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Schlagwort-Archive: Mystery

Toni Morrison – Beloved

Interessiert man sich für weibliche, afroamerikanische Literatur, kommt man an Toni Morrison nicht vorbei. 1993 erhielt sie als erste schwarze Frau den Literaturnobelpreis. Bereits fünf Jahre zuvor wurde ihr Roman „Beloved“, in dem sie sich mit der Geschichte der Sklaverei in den USA auseinandersetzt, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Das Buch basiert lose auf der Biografie von Margaret Garner, die 1856 ihre zweijährige Tochter tötete, um sie vor einem Leben in Sklaverei zu bewahren. Ich habe lange gebraucht, bis ich bereit für „Beloved“ war. Tatsächlich begann ich das Buch schon einmal, bemerkte aber, dass ich mit dem Schreibstil noch nicht zurechtkam und stellte es zurück ins Regal. Drei Jahre wartete es geduldig auf mich.

18 Jahre ist es her, dass Sethe eine Sklavin in Sweet Home war. Unaussprechliches wurde ihr angetan, bis sie, hochschwanger und allein, floh. Zu Fuß schlug sie sich nach Ohio durch, wo sie im Haus ihrer Schwiegermutter Baby Suggs unterkam. Heute ist die 124 ihr Heim, in dem sie mit ihrer Tochter Denver lebt. Freiheit ist jedoch mehr als ein physischer Zustand. Noch immer wird Sethe von ihren Erinnerungen heimgesucht. In ihrem Haus spukt der Geist ihres Babys, auf dessen Grabstein ein einziges Wort eingraviert ist: Beloved. Als ein Besucher aus ihrer Vergangenheit eines Tages auf der Schwelle der 124 auf Sethe wartet, scheint es, als erhielte sie erstmals eine Chance auf wahres Glück. Doch diese Hoffnung währt nur einige Herzschläge, denn kurz darauf tritt eine junge Frau in ihr Leben, die Sethes Glauben, ihre Mutterliebe und ihr Verständnis von Freiheit hart auf die Probe stellt. Sie sagt, sie heißt Beloved…

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Verfasst von - August 8, 2017 in Amerikanisch, Klassiker, Mystery, Rezension

 

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Patrick Ness – The Crane Wife

„The Crane Wife“ von Patrick Ness basiert auf einem japanischen Volksmärchen. Im Nachwort schreibt Ness, dass er die Erzählung bereits seit dem Kindergarten kennt. Ich hingegen musste sie nachschlagen. Die Geschichte existiert in verschiedenen, alternativen Versionen, die grundlegenden Elemente gleichen sich jedoch sehr. Stets geht es um einen verletzten Kranich, der von Menschen gesundgepflegt wird und sich für ihre Hilfsbereitschaft großzügig revanchiert. Ich bin froh, dass mir das Märchen völlig unbekannt war, da ich aufgrund meiner Unwissenheit gänzlich unbelastet an „The Crane Wife“ herangehen konnte.

George Duncans Leben lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: unspektakulär. Er ist Inhaber eines kleinen Copyshops, der mäßigen Gewinn abwirft, Vater einer erwachsenen Tochter, die ihn nicht ernstnimmt und geschieden, weil seine Ex-Frau ihn für „nicht Manns genug“ hielt. George ist sich seiner sanftmütigen Durchschnittlichkeit bewusst und hätte niemals erwartet, dass sich daran etwas ändert, doch das Schicksal hat andere Pläne. Eines nachts weckt ihn ein unmenschlicher, herzzerreißender Schrei. Verschlafen taumelt George aus dem Bett und staunt nicht schlecht: in seinem Garten hockt ein großer weißer Kranich. Ein echter Kranich! Ist das ein Traum? Nein, das kann nicht sein, der Kranich wurde angeschossen. Ein Pfeil steckt in seinem Flügel. Kurzentschlossen hilft er dem Vogel. Als das majestätische Tier davonsegelt, ahnt George nicht, dass er soeben den Verlauf seiner Zukunft fundamental veränderte. Am nächsten Tag betritt eine Frau seinen Laden. Sie heißt Kumiko, ist wunderschön und wird all das in Georges Leben bringen, das er bisher vermisste: Liebe, Wunder und Magie.

