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Montagsfrage: Trigger-Warnungen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich beginne heute meine letzte Arbeitswoche bei der großen überregionalen Tageszeitung mit den vier Buchstaben. Dreimal muss ich noch antanzen, dann habe ich ein paar Tage frei und nächste Woche Dienstag, pünktlich zum 01. Dezember, starte ich in meinen neuen Job. Es ist merkwürdig, dass meine restliche Zeit nun so überschaubar ist und ich weiß, dass ich mich danach für immer verabschiede. Noch hält sich meine Nervosität in Grenzen, aber das kann nächste Woche natürlich schon ganz anders aussehen. Mein ganzes Leben wird sich auf den Kopf stellen und neu ausrichten, da ist ein bisschen Muffensausen sicher keine Schande. Ich hoffe, dass meine letzten drei Tage einigermaßen reibungslos ablaufen und ich mich nicht noch mal ärgern oder auf umfangreiche Überstunden einstellen muss. Drückt mir die Daumen, dass keine größeren Katastrophen passieren. Es wäre nett, wenn der Übergang entspannt sein könnte. Ist schließlich alles so schon aufregend genug. 😉

Die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise ist definitiv ein entspannendes Ritual zum Wochenstart, das ich auch heute wieder zelebriere.

Sollten Bücher, die sensible Themen behandeln, mit Trigger-Warnungen ausgestattet sein?

Kurz gesagt: Ja. Ich bin definitiv für die Integration von Trigger-Warnungen auf der Außenseite von Büchern. Ich schreibe bewusst nicht „Cover“, weil ich glaube, man muss keinen großen roten Hinweis fett auf die Front drucken, um Menschen, die Traumatisches erlebt haben oder mit psychischen Erkrankungen kämpfen, davor zu warnen, dass ein Buch möglicherweise negative Emotionen auslösen könnte, die ihre Situation verschlimmern. Es reicht völlig, auf der Rückseite einen Kasten zu platzieren, der die behandelten, sensiblen Themen auflistet. Ich habe das bei einigen englischen Young Adult – Romanen sogar schon gesehen. Ist der Kasten immer an derselben Stelle, wissen ja alle Leser_innen, wo sie danach Ausschau halten müssen, um nicht unerwartet in eine Krise gestürzt zu werden.

Meiner Meinung nach ist eine Trigger-Warnungen kein Spoiler, denn dafür ist sie viel zu allgemein gehalten, sondern eine Vorsichtsmaßnahme, die emotional belastete Menschen schützt. Da ich selbst auf eine Vergangenheit mit Depressionen, selbstverletzendem Verhalten und Suizidgedanken zurückschaue, kann ich nachvollziehen, dass einige Menschen vermeiden wollen, mit ihren Traumata oder psychischen Schwierigkeiten in einem Buch konfrontiert zu werden. In der Tiefe meines depressiven Lochs hatte ich ebenfalls Probleme damit, Beschreibungen von Depressionen zu ertragen, weil sie mir unangenehm vor Augen führten, wie ich mich fühlte. Ich wusste bereits, dass es mir schlecht ging, ich empfand es als unnötig schmerzhaft, daran erinnert zu werden. Und nein, bevor jemand dieses Argument anbringt, als Konfrontationstherapie taugen unvorbereitete Lesesituationen überhaupt nicht. Eine Konfrontationstherapie ist ein strikt überwachter Prozess, der ausschließlich von kompetenten Therapeut_innen durchgeführt werden sollte, die ihre Patient_innen genau kennen. Eine Selbstbehandlung mit Büchern, die sensible Themen behandeln, ist gefährlich und nicht hilfreich. Deshalb finde ich, dass Trigger-Warnungen ein kleiner Preis dafür sind, Menschen davor zu bewahren, in einen nicht absehbaren emotionalen, psychischen Abgrund zu stürzen.

Trigger-Warnungen werden oft mit Zensur in Verbindung gebracht, im Sinne von „Werden Bücher überhaupt noch gelesen, wenn sie nachweislich schwierige Themen ansprechen?“. Eltern könnten ihren Kindern verbieten, gewisse Bücher zu konsumieren, wenn bereits auf dem Cover (oder auf der Rückseite) steht, dass sie gewisse Darstellungen beinhalten. Sie könnten aus Bibliotheken verbannt, aus dem Lehrplan gestrichen und von Buchhandlungen boykottiert werden. Dazu kann ich nur sagen: Das geschieht bereits jetzt, ohne die Verpflichtung zu Trigger-Warnungen und das betrifft häufig Bücher, die (meiner bescheidenen Ansicht nach) nicht mal eine Trigger-Warnung rechtfertigen. Überall auf der Welt gibt es Bemühungen, den Zugang zu bestimmten Büchern zu verbieten, weil es überall Menschen gibt, die sich daran stören, dass sie Aspekte behandeln, die nicht ihrem Weltbild entsprechen. Die „Harry Potter“-Reihe wird beispielsweise seit ihrem Erscheinen immer wieder beanstandet, weil sie (ich zitiere und übersetze) „sich auf Magie und Hexenwerk bezieht, Zaubersprüche und Flüche enthält und die Charaktere schändliche Mittel einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen“. Die meisten anderen Bücher, die dieses Jahr auf der Top-10-Liste der beanstandeten Bücher der Banned Books Week gelandet sind, stehen dort aufgrund ihrer Darstellung nicht-heteronormativer Beziehungen und Lebensweisen. Natürlich könnten Trigger-Warnungen Menschen, die ohnehin bereit sind, Bücher verbieten zu lassen, zusätzliche Argumente liefern, das will ich nicht abstreiten. Ich glaube jedoch, dass diese Menschen immer Gründe finden werden, Bücher zu beanstanden, ob mit oder ohne Trigger-Warnungen.

Ein weiterer Punkt ist die Frage nach den Grenzen von Trigger-Warnungen. Wovor sollte man warnen und auf welche Themen muss man nicht extra hinweisen? Eine Antwort ist kniffelig, weil prinzipiell alles ein Trigger sein kann. Das ist hochgradig individuell, denn unsere Erinnerungen und Erfahrungen sind mit all unseren Sinnen verknüpft. So könnte beispielsweise die Beschreibung eines spezifischen Geruchs eine Betroffene von sexualisierter Gewalt bereits an den Übergriff erinnern. Ebenso individuell sind Traumata. Manche empfinden die Scheidung der Eltern als traumatisch, andere sind durch Erfahrungen von Missbrauch im Kindesalter traumatisiert. Das Spektrum ist extrem vielfältig, Leid und Schmerz lassen sich nicht messen. Ich muss es leider ganz deutlich sagen: Wir können nicht alle schützen. Das funktioniert nicht. Deshalb würde ich mich bei der Formulierung einer Vorgabe für Trigger-Warnungen an den international anerkannten psychischen Krankheitsbildern des ICD-10 orientieren, die als triggeranfällig bekannt sind und gegebenenfalls deren als (einigermaßen) gesichert geltende Ursachen. Das könnte PTBS, Depressionen, Schizophrenie, Borderline, Suchterkrankungen, Essstörungen oder auch dissoziative Identitätsstörungen (im Volksmund gespaltene Persönlichkeit genannt) beinhalten, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir wissen, dass Kriegserfahrungen PTBS auslösen können; wir wissen, dass selbstverletzendes Verhalten ein Symptom vieler psychischer Krankheiten und Störungen ist; wir wissen, dass sexualisierte Gewalt immer emotionale Narben hinterlässt. Was hindert uns daran, mit diesem Wissen wenigstens ein paar Menschen das erneute Durchleben ihrer schmerzhaften Erfahrungen oder die Verschlimmerung ihrer Symptome zu ersparen?

