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Schlagwort-Archive: Romantasy

Montagsfrage: Sowas lese ich nicht?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Chilli geht es besser. In ihrem Namen danke ich an dieser Stelle allen, die ihr Genesungswünsche haben ausrichten lassen. Sie scheint ihr Gelenk wirklich nur überdehnt zu haben und macht beinahe täglich Fortschritte. Abends läuft sie mittlerweile sogar fast ganz ohne Humpeln. Ich war sehr erleichtert, als ich das gesehen habe, denn das bedeutet, dass auch die Blutegel ihren Job erfüllt haben. Bald wird sie hoffentlich wieder ganz schmerzfrei laufen können. Das wäre das erste Mal seit etwa einem Jahr. Sie verdient es so sehr, ihre alten Tage genießen zu können. Ich wünsche es ihr aus tiefstem Herzen. Ich möchte jetzt aber nicht allzu emotional werden, also gehen wir zum Tagesgeschäft über, bevor hier am Ende noch Tränen fließen oder so. 😀 Antonia von Lauter&Leise möchte im Rahmen der Montagsfrage heute folgendes wissen:

Gibt es ein Genre, das du gar nicht (gern) liest?

Noch vor einigen Jahren hätte ich diese Frage entschlossen und kategorisch beantwortet. Ich bin kein Fan von Krimis, Chic-Lit ist nicht meins und die sogenannte „Romantasy“ gehört ebenfalls nicht zu meinen bevorzugten Genres. Um diese drei Kategorien habe ich lange Zeit einen großen Bogen gemacht. Mittlerweile sind meine Grenzen aber nicht mehr so klar abgesteckt. Ich bin flexibler geworden und bin eher bereit, meine Wohlfühlzone auch mal zu verlassen, um Neues auszuprobieren. Die drei Literatursparten gehören noch immer nicht zu meinen Favoriten und ich suche selten aktiv nach Büchern, die zu ihnen zählen. Dennoch bin ich offen dafür, einer Geschichte eine Chance einzuräumen, selbst wenn sie diesen Genres zugeordnet ist. Ich lehne kein Genre mehr kategorisch ab, denn irgendwann habe ich begriffen, dass ich mich damit nur selbst einschränke. Besonders im Crossgenre-Bereich werde ich häufig mit Büchern konfrontiert, die zu mindestens einer Kategorie zählen, in der ich normalerweise nicht wildere. Historische Fiktion und Krimi ist zum Beispiel eine beliebte Kombination.

Heutzutage basieren meine Leseentscheidungen auf dem angepriesenen Inhalt. Weckt der Klappentext eines bestimmten Buches mein Interesse, verwerfe ich es nicht, nur weil das Genre nicht zu meinen üblichen Vorlieben passt. Auch diese Geschichten verdienen die Gelegenheit, mich zu überzeugen. Ich kann allerdings nicht leugnen, dass es ihnen seltener gelingt, meine Neugier zu entfachen. Aber das ist wohl völlig normal. 🙂

Macht ihr um bestimmte Genres einen Bogen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Hallo ihr Lieben! 🙂

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Jahr habe ich – aus verschiedenen privaten Gründen – wesentlich länger für den Jahresrückblick gebraucht als sonst, aber nun ist es vollbracht! Ich bin bereit, gemeinsam mit euch einen kritischen Blick zurück auf das vergangene Jahr 2017 zu werfen und munter zu analysieren, was ich wann wie gelesen habe.
Die alten Hasen unter euch kennen den Aufbau meines jährlichen Rückblicks bereits: zuerst spielen wir mit Statistiken herum, jonglieren mit Zahlen und beurteilen anhand einiger Infografiken, die ich in präziser Fummelarbeit bei Piktochart.com erstellt habe, inwiefern sich mein Leseverhalten 2017 im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Wir befassen uns mit jeder Kategorie einzeln; ich werde ein paar Worte dazu sagen und die Diagramme für euch interpretieren.

