RSS

Schlagwort-Archive: Rezensionsexemplare

Montagsfrage: Rezensionsexemplare?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich bin heute spät dran für die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Das liegt daran, dass ich mir die Nacht für den 50. Super Bowl in San Francisco um die Ohren geschlagen habe. Seit ca. halb 5 Uhr morgens deutscher Zeit sind die Denver Broncos unter Payton Manning Sieger. Obwohl ich es dem alten Mann (39) durchaus gönne, dass er doch noch seinen zweiten Ring ergattern konnte, war ich ziemlich enttäuscht. Ich hätte es Cam Newton und seinen Jungs der Carolina Panthers so sehr gewünscht. Es wäre die Krönung einer schier perfekten Saison geworden. Nun gut. Für Payton Manning war es vermutlich das letzte Spiel seiner Karriere – Cam Newton hat noch viele Jahre vor sich, um sich einen Ring zu holen. Jetzt ist die Saison erst einmal rum und es heißt warten bis September. -.-
Widmen wir uns nun also der heutigen Montagsfrage:

Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?

Ich habe noch nie unaufgefordert ein Rezensionsexemplar bekommen. Alle Bücher, die mir vom Verlag gestellt wurden, habe ich vorher angefragt. Ich nutze dafür das deutsche Bloggerportal von Random House sowie Netgalley und bin im Verteiler von Entangled TEEN und Curiosity Quills Press. Im Augenblick habe ich einen kleinen Stapel von Rezensionsexemplaren, die noch abgearbeitet werden müssen.

Ich finde, dass Rezensionsexemplare ein toller Deal zwischen Verlag und Blogger_in sind. Kostenloser Lesestoff für das Schreiben einer ehrlichen Rezension. Alle haben etwas davon. Trotzdem versuche ich, mich stets zusammen zu reißen und nicht mehr anzufragen, als ich überhaupt lesen und besprechen kann. Das wäre nicht fair und außerdem würde es mich fürchterlich unter Druck setzen, denn für einen Verlag zu lesen, bedeutet eben auch immer, eine Verpflichtung zu haben. Den Großteil meiner Bücher kaufe ich daher ganz regulär. Dann kann ich selbst entscheiden, wann ich sie lese.
Für mich sind Rezensionsexemplare ein netter kleiner Bonus dafür, dass ich einen Buchblog führe, nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe darin keine Möglichkeit, gratis Bücher zu bekommen, sondern empfinde es immer als eine Art Vertrag mit einem Verlag. Es ist super, um Geschichten und Autor_innen kennenzulernen, die mir sonst vielleicht nie begegnet wären, aber ich würde niemals wahllos anfragen. Ich bitte wirklich nur um Lektüren, die mich interessieren. Im Vergleich zu den zur Auswahl stehenden Büchern ist das ein winziger Bruchteil und es ist auch nur ein kleiner Anteil der Bücher, die ich das Jahr über lese. Letztendlich verdienen Autor_innen und Verlage damit ja auch nichts (außer etwas PR) und ich finde, es ist eine Frage der Ethik, für schöne Lesestunden zu bezahlen.
Ich kann mich Svenjas Meinung daher nur anschließen: Rezensionsexemplare sind toll, aber nur, wenn man sie in Maßen anfragt.

Wie behandelt ihr das Thema Rezensionsexemplare?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart! Wenn ihr den Super Bowl heute Nacht auch gesehen habt, könnt ihr mir gern zusätzlich erzählen, ob ihr zufrieden mit dem Sieg der Broncos seid. 😉
Alles Liebe,
Elli

Werbeanzeigen
 
6 Kommentare

Verfasst von - 8. Februar 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wieder einmal ist Dienstag – Zeit für Gemeinsam Lesen! Diese Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild! 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „The Desert Spear“ (Demon Cycle #2) von Peter V. Brett und befinde mich auf Seite 283.