Ich denke außerdem, dass man literarische Genres differenziert betrachten muss. Vor allgemeinen Gewaltdarstellungen in einem Psychothriller zu warnen, erscheint mir überflüssig, weil potenzielle Leser__innen von Anfang an damit rechnen, diese in der Geschichte vorzufinden. Auf sexualisierte Gewalt hinzuweisen, finde ich hingegen auch bei einem Thriller sinnvoll, weil nicht alle Thriller sexualisierte Verbrechen behandeln. Es ist eine Gradwanderung, das ist mir klar. Ich bin keine Politikerin und habe selbstverständlich keinen konkreten Entwurf für eine gesetzliche Vorgabe für Trigger-Warnungen im Ärmel. Ich glaube trotzdem, ein entsprechendes Gesetz würde vielen Leser_innen die Literaturauswahl erleichtern.

Was haltet ihr von Trigger-Warnungen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen angenehmen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Die Frage um die Fragen

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ist euch klar, dass in nicht einmal zwei Wochen der erste Advent ansteht? Für mich kommt das bevorstehende Jahresende wie immer ziemlich überraschend und hätte der Lieblingsmensch letzte Woche nicht angefangen, über Plätzchen und Adventskalender zu sprechen, wäre mir jetzt vermutlich noch immer nicht bewusst, dass wir hart auf die Weihnachtszeit zusteuern. Habt ihr euch schon einen Adventskalender besorgt und wenn ja, was für ein Modell? Traditionell mit Schokolade oder etwas Ausgefalleneres? 2020 wird Weihnachten wahrscheinlich anders ablaufen, als wir es gewohnt sind, denn aufgrund der Corona-Pandemie fallen große Familienfeiern vermutlich aus. In meiner Familie haben wir uns vorgenommen, den 26. Dezember im Berliner Naturkundemuseum zu verbringen. Ja, das war meine Idee, fragt mich nicht, wie ich darauf komme, dass ein Museumsbesuch eine angemessene Familienaktivität für Weihnachten ist, es ist einfach so. Die Karten haben wir schon, aber wir wissen natürlich nicht, ob dieser Ausflug tatsächlich stattfinden kann. Sollte der „Lockdown light“ über die Feiertage verlängert werden, müssen die Museen geschlossen bleiben. Habt ihr schon Pläne für Weihnachten oder seid ihr noch total abhängig davon, was die Regierung entscheidet und könnt deshalb gar nicht planen? Lasst mal hören, wie weit eure Vorbereitungen fortgeschritten sind, ich beantworte derweil die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Welche Frage würdet ihr in Zukunft gern gestellt sehen?

Heute feiern wir die 100. Ausgabe der Montagsfrage bei Antonia und im Zuge dessen möchte sie gern wissen, welche Fragen wir der Buchblog-Community schon immer einmal stellen wollten. Puh, 100 Ausgaben. Das bedeuetet auch, dass ich (höchstwahrscheinlich) bisher 99 Mal teilgenommen habe. Ist es okay, wenn ich zur 100. Frage ein bisschen faul bin? Mein Hirn ist heute etwas matschig und noch nicht wirklich auf Betriebstemperatur, deshalb wollen mir keine neuen Fragen einfallen. Also lebe ich das Recyclingprinzip und schlage zwei Fragen vor, die ich bereits letztes Jahr vorgeschlagen habe, die es dann aber nicht in Antonias Auswahl geschafft haben. Vielleicht haben sie diesmal bessere Chancen.

1. Hast du dich bereits schon mal ehrenamtlich im Bereich Bücher und Lesen engagiert?

Ist jemand unter euch Lesepate oder Lesepatin? Arbeitet ihr ehrenamtlich in einer Bibliothek? Lest ihr in eurer Freizeit Kindern vor, die nicht eure eigenen sind? Ich würde unheimlich gern wissen, ob in unserer Community Erfahrungen in diese Richtung existieren und hätte gern mal einen Einblick, wie das funktioniert. Wie seid ihr dazu gekommen und inwiefern ist euer Engagement derzeit durch Corona beeinflusst? Mich interessiert brennend, ob es jemanden in unseren Reihen gibt, der oder die die Liebe zu Büchern im wohltätigen Bereich auslebt.

2. Hast du schon mal eine fremde Person angesprochen, weil sie ein Buch las, das du schon gelesen hast?

Diese Frage begleitet mich seit vielen Jahren, weil mir in den öffentlichen Verkehrsmitteln immer mal wieder Menschen begegnen, die Bücher lesen, die ich auch bereits gelesen habe. Jedes Mal habe ich den Drang, diese Menschen anzusprechen, einfach „Und, wie gefällt es Ihnen?“ zu fragen, aber ich kann mich nicht entscheiden, ob das nun ein akzeptables Verhalten wäre oder nicht. Einerseits bin ich mir sicher, dass ich mich darüber freuen würde, andererseits fürchte ich, dass Leser_innen, die vielleicht nicht ganz so Bücher-kommunikativ sind wie ich, das als aufdringlich und grenzüberschreitend empfinden würden. Wie seht ihr das? Wäre es für euch in Ordnung, von einer fremden Person auf eure aktuelle Lektüre angesprochen zu werden? Helft mir bitte weiter, damit ich einschätzen kann, ob ich das in Zukunft tun darf.

Das war es heute von mir, ich bin gespannt, ob Antonia meine zwei Fragen dieses Mal aufnimmt!

Welche Montagsfragen würdet ihr gern mal stellen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Wie nützlich findet ihr die Buchpreisbindung?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Na, habt ihr in der vergangenen Woche die Präsidentschaftswahl in den USA verfolgt? Ich konnte dem turbulenten Zirkus als Teil des Nachrichtenkosmos selbstverständlich nicht entkommen, nicht einmal, wenn ich gewollt hätte. Mittlerweile wurde der demokratische Kandidat Joe Biden ja als offizieller Sieger ausgerufen. Die Ära Trump hat tatsächlich ein Ende. Mich freut das für die US-amerikanische Bevölkerung sehr, denn ich glaube, gerade im Kontext der Corona-Pandemie hat Donald Trump deutlich gezeigt, dass er nicht fähig ist, ein Land stabil zu führen. Ich wünsche allen Amis, dass ihre Heimat jetzt zur Ruhe kommt, um sich dann im neuen Jahr den Herausforderungen zu widmen, die vier Jahre der Trump-Administration hinterlassen und/oder vernachlässigt haben.