Danach folgt der spaßige Part. Wir bewerten 2017 auf der emotionalen Ebene. In den letzten beiden Jahren habe ich hierfür das Formular von Martina Bookaholics ausgefüllt, die mit detaillierten 30 Fragen nach unseren Leseerlebnissen des vergangenen Jahres forschte. Leider hat Martina für 2017 offenbar kein neues Formular erstellt (ich habe jedenfalls nichts gefunden), was vermutlich daran liegt, dass ihre Familie Nachwuchs bekommen hat. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite! Allerdings haben sich die Fragen von 2015 zu 2016 nicht verändert, also nehme ich einfach mal an, dass das für 2017 auch nicht der Fall gewesen wäre und beantworte noch einmal die Fragen des letzten Jahres. Das einzige, worauf wir verzichten müssen, ist Martinas schicker Header. Aber keine Sorge, ich habe dafür selbst einen gebastelt. 😉

Bringt eure Sitze in eine aufrechte Position, klappt die Tische hoch und schnallt euch an – los geht die rasante Reise durch das vergangene Jahr 2017!

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11 Kommentare

Verfasst von - 23. Januar 2018 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 😀

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Weltenwanderer durch einen Klick aufs Bild! 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Naked“ von Stacey Trombley. Es ist ein eBook, daher gibt es keine Seitenzahlen, aber ich befinde mich bei 62 Prozent.

Naked„The best place to hide is in a lie…

I could never fit in to the life my parents demanded. By the time I was thirteen, it was too much. I ran away to New York City…and found a nightmare that lasted three years. A nightmare that began and ended with a pimp named Luis. Now I am Dirty Anna. Broken, like everything inside me has gone bad.

Except that for the first time, I have a chance to start over. Not just with my parents but at school. Still, the rumors follow me everywhere. Down the hall. In classes. And the only hope I can see is in the wide, brightly lit smile of Jackson, the boy next door. So I lie to him. I lie to protect him from my past. I lie so that I don’t have to be The Girl Who Went Bad.

The only problem is that someone in my school knows about New York. Someone knows who I really am. And it’s just a matter of time before the real Anna is exposed…“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„I crawl back through my window and stand there, staring at my bedroom in the dark.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

„Naked“ ist wieder mal eine ARC-Version, die ich vom Verlag Entangled Teen zur Verfügung gestellt bekam. Das Buch erscheint voraussichtlich am 07. Juli dieses Jahres. Eigentlich hätte ich ja noch massig Zeit, diesen Debütroman zu lesen, aber da ich erstens ein Buch mit „N“ für DarkFairy’s Alphabet-Lesechallenge brauche und zweitens eine Protagonistin, deren Name mit „A“ beginnt für die April-Zusatzaufgaben der Disney-Challenge von Bows and Fairytales, bot es sich einfach an.
Ich finde ja, dass der Klappentext schon sehr viel von der Handlung verrät. Es gibt zwei Versionen; ich habe für euch diejenige ausgewählt, die meiner Meinung nach weniger Details offenbart. Einerseits ist es natürlich ein wenig schade, dass der Verlag seine LeserInnen irgendwie von vorne herein spoilert, andererseits muss ich aber sagen, ohne den Klappentext hätte ich mich wohl nicht für die ARC beworben. Ich lese ja gern von schwierigen Teenagern, deren Seelen zerbrochen oder angeknackst sind. Ich erlebe einfach so gern, wie sie ihre inneren Dämonen überwinden und sich selbst den Weg in eine glückliche Zukunft ebnen, allen Hindernissen zum Trotz. Dabei darf die Geschichte nicht zu kitschig sein und muss die Schwierigkeiten, mit denen diese Kids kämpfen, direkt und ungeschönt ansprechen. Mit dieser Art von YA-Roman habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht, vor allem mit „Dissected“ von Megan Bostic. „Naked“ beinhaltet darüber hinaus eine romantische Ebene, die ich in diesem Fall allerdings wirklich ganz bezaubernd finde. Der männliche Protagonist Jackson ist ein sanfter, verständnisvoller, geduldiger junger Mann, der es ganz wundervoll versteht, Anna ein gutes, sicheres Gefühl zu geben, obwohl sie sonst große Probleme hat, zu vertrauen. Er drängt sie nicht und respektiert ihre Grenzen. Natürlich ist er ein bisschen zu perfekt und ich kann ihn mir überhaupt nicht als reale Person vorstellen, aber ich finde es zuckersüß, wie er auf Anna eingeht und ihr genau das gibt, was sie braucht, nicht mehr und nicht weniger.
Anna selbst… sie ist einfach 16. Eine 16-jährige, die in bestimmten Punkten unter Garantie frühreif ist/war, sich in anderen Punkten aber auch noch völlig kindlich, naiv und unerfahren verhält. Sie ist sehr verkopft, was sicher kein Wunder ist, reflektiert aber niemals wirklich ihre eigenen Gedanken und Verhaltensweisen. Beispielsweise hält sie sich selbst für „zu schlecht, zu schmutzig“, um ernsthaft eine romantische Beziehung mit Jackson in Betracht zu ziehen, fragt sich jedoch nie, wieso sie das eigentlich denkt. Sie glaubt nicht, dass sie eine glückliche Zukunft verdient hat. Ich warte nur auf den Moment, indem sie endlich denkt „Zur Hölle, wieso eigentlich nicht?!“.
Im Großen und Ganzen macht mir das Buch bisher ziemlichen Spaß, vermutlich gerade weil ich wohl eigentlich schon ein bisschen zu alt/erfahren für die Geschichte bin und weiß, worauf es hinausläuft. Ich denke, es ist besonders dieses Durchschauen, das den Spaßfaktor für mich ausmacht. Ich will eben nicht immer kalt erwischt werden. 😀 Manchmal fühle ich mich in einer Geschichte wohl, die nur wenig Überraschungen bereit hält und mich stattdessen in meinen Intuitionen bestätigt. Zumindest, solange sie deswegen nicht langweilig ist. 😉

