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Schlagwort-Archive: Rezension

Robert E. Howard – The Conan Chronicles

Heute werde ich berichten, wie die Conan-Geschichten von Robert E. Howard auf mich wirkten und wie sie mir gefielen. Diese Rezension unterscheidet sich von meinen üblichen Buchbesprechungen, weil ich beschlossen habe, theoretische Hintergründe komplett auszuklammern. Es ist einfach nicht nötig, auf diese Aspekte einzugehen, weil die Rezension im Rahmen meines umfangreichen Blogprojekts zu dem vermutlich berühmtesten Barbaren der Kulturgeschichte und dessen Schöpfer erscheint. Wer sie „in Echtzeit“ am Veröffentlichungstag liest, dürfte demzufolge bereits über ein recht detailliertes Bild dieses Themenkomplexes verfügen. Wer hingegen später darüber stolpert, sollte zumindest das Kapitel „Conan: Der texanische Barbar“ lesen, um eine kontextuelle Einordnung zu erhalten, denn diese werde ich heute nicht vornehmen. Heute werde ich mein Herz sprechen lassen und meinen Kopf ausschalten – oder es zumindest versuchen.

Bevor ich mein Herz befrage, was es von Conan hielt, möchte ich allerdings ein paar Sätze zu meinen Ausgaben verlieren, denn wie wir in den späteren Beiträgen des Blogprojekts lernen werden, ist es keineswegs unerheblich, welche Versionen der Geschichten man liest. Sorgt euch nicht, falls ihr mit diesen Informationen jetzt noch nicht allzu viel anfangen könnt; ich verspreche euch, spätestens nach dem Kapitel zu Roberts Vermächtnis, das nächste Woche online gehen wird, ergeben sie Sinn.
Derzeit besitze ich „The Conan Chronicles“ als Doppelausgabe des britischen Verlags Gollancz. Der erste Band „The Conan Chronicles“ erschien 2008 im Rahmen ihrer „Ultimate Fantasies“- Reihe, der zweite Band „The Hour of the Dragon“ 2001 im Rahmen ihrer „Fantasy Masterworks“-Reihe. Enthalten sind alle 21 Geschichten, fünf Fragmente, das Gedicht „Cimmeria“, die Essays „The Hyborian Age“ und „Notes on Various Peoples of the Hyborian Age“ sowie eine Karte des hyborischen Zeitalters. Anhand der Urheberrechtsverzeichnisse in beiden Bänden gehe ich davon aus, dass ich Roberts Originaltexte ohne Überarbeitungen und Ergänzungen von L. Sprague de Camp gelesen habe.

So, Theorie beiseite, Vorhang auf für Conan.

Das hyborische Zeitalter war vom Geräusch singender Schwerter untermalt. Es war eine Epoche der Gewalt und des Blutvergießens, der Kriege, Aufstände, wilder Magie und mythischer Kreaturen. Doch ein Mann fürchtete weder Mensch noch Bestie. Ein Mann, geboren auf den gnadenlosen Schlachtfeldern Cimmerias, dem ein außergewöhnliches Schicksal bestimmt war. Er war ein Barbar, groß und stark wie ein Löwe. Seine Feinde erzitterten vor dem Klang seiner Stimme und der Schärfe seiner Waffen. In seinen blauen Augen brannten Abenteuerlust, Ehrgeiz und Heldenmut. Er bereiste die ganze Welt, war ein Dieb, ein Soldat, ein Pirat, ein Söldner, ein König und beuge sein Knie vor niemandem. Noch heute erzählt man von seinen Taten. Noch heute erinnert man sich an seinen Namen, der erst zum Mythos und dann zur Legende wurde: Conan.

Es war amüsant, nach so langer Zeit meine Notizen zu meiner zweibändigen Sammlung aller originalen Conan-Geschichten zu konsultieren. Ihr müsst verstehen, dass ich den ersten Band „The Conan Chronicles“ vor beinahe zwei Jahren gelesen habe, den zweiten Band „The Hour of the Dragon“ vor etwa anderthalb Jahren. Oh ja, so lange geht das schon mit mir und Conan. Ich ahnte bereits nach der Lektüre des ersten Bandes und einer kurzen Recherche zum Autor, dass eine normale Rezension nicht ausreichen würde, um allen Aspekten des Fantasy-Klassikers gerecht zu werden. Dennoch verfasste ich meine Notizen wie sonst auch, weil ich damals noch nicht wusste, wie genau ich die Besprechung und alle zusätzlichen Informationen organisieren wollte. Das heißt, ich habe Conan bewertet lange bevor ich mir all das Hintergrundwissen aneignete, durch das wir uns nun gemeinsam in diesem Blogprojekt arbeiten. Rückblickend finde ich es sehr unterhaltsam, welche Richtung meine Gedanken einschlugen, was mir auffiel, was ich bemängelte und was ich mochte.