the desert spear„The sun is setting on humanity. The night now belongs to voracious demons that prey upon a dwindling population forced to cower behind half-forgotten symbols of power. Legends tell of a Deliverer: a general who once bound all mankind into a single force that defeated the demons. But is the return of the Deliverer just another myth? Perhaps not. Out of the desert rides Ahmann Jardir, who has forged the desert tribes into a demon-killing army. He has proclaimed himself Shar’Dama Ka, the Deliverer, and he carries ancient weapons—a spear and a crown—that give credence to his claim. But the Northerners claim their own Deliverer: the Warded Man, a dark, forbidding figure. Once, the Shar’Dama Ka and the Warded Man were friends. Now they are fierce adversaries. Yet as old allegiances are tested and fresh alliances forged, all are unaware of the appearance of a new breed of demon, more intelligent—and deadly—than any that have come before.“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„»I was apprenticed to an Herb Gatherer for six month as part of my Messenger training,« the Warded Man said.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Mich hat „The Desert Spear“ von Anfang an sehr überrascht. Nach dem ersten Band, den ich noch auf Deutsch gelesen habe („Das Lied der Dunkelheit“), konnte ich mir nicht so genau vorstellen, wie Peter V. Brett die Handlung weiterführen möchte. Nun ja, also DAMIT hatte ich nicht gerechnet. 😀 Ich bin total begeistert, dass Brett sich entschieden hat, die Perspektive einer Figur auszuarbeiten, der ich im ersten Band bereits kurz begegnete: die Perspektive von Ahmann Jardir. In „Das Lied der Dunkelheit“ habe ich ihn als Verräter kennengelernt; durch „The Desert Spear“ musste ich diese Meinung noch einmal überdenken. Nichts auf der Welt ist so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Niemand verrät ohne Grund, aus Spaß am Verraten. Ich mag Jardir mittlerweile sehr und muss sagen, ich finde seinen Charakter äußerst attraktiv. Er hat eine besondere Anziehungskraft auf mich, weil er sehr charakterstark, bestimmt, zielstrebig und aufopferungsvoll ist. Seine Frau hingegen… oh oh oh. Die Dame hat Gift im Blut. Jardir hat unglaubliches Glück, dass sie auf seiner Seite steht und nicht gegen ihn. Noch nicht jedenfalls. Wer weiß. Ich traue ihr so einiges zu. 😉
Außerdem wird direkt am Anfang eine neue Dämonen-Gattung integriert, die ich extrem spannend finde. Mir gefiel ihre Vielfalt ja schon im ersten Band sehr, doch jetzt wird es richtig interessant. Der Klappentext verrät es ja schon, diese neue Gattung ist intelligent. Und wie intelligent die sind! Brrrr, gruselig. Intelligente Monster sind immer eine besondere Herausforderung und ich freue mich wie Bolle auf den Kampf mit diesem neuen Gegner! 😀
Ihr merkt es, ich habe extrem viel Spaß an dem Buch, aber nach dem ersten Band habe ich auch nichts anderes erwartet. Das liegt übrigens auch daran, wie detailliert Peter V. Brett schreibt. Mir ist das am Wochenende aufgefallen, weil der Lieblingsmensch aus irgendeinem Anlass heraus behauptete, die Figuren in meinem Buch hätten bestimmt keine natürlichen Bedürfnisse, oder zumindest gäbe es solche Szenen nicht. Wir sind einiges durchgegangen: Toilette, Essen, Trinken. All das beschreibt Peter V. Brett auf die eine oder andere (aber niemals zu deutliche) Weise. Ich liebe es, wenn AutorInnen sich so viel Mühe geben, ihre Figuren lebendig und realistisch erscheinen zu lassen. Nur Übernatürliche müssen weder essen, noch trinken, noch atmen oder die Toilette besuchen. Peter V. Bretts Charaktere sind Menschen, also unterliegen sie auch zutiefst menschlichen Beschränkungen. Ich habe eine viel engere Beziehung zu ihnen, weil Brett mich fast überall dabei sein lässt, ohne geschmacklos zu werden. Vermutlich ist dieser Detailreichtum wirklich nur in der High Fantasy möglich. Und deswegen: High Fantasy – ich liebe dich! 😀

4. Wie steht ihr zu Seiten in denen Blogger Rezensionsexemplare anfragen können? Seid ihr selber auf solchen Seiten angemeldet? (bloggdeinbuch, Das bloggerportal von Randomhouse etc.)?

