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Jeff Zentner – The Serpent King

2016-11-04-zentner-the-serpent-king

Jeff Zentners Weg zur Literatur war – zumindest meiner Meinung nach – etwas unkonventionell. Als er zu schreiben begann, hatte er sich seinen Berufswunsch nämlich bereits erfüllt: er ist Musiker. Als Gitarrist veröffentlichte er fünf Alben und arbeitete unter anderem mit Iggy Pop. Darüber hinaus ist er als Songwriter aktiv. Ich habe in seine Musik reingehört. Ein bisschen zu melancholisch für meinen Geschmack, aber der Einfluss der Südstaaten klingt deutlich heraus. Fakt ist, Jeff Zentner ist gut genug, um von seiner Musik leben zu können. Den Entschluss, ein Buch für Jugendliche zu schreiben, fasste er durch seine Arbeit im Tennessee Teen Rock Camp und im Southern Girls Rock Camp. Ihn fasziniert dieser Lebensabschnitt und ihn fasziniert die Art und Weise, wie Jugendliche Kunst erleben, wie sie an den Kunstwerken festhalten, die sie lieben. Er wollte ein Ziel für diese Hingabe erschaffen. Heraus kam „The Serpent King“.

Dill leidet seit Jahren unter seinem vollen Namen: Dillard Wayne Early Jr. Es ist der Name seines Vaters. Er ist der Sohn des Schlangenpriesters, über den sich ganz Forrestville, Tennessee, das Maul zerreißt. Seit sein Vater im Gefängnis sitzt, begleiten Dill die Tuscheleien auf Schritt und Tritt, mehr als je zuvor. Ohne seine Freunde Lydia und Travis wäre sein Leben unerträglich. Doch da nun ihr letztes gemeinsames Schuljahr anbricht und Lydia danach in New York aufs College gehen möchte, muss sich er damit auseinandersetzen, dass ihre kleine verschworene Gemeinschaft ein Ablaufdatum hat. Während Lydia plant, die Welt zu erobern und ihre Zukunft herbeisehnt, weiß er nicht einmal, ob er eine Zukunft hat. Zerrissen zwischen den Verpflichtungen gegenüber seiner Familie und seinen eigenen Wünschen ist er wie paralysiert von der Aussicht auf Veränderung. Dill muss sich entscheiden: wird er dem Druck seiner Wurzeln nachgeben, oder sich Flügel wachsen lassen?

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Verfasst von - 23. November 2016 in Realistische Fiktion, Rezension, Young Adult

 

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Montagsfrage: Auswirkungen der Digitalisierung?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute bin ich mit der Montagsfrage sehr viel später dran als sonst. Normalerweise beantworte ich sie am Anfang meines Tages, bevor ich losstarte und erledige, was eben so ansteht. Aber heute hat das irgendwie alles nicht geklappt. Irgendwie hatte ich heute nicht so viel Zeit wie sonst, obwohl ich nichts anders gemacht habe. Anscheinend habe ich an irgendeiner Stelle Zeit vertrödelt, musste dann plötzlich dringend unter die Dusche und danach eigentlich auch direkt los. Ist doch seltsam, dass selbst die älteste Routine vor solchen Tagen nicht gefeit ist. Na was soll’s. Habe ich eben erst ein paar Familienangelegenheiten geklärt und kümmere mich jetzt um die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Die finde ich heute nämlich wirklich interessant:

Hat sich dein Leseverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung verändert?

Ich denke, ich kann von mir behaupten, dass das nicht der Fall ist. Natürlich hat die Digitalisierung Auswirkungen auf mich, das möchte und kann ich nicht abstreiten, aber ich achte darauf, dass sie mich nicht in einem Ausmaß verändert, das mir nicht gefällt. Ich mag mein Handy, meinen Kindle, meinen Laptop – eben all die kleinen Spielzeuge, die man sich mit den Jahren so anschafft, doch ich bin wahnsinnig empfindlich, sobald ich das Gefühl bekomme, dass sie mich unter Druck setzen. Ich kann mein Handy problemlos zur Seite legen und es stundenlang nicht beachten. Ich muss nicht ständig in Kontakt mit der ganzen Welt stehen und wenn ich ehrlich bin, möchte ich das auch nicht. Ich will oft einfach meine Ruhe. Darum habe ich z.B. auch kein Facebook-Konto, wobei da auch prinzipielle Gründe eine Rolle spielen. Bisher habe ich nicht mal WhatsApp, obwohl sich das voraussichtlich ändern wird, sobald ich ein neues Telefon bekomme (dessen Display nicht kaputt und voll einsatzfähig ist -.-). Ich bin bereit, dem Thema Messenger noch einmal eine Chance zu geben (das Prinzip ist ja nicht neu, wir erinnern uns wehmütig an MSN, ICQ und all die anderen Dinos), aber sollte ich merken, dass mich die App nervt, fliegt sie ohne mit der Wimper zu zucken wieder runter. Ich habe in meinem Leben einmal die Erfahrung gemacht, was es bedeutet, sich von einer digitalen Spielerei abhängig zu machen und dieses Gefühl lasse ich nie wieder zu.
Das Lesen ist darüber hinaus eine Domäne, die ich bewusst schütze. Wenn ich mich zu Hause hinsetze, um zu lesen, dann lese ich. Nebenbei läuft Musik, aber weitere Ablenkungen vermeide ich bewusst. Es kommt sogar vor, dass ich mich dafür beim Lieblingsmenschen per SMS abmelde, falls er noch arbeitet. Ich möchte nicht gestört werden, ich möchte mich völlig auf die Geschichte konzentrieren und in ihr verschwinden können.
Was Svenja beschreibt, ist mir völlig fremd, weil ich sehr deutlich zwischen verschiedenen Texttypen unterscheide. Eine SMS ist für mich etwas völlig anderes als ein Buch. Äpfel und Birnen. Ich finde das gut so und werde hoffentlich immer versuchen, kleine Fluchten vor der Digitalisierung für mich zu schaffen, denn hundertprozentig gesund ist das alles meiner Meinung nach nicht.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf euer Leseverhalten aus?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Kommentare und bin schon ganz wild auf eine ausdehnte Stöberrunde! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