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Ernest Cline – Ready Player One

Ernest Cline wuchs in einer Zeit auf, die für die Film- und Videospielindustrie revolutionär war. Er wurde 1972 geboren und entwickelte früh eine Begeisterung für Filme und Spiele, die bis heute anhält. Nach der Schule träumte er davon, Drehbuchautor zu werden. 2009 gelang es ihm, seinen Film „Fanboys“ nach 10-jähriger Produktion auf die Kinoleinwand zu bringen. Allerdings war diese Erfahrung für ihn eher frustrierend als bereichernd, weil sein Drehbuch massiv verändert wurde. Er wollte die volle Kontrolle über ein Projekt – deshalb beschloss er, einen Roman zu schreiben. So entstand „Ready Player One“, ein Buch, das alles feiert, was Cline liebt und mittlerweile als moderner Klassiker der Science-Fiction gilt.

Im Jahr 2044 liegt die Erde in Trümmern. Ressourcenknappheit und Klimawandel führten zu Armut, Hunger, Krankheiten und Überbevölkerung. Das Zentrum des öffentlichen Lebens verlagerte sich in die virtuelle Realität von OASIS. OASIS ist mehr als ein Spiel. Hier kann jeder Traum, jede Fantasie wahr werden. Spieler_innen können in Tausenden von Welten Abenteuer erleben, arbeiten, lernen, Freundschaften knüpfen – und vielleicht ein Vermögen gewinnen. Denn da OASIS-Gründer James Halliday ohne Erben starb, verfügte er, dass die Kontrolle über sein Imperium an die erste Person gehen soll, der es gelingt, die Rätsel zu knacken, die er in OASIS versteckte. Weltweit steigerte sich die Suche nach Hallidays Hinweisen, die alle einen Bezug zur Popkultur der 80er Jahre haben, in einen Rausch. Jahrelang machte niemand Fortschritte. Doch dann stolpert der unscheinbare 18-jährige Wade Watts über das erste Rätsel und löst es. Plötzlich ist er Teil einer frenetischen Schnitzeljagd, die ihn bald an seine Grenzen bringt. Um zu siegen, muss er alles riskieren – sogar sein Leben.

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Verfasst von - 6. September 2020 in Dystopie, Rezension, Science-Fiction

 

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Becky Chambers – A Closed and Common Orbit

Traditionell ist Science-Fiction stark männerdominiert. Glücklicherweise erlebt diese Tradition mittlerweile eine Wende und immer mehr Frauen drängen in das Genre. Eine von ihnen ist Becky Chambers, die als Tochter eines Luftfahrttechnikers und einer Astrobiologin beste Voraussetzungen hat, um Space Operas zu schreiben. Spektakuläre Weltraumschlachten und intergalaktische Kriege finden in ihren „Wayfarer“-Romanen allerdings nur am Rande statt; sie konzentriert sich zielgerichtet auf die Schicksale ganz normaler Personen, die mit den alltäglichen Schwierigkeiten der Zukunft konfrontiert sind. Im zweiten Band „A Closed and Common Orbit“ beschäftigt sie sich mit der Suche nach Identität, die alle bewussten Lebensformen durchleben – ob künstlich oder biologisch.