4. Dass wir alle begeisterte Bücherwürmer sind und lesen, was wir so in die Finger bekommen, wissen wir ja… 😉 Aber gibt es auch (bestimmte, gewisse) Bücher, die wir niemals lesen würden? Wenn ja, welche sind das und warum?

Oh ja, da gibt es einen ganzen Haufen Bücher, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Ich habe ja schon einmal einen Beitrag zum Thema literarische Vorurteile geschrieben (HIER) und wie diese mein Leseverhalten beeinflussen. Ich habe mich dazu bekannt, dass ich weder Jenny-Mai Nuyen, noch Ken Follet jemals eine Chance geben möchte und dass ich wohl nie wieder einen Kafka anfassen werde. Es gibt aber auch noch viele weitere AutorInnen, deren Bücher ich aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht lesen möchte. Ein aktuelles Beispiel ist Günter Grass, der letzte Woche im Alter von 88 Jahren gestorben ist. Normalerweise verfasse ich hier auf meinem Blog Nachrufe für verstorbene AutorInnen, doch in diesem Fall habe ich bewusst darauf verzichtet, denn mich stimmte sein Tod nicht gerade traurig und ich hätte mich demzufolge unehrlich und heuchlerisch gefühlt. Harte Worte, ich weiß. Ich weiß auch, dass Grass ein großer Literat war, der international viel Aufmerksamkeit erhalten hat, nicht zuletzt wegen seiner kritischen Äußerungen bezüglich der Politik Israels. Ich weiß das alles. Ich vermute, dass er sein Ansehen nicht umsonst erworben hat. Aber ich… ich kann seine Bücher nicht lesen, weil ich ihm einfach nicht verzeihen kann, dass er mit 17 Jahren freiwillig in die Waffen-SS eingetreten ist. Angeblich hat er nie ein Kriegsverbrechen begangen und insgesamt ist sein Eintritt wohl eher unter „jung und dumm“ zu verbuchen, doch ich kann das einfach nicht so sehen. Ich komme nicht darüber hinweg und höre/lese ich seinen Namen, kann ich an nichts anderes mehr denken. Wie konnte er nur etwas so falsches tun? Wie konnte er sich freiwillig einer Einheit von widerlichen Berufs-Mördern anschließen? Das ist nicht mehr mit einer jugendlichen Verfehlung vergleichbar, meiner Meinung nach. Ich bin vielleicht kleinlich und nachtragend, kann das aber nun mal nicht ändern. Es hätte überhaupt keinen Sinn, würde ich versuchen, seine Bücher zu lesen, weil ich so voreingenommen wäre, dass ich keinem seiner Werke eine faire Chance geben würde. Also lasse ich es sein.

