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Schlagwort-Archive: Nekromantie

Mark Lawrence – Emperor of Thorns

Mark Lawrence ist nicht nur Autor mehrerer erfolgreicher Fantasy-Romane aus der Grimdark-Ecke, er betätigt sich darüber hinaus als Dichter. Unerwartet, oder? Ich hätte ihm eine Ader für Gedichte nicht zugetraut. Während ich seine Werke auf seiner Website las, legte sich meine Überraschung. Diese Art der Lyrik passt wie die Faust aufs Auge. Melancholische Formulierungen, die in mir Assoziationen von Trauer und Depression wecken, ein düsterer Grundtenor, Naturthemen – Lawrence bleibt seinem grundlegenden Stil treu, obwohl seine Gedichte selbstverständlich keinerlei Gewaltdarstellungen enthalten, im Gegensatz zu seinen Romanen. „Emperor of Thorns“ ist das Finale der „The Broken Empire“ – Trilogie und schließt die Geschichte rund um den ehrgeizigen, fragwürdigen Protagonisten Jorg von Ancrath ab.

Man könnte behaupten, der Thron des Zersplitterten Reiches sei verwaist. Jorg von Ancrath bevorzugt es, ihn als „frei“ zu betrachten – der Thron wartet nur darauf, von ihm in Besitz genommen zu werden. Leider kann die Würde des Imperators nicht erobert werden. Es handelt sich um ein gewähltes Amt. Wie unwillkommen. Um Imperator zu werden, muss Jorg genügend Stimmen für sich unter den Königen und Königinnen während des Kongresses in Vyene sammeln. Bereits Jahre zuvor schloss er unwahrscheinliche Allianzen, die seinen Sieg garantieren sollen. Als König von sieben Nationen stehen seine Chancen überraschend gut. Vorausgesetzt, er erreicht Vyene gesund und munter. Die lebenden Toten bedrängen die Ländereien des Reiches. Nekromantie breitet ihre giftigen Klauen aus. Der Einfluss des Toten Königs erstarkt. Niemand kennt seine Identität oder Ziele. Doch eines ist deutlich: sein rätselhaftes persönliches Interesse an Jorg…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 28. November 2017 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Das hässlichste Buchcover?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

So früh im Jahr und schon musste ich einen meiner guten Vorsätze brechen. Ich hatte eigentlich vor, gestern bereits die nächste Rezension zu veröffentlichen, wie angekündigt, nur leider erweist sich die Besprechung von „Die Verratenen“ von Ursula Poznanski als etwas widerspenstig. Tja. Ihr werdet euch also noch bis Mittwoch gedulden müssen. Heute ist Montag und den Start in die neue Woche möchte ich natürlich wie immer mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja begehen:

Es wird immer nach den schönsten Buchcovern gefragt, aber welches ist für dich das mit Abstand hässlichste?

In meinem Regal finden sich einige unschöne Cover. Die meisten davon sind Klassiker, die ich von meinem Großvater geerbt habe und die bei alten DDR – Verlagen erschienen sind (z.B. Aufbau-Verlag). Oft zeigen die Cover nichts anderes als den Titel, weshalb ich diese Bücher einfach mal außen vor lasse. Ich besitze auch einige Titel von Stephen King, die teilweise bereits in den 80ern erschienen sind und dementsprechend aus heutiger Sicht nicht mehr die ansprechendsten Cover haben. Aber so richtig hässlich finde ich sie nicht. Sie sind eben nur alt und das ist okay.
Ich denke, das absolut und unangefochten hässlichste Buch in meinem Bücherregal ist „Necroscope: Das Erwachen“ (Necroscope #1) von Brian Lumley. Schaut mal:

