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Tad Williams – Die Hexenholzkrone 2

Tad Williams‘ neue Trilogie „Der Letzte König von Osten Ard“ wird für Fans wieder einmal zu einem Geduldsspiel. Nachdem „Das Herz der Verlorenen Dinge“ und „Die Hexenholzkrone“ (für den deutschen Markt gesplittet) 2017 zügig nacheinander erschienen, heißt es nun warten. Hodder & Stoughton, Williams‘ Verlag in Großbritannien, kündigt den zweiten Band „Empire of Grass“ für September 2018 an. Ein deutsches Veröffentlichungsdatum existiert bisher nicht. Wahrscheinlich wird dieser Band erneut geteilt, da das Originalmanuskript ca. 1.200 Seiten umfasst. Ich bin guter Hoffnung, dass Hobbit Presse | Klett-Cotta zeitnah reagieren werden. Schließlich waren sie auch mit dem zweigeteilten ersten Band fix und darüber hinaus so freundlich, mir Rezensionsexemplare zur Verfügung zu stellen.

Der Frieden in Osten Ard wankt. Nabban steht am Rande eines Bürgerkriegs. Der hernystirische Blutkult breitet sich aus wie ein Geschwür. Wieder paktieren Menschen aus Habsucht und Machtgier mit den Nornen der Sturmspitze. Als Hochkönigspaar bemühen sich Miriamel und Simon, die schwelenden Brände in ihrem Reich einzudämmen, doch sie können nicht überall zugleich sein. Sie brauchen Hilfe. Mit gemischten Gefühlen entsenden sie ihren Enkel Prinz Morgan in den magischen Wald Aldheorte, um die Sithi aufzusuchen. Sie hoffen, von ihren alten Verbündeten Antworten und Unterstützung gegen die Hikeda’ya zu erhalten. Leider war das lange Schweigen zwischen den Völkern kein Missverständnis. Die Sithi weigern sich, den Menschen beizustehen. Werden Simon und Miriamel ihr Volk allein vor der unheilvollen Magie der finsteren Nornenkönigin Utuk’ku schützen können?

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Verfasst von - 15. Mai 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Hallo ihr Lieben! 🙂

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Jahr habe ich – aus verschiedenen privaten Gründen – wesentlich länger für den Jahresrückblick gebraucht als sonst, aber nun ist es vollbracht! Ich bin bereit, gemeinsam mit euch einen kritischen Blick zurück auf das vergangene Jahr 2017 zu werfen und munter zu analysieren, was ich wann wie gelesen habe.
Die alten Hasen unter euch kennen den Aufbau meines jährlichen Rückblicks bereits: zuerst spielen wir mit Statistiken herum, jonglieren mit Zahlen und beurteilen anhand einiger Infografiken, die ich in präziser Fummelarbeit bei Piktochart.com erstellt habe, inwiefern sich mein Leseverhalten 2017 im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Wir befassen uns mit jeder Kategorie einzeln; ich werde ein paar Worte dazu sagen und die Diagramme für euch interpretieren.

Danach folgt der spaßige Part. Wir bewerten 2017 auf der emotionalen Ebene. In den letzten beiden Jahren habe ich hierfür das Formular von Martina Bookaholics ausgefüllt, die mit detaillierten 30 Fragen nach unseren Leseerlebnissen des vergangenen Jahres forschte. Leider hat Martina für 2017 offenbar kein neues Formular erstellt (ich habe jedenfalls nichts gefunden), was vermutlich daran liegt, dass ihre Familie Nachwuchs bekommen hat. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite! Allerdings haben sich die Fragen von 2015 zu 2016 nicht verändert, also nehme ich einfach mal an, dass das für 2017 auch nicht der Fall gewesen wäre und beantworte noch einmal die Fragen des letzten Jahres. Das einzige, worauf wir verzichten müssen, ist Martinas schicker Header. Aber keine Sorge, ich habe dafür selbst einen gebastelt. 😉

Bringt eure Sitze in eine aufrechte Position, klappt die Tische hoch und schnallt euch an – los geht die rasante Reise durch das vergangene Jahr 2017!

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Verfasst von - 23. Januar 2018 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Tad Williams – Die Hexenholzkrone 1

Endlich ist es da! Seit ich erfahren habe, dass Tad Williams 2017 nach Osten Ard zurückkehrt und uns mit der neuen Trilogie „Der Letzte König von Osten Ard“ beglückt, konnte ich die Veröffentlichung des ersten Bandes „Die Hexenholzkrone“, der auf dem deutschen Markt geteilt erscheint, kaum erwarten. Das Zwischenspiel „Das Herz der Verlorenen Dinge“ versüßte mir natürlich die Wartezeit, doch es fachte meine Ungeduld auch zusätzlich an. Im September war es dann soweit. Der erste Teil „Die Hexenholzkrone 1“ erblickte das Licht der Welt und ich zögerte nicht, den Verlag Klett-Cotta um ein Rezensionsexemplar zu bitten, das ich rechtzeitig vor Erscheinen des zweiten Teils im November lesen und rezensieren wollte. Voller Vorfreude stürzte ich mich in mein Wiedersehen mit Simon und seinen Freunden, wohl wissend, dass mich Tad Williams im Grunde nicht enttäuschen konnte.