Als Trump damals gewählt wurde, woran ich vorher nicht wirklich geglaubt hatte, habe ich genau am 09. November 2016, also exakt heute vor vier Jahren, einen Beitrag veröffentlicht, den ich „Reality goes High Fantasy: Wie es Donald Trump in einem High Fantasy – Universum erginge“ taufte. Darin erzählte ich die Geschichte von Trumps Wahlsieg im Rahmen der High Fantasy, eine Variante, die naheliegenderweise etwas anders ausfiel als die Realität, weil sich in der High Fantasy immer tapfere Held_innen finden, die clevere Pläne entwickeln, um die Bösen aufzuhalten. Sie endete mit Trumps Inhaftierung, Enteignung und Exilierung. Darüber muss ich jetzt schmunzeln, denn aufgrund der Klagen, die ihn möglicherweise nach seiner Präsidentschaft erwarten, könnte das tatsächlich eintreten. Okay, die Exilierung nun nicht, aber er könnte im Gefängnis landen und/oder empfindliche Geldstrafen zahlen müssen. Wir wissen natürlich noch nicht, ob es so weit kommt, aber irgendwie beruhigt mich die Aussicht, dass sich die Realität doch nicht so weit entfernt von der High Fantasy bewegt, wie ich vor vier Jahren befürchtete. Es dauert eben nur länger. 😉

Mit diesen guten Nachrichten starten wir heute in die neue Woche, die traditionell natürlich mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beginnt!

Wie nützlich findet ihr die Buchpreisbindung?

Oh-Oh, sollen wir diese Büchse der Pandora wirklich öffnen? Nun gut, ihr habt es nicht anders gewollt.
Ich bin eine Kritikerin der Buchpreisbindung, weil bis heute nicht widerspruchsfrei bewiesen ist, dass sie funktioniert. Theoretisch soll die Buchpreisbindung Bücher als Kulturgut schützen, womit ich durchaus einverstanden bin. Ich bin nur nicht davon überzeugt, dass die Festsetzung eines Preises dafür eine effektive Strategie darstellt. Sie folgt der Idee, dass das Verbot eines Preiskampfes zu einer größeren Vielfalt des Buchmarktes führt und Planungssicherheit für kleine bzw. unabhängige Verlage und Buchhandlungen garantiert. Das heißt, sie soll verhindern, dass Verlage und Buchhandlungen sich lediglich auf hochprofitable Bestseller beschränken und Kampfpreise ansetzen, die die kleinere Konkurrenz aus dem Geschäft drängen könnten, was natürlich vor allem im digitalen Handel eine Rolle spielt. Man hofft, dass die Marktanteile großer Verlage und Buchhandelsketten moderat gehalten werden, die Dichte von Buchläden hoch bleibt, Umsätze und Verkaufszahlen stabilisiert werden und die Vielfalt des Angebots gefördert wird. Soweit die Theorie.

In der Praxis wissen wir nicht, ob ein Festpreis tatsächlich all diese positiven Effekte verursacht. Es gibt bisher keine verlässlichen Studienergebnisse, die nahelegen würden, dass das der Fall ist. In Deutschland existiert die Buchpreisbindung in verschiedenen Verbindlichkeiten und Formen seit 1888; das derzeit geltende Buchpreisbindungsgesetz trat 2002 in Kraft. Demzufolge haben wir national keine Vergleichswerte, die die Entwicklung des Buchmarktes mit und ohne Buchpreisbindung abbilden. Das Gesetz basiert auf Annahmen, nicht auf Fakten. Wir können lediglich in unsere Nachbarländer schauen, um einen Eindruck davon zu erhalten, ob es sinnvoll ist oder nicht, was aber natürlich keine Garantie dafür darstellt, dass sich die Lage in Deutschland genauso gestalten würde.
In der Schweiz (Shoutout an unsere Nachbar_innen!) wurde die Buchpreisbindung 2007 abgeschafft, weil es sich dabei nicht um ein Gesetz handelte, sondern um eine Absprache zwischen Verlagen und Buchhändler_innen, die nicht mit dem Kartellrecht vereinbar war. 2012 sollte sie wiedereingeführt werden, scheiterte jedoch an einer Volksabstimmung. Im Zuge dessen wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die untersuchte, wie sich die Buchpreise in den ersten 10 Monaten seit der Aufhebung der Buchpreisbindung in der Deutschschweiz entwickelten. Für diese Zeitspanne konnten keine signifikanten Veränderungen festgestellt werden, die Autor_innen der Studie prophezeiten, dass „klare Signale“ erst in etwa drei Jahren zu erwarten wären. Wikipedia erwähnt allerdings, dass im Internethandel (zum Beispiel bei Amazon, wem sonst) tatsächlich Kampfpreise eingeführt wurden. Inwiefern sich die Auswirkungen auf Aspekte wie Buchhandlungsdichte und Vielfalt des verfügbaren, lieferbaren Buchbestandes beobachten ließen, ist unklar.
In Großbritannien fiel die Buchpreisbindung bereits 1997. Eine Untersuchung der Regierung für den Zeitraum von 2000 bis 2005 ergab, dass die Anzahl der neu verlegten Bücher nicht sank, sondern sogar stieg.

Ihr seht, es gibt keine eindeutigen Hinweise, dass die Buchpreisbindung den Buchmarkt wirklich schützt. Aus wirtschaftlicher Sicht erkenne ich die Vorteile für Verlage und Buchhandel und kann verstehen, dass sie sich tendenziell für diese Regulierung aussprechen. Ich glaube zwar nicht, dass die Vielfalt der verlegten Bücher plötzlich einbrechen würde, würde man sie abschaffen, aber ich kann die Angst, auf Dauer nicht gegen einen Großhändler wie Amazon konkurrieren zu können, nachvollziehen. Dennoch bin ich persönlich definitiv dafür, das Buchpreisbindungsgesetz aufzuheben, weil ich nicht aus wirtschaftlicher Perspektive denke, sondern aus der der Konsument_innen. Mein Hauptanliegen besteht darin, dass der festgesetzte Preis den Zugang zu Literatur besonders für diejenigen erschwert, die aus einem sozial schwachen Umfeld stammen und finanziell nicht gut abgesichert sind. Für diese Menschen sind neue Bücher einfach teuer. Natürlich haben sie andere Möglichkeiten, denn der Gebrauchthandel ist von der Buchpreisbindung ausgenommen und Bibliotheken sind ihr gar nicht erst unterworfen, aber versetzt euch – die ihr alle liebend gern lest und nach Büchern stöbert – in die Lage, dass ihr vor einem Buchladen steht und wisst, dass ihr gar nicht erst hineingehen müsst, weil ich ihr euch keines der angebotenen Bücher leisten könnt. Durchschnittlich kostet ein neues Buch in Deutschland 10€. Muss man sich entscheiden, ob man sich von diesen 10€ ein Buch kauft oder die Familie einen Tag länger ernährt, ist klar, worauf die Wahl fällt. Ich finde das ungerecht und unsolidarisch und glaube, dass die Möglichkeit, Bücher günstiger zu verkaufen, zu mehr Chancengleichheit führt. Im Gebrauchthandel und in Bibliotheken ist man immer auf den derzeitigen Bestand angewiesen, man kann weder gänzlich frei wählen noch bestellen. Gerade, wenn man sich nicht wie unsereins ohnehin ständig mit Büchern beschäftigt und gezielt nach Literatur sucht, weil man eine Wunschliste führt, ist es ein Hindernis, wenn man nicht nach Herzenslust stöbern kann. Wie wichtig das Lesen von Büchern unter dem Gesichtspunkt der Bildung ist, muss ich wohl niemandem erklären.

Darüber hinaus finde ich es schwierig, dass die Endabnehmerpreise von den Verlagen festgelegt werden, ohne dass durch das Buchpreisbindungsgesetz festgelegt wäre, wie sich diese zusammensetzen müssen. Ich habe einen Artikel gelesen, in dem ein Professor für Buchhandel und Verlagswirtschaft wörtlich sagte, die Festlegung eines angemessenen Preises sei „auch viel Bauchgefühl“. Im Klartext heißt das, dass Kosument_innen nicht vor Wucher geschützt sind. Selbstverständlich ist dieses Risiko gering, weil der Buchhandel grundsätzlich daran interessiert ist, Preise anzusetzen, die die Kund_innen zu zahlen bereit sind und die gleichzeitig zumindest die Produktionskosten abdecken. Mir ist ebenfalls klar, dass Verlage mit den meisten ihrer Bücher Verluste einfahren, die die wenigen Bestseller ausgleichen müssen, aber ich bekomme ein ungutes Gefühl, wenn Transparenz nicht verpflichtend ist. Wenn der freie Markt schon durch die Buchpreisbindung reguliert wird und Konsument_innen gezwungen sind, von den Verlagen fest, aber willkürlich definierte Preise zu zahlen, sollte zumindest nachvollziehbar sein, wie der Buchpreis zustande kommt. Vielleicht würde mehr Transparenz sogar zu mehr Verständnis führen, was das Verhältnis zwischen Verlagen und Leser_innen nachhaltig verbessern könnte. Ah, aber bevor ich nun gänzlich abschweife, werde ich den heutigen Beitrag an dieser Stelle beenden. Die Diskussion ist eröffnet!

Wie beurteilt ihr die Buchpreisbindung?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen traumhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Autorenschaft vs. Rezensionsqualität?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute beginnt wieder die Normalität hier auf dem Blog. Wir sind zurück aus Texas und dem hyborischen Zeitalter und befassen uns wieder mit dem, was das Rückgrat eines Buchblogs ausmacht: Rezensionen. Ganz recht, mein Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ ist seit letzter Woche abgeschlossen und nun erwarten euch endlich wieder ganz normale Besprechungen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen bedanken, die diese Eskapade von einem Mammutprojekt mit mir durchgestanden und wirklich jeden einzelnen Beitrag gelesen haben (oder noch lesen werden 😉). Es war eine ganz besondere Erfahrung, eure Reaktionen darauf zu beobachten und ich freue mich, dass die Resonanz so positiv war. Jetzt kann aber auch ich nicht leugnen, dass es mich erleichtert, zum Alltag zurückzufinden. Ich habe bisher erst zwei Bücher, die ich 2020 gelesen habe, auf dem Blog rezensiert. Es wird allerhöchste Zeit und ich war hinter den Kulissen tatsächlich recht fleißig und produktiv. Die nächsten drei Wochen sind schon komplett vorgeplant und ich hoffe, dass ich zumindest einen Teil dessen aufholen kann, was ich durch Robert und Conan versäumt habe, bevor das Jahr ausklingt. Ein paar Wochen habe ich ja noch und die beginne ich natürlich traditionell mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, die auch heute wieder ansteht.

Kann ein_e Autor_in auch ein_e gute_r Rezensent_in sein?

Oh ja, das ist möglich. Es mag nicht oft vorkommen, weil Autor_innen meist Besseres zu tun haben, zum Beispiel Bücher schreiben, aber grundsätzlich verfügen sie natürlich über dieselbe Kompetenz wie jede_r dahergelaufene Buchblogger_in, wenn nicht mehr. Wir dürfen nie vergessen, dass Schriftsteller_innen sich oft ursprünglich für das Schreiben entschieden, weil sie begeisterte Leser_innen sind. Wieso sollten sie dann nicht fähig sein, qualitative Rezensionen zu verfassen, wenn sie die Zeit dafür finden?

Es gibt einen Autor, der meine Theorie wunderbar beweist: Mark Lawrence. Lawrence eroberte den internationalen Buchmarkt mit seiner Grimdark-Trilogie „The Broken Empire“ und veröffentlicht seit 2011 jährlich mindestens einen neuen Roman. Er hat einen Abschluss in Physik und einen Doktortitel in Mathematik, arbeitet parallel zu seiner Karriere als Schriftsteller in der Wissenschaft im Bereich der künstlichen Intelligenz und übernimmt darüber hinaus die Pflege seiner behinderten Tochter, die eines seiner vier Kinder ist. Nebenbei führt er außerdem seinen privaten Blog, auf dem er über seine Neuveröffentlichungen informiert, sich mit Fans austauscht, aus seinem Leben berichtet, Literatur ganz allgemein diskutiert, Giveaways organisiert und jedes Jahr den Self-Published Fantasy Blog-Off veranstaltet, einen Literaturwettbewerb, in dem er um die 300 Werke von Fantasy-Autor_innen an 10 Fantasy-Blogger_innen weiterleitet, die aus dieser Menge dann einen Finalisten auswählen. Da ihm das alles aber offenbar immer noch nicht reicht, verfasst und veröffentlicht er auf Goodreads regelmäßig Rezensionen. Liest man diese, fällt auf, dass sie weit über die Einzeiler, wie sie sonst häufig von Autor_innen auf der Plattform gepostet werden, hinausgehen. Während die meisten Schriftsteller_innen – wenn überhaupt – lediglich knappe Sätze wie „Loved it!“ zu den Büchern ihrer Kolleg_innen schreiben, erfüllen Mark Lawrences Texte jeden Anspruch an richtige Rezensionen. Er erklärt, warum er das Buch mochte oder nicht, analysiert literarische Techniken, Wirkung, Atmosphäre und Handlungsaufbau und liefert damit zuverlässige Einschätzungen, die mich in der Vergangenheit bereits ermutigt haben, von ihm besprochene Bücher auf meine Wunschliste zu setzen. Er ist zwar ein wenig nachsichtiger als ich, was möglicherweise daher kommt, dass er selbst weiß, wie viel Arbeit in einer Geschichte steckt, aber seine Rezensionen helfen mir definitiv, zumindest eine Einordnung vorzunehmen. Warum er seine Besprechungen nicht auch auf seinem Blog veröffentlicht, weiß ich nicht, doch das ist meiner Ansicht nach irrelevant. Er ist ein guter Rezensent und demonstriert eindrucksvoll, dass sich beide Rollen keineswegs widersprechen.

Glaubt ihr, dass Autor_innen gute Rezensent_innen sein können?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen brillanten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage fällt mal wieder aus

Hallo ihr Lieben! 🙂

Antonia von Lauter&Leise hat mal wieder mit einem vollen Terminkalender zu kämpfen und lässt die Montagsfrage deshalb zwei Wochen lang ausfallen. Doch keine Sorge, ich versorge euch in diesen zwei Wochen natürlich trotzdem mit neuen Beiträgen, denn mein Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ läuft weiterhin und nähert sich tatsächlich langsam aber sicher seinem Ende. Schnüff. Wir haben nur noch zwei Kapitel vor uns: diese Woche befassen wir uns mit Howards Vermächtnis, nächste Woche erarbeiten wir eine Leseanleitung und dann haben wir die Zielgerade erreicht. Für mich fühlt sich das ziemlich komisch an, wie ein Abschied. Was natürlich Unsinn ist, ich kann Robert und Conan ja jeder Zeit besuchen. Aber noch ist es nicht soweit, noch stecken wir mittendrin. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem fünften Kapitel und einen angenehmen Start in die neue Woche!

Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Wie sieht die Zukunft der Buchmessen aus?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe große Neuigkeiten zu verkünden. In den nächsten Monaten wird sich mein Leben drastisch verändern, denn ich habe einen neuen Job. Ich habe zu Ende November bei meinem aktuellen Arbeitgeber gekündigt und wechsele zum 01. Dezember in eine Berliner Kommunikationsagentur. Leute, ich sage euch, das ist vielleicht AUFREGEND! Ich war schon länger nicht mehr glücklich in meinem derzeitigen Job und sehnte mich nach einer Veränderung, wusste aber nicht so richtig, wohin es gehen soll. Im Juli erhielt ich eine Nachricht einer ehemaligen Kollegin, die für besagte Kommunikationsagentur arbeitet, in der sie mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, mich zu bewerben, sie bräuchten dringend gute Mitarbeiter_innen. Ich dachte, wenn dir das Universum eine Tür öffnet, musst du mutig sein und durchgehen. Also habe ich meine Unterlagen hingeschickt, war zweimal zum Gespräch vor Ort und letzte Woche konnten wir uns einigen. Die Agentur repräsentiert alles, was ich mir von einem Arbeitgeber wünsche: Flexibilität, Abwechslungsreichtum, Entwicklungspotential und ein stark ausgeprägtes soziales, ethisches Bewusstsein. In all den Jahren, in denen ich für die große Tageszeitung mit den vier Buchstaben gearbeitet habe, fehlte mir der letzte Punkt besonders, denn moderner Journalismus entspricht nicht immer meinen Ansprüchen an Ethik und Moral. Ich freue mich wahnsinnig darauf, dass bald ein neuer Lebensabschnitt für mich beginnt, mit geregelten Arbeitszeiten, Wochenenden, Feiertagen und hoffentlich einer Atmosphäre der Wertschätzung. Nach dem ganzen Mist, den mir das Universum in den letzten anderthalb Jahren zugemutet hat, bin ich angesichts dieser enormen Chance schon fast wieder versöhnt. Klappt jetzt noch alles mit der Küche reibungslos, schwingen wir erneut auf einer Wellenlänge. 😉

Inwiefern sich mein neuer Job auf den Blog auswirkt, kann ich noch nicht beurteilen, aber darüber muss ich mir ja jetzt auch noch keine Gedanken machen. Heute zelebrieren wir den Wochenstart ganz wie gehabt mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Ist die Zukunft der Buchmessen online?

Meiner Meinung nach ist das eine ziemlich naive Frage. Als Person, die ihren Lebensunterhalt mit der Umsetzung, Organisation und Aufbereitung digitalen und online abrufbaren Contents verdient, kann ich sie nur folgendermaßen beantworten: Selbstverständlich. Die Vorstellung, dass es in der Zukunft noch Institutionen, Einrichtungen, Unternehmen oder Veranstaltungen gibt, die ohne digitale Repräsentation im Internet auskommen, ist blauäugig. Dementsprechend wird sich auch die Zukunft der Buchmessen mit Sicherheit online abspielen. Eigentlich ist es sogar erstaunlich, dass erst Corona daherkommen musste, damit die Frankfurter Buchmesse die digitalen Möglichkeiten auslotet, aber gut, besser spät als nie.

Ich höre jetzt bereits mehrere von euch entrüstet aufschreien, also lasst mich meine Meinung etwas genauer ausführen. Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Sie gestaltet unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Sichtbarkeit und Reichweite im Internet sind heutzutage Wirtschaftsfaktoren, mit denen sich viel Geld verdienen lässt. Durch Corona wurde das Bewusstsein dafür, wie wichtig digitale Angebote mittlerweile sind, gerade hier in Deutschland drastisch erhöht. Ich denke, die FBM wird die diesjährige Notlösung der digitalen Veranstaltungen in den kommenden Jahren ausbauen und in ihr Konzept aufnehmen, vorausgesetzt, die Akzeptanz bei den Konsument_innen ist gegeben. Ich kann mir vorstellen, dass eine duale Umsetzung zukünftig absolut im Rahmen des Möglichen liegt. Präsenzveranstaltungen werden weiterhin den Kern der Messe darstellen, aber wieso sollten Lesungen, Seminare und Vorträge nicht zusätzlich online gestreamt werden, um diejenigen zu erreichen, die einen Besuch in Frankfurt nicht realisieren können? Ich bin fest überzeugt, dass das der FBM nicht schaden, sondern sie sogar bereichern würde. Ich rechne damit, dass die Organisator_innen der Messe diesen Wert früher oder später erkennen werden.

Das bedeutet natürlich, dass der Zugang zu diesen Veranstaltungen zukünftig nicht mehr kostenlos sein wird, wie er es 2020 ist. Wer an der FBM teilnehmen möchte, muss dafür bezahlen, das steht völlig außer Frage, denn auch digitale Inhalte müssen sich rentieren und die verursachten Kosten wieder reinbringen. Es ist nämlich keineswegs so, dass eine professionelle digitale Umsetzung ohne Investitionen abläuft. Dennoch glaube ich, dass die Zielgruppe der FBM durchaus bereit ist, für die digitale Teilnahme zu zahlen. Man könnte verschiedene, flexible Preismodelle entwickeln, damit User frei entscheiden können, wie viele Veranstaltungen sie besuchen wollen. Von einzelnen Lesungen bis zu einem Wochenendticket, das alle Veranstaltungen enthält, könnte alles abgedeckt sein. Im Grunde kann man das digitale Angebot beliebig erweitern; gemeinsam mit Verlagen könnte man digitale Standbesuche aufziehen, ein Online-Bestellsystem implementieren und vieles mehr. Wem die virtuelle Erfahrung nicht reicht, kann immer noch persönlich nach Frankfurt (oder auch Leipzig) fahren und ich denke, dass das weiterhin viele Menschen tun werden.