Das Erwachen

Ich bin mir nicht sicher, was das für ein Vieh sein soll. Vermutlich irgendein Tiefseefisch. An sich hätte ich nichts gegen diese Abbildung, wenn sie denn etwas besser integriert wäre. Schließlich gehört die „Necroscope“ – Reihe zur Horror-Literatur. Aber so sieht das Cover einfach nur reißerisch und billig aus. Ich finde es wirklich ganz furchtbar hässlich. Über den Inhalt kann ich unglücklicherweise noch nichts sagen, da ich es noch nicht gelesen habe. Ich weiß, es soll um Vampire und Nekromantie gehen, weshalb ich das scheußliche Stück überhaupt gekauft habe. Der Klappentext ist leider nicht sehr aussagekräftig. Angeblich ist die Reihe jedoch ein internationaler Mega-Erfolg. Vom Verlag Blitz habe ich übrigens auch noch nie gehört. Laut Website gibt es diesen Verlag bereits seit 20 Jahren und soweit ich das erkennen kann, haben sie sich auf das Horror-Genre spezialisiert, in allen Formen. Das heißt, sie verlegen zum Beispiel H.P. Lovecraft, aber auch Edgar Wallace und Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik.

Ich hoffe sehr, dass auf „Necroscope: Das Erwachen“ das Motto „Don’t judge a book by its cover“ zutrifft, denn wenn das Cover auch nur irgendwie auf den Inhalt schließen lässt, erwartet mich wohl eine sehr enttäuschende Lektüre.

Welches Cover findet ihr besonders scheußlich?

Ich freue mich schon richtig aufs Stöbern in euren Antworten, weil manche Cover garantiert so hässlich sind, dass ich einfach nur darüber lachen muss. 😀
Ich wünsche euch allen einen tollen Tag und einen entspannten Start in die Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
35 Kommentare

Verfasst von - 18. Januar 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Leo Hunt – 13 Days of Midnight

„13 Days of Midnight“

13 days of midnight

Autor: Leo Hunt

Format: Kindle Edition

Seitenzahl: 235 Seiten (Print-Ausgabe)

Verlag: Orchard Books

Sprache: Englisch

ASIN:  B00XVJBK4C

Genre: Fantasy > Urban Fantasy > Young Adult

ausgelesen am: 15.06.2015

Bewertung:

Ich habe in meinem Leben bisher nur sehr wenige Geistergeschichten gelesen. Wenn ich ehrlich bin, will mir keine einzige einfallen. Das ist recht erstaunlich, weil ich Geister-Horrorfilme liebe. Als mir „13 Days of Midnight“ bei Netgalley begegnete, bot sich mir endlich die Chance, mit diesem Versäumnis aufzuräumen. Das Buch ist der Debütroman des britischen Autors Leo Hunt, der sich darin laut eigener Aussage bemühte, eine Geschichte zu schreiben, die er selbst gern lesen würde.

Mit schwarzer Magie hatte Luke Manchett nie etwas am Hut. Er war stets ein ganz normaler Junge, ging zur Schule, spielte Rugby und traf sich mit seinen Freunden, um der Langeweile der britischen Vorstadt zu entkommen. Gut, seine Mutter war schon immer ein wenig seltsam. Und sein Vater ist der Star dieser peinlichen Geisterjäger-Fernsehshow, aber das weiß in seinem Umfeld glücklicherweise niemand. Doch als dieser überraschend verstirbt und Luke all seinen Besitz vererbt, obwohl sie jahrelang keinen Kontakt hatten, ändert sich sein Leben schlagartig. Wer hätte ahnen können, dass die Show nicht nur Fake war und Horatio Manchett tatsächlich acht ruhelose Geister unter seiner Kontrolle hatte? Nun gehört die sogenannte Heerschar Luke und er hat nicht die geringste Ahnung, wie er sie beherrschen oder wieder loswerden kann. Ihm läuft die Zeit davon, denn in 13 Tagen ist Halloween – die eine Nacht des Jahres, in der die rachsüchtigen Geister eine Gefahr für sein Leben darstellen. Wird Luke mithilfe der Notizen seines Vaters und der mysteriösen Elza Moss einen Weg finden, die der Heerschar endgültig ins Jenseits zu schicken?

