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Montagsfrage: Reiselektüre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Da wollte ich heute morgen ganz in Ruhe noch vor der Arbeit die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten und dann das. Das Internet streikte. Mist. Da ich clever genug war, sofort meinen Anbieter anzurufen und die dann tatsächlich eine Netzstörung festgestellt haben (wovon ich ganz modern per SMS erfahren habe), hoffe ich, dass sich das bis heute Abend von selbst erledigt. So lange genieße ich das Internet an meinem Arbeitsplatz in vollen Zügen und beantworte jetzt die wöchentliche Montagsfrage. Zum Glück habe ich so viel Leerlauf. 😉

Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?

Nur 5? Sicher? Ist das nicht riskant? Am Ende stehe ich ohne Bücher (bzw. mit lauter gelesenen) da. Aber gut, Svenja hat fünf vorgeschrieben, also wähle ich eben nur fünf aus. Da die Anzahl so gering ist, habe ich mir überlegt, dicke Schinken einzupacken, als Ausgleich sozusagen.
An erster Stelle würde ich natürlich meine aktuelle Lektüre „Beloved“ von Toni Morrison mitnehmen. Dabei handelt es sich zwar „nur“ um ein 324-Seiten-Buch, aber dafür ist es ein sehr anspruchsvoller Klassiker, für den ich Zeit brauche.
Meine zweite Wahl würde auf „London“ (Die Uralte Metropole #5) von Christoph Marzi fallen, mit 700 Seiten deutlich dicker. Ich bin schon ganz wild darauf, Emily, Wittgenstein und die Wunder der Uralten Metropole endlich wiederzusehen und kann mir keine bessere Gelegenheit vorstellen.
Als Drittes würde ich „Circus of the Damned“ (Anita Blake #3) von Laurell K. Hamilton einstecke, obwohl auch dieses Buch eher dünn ist. Ich habe einfach Lust auf den nächsten Anita und werde ihn wohl tatsächlich als nächstes lesen, obwohl ich nicht in Urlaub fahre. Außerdem ist es nie schlecht, die staatlich bestellte Vampirhenkerin dabei zu haben.
Das vierte Buch muss unbedingt ein High Fantasy – Wälzer sein. Ohne kann ich nicht verreisen. Ich entscheide mich für „The Unremembered“ (Vault of Heaven #1) von Peter Orullian. Zum Strand passt ein Reihenauftakt von über 900 Seiten (ja, bei mir gäbe es Sand, Meer und pure Entspannung).
Eine letzte Wahl muss ich noch treffen. Ich denke, „Drood“ von Dan Simmons ist eine gute Idee. 976 Seiten und eine SuB-Leiche, die es dringend mal verdient, gelesen zu werden. Ich habe das Buch vermutlich seit 2013. Der olle Charles Dickens passt zwar nicht so recht zu Sonne, Meer und Palmen, aber was soll’s.
Ich fasse zusammen: ein Klassiker, zweimal London, einmal Vamprie und ein episches HF-Abenteuer. Kann sich doch sehen lassen, oder? Zwei Wochen reiche ich damit aber sicherlich nicht. Dafür würde ich vorsichtshalber mindestens zwei weitere Bücher auf den Reisestapel packen. 😉

Wie sähe eure Urlaubsketüre aus?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Wortmagie’s Buchige Schnitzeljagd zum Welttag des Buches – Rätsel #7

Wortmagies Buchige Schnitzeljagd zum Welttag des Buches

Hallo ihr Lieben! 🙂

Die Buchige Schnitzeljagd geht zu Ende. Morgen ist der Welttag des Buches und somit werdet ihr auch herausfinden, wie gut ihr euch tatsächlich beim Sammeln der Gegenstände angestellt habt. Diese Woche war etwas Besonderes und ich freue mich darauf, morgen das große Finale mit euch feiern zu können! Davor gibt es nur noch eines zu tun: das siebte und letzte Rätsel muss gelöst werden. 😉 >>> Weiterlesen & Mitmachen!

 
 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

>>> Weiterlesen

 
13 Kommentare

Verfasst von - Januar 26, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Christoph Hardebusch – Jenseits der Drachenküste

„Jenseits der Drachenküste“

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Reihe: Sturmwelten #3

Autor: Christoph Hardebusch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 528 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453523989

Genre: Fantasy > High Fantasy

ausgelesen am: 11.02.2015

Bewertung:

Ein Sturm zieht auf. Noch immer jagen die HeldInnen der See die gefährliche magieabsorbierende Ladung, die sich mittlerweile auf der Todsünde befindet.
Roxane, Jaquento und Bihrâd befinden sich auf dem Schiff Siorys – Roxanes erstes eigenes Kommando als Kapitänin. Sie segeln der Todsünde hinterher, stets in der Hoffnung, sie einzuholen oder zumindest einen entscheidenden Hinweis auf ihr Ziel zu erlangen.
Admiral Aomas Thyrane wird währenddessen aufgrund seiner Anschuldigungen gegenüber der Thaynrisch-Kolonialen Handelscompagnie auf Lessan von der Marine gefangen gehalten. Doch glücklicherweise ist er mit zwei mächtigen Maestre befreundet, die alles daran setzen, ihn zu befreien. Mithilfe von Manoel und Sinao kann Thyrane entkommen. Sobald sie sich wieder auf der Imperial befinden, segeln sie erneut in die Sturmwelt, um endlich der Natur der geheimnisvollen Ladung auf die Schliche zu kommen.
Der Poet Franigo hingegen muss in Hiscadi erleben, wie die Revolution, die er in Gang setzte, ihre eigenen Kinder frisst. Schon bald hat er keine andere Wahl mehr, als das Land zu verlassen. Da trifft es sich vorzüglich, dass er einem Fremden begegnet, der ihm nicht nur Arbeit anbietet, sondern ihn auch aus Hiscadi hinaus schmuggelt. Gemeinsam mit dem alten Mann begibt Franigo sich auf eine weite Reise, ohne recht zu verstehen, warum der Alte so entgegen kommend ist.
Das Schicksal führt die HeldInnen auf Wege, die alle nur ein Ziel kennen: die Lande jenseits der Drachenküste. Denn hier wird sich die Zukunft der Welt entscheiden.

Mein Herz blutet. Ich bin wirklich untröstlich, dass ich für „Jenseits der Drachenküste“ nicht mehr als drei Sterne vergeben kann. Die ersten beiden Bände, „Sturmwelten“ und „Unter schwarzen Segeln“, waren beeindruckend und unwiderstehlich, aber das Finale wirkte auf mich… unfertig. Es ist nicht rund, es gibt zu viele Handlungsstränge, die gar nicht oder nur unbefriedigend zu einem Abschluss gebracht werden. Es fühlte sich an, als hätte sich der Autor Christoph Hardebusch im letzten Drittel des Buches völlig verloren, als wäre ihm seine eigene Handlung entglitten, sodass es einfach nicht mehr passte. Vielleicht hat er die Handlung doch nicht ausreichend vorangetrieben und wurde nicht fertig. Vielleicht hatte er nicht mehr genug Platz oder Zeit, um wirklich alle offenen Fragen aufzuklären. Was es auch war, es ist unfassbar schade, denn meiner Meinung nach hätte er kinderleicht noch ein viertes Buch füllen können. Viele interessante und vielversprechende Ansätze verliefen stattdessen im Sande. Natürlich sprechen wir hier immer noch über ein gutes Buch mit einer einzigartigen, dichten Atmosphäre und starken Charakteren, aber ich bin wirklich enttäuscht, dass das Finale der Geschichte nicht gerecht wurde.
Gerade weil die Figuren alle sehr besonders und individuell sind und Hardebusch auch seine Nebencharaktere äußerst liebevoll und lebendig gezeichnet hat, ist es jammerschade, dass einige zu kurz kamen. Das trifft meines Erachtens speziell auf den Magietrinker Bihrâd zu. Er begleitet Jaquento die ganze Geschichte über, hat dafür meiner Meinung nach aber eine viel zu kleine Rolle. Ich war spätestens seit dem zweiten Band äußerst neugierig und wollte unbedingt mehr über ihn erfahren. Ähnlich wie die Caserdote (Priester) ist er in der Lage, Magie zu unterbinden, doch in seiner Heimat, den Mauresken Städten, gilt diese Fähigkeit nicht als Segen, sondern als Fluch. Dadurch hat Bihrâd eine eher schwierige Vergangenheit, die in krassem Kontrast zu seinem jetzigen Wesen steht. Ich empfand ihn stets als sehr loyal, ausgeglichen und selbstbeherrscht. Er gibt wenig von sich preis und redet nur dann, wenn er auch wirklich etwas zu sagen hat. Dadurch umgibt ihn eine geheimnisvolle Aura und irgendwie hatte ich erwartet, dass sich diese im finalen Showdown auflöst, weil er im maßgebenden Moment eine wichtige Funktion erfüllt. Leider lag ich damit falsch. In der alles entscheidenden, spannenden Seeschlacht ist er zwar dabei, doch Hardebusch konzentriert sich in diesen letzten Szenen fast ausschließlich auf seine Hauptcharaktere.
Für mich war darüber hinaus der Handlungsstrang des Admirals Aomas Thyrane äußerst unbefriedigend. Das beziehe ich nicht mal auf ihn persönlich, sondern auf seine ursprüngliche Aufgabe. Er sollte herausfinden, inwiefern die Handelscompagnie in alles verwickelt war, was mit der geheimnisvollen Ladung zu tun hat. In diesem Punkt vernachlässigte Hardebusch jegliche Hintergründe und Erklärungen. Wie haben die Händler das Artefakt überhaupt gefunden? Was hatten sie damit vor? So gern ich Thyrane habe, ich finde, Hardebusch hat sich von all den anderen Ereignissen ablenken lassen, wodurch die Rolle der Compagnie unter den Tisch fiel. Dieser Handlungsstrang ist für mich so zu einer überstehenden Kante geworden, an der ich mich unangenehm gestoßen habe.

Alles in allem denke ich, dass die Sturmwelten-Trilogie als Tetralogie wesentlich besser funktioniert hätte. Im Finale „Jenseits der Drachenküste“ beschlich mich ab dem letzten Drittel das Gefühl, dass sich Christoph Hardebusch stark unter Druck gesetzt fühlte, einen Abschluss zu konstruieren, für den weder er noch die Geschichte schon bereit war. Und wer weiß, vielleicht war sein Seefahrerabenteuer ursprünglich tatsächlich auf vier Bände ausgelegt.
Ich möchte euch die Trilogie trotz meiner Enttäuschung bezüglich des Finales empfehlen, denn die positiven Aspekte überwiegen die negativen bei Weitem. Hardebusch konnte mich von seinem schriftstellerischen Talent überzeugen und hat mich in den vorangegangenen Bänden so sehr begeistert, dass ich denke, es lohnt sich trotzdem, die Reihe zu lesen. Allerdings solltet ihr eure Erwartungen an den letzten Band wirklich im Zaum halten.
Die Sturmwelt ist exotisch, aufregend, magisch und auf jeden Fall eine Reise wert!

Sturmwelten – Die Rezensionen zur Trilogie im Überblick:

Sturmwelten #1: “Sturmwelten”
Sturmwelten #2: “Unter schwarzen Segeln”
Sturmwelten #3: “Jenseits der Drachenküste”

 
4 Kommentare

Verfasst von - Februar 18, 2015 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Christoph Hardebusch – Unter schwarzen Segeln

„Unter schwarzen Segeln“

Unter schwarzen Segeln

Reihe: Sturmwelten #2

Autor: Christoph Hardebusch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 528 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453523970

Genre: Fantasy > High Fantasy

ausgelesen am: 07.02.2015

Bewertung:

In dem Gefecht vor der illegalen Sklavenkolonie Hequia mussten viele tapfere Seeleute ihr Leben lassen. Die Freiheit der Sklaven hatte einen hohen Preis und darüber hinaus konnten Kapitän Deguay und die Maestra Tereisa auf der Todsünde entkommen, mit der Totwey und ihrer seltsamen, magieschluckenden Ladung im Schlepptau. Jaquento und Roxane bringen die befreiten Sklaven nach Lessan, wo sie der Thaynrischen Marine Bericht erstatten müssen. Die Besprechung verläuft nicht gut – Jaquento wird festgenommen und Roxane erhält den Befehl, ihn nach Thaynric zu bringen, um sich gemeinsam mit ihm vor einem Kriegsgericht zu verantworten. Doch die launischen Winde halten auf ihrer Reise einige Überraschungen bereit. Die Jagd nach der Totwey ist noch nicht vorbei.
Währenddessen beauftragt die Thaynrische Marine den bereits pensionierten Admiral Aomas Thyrane, die Vorkommnisse auf der Insel Hequia zu untersuchen. Der Seewolf, wie er genannt wird, soll herausfinden, inwiefern die Thaynrisch-Koloniale Handelscompagnie in den Transport der Ladung der Totwey verwickelt ist. In Lessan trifft Thyrane auf Sinao und Manoel, die der Gerichtsbarkeit der Thayns entgehen konnten. Schnell wird deutlich, dass die Händler mächtig Dreck am Stecken haben.
Ein Beben zieht sich durch die Welt, ausgehend von der Ladung der Totwey. Mächtige Magie ist am Werk und droht, alle Beteiligten mit Haut und Haaren zu verschlingen.

Ich empfand „Unter schwarzen Segeln“ als würdige, logische Fortsetzung der Sturmwelten-Trilogie. Es bietet mehr Action als der erste Band „Sturmwelten“, zeichnet sich aber trotz dessen durch dieselbe, beruhigende Ausstrahlung aus. Hardebuschs Darstellung der spannenden Abenteuer auf See ist und bleibt unwiderstehlich; ich konnte mich erneut völlig in seiner Welt verlieren. Mit seinem besonderen, eingängigen Schreibstil erschafft er einen Sog, der mich mit seiner fantastischen Bilderflut die Realität vergessen ließ. Ich liebe die Sturmwelt, mit all ihren Wundern und der Magie, der See, den Schiffen und den verwegenen Charakteren, die in ihrer Unterschiedlichkeit so real und lebendig wirken.
Gleich zu Beginn des Buches lernen die LeserInnen eine neue Figur kennen: den Admiral Aomas Thyrane. Mal davon abgesehen, dass ich seinen Vornamen sehr schön finde, hat er mich auch von der ersten Seite an für sich gewonnen und ansatzlos immer mehr Sympathiepunkte gesammelt. Er ist ein alter Sturkopf, der in seinem Leben schon so manchen Kampf gegen die Obrigkeit ausgefochten hat. Einige hat er gewonnen, andere verloren, doch was ihm blieb, ist die Erkenntnis, dass Gerechtigkeit in der Politik oft keine Rolle spielt. Trotzdem gab er nie auf, er kämpft noch immer. Ich mag ihn sehr, denn Hardebusch konnte mich sofort davon überzeugen, dass Thyrane ein guter Mensch ist. Ich habe mich auf die Kapitel aus seiner Sicht richtig gefreut. Das lag unter anderem auch daran, dass Thyrane wundervoll mit Sinao und Manoel umgeht. Er behandelt sie nicht als minderbemittelte Wilde wie all die anderen Offiziellen der Marine, sondern nimmt sie ernst. Ich denke, vor allem für Sinao war diese Erfahrung ungemein wichtig, weil sie UniformträgerInnen bisher nur als grausam und ungerecht erlebte. Kein Wunder, dass sie niemandem außer Manoel richtig vertraut. Ich hatte übrigens recht: die Beziehung von Magie und Religion wird in diesem Band endlich erläutert. Hardebusch nutzt dafür elegant das Schülerinnen-Lehrer-Verhältnis von Sinao und Manoel; während Manoel Sinao geduldig die Geschichte von Hardebuschs Welt erklärt, lauschen auch seine LeserInnen seinen Worten und begreifen so die Hintergründe.
„Unter schwarzen Segeln“ hat darüber hinaus eine politische Ebene, die am deutlichsten durch den Poeten Franigo sichtbar wird. Eingeführt wurde er bereits im ersten Band, doch erst jetzt beginnt er, richtig in die Geschichte zu passen. Wie auch der Pirat Jaquento stammt er aus Hiscadi, eine Nation, die seit Jahren unterdrückt und besetzt ist. Ohne es zu wollen gerät Franigo im Laufe seiner Reise in eine Rebellion, die sich gegen die Besatzung richtet. Es war wirklich interessant zu beobachten, wie diese Revolution immer größer wurde und quasi ein Eigenleben entwickelte, bis zu dem Punkt, an dem Franigo jeden Einfluss verlor, obwohl er zu Beginn eine Art Gallionsfigur war. Zusätzlich ist der Poet tatsächlich derjenige, der den LeserInnen erste Hinweise auf Jaquentos Vergangenheit und Herkunft verschafft, was meine Neugier zwar nicht vollständig befriedigte, aber immerhin weiter anfachte. Selbstverständlich entwickelt sich auch der Handlungsstrang zwischen Roxane und Jaquento weiter; es bleibt angenehm prickelnd und teilweise sogar ein bisschen verrucht. Ich hoffe, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft eine Zukunft haben. Ich habe das Gefühl, im Gegensatz zu mir wissen die beiden noch gar nicht, wie gut sie eigentlich zusammen passen.

„Unter schwarzen Segeln“ ist eine wunderbare Fortsetzung der Sturmwelten-Trilogie. Christoph Hardebusch behält seine ausgeglichene Schreibweise bei und lässt sich auch im zweiten Band nicht hetzen. Trotzdem ist eine Entwicklung erkennbar; ich hatte nie das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Ich bin jetzt über die Maßen gespannt auf das große Finale „Jenseits der Drachenküste“, denn bisher kann ich noch nicht vollständig absehen, wohin Hardebusch mit mir möchte. Bis jetzt sind bereits so viele verschiedene Handlungsstränge begonnen und/oder weitergeführt worden, dass ich einfach erleben möchte, wie er sie am Ende alle zusammenführt. Ich freue mich sehr darauf.

 
2 Kommentare

Verfasst von - Februar 14, 2015 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Christoph Hardebusch – Sturmwelten

„Sturmwelten“

Sturmwelten von Christoph Hardebusch

Reihe: Sturmwelten #1

Autor: Christoph Hardebusch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 720 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453523857

Genre: Fantasy > High Fantasy

ausgelesen am: 30.01.2015

Bewertung:

Christoph Hardebusch ist wohl vorrangig für seine Reihe „Die Trolle“ bekannt. Eine Zeit lang gab es ja diesen Trend, zu jedem fantastischen Volk eine eigene Serie zu veröffentlichen: „Die Zwerge“ von Markus Heitz, „Die Orks“ von Stan Nicholls, „Die Elfen“ von Bernhard Hennen oder auch „Die Goblins“ von Jim C. Hines. „Die Trolle“ hat mich nie interessiert, einfach, weil ich Trolle allgemein nicht übermäßig interessant finde. Dementsprechend habe ich mir auch nie angesehen, was Christoph Hardebusch abseits dieser Serie geschrieben hat. Wie ich dann trotzdem auf seine Sturmwelten-Trilogie stieß, weiß ich nicht mehr, aber ich wusste sofort, dass es die perfekte Lektüre für mich ist. Eine Fantasy-Welt voller Piraten, Magie und nautischen Abenteuern – da musste ich einfach schwach werden. 😉

Die Sturmwelt – Gewässer voller Magie, Gefahren und Abenteuer. Zwischen unerforschten Inseln, inmitten der launischen See kreuzen nur die mutigsten Matrosen oder diejenigen, die nichts mehr zu verlieren haben. Wie ein Flüstern zieht sich ein Gerücht durch diese Welt: von einem schwarzen Schiff, dessen Ladung so wertvoll ist, dass Marine, Händler und Piraten sie gleichermaßen begehren. Mächtige Interessen prallen vor einer gesetzeswidrigen Sklavenkolonie aufeinander, obwohl niemand weiß, woraus diese Ladung besteht. Versprechungen, Gier und Verrat lassen die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen. Auf der Jagd nach einem dunklen Geheimnis bilden sich neue Allianzen und nur die geduldige, unbarmherzige See weiß, wohin die Reise geht…

