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Ira Levin – The Stepford Wives

Rezensionsheader The Stepford Wives

„The Stepford Wives“ von Ira Levin erschien 1972. Damit fiel die Veröffentlichung zufällig (?) in das Jahr, in dem das Equal Rights Amendment vom US-Senat angenommen wurde. Dieser Verfassungszusatz sollte die Gleichstellung der Geschlechter in den USA vorantreiben und Frauen weitreichende Rechte zusichern, stieß in den Bundesstaaten jedoch auf erbitterten Widerstand. Gegner_innen des ERA beriefen sich auf traditionelle Geschlechterrollen, prophezeiten, dass Frauen zum Militärdienst gezwungen und schützende Gesetze, die zum Beispiel Unterhaltsansprüche regelten, null und nichtig würden. Phyllis Schlafly, eine der Schlüsselfiguren der Oppositionsbewegung, behauptete, der Zusatz sei lediglich ein Vorteil für junge Karrierefrauen, der die Sicherheit von Hausfrauen im mittleren Alter, die keinen Beruf erlernt hatten, hingegen bedrohte. In diesem Kontext war „The Stepford Wives“ beinahe prophetisch, denn darin geht es um eben jene Hausfrauen, die Schlafly gefährdet sah.

Als Joanna und Walter Eberhart mit ihren Kindern nach Stepford zogen, hofften sie, ein neues Leben fernab vom Trubel der großen Stadt beginnen zu können. Stepford ist ein malerisches Idyll ruhiger Straßen und freundlicher Nachbarn, ein Paradies des gehobenen Mittelstandes. Doch während sich die Kinder schnell einleben und Walter Anschluss in der exklusiven Men’s Association findet, wird Joanna das Gefühl nicht los, dass sich hinter der lächelnden Fassade des Örtchens ein schmutziges Geheimnis verbirgt. Es sind die Frauen. Sie sind nett und höflich, aber sie scheinen neben der obsessiven Erfüllung ihrer Haushaltspflichten keine Interessen zu haben. Sie sind zu perfekt. Irgendetwas stimmt nicht in Stepford und Joanna muss herausfinden, was vor sich geht – bevor es zu spät ist.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 13. November 2019 in Rezension, Science-Fiction

 

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Montagsfrage: Wutanfall statt Sonnenuntergang?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich hatte ein zauberhaftes Wochenende. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich war mit Freunden und Familie am Samstag nämlich in Potsdam-Babelsberg und habe mir die „Harry Potter“ – Ausstellung angesehen, die dort zurzeit auf dem Gelände der Filmstudios gastiert. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, weil ich meine Eindrücke (und Fotos) auf jeden Fall nutzen werden, um einen Post für euch zu schreiben, aber ich wollte euch zumindest schon einmal mitteilen, dass sich der Besuch durchaus gelohnt hat. Es war außergewöhnlich, all die liebevoll gestalteten Kulissen und Requisiten live zu sehen. Solltet ihr in der Nähe sein oder einen Ausflug planen, kann ich euch nur darin bestärken. Für jeden Potterhead ist diese Ausstellung ein besonderes Erlebnis.
Zum heutigen Wochenstart halte ich mich an die Tradition und beantworte die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Hat dich schon mal das Ende eines Buches wütend gemacht?

Ja. Natürlich. Bücher sollen ja Emotionen wecken. Meist finde ich das Ende doof, wenn ich das Buch insgesamt doof fand. Eine deutliche Abhängigkeitsbeziehung. Vielleicht auch ein bisschen kategorisch. Das heißt im Klartext: je wütender mich ein Buch gemacht hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass mich das Ende auch aufregt. Stinksauer werde ich allerdings nur in speziellen Fällen. Meine Latte für „Ich möchte dieses Buch aus dem Fenster schmeißen“ liegt ziemlich hoch und setzt normalerweise voraus, dass ich mich davon beleidigt oder veräppelt fühle. Dieses Jahr ist mir bisher einer dieser besonderen Patienten begegnet: „The Dark of the Moon“ (Chronicles of Lunos #1) von E.S. Bell. Das Buch war unfassbar langweilig. Trotz Zombie-Meerjungfrauen. Ich quälte mich fürchterlich und schaffte es nur mit Müh und Not in die letzten Kapitel. Dort erfuhr ich, dass alles, was ich bis zu diesem Punkt ertragen hatte, null und nichtig war. Die Autorin dachte offenbar, es sei ein toller schriftstellerischer Kniff, noch schnell eine überraschende Wendung einzubauen. Dumm nur, dass ihr nicht auffiel, dass sie auf diese Weise die gesamte Handlung des Romans negierte. Es erzürnte mich schrecklich, dass sie mich erst zwang, ihren langatmigen Ausführungen zu folgen, um mir dann mitzuteilen, dass die Figuren überhaupt NICHTS erreichten, weil in Wahrheit ja alles ganz anders ist und ihnen übel mitgespielt wurde. Ich hatte einige Kraftausdrücke auf der Zunge.

Meinen absoluten Tiefpunkt mit einem Ende erlebte ich hingegen mit Richard Schwartz, der einen jahrelangen Groll und ausgedehntes Schmollen nach sich zog. Schwartz ist der Autor des Zyklus „Das Geheimnis von Askir“. Ich habe diese High Fantasy – Reihe damals geliebt (das war noch vor der Gründung meines Blogs) und habe alle sechs Bände hintereinander weg gelesen. Ich war im Fieber, im Rausch und wollte gar nicht mehr aufhören. Nach all meiner Begeisterung hielt ich es kaum noch aus, zu erfahren, wie das Epos endet. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen. Und dann endet der letzte Band „Der Kronrat“ in einem Cliffhanger. Ich rasselte ungebremst hinein. Erst konnte ich es nicht fassen. Dann tobte ich. Ich fand heraus, dass „Das Geheimnis von Askir“ direkt in einen weiteren Zyklus übergeht, in „Die Götterkriege“, dessen erster Band „Die Rose von Illian“ zu dieser Zeit natürlich noch nicht einmal erschienen war. Ich war so sauer, dass ich Jahre brauchte, um meinen Zorn zu überwinden und „Die Götterkriege“ eine Chance zu geben. Ich glaube, das war bisher wirklich der schlimmste Wutanfall, der mich jemals am Ende eines Buches packte.

Ansonsten fällt es mir tatsächlich schwer, mich an außerordentlich ärgerliche Abschlüsse zu erinnern. In meinem Gedächtnis ist meist nur die Wut auf das Buch selbst abgespeichert. Ich blende das Ende häufig aus, weil ich von einem schlechten Buch nicht mehr erwarte, dass es überzeugend endet und darüber in meinen Rezensionen generell selten schreibe. Ich vermeide es, das Ende zu verraten, egal um welche Lektüre es sich handelt. Außerdem bin ich sehr tolerant, was die Richtung der letzten Kapitel betrifft. Ich kann mich auf vieles einlassen, ob nun offenes Ende, Happy End oder Cliffhanger. Passen muss es, mehr nicht.

Habt ihr schon mal einen heftigen Wutanfall am Ende eines Buches erlebt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen eine großartige neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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