienkiller aus Santa Mondega?

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Verfasst von - 5. Mai 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Anonymus – Das Buch Ohne Staben

„Das Buch Ohne Staben“

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Originaltitel: “The Eye Of The Moon”

Reihe: Bourbon Kid #2

Autor: Anonymus

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 448 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Sprache: Deutsch

ISBN:  3404206401

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 05.06.2014

Bewertung:

Nachdem die Rezension zu „Das Buch Ohne Namen“ eher eine Beschreibung meiner Beziehung zu diesem Buch war, habt ihr nun wieder eine reguläre Rezension vor Augen. „Das Buch Ohne Staben“ ist der zweite Teil der „Bourbon Kid“ – Reihe; ich möchte daher darauf hinweisen, dass dieser Beitrag ein paar inhaltliche Details enthalten wird. LeserInnen, die wie schon beim ersten Band komplett unvoreingenommen an das Buch herangehen möchten, sollten auf das Lesen verzichten.

Ein Jahr ist es her, dass der Bourbon Kid das letzte Mal in Santa Mondega gewütet hat. Ein Jahr, seitdem alle Mönche der Insel Hubal brutal abgeschlachtet wurden, einschließlich Vater Taos. Alle, bis auf einen. Der Mönch Peto überlebte das Massaker durch einen erstaunlichen Zufall und konnte darüber hinaus auch das Auge des Mondes retten. Nun hält er sich auf der Suche nach Bourbon Kid erneut in Santa Mondega auf.
Auch Dante und Kacy sind in die Stadt zurückgekehrt, allerdings nicht freiwillig. Von der Regierung erpresst, muss Dante sich unter die Vampirclans mischen, um Peto und mit ihm das Auge des Mondes zu finden.
Der Barmann des Tapioca, Sanchez, hütet noch immer ein gefährliches Geheimnis. In einem Raum über seiner Bar pflegt er heimlich die wunderschöne Jessica, die nach der Schießerei vor einem Jahr abermals im Koma liegt. Er ahnt nicht, dass Jessica mehr ist als nur eine hübsche Frau.
Der Vampirclans der Filthy Pigs verfolgt einen perfiden Plan, um wahre Unsterblichkeit zu erreichen. Dafür benötigen sie nicht nur Jessicas Blut, sondern auch das des Bourbon Kid.
Damit noch nicht genug, wandelt eine Jahrtausende alte, wieder auferstandene Mumie durch die Straßen der Stadt.
Erneut macht Santa Mondega ihrem Ruf als gefährlichste Stadt der Welt alle Ehre und im Mittelpunkt aller Ereignisse steht Bourbon Kid. Es wird Blut fließen. Literweise.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung: die „Bourbon Kid“ – Reihe ist Punk. Sie ist Trash. „Das Buch Ohne Staben“ ist eines der härtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Brutal, blutig und gewalttätig. Die Sterberate der Charaktere, ob nun Haupt- oder Nebenfiguren, ist astronomisch hoch. Der Autor (ich gehe weiterhin davon aus, dass es ein Mann ist) sagte angeblich:

„Ich schreibe so lange weiter, bis alle tot sind.“

Ich glaube ihm aufs Wort. Als LeserIn ist es sinnvoll, sich emotional nicht zu sehr an die Charaktere zu binden, denn man weiß nie, wen es als nächstes erwischt. Immer wieder wurde ich überrascht und nicht nur einmal zog ich einen enttäuschten Flunsch, weil eine meiner liebsten Figuren das Zeitliche segnete. In dem Höllenloch Santa Mondega sterben die Menschen/Vampire/Werwölfe wie die Fliegen. Trotzdem glaube ich, dass Anonymus noch einiges vor sich hat, weil er so viele Figuren in seine Geschichte einbaut. Diese erstaunte mich erneut durch ihre Komplexität; zahlreiche Parteien, zahlreiche Ziele, zahlreiche Pläne. Alles ist irgendwie miteinander verbunden, lose Fäden gibt es nicht. Wie schon im ersten Band entstehen dabei absurde, wahnwitzige Situationen, über die ich nur immer wieder ungläubig den Kopf schütteln konnte. Anonymus versteht es exzellent, die verschiedenen Erzählstränge unter einen Hut zu bringen und vermittelt dabei eine gehörige Portion makabren Galgenhumors.
Die BewohnerInnen von Santa Mondega sind die Bank weg durch korrupt, hinterhältig und insgesamt eher unangenehme ZeitgenossInnen. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich für die meisten Sympathie empfand. Selbst der Massenmörder Bourbon Kid, dessen Vergangenheit in „Das Buch Ohne Staben“ nach all den Andeutungen im ersten Band nun endlich offengelegt wird, verdiente sich erneut meine Zuneigung. Das gipfelte darin, dass ich fast zu Tränen gerührt war, als sein Leben am Ende des Buches eine deutlich positive Wendung nimmt.
Außerdem liebe ich es, dass Vampire und Werwölfe als das dargestellt sind was sie sind, ohne einen Hauch romantischer Verklärung: triebhafte Bestien.

Santa Mondega ist der vermutlich verruchteste, moralisch verwerflichste Ort, den ich je in meiner Fantasie besuchte. Und doch kann ich es kaum abwarten, dorthin zurückzukehren. Ich bin begierig auf das Weiterlesen und weiß schon jetzt, dass ein paar Details aus „Das Buch Ohne Staben“ zu Komplikationen im nächsten Band „Das Buch Ohne Gnade“ führen werden. Ich freue mich darauf.
Die gesamte „Bourbon Kid“ – Reihe ist nichts für schwache Nerven. Man muss diese spezielle Mischung aus Gewalt, Blut und Absurdität zu schätzen wissen. Es gibt sicher so einige LeserInnen, die von Anonymus‘ brutaler Geschichte abgestoßen sind. Doch wer es rasant, makaber und blutrünstig mag, liegt mit „Das Buch Ohne Namen“ und „Das Buch Ohne Staben“ goldrichtig.

 
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Verfasst von - 8. Juni 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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