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Montagsfrage: Dystopische Favoriten?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Oh Mann, dieses Mal kam die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise wirklich spät. So spät, dass ich sie nur gesehen habe, weil ich zufällig Spätschicht hatte und deshalb eben erst (kurz vor 01 Uhr) nach Hause gekommen bin. Streng genommen ist jetzt bereits Dienstag, aber ich meine mich zu erinnern, dass es irgendwann mal hieß, man hat eine Woche Zeit für die Beantwortung. Heute gibt es die Montagsfrage bei mir also an einem Dienstag, aber grämt euch nicht, die übliche Rezension ist vorbereitet und kommt später noch. Zusätzlich. Wenn es wieder hell ist. 😉

Was ist deine Lieblingsdystopie und warum?

Dystopien sind ein recht weitgefasstes Genre, das laut Wikipedia jede „fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit negativem Ausgang“ abdeckt. Ich habe oft Schwierigkeiten, Dystopien und Postapokalypsen auseinanderzuhalten, weil sich die Grenzen gern fließend gestalten. Ich neige dazu, einfach jede negative Zukunftsvision als Dystopie einzuordnen, obwohl mir Literaturwissenschaftler_innen dafür vermutlich auf die Finger hauen würden.

Antonia erwähnt in ihrem Beitrag sowohl die großen Klassiker des Genres wie „1984“, als auch die modernen Varianten, die vor einigen Jahren einen unfassbaren Hype erlebten, Stichwort „Panem“. Ich habe beide Spielarten auf Herz und Nieren getestet und musste feststellen, dass ich mich nicht entscheiden könnte, was mir besser gefällt, weil sie unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen. Die älteren Vertreter richten sich an ein erwachsenes Publikum, die neueren sind auf eine jugendliche Zielgruppe ausgerichtet. Je nachdem, ob mir der Sinn eher nach einer ernsteren Herangehensweise steht oder ich Lust auf Emotionen-zentrierte Young Adult-Literatur habe, wähle ich meine Dystopien aus.

Deshalb ist die beste Dystopie meiner Meinung nach eine Geschichte, die beides vereint. Meine liebste Dystopie überhaupt ist die „Chaos Walking“-Trilogie von Patrick Ness. Die drei Bände „The Knife of Never Letting Go“, „The Ask and the Answer“ und „Monsters of Men“ sprechen originell und emotional mitreißend zahlreiche Themen gesellschaftlichen Zusammenlebens an, erzählen von Liebe, Hass, Freundschaft, Heimat und Fanatismus und überzeugen durch einen einzigartigen Schreibstil. Es verschlug mir die Sprache, ich war geflasht und bin es noch. Diese Trilogie ist der Beweis, dass Jugendliteratur stets über das Potential verfügt, über die Klischees des Genres hinauszuwachsen und etwas Großartiges zu erschaffen. Wann immer jemand über YA herzieht, möchte ich ihm oder ihr diese drei Bücher in die Hand drücken und süffisant grinsen. Ich bin noch immer verliebt und bis heute ein bisschen traurig, dass „Chaos Walking“ in Deutschland unter dem Titel „New World“ so wenig Beachtung fand. Vergesst Katniss, vergesst Tris, vergesst sie alle. Die wahren Stars der Dystopien sind Todd und Viola.

Ich hoffe sehr, dass ich eure Neugier jetzt soweit anstacheln konnte, dass ihr loszieht und herausfindet, worum es in der Trilogie geht. Sie ist wirklich etwas Besonderes und das sage ich, obwohl ich einige der Klassiker ebenfalls gelesen habe. Ginge es nach mir, fände sie sich in jedem gut sortierten Bücherregal.

Welche Dystopie konnte euer Herz erobern?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen eine perfekte neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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David Levithan – Every Day

Sucht man nach LGBT-Jugendliteratur, stößt man schnell auf David Levithan. Der Autor erarbeitete sich eine beachtliche Reputation, weil Diversität in seinen Büchern eine wichtige Rolle spielt. Er begann seine Karriere als Lektor; sein erster Roman „Boy Meets Boy“ stellte sein Traum-Manuskript dar: eine Geschichte über homosexuelle Teenager fern jeglicher Klischees und Stereotypen. Offenbar war er nicht der einzige, der sich das wünschte, denn das Buch wurde ein Erfolg. Sein vermutlich bekanntestes Buch ist jedoch „Every Day“, in dem er untersucht, wie eine Existenz ohne Label wie Gender, Sexualität und Rasse, die Menschen zur Kategorisierung verwenden, aussähe. Außerdem wollte er herausfinden, ob es möglich wäre, eine Person zu lieben, die sich jeden Tag verändert. Der 2012 erschienene Roman erfuhr einen unfassbaren Hype, der auch an mir nicht vorbeiging. Aber da ich dazu neige, die Letzte zu sein, die ein gehyptes Buch liest, holte ich „Every Day“ erst 2018 von meinem SuB.

Stell dir vor, du müsstest jeden Tag aufs Neue herausfinden, wer du bist. Stell dir vor, du hättest keinen eigenen Körper, kein eigenes Leben, keinen Anker. Nur deine Identität, dein abstraktes, formloses, heimatloses Ich, das Tag für Tag in der Existenz eines anderen Menschen erwacht. Was würdest du tun? Würdest du das Abenteuer suchen, Grenzen überschreiten? Würdest du verantwortungsvoll mit dem Leben umgehen, das dir anvertraut wurde? Was würdest du vermissen? Dein Gesicht im Spiegel? Familie, Freunde, Routine? Oder die Hoffnung auf die große Liebe?
Seit A denken kann, bedeutete Leben, in eine andere Person hineinzuschlüpfen. So war es immer. Doch Rhiannon änderte alles.

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Montagsfrage: Cover-Köder?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir bekommen am nächsten Freitag ungewöhnlichen Besuch. Um 11 Uhr vormittags werden drei Blutegel diese Wohnung betreten. Natürlich nicht von selbst, sie werden sich wohl in irgendeinem Behältnis in der Tasche von Chillis Physiotherapeutin (gesegnet sei sie) befinden. Die Prinzessin erhält eine Behandlung, weil sie üble Schmerzen im rechten Vorderbein hat, die offenbar aus der Schulter kommen. Deshalb lahmt sie schon viel zu lange; wir dachten aber, es sei einfach die Arthrose in ihrem Vorderfußgelenk. Monatelang habe ich ihr jeden Abend Heilerde auf den Fuß geschmiert (fand man bescheiden) und konnte so eine Blockade im Gelenk lösen, doch das Lahmen blieb. Eine Akupunkturnadel brachte dann Gewissheit: der Schmerz kommt aus der Schulter. Für eine reine Akupunkturbehandlung ist es schon zu schlimm, daher werden jetzt die schweren Geschütze aufgefahren. Ich bin ziemlich aufgeregt, denn es heißt, dass Blutegel erstens Wunder wirken und den Hund zweitens in einen seeligen Rausch schicken. Chilli wird high sein. Ich bin gespannt, wie sie reagiert, wie sie mitmacht, wie sie sich verhält und hoffe von Herzen, dass ihr die Behandlung tatsächlich hilft. Gerade jetzt, da wir einen verfrühten Frühlingseinbruch erleben, verdient sie es, sich ohne Schmerzen bewegen und das Wetter genießen zu können. Das Beste ist, dass wir dann vielleicht sogar ihr Schmerzmittel absetzen können. Ich werde berichten, wie es lief, denn ich verfolge die private Mission, andere Tierhalter über die Vorteile alternativer Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Es muss nicht immer Chemie sein, die bekanntermaßen die Organe schädigt. Die Natur bietet uns viel häufiger Auswege, als wir denken.
Vor dem Blutegel-Besuch liegen allerdings noch 4 volle Tage, bis Ende der Woche ist es noch ein bisschen hin. Heute soll uns erst einmal der Wochenstart beschäftigen und somit natürlich auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Wie sehr wirst du vom Coverdesign eines Buches zum Kauf beeinflusst?

Ich kann stolz behaupten, dass ich noch nie einen reinen Coverkauf getätigt habe. Jubelt mir zu! Lobgesänge bitte! Zu behaupten, ich wäre völlig immun gegenüber den Reizen eines hübschen Covers, wäre allerdings gelogen. Ich vergleiche die Situation des Buchkaufs gern mit der Partnerwahl: man ist eher geneigt, einen Menschen in das eigene Leben einzuladen, wenn dieser ansehnlich ist. Wer will schon mit einer Person liiert sein, der man am liebsten jeden Tag eine Tüte über den Kopf ziehen möchte? Mit Büchern ist es ähnlich. Cover sind Köder. Gefällt mir die Gestaltung des Buchdeckels, bin ich viel eher geneigt, den Klappentext zu lesen und herauszufinden, welche Geschichte denn da so geschmackvoll angepriesen wird. Die endgültige Entscheidung fällt dann tatsächlich durch den beschriebenen Inhalt, aber der erste Eindruck, die erste Welle der Neugier, entsteht durch das Cover. Cover wecken mein Interesse und überzeugen mich, genau dieses Buch aus der Flut herauszupicken.

Außerdem bin ich meist bereit, ein paar Euro mehr zu bezahlen, um eine Ausgabe zu ergattern, die mir gefällt. Im englischsprachigen Buchmarkt ist es Gang und Gäbe, dass ein und dasselbe Buch bei verschiedenen Verlagen erscheint und diese dann auch unterschiedliche Covergestaltungen aufweisen. Wenn ich schon die Wahl habe, möchte ich auch eine Ausgabe besitzen, die ich ästhetisch finde. Wenn diese ein bisschen mehr kostet – was soll’s? Dafür bin ich glücklicher. Beweisstück A: meine ledergebundenen Barnes & Nobles Ausgaben einiger Klassiker. Sehe ich die im Regal stehen, platze ich fast vor Stolz.

Trotz dessen möchte ich noch mal betonen, dass ich ein schickes Cover als Bonus betrachte. Besonders bei Empfehlungen trifft das zu. Gibt es nur Ausgaben, die mir nicht zusagen, hält mich das nicht vom Kauf ab. Hier kommt wieder die Partnerwahl-Analogie ins Spiel: findet man eine Person nicht sofort attraktiv, heißt das nicht, dass sich das durch das Kennenlernen nicht noch ändern kann. Dann überzeugt der Charakter. Diese Macht besitzen Bücher ebenfalls.

Demzufolge sind schöne Cover für mich ein Anreiz und beeinflussen mich durchaus, aber sie sind ein Faktor, der bei der Entscheidung für einen Kauf nicht allzu viel Gewicht hat. Don’t judge a book by its cover.

Lasst ihr euch von einem hübschen Cover zum Buchkauf überzeugen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen eine wunderbare Woche voller Frühlingsgefühle!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jim Butcher – Fool Moon

Jim Butcher sieht für seine „Dresden Files“ etwa 20 Bände vor. Derzeit sind 15 vollwertige Bände und einige Kurzgeschichten um den Magier Harry Dresden erschienen. Zwei weitere Bände sind in Planung. 2015 war Butcher noch nicht sicher, wie viele Fälle sein Protagonist tatsächlich lösen wird, ob es 20 oder 21 werden, aber er plante, die Reihe mit einer bombastischen Trilogie abzuschließen. Ich konnte leider nicht herausfinden, ob dieser Plan heute noch aktuell ist. Ich hoffe es. Ich finde die Idee toll, weil mir ein dreibändiges Finale als würdiger Abschied von einer Figur erscheint, die viele Leser_innen jahrelang begleiteten. Ich selbst befinde mich in den „Dresden Files“ noch ganz am Anfang. Ende Mai 2018 habe ich den zweiten Band „Fool Moon“ ausgelesen.

Am Tatort finden sich Pfotenspuren. Die völlig zerfleischte Leiche weist grausige Biss- und Kratzwunden auf. Es ist Vollmond. Eindeutigere Hinweise kann es kaum geben. Harry Dresden, einziger übernatürlicher Privatdetektiv Chicagos, muss lediglich eins und eins zusammenzählen, um dahinterzukommen, was den armen Mann tötete: es war ein Werwolf. Harry muss jetzt nicht nur herausfinden, wer der Werwolf ist, er muss auch ermitteln, um welchen Typ es sich handelt. Seine Nachforschungen deuten darauf hin, dass er es mit einem Loup-Garou zu tun hat – natürlich die wildeste und gefährlichste Art. Einfach fantastisch. Aber irgendetwas stimmt nicht. Die Fakten passen nicht zusammen. Ein Loup-Garou tötet willkürlich. Es scheint allerdings, als seien einige Opfer bewusst ausgeschaltet worden. Es sind Johnny Marcones Männer. Nutzt jemand die Bestie, um Marcone zu bedrohen? Harry würde Chicagos mächtigem Untergrundboss keine Träne nachweinen, doch ein Loup-Garou kann nicht kontrolliert werden. Will er die Bevölkerung Chicagos schützen, muss er vielleicht Marcones Leben retten…

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3 Kommentare

Verfasst von - 5. September 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Montagsfrage: Dick, dünn, wurscht?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das Projekt „Neues Bücherregal“ läuft an! Am Wochenende starten wir in die erste Etappe: unsere Wohnwand wird komplett ausgemistet, damit wir sie eine Woche später abbauen und entsorgen können. Solange das Ding den Großteil der Wand einnimmt, haben meine Bücher dort nämlich keinen Platz. Am 26.05. werden wir das neue Regal anschrauben und einräumen. Der letzte Akt ist dann das Eintreffen der neuen Kommode und des Fernsehschränkchens, neudeutsch Low Board, was am 29.05. der Fall sein wird. Ich freue mich unheimlich auf die Veränderung und kann es kaum erwarten, all die neuen Regalbretter mit Büchern zu füllen und einigen Ballast, der jetzt ein trauriges, missverstandenes Dasein in der Wohnwand fristet, loszuwerden. Man sagt ja, ausmisten bzw. aussortieren sei äußerst reinigend und befreiend. Ich habe mir fest vorgenommen, knallhart mit dem ganzen Plunder zu sein, den man über Jahre so anhäuft. Weg, weg, weg. Die blauen Müllsäcke stehen schon bereit. 😉
Bis hier am Samstag aber das große Umgestalten ansteht, liegt noch eine ganze Woche vor mir, die ich wie immer mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beginne:

Magst du lieber dicke oder dünne Bücher, oder ist es dir egal? Warum?

Grundsätzlich ist es mir vollkommen egal, welchen Umfang ein Buch hat. Interessiert es mich, wird es (irgendwann) gekauft. Ich mache da keine Unterschiede und besitze gleichermaßen Bücher, die nicht einmal 100 Seiten lang sind, wie dicke Schmöker von 1.000 Seiten und mehr. Ich denke, in meinem Regal zeigt sich eine latente Tendenz zu korpulenten Wälzern, was ich allerdings meinen Lesevorlieben zuschreibe. Bestimmte Genres, wie zum Beispiel die High Fantasy, neigen dazu, mehr Raum zu beanspruchen als andere. Kaum verwunderlich, wenn eine komplett neue Welt samt ökologischem, wirtschaftlichem, politischem und religiösem System etabliert werden muss. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich umfangreiche Bücher prinzipiell bevorzuge. Ich bevorzuge Genres. Dass diese spezifischen Kategorien oft hohe Seitenzahlen produzieren, ist lediglich ein Nebeneffekt.
Nichtsdestotrotz kann ich verstehen, dass es Leser_innen gibt, die sich von dicken Büchern abgeschreckt fühlen. Das Risiko, sich zu langweilen oder Zeit zu verschwenden, ist bei hohen Seitenzahlen eben proportional größer. Wenn ein 200-Seiten-Büchlein nicht gefällt, macht das nicht so viel aus, man ist ja fix durch. Stellt man auf Seite 100 von 1.200 fest, dass das Werk blöd ist, muss man noch ganz schön lange durchhalten, bis man es geschafft hat. Ich kenne das Gefühl und vermute, an diesen kritischen Stellen kommen deshalb häufig Abbrüche zustande. Persönlich lese ich ja jedes Buch zu Ende, ob es nun Mist oder eine Offenbarung ist, aber ich kann nachvollziehen, dass der Gedanke daran, sich möglicherweise durch eine ewig lange, fade und enttäuschende Geschichte quälen zu müssen, sehr demotivierend sein kann. Mir ergeht es so mit dem einen oder anderen Klassiker. „Moby Dick“ (776 Seiten), „Buddenbrooks“ (759 Seiten) und „Krieg und Frieden“ (1.536 Seiten) sind passende Beispiele. Bisher fehlte mir der Mut, es mit einem dieser fetten Schinken aufzunehmen, weil ich Angst habe, mich schrecklich zu langweilen. Falls das passieren sollte, werde ich viel Disziplin aufbringen müssen, um mich trotz dessen durchzukämpfen. Ich konnte mich noch nicht dazu überwinden, dieses Risiko einzugehen. Mit „Krieg und Frieden“ ist man ohnehin am besten wochenlang in einer Berghütte ohne Strom und Gesellschaft eingeschneit. Aber woher mitten in Berlin Berghütte und Schneesturm nehmen?

Bevorzugt ihr eine bestimmte Seitenanzahl?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen hervorragenden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Richard Schwartz – Das blutige Land

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Havald, Engel des Soltar, der Wanderer, ist endlich wieder er selbst. Nach seiner Wiedererweckung sind seine Erinnerungen nun vollständig zurückgekehrt – und mit ihnen Havalds unkonventionelle Art und Weise, Probleme zu lösen. Während die Truppen des Nekromantenkaisers Illian weiterhin bedrohen und Askirs Militär nicht schnell genug aufgerüstet und ausgebildet werden kann, um gegen sie im Feld zu bestehen, reist Havald als einfacher Rekrut unerkannt in die Ostmark. Seit Jahrhunderten ist die Ostmark Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen mit den Barbaren, die immer wieder gegen die Bollwerke des Reiches anrennen. Warum, weiß niemand. Die Kämpfe bündeln Truppen und Ressourcen, die gerade jetzt dringend benötigt werden. Havald glaubt, dass der Schlüssel zur Befriedung der Ostmark im Verständnis der Motivation der Barbaren liegt. Die Stämme müssen geeint werden, um den Einfluss des Nekromantenkaisers auszuhebeln, der seinen schwarzen Schatten bereits auf das ungastliche Land wirft und mit süßen Versprechungen lockt. Hoffnung prophezeit die Legende eines uralten Artefakts: eine Krone, geschmiedet von Elfen, die ihrem Träger die Herrschaft über die Stämme verleihen soll. Doch die Krone wurde zerbrochen, die Bruchstücke in alle Winde zerstreut. Wird Havald die Stücke ausfindig machen und wieder zusammensetzen können, um der Ostmark den Frieden zu bringen, den sie seit Jahrhunderten verdient?

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Jonathan L. Howard – Totenbeschwörer

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Die „Johannes Cabal“ – Reihe begann ich 2013. Obwohl ich den Auftakt „Seelenfänger“ mochte und bereits zwei Folgebände besaß, hielt ich mich mit dem Weiterlesen zurück, weil ich warten wollte, bis sie weiter fortgeschritten ist. Der vierte Band erschien 2014 in Englisch, also wollte ich ausharren, bis dieser übersetzt wäre. Ich wartete und wartete. Im Juli 2016 war meine Geduld am Ende. Ich fragte die Twitter-Community um Rat, ob eine Übersetzung nach zwei Jahren noch wahrscheinlich sei. Meine liebe Blogger-Kollegin Elizzy wandte sich für mich an den Autor Jonathan L. Howard, der dann auch prompt antwortete, dass er leider keinen deutschen Vertrag über den vierten und fünften Band habe. Unerhört. Er riet mir, Mundpropaganda für die Reihe zu betreiben, denn stiegen die Verkaufszahlen, würde Goldmann seinen Vertrag eventuell ausweiten. Deal. Einen Monat später nahm ich mir den zweiten Band „Totenbeschwörer“ vor und erfülle nun hiermit meinen Part, euch von dem Buch zu erzählen.

