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Kami Garcia & Margaret Stohl – Beautiful Creatures

2015-12-20 - Garcia & Stohl Beautiful Creatures

Um „Beautiful Creatures“ bin ich ewig herumgeschlichen, bevor ich es endlich gekauft habe. YA Urban Fantasy bedeutet für mich immer ein recht hohes Risiko, wegen des Schnulzen-Faktors. Die Entscheidung für „Beautiful Creatures“ fiel dank Yvo – sie hat es gelesen und geliebt. Da sie einen recht anspruchsvollen Geschmack hat, war ich gewillt, ihr zu vertrauen und habe mich direkt für das hübsche Box-Set mit allen Bänden der „Caster Chronicles“ entschieden. Nichtsdestoweniger hielt ich meine Erwartungen im Zaum, denn ich wollte nicht enttäuscht werden.

Ethan Wate kann es kaum erwarten, seine Heimat, die Südstaaten-Kleinstadt Gatlin in South Carolina, zu verlassen. Er möchte die Welt sehen, will raus aus dem kleinen Kaff, in dem sich niemals etwas ändert. Drei Jahre und sein Schulabschluss trennen ihn noch von der Freiheit. Als Ethan am ersten Tag des neuen Schuljahres erfährt, dass die Stonewall Jackson High eine neue Schülerin hat, kommt er fast um vor Neugierde. Schließlich handelt es sich um die Nichte von Old Man Ravenwood, dem stadtbekannten Einsiedler und Sonderling. Auf den Anblick von Lena Duchannes war er jedoch nicht vorbereitet. Seit Wochen träumt Ethan Nacht für Nacht von einem fremden Mädchen – ein Blick in Lenas Gesicht genügt und ihm ist klar, dass sie das mysteriöse Mädchen seiner sehr realen Träume ist. Er fühlt sich unwiderstehlich von ihr angezogen. Fest entschlossen, herauszufinden, was sie verbindet, stürzt Ethan in eine Welt voller Geheimnisse, Magie, Licht und Dunkelheit und muss lernen, dass sich hinter der Südstaatenidylle Gatlins weit mehr verbirgt, als er je für möglich gehalten hätte…

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9 Kommentare

Verfasst von - 13. Januar 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion findet wöchentlich bei Schlunzen-Bücher statt; zu den Fragen dieser Woche gelangt ihr durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „End of Days“ (Penryn & the End of Days #3) von Susan Ee und befinde mich auf Seite 94 von 436.

End of Days

 

After a daring escape from the angels, Penryn and Raffe are on the run. They’re both desperate to find a doctor who can reverse the twisted changes inflicted by the angels on Raffe and Penryn’s sister. As they set off in search of answers, a startling revelation about Raffe’s past unleashes dark forces that threaten them all.

When the angels release an apocalyptic nightmare onto humans, both sides are set on a path toward war. As unlikely alliances form and strategies shift, who will emerge victorious? Forced to pick sides in the fight for control of the earthly realm, Raffe and Penryn must choose: Their own kind, or each other?“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„The school grounds are quiet and seemingly deserted.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Awwwww, das Finale der Trilogie Penryn & the End of Days! 😀 Ich freue mich wie ein Schneekönig, dass ich so clever war, mit der Lektüre von Band 2 zu warten, bis der dritte Band auch erschienen ist, damit ich sie direkt nacheinander lesen kann. „World After“ endet nämlich mit einem fiesen Cliffhanger, wie ich in der Nacht von Sonntag zu Montag erfahren durfte. Da ich so vorausschauend gehandelt habe, konnte ich gestern mit „End of Days“ beginnen und genieße es in vollen Zügen. Diese Trilogie macht wirklich süchtig. Ich bin schon jetzt ein bisschen traurig, dass sie in etwa 330 Seiten zu Ende sein wird und ich dann ohne Penryn weiterleben muss. Ich bin so ein Riesen-Fan von ihr. Sie hat einfach alles, was ich mir von so vielen YA-Heldinnen nur wünschen konnte. Sie ist mutig, sie ist klug, sie denkt rational und praktisch. Sie handelt nicht überstürzt, sondern wägt alles genau ab und weiß, worauf sie sich einlässt, wenn sie ein Risiko eingeht. Sie hat Eier, wenn ich das mal so sagen darf. Sie kümmert sich verantwortungsbewusst um ihre Familie und ist kein bisschen ich-bezogen. Sie hat ein großes Herz, lässt sich aber niemals von ihren Gefühlen überwältigen. Ich weiß nicht, ob ich an ihrer Stelle so stark wäre wie sie, aber ich erkenne viel von mir in ihr wieder. Sie ist eine junge Frau, mit der ich gern befreundet wäre. Ich wäre gern für sie da, weil sie einen Moment der Schwäche bitter nötig hat. Denn bei all den großen Problemen, die sie bewältigt, ist sie trotz dessen erst 17. Sie ist noch ein Teenager, hat aber einfach keine Zeit, sich auch so zu verhalten. Ich drücke ihr von ganzem Herzen und so fest ich kann die Daumen, dass das Finale am Ende ganz viel Glück für sie bereit hält, denn wenn es je eine literarische Figur gegeben hat, die ein bisschen Glück und Frieden wirklich verdient hat, dann ist es Penryn.