Arrrgh, all das ungenutzte Potential. Ich möchte mir die Haare raufen. „13 Days of Midnight“ hätte noch so viel besser sein können. Wie die Dinge stehen, würde ich diesen Roman als solide Unterhaltungsliteratur bezeichnen – nicht mehr und nicht weniger. Es ist ein gutes Buch, aber ich wünschte wirklich, ich könnte einmal mit Leo Hunt sprechen und ihn fragen, ob er all die Möglichkeiten nicht gesehen hat oder ob er Angst hatte, sie umzusetzen. Ich verstehe einfach nicht, warum seine Fantasie sich offenbar nicht überschlug, während meine glücklich umhersprang und bunte Alternativen zeichnete. Mein Gefühl für den Handlungsverlauf unterschied sich grundsätzlich von dem, was tatsächlich passierte. Ich habe erst sehr spät geschnallt, dass Protagonist und Ich-Erzähler Luke seine acht Geister gar nicht behalten will – obwohl es im Klappentext stand. Ich weiß nicht genau, wie es passieren konnte, dass meine Erwartungen ein Eigenleben entwickelten und irgendwie annahmen, Luke würde sich schon mit der Heerschar arrangieren. Ich war enttäuscht, als er begann, ernsthaft daran zu arbeiten, sie loszuwerden. Betrachtet man Lukes Charakter, ist es nicht erstaunlich, dass die Initiative dazu nicht von ihm ausging, sondern von seiner Mitschülerin Elza. Sie ist es, die ihm den unbedingt nötigen Tritt in den Hintern verpasst und ihn zwingt, sich mit seinem Problem zu beschäftigen und Verantwortung zu übernehmen. Lukes aufwallende Gefühle für Elza waren zwar recht vorhersehbar, doch ohne sie hätte er wohl weiterhin versucht, die Heerschar einfach weg zu wünschen. Obwohl ich Luke prinzipiell durchaus mochte, verstand ich ihn diesbezüglich überhaupt nicht. Er ist nicht nur hilf- und ziellos, sondern verhält sich auch gefährlich ignorant. Er macht keinerlei Anstalten, die Heerschar besser kennenzulernen oder auch nur herauszufinden, welche Möglichkeiten sie ihm eröffnen könnte. Leider habe auch ich daher nie erfahren, wie die Geistersammlung eigentlich funktioniert und was für Menschen die Geister vor ihrem Ableben waren. Das ist wirklich schade, denn ich fand sie alle unglaublich faszinierend und mochte die Idee, Nekromantie mal ein wenig anders darzustellen. Sonst geht es dabei ja meist um das Erwecken von Toten, in „13 Days of Midnight“ hingegen ist Nekromantie eine Praktik, um Seelen an einen Meister zu binden. Angesichts dessen hätte das Buch allerdings ruhig etwas gruseliger und spannender sein können.

Meiner Meinung nach ist „13 Days of Midnight“ wesentlich flacher geraten, als es hätte sein müssen. Die grundlegende Idee des Buches ist absolut vielversprechend, der Schreibstil angenehm flüssig und locker, die Umsetzung jedoch… Es ist, als hätte sich Leo Hunt entschieden, auf der sicheren Seite zu bleiben, statt zu springen und einfach mal zu sehen, ob er nicht vielleicht doch fliegen kann. Und er hätte es gekonnt, davon bin ich überzeugt. Er hätte weit mehr wagen und das Buch so in sich geschlossener gestalten können. Es fiel mir während des Lesens sehr schwer, „13 Days of Midnight“ als Einzelband zu akzeptieren; es fühlte sich wie ein Reihenauftakt an, weil so viel aus Lukes Geschichte ungesagt bleibt. Auch das relativ offene Ende trug seinen Teil zu diesem Eindruck bei. Wer weiß, vielleicht wird Leo Hunt noch einmal zu Luke und seinem Geisterproblem zurückkehren und eine Fortsetzung schreiben, die ich dann sicher auch lesen würde, um für mich selbst richtig mit der Geschichte abschließen zu können.
Wenn ihr euch während einer Geistergeschichte gruseln möchtet, ist „13 Days of Midnight“ meines Erachtens nach nicht die richtige Lektüre für euch. Es ist kein Buch, das man mitten in der Nacht liest, während man an den Fingernägeln kaut und sich insgeheim nicht traut, ins Bett zu gehen, weil man Angst vor Albträumen hat. Es ist eher ein Buch für einen verregneten Nachmittag mit einer Tasse Tee auf der Couch – unterhaltsam, nicht zu anspruchsvoll und in angenehmem Maße übernatürlich.

Vielen Dank an Netgalley und Orchard Books für diese ARC-Version!

 

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