Meiner Ansicht nach wird ein duales Konzept in den nächsten Jahren nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht an Bedeutung gewinnen, sondern auch, weil wir Covid-19 wahrscheinlich nicht mehr loswerden. Die Formulierung „post-Pandemie“, die Antonia wählte, neigt dazu, fehlinterpretiert zu werden. Vielleicht werden wir den Status der Pandemie irgendwann überwinden. Das heißt allerdings nicht, dass wir das Virus überwinden, dass es einfach wieder verschwindet. Es ist lediglich eine Frage der Kontrolle. Angenommen, wir finden einen wirksamen Impfstoff, der zugelassen und der breiten Masse zur Verfügung gestellt wird. Theoretisch kann sich in Deutschland dann jede_r Bürger_in impfen lassen. Werden das alle tun? Nein. Es ist unwahrscheinlich, dass unsere Bundesregierung eine Impfpflicht erlässt, demzufolge kann niemand zur Impfung gezwungen werden. Daher wird es immer noch ein paar Hansels geben, die sich weigern, sich impfen zu lassen, die dem Impfstoff nicht vertrauen, die es vergessen, denen der Besuch beim Arzt einfach lästig ist – die Gründe sind vielfältig. Großveranstaltungen wie die FBM bleiben demnach ein Risiko, weil es ja bloß eine_n Impfverweigerer_in braucht, um hunderte von Menschen anzustecken. Außerdem ist die FBM ein Ereignis, das bewusst auf Internationalität ausgelegt ist. Selbst wenn sich jede_r Deutsche impfen lässt, wer sagt, dass das für internationale Gäste ebenfalls gilt? Machen wir uns nichts vor, Corona ist ein Fakt, den wir in den kommenden Jahren irgendwie in unsere Realität integrieren müssen. Mit Tests kann man vielem entgegen wirken, weshalb ich auch dafür bin, die ungenaueren Schnelltests im öffentlichen Leben zuzulassen, doch da die FBM grundsätzlich im Herbst stattfindet, in dem Viruserkrankungen prinzipiell Hochkonjunktur haben, kann es immer passieren, dass beispielsweise die Teilnehmerzahl eingeschränkt wird, um die Infektionszahlen unter Kontrolle zu halten. Um diese Effekt abzufedern, braucht es ein digitales Angebot, das die Messe vor finanziellen Ausfällen schützt.

Wir haben das Internet und es geht nicht mehr weg – nutzen wir es doch. Mutig, unkonventionell und kreativ, das ist die Zukunft, auch für die Buchmessen.

Wie seht ihr die Zukunft der Buchmessen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen traumhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Cover-Juwelen 2020?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Zurück in den normalen Alltag. Mein Urlaub ist vorbei. Ab heute muss ich wieder arbeiten und natürlich starte ich sofort mit einer verhassten Frühschicht. Deshalb verzichte ich heute auf lange Vorreden. Mein Hirn mag noch keine komplexen Gedanken ausformulieren. Euch erwartet jetzt die übliche Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und für den Rest der Woche stehen zwei weitere Beiträge in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ an. Genießt es, während ich versuche, mich wieder ans Arbeiten zu gewöhnen. 😉

Welches (Cover-)Design eines Buches hat euch in letzter Zeit besonders gefallen?

Soweit ich Antonia verstanden habe, bezieht sie diese Frage auf alle Bücher, die wir bisher dieses Jahr gelesen haben. Da habe ich die Qual der Wahl, denn 2020 habe ich offenbar ein gutes Händchen für Cover-Juwelen. Nicht das Schlechteste, schließlich isst das Auge bekanntlich mit. Allerdings bin ich bezüglich meines Favorits recht wankelmütig. Tendenziell gefällt mir meist das Cover meines aktuellen Buches am besten. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Manifestation des „Neu ist immer besser“-Prinzips, ein Gruß meines Unterbewusstseins an Mr. Stinson. Derzeit ist das der Fall. Ich habe gestern begonnen, „The Ninth Rain“ von Jen Williams zu lesen und finde das in Blautönen gehaltene Cover mit der detaillierten Greifen-Illustration umwerfend. Möglicherweise spielte das Cover bei der Kaufentscheidung eine nicht unerhebliche Rolle. 😉 Ob die Geschichte der Gestaltung auch gerecht wird, kann ich noch nicht sagen, ich habe erst ein paar Seiten gelesen (an Tagen vor der Frühschicht reicht meine Konzentration durch Schlafmangel normalerweise nicht aus, um lange zu lesen).

Um jedoch zu beweisen, dass ich nicht ganz so simpel gestrickt bin, wie man es nach diesem Absatz vermuten könnte, möchte ich noch zwei weitere Bücher lobend erwähnen.

Das englische Cover der Orbit-Ausgabe von „Senlin Ascends“  von Josiah Bancroft ist ein echtes Kunstwerk. Ich bedauere sehr, dass Heyne es für die deutsche Ausgabe („Im Turm“) nicht übernommen hat, aus welchen Gründen auch immer. Es erfasst Kern und Atmosphäre der Geschichte hervorragend, während das deutsche Cover zwar ebenfalls attraktiv, aber irgendwie nichtssagend ist.

Bei Laini Taylor stimmt für mich immer alles. Ich glaube, es gibt keine Autorin, mit der ich mehr auf einer Wellenlänge schwinge und irgendwie schafft es das Team um sie herum jedes Mal, den ganz speziellen, ästhetischen Charme ihrer Bücher auch grafisch eindrucksvoll einzufangen. Dieses Jahr habe ich ihren Zweiteiler „Strange the Dreamer“ und „Muse of Nightmares“ gelesen und oh mein Gott, wie atemberaubend ist bitte das Cover meiner Ausgabe von „Strange the Dreamer“? Das Cover meiner Ausgabe von „Muse of Nightmares“ gefällt mir nicht ganz so gut, weil ich es ein wenig zu schlicht finde, aber es gibt eine Ausgabe, die das Design des ersten Bandes aufgreift. Ich beiße mir etwas in den Hintern, dass ich beim Kauf nicht darauf geachtet habe. Ein Teil von mir hofft ein bisschen darauf, dass die beiden Bücher vielleicht irgendwann mal als schicke Sonderauflagen rauskommen, dann würde ich sie beide noch mal kaufen.

