RSS

Schlagwort-Archive: ritualisieren

Dan Wells – Mr. Monster

Die „John Cleaver“-Reihe von Dan Wells ist eine richtig schöne SuB-Altlast meines Bücherregals. Es ist mindestens 6 Jahre her, dass ich den ersten Band „Ich bin kein Serienkiller“ las. Dafür hält sich der Inhalt erstaunlich frisch in meinem Gedächtnis. Ich erinnere mich, dass ich damals von der übernatürlichen Wendung des Auftakts nicht allzu angetan war. Trotz dessen wollte ich die Reihe weiterverfolgen, weil mich der Protagonist, ein potentieller Serienmörder, der mit seiner antisozialen Persönlichkeitsstörung kämpft, fasziniert. Nach langen Jahren auf der Ersatzbank wurde es nun also Zeit, noch einmal in Johns Kopf zu schauen und den zweiten Band „Mr. Monster“ hervorzukramen.

John Cleaver ist ein Held. Allein überwältigte der 16-Jährige seinen dämonischen Nachbarn Mr. Crowley, tötete ihn und beendete die Mordserie, die seine Heimatstadt Clayton in Angst und Schrecken versetzte. Nur weiß das niemand. Schließlich kann John schlecht herumerzählen, dass er einen harmlosen alten Mann umbrachte und die Wahrheit würde ihn erst recht in Schwierigkeiten bringen. Zusätzliche Aufmerksamkeit kann er absolut nicht gebrauchen, denn der Preis für seinen Heldenmut war hoch: seine dunkle Seite, die von Mord, Blut, Feuer und Tod träumt und erschreckend viele Anzeichen eines soziopathischen Serienmörders zeigt, ist erwacht. Er nennt sie Mr. Monster. Seit dieser verhängnisvollen Nacht rüttelt Mr. Monster an den Gittern des Käfigs aus Regeln und Verhaltensweisen, den John selbst entwarf, um sich zu kontrollieren. Der Drang, erneut zu töten, wächst Tag für Tag. Als wieder brutal zugerichtete Leichen in Clayton auftauchen, vermutet John schnell, dass ein neuer Dämon seine Stadt heimsucht. Darf er Mr. Monster ein weiteres Mal von der Leine lassen? Und was noch viel wichtiger ist: wird er ihn wieder einsperren können?

👉 Weiterlesen

Werbeanzeigen
 
7 Kommentare

Verfasst von - 25. April 2018 in Mystery, Rezension, Thriller, Young Adult

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Buchige Rituale?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Ich durfte gerade einen wunderschönen Sonnenaufgang über Berlin miterleben – kaum zu glauben, dass uns heute Mittag ein Tief erreichen wird und endgültig den Herbst einläutet. Ich bin mal gespannt, wie gut ich mit dem herbstlichen Wetter zurechtkomme, ich habe nämlich festgestellt, dass Regenwetter Auswirkungen auf meinen verheilten Bruch hat. Wenn es bereits morgens schüttet, ist mein Handgelenk nicht so geschmeidig wie sonst, als wäre es leicht blockiert. Trotzdem freue ich mich auf den Herbst, weil es einfach die perfekte Zeit zum Lesen ist.
Die neue Woche beginne ich natürlich wie immer mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, in der es nach Ticks und Macken dieses Mal um Rituale geht:

Hast du bestimmte Rituale, z.B. ein bestimmtes Buch jedes Jahr zu lesen oder ein Genre zu testen, das dich eigentlich wenig anspricht, etc.?

Letzte Woche musste ich zugeben, dass ich durchaus ein paar Ticks beim Lesen habe – diese Woche kann ich guten Gewissens behaupten, dass ich keine speziellen Rituale verfolge. Ich lese stets nach Lust und Laune, Rituale wären mir dabei im Weg. Selbstverständlich setze ich mir pro Jahr bestimmte Ziele, die sich selten ändern, z.B. möchte ich jedes Jahr mindestens einen Klassiker vom SuB befreien, aber echte ritualisierte Strukturen pflege ich dabei nicht. Keine regelmäßigen Rereads, keine Genreexperimente, keine saisonalen Vorlieben. Das würde mich nur einschränken und im schlimmsten Fall sogar unter Druck setzen. Ich versuche, immer für fast alles offen zu sein. Eigentlich ist das seltsam, weil ich sonst sehr anfällig für rituelles Verhalten bin. Ich ritualisiere beinahe alles, von meinem Essverhalten über meine Zu-Bett-geh-Routine bis hin zur Hausarbeit. Im Alltag verleiht mir das Sicherheit. Vielleicht brauche ich diese Sicherheit beim Lesen einfach nicht. Vielleicht vermitteln mir Bücher ohnehin Sicherheit. Ein schöner Gedanke.

Pflegt ihr bestimmte buchige Rituale?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche und den neuen Monat!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: