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Schlagwort-Archive: psychologisch

Dan Wells – Partials

Dan Wells und ich haben eines gemeinsam: wir haben beide „Die Welt ohne uns“ von Alan Weisman gelesen. In meinem Fall führte die Leseerfahrung zu der Erkenntnis, dass unser Fußabdruck auf der Erde fast ausschließlich negativ wäre, würden wir plötzlich verschwinden. In Dan Wells‘ Fall beeinflusste die Lektüre das Design der Dystopie in seiner Young Adult Science-Fiction-Trilogie „Partials Sequence“. Er orientierte sich bei seiner Beschreibung einer verlassenen Welt stark an Weismans wissenschaftlichem Gedankenspiel. Das war ihm nur möglich, weil seine Zukunftsvision nicht auf physischer Zerstörung beruht, beispielsweise durch eine Bombe. In seiner Apokalypse kam die Katastrophe auf leisen Sohlen: in Form eines Virus.

Beinahe jeden Tag hält die 16-jährige Medizinstudentin Kira ein totgeweihtes Neugeborenes in ihren Armen. Seit die Partials vor über einem Jahrzehnt das RM-Virus freisetzten, das die Menschheit nahezu ausrottete, wurde kein einziges gesundes Baby geboren. Die meisten Säuglinge überleben nur wenige Tage. Nicht einmal verzweifelte Fortpflanzungsgesetze können das Unausweichliche aufhalten. Ohne ein Heilmittel stirbt Kiras Gemeinschaft auf Long Island langsam aus. Als ihre Ziehschwester Madison schwanger wird, hält sie ihre Hilflosigkeit nicht länger aus. Es muss eine Heilung geben. Die Forschung muss etwas übersehen haben. Um Madisons Baby zu retten, entwickelt Kira einen waghalsigen Plan. Will sie RM besiegen, braucht sie Antworten von denjenigen, die das Virus erschufen: den Partials. Sie muss eine der biomechanischen künstlichen Intelligenzen gefangen nehmen, sie befragen und untersuchen. Sie weiß, dass sie einen weiteren Krieg riskiert. Aber ist die Zukunft der Menschheit das Risiko nicht wert?

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Jahresrückblick 2018: Vom Spaß mit Statistiken, dem Kampf gegen die Durchschnittlichkeit und plüschigen Helden

Hallo ihr Lieben!

Tatatataaaa! Es ist geschafft! Der Jahresrückblick 2018 ist endlich fertig! Die Zusammenfassung meines vergangenen Lesejahres war wie immer eine Mammutaufgabe, die mich wieder einmal viel länger in Anspruch nahm, als ich eigentlich plante. Jedes Jahr unterschätze ich, wie viel Zeitaufwand dieser Rückblick erfordert. Aber: es ist mir noch im Januar gelungen, ihn fertigzustellen und ich freue mich sehr, ihn euch heute präsentieren zu können! Eigentlich wäre heute ja die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise dran, doch da diese aus privaten Gründen ausfällt, dachte ich, ich nutze die Gelegenheit, um meinen Jahresrückblick einen Tag vorzuziehen. 😉

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Verfasst von - 28. Januar 2019 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Joyce Carol Oates – Black Girl / White Girl

Joyce Carol Oates’ Karriere als Schriftstellerin verlief ungewöhnlich gradlinig. Sie wurde 1938 geboren, las bereits als Jugendliche große Literaten wie Dostojewski, Faulkner und Hemingway und begann im Alter von 14 Jahren selbst zu schreiben. Sie studierte Englisch und Philosophie und veröffentlichte 1963, zwei Jahre nach ihrem Abschluss, ihren ersten Kurzgeschichtenband „By the North Gate“. Seitdem folgten über 40 Romane, mehrere Theaterstücke, Kurzgeschichtensammlungen, Novellen, Lyrik, Essays und biografische Schriften. Sie gilt als eine der bedeutendsten Autor_innen der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur, wurde mehrfach für den Pulitzer-Preis nominiert und wird immer wieder als Anwärterin auf den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Ich drücke ihr jedes Jahr die Daumen und lese mich frei nach Laune durch ihr umfangreiches Werk. „Black Girl / White Girl“ stand auf meiner Oates-Leseliste ganz oben.

Am 11. April 1975, am Abend ihres 19. Geburtstags, starb Minette Swift bei einem schrecklichen Unglück auf dem Campusgelände des Schuyler College. Sie war eine der wenigen afroamerikanischen Studentinnen, die angenommen wurden. Die Umstände ihres Todes blieben rätselhaft. 15 Jahre später versucht Minettes ehemalige Mitbewohnerin Genna Hewitt-Meade die Ereignisse vor dem Tod der jungen Frau zu rekonstruieren. Schon bald verstrickt sie sich in den schmerzhaften Erinnerungen an ihre eigene verwirrende Jugend, die vom komplizierten Verhältnis zu ihren Eltern geprägt war. Als Tochter eines Bürgerrechtsanwalts verstand sie es als ihre Pflicht, Freundschaft mit Minette zu schließen und sie notfalls vor negativen Einflüssen zu beschützen. Doch Minette stieß sie von sich. Erst als Erwachsene begreift Genna, dass Minettes Weigerung, sich auf sie einzulassen, möglicherweise ihr Leben rettete – während es Minette das Leben kostete.

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Montagsfrage: Die Leben der Anderen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ist euch klar, dass wir mit großen Schritten auf Weihnachten zusteuern und sich 2018 dem Ende nähert? Wie passiert das nur immer? In den letzten zwei Wochen habe ich bereits die ersten Pläne für die besinnliche Jahreszeit entwickelt, die sich – wenig überraschend – ums Essen drehen. Neben dem normalen Familienprogramm an den Feiertagen werden wir ein Weihnachtsessen mit unseren Freunden veranstalten. Das ist jedes Jahr sehr schön, weil wir alle etwas beitragen. Ich freue mich auf den Dezember. So langsam muss ich mir allerdings Gedanken über Challenge-Management machen. Ich werde wohl vereinzelte Rezensionen vorziehen müssen, um mir die gelesenen Bücher rechtzeitig anrechnen zu können. Außerdem sammle ich schon fleißig Ideen für die Aufgaben der nächsten Ausgabe meiner High Fantasy Challenge. Ja, es geht 2019 weiter! Dazu wird es natürlich eine offizielle Ankündigung geben, vermutlich Mitte Dezember. Zusätzlich möchte ich in der Weihnachtszeit wieder eine Spendenaktion initiieren. Letztes Jahr hat meine Aufruf „Dankbarkeit für den guten Zweck“ dem Straßenkinder e.V. eine hübsche Summe eingebracht. Eure Großzügigkeit war inspirierend und ich möchte auch dieses Jahr wieder etwas Gutes tun. Ihr seht, uns stehen aufregende Wochen bevor. Ein fester Teil dieser Planung ist aber natürlich auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, die heute ebenfalls auf dem Programm steht.

Unterhalten dich Biografien, oder findest du die non-fiction Geschichten anderer Menschen eher öde?

Gute Frage. Ich glaube, ich habe noch nie eine reine, waschechte Biografie gelesen. Zumindest nicht, wenn man darunter die chronologische Aufzählung der Gesamtheit der Erlebnisse eines Menschen versteht. Ich stehe diesem Genre nicht ablehnend gegenüber, aber bisher gab es keine Person, die mich so sehr interessierte, dass ich ein ganzes Buch über ihr Leben lesen wollte. Da reichen mir normalerweise die übersichtlicheren biografischen Angaben auf Wikipedia. Die kann ich mir auch viel besser merken.

Das heißt allerdings nicht, dass ich grundsätzlich einen großen Bogen um biografische Bücher machen würde. Ich liebte Joyce Carol Oates‘ interpretative Biografie von Marilyn Monroe, „Blonde“. Darin beschreibt sie das Leben dieser tragischen Ikone; neben Fakten bietet sie ein umfangreiches psychologisches Profil. Sie analysiert Monroe anhand dessen, was sie über sie recherchierte und verschafft sich selbst dadurch den Spielraum, ein intimes Licht auf sie zu werfen. Natürlich ist diese Analyse ihres emotionalen Zustands fiktiv – Monroe verstarb 1962 und Oates erhielt folglich nie die Chance, mit ihr zu sprechen. Dennoch fand ich ihre Darstellung sehr überzeugend und realistisch. Das Buch hat mich damals tief berührt.

Außerdem pflege ich eine intensive Vorliebe für Bücher, die von Personen geschrieben wurden, die wahrhaft Außergewöhnliches erlebt haben, ob positiv oder negativ. Dabei interessiert mich die Persönlichkeit selbst meist weniger, es ist das Ereignis, das mich fasziniert. Ich lese diese biografischen Werke für den Wissenszuwachs, weil die Perspektive eines Menschen, der direkt involviert war, einzigartig ist. Tatsächlich habe ich dieses Jahr bereits mehrere Memoiren gelesen: „A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy“ von Sue Klebold (Mutter des Columbine-Amokläufers Dylan Klebold), „If I Did It“ von O.J. Simpson und „Without A Doubt“ von Marcia Clark (leitende Staatsanwältin im Mordprozess gegen O.J. Simpson). Ich fand alle drei Bücher äußerst aufschlussreich, wobei „A Mother’s Reckoning“… nun, es sticht hervor, weil es mich emotional unheimlich mitgenommen hat. Der Fall O.J. Simpson animierte mich sogar dazu, ein dreiteiliges Rezensionsexperiment durchzuführen. Keines dieser Bücher beleuchtet ein gesamtes Leben. Sie beschäftigen sich mit einem Lebensabschnitt, der von einem bestimmten Erlebnis bestimmt wurde. Folglich sind es keine echten Biografien, dennoch aber autobiografisch.

Ich weiß daher nicht so recht, ob ich die heute Frage nun mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten soll. Irgendwie beides. 😀

Lest ihr gerne Biografien und wenn ja, wieso?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen grandiosen Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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John Katzenbach – Der Psychiater

John Katzenbach ist meine erste große Thriller-Liebe. Ich erinnere mich noch genau, wie sehr mich „Die Anstalt“ begeisterte, mein erster Roman aus seiner Feder und meiner Meinung nach der beste, den er je geschrieben hat. Nie zuvor war ich mit einem ähnlichen Level nervenzerfetzender, psychologischer Spannung konfrontiert worden. Katzenbach begründete mit diesem Buch meine ausgedehnte Thriller-Phase. In den folgenden Jahren las ich alles, was der Mann veröffentlichte. Leider verzeichnete ich einen graduellen Qualitätsverlust, gestand ihm jedoch stets eine neue Chance zu. Mein letzter Katzenbach war 2013 „Der Wolf“, den ich insgesamt ziemlich enttäuschend fand. 2017 entdeckte ich, dass er einen neuen Einzelband geschrieben hatte: „Der Psychiater“. Selbstverständlich wollte ich auch diesen lesen.

Ohne die Hilfe seines Sponsors, seines Onkels Ed, hätte es der 24-jährige Alkoholiker Timothy „Moth“ Warner niemals geschafft, trocken zu bleiben. Selbst jetzt, nach 100 Tagen der Abstinenz, ist er auf seine Unterstützung angewiesen. Deshalb ist Moth alarmiert, als Ed ein wichtiges Treffen der Anonymen Alkoholiker verpasst. Besorgt fährt er in Eds Praxis. Was er dort vorfindet, lässt das Blut in seinen Adern gefrieren: die Leiche seines Onkels. Alle Spuren deuten auf Suizid hin. Die Polizei schließt den Fall.
Eds Verlust wirft Moth völlig aus der Bahn. Er kann einfach nicht glauben, dass sich sein lebensbejahender, ausgeglichener Onkel selbst getötet haben soll. Schon bald beschleicht Moth ein furchtbarer Verdacht. War es vielleicht gar kein Selbstmord? Aber wer könnte den harmonieorientierten, hilfsbereiten Psychiater tot sehen wollen? Verärgerte er einen Patienten? Verstört und in tiefer Trauer begibt sich Moth auf einen gefährlichen Weg: er ist entschlossen, Eds Mörder zu finden. Unterstützt von seiner Jugendliebe Andy Candy und der Staatsanwältin Susan beginnt er, in Eds Vergangenheit zu graben und bemerkt nicht, dass er längst beobachtet wird…

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Verfasst von - 3. Oktober 2018 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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O.J. Simpson – If I Did It: Confessions of the Killer

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil unseres dreiteiligen Rezensionsexperiments zum Thema „O.J. Simpson“. Gestern habe ich „The Run of His Life: The People V. O.J. Simpson” von Jeffrey Toobin besprochen und euch die Fakten des Strafprozesses gegen den ehemaligen Footballspieler nahegebracht. Heute widmen wir uns dem zweiten Buch in diesem Themenkomplex: „If I Did It: Confessions of the Killer“, O.J. Simpsons hypothetisches Geständnis der Morde an Nicole Brown Simpson und Ronald Goldman am 12. Juni 1994. Die Geschichte dieses höchst umstrittenen Werkes ist – wie so ziemlich alles, was Simpson betrifft – äußerst verzwickt, kompliziert und kann ausschließlich im Kontext des Zivilprozesses der Familien Goldman und Brown gegen Simpson betrachtet werden. Daher bin ich gezwungen, erneut weit auszuholen und Hintergrundinformationen zusammenzufassen. Ich verlange also wieder eine Menge Geduld von euch. 😉


