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Schlagwort-Archive: Reflexion

Montagsfrage: Objektiv, subjetiv, Buchblogger?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe mich in der letzten Woche mal wieder über Amazon geärgert. Normalerweise bin ich eine zufriedene Kundin. Ich weiß, sie behandeln ihre Mitarbeiter_innen unterirdisch, fördern Monopolismus und eigentlich sollte ich nicht beim großen A kaufen, aber es ist einfach zu verlockend, weil sie eben oft sensationell günstige Angebote haben und sich um ihre Kund_innen wirklich bemühen. Nur mit ihrem firmeninternen Logistiker Amazon Logistics gibt es immer wieder Probleme. Vorletzten Freitag habe ich ein Buch bestellt, an das ich gebraucht nur schwer herankomme. Doch da Amazon Logistics Pakete übergeben kann, ohne eine Unterschrift zu verlangen und es mit den Benachrichtigungskarten nicht so genau nimmt, wurde mein Buch laut Website „einem Hausbewohner übergeben“, ohne dass ich wusste, wer genau es nun entgegengenommen hatte. Wohl gemerkt handelte es bei dem Zustelltag um einen Samstag, mein Mann und ich waren beide zu Hause. Es hatte nicht ein einziges Mal geklingelt.

Ein Anruf beim Kundenservice half mir nicht weiter, man versprach mir eine Befragung des Lieferanten und bat mich um Geduld. Man würde sich melden. Das ist natürlich nicht passiert, also rief ich am Mittwoch noch einmal an. Der nette Mann am Telefon sagte, der Zusteller habe sich nicht zurückgemeldet, weshalb wir davon ausgehen müssten, dass mein Paket verloren ging. Sowas kann passieren. Was allerdings nicht in meinen Kopf will, ist, wie es sein kann, dass der firmeneigene Logistiker nicht auf eine Anfrage des Kundenservice reagiert. Wie ist das möglich? Es ist doch dasselbe Unternehmen. Ich verstehe das nicht. Mein Bearbeiter brachte dann eine Ersatzlieferung auf den Weg, die dieses Mal pünktlich und zuverlässig bei mir eintraf, aber der ganze Vorgang bleibt mir ein Rätsel. Solche Vorfälle produzieren Verluste für Amazon und kommen offenbar so häufig vor, dass es auf der Seite ein Video gibt, das erklärt, wie sich Kund_innen verhalten sollen, wenn ihre Sendung trotz „Zugestellt“-Status verschollen ist. Meiner Meinung nach könnte leicht Abhilfe geschaffen werden, wenn die Lieferanten eine Unterschrift verlangen müssten, wie es zum Beispiel bei der DHL der Fall ist. Dadurch wird online vermerkt, wer das Paket hat, das heißt, selbst wenn ich keine Karte bekomme, weiß ich trotzdem Bescheid. Man könnte Amazon und den Kund_innen eine Menge Ärger ersparen. Hattet ihr schon ähnliche Probleme mit Amazon Logistics? Ich bin neugierig, wie oft das tatsächlich passiert, daher würde ich mich über eure Geschichten freuen!

Während ihr über verschollene Pakete nachdenkt, beantworte ich mal fix die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!
Oh und falls ihr euch gefragt habt, wie es Chilli geht: ihre Blutwerte sind besser. Sie ist noch nicht über den Berg, aber das Antibiotikum schlägt an. 🙂

Kann man Rezensionsexemplare objektiv beurteilen?

Ich wüsste nicht, inwiefern es zwischen Rezensionsexemplaren und Büchern, die ich mir selbst gekauft habe, einen Unterschied gibt, wenn ich sie rezensiere. Ich stimme Antonia zu, dass Rezensionen grundsätzlich eine subjektive Ebene beinhalten, aber diese ist in meinem Fall definitiv nicht präsenter, nur, weil ich ein Buch vom Verlag oder dem Autor bzw. der Autorin bekommen habe. Alle Werke erhalten von mir dieselbe Chance und dieselbe Behandlung. Ich bin ein großer Freund von Fairness. Ich bemühe mich in jeder Besprechung, subjektive Eindrücke als solche zu kennzeichnen und diesen objektive Einschätzungen gegenüberzustellen. Mangelnde Reflexion kommt mir nicht in die Tüte. Ich analysiere immer, warum mir ein Buch gefiel oder eben nicht, denn nichtssagende Rezensionen bringen niemandem etwas. Ich denke, das gelingt mir ganz gut.

