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Alyxandra Harvey – Red

„Red“

red

Autor: Alyxandra Harvey

Format: Kindle Edition

Seitenzahl: 198 Seiten (Print-Ausgabe)

Verlag: Entangled Teen

Sprache: Englisch

ASIN:  B00TODXQSW

Genre: Fantasy > Urban Fantasy > Young Adult

ausgelesen am: 23.02.2015

Bewertung:

„Red“ von Alyxandra Harvey bekam ich als ARC (Advanced Copy) vom Verlag Entangled Teen zur Verfügung gestellt. Ich habe nicht damit gerechnet, dass meine Bewerbung berücksichtigt wird – umso glücklicher war ich, als es geklappt hat. Ich muss zugeben, dass ich eigentlich schon entschieden hatte, das Buch lesen zu wollen, bevor ich den Klappentext las. Das Cover ist einfach unwiderstehlich. Düster, geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich. In Kombination mit dem Titel konnte ich die zarte Assoziation mit dem Märchen „Rotkäppchen“ nicht verhindern. Allerdings wäre der böse Wolf in DIESEM Wald noch Rotkäppchens geringstes Problem gewesen, das kann ich euch versichern.

Kia hat ihre Schule abgefackelt. Aber nicht mit Absicht, ehrlich nicht. Die Situation ist einfach eskaliert. Sie kann das nicht kontrollieren. Und selbst wenn sie die Wahrheit gesagt hätte, es hätte ihr ja sowieso niemand geglaubt. Doch ob absichtlich oder nicht, ihr Vater weiß sich nicht anders zu helfen und schickt sie fort, damit sie von nun an bei ihrer Großmutter Abby wohnt. Diese arbeitet und lebt auf dem riesigen Anwesen der Familie Blackwood. Wie sich das für ein Herrenhaus mitten im Nirgendwo gehört, gibt es hier eine ganze Menge Regeln, die Kia überholt und seltsam findet. Der Gipfel ist Ethan Blackwood: arrogant und abweisend, teilweise sogar ein wenig gruselig. Ethan hat allerdings jeden Grund, sich so zu verhalten. Er hütet Geheimnisse, die so furchteinflößend und gefährlich sind, dass er nicht riskieren kann, sich von einem hübschen Mädchen mit feuerroten Haaren den Kopf verdrehen zu lassen. Denn Ethan weiß, was im Wald des Anwesens lebt…

Wenn man „Red“ als „Rotkäppchen“-Adaption ansehen möchte, dann ist es maximal eine äußerst freie Interpretation des alten Märchens. Außer den Eckpfeilern haben die beiden Geschichten nicht besonders viel gemeinsam. Doch das macht überhaupt nichts – mir hat „Red“ trotzdem einigen Spaß bereitet. Die Protagonistin Kia brachte mich mit ihrer lockeren, sarkastischen Art ständig zum Lachen und Schmunzeln; sie ist wirklich witzig und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Ihr habt es bestimmt schon erraten oder im offiziellen Klappentext gelesen: Kia kann mit ihren Gedanken Feuer entfachen. Im Laufe der Geschichte gewinnt sie zunehmend Kontrolle über diese Fähigkeit, was sie in meinen Augen zu einer wehrhaften, starken Heldin macht, die den Bösen kräftig in den Hintern treten kann. Alyxandra Harvey erlaubt ihr zwar nicht, sich so unabhängig zu verhalten, wie ich es mir gewünscht hätte, aber das ist höchstwahrscheinlich dem Genre geschuldet. Wäre Kia stets in der Lage gewesen, sich selbst zu retten, wäre Ethan schlicht überflüssig für die Geschichte geworden. Und was wäre ein YA-UF-Roman ohne den heißen, männlichen Protagonisten? Als Persönlichkeit fand ich Ethan allerdings nicht sonderlich interessant. Selbstverständlich ist seine abweisende Art nur Fassade; dahinter verbirgt sich ein netter, verantwortungsbewusster junger Mann, der von der Last seiner dunklen Geheimnisse fast erdrückt wird. Mir war diese Charakterisierung zu stereotyp, um wirklich von ihm überzeugt zu sein. Mein Herz brachte er nicht zum Schmelzen. Leider blieben auch die Nebencharaktere zu blass und flach; Kia und Ethan überstrahlen sie völlig. Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte abwechselnd aus Kias und Ethans Perspektive geschrieben ist; zum anderen, dass sich die Nebenfiguren jeweils mit nur einer einzelnen Eigenschaft hervortun. So ist beispielsweise Ethans Vater, Holden Blackwood, durch und durch negativ dargestellt – ich hatte nie eine Chance, ihn zu mögen oder seine Motive nachzuvollziehen. Er ist nicht facettenreich, sondern einfach böse. Dass in der Realität niemand ausschließlich böse ist, muss ich euch wohl nicht sagen.
Das Setting hingegen fand ich unheimlich faszinierend. Der Wald der Blackwoods hat tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes Zähne und Klauen. An Kias Stelle wäre ich wohl geplatzt vor lauter Neugier. Sie ist da eindeutig beherrschter (zumindest anfangs), aber schlussendlich kommt auch das Mädchen mit den feuerroten Haaren vom Weg ab und verirrt sich tief im Wald. Sie wird in eine Welt hineingezogen, die seit Jahrhunderten parallel zur Normalität existiert. Schon allein das Anwesen erschien mir als surrealer Ort.

Insgesamt ist „Red“ ein solider Young Adult-Urban Fantasy-Roman, der mich zwar nicht großartig überraschen, aber mit einer sympathischen Protagonistin und einem besonderen Setting punkten konnte. Die Geschichte liest sich zügig und flüssig, denn Alyxandra Harveys Schreibstil ist schnörkellos und unkompliziert. Ich fühlte mich gut unterhalten und könnte mir vorstellen, weitere Werke aus Harveys Feder zu lesen. Sie schreibt sicherlich keine tiefgründigen Bücher, die den LeserInnen viel Interpretationsspielraum bieten, doch ab und zu habe ich brain candy ja ganz gern. „Red“ hat darüber hinaus ein recht offenes Ende, was eine Fortsetzung theoretisch möglich machen würde. Wer weiß, vielleicht ist Kias Geschichte noch nicht abgeschlossen.
Ihr könnt zu „Red“ greifen, wenn ihr euch nach ein wenig Ablenkung sehnt, die euch nicht viel abverlangt. Während einer Prüfungsphase, im Urlaub oder wann immer ihr das Gefühl habt, beim Lesen einfach mal den Kopf ausschalten zu wollen, ist Kias Abenteuer genau das Richtige. Aber gebt Acht, dass ihr nicht vom Weg abkommt, denn im Wald der Blackwoods lauern schlimmere Wesen als Wölfe…

 
 

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24. 02. 2015 – Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese wunderbare Aktion wird jede Woche abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Weltenwanderer durch einen Klick aufs Bild. 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „The Thorn and the Sinking Stone“ (Thorn and Dagger #1) von C. J. Dushinski. Es ist ein eBook, daher gibt es keine Seitenanzahl und irgendwie auch keine Prozente (vielleicht hab ich da aus Versehen was verstellt…), also kann ich euch nur sagen, ich bin auf Position 67 von 2.944, also noch ganz am Anfang.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„He sheathed his weapon and grabbed a towel from the floor, running it over his hair.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Wenn ihr auf den Link zum Buch klickt, werdet ihr sehen, dass dieser Reihenauftakt eigentlich noch nicht erschienen ist. Erscheinungsdatum ist der 10. März. Ich habe das Buch trotzdem, weil ich es als ARC (Advance Copy) vom Verlag Entangled Teen bekommen habe. Das gleiche gilt übrigens auch für „Red“ von Alyxandra Harvey, welches ich als letztes gelesen habe. Meine Aufgabe ist, beide Bücher zu lesen und bis zum Erscheinungsdatum zu rezensieren. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich für die ARCs ausgesucht wurde, weil es einfach irgendwie cool ist, ein Buch vor der Veröffentlichung zu lesen. 😀
An sich kann ich natürlich noch so gut wie gar nichts sagen, denn ich befinde mich gerade mal in Kapitel 2. Offenbar ist das Buch abwechselnd aus der Sicht der ProtagonistInnen geschrieben: Sebastian Leold, „The Sinking Stone“ und Valencia Hara, „The Thorn“, die aus verfeindeten Familien stammen. Ja, ich weiß, wonach das klingt. Aber was soll’s, „Romeo und Julia“ ist schließlich eine schöne, romantische Liebesgeschichte, also nehme ich das einfach in Kauf. 🙂
Das erste Kapitel fand ich ganz erstaunlich, denn man trifft Sebastian auf der Beerdigung seines Vaters. C. J. Dushinski beginnt ihre Handlung dementsprechend äußerst düster. Es erinnerte mich stark an die Beerdigung der Waynes, als Bruce Wayne ein Kind und noch nicht Batman ist. Vermutlich lag es auch an den Andeutungen bezüglich des Settings, denn Dushinskis „Rain City“ scheint Gotham City nicht ganz unähnlich zu sein. Warten wir’s ab. 😉

4. Mit wem (ausser im Netz) tauscht ihr euch noch über eure Leseleidenschaft aus? Habt ihr gleichgesinnte Freunde im Familien- oder Bekanntenkreis?

Das ist leicht zu beantworten: mit meinen Eltern. Ich fahre jeden Sonntag zum Essen zu ihnen (es sei denn, ich muss arbeiten, aber das kommt eher selten vor) und wir unterhalten uns jeden Sonntag mindestens einmal über Bücher. Ich erzähle, was ich gelesen habe und wie ich es fand. Ist es ein Buch, dass Mama und Papa ebenfalls gelesen haben, diskutieren und philosophieren wir gern auch mal stundenlang darüber. Natürlich empfehlen wir uns auch gegenseitig Bücher. Mir ist dabei aufgefallen, dass mich die Bücher, die mein Vater liest, mittlerweile neugieriger machen als die Bücher, die meine Mama liest. Das hängt gar nicht damit zusammen, dass ich ihre Auswahl nicht mögen würde, eher im Gegenteil. Unser Buchgeschmack ist sich sehr ähnlich, wir lesen fast genau die gleichen Bücher. Nur meine Vorliebe für YA Romane teilen wir nicht, weil sie sich für dieses Genre mittlerweile zu alt fühlt, was ich auch verstehen kann. Sie hat mir ja nun doch einige Jahre voraus, da ist es nachvollziehbar, dass sie manchmal Probleme hat, sich in die jugendlichen ProtagonistInnen hineinzuversetzen. Ich vertraue ihren Empfehlungen. Aber wenn mein Papa ein Buch toll findet, ist das für mich oft eine Möglichkeit, ein neues Genre oder eine neue Herangehensweise an das Schreiben auszuprobieren. Darum machen mich seine Empfehlungen oft neugieriger. 😉
Mit dem Lieblingsmenschen unterhalte ich mich auch über Bücher, aber das ist anders, weil wir so unterschiedliche Bücher lesen. Die Bücher, die wir beide gelesen haben, kann man an einer Hand abzählen. Sein Geschmack ist… sagen wir mal exklusiv. Man könnte auch sagen, seine Auswahl ist sehr begrenzt. 😀 Auch liest er lange nicht so viel wie ich. Aber das spielt für mich eigentlich keine Rolle, weil er stattdessen etwas für mich tut, was mir viel bedeutet: er hört mir zu. Er hat eine Engelsgeduld und hört sich alles an, was ich über ein Buch zu sagen habe, selbst wenn er nichts darauf erwidern kann. Jede Schwärmerei, jedes Gemecker. Dafür bin ich ihm sehr dankbar und das entschädigt mich bei Weitem dafür, dass wir nicht richtig über Bücher diskutieren können, weil unsere Geschmäcker zu verschieden sind. 🙂

Was lest ihr im Augenblick? Mit wem unterhaltet ihr euch über Bücher?

Ich freue mich wie immer über jede Meinung und jedes Kommentar! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
15 Kommentare

Verfasst von - 24. Februar 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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