O.J. Simpsons Strafprozess wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes an seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und dem Kellner Ronald Goldman endete am 03. Oktober 1995 mit einem vollständigen Freispruch. Trotz der überwältigenden Beweislast befand ihn die 12-köpfige Trial Jury in allen Anklagepunkten als unschuldig. Da die Geschworenen ihr Urteil nicht begründeten, ist unklar, ob sie die Unschuldsvermutung zugunsten des Angeklagten anwendeten oder Simpson im Sinne der „Jury Nullification“ entgegen geltenden Rechts und der Beweise freisprachen.
Sollte O.J. Simpson jedoch geglaubt haben, er sei damit vom Haken, irrte er sich.

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Verfasst von - 26. September 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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M.L. Rio – If We Were Villains

Das Theater ist ein wesentlicher Bestandteil im Leben der Amerikanerin M.L. Rio. Ihre erste Rolle übernahm sie in der ersten Klasse, entdeckte kurz darauf Shakespeares Stücke und entwickelte eine unsterbliche Leidenschaft für ihn. Sie studierte Englisch und Dramatik und zog nach ihrem Abschluss nach London, um am renommierten King’s College ihren Master in Shakespeare Studies zu machen. 2016 gewann sie zum 400. Todestag Shakespeares eine Reise zu Hamlets dänischem Schloss Kronborg und war die erste Person, die dort seit 100 Jahren übernachtete. Rio ist ein Shakespeare-Nerd. In den ersten Semestern ihres Masterstudiums begann sie, ihren Debütroman zu schreiben, der sowohl ihrer Begeisterung fürs Theater als auch für den alten Barden Ausdruck verleiht: „If We Were Villains“.

„Das Leben ist eine Bühne“ – für Oliver Marks und seine Freunde war dieses Sprichwort Realität. Ihre exklusive Ausbildung an der elitären Dellecher Kunsthochschule überzeugte sie davon, sich als Erben Shakespeares zu verstehen. Glorreiche Tage voller Verse und Dekadenz. Sie lebten und atmeten ihre Rollen, nahmen sie in Besitz, bis ihre Rollen auch von ihnen Besitz ergriffen. Sogar abseits der Bühne verkörperten sie die Charaktere, denen sie Leben einhauchten. Ihre Leidenschaft schweißte sie zusammen. Sie waren unzertrennlich, unbesiegbar. Doch in ihrem Abschlussjahr entflammte eine nie gekannte Rivalität. Ihre Lehrer_innen änderten die Besetzung und provozierten einen Konkurrenzkampf, der ihre Gemeinschaft vergiftete. Aus Freunden wurden Feinde und eines Morgens war ein Mitglied ihrer Clique tot. 10 Jahre später wird Oliver aus dem Gefängnis entlassen und kehrt nach Dellecher zurück, um die Wahrheit zu offenbaren. Noch einmal durchlebt er seine schmerzvollen Erinnerungen an die überreizten Monate, die in einer katastrophalen Tragödie endeten. Hat er das furchtbare Verbrechen, für das er büßte, wirklich begangen?

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Verfasst von - 12. September 2018 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Holly Black – Tithe

Sind Feen real? Holly Black wird diese Frage offenbar so oft gestellt, dass sie sie in den FAQ-Bogen ihrer Website aufnahm. Obwohl sie schreibt, dass sie es nicht weiß und sich selbst als optimistische Skeptikerin bezeichnet, weil sie auf einen greifbaren Beweis für die Existenz des Feenvolkes besteht, kann man ihren Leser_innen kaum verübeln, dass einige ihr eine gewisse Kompetenz bezüglich des Themas unterstellen. Feen sind Blacks literarisches Spezialgebiet, das sie 2002 mit „Tithe“ begann, ihrem Debüt und erstem Band der losen „Modern Faerie Tales“ – Trilogie.