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Verfasst von - Juni 21, 2017 in Mystery, Rezension

 

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Dan Vyleta – Smoke

Dan Vyleta ist ein Kind des Potts. Ja, ihr habt richtig gelesen! Sein Weg führte ihn zwar über England in die USA und bis nach Kanada, aber er wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer im Ruhrgebiet geboren. Ich frage mich, wie viel Pott noch in ihm steckt. Seinen aktuellen Roman „Smoke“ verfasste er jedenfalls nicht in Deutsch, sondern in Englisch. Unseren Markt erreichte das Buch durch die Random House Gruppe, die es mir als Rezensionsexemplar anbot. Ich nahm das Angebot an, da der Klappentext wirklich interessant klang. Meine Neugier war geweckt.

Thomas und Charlie sind privilegiert. Als Schüler eines elitären Internats werden sie auf ihr späteres Leben an der Spitze der Gesellschaft vorbereitet. Sie sind normale Jungen – doch ihre Gedanken sind unrein. Jeder weiß es, denn der Rauch zerrt all ihre Verfehlungen ans Tageslicht. Der Rauch brandmarkt die Menschen als Sünder, er dringt aus Poren und Körperöffnungen und hinterlässt schmierigen Ruß, der an der Haut klebt, Kleidung befleckt und Gebäude in einen schwarzen Schleier hüllt. Jede Lüge, jede Gehässigkeit, jede Missetat wird unweigerlich offengelegt. Der Rauch ist der sichtbare Graben zwischen Oberschicht und Pöbel. Niemals wäre es Thomas und Charlie eingefallen, seine Gesetze zu hinterfragen, bis ein verstörender Schulausflug nach London die Freunde ratlos zurücklässt. Wieso würde jemand den Ruß von Mördern sammeln? Wie ist es möglich, dass ein Mensch kein einziges Fädchen Rauch absondert? Aufgewühlt begeben sich Thomas und Charlie auf die Suche nach den Ursprüngen des Rauchs und stoßen auf eine Verschwörung nationalen Ausmaßes, die sie vor eine haarsträubende Entscheidung stellt: ist ihre Welt es wert, gerettet zu werden?

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Eric Scott Fischl – Dr. Potter’s Medicine Show

Wisst ihr, was eine Medicine Show ist? Im 19. Jahrhundert reisten selbsternannte Wunderheiler in Pferdewagen durch die USA und versuchten, selbstzusammengerührte Heilmittelchen an die Leute zu bringen. Meist waren diese Verkaufsveranstaltungen mit einem Unterhaltungsprogramm verbunden. Eine Mischung aus Zirkus, Kirmes und Kaffeefahrt. Da Herstellung und Vertrieb von Medikamenten noch keinen gesetzlichen Regelungen unterworfen waren (erst ab 1906), konnte sich jeder zum Quacksalber aufschwingen, der den Willen und die finanziellen Voraussetzungen besaß. Dementsprechend waren diese Mittel oft wirkungslos oder sogar schädlich – großzügig versetzt mit Alkohol, Opium oder Kokain. Eine Geschichte, die in diesem Umfeld spielt, erschien mir äußerst vielversprechend. Ich konnte nicht widerstehen, als ich „Dr. Potter’s Medicine Show“ von Eric Scott Fischl bei Netgalley entdeckte.