30 Jahre nach dem Sturmkönigskrieg sind die gefürchteten Nornen nur noch eine Schauergeschichte. Osten Ard erblühte und gedieh unter der Regentschaft des Königspaares Simon und Miriamel; es herrschen Frieden und Wohlstand. Doch der Schein trügt. Tief unter der Sturmspitze regen sich die Hikeda‘ya erneut. Ihre finstere Königin Utuk’ku erwachte aus ihrem Heilschlaf und plant, Rache für die verheerende Niederlage am Hochhorst zu nehmen. Immer häufiger erreichen Simon und Miriamel Berichte von Sichtungen der Nornen. Unruhe breitet sich wie ein beklemmender Schatten in Osten Ard aus. In Hernystir künden besorgniserregende Gerüchte von der Wiederbelebung eines grässlichen Blutkultes. Im nabbanischen Süden droht eine Fehde zwischen Brüdern zu eskalieren und das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Simon und Miriamel müssen handeln. Unglücklicherweise sind sie nicht mehr jung. Ihre Verbündeten sind entweder alt oder tot. Können sie es wagen, das Schicksal ihres Reiches in die Hände der nächsten Generation zu legen?

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Verfasst von - 1. November 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Tad Williams – Das Herz der Verlorenen Dinge

29 Jahre sind vergangen, seit Tad Williams den ersten Band seiner Trilogie (bzw. Tetralogie) „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ erstveröffentlichte. Der Abschluss des Mehrteilers liegt 24 Jahre zurück. Ich denke, wir können über den Autor demzufolge getrost als Urgestein der High Fantasy sprechen. Wenn ein Urgestein nach so vielen Jahren in seine erste Welt zurückkehrt und eine Geschichte, die die Fans für längst abgeschlossen hielten, weiterführt, ist das eine Sensation. Ohne Wenn und Aber. Als ich hörte, dass es ab 2017 neue Abenteuer aus Osten Ard geben wird, war ich völlig aus dem Häuschen. „Das Herz der Verlorenen Dinge“ ist ein kleiner Vorgeschmack auf Williams‘ Trilogie „Der Letzte König von Osten Ard“ und schließt eine bedeutende Handlungslücke. Klett-Cotta war so freundlich, mir ein heißersehntes Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen.

Der Sturmkönig wurde besiegt. Das Gute triumphierte, das Böse wurde zurückgedrängt und Osten Ard ist wieder frei. Ebenso wie die Menschen erlitten die gefürchteten Nornen in dem verheerenden Kampf am Hochhorst schreckliche Verluste. Die wenigen Überlebenden versuchen, sich vor dem Zorn der Sterblichen in ihre Heimat zu retten, den tief im Norden thronenden Berg Sturmspitze, in dem ihre Königin Utuk’ku in einem gefährlichen komatösen Heilschlaf liegt. Ihr Rückzug zieht eine blutige Spur durch das Land. Plündernd und mordend verwüsten sie jedes Dorf, das ihren Weg kreuzt. Herzog Isgrimnur und seine Männer nehmen die Verfolgung auf und treiben die Weißfüchse mitleidlos vor sich her. Wie soll die Menschheit je wieder in Frieden leben, solange die finsteren Verwandten der Sithi unter der Erde ihr Unwesen treiben? Der Krieg mag beendet sein, doch die letzte Schlacht ist noch nicht geschlagen.

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Verfasst von - 20. April 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Tad Williams – Der Abschiedsstein

„Der Abschiedsstein“

Der Abschiedsstein

Originaltitel: “Stone of Farewell“

Reihe: Das Geheimnis der Großen Schwerter #2 / Memory, Sorrow and Thorn #2

Autor: Tad Williams

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 893 Seiten

Verlag: Fischer

Sprache: Deutsch

ISBN:  3596130743

Genre: Fantasy > High Fantasy

ausgelesen am: 15.10.2014

Bewertung:

„Der Abschiedsstein“ ist der zweite Band der Saga „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ von Tad Williams. Ich habe lange (ihr seht es an der Zeitspanne, die zwischen Lesen und Rezensieren liegt) gebraucht, um mir darüber klar zu werden, wie ich dieses überaus komplexe High Fantasy Werk für euch zusammenfassen möchte, ohne zu tief ins Detail zu gehen. Ich habe mich letztendlich dazu entschieden, die Handlung nur sehr oberflächlich zu besprechen, weil alles andere schlicht den Rahmen sprengen würde. Während der Vorbereitung habe ich für mich ein Schaubild erstellt, das die verschiedenen Handlungsstränge aufführt. Ich habe euch das Ding eingescannt, um euch zu zeigen, wie umfangreich eine richtige Inhaltsangabe wäre. Außerdem bekommt ihr so die Möglichkeit, den Inhalt doch noch einmal detaillierter nachvollziehen zu können, falls ihr das möchtet und meine Schrift lesen könnt. 😉