Diese drei sind momentan heiße Anwärter auf den Thron meines liebsten Covers 2020, aber wir haben ja erst Oktober. Wenn das Jahr so weitergeht, könnte es ein ganz knappes Rennen um die Spitze werden. Mit dieser Sport-Metapher verabschiede ich mich jetzt – fange ich an, mich beim Sportvokabular zu bedienen, um über Bücher zu sprechen, ist es Zeit für eine Pause. 😀

Welches Cover ist bisher euer Favorit 2020?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen erholten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Kleine Verlage?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Die neue Küche kommt im Januar. Ja, zack, so schnell kann’s gehen. 😀 Am Donnerstag war unser Küchenplaner hier und wir haben drei Stunden lang virtuell in einem 3D-Modell Schränke platziert, Geräte und Farben ausgesucht und insgesamt das Maximum aus dem wenigen Platz, der uns zur Verfügung steht, herausgeholt. Ich sage euch, das wird gut. Ich bekomme alles, was ich mir gewünscht habe, von einer ordentlichen Dunstabzugshaube über ausreichend Stauraum bis zum Geschirrspüler. Wir hätten uns natürlich gefreut, wenn sie noch dieses Jahr eingebaut würde, aber wir haben es nicht eilig und können problemlos ein paar Wochen länger warten. Tatsächlich brauchen wir auch etwas Vorlauf, um den Einbau vorbereiten zu können, denn wir müssen Sperrmüll bestellen, streichen, eine_n Elektriker_in kommen, Boden verlegen lassen und dann noch eine der Wände an strategischen Punkten mit Holz verstärken, weil sie sonst die Hängeschränke nicht tragen kann. Es gibt also genug zu tun, was vorher organisiert werden will. Steht die Küche, wollen wir außerdem einen Fliesenspiegel anbringen lassen, damit sich nicht länger hässliche Spritzer vom Kochen in die Wand fressen. Momentan wirkt diese Liste auf mich ziemlich überwältigend, doch ich weiß, dass dieses Gefühl nachlassen wird, sobald ich anfange, die Punkte abzuhaken.

Diese Woche habe ich aber erst mal noch Urlaub und mache mir keine Gedanken über Dinge, die in der Zukunft liegen. Heute kümmere ich mich um Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und für den Rest der Woche erwarten euch drei weitere Beiträge meines Blogprojekts „Robert E. Howard & Conan der Barbar“.

Welche kleinen Verlage kennt ihr eigentlich und mögt ihr gern?

Leider kann ich zu dieser Frage heute nicht viel beitragen, weil ich mich ehrlich gesagt nicht darum kümmere, ob die Bücher, die ich lesen möchte, bei einem kleinen oder großen Verlag oder im Selfpublishing erscheinen. Ich stöbere nicht in Verlagsprogrammen oder -vorschauen, das heißt, ich habe kaum einen Überblick darüber, was von welchem Verlag veröffentlicht wird. Prinzipiell begrüße ich das Konzept kleiner Indie-Verlage natürlich, aber in meinem Alltag spielt das so gut wie keine Rolle. Ich habe noch nie gezielt kleine Verlage recherchiert. Vielleicht ist das ein Aspekt des Buchmarktes, der tatsächlich eher für (angehende) Autor_innen interessant ist als für mich als reine Leserin. Wenn ich mich für einen Verlag erwärme, hat das normalerweise mehr mit der inhaltlichen Ausrichtung zu tun als mit der Frage, wie groß oder unabhängig dieses Haus ist. Aufgrund meiner persönlichen Vorlieben schätze ich Verlage, die sich auf Fantasy und Science-Fiction spezialisieren, aber mir ist egal, ob es sich dabei tatsächlich um eine unabhängige Firma handelt wie der deutsche Verlag Feder & Schwert oder um ein Imprint (also ein Zweigunternehmen) eines großen Verlages wie zum Beispiel Orbit, das in Großbritannien zur Little, Brown Book Group und in den USA zur Hachette Book Group zählt. Ein deutsches Beispiel ist die Hobbit Presse, die zu Klett-Cotta gehört. Es geht mir immer um die Bücher an sich, nicht um Verlage.

Könnt ihr kleine Verlage empfehlen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen gemütlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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Montagsfrage: Lesen nach Auszeichnung?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Leute, ich hab Urlaub. Eigentlich sollte ich jetzt schon in Sri Lanka sein und mich auf wundervolle Tage am Strand freuen. Dank Corona ist die Reise ja nun ins Wasser gefallen und ja, das ist großer Mist, aber nicht arbeiten zu müssen ist an jedem Ort der Welt toll. Ich bin fest entschlossen, meine freien Tage trotzdem zu genießen. Auch am kommenden Donnerstag, dem 24.09.2020. Chillis erster Todestag. Ich kann kaum glauben, dass sie schon (fast) ein Jahr tot ist. Unsere Sri Lanka – Reise war dazu gedacht, uns beide von hier wegzubringen, damit wir an diesem Tag nicht mit all unseren Erinnerungen konfrontiert sind. Da das nicht geht, haben wir andere Pläne geschmiedet, um uns abzulenken. Am Donnerstag bekommen wir Besuch von einem Küchenplaner bzw. einer Küchenplanerin. Derzeit ist unsere Küche ein Sammelsurium zusammengewürfelter Möbelstücke und Geräte, denn als ich vor vielen Jahren hier eingezogen bin, konnte ich mir einfach keine richtige Küche leisten, weder eine echte Kücheneinrichtung noch eine Einbauküche. Das wollen wir jetzt ändern. Wir investieren das Urlaubsgeld (das wir leider noch nicht zurückbekommen haben) in eine neue Küche, geplant und gebaut von Profis. Natürlich ist das kein Ersatz für diesen Urlaub, der zumindest mir helfen sollte, mit meiner Trauer abzuschließen, doch ich empfinde für dieses Projekt viel Optimismus und freue mich darauf, hoffentlich bald in einer Küche kochen zu können, in der ich mich wirklich wohlfühle. Ich bin gespannt, was bei der Planungssitzung herauskommt, ich habe nämlich keine Ahnung, was heutzutage so alles geht und was für Lösungen der Küchenmensch anbieten kann. Vielleicht muss ich schon bald nicht mehr von Hand abwaschen. 😉

Bis es soweit ist, vertreiben wir uns hier auf dem wortmagieblog die Zeit mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und weiteren zwei Beiträgen in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Nächste Woche kann ich dann sicher berichten, was sich an der Küchenfront getan hat.

Wie wichtig sind euch Book Awards?

Mir sind literarische Auszeichnungen nicht besonders wichtig. Wer meine Beitragsreihe „Lieber Literaturnobelpreis, wir müssen reden“ gelesen hat, weiß, dass ich für die Abschaffung dieses Preises argumentiere, weil ich ihn für missbrauchs- und fehleranfällig halte, glaube, dass er für durchschnittliche Leser_innen kaum relevant ist und es grundsätzlich schwierig finde, Kunst in messbare Kategorien übersetzen zu wollen. Dasselbe gilt im Prinzip auch für alle anderen Literaturpreise. Ich brauche sie nicht, um Bücher zu finden, die mich berühren, mir Spaß machen und möglicherweise sogar mein Leben verändern. Literarische Qualität ist nun mal zutiefst subjektiv und als selbstbestimmter Mensch ist es für mich nicht groß von Belang, ob eine Jury, ein Komittee oder Verkaufszahlen darüber richten, ob ein Buch lesenswert ist.