Hereinspaziert, hereinspaziert! Kommen Sie näher, kommen Sie näher! Überzeugen Sie sich selbst von der wundersamen Wirkung von Dr. Hedwiths Chock-a-saw Sagwa Tonikum! Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Rheuma – dieses großartige Elixier heilt jede geistige oder körperliche Krankheit!
Diese oder eine ähnliche Ansprache hält Dr. Alexander Potter in jeder neuen Stadt, die er mit seiner Medicine Show besucht, obwohl er weiß, dass das Tonikum im besten Fall lediglich abhängig macht. Im schlimmsten Fall… erweckt es die Menschen. Zu viele Jahre arbeitet der Sezessionskriegsveteran schon für Dr. Hedwith und seinen grausamen Handlanger Lyman Rhoades, trägt eine alte Schuld ab, die ihn auf ewig an den Doktor fesselt und in dessen alchemistische Experimente verstrickt. Zu lange schon wartet Alexander darauf, seine Freiheit zurückzugewinnen. Seine Chance kommt, in Person des verzweifelten Zahnarztes Josiah McDaniel, dem das Sagwa Tonikum alles nahm und der nun schwört, sich an Dr. Hedwith zu rächen. Gemeinsam stellen sie sich dem Kampf gegen einen Mann, der nichts zu verlieren hat – außer der Unsterblichkeit.

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Thomas Finn – Weißer Schrecken

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„Weißer Schrecken“ von Thomas Finn erregte vor Jahren meine Aufmerksamkeit, weil der Klappentext behauptete, das Buch sei der ultimative Thriller für alle Fans von Stephen King. Das war kurz nachdem ich begeistert meinen ersten King gelesen hatte, „ES“. Ich war sozusagen frisch angefixt. Ich erinnere mich sogar daran, dass ich meiner Schwester euphorisch von „Weißer Schrecken“ erzählte. Das Buch landete auf meiner Wunschliste, ich konnte mich aus Geiz aber wieder einmal lange nicht überwinden, es zu kaufen. Ich weiß nicht, wie lange, mehr als drei Jahre auf jeden Fall. Im März 2016 begegnete es mir dann günstig gebraucht bei Medimops. Ich zögerte nicht und nutzte die Chance, diese WuLi-Altlast endlich abzuarbeiten. 10 Monate später nahm ich mir „Weißer Schrecken“ als ideale Winterlektüre vor.

Andreas verbrannte alle Brücken zu seiner Vergangenheit. Er ließ seine Heimat, das verschlafene Berchtesgadener Dörfchen Perchtal, weit hinter sich. Um zu vergessen. Um zu entkommen. 26 Jahre lang täuschte er vor, die schrecklichen Ereignisse seiner Jugend überwunden zu haben. Doch nun holt das Grauen ihn ein. Kurz vor Nikolaus ruft ihn das Schicksal nach Hause. Unter Schnee und Eis regt sich erneut das Böse in Perchtal und droht, weitere Kinder als Opfer zu fordern. Andreas hat keine Wahl. Er muss sich erinnern. Er braucht seine Jugendfreunde, um sich der uralten Macht entgegenstellen zu können. Das dunkelste Kapitel seines Lebens ist noch nicht abgeschlossen.

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Verfasst von - Januar 24, 2017 in Mystery, Rezension, Thriller

 

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Jahresrückblick 2016: Statistiken zu Schönheitsköniginnen, tanzenden Zombies und High Fantasy

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist Zeit, einen detaillierten Blick auf mein Leseverhalten des letzten Jahres zu werfen. Der Jahresrückblick 2016 steht an!
Wie bereits die letzten beiden Jahre ist dieser zweigeteilt. Zuerst schauen wir uns die harten Fakten meines Lesejahrs an. Dafür habe ich wieder eine Infografik erstellt, die in ein paar Statistiken zusammenfasst, wie 2016 für mich gelaufen ist. Zu jeder Folie werde ich ein paar Worte sagen und den Vergleich mit 2015 anstellen. Was war besser, was schlechter, was hat sich verändert?

Danach beantworte ich erneut die 30 Fragen von Martina, die das Formular netterweise auf ihrem Blog Bookaholics zur Verfügung stellt. Auf diese Weise kann ich das Jahr 2016 auch noch einmal emotional Revue passieren lassen und mich gemeinsam mit euch an all die tollen Geschichten erinnern, die meinen Weg gekreuzt haben.

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Lauren Oliver – Rooms

2016-03-13 - Oliver Rooms

Als ich 2014 las, dass Lauren Oliver einen Roman für Erwachsene veröffentlichen würde, stellte sich mir gar nicht erst die Frage, ob ich mir diesen zulegen würde. Selbstverständlich wollte ich „Rooms“ lesen. Oliver beschränkte sich bisher sehr erfolgreich auf das Young Adult – Genre. Ihren Einzug in die erwachsene Domäne wollte ich unter keinen Umständen verpassen. Ich war neugierig, wollte an ihr Talent glauben, bewahrte mir jedoch eine gesunde Skepsis. Ein Wechsel der Zielgruppe ist schließlich eine Herausforderung; außerdem sollte „Rooms“ darüber hinaus das erste Mal paranormale Elemente enthalten.

Coral River ist ein Geisterhaus. Erbaut aus Holz und Stein sind es in Wahrheit Erinnerungen, die es zusammenhalten. Erinnerungen an Richard Walker, der dort seine letzten Tage verbrachte, bevor er den Tod fand. Erinnerungen an Leben, die voller Kummer und Geheimnisse waren und ihre Schatten bis in die Gegenwart werfen. Coral River war nie ein Haus der Freude und als Richards entfremdete Familie – seine Exfrau Caroline und seine Kinder Minna und Trenton – nach Jahren der Trennung zurückkehrt, müssen sie sich dem Schmerz stellen, der in die Räume eingesickert ist. Doch die Walkers sind nicht allein. Alice und Sandra sind an Coral River gefesselt, sehnen sich danach, es zu verlassen. Sie leben in den Wänden und sprechen durch die Geräusche des Hauses. Denn Alice und Sandra sind Geister, dazu verdammt, niemals gehört, niemals gesehen zu werden. Und doch sind sie ein Teil der Geschichte dieser Familie; über Jahrzehnte hinweg verbunden durch Tragödien, die sich in Coral River stets zu wiederholen scheinen.

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Verfasst von - April 28, 2016 in Mystery, Rezension

 

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R.E. Rowe – Voices

2016-02-13 - Rowe Voices

„Voices“ von R.E. Rowe erhielt ich via Netgalley. Anders als sonst musste ich mich für dieses Buch nicht bewerben, da es ein „Read Now“ – Exemplar ist, das ich auf meinen Kindle laden konnte, ohne die Bestätigung des Verlages abzuwarten. Ich weiß nicht, wieso einige Bücher sozusagen verschenkt werden, während andere eine Bewerbung verlangen. Vermutlich liegt dieser Strategie eine spezielle Vereinbarung zwischen Verlag, Autor_in und Netgalley zugrunde. Für neue Autor_innen ist das vielleicht eine praktikable Möglichkeit, etwas Bekanntheit zu erlangen, denn welcher Bücherwurm kann gratis Literatur schon widerstehen? Bezüglich R.E. Rowe hat das für mich auf jeden Fall funktioniert, schließlich kannte ich diesen Autor nicht, bis ich „Voices“ bei Netgalley entdeckte.

43 Minuten. So lange war Aimee klinisch tot. Ihre Nahtoderfahrung veränderte ihr Leben. Was ihr einst wichtig war, erscheint ihr nun unbedeutend und klein, denn seit ihrem Herzstillstand verfügt sie über eine fantastische, aber erschreckende Fähigkeit: sie kann die Gefühle und Energien der Menschen um sie herum wahrnehmen. Meist überwältigen sie die Empfindungen der anderen, weshalb sie den Kontakt meidet und sich zurückzieht. Bis sie Reizo kennenlernt. Reizos Energie fasziniert sie, obwohl er selbst ein Außenseiter ist. Er leidet unter Schizophrenie, hört Stimmen und gerät dadurch oft in Schwierigkeiten. Sie spüren sie sofort, dass sie etwas verbindet und finden heraus, dass ihre Familien auf eine fast vergessene, gemeinsame Vergangenheit zurückblicken. Doch als sie in einem Sturmkeller ein altes Testament entdecken, geraten sie in einen Strudel der Gewalt, der ihre junge Liebe auf die Probe stellt. Werden Aimee und Reizo auch im Angesicht höchster Gefahr zueinanderstehen?

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Verfasst von - März 16, 2016 in Mystery, Rezension, Young Adult

 

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[TAG] The Book Courtship

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Hallo ihr Lieben! 🙂

So langsam mausert sich der Donnerstag zum TAG-Tag. Hihi. 😀 The Book Courtship TAG habe ich bei Duncelbunte Zeiten gefunden und ich fand ihn so putzig, dass ich einfach mitmachen wollte. Außerdem hat mich später die liebe Nina vom Blog Book Blossom auch noch getaggt, das heißt, jetzt muss ich quasi teilnehmen. 😉

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Verfasst von - Oktober 22, 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Livi Michael – Die flüsternde Straße

„Die flüsternde Straße“

die flüsternde straße

Autor: Livi Michael

Originaltitel: “The Whispering Road”

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 507 Seiten

Verlag: Carlsen

Sprache: Deutsch

ISBN: 3551356920

Genre: Historisch > England & Mystery

ausgelesen am: 28.12.2014

Bewertung:

Ich glaube, „Die flüsternde Straße“ von Livi Michael war bei einem Bücherpaket dabei, das ich irgendwann einmal ersteigert habe. Manchmal ist es ja so, dass man ein Buch unbedingt haben will, das es aber nur in Kombination mit einem anderen bei eBay gibt. Also arrangiert man sich mit dem zusätzlichen Buch. Große Hoffnungen setzte ich nicht in diesen Roman, aber eine Geschichte über Waisenkinder im England des 19. Jahrhunderts schien mir perfekt in den Dezember zu passen.

Das Armenhaus, in dem Joe und Annie einige Jahre aufwuchsen, war kein Paradies. Doch der Bauernhof, auf dem sie nun arbeiten müssen, ist die leibhaftige Hölle. Sie frieren, sie hungern, sie werden geschlagen. Eines Tages sind die Prügel so heftig, dass Joe beschließt, keinen Tag länger bleiben zu können. Tatsächlich gelingt es den Geschwistern, zu fliehen – hinein in eine Welt, in der es nur wenig Platz für zwei ausgehungerte, zerlumpte Waisenkinder gibt. Zusätzlich wird Annie Joe auf ihrer beschwerlichen Reise immer mehr zu Last, denn Annie ist ein Medium. Sie kann die Toten sehen und mit ihnen sprechen. Als die beiden auf eine Gruppe Schausteller treffen, lässt Joe seine kleine Schwester einfach dort, um sich selbst einer Kinderbande in den Straßen Manchesters anzuschließen. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich frei. Doch schon bald muss Joe einsehen, dass diese Freiheit ganz und gar nicht seinen Erwartungen entspricht…