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20. 11. 2014 – Sympathy for the Devil: Soundtrack einer Lektüre

Hallo ihr Lieben! 🙂

In den letzten Tagen habe ich viel über die Verbindung zwischen Büchern und Musik nachgedacht. Ausgelöst wurden diese Gedanken von einer Situation letzte Woche. Ich stand im Bus auf dem Weg zur Arbeit und las „Kill the Dead“ von Richard Kadrey, den zweiten Band der Sandman Slim – Reihe. Wem die Geschichte nicht bekannt ist, in diesen Romanen geht es um James Stark alias Sandman Slim, der 11 Jahre in der Hölle als Gladiator verbrachte, dann wieder daraus hervor kroch und seitdem auf sehr unkonventionelle Art und Weise versucht, L.A. vor mittelschweren bis fürchterlichen Katastrophen zu bewahren. Er raucht, er trinkt, er tötet. Sein Mitbewohner ist ein Schädel, in dem der Geist/die Seele eines Magiers gefangen ist. Er arbeitet hin und wieder für Luzifer. Sein Vater ist ein Erzengel. Er reist durch die Schatten und spricht Hellion, die Sprache der Hölle. Ich denke, diese Beschreibung reicht als kurzer Eindruck seiner Person. 😉
Wenn ich unterwegs bin, höre ich eigentlich immer Musik. An diesem speziellen Abend lief „Ramble On“ von Led Zeppelin und ich dachte „Wenn es eine Band gibt, die wirklich hervorragend zu Sandman Slim passt, dann ist es Led Zep“. Der Song „Ramble On“ handelt vom Weiterziehen, von der Suche nach Liebe und von Rastlosigkeit, zumindest soweit ich den Text interpretiere. Insofern passt auch gerade dieser Song perfekt zu „Kill the Dead“, weil Stark genau das ist: rastlos und auch ein bisschen ziellos.
Ist es nicht erstaunlich, dass mir mein Handy ausgerechnet einen Song vorspielte, der ideal zu meiner Lektüre passte, während ich sie in der Hand hielt?

noten

Ich habe dann weiter darüber nachgedacht und habe versucht, weitere Songs zu finden, die zu den Büchern passen, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Mir ist nicht zu allen etwas eingefallen, aber zu ein paar schon.
Für „Kill the Dead“ ist natürlich auch „Sympathy for the Devil“ von den Rolling Stones ideal.
„The Knife of Never Letting Go“ ließ mich an Kansas mit „Carry On Wayward Son“ denken.
Es mag ein Klischee sein, aber für „Visite bei Vollmond“ finde ich „Bad Moon Rising“ von Creedence Clearwater Revival passend.
Sara Ramirez‘ Song „The Story“ ist die perfekte musikalische Untermalung für „The Love Song of Miss Queenie Hennessy“.
Der Vergleich hinkt vielleicht ein bisschen, aber irgendwie erinnert mich „Die Lügen des Locke Lamora“ an „Der Rattenfänger“ von In Extremo.
„Racheklingen“ von Joe Abrercrombie verdient einen härteren Song; „Iron Army“ von In this Moment erfasst Monzas Rachegelüste deswegen ziemlich perfekt.

Wenn ich noch ein bisschen intensiver darüber nachgrübeln würde, fiele mir sicher noch viel mehr ein. Es macht mir auch richtig Spaß, diese Verbindungen zwischen Musik und Literatur zu ziehen. Es kombiniert zwei wirklich wichtige Punkte meines Lebens, die herrlich harmonieren. Obwohl ich selbst nicht mal ein Instrument spiele und auch überhaupt nicht singen kann (kurz gesagt, total unmusikalisch bin), liebe ich es, dass die Musik meine Gefühle einer Geschichte gegenüber in eine fassbare, theoretisch sogar messbare, Größe verwandelt. Es stützt auch meine Erinnerung. Wann immer ich „Ramble On“ von Led Zeppelin oder „Sympathy for the Devil“ von den Stones höre, wird vor meinem geistigen Auge James Stark auftauchen. Ich finde das wirklich schön. Es wird mir noch über Jahre den Tag versüßen.

Habt ihr sowas auch? Verbindet ihr bestimmte Songs mit Büchern?

Ihr wisst ja, dass ich immer sehr neugierig bin bezüglich eurer Lese-Gewohnheiten. Könnt ihr überhaupt Musik hören beim Lesen oder lenkt euch das ab?
Für mich ist es gerade unterwegs die ideale Situation, weil sowohl meine Ohren als auch meine Augen beschäftigt sind. Mitten in der Stadt, unter tausenden von Menschen, kann ich mich in eine kleine Input-freie Höhle zurückziehen. Nichts lenkt mich ab, niemand stört mich. Ich bin allein mit einer Geschichte, die mir so das Gefühl gibt, dass sie nur für mich geschrieben wurde.

Erzählt mir von euren Erfahrungen mit Musik und Literatur. Ich freue mich auf eure Antworten und Kommentare! 🙂

(Bildquelle)

 
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Verfasst von - 20. November 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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