Lange Zeit war Lovelace die uneingeschränkte Herrscherin über die Wayfarer. Sie sah und hörte alles, sie wusste alles, sie kontrollierte alles. Über Jahre entwickelte sie eine Persönlichkeit und Gefühle, die sie eng an die Crew banden. Doch irgendwann reichte ihr das nicht mehr. Sie wollte nicht länger das künstliche Intelligenzsystem eines Schiffes sein, sie wollte so menschlich wie möglich werden. Sie entschied, ihr Bewusstsein in einen illegalen synthetischen Körper hochzuladen. Sie ahnte nicht, dass sie sich nicht mehr daran erinnern würde, wer sie war. Denn durch den Angriff auf die Wayfarer musste Lovey ihr System resetten. Als sie die Augen ihres neuen Body Kits aufschlägt, ist sie nicht mehr dieselbe. Sie muss nun mit den Konsequenzen einer Entscheidung leben, die sie in einem anderen Leben traf. Aber sie ist nicht allein. An ihrer Seite steht Pepper, die einst als Jane 23 in einer Sklavenkolonie das Licht der Welt erblickte. Pepper weiß genau, was es heißt, sich neu zu erfinden und sie wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um Lovelace dabei zu helfen, ihren Platz im Universum zu finden.

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Verfasst von - 3. September 2020 in Rezension, Science-Fiction

 

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Montagsfrage: Ratschläge für junge Blogger_innen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich bin frustriert. Es ist offenbar unmöglich, einen Corona-Test durchführen zu lassen und die Ergebnisse noch am selben Tag zu bekommen. Wie angekündigt, habe ich mich letzte Woche Montag und Dienstag ans Telefon geklemmt, um herauszufinden, was ich tun muss, um die Corona-PCR-Tests für unsere Sri Lanka-Reise im September zu organisieren. In der Theorie ist das in Berlin tatsächlich recht einfach: man sucht sich eine Arztpraxis, die auf Covid-19 testet, macht einen Termin und fertig, zwei bis drei Tage später erfährt man, ob man infiziert ist. Praktisch ist es in unserem Fall viel komplizierter, weil wir an einem Sonntagabend fliegen und Montag ankommen. Laut sri lankischer Tourismusbehörde darf der Test aber nicht älter als 72 Stunden sein, was insofern ein Problem ist, dass die Labore am Wochenende nicht arbeiten, für die Ergebnisse allerdings mindestens 24 Stunden brauchen. Das heißt, obwohl es überhaupt nicht schwierig ist, eine Arztpraxis oder auch direkt ein Labor zu finden, die PCR-Tests anbieten, haben wir im Grunde keine Möglichkeit, diesen innerhalb des Zeitfensters machen zu lassen und die Ergebnisse rechtzeitig vor unserer Abreise zu bekommen. Wir müssen aber nachweisen, dass wir negativ sind, um boarden und einreisen zu können.

Ich habe mich einmal quer durch Berlin und darüber hinaus telefoniert, um eine Lösung zu entwickeln. Niemand kann mir helfen, niemand weiß irgendwas. Es kann mir noch nicht mal jemand sagen, zu welchem Zeitpunkt der Test nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf, zum Zeitpunkt des Reiseantritts oder zum Zeitpunkt der Einreise. Das Vergleichsportal, über das wir gebucht haben, weiß nichts, weil sie den Veranstalter nicht erreichen. Privat dringt man auch nicht zum Veranstalter vor, da hört man lediglich eine automatisierte Stimme, die mitteilt, dass sie aktuell überlastet sind und dann einfach auflegt. Die sri lankische Botschaft hat ebenfalls keine Ahnung, dort wurde mir gesagt, sie hätten noch keine Anweisungen erhalten und ich solle Ende August noch mal anrufen. Es ist zum Verzweifeln, zum Haare raufen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin mir sicher, dass es für Fälle wie unseren eine Sonderregelung geben kann, aber meiner Intuition nach müsste sich darum der Veranstalter kümmern. Solange die sich totstellen, hängen wir in der Luft. Mich belastet die Situation dermaßen, dass ich seit Montag nicht mehr ordentlich geschlafen habe. Wenn es daran scheitert… Ich möchte mir nicht vorstellen, wie ich darauf reagiere. Vielleicht hat ja jemand von euch noch eine Idee?

Um mich von diesen Sorgen abzulenken, kommt mir die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise gerade recht.

Welche Tipps würdet ihr jungen (Buch-)Blogger_innen geben?