Ich nutze solche Möglichkeiten, aber nicht oft.
Ich bin seit einiger Zeit im Mail-Verteiler des Verlags Entangled Teen. Auf diese Weise trudeln regelmäßig Mails bei mir ein, in denen sie ihre neusten ARC-Versionen anbieten und anhand derer ich entscheiden kann, ob das eine oder andere eBook etwas für mich sein könnte. Ist etwas Vielversprechendes dabei, kann ich mich auf die entsprechenden Bücher bewerben. Bisher hat das für mich sehr gut geklappt; ich wurde jedes Mal ausgewählt (wenn das denn überhaupt so läuft, keine Ahnung). Ich bekomme dann von Entangled Teen eine weitere Mail, in der steht, bis wann ich das Buch gelesen und rezensiert haben soll (also das Erscheinungsdatum) und einen Netgalley-Link, über den ich es auf meinen Kindle laden kann. Netgalley selbst ist auch ein Blogger-/Rezensenten-Portal; dort bin ich natürlich zwangsläufig angemeldet, habe das Portal aber noch nicht wirklich genutzt. Könnte ich eigentlich mal tun… 😉
Blogg dein Buch habe ich hingegen schon mehrfach genutzt, für mich ist es aber nicht ganz das richtige Portal. Wenn man das Buch bekommt, soll man es ja innerhalb eines Monats gelesen und rezensiert haben. Man kann die Frist zwar verlängern, aber mich setzt das trotzdem unter Druck, weil ich die Ursprungsfrist einhalten möchte. Weder mein Kopf noch mein Bauch mögen zeitliche Vorgaben, es sei denn, sie sind ziemlich lang. Dann spielt es keine Rolle. Ein Monat ist dafür allerdings tatsächlich zu kurz und es ist für mich, als wäre das Buch ein Stachel in meinen Gedanken, der mir keine Ruhe lässt.Bird Box
Seit neustem bin ich auch im Bloggerportal von Randomhouse angemeldet. Auf die Idee kam ich dank der lieben Buchmacherin Melanie. Ich habe das Portal jetzt einmal auf gut Glück ausprobiert, indem ich ein älteres Buch und eine Neuerscheinung angefordert habe. Die Neuerscheinung war „Bird Box“ von Josh Malerman, auf das ich sowieso neugierig war und genau dieses lag dann letzte Woche am Freitagmorgen in meinem Briefkasten. Das fand ich ziemlich toll, weil ich nicht damit gerechnet habe. Randomhouse sagt einem ja nicht, ob man ein Rezensionsexemplar bekommt oder nicht, das heißt, es wird wohl jedes Mal eine Überraschung sein. 🙂

Prinzipiell finde ich, bei diesen Bloggerportalen kommt es weniger darauf an, ob man sie nutzt, sondern eher, WIE man sie nutzt. Maß halten ist angesagt, wenn ihr mich fragt. Fordert man ab und zu mal ein Rezensionsexemplar an, weil man zum Beispiel ein bestimmtes Buch sowieso haben möchte oder weil man vielleicht auch total ungeduldig ist und nicht das Erscheinungsdatum abwarten möchte, finde ich das völlig in Ordnung. Dafür sind diese Portale ja da. Letztendlich bieten sie einen Deal, von dem beide Seiten etwas haben: der Bücherwurm bekommt ein kostenloses (Vorab-)Exemplar; Verlag und AutorIn bekommen kostenlose Werbung. Aber nie, nie, niemals sollte man mehr ordern, als man A) wirklich haben möchte und B) bewältigen kann. Was bringt es, wenn sich die Rezensionsexemplare auf dem SuB häufen und man nicht mehr hinterher kommt? Ich weiß, dass es offenbar BloggerInnen gibt, die ihre Blogs nur führen, um kostenlos Bücher abzustauben. Das ist höchst unethisch, gierig und einfach daneben. Als ich mich in den Portalen angemeldet habe, bin ich ja sozusagen einen Vertrag eingegangen; ich habe versprochen, ehrliche Rezensionen zu schreiben. Ehrensache, dass ich dann auch genau das tue. Für eine ehrliche Rezension braucht es Zeit (sieht man ja an den ausstehenden Rezensionen rechts *hust*). Je mehr Rezensionsexemplare ich hier liegen habe, desto mehr setzt mich das unter Druck und Stress. Ich bin zwar definitiv Bücherjägerin und -sammlerin, aber ich tue das weder mir noch dem Verlag oder den AutorInnen an. Würde ich massenweise Bücher ordern, käme ich ja auch gar nicht mehr dazu, ältere Bücher auf meinem SuB abzuarbeiten. Ich wäre nur noch damit beschäftigt, Neuerscheinungen nach Zeitplan zu lesen und zu besprechen. Schon die Vorstellung ist mir zuwider.
Es ist gut, dass es diese Portale gibt, weil so auch BloggerInnen, die nicht bereits Millionen Follower haben, unkompliziert an Rezensionsexemplare herankommen. Wir lesen viel, um unseren LeserInnen viele Bücher empfehlen oder eben von ihnen abraten zu können. Da finde ich es sehr entgegenkommend von den Verlagen, dass sie uns unter die Arme greifen und das eine oder andere Buch spendieren. Aber ich bin auch überzeugt, man sollte niemals vergessen, dass das nicht selbstverständlich ist und man dankbar sein muss für jedes Buch, das man nicht bezahlen muss. Das System funktioniert nur dann richtig, wenn es mehr Leute gibt, die es verantwortungsvoll nutzen, als Leute, die es bloß ausnutzen. Sag NEIN zur Gier.

Was lest ihr im Augenblick? Nutzt ihr Bloggerportale und wenn ja, wie nutzt ihr sie?

Ich freue mich bereits sehr auf eure Meinungen und Kommentare und bin schon sehr neugierig, wie ihr auf euren Blogs auf die vierte Frage geantwortet habt. Auf die Plätze… Fertig… LOS! Das Stöbern kann beginnen! 😀

Alles Liebe,
Elli

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: