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Tiffanie DeBartolo – How to Kill a Rock Star

Tiffanie DeBartolo ist neben ihrer Karriere als Schriftstellerin und Filmproduzentin auch die Gründerin des Indie-Musiklabels Bright Antenna. Ihre Verbindung zur Musik prägte ihren Roman „How to Kill a Rock Star“. Als ich das Buch aufschlug, freute ich mich, dass auf der ersten Seite die Songs aufgelistet sind, die in der Geschichte eine Rolle spielen und nahm mir vor, mal reinzuhören. Leider musste ich feststellen, dass offenbar alle Songs rein fiktiv sind. Ich fühle mich veralbert. Ich hätte gern gewusst, wie der Soundtrack zu einem Buch klingt, das einen so starken Bezug zur Musik hat wie „How to Kill a Rock Star“.

Manche Menschen würden Eliza als besessen von Musik bezeichnen. Sie selbst… Nun gut, vielleicht ist sie besessen, aber diese Besessenheit öffnete ihr immerhin die Türen zur aufregenden Welt des Musikjournalismus. Jetzt lebt Eliza in New York und schreibt für ein angesagtes Magazin. Sie teilt sich eine Wohnung mit Paul, dem Sänger von Bananafish, der Band ihres Bruders Michael. Paul ist nicht nur verboten attraktiv, sondern auch ein musikalischer Virtuose. Seine Stimme berührt Eliza. Er versteht ihre wilde Leidenschaft für die Musik, fühlt und erlebt sie ebenso wie sie. Ihre Liebe entflammt heiß und machtvoll. Eliza fördert Pauls Karriere und keine sechs Monate nach ihrem Kennenlernen zieht Bananafish einen großen Plattendeal an Land. Doch mit dem Erfolg der Band entstehen Probleme, die das junge Paar nicht voraussehen konnte. Als Bananafish auf Tour gehen sollen, muss Eliza die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Ein Leben mit einem angehenden Rockstar ist eben weit weniger glamourös, als man meinen sollte.

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Ein Kommentar

Verfasst von - Juni 13, 2017 in Chic-Lit

 

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Stephen Chbosky – The Perks of Being a Wallflower

„The Perks of Being a Wallflower“

The Perks of Being a Wallflower

Autor: Stephen Chbosky

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 231

Verlag: Simon & Schuster

Sprache: Englisch

ISBN: 147111614X

Genre: Realistische Fiktion > Young Adult

ausgelesen am: 08.05.2015

Bewertung:

„The Perks of Being a Wallflower” von Stephen Chbosky streifte lange Zeit immer wieder meine Aufmerksamkeit, bevor ich endlich entschied, es zu lesen. Ähnlich wie der Protagonist Charlie flog es sozusagen unter meinem Radar. Der endgültige Impuls, dieses Buch meiner Bibliothek hinzuzufügen, habe ich tatsächlich der Verfilmung „Vielleicht lieber morgen“ zu verdanken, denn ich wollte den Film nicht sehen, bevor ich das Buch kannte. Interessanterweise war Stephen Chbosky maßgeblich an der Produktion des Films beteiligt; er schrieb das Drehbuch und führte Regie. Bis heute ist „The Perks of Being a Wallflower” Chboskys einziger Roman. Er arbeitet in der Filmbranche als Drehbuchautor und Regisseur, hat aber meines Wissens nach nie wieder ein Buch geschrieben, was mich ein wenig wundert. Schließlich schaffte es „The Perks of Being a Wallflower” 1999 sogar auf die New York Times Bestsellerliste.

Charlie ist nicht populär. Er ist nicht beliebt. Er ist ein Mauerblümchen, jemand, der nur zusieht, während andere ihr Leben leben und genießen. Das war schon so, bevor sein bester Freund Michael Selbstmord beging. Jetzt, ohne Michael, ist Charlie ganz allein. Doch man sagt nicht umsonst, wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Denn während er noch mit seinem Verlust kämpft, begegnet Charlie Sam und Patrick. Die Geschwister öffnen ihm ihre Herzen und fangen ihn auf, ziehen ihn weg von der Seitenlinie seiner Existenz und zeigen ihm, was es wirklich bedeutet, zu leben. Charlie betritt die unbekannte Welt der Dates, Partys und Familiendramen und merkt gar nicht, dass er auf dem besten Weg ist, erwachsen zu werden.

„The Perks of Being a Wallflower” ist ein wundervolles, berührendes Buch. Für mich kam es nur leider etwa 10 Jahre zu spät. Damit meine ich nicht, dass ich mit der Thematik des Erwachsenwerdens nichts mehr anfangen kann. Ich weiß diesen Briefroman auch heute noch durchaus zu schätzen. Aber ich bin überzeugt, das Buch hätte mir weit mehr geben können, hätte ich es mit 15, 16 Jahren gelesen. Es hätte meinen eigenen Selbstfindungsprozess unterstützt. Es hätte mir das Gefühl gegeben, nicht allein zu sein. Ich bedauere dieses Versäumnis sehr, denn auch für mich war die Teenagerzeit nicht einfach. Ich wünschte, Charlie und ich hätten uns schon viel früher kennengelernt und wären gemeinsam erwachsen geworden. Von ihm hätte ich mich verstanden gefühlt, weil er ein so süßer, intelligenter und sensibler Junge ist. Vielleicht hätte ich mich sogar ein bisschen in ihn verknallt. Durch die Jahre und die Lebenserfahrung, die ich Charlie heute voraushabe, fiel es mir schwer, nicht ständig über seine psychische Verfassung nachzudenken. Diese spielt natürlich eine Rolle und ist einer der Gründe für sein Außenseiterdasein, aber es ist nicht fair, ihn darauf zu reduzieren. Ich musste mich anstrengen, ihn so zu nehmen, wie er eben ist und ihn nicht permanent zu analysieren. Trotzdem konnte ich es nicht völlig vermeiden, weil er, ungeachtet seiner positiven Eigenschaften, kein Charakter ist, in den ich mich mir nichts, dir nichts hineinversetzen konnte. Das lag daran, dass Charlie unglaublich distanziert ist. Gegenüber der Realität, anderen Menschen und sogar sich selbst. Er steht immer irgendwie außerhalb, schwebt über allem und wirkte auf mich häufig verträumt und nicht richtig präsent. Daraus resultierend ist er jedoch ein sehr aufmerksamer Beobachter. Er nimmt selbst nicht (immer) teil, aber er sieht Dinge. Er nimmt die Menschen um sich herum genau so wahr, wie sie wirklich sind. Das ist eine kostbare und beeindruckende Fähigkeit. So wenig er in Kontakt mit seinen eigenen Gefühlen steht, umso talentierter ist er darin, die Gefühle anderer zu lesen und zu deuten. Für Charlie existieren die Masken, die Menschen Tag für Tag aufsetzen, um den Schein zu wahren, nicht. Es ist nahezu paradox, wie empathisch er ist, angesichts dessen, dass er sich selbst meist nicht versteht. Ich habe mir sehr oft für ihn gewünscht, dass er nur einmal richtig in sich geht und seine Emotionen erkundet. Dass er herausfindet, wieso er tief in seinem Inneren so traurig und das Bedürfnis, mit jemandem zu reden, der ihn versteht, so stark ist, dass er Briefe an einen Fremden schreibt. Obwohl er neue Freunde findet, die er fast schon vergöttert, vertraut er niemandem von ihnen genug, um sein Herz auszuschütten. Auch mit seinen Eltern und seinen beiden älteren Geschwistern kann er nicht reden, denn für sie spielt er nur eine untergeordnete Rolle. Charlie schreibt es nicht nieder, aber ich denke, er fühlt sich oft überflüssig und manchmal sogar unerwünscht.
All seiner sozialen Tollpatschigkeit zum Trotz erlebt Charlie eine wahrhafte Entwicklung, die so sanft und allmählich passiert, dass er sie selbst wohl kaum bemerkt. Es spricht stark für Stephen Chboskys schriftstellerisches Talent, dass sich diese Entwicklung auch auf mich übertrug. Mein Gefühl für Charlie veränderte sich. Den Großteil des Buches über empfand ich eine diffuse, beklemmende Traurigkeit; ich hatte das Gefühl, Charlie beschützen und an die Hand nehmen zu müssen. Am Ende des Romans hingegen hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, ihn gehen zu lassen, weil ich davon überzeugt war, dass er sein Leben meistern wird.

„The Perks of Being a Wallflower” macht seiner Kategorisierung als Young Adult – Roman alle Ehre. Selten habe ich einen Vertreter der Initiationsliteratur gelesen, der so perfekt auf Jugendliche und ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Natürlich kann man dieses Buch auch als erwachsener Mensch lesen; seine besondere Wirkung erzielt es meiner Meinung nach aber tatsächlich nur bei der Zielgruppe. Denn sich an seine Teenagerzeit zu erinnern ist etwas völlig anderes, als wie Charlie mittendrin zu stecken.

 
 

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Lissa Price – Enders

„Enders“

enders

Reihe: Starters – Enders #2

Autor: Lissa Price

Format: Hardcover

Seitenzahl: 352

Verlag: ivi (Piper Verlag)

Sprache: Deutsch

ISBN: 3492702643

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 15.02.2015

Bewertung:

Was habe ich mich auf „Enders“ von Lissa Price gefreut. Der erste Band dieses Zweiteilers, „Starters“, war eine meiner ersten YA-Dystopien und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich dieses Genre so gern und häufig lese. Ich glaube, ich habe „Starters“ noch im Erscheinungsjahr gelesen, das war 2012. „Enders“ erschien laut Goodreads ein Jahr später, da ich aber unbedingt die deutsche Hardcover-Ausgabe haben wollte (passend zu meiner Ausgabe von „Starters“), war ich einige Zeit zu geizig, um es zu kaufen. Dieses Jahr habe ich es endlich hinter mich gebracht, in den sauren Apfel gebissen und die 16€ ausgegeben. Ich habe mir ja vorgenommen, mehr Reihen abzuschließen. 😉

Prime Destinations ist zerstört. Doch der Old Man ist noch immer da draußen und macht Callie Woodland das Leben schwer. Der manipulierte Chip in ihrem Kopf ermöglicht es ihm, in ihre Gedanken einzudringen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als den Chip endlich loszuwerden und ein normales Leben zu führen. Bisher gibt es jedoch keine Möglichkeit, den Chip zu entfernen, ohne den Träger zu töten. Alle Starters, die sich der Body Bank als SpenderInnen zur Verfügung stellten, müssen stets fürchten, dass sie ohne Vorwarnung die Kontrolle über ihren Körper und ihre Gedanken verlieren. Callie setzt alles daran, den Old Man aufzuhalten, der weiterhin seine egoistischen und skrupellosen Pläne verfolgt. Als sie es am wenigsten erwartet, begegnet sie dem einen Menschen, der den Old Man möglicherweise noch mehr hasst als sie: Hyden. Sein Sohn. Callie braucht seine Hilfe, denn nur gemeinsam haben sie eine Chance, seinem Vater das Handwerk zu legen. Doch kann sie ihm überhaupt trauen? Oder verfolgt auch er eigene Ziele?

Die schlechteste Fortsetzung aller Zeiten. Denke ich an „Enders“, fallen mir lauter Worte mit der Vorsilbe un- ein: unlogisch, unrealistisch, unglaubwürdig. Es ist so furchtbar, dass ich die Phase der Enttäuschung noch beim Lesen hinter mir gelassen habe und nun einfach nur wütend bin. Ich kann nicht glauben, dass Lissa Price ihre Geschichte selbst völlig ruinierte. Der erste Band „Starters“ war großartig, doch was sie sich bei diesem Albtraum von einer Fortsetzung gedacht hat, ist mir absolut schleierhaft. Ich weiß, ich sollte Respekt gegenüber der Autorin und ihrer Arbeit empfinden, aber in diesem Fall fällt mir das wahrlich sehr schwer.
Für mich ging es von der ersten Seite an bergab. Ich kam nicht in die Geschichte rein, konnte keine Verbindung zu den Ereignissen aufbauen und fand auch keinen Zugang zu den Charakteren, trotz Rekapitulation des ersten Bandes. Trauriger Weise änderte sich das nicht mehr. Irgendwann musste ich mich mit der Distanz abfinden. Vermutlich war das gut so, denn andernfalls hätte ich die schiere Absurdität von „Enders“ noch schlechter ertragen. Ich habe noch nie dermaßen unnatürliche, steife, seltsame zwischenmenschliche Beziehungen und Dialoge in einem Buch erlebt. Die Protagonistin und Ich-Erzählerin Callie trifft also Hyden, mit dem sie sich zusammentut, obwohl er der Sohn ihres Erzfeindes ist. Sie behauptet zwar, ihm nicht zu trauen, verhält sich jedoch komplett entgegengesetzt. Das konnte ich bereits nicht nachvollziehen, aber gut. Ich hätte darüber hinwegsehen können. Dann fangen sie an, die Starters einzusammeln, die einen Chip von Prime im Kopf haben. Immer wieder verlassen sie dafür ihr Versteck. Wochenlang. Ohne dass sie jemand entdeckt. Hmhm. Okay. Eines schönen Tages sind Callie und Hyden wieder einmal unterwegs und finden einen Starter namens Jeremy, den sie ebenfalls in ihr Versteck bringen wollen. Dumm nur, dass der nicht gerettet werden möchte. Also überwältigt Hyden ihn kurzerhand. Sie entführen den armen Jungen gegen seinen Willen. Aber das ist noch nicht alles. Als Jeremy bewusstlos im Auto liegt, übernimmt Hyden seinen Körper. Aus purem Egoismus, nicht für den guten Zweck oder so. Er klaut seinen Körper! Er tut genau das, wofür alle Starters den Old Man verabscheuen! Und komischerweise finden das alle, Callie eingeschlossen, ganz okay. Doch das Beste an der Situation, die sowieso schon haarsträubend genug war, war folgendes: als Hyden Jeremys Körper dann endlich zurückgibt, werden die beiden mehr oder weniger FREUNDE! Der Typ klaut seinen Körper und Jeremy ist nicht mal sauer?! Ich hätte Hyden dafür verprügelt. Als ich meinem Lieblingsmenschen von diesem Handlungsstrang erzählt habe, ist mir erst klar geworden, WIE absurd das eigentlich alles ist. Ich musste so sehr lachen, dass mir die Tränen kamen.
Und Callie? Während ich sie in „Starters“ wirklich mochte und in ihr eine sympathische Kick Ass-Heldin sah, fand ich sie nun grauenvoll. Hätte ich nur einmal mehr erleben müssen, wie sie vor sich hin jammert, wäre das Buch aus dem Fenster geflogen. Callie ist der Nabel der Welt in der Geschichte, alles dreht sich um sie, sie ist ja so besonders. Nebencharaktere? Kann man vernachlässigen, dafür darf Callie noch eine Runde jammern. Selbst ihr bester Freund Michael, der angeblich wie ein Bruder für sie ist, bleibt ein konturloser Geist. Ich begreife eigentlich nicht, wieso er überhaupt auftaucht, denn er trägt nichts, aber auch gar nichts zur Handlung bei. Callie und er führen nicht ein richtiges Gespräch, stattdessen zeichnet er sich dadurch aus, dass er offenbar immer, ungeachtet der Umstände, schlafen kann.

Meine Meinung? Lasst es. Lest „Enders“ nicht, auch nicht, wenn ihr „Starters“ gelesen habt. Besonders nicht, wenn ihr „Starters“ mochtet. Es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber „Enders“ ist seit langer, langer Zeit das schlechteste Buch, das ich gelesen habe. Es war Zeit- und Geldverschwendung. Ich bereue es, was mir sonst eigentlich nie passiert, weil auch ein Buch, das mir nicht gefällt, eine Erfahrung ist. Jahre habe ich auf diese Fortsetzung gewartet – ich es hätte es mir sparen können. Ich bin wirklich wütend auf Lissa Prica und denke nicht, dass sie von mir je wieder eine Chance bekommt.

 
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Verfasst von - Februar 20, 2015 in Dystopie, Science Fiction, Young Adult

 

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