Nekromanten haben es schwer. Von der Welt gehasst und verfolgt, kann ein Nekromant nicht einmal ohne Komplikationen ein Buch ausleihen. Gut, Johannes Cabal wollte das Buch nachts ausleihen, als die Bibliothek verlassen war. Er hatte auch nicht vor, es jemals zurückzugeben oder Ausleihgebühren zu zahlen. Aber das ist noch lange kein Grund, ihn ins Gefängnis zu werfen und zu exekutieren, oder? Während Cabal in seiner Todeszelle über diese Ungerechtigkeit nachgrübelt, erhält er überraschenden Besuch. Ein hoher Staatsmann verspricht, ihn zu begnadigen, wäre er bereit, seine Fähigkeiten einzusetzen, um den unerwartet und gänzlich unpassend verstorbenen Kaiser des Reiches vorübergehend wiederzubeleben. Cabal erkennt die Gunst der Stunde und lässt sich auf die Vereinbarung ein. Doch damit fangen seine Probleme erst an…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 16. September 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Montagsfrage: Tätersuche?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

So, der Fußball-Wahnsinn hat nun vorerst ein Ende. Portugal hat’s geschafft. Ich hätte es den Franzosen ja mehr gegönnt, weil sie einfach eine verdammt schwere Zeit erleben und ein Erfolgserlebnis gebraucht hätten, aber es hat eben nicht sein sollen. Das Spiel war auf jeden Fall spannend – was will man mehr? Ich hoffe, dass wir auch auf Arbeit bald wieder zur Normalität übergehen und das Thema EM zügig abhaken. Nächsten Monat stehen die Olympischen Sommerspiele an, was wir sicherlich ebenfalls recht pompös inszenieren. Durch die Zeitverschiebung könnte das eine unangenehme Angelegenheit für uns werden, da kann ich einen Monat Pause von Sportgroßveranstaltungen wirklich gebrauchen.
Heute wird Portugals Sieg die Nachrichtenlage jedenfalls noch beherrschen, also genieße ich die Stunden, bevor ich zur Arbeit muss und beantworte erst mal ganz entspannt die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja:

Wenn du einen Krimi/Thriller o.ä. liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der/die Mörder_in oder Täter_in ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor bzw. der Autorin überraschen?

Wenn ich zu einem Thriller greife (Krimis lese ich ja nicht), dann gehört die Suche nach dem/der Täter_in für mich dazu. Das macht mir Spaß. Ich liebe es, Vermutungen anzustellen und die Puzzleteile parallel zu den Ermittler_innen zusammenzufügen. Meistens bin ich allerdings viel zu misstrauisch. Ich verdächtige erst mal jede_n und neige dazu, mich recht spät im Verlauf der Geschichte auf eine_n potentielle_n Täter_in festzulegen. Mir ist es nicht so wichtig, hundertprozentig richtig zu liegen, denn ich werde ebenso wie Svenja ganz gern überrascht. Am liebsten mag ich es, wenn meine Vermutung in die richtige Richtung ging, ich das volle Ausmaß jedoch nicht abschätzen konnte. Das ist dann die perfekte Mischung aus Recht haben und überrascht werden.
Prinzipiell lese ich aber nur noch selten Kriminal-Thriller. So viel Spaß es mir bereitet, mich mit einem Fall zu beschäftigen, stört es mich mittlerweile massiv, wie viel Bedeutung dem Privatleben der Ermittler_innen beigemessen wird. Dadurch habe ich das Gefühl, dass mir das Genre nur noch wenig Neues bieten kann. Man bekommt es immer oft mit den gleichen Stereotypen zu tun. Es interessiert mich einfach nicht, welche Probleme der/die Polizist_in privat mit sich herumschleppt. Für mich sind sie stets nur Mittel zum Zweck, denn die Auflösung eines Falls ist für mich der Grund, überhaupt einen Thriller zu lesen. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel die „Temperance Brennan“-Reihe von Kathy Reichs, die ich seit Jahren locker verfolge, aber selbst die Bände dieser Reihe lese ich nur mit großen zeitlichen Abständen, weil Reichs in jedem Band das gleiche Handlungsgerüst verwendet. Lese ich mehrere Bände hintereinander, fällt mir auf, wie ähnlich sich die Bücher sind. Das drückt die Bewertung, obwohl ich die Protagonistin mag und die Fälle spannend sind.
Ihr seht, für mich sind Thriller ein schwieriges Genre, in dem Kreativität das A und O ist. Aktiv an der Suche nach dem/der Täter_in teilzunehmen ist mir wichtig, aber lange nicht so wichtig wie eine originelle Handlungs- und Charakterkonstruktion.