4. Gibt es Bücher, auf die du theoretisch neugierig bist, die du aber aus einem Grundsatz heraus nicht liest, weil sie z.B. von einem Autor geschrieben sind, den du nicht magst oder weil sie in einem Verlag erschienen sind von dem du nicht überzeugt bist?

Nein. Wenn ich einen Autor bzw. eine Autorin nicht mag, dann ist das so. Dann bin ich aber auch nicht neugierig auf seine/ihre Bücher. Ich kann ja nur Antipathie für SchriftstellerInnen entwickeln, wenn ich bereits etwas von ihm oder ihr gelesen habe. War diese Erfahrung negativ, streiche ich diese Person von meinem Radar. Ich ignoriere ihre Existenz, so wie ich auch Bücher ignoriere, die nicht meinem Geschmack entsprechen. Ich mag keine Chic-Lit, also suche ich nicht in diesem Genre nach Lektüre. Ein Beispiel ist Kafka. Der Großteil der Menschheit hält ihn für brillant – ich halte ihn für einen überschätzten, neurotischen Knallkopf mit schwerwiegenden Vater-Problemen (übrigens liebe ich das englische Wort daddy issues). Da meine Meinung von ihm so ist, wie sie nun mal ist, warum sollte ich Neugier für seine Werke empfinden oder sie mir überhaupt nur ansehen? Das ergäbe doch keinen Sinn. Auf irgendeiner Ebene ist mir bewusst, dass ich für „Die Verwandlung“ vielleicht noch zu jung war, als ich es für die Schule lesen musste und es vermutlich eines Tages noch einmal versuchen sollte (möglicherweise auch mit einem anderen Buch), doch daran habe ich bisher absolut kein Interesse und ich glaube nicht, dass sich das je ändern wird. Mein Leben ist zu kurz, um neurotischen Knallköpfen eine zweite Chance zu geben.
Verlage lehne ich grundsätzlich nicht ab, denn ich wüsste nicht, wieso. Ich habe bisher mit keinem Verlag wirklich schlechte Erfahrungen gemacht und mir will auch nicht einfallen, wie sich das äußern sollte. Natürlich war es ärgerlich, dass Bastei Lübbe meine heiß geliebte Anita Blake – Reihe eingestellt hat, aber deswegen ist der Verlag ja nicht gleich schlecht. Ich verstehe ihre Begründung durchaus: auch ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen und möchte Profit machen. Wenn sie meinen, dass Anita sich nicht rentiert, kann ich daran nichts ändern. Ich bin zu erwachsen, um Bastei Lübbe deswegen zu boykottieren, denn mir ist sehr wohl bewusst, dass sie das überhaupt nicht juckt und außerdem fände ich es schade, wenn ich mir alle Bücher ihres Programms verbieten würde, nur weil ich beleidigt bin. Damit schade ich ja nicht dem Verlag, sondern nur mir selbst.
Wenn ich auf ein Buch neugierig bin, sind es nicht die harten, äußeren Faktoren, die mich daran hindern, es auf meine Wunschliste zu setzen und später zu kaufen. Es ist stets das Buch selbst; ich habe Zweifel, dass es mir gefallen könnte. Wie zum Beispiel bei „Selection“ von Kiera Cass. Ich weiß, wie groß die Begeisterung für diese Reihe in der Bücher-Blogger-Welt ist, aber ich weiß immer noch nicht, ob es die richtige Lektüre für mich wäre. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich das richtige Publikum für eine Geschichte bin, die mit einer Prinzessinnen-Castingshow beginnt. Ich meine, hallo, ich lese mit diebischer Begeisterung Abercrombie. Ich liebe es, wenn Blut spritzt und es brutal zugeht. Lieber einen Ticken zu hart, als mit Samthandschuhen angefasst zu werden. Wie passt das bitte mit „Selection“ zusammen? Trotzdem reizt mich das Buch, weil der Hype so groß ist. Vermutlich sterbe ich eines Tages und weiß immer noch nicht, was ich bezüglich dieser Reihe tun soll.