Einen weiten Bogen mache ich darüber hinaus generell um die sogenannte Romantasy, Chic-Lit und erotische Literatur. Dieses ganze Gefühlsgedudel… ohne mich. Entschuldigt, ich weiß, dass einige unter euch diese Romane sehr gern lesen, aber ich kann damit einfach so gar nichts anfangen. Sie provozieren bei mir nur ein Gähnen oder schlimmstenfalls den Würgereflex. Wenn ich mich an romantischen Romanen versuche, dann maximal in der YA, weil der Charakter der beschriebenen Liebe reiner, unverdorbener und unschuldiger ist. Es erinnert mich daran, wie es war, als ich selbst noch verklärte, idealistische Vorstellungen von Liebe und Beziehungen hatte. Aber in der Erwachsenen-Literatur… nein, danke. Ich kann verstehen, wenn Jugendliche um einander herumschleichen und einen Affentanz aufführen, weil sie ja noch gar keine Erfahrungen mit ihren eigenen Gefühlen haben. Da kann ich das akzeptieren, tolerieren, hinnehmen und sogar putzig finden. Doch benehmen sich Erwachsene in Büchern so, nervt mich das nur. Ich finde das nicht süß, nicht magisch oder zauberhaft. Ich finde es übertrieben und kitschig. Ich habe keine stark ausgeprägte romantische Ader. Ich finde es romantisch, wenn der Lieblingsmensch mir geschmolzenen Käse gibt.
Für erotische Literatur kann ich mich überhaupt nicht begeistern, weil ich nicht so richtig weiß, warum ich sie lesen soll. Und ja, da zählt auch „50 Shades of Grey“ dazu. Wenn es um das Schwelgen in sexuellen Fantasien geht, dann schnappe ich mir doch lieber den Lieblingsmenschen und… na ja, ihr wisst ja, was ich meine. Lieber Praxis als Theorie. 😉

Außerdem gibt es da noch all die Romane, die ich nur unter Schmerzen als Literatur bezeichnen kann, die aber gefühlt jede/jeder Zweite gelesen hat. „Feuchtgebiete“ ist da das beste Beispiel. Was sollte das? Wozu hat Charlotte Roche diese Ansammlung von Obszönitäten geschrieben? „Guckt mal alle her, auch Frauen können pervers sein!“. Na ach. Quelle surprise. Große Offenbarung.
Jede „Promi“-Biografie gehört für mich auf den gleichen Stapel. Gedankenabfall, den die Welt nicht braucht, über Leben, die vermutlich nur die beschriebenen Personen selbst für wertvoll halten. Ich bin ja sonst sehr für „Lesen und Lesen lassen“, aber in diesen Fällen ärgere ich mich immer wieder darüber, dass mit so einem Schund richtig viel Geld gescheffelt wird. Dementsprechend tue ich genau das, was ich als Konsument tun kann: ich weigere mich, diese Bücher zu kaufen und zu lesen.

Kurz gesagt gibt es also viele Bücher, die ich nicht lesen möchte und die ich deswegen auch nie lesen werde. Habe ich so eine Entscheidung einmal gefällt, bleibe ich in der Regel auch dabei. Das liegt gar nicht daran, dass ich besonders konsequent bin, sondern eher daran, dass die Gedanken an dieses Buch dann aus meinem Kopf herausgefiltert werden. Es taucht auf meinem Radar nicht mehr auf. Um mich doch davon zu überzeugen, ein Buch, das ich bereits aussortiert hatte, zu lesen, braucht es dann einen äußeren Anreiz. Meine Mutter, die mir immer und immer wieder davon vorschwärmt. Eine begeisterte Rezension. Sowas eben. Dann bin ich auch gern bereit, mich umstimmen zu lassen. Und das ist doch alles, worauf es ankommt, oder? 🙂

Welches Buch lest ihr im Moment? Gibt es Bücher, die ihr unter keinen Umständen lesen werdet?

Erzählt mir davon! Ich bin wirklich gespannt darauf, welche Bücher auf eurer persönlichen „schwarzen Liste“ stehen und freue mich schon darauf, in euren Beiträgen zu stöbern! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

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