Ich möchte allerdings nicht behaupten, dass sie mich gänzlich kalt lassen. Obwohl ich mir rational darüber bewusst bin, dass eine literarische Auszeichnung nicht automatisch bedeutet, dass mir ein Buch gefällt, habe ich schon oft beobachtet, dass Coveraufdrucke wie „Gewinner des Pulitzerpreises“ oder „Gewinner des Hugo Awards“ in mir eine Reaktion auslösen. Ich weiß, dass subtile Psychologie am Werk ist und kann mich ihr dennoch nicht völlig verschließen. Auch bei mir führt so ein Siegel auf dem Cover dazu, dass ich eher geneigt bin, an die Qualität eines Buches zu glauben und ich freue mich darüber, wenn Autor_innen ausgezeichnet werden, die sowieso schon in meinem Regal vertreten sind. Ich glaube, da blitzt das Herdenverhalten durch, das im Unterbewusstsein evolutionär verankert ist. Die Logik dahinter ist bestechend: wenn andere Menschen, die sich mit literarischer Qualität auskennen, das Buch gut finden, kann es nicht schlecht sein, oder? Trotzdem lasse ich mich von dieser Logik nie dazu verführen, ein Buch zu kaufen, das mich nicht interessiert. Ich prüfe immer zuerst den Klappentext und falls nötig lese ich auch noch ein paar Rezensionen, um zu entscheiden, ob es bei mir einziehen darf. Die Auszeichnung allein reicht mir nicht aus. Es kann gut sein, dass ein Preis dazu führt, dass ich mir ein bestimmtes Werk überhaupt erst näher ansehe, entscheidend ist er jedoch nie.

Zusammengefasst finde ich, dass literarische Auszeichnungen immer mit Vorsicht genossen werden sollten und Leser_innen ihre Regale nicht blind mit preisgekrönten Bücher füllen sollten. Meiner Meinung nach sollten auch diese Preisträger grundsätzlich mit dem eigenen Lesegeschmack abgeglichen werden. Sie sollten eher Inspiration als Gesetz sein.

Wie steht ihr zu literarischen Auszeichnungen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen entspannten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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Montagsfrage: FBM in Corona-Zeiten?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Hui, was für ein Wochenende! Am Freitag bin ich in den Zug gestiegen und habe mich auf den Weg in die Eifel gemacht. Total verrückt, ich bin noch nie zuvor ICE gefahren. Aber man sagt ja, es gibt für alles ein erstes Mal und in diesem Fall war der Anlass äußerst erfreulich: Marina aka DarkFairy hat geheiratet und ich war eingeladen! Ich bin immer noch wahnsinnig dankbar, dass ich dabei sein durfte und es war wirklich eine richtig schöne Feier. Es war aufregend und einfach toll, meine liebe Blogger-Kollegin in ihrem natürlichen Lebensraum zu besuchen und all die freundlichen Menschen kennenzulernen, die ihr nahestehen. Obwohl ich normalerweise Schwierigkeiten damit habe, mit vielen Fremden auf einmal konfrontiert zu sein, fand ich schnell Anschluss, weil Marinas Freunde und Familie es mir sehr leicht gemacht haben und äußerst offen auf mich zugegangen sind. Ich habe mich willkommen gefühlt und die Tage genossen. Da sich die Feier allerdings bis in die frühen Sonntagmorgenstunden zog, war meine Nacht vor der Heimreise recht kurz und als ich dann gestern endlich zu Hause auf der Couch saß, konnte ich die Augen nicht mehr lange offenhalten. Deshalb habe ich den gestrigen Start der neuen Football-Saison überwiegend verpasst. Das ist zwar schade, aber weil wir uns für dieses Jahr extra den NFL GamePass zugelegt haben, um alle Spiele sehen zu können, kann ich alles nachholen, was mir entgangen ist. Also bitte keine Spoiler, ich schmeiße gleich den Fernseher an, um zu sehen, wer das „Alte-Männer-Duell“ zwischen Drew Brees und Tom Brady gewonnen hat. 😉
Die kommende Woche verläuft weitgehend normal. Ihr könnt euch auf drei neue Beiträge in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ freuen, die ab morgen online gehen und heute starten wir ganz traditionell mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Nehmt ihr dieses Jahr an der FBM teil?

Bevor ich Antonias heutigen Beitrag gelesen habe, wusste ich nicht, dass die Frankfurter Buchmesse dieses Jahr trotz Corona stattfindet. Ich habe vor Jahren entschieden, dass ich dort fehl am Platz wäre und interessiere mich deshalb kaum noch dafür, wann sie veranstaltet wird, welche Programmpunkte angekündigt sind und wer eingeladen ist. Daher ist die Diskussion darüber, ob die Buchmesse wie gewohnt stattfinden oder aufgrund der Corona-Pandemie digital umgesetzt werden sollte, an mir vorbeigegangen. Dass jetzt offenbar beschlossen wurde, den Großteil des Programms in den digitalen Raum zu verschieben und zu streamen, ist allerdings eine Nachricht, die für mich durchaus attraktiv ist.

Ich habe es bisher vermieden, die Buchmessen zu besuchen, weil ich Menschenmassen nicht mag und den finanziellen Aufwand scheue. Aus meiner Sicht würde ich ein Heidengeld dafür ausgeben, mich in eine Situation zu begeben, mit der ich nicht gut umgehen kann, die ich verabscheue und das alles nur, um am Ende mit einem Stapel Bücher nach Hause zu gehen, den ich auch bequem von zu Hause aus hätte ordern können (mal ganz davon abgesehen, dass ich lieber gebraucht kaufe). Nun könnte ich all das aber umgehen und dennoch in den Genuss des Programms kommen. Das ist für mich definitiv eine positive Entwicklung und ich kann mir vorstellen, auf diese Weise doch an der FBM teilzunehmen. Ich habe eben schon mal auf der Website der Messe gestöbert. Aktuell scheint noch nicht festzustehen, welche Veranstaltungen online übertragen werden. Diese Informationen sollen in den nächsten Tagen verkündet werden und ja, ich werde schauen, ob etwas dabei ist, das mich interessiert. Passt der Zeitpunkt, werde ich sicher mal reinschalten (oder mich anmelden oder wie auch immer das am Ende funktioniert). Das heißt, dieses Jahr könnte ich tatsächlich zum ersten Mal die FBM besuchen – rein digital. Es hängt jetzt nur noch davon ab, ob irgendeine Lesung, Diskussion oder so meine Neugier weckt. Bei allen negativen Aspekten, die Corona mit sich brachte, fände ich es schon ziemlich genial, wenn ich durch das Virus auch mal Messegängerin werden könnte. 😉

Werdet ihr die FBM digital oder live besuchen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sensationellen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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