Die 16-jährige Kaye führt ein Leben auf Achse. Ihre Mutter Ellen singt in einer Rockband und Kaye begleitet sie auf ihren Touren durch Clubs, Kneipen und Bars. Nach einem ihrer Auftritte flippt Ellens Freund Lloyd jedoch plötzlich aus. Von einer Sekunde auf die nächste haben Ellen und Kaye weder eine Band, noch einen Schlafplatz. Mutter und Tochter sind gezwungen, bei Kayes Großmutter unterzutauchen. Zurück in New Jersey glaubt Kaye, das Spannendste, das ihr passieren könnte, wäre die nächste Party. Sie irrt sich. Eines Abends hört sie auf dem Heimweg Rufe aus dem Wald. Als sie nachsieht, stolpert sie beinahe über einen atemberaubend gutaussehenden jungen Mann. Er ist verletzt: ein Pfeil ragt aus seiner Brust. Instinktiv weiß Kaye, dass der Fremde kein Mensch ist. Er ist ein Faerie, eine Fee. Sie beschließt, ihm zu helfen. Eine winzige Entscheidung. Eine einzige gute Tat, doch ihr Leben wird nicht mehr dasselbe sein. Schon bald muss Kaye einsehen, dass Feen äußerst beängstigend sind – und der Umgang mit ihnen tödlich…

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Susie Orbach – Bodies: Schlachtfelder der Schönheit

Susie Orbach ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Psychoanalyse und der Psychotherapie. Als Expertin für Essstörungen und das enge Verhältnis von Körper und Selbstwertgefühl führt sie seit Jahrzehnten eine Praxis in London, gründete 1976 das „Women’s Therapy Centre“, veröffentlichte mehrere Bücher (darunter der Bestseller „Anti-Diät-Buch“) und behandelte Prinzessin Diana wegen ihrer Bulimie. Sie ist eine engagierte Feministin, die unermüdlich die Prozesse unserer Gesellschaft demaskiert, die unser Körpergefühl zielgerichtet unterminieren, Unsicherheiten bewusst provozieren, aus selbigen profitieren und uns in einen Krieg gegen den eigenen Körper treiben. Sie trug entscheidend zur feministischen Debatte bei, in der das Empfinden von Körperlichkeit heute mehr denn je als essenzieller Faktor für die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit angesehen wird.

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Mary Shelley – Frankenstein

„Frankenstein“ (Untertitel: „The Modern Prometheus“) von Mary Shelley ist meiner Meinung nach Pflichtlektüre, interessiert man sich für Fantastik- und Science-Fiction-Literatur. 1818 anonym erstveröffentlicht, entwickelte es sich zu Shelleys bekanntestem Werk, das die Pop-Kultur wie kein zweites prägte. Die damals 18-jährige Autorin wurde von einem Albtraum inspiriert, der sie 1816 heimsuchte, während sie in Begleitung ihres Ehemannes Percy Bysshe Shelley und ihrer Stiefschwester Claire Clairmont Lord Byron in Genf besuchte. Bis heute ist umstritten, welche Einflüsse Mary Shelleys Traum auslösten, es scheint jedoch sicher, dass der in der Gruppe diskutierte Galvanismus ein entscheidender Faktor war. Für mich spielt es letztendlich keine Rolle, warum Shelley die Geschichte des Wissenschaftlers Victor Frankenstein niederschrieb – ich freue mich einfach, dass ich sie 200 Jahre später lesen kann.

Von Kindesbeinen an wird Victor Frankenstein von seinem unstillbaren Verlangen nach Erkenntnissen getrieben. Sein Wissensdurst ist grenzenlos. Er trachtet danach, die Geheimnisse von Leben und Tod zu entschlüsseln. Als Student in Ingolstadt profitiert er von den jüngsten Ergebnissen der modernen Forschung des 19. Jahrhunderts. Erfüllt von fieberhaftem Ehrgeiz gelingt ihm, wozu nur Gott fähig sein sollte: die Belebung toten Fleisches. Berauscht erschafft Frankenstein die unheilige Kopie eines Menschen. Doch seine Schöpfung entpuppt sich als abstoßend, monströs. Angewidert von der Frucht seiner Arbeit wendet sich Frankenstein ab. Die Ablehnung seines pervertierten Kindes wird ihm zum Verhängnis, denn das Monster weigert sich, seine Zurückweisung zu akzeptieren. Verbunden durch gegenseitigen Hass beginnen Schöpfer und Schöpfung einen tödlichen Tanz, der sie bis ans Ende der Welt führt.

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Verfasst von - 13. Dezember 2017 in Englisch, Horror, Klassiker, Rezension, Science Fiction

 

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