Was lest ihr im Moment? Macht ihr um bestimmte Bücher aus Überzeugung einen Bogen, obwohl ihr neugierig seid?

Ich freue mich wie immer auf eure Meinungen und Kommentare und bin schon ganz wild darauf, mich durch eure Beiträge zu wühlen! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

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Marie Lu – The Young Elites

„The Young Elites“

the young elites

Reihe: The Young Elites #1

Autor: Marie Lu

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 368

Verlag: Penguin

Sprache: Englisch

ISBN: 0141361824

Genre: Fantasy > High Fantasy > Young Adult

ausgelesen am: 29.05.2015

Bewertung:

Adelina Amouteru soll sterben. Für den Mord an ihrem Vater wird die gnadenlose Inquisition der Krone Kenettras sie hinrichten. Dass es ein Unfall war, ausgelöst von einer fantastischen Fähigkeit, die jahrelang unentdeckt in ihr schlummerte, spielt keine Rolle, denn Adelina ist eine malfetto – eine Überlebende des Blutfiebers, das Kenettra vor über 10 Jahren heimsuchte. Am Tag ihrer Hinrichtung kommt jedoch alles anders. Noch während der Scheiterhaufen unter Adelinas Füßen brennt, bricht ihre Fähigkeit erneut aus ihr hervor und im Schutz des aufwallenden Chaos retten die Young Elites, malfettos mit ähnlichen Kräften wie Adelina selbst, sie aus den Händen der Inquisition. Die Young Elites nehmen Adelina bei sich auf und lehren sie, ihre Fähigkeit zu nutzen und zu kontrollieren. Schnell stellt sich heraus, dass sie mächtiger ist als alle Young Elites vor ihr. Doch ihr Talent ist tief mit der Dunkelheit in ihrem Herzen verbunden. Als sie zwischen die Fronten der Inquisition und der Young Elites gerät, muss sie sich entscheiden: wird sie die Düsternis bezähmen oder sich von ihr verschlingen lassen und es allen heimzahlen, die ihr je Unrecht taten?

„The Young Elites“ war in vielerlei Hinsicht anders, als ich erwartet hatte. Für einen Young Adult-Roman ist es unheimlich düster und entspricht keinesfalls den gängigen Klischees des Genres. Marie Lu zeigt in ihrem neusten Trilogieauftakt eine völlig andere Facette ihres Könnens und überzeugte mich auf diese Weise ein weiteres Mal von ihrem Talent als Schriftstellerin. Besonders gefiel mir, dass „The Young Elites“ inhaltlich überhaupt nicht mit ihrer vorangegangenen Legend-Trilogie vergleichbar ist. Strukturell finden sich natürlich diverse Gemeinsamkeiten, doch was die Handlung betrifft, liegen Welten zwischen ihnen. Lu entführt ihre LeserInnen in ein Setting, das den malerischen, romantischen Flair des Italiens der Renaissance versprüht. Denkt an Paläste, an Wein, an wunderschöne mediterrane Villen, an fließende Kleider – schon seid ihr mitten in Kenettra. Dieses Land ist nur ein kleiner Teil einer viel größeren Welt, über die ich wohl in den nächsten Bänden mehr erfahren werde. Eines weiß ich jedoch bereits jetzt: in allen Ländern gibt es malfettos; der Unterschied liegt lediglich darin, wie sie behandelt werden. In Kenettra sind sie der Abschaum der Gesellschaft. Gehasst, gemieden, ausgegrenzt. Die Menschen fürchten eben alles, was anders ist und die malfettos sind anders. Das Fieber entstellte viele mit schrecklichen Narben und veränderte ihre Genetik, sodass ihre Haare ungewöhnliche Farben aufweisen. Einige wenige haben darüber hinaus spezielle Gaben, die von Feuer- und Windbeherrschung über das Erschaffen von Illusionen bis hin zur Manipulation von Tieren reichen. Sie sind die Young Elites und verfolgen ganz eigene Pläne hinsichtlich der Zukunft Kenettras. Sie sind keine uneigennützigen SuperheldInnen, die zur Rettung aller malfettos eilen, die ungerecht oder grausam behandelt werden. Mir gefiel diese Darstellung, obwohl die Einstellung der Young Elites der Grund dafür ist, dass die Protagonistin Adelina ihnen niemals völlig vertraut. Adelina ist eine schwierige, nichtsdestotrotz aber extrem interessante Hauptfigur, weil sie ein völlig anderes Kaliber ist als die üblichen Heldinnen des Young Adult-Genres. In den Anmerkungen des Buches schreibt Marie Lu folgendes:

„[…] I didn’t want to tell a hero’s journey; I wanted to tell a villain’s.”

Ich empfinde Adelina zwar nicht als Bösewicht oder Schurkin der Geschichte, doch sie ist definitiv ein düsterer, bedrohlicher und zum Teil sogar beängstigender Charakter. Sie ist kalt, rachsüchtig, hasserfüllt und ambitioniert in einem Maße, das sie über Leichen gehen lässt. Ihre Fähigkeit ist sehr eng mit diesen Eigenschaften verbunden; sie nährt sich von starken Emotionen wie Hass, Furcht, Leidenschaft, Neugierde und Ehrgeiz. Demzufolge basiert ihre Macht auf der Dunkelheit ihres Charakters, weshalb sie eindeutig äußerst gefährlich ist. Ich möchte weder mit ihr befreundet noch mit ihr verfeindet sein, aber ich liebe Marie Lu dafür, dass sie sich entschied, die Geschichte einer Protagonistin zu erzählen, die so gar nichts mit der gutherzigen Rebellin von nebenan zu tun hat. Dadurch bekam einfach alles eine völlig neue Perspektive; sogar die Andeutung einer kleinen Liebesgeschichte erhielt einen finsteren Anstrich. Trotz aller Faszination für Adelina muss ich jedoch zugeben, dass sie mir zeitweise gehörig auf die Nerven ging. Als sie zwischen der Inquisition und den Young Elites steht, ist sie unfähig zu erkennen, wie sie die Situation leicht entschärfen könnte – ich hätte sie gern ein bisschen geschüttelt und ihr gesagt, was sie tun soll. Ihre Unentschlossenheit und Unsicherheit schlug sich meiner Meinung nach auch im Aufbau von „The Young Elites“ nieder; die ersten zwei Drittel empfand ich als eher unspektakulär und recht langsam, doch im letzten Drittel zog Marie Lu das Tempo an und es wurde unheimlich spannend und aufregend, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Ich bin beeindruckt und fasziniert von „The Young Elites“. Ich muss gestehen, eine so düstere Geschichte, die sich intensiv mit den Abgründen der menschlichen Seele beschäftigt, hätte ich Marie Lu niemals zugetraut. Ich sehe so viel Potential in ihr, dass mir quasi der Kopf explodiert, wenn ich all die möglichen Handlungsstränge denke, die Lu aus diesem Trilogieauftakt spinnen könnte. Obwohl ich mit „The Young Elites“ strukturell ähnliche Probleme wie mit „Legend“ hatte, bin ich überzeugt, die Folgebände werden schlicht großartig sein. Tatsächlich kann ich mir sogar vorstellen, dass diese Trilogie als Gesamtwerk die Legend-Trilogie noch weit übertrifft. Danke Marie Lu für den Beweis, dass das Young Adult-Genre doch noch frischen Wind zu bieten hat!

 
 

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