Noch immer herrscht Krieg in Osten Ard. König Elias hat mit Hilfe der schrecklichen Nornen und Ineluki Sturmkönig Naglimund, die Festung seines Bruders Prinz Josua, eingenommen. Der Prinz selbst und seine Verbünden sind im ganzen Land versprengt. Jede Gruppe versucht auf ihre Weise, das Schicksal zu ihren Gunsten zu verändern und dem verrückten König und seinen Verbündeten Einhalt zu gebieten. Im Mittelpunkt aller Bemühungen steht nun der Stein des Abschieds, ein magischer Ort der Sithi, der den Rebellen zumindest vorübergehend Schutz bieten soll. Doch für alle ist der Weg dorthin weit und gefährlich. Besonders Simon, ehemaliger Küchenjunge des Hochhorsts und Bezwinger des Drachen Igjarjuk, muss viele Abenteuer bestehen, in denen er mehr als einmal nur knapp dem Tod entgeht.

Abschiedsstein Schaubild

Größer? Klick mich!

Wie ihr vielleicht anhand meines Schaubilds sehen könnt, ist man als LeserIn von „Der Abschiedsstein“ mit mindestens zehn verschiedenen Perspektiven konfrontiert. Da die Aufständischen wie bereits erwähnt über ganz Osten Ard verteilt sind, laufen alle Handlungsstränge parallel, ohne sich wirklich zu kreuzen. Ihr könnt euch sicher denken, wie unglaublich komplex der zweite Band der Saga dadurch ist. Eines haben jedoch fast alle Charaktere gemein: sie reisen. Das Thema Reise ist das zentrale Merkmal einer Handlung, die einem Spinnennetz gleicht, in dessen Mittelpunkt wiederum der mysteriöse Stein des Abschieds steht. Ich bewundere die intelligente Konstruktion dieses Spinnennetzes sehr, muss allerdings auch sagen, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Fäden etwas sanfter hätten sein können für meinen Geschmack. So voll und ganz lebendig die Charaktere sind und obwohl (oder gerade weil?) man sie durch das Reise-Thema von allen möglichen Seiten kennenlernt, sind die Perspektivwechsel äußerst abrupt, was mich mehrfach ziemlich irritierte. Ihr müsst euch vorstellen, dass man als LeserIn in einem Absatz mitten im Süden bei Prinzessin Miriamel ist und dann, ohne Vorwarnung, tausende von Meilen weit weg im Norden bei Simon, ohne dass es irgendeine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Figuren oder ihrer jeweiligen Situation gäbe. Das war nicht immer leicht und ich musste mich definitiv erst daran gewöhnen, vor allem, weil Tad Williams dazu neigt, eine Handlung genau dann zu unterbrechen, wenn sie richtig spannend wird. Das fiel mir besonders in Bezug auf Herzog Isgrimnur auf, der von Prinz Josua dazu verdonnert wurde, Miriamel zu finden und ihr somit hinterher reist. Ich konnte mich extrem gut in ihn hineinversetzen, in all die Frustration, die er empfunden haben muss, weil er Miri oft schon so nahe war und sie dann doch wieder knapp verpasste. Williams lässt sie einfach nicht zusammen kommen. Ich fand das ermüdend und gelinde gesagt zum Haare raufen. Für die Geschichte war es vielleicht nötig, aber für mich verstärkte es den Eindruck, den ich das gesamte Buch über nicht loswurde: „Der Abschiedsstein“ und die gesamte Saga „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ liest sich schwerfällig. Wie schon in „Der Drachenbeinthron“ musste ich erneut immer wieder die Zähne zusammen beißen und mich durch die eine oder andere Situation durchkämpfen. Ich finde Tad Williams‘ Talent großartig, aber das Auf und Ab des Spannungsbogens macht es schwer, präsent zu bleiben. Trotzdem hatte ich natürlich Spaß mit dem zweiten Band, denn gerade durch die parallelen Handlungsstränge zeichnet sich schon ab, wer sich im dritten Band „Die Nornenkönigin“ begegnen wird.

„Der Abschiedsstein“ ist nichts für QuereinsteigerInnen. Man kann diesen Roman nicht lesen, ohne den Vorgänger gelesen zu haben und meines Erachtens nach auch danach nicht abbrechen, weil die Neugier einfach zu groß ist. Tad Williams schreibt beispielhafte High Fantasy und ist ein fabelhafter Geschichtenerzähler, auch wenn seine Tetralogie wohl eher etwas für geduldige LeserInnen ist, die ein bisschen Zähigkeit verkraften können. Ich bin immer noch ein bisschen sprachlos, wenn ich daran denke, wie viel Arbeit schon nur ein einziger Band dieser Geschichte gewesen sein muss. Wie schön wäre die Bücher-Welt, wenn jede/r AutorIn so viel Engagement aufbringen würde wie Tad Williams.

 
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Verfasst von - 19. November 2014 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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