Im 19. Jahrhundert war England auf dem Höhepunkt der industriellen Revolution. Ich assoziiere damit eine besondere Atmosphäre, die Livi Michael mir in „Die flüsternde Straße“ jedoch nicht vollständig vermitteln konnte. Sie hat es versucht, das gestehe ich ihr zu, aber trotzdem war es beim Lesen stets so, als würde ich es sehen, nicht, als wäre ich dort. Statt in die Geschichte von Joe und Annie einzutauchen, war ich ein Zaungast, wodurch mich ihre Schicksale nur auf einer sehr abstrakten Ebene berührten. Ich konnte mich nicht richtig in sie einfühlen.
Ich schätze, das hatte auch damit zu tun, dass Livi Michael sehr viel Potential verschenkte, indem sie sich dafür entschied, aus Joes Ich-Perspektive zu schreiben. Ich finde das aus mehreren Gründen ungünstig. Joe ist vermutlich ca. 10, 12 Jahre alt. Ich halte Michael für nicht talentiert genug, um sich in einen Jungen dieses Alters während der Zeit der industriellen Revolution hineinzuversetzen. Dafür braucht es schon ein ausnehmend hohes Maß an Sensibilität. Außerdem schließt diese Perspektive Annie völlig aus, dabei ist sie als Medium eindeutig der Aufmacher des Buches. Ich bin sehr enttäuscht, dass die Autorin auf ihre speziellen Fähigkeiten so wenig einging. Als LeserIn sieht man Annie ausschließlich durch Joes Augen und als er sich von ihr trennt, verschwindet sie über 200 Seiten lang komplett aus der Geschichte. Ich verstehe diesen Handlungsaufbau nicht. Wieso inszenierte Michael die Trennung von Joe und Annie, wenn es wesentlich interessanter gewesen wäre, zu erleben, wie jemand so besonderes wie Annie sich in den Straßen Manchesters schlägt?
Ich hatte daher den Eindruck, dass Livi Michael während des Schreibens den Fokus ihrer Geschichte geändert hat. Anfangs sollte es vermutlich vordergründig um die Geschwister gehen, aber ich glaube, auf halber Strecke entschied sie sich um und konzentrierte sich dann auf die Lebensumstände der Armen in dieser Epoche. Natürlich ist dieses Thema interessant, doch der Roman wirkt auf diese Weise unruhig und unausgereift. Diese Empfindung wurde meiner Meinung nach noch verstärkt, weil es in „Die flüsternde Straße“ für meinen Geschmack zu viele Zufälle gibt. Ich musste mir die Frage stellen, ob Livi Michael die Handlungsabläufe möglicherweise nicht so konsequent durchdacht hat, wie es eigentlich nötig gewesen wäre.
Der Ich-Erzähler und Protagonist Joe war für mich ebenfalls problematisch. Er ist gewollt unsympathisch und ich begreife nicht ganz, warum. Sicher, er ist ein Produkt seiner Zeit und der Umstände, aber musste er denn wirklich dermaßen unausstehlich sein? Ein paar gute Eigenschaften hätten Wunder wirken und seine negativen Seiten relativieren können.
Abschließend muss ich leider auch ein paar Worte zur Form des Buches sagen. Ich weiß nicht, ob während der Übersetzung etwas schief gelaufen ist, oder ob bereits im Lektorat mächtig geschludert wurde – Fakt ist, dass die Geschichte zwischen den Zeitformen springt. Das geht nicht. Von einem Moment auf den anderen wechselt Livi Michael plötzlich von Präsens zur Vergangenheitsform und wieder zurück, ohne dass dieser Wechsel motiviert oder nachvollziehbar wäre. Das war nicht nur merkwürdig, sondern auch massiv irritierend. Ich verzeihe ja viel, aber das nicht. Sowas darf einfach nicht passieren.

„Die flüsternde Straße“ hätte ein wirklich gutes Buch sein können. War es aber nicht. Die historischen Hintergründe waren selbstverständlich spannend und die Geschichte las sich flüssig, doch trotzdem weist es zu viele Mängel auf, um mehr als zwei Sterne zu verdienen. Ein Teil von mir hat wohl gehofft, einen Roman in Dickens-Manier vorzufinden. Tja, da wurde ich definitiv enttäuscht. Lasst die Finger von „Die flüsternde Straße“. Wenn ihr ein Buch über Waisenkinder im England des 19. Jahrhunderts lesen möchtet, greift einfach gleich zu Charles Dickens.

 
 

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