Ich liebe dieses Buch! Die Atmosphäre ist bombastisch und so real, dass ich beim Lesen oft völlig in der Sturmwelt verschwand. Ich hatte das Gefühl, die salzige See riechen und die Brise in meinem Gesicht spüren zu können. Ich weiß nicht, wie Christoph Hardebusch es angestellt hat, aber es ist ihm gelungen, die besänftigende Wirkung des Meeres in die Seiten seines Buches zu bannen. Wann immer ich es aufschlug und mich darin verlor, fühlte ich mich zutiefst entspannt und zufrieden. Das ist mir in diesem Maße noch nie passiert. Nie habe ich mich so ruhig beim Lesen eines spannenden High Fantasy Romans gefühlt. Ich bin hingerissen, „Sturmwelten“ hat eine ganz eigene Aura, die so schillernd und facettenreich ist wie die See im Sonnenlicht. Ich bin überglücklich, dass ich diese Trilogie entdeckt habe.
Die beruhigende Wirkung dieses ersten Bandes wird herrlich vom Aufbau der Handlung unterstützt. Hardebusch beginnt die Trilogie bedächtig und ausgeglichen; er führt seine LeserInnen sanft in die Sturmwelt ein und nimmt sich viel Zeit, um Charaktere und Gegebenheiten vorzustellen, sodass es leicht ist, sich dort zurecht zu finden und heimisch zu fühlen. Mir gefiel diese Gelassenheit ausnehmend gut, denn in einer Trilogie mit knapp 2.000 Seiten ist es nicht nötig, überhastet in die Handlung zu stürzen. Diese bestreiten die LeserInnen abwechselnd aus der Perspektive der fünf Hauptcharaktere. Sie sind sehr unterschiedlich, wodurch eine angenehme Mischung aus Erlebnissen und Ansichten entsteht. Für mich sind die beiden interessantesten Figuren Jaquento, der Pirat wider Willen und Roxane, die pflichtbewusste Marineoffizierin. Ihr Reiz ergibt sich aus ihrer augenscheinlichen Gegensätzlichkeit in Kombination mit ihrer prickelnden Interaktion. Sie stehen auf entgegengesetzten Seiten des Gesetzes, teilen aber die Leidenschaft für die See. Zwischen ihnen knistert es gewaltig; ich bin schon sehr gespannt darauf, wie weit Hardebusch diese Anziehung treiben wird. Eine kleine Romanze gäbe der Geschichte zusätzliche Würze. 😉
Darüber hinaus lässt Hardebusch eine Vielzahl von Nebenfiguren auftauchen, die mal mehr, mal weniger im Fokus stehen, aber ohne Ausnahme liebevoll und rund gezeichnet sind. Besonders den Piraten-Kapitän Deguay, auf dessen Schiff sich Jaquento gezwungenermaßen aufhält, fand ich herausragend. Er ist ein manipulativer, hinterhältiger und machthungriger Mistkerl, eine fantastische Figur und der perfekte, ebenbürtige Gegenspieler für Jaquento. Ich habe eine Schwäche für die Bösen und liebe es, dass Hardebusch mit Deguay einen intelligenten, hochinteressanten Antagonisten geschaffen hat, indem noch viel Potential für die weiteren Bände steckt.
Das einzige, das ich an diesem ansonsten fabelhaften Buch bemängeln muss, ist, dass das System von Magie und Religion nicht so ausdrücklich erklärt wird, wie ich es mir gewünscht hätte. Mein Wissen musste ich mir anhand von Andeutungen und beiläufigen Bemerkungen selbst erschließen. Ich denke allerdings, dass Hardebusch auf diese Thematik vermutlich in den nächsten Bänden genauer eingehen wird, weshalb es an meiner Bewertung nichts ändert.

Die Sturmwelt ist ein Ort, der mich auf besondere Weise bezaubert hat, weil Christoph Hardebusch all meine romantischen Vorstellungen vom Leben auf See in eine spannende, vielversprechende Handlung eingearbeitet hat. Beim Lesen von „Sturmwelten“ bekam ich Lust, meine Sachen zu packen, mich von meinem normalen Leben zu verabschieden und einfach auf einem Schiff anzuheuern, um frei und stolz über die Weltmeere zu schippern. Natürlich ist das keine Option, aber es war wundervoll, diese Fantasie mithilfe des Romans zu träumen. Für mich war „Sturmwelten“ daher eine Lektüre, die mich in eine der unwiderstehlichsten High Fantasy – Welten überhaupt entführte. Ich bin restlos begeistert von Christoph Hardebuschs eingängiger und anschaulicher Schreibweise, seinen kreativen Ideen und der fesselnden Verwegenheit seiner gesamten Geschichte. Ich bin furchtbar neugierig auf den nächsten Band „Unter schwarzen Segeln“ und kann euch „Sturmwelten“ nur wärmstens ans Herz legen, wenn ihr ebenso wie ich eine Schwäche für Seefahrerabenteuer habt. Ich verspreche euch, ihr bekommt all das, was dieses Genre so verführerisch macht: Kämpfe zu Wasser, exotische Inseln und ab und zu eine gehörige Portion Seemannsgarn.

 
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Verfasst von - Februar 4, 2015 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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