Macht ihr euch beim Lesen von Krimis/Thrillern Gedanken über die Identität des/der Täter_in?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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Joyce Carol Oates – Carthage

2016-05-02 - Oates Carthage

Corporal Brett Kincaid kehrte verwundet aus dem Krieg zurück, äußerlich wie innerlich traumatisiert. In seiner Heimatstadt Carthage wird von ihm erwartet, dass er das Leben wiederaufnimmt, das er für den Kampf gegen den Terrorismus hinter sich ließ. Doch Brett kann nicht. Er löst die Verlobung mit Juliet Mayfield und zieht sich zurück. Die Erinnerungen an den Irak quälen ihn, lassen ihn nicht schlafen und suchen ihn noch am Tage heim. Verzweifelt versucht er, zu vergessen, kombiniert Medikamente mit Alkohol. Als er am 10. Juli 2005 in seinem Auto am Straßenrand aufgegriffen wird, kann er nicht erklären, woher das Blut im Wagen stammt. Er erinnert sich vage, die Nacht in einer Kneipe verbracht zu haben. Er erinnert sich, dass Cressida Mayfield, Juliets jüngere Schwester, dort war. Danach verschwimmt alles in einem ungewissen Nebel. Offenbar war er der letzte, der Cressida lebend gesehen hat. Während die Stadt fieberhaft nach dem verschwundenen Mädchen sucht, sieht sich Brett mit Anschuldigungen konfrontiert. Könnte er tatsächlich etwas mit Cressidas Verschwinden zu tun haben? Hat er etwas Unverzeihliches getan? Verwirrt und unfähig, seinen Erinnerungen zu trauen, beginnt für Brett ein Kampf mit seinem Gedächtnis, der ihn Jahre seines Lebens kosten wird.

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Richard Schwartz – Die Rose von Illian

2016-03-31 Schwartz Die Rose von Illian

Wusstet ihr, dass ich eine Zeit lang ziemlich sauer auf Richard Schwartz war? Ich war wütend, weil ich nicht wusste, dass auf seinen Zyklus „Das Geheimnis von Askir“ noch ein weiterer Zyklus namens „Die Götterkriege“ folgen würde. Ich bin mit vollem Tempo in den Cliffhanger am Ende des sechsten Bandes „Der Kronrat“ reingerasselt und musste anschließend auf den neuen Zyklus warten. Ich habe mich geärgert, fühlte mich veralbert und schmollte. Jahrelang. Erst vor etwa zwei Jahren habe ich mich wieder eingekriegt und begann, „Die Götterkriege“ zu kaufen. Es dauere, bis ich alle sechs Bände im Regal stehen hatte. Im März 2016 war es soweit, sodass ich mir endlich den Auftakt „Die Rose von Illian“ vornehmen konnte.

Nach Jahrhunderten der Führungslosigkeit ist der Thron Askirs wieder besetzt. Desina, Eule und Enkelin des ewigen Herrschers, forderte ihr Geburtsrecht ein und darf sich nun Kaiserin von Askir nennen. Ihr stehen unsichere, gefährliche Zeiten bevor. Noch immer befindet sich das Königreich Illian in Not. Truppen des Imperiums von Thalak unter der Herrschaft des Nekromantenkaisers besetzen das Reich und weben dunkle, beängstigende Magie. Seine Schergen waren es, die einen feigen Angriff auf Havald führten und sein Bannschwert Seelenreißer stahlen. Jetzt liegt der Mann, der nicht sterben kann, in einem ungewissen Zustand zwischen Leben und Tod.  Er muss mit seinem Schwert wiedervereint werden, um aus seinem ewigen Schlaf zu erwachen. Der Maestra und neuen Königin Illians, Leandra de Girancourt, fällt die Aufgabe zu, mit ihren Freunden nach Illian zu reisen, um Havalds Schwert zurückzuerobern und ihr Königreich von den thalakischen Truppen zu befreien. Können sie der Blutmagie des Nekromantenkaisers Einhalt gebieten?

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Ein Kommentar

Verfasst von - 13. Mai 2016 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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