Ich glaube nicht, dass ich viele Ratschläge parat hätte, käme der Nachwuchs der Blogszene zu mir. Was ich hier mache, erscheint mir selbst nach über 6 Jahren noch ziemlich amateurhaft. Ich würde allen jungen Blogger_innen empfehlen, sich ein bisschen mit HTML, CSS, Grafikdesign und rechtlichen Anforderungen auseinanderzusetzen, aber normalerweise passiert das ohnehin irgendwann, wenn Bedarf besteht. Die Notwendigkeit einer gültigen Datenschutzerklärung und eines verlässlichen Impressums, der richtige Umgang mit Quellen und Bildmaterial und die Entscheidung, ob man mit dem Blog Geld verdienen möchte, sind Themen, die sich eines Tages von selbst ergeben – das ist zumindest meine Erfahrung und wer darauf bedacht ist, bezüglich dieser Punkte Fehler zu vermeiden, die möglicherweise zu juristischen Schwierigkeiten führen könnten, wird sich informieren. Mir wurde zum Beispiel in der Vergangenheit eine Affiliate-Partnerschaft angeboten, die ich einerseits abgelehnt habe, weil ich meinen Blog soweit wie möglich non-kommerziell halten möchte (die von WordPress geschaltete Werbung muss ich akzeptieren, solange ich über sie hoste) und andererseits, weil ich herausgefunden habe, dass ich dafür ein Kleingewerbe anmelden müsste und darauf keine Lust habe. Ich denke, ähnlich wird es bei vielen Blogger_innen ablaufen. Man beschäftigt sich mit organisatorischen Themen, wenn sie auftreten.

Der vielleicht wertvollste Hinweis, den ich geben kann, ist die Empfehlung, sich nicht allzu sehr um Traffic und Reichweite zu kümmern. Wer einen Blog als Hobby führt, tut das normalerweise erst einmal für sich selbst und obwohl wir uns natürlich alle über positive Resonanz freuen, sollten Follower-, Besuchs- und Likezahlen nicht das Maß aller Dinge sein. Habt ihr Spaß daran, über Themen zu schreiben, die euch interessieren, ist es doch gar nicht so wichtig, wie oft diese Beiträge geteilt oder geliket werden. Man kann nicht erwarten, dass jeder Post Begeisterungsstürme auslöst, weil Interessen nun mal unterschiedlich sind. Daher lautet mein Rat, bei jedem Beitrag den Wert, den er für euch selbst hat, zu priorisieren. Selbstverständlich ist es toll, wenn eine meiner Rezensionen gut ankommt und anderen Leser_innen hilft, sich für oder gegen das entsprechende Buch zu entscheiden, aber in erster Linie sind meine Buchbesprechungen für mich wichtig, weil sie mich zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Gelesen zwingen. Das tut mir gut und verhindert, dass ich sofort wieder vergesse, was ich gelesen habe. Sogar eine Rezension, die keinen einzigen Like erhält, hat ihre Berechtigung, so enttäuscht ich davon auch wäre. Da die wenigsten Blogs, die in der Freizeit geführt werden, auf Analysewerkzeuge zurückgreifen können, wie sie große Websites nutzen, müssen Hobby-Blogger_innen wie ich damit leben, dass wir nie mit absoluter Sicherheit voraussagen können, welche Beiträge erfolgreich sein werden, weil dieser Erfolg von zahlreichen Faktoren abhängt, die wir als Privatpersonen nicht alle beeinflussen können. Beispielsweise hängen weniger Menschen vor den PCs oder Smartphones, wenn das Wetter bombastisch ist. Wie schade wäre es, würden demzufolge im Sommer alle Blogs brachliegen? Wenn ihr etwas zu sagen habt, sagt es und seid nicht traurig, wenn dieser Beitrag nicht von so vielen Personen gelesen, geliket und geteilt wird, wie ihr gehofft hattet. Er ist dennoch wertvoll.

Welche Ratschläge habt ihr für junge Blogger_innen in petto?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sorgenfreien Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jens Lossau & Jens Schumacher – Der Knochenhexer

Beschäftigt man sich mit Kollaborationen zwischen Schriftsteller_innen, stellt sich die Frage nach der Organisation des Schreibprozesses. Jens Lossau und Jens Schumacher, die seit 40 Jahren befreundet sind und seit 25 Jahren literarisch zusammenarbeiten, verlassen sich dafür auf rigorose Vor- und Nachbereitung. Die Ideen für ihre Romane entstehen im Gespräch. Um eine Idee zu verkaufen, entwerfen sie ein kurzes Exposee für Verlage. Wird das Projekt von einem Verlag erworben, erstellen sie einen ausführlichen, detaillierten Ablaufplan für ihre Geschichte. Dieser Plan ermöglicht ihnen, getrennt daran zu arbeiten. Es folgen zahlreiche Korrekturschleifen, bis das fertige Buch ausgewogen und einheitlich ist. Die Vorstellung der beiden vor einem einzigen Computer, die sich hartnäckig in meinem Kopf hielt, ist also Humbug. Das ist zwar schade, ihre Strategie scheint aber hervorragend zu funktionieren, denn gemeinsam haben sie bisher 13 Romane veröffentlicht. „Der Knochenhexer“ ist der vierte Band ihrer High Fantasy – Krimi – Reihe „Die Fälle des IAIT“.

Um das IAIT auf den Plan zu rufen, muss ein Diebstahl schon außergewöhnlich spektakulär sein. Der neuste Fall für Meister Hippolit und Jorge den Troll ist nicht nur spektakulär, sondern auch gigantisch: dem Museum in Nophelet wurden über Nacht die Skelette gewaltiger Urzeitechsen gestohlen. Der zuständige Nachtwächter liegt in einer Pfütze seiner Eingeweide tot am Boden. Warum sollte irgendjemand die Gerippe uralter Monster klauen? Als Nophelet kurz darauf von riesigen Echsen angegriffen wird, ahnt das ungleiche Ermittlerduo, dass ein Zusammenhang mit dem Raub besteht. Aber wie ist das möglich? Nicht einmal durch Thaumaturgie kann Totes wieder zum Leben erweckt werden, darin sind sich die Fachkreise einig. M.H. und Jorge stehen vor einem Rätsel, das ihnen alles abverlangt. Die Zukunft Nophelets hängt von ihnen ab und von der Lösung des Falls, der der schwierigste ihrer Karriere sein könnte.

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Eleanor Herman – Legacy of Kings

Eleanor Herman ist eine ausgebildete Historikerin, deren populärwissenschaftliches Werk „Sex with Kings: 500 Years of Adultery, Power, Rivalry and Revenge“ die Bestsellerliste der New York Times stürmte. Etwa 10 Jahre später wagte sie mit „Legacy of Kings“ ihren ersten Ausflug in die historische Jugendfiktion. Dabei handelt es sich um den Auftakt der vierteiligen Reihe „Blood of Gods and Royals“, die den Aufstieg Alexander des Großen thematisiert. Obwohl Alexanders Leben gut dokumentiert ist, ist beinahe nichts über seine Jugend bekannt, bevor er mit 20 Jahren den Thron Makedoniens bestieg. Herman nutzte sich diese Lücke aus und ersann eine Variante dieses geheimnisvollen Kapitels seiner Biografie, in der Magie und historische Fakten Hand in Hand gehen.

Unter König Philipp II. entwickelte sich Pella zum Juwel Makedoniens. 340 v. Chr. ist die Hauptstadt das pulsierende Zentrum einer starken Nation und Austragungsort des Blutturniers, in dem sich die besten Kämpfer der Provinzen messen. Der Sieger wird in die Elitegarde des Königs aufgenommen. Der 17-jährige Jacob wurde auserwählt, Erissa in den Spielen zu vertreten. Er begrüßt diese Ehre und die Chance, sein Leben selbst in die Hände zu nehmen. Seine beste Freundin Katerina hingegen sorgt sich, dass er in Pella nur den Tod finden wird. Trotzdem folgt sie ihm auf seiner Reise, denn sie hat eine Aufgabe zu erfüllen, die sie ebenso fürchtet wie herbeisehnt: sie muss die Königin töten. Doch in Pella angekommen erkennen Jacob und Kat, dass die Stadt ein Schlangennest voller Intrigen, Verrat und dunkler Magie ist. Als ihnen der junge Prinz Alexander und sein Gefährte Hephaistion begegnen, hält das Schicksal den Atem an. Eines Tages wird Alexander der Große in die Geschichte eingehen. Gemeinsam werden sie den Lauf der Welt verändern.

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V.E. Schwab – A Darker Shade of Magic

„A Darker Shade of Magic“, der erste Band der Trilogie Shades of Magic”, von Victoria „V.E.“ Schwab erzählt eine multidimensionale Geschichte, die in drei verschiedenen, durch Magie verbundene Versionen von London spielt. Schwab wird oft gefragt, warum sie ausgerechnet die britische Hauptstadt als Setting auswählte. Sie erklärt ihre Entscheidung damit, dass London eine Stadt ist, in der Historie lebendig ist und „die Zeitalter, wie die Schichten einer Torte, übereinander liegen“. Außerdem versteht sie die gesamte Trilogie als einen Liebesbrief an „Harry Potter“ und wir alle wissen, wie wichtig London im Potterversum ist. Magie und die Idee einer Realität in Schichten – besser kann man „A Darker Shade of Magic“ eigentlich nicht zusammenfassen.

Im Universum gibt es drei bekannte Dimensionen. Jede ist einzigartig, aber eines haben sie alle gemeinsam: in jeder Dimension existiert eine Stadt namens London. Magische Ankerpunkte verbinden die Städte und erlauben Antari wie Kell, zwischen ihnen zu reisen. Um sie auseinanderhalten zu können, ordnete Kell ihnen Farben zu. Im grauen London ist Magie so gut wie ausgetrocknet. Im roten London, Kells Heimat, schwingt sie harmonisch mit dem Leben, wird geehrt und geachtet. Im weißen London dient Magie als unwillige Sklavin der Menschen, unterworfen und gefesselt. Einst gab es ein viertes London. Das schwarze London. Doch es ist lange her, dass alle Portale dorthin zerstört und strenge Regeln erlassen wurden, um zu verhindern, dass die anderen Dimensionen dasselbe Schicksal ereilt. Als eines dieser Gesetze gebrochen wird, ist Kell der einzige, der eine Katastrophe verhindern kann. Mithilfe der jungen Abenteurerin Lila aus dem grauen London stellt er sich der Bedrohung. Können sie verhindern, dass die Dimensionen verschlungen werden?

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Verfasst von - 21. April 2020 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Brian McClellan – Blood of Empire

„Blood of Empire“ ist das Finale der „Gods of Blood and Powder”-Trilogie von Brian McClellan. Es ist außerdem der vorerst letzte Band, der im „Powder Mage“-Universum spielt. So sehr ich das bedauere, habe ich für alle Fans gute Nachrichten: McClellan hat kürzlich einen Vertrag für eine neue High Fantasy – Reihe unterschrieben. Der erste Band wird voraussichtlich „In the Shadow of Lightning“ heißen und ist für Frühling 2022 geplant. Leider ist das noch ganz schön lange hin. Wie wäre es für die Wartezeit mit Urban Fantasy? Seit 2019 veröffentlicht McClellan nämlich im Selfpublishing die Reihe „Valkyrie Collections“, deren zwei Bände für kleines Geld als E-Books erworben werden können. Mit diesen Aussichten fällt der Abschied von Michel, Styke und Vlora in „Blood of Empire“ doch gleich leichter.

Die Pläne der Dynize stehen kurz vor ihrer Vollendung. Ganz Fatrasta ächzt unter der Besatzung, die bereits viele Leben kostete. Doch noch ist nicht alles verloren. In Landfall bemüht sich der Spion Michel Bravis mithilfe der Widerstandsbewegung der Palo, die Herrschaft der Dynize von innen zu destabilisieren. Ben Styke und seine Mad Lancers wagen eine verrückte Mission und dringen als kleinste Invasionstruppe der Geschichte ins Feindgebiet vor, um den letzten Götterstein zu zerstören. Die schwer verletzte und ihrer Kräfte beraubte Lady Vlora Flint, ihre Riflejacks und das Heer aus Adro kämpfen sich auf dem Landweg zurück nach Landfall, um zu verhindern, dass Ka-Sedial den Götterstein in seinem Besitz aktiviert. Ihnen allen bleibt nicht mehr viel Zeit. Wollen sie das Vorhaben der Dynize vereiteln, müssen sie sich beeilen. Denn niemand kann vorhersagen, welche Konsequenzen die Wiedererweckung eines Gottes hätte – für Fatrasta und für die ganze Welt.

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Corey Ann Haydu – Life by Committee

Die Schriftstellerei ist bereits Corey Ann Haydus zweiter Karriereweg. Davor arbeitete sie als Schauspielerin, die ihre Ausbildung an einer Musikhochschule abschloss. Mit 26 merkte sie jedoch, dass sie sich auf dem falschen Pfad befand und wagte einen Neuanfang mit ihrer anderen Leidenschaft, dem Schreiben. Sie ergatterte ein Praktikum in einer auf Kinder- und Jugendromane spezialisierten Literaturagentur und verliebte sich in diese Gattung. Nach dem Praktikum nahm sie weitere Jobs in der Branche an und entschied, ihren Master of Fine Arts in einem Programm für das Schreiben von Kinderliteratur zu absolvieren. In dieser Zeit erschien auch ihr erstes Buch „OCD Love Story“. „Life by Committee“ ist ihr zweiter Roman.

Manchmal wünscht sich Tabitha, ein anderer Mensch zu sein. Sie wäre gern furchtlos, bereit, Risiken einzugehen und über die Stränge zu schlagen. Vielleicht könnte sie Joe dann endlich überzeugen, seine Freundin zu verlassen. Leider ist sie kein anderer Mensch. Ihre nächtlichen Chats, so voller Intimität und Sehnsucht, müssen ein Geheimnis bleiben, das sie nicht einmal ihrer besten Freundin mitteilen kann. Sie hat keine Freundinnen mehr. Nicht, seit sie anfing, sich für Jungs und ihr Aussehen zu interessieren, was offenbar ein Schwerverbrechen ist. Gerade als Tabby glaubt, keinen Tag länger schweigen zu können, stolpert sie über die Website Life by Committee. Die Regeln der LBC-Community sind einfach. Verrate ein Geheimnis. Erhalte deine Aufgabe. Erfülle deine Aufgabe, um dein Geheimnis zu schützen. Tabby ist fasziniert. Sie lässt sich auf LBC ein und genießt es, mehr zu wagen als jemals zuvor. Doch schon bald wird aus harmlosen Aufgaben bitterer Ernst und Tabby muss einsehen, dass das Beste für sie nicht immer das Richtige ist.

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Anthony Ryan – Queen of Fire

Einen sicheren Job zu kündigen, der ein verlässliches Einkommen garantiert, um hauptberuflich zu schreiben, ist keine leichte Entscheidung. Für Anthony Ryan scheint es trotz dessen eine Erleichterung gewesen zu sein, seine Beamtenstelle nach „Tower Lord“ aufzugeben. Die Erfahrung, täglich während des Pendelns 2.000 Worte produzieren zu müssen, wollte er keinesfalls wiederholen und berichtet, dass er seitdem weniger müde sei. Vielleicht war die Veränderung für ihn auch deshalb befreiend, weil er seine Identität hinter seinem Pseudonym nicht mehr rigoros schützen musste. Als Beamter durfte ja nicht mal ein Foto von ihm in seinen Büchern abgedruckt werden. Mit dem Finale „Queen of Fire“ konnte er wahrscheinlich erstmals die Anerkennung beanspruchen, die seine „Raven’s Shadow“-Trilogie hevorrief. Das muss ein tolles Gefühl gewesen sein.

Tausende fielen dem Angriff des Volarianischen Kaiserreichs zum Opfer. Unter großen Verlusten wurden die feindlichen Truppen zurückgeschlagen. In den Vereinigten Königslanden herrscht wieder Friede. Dennoch ist Königin Lyrna besessen von dem Gedanken, bald erneut volarianische Segel am Horizont zu entdecken, kommt sie ihnen nicht zuvor. Entschlossen, die Bedrohung, die auch sie beinahe das Leben kostete, ein für alle Mal auszulöschen, schließt sie nie dagewesene Allianzen mit allen Völkern der Königslande und entsendet ihre Armee ins unbekannte Feindesland. Doch das Volarianische Reich ist trotz seiner Macht kaum mehr als eine Marionette. Seit Jahrhunderten intrigiert der finstere Verbündete im Verborgenen, um die Welt nach seinen Wünschen neu zu formen. Mit herkömmlichen Mitteln kann er nicht getötet werden; wer ihn besiegen will, muss zu seinen Ursprüngen zurückkehren. Der einzige, dem dies gelingen könnte, ist Vaelin Al Sorna, dessen Blutlied seit ihrer letzten Konfrontation verstummte. Blind und taub kann Vaelin lediglich erahnen, was sein unmenschlicher Gegner plant. Nur eines ist gewiss: die Zeit versteckter Ränkespiele ist vorbei.

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Verfasst von - 8. April 2020 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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