Rezensionsexemplare kriegen von mir prinzipiell keine Extrawurst in der Beurteilung und ich glaube auch nicht, dass sich der Kontakt mit den Autor_innen oder mit dem Verlag auf meine Bewertung auswirkt. Deshalb vereinbare ich mit Schriftsteller_innen, die sich mit einer Rezensionsanfrage an mich wenden, immer, dass ich ihnen erst eine Mail mit einer Übersicht über meine Eindrücke schicke, bevor ich mich an eine öffentliche Rezension setze, damit sie selbst entscheiden können, ob ich einen Text verfassen soll oder nicht. Junge Autor_innen haben es da draußen schwer genug, da muss ich nicht zwangsläufig einen Verriss schreiben, der ihrer Karriere potenziell schadet. Die meisten lassen sich darauf ein und sind dankbar für dieses Sicherheitsnetz. Seine Nützlichkeit hat sich bewährt, denn ich habe einige Rezensionsexemplare gelesen, die ich dann nicht besprochen habe, weil mein Urteil vernichtend gewesen wäre. Bei Verlagen handhabe ich das hingegen anders, weil ich der Ansicht bin, dass ich mit einem Unternehmen, das mir ein Buch zur Verfügung stellt, damit ich eine Rezension verfasse, eine Geschäftsbeziehung eingehe. Verzichte ich auf die Besprechung, halte ich meinen Teil des Deals nicht ein. Außerdem glaube ich, dass Verlage sehr genau wissen, dass Rezensionen durchaus negativ ausfallen können. Sie gehen dieses Risiko bewusst ein und deshalb wüsste ich nicht, wieso ich keine ehrliche Besprechung schreiben sollte. Die persönliche Ebene, die zwischen Autor_innen und mir als Bloggerinnen entsteht, fällt hier weg.

Ich würde meine Antwort heute also folgendermaßen zusammenfassen: meiner Ansicht nach beurteile ich Rezensionsexemplare genauso objektiv und subjektiv, wie ich Bücher beurteile, die mir nicht zur Verfügung gestellt wurden.

Wie objektiv sollten Rezensionen eurer Meinung nach sein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen stressfreien Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Letzter Reread?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe mich am Wochenende einem persönlichen, kulturellen Bildungsauftrag gewidmet. Ich habe (freiwillig) Shakespeares „Der Sturm“ gelesen. Ich hatte das schon lange vor, bisher fehlte mir allerdings der finale Impuls. Das Stück umfasst in meiner Ausgabe ca. 70 Seiten und ist nicht allzu anspruchsvoll. Komödien lesen sich leichter als Tragödien. Trotzdem habe ich entschieden, dass ich keine Rezension dazu verfassen werde. Jetzt überlege ich, ob ich in einem Beitrag erkläre, warum ich keine Rezensionen über Shakespeares Stücke schreibe. Ich schaue mal, ob ich einen Post dieser Art in meinen Zeitplan quetschen kann.
Heute steht wie immer zum Wochenstart die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja an:

Was war dein letzter Reread?

Endlich mal wieder eine richtig einfache Montagsfrage! 😀 Ich muss nicht lange überlegen, um sie zu beantworten und die aufmerksamen Leser_innen des wortmagieblogs ahnen es sicher bereits. Mein letzter Reread war „Harry Potter und Der Halbblutprinz“. Gemeinsam mit der lieben Marina aka DarkFairy habe ich letztes Jahr begonnen, die gesamte Reihe noch einmal zu lesen und jetzt nähern wir uns langsam ihrem Ende. Den Verlauf der Reread-Aktion könnt ihr HIER verfolgen. „Der Halbblutprinz“ habe ich vor ziemlich genau einem Monat, am 19. Februar, ausgelesen. Seit gestern arbeite ich an dem dazugehörigen Erfahrungsbericht. Das Finale „Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes“ ist für Anfang April eingeplant, damit wir uns im Mai dem neuen Band „Harry Potter und Das verwunschene Kind“ widmen können. Dann haben wir für die Reihe etwa ein Jahr gebraucht. Es war ein Jahr voller Selbsterkenntnis und tiefer Reflexion, das sich für mich wirklich gelohnt hat. Es war richtig, diesen Reread gerade jetzt durchzuziehen. Ich bereue keine Sekunde davon.

Welches Buch habt ihr zuletzt erneut gelesen?

Ich freue mich auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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