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Ally Condie – Reached

„Reached“

Reached

Reihe: Matched #3

Autor: Ally Condie

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 512 Seiten

Verlag: RazorBill

Sprache: Englisch

ISBN: 014133309X

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 12.12.2014

Bewertung:

Seit ich die erste Seite von „Reached“ aufschlug, bin ich mir sicher, dass die „Matched“ – Trilogie von Anfang an als solche gedacht war. Woher ich diese Überzeugung nehme? Im Vorwort schreibt Ally Condie, dass sie seit Beginn an diesem Band schrieb. Das heißt, parallel zu „Matched“ und „Crossed“ entstanden bereits Szenen für „Reached“. Vielleicht steht es mir nicht zu, ihren Arbeitsprozess zu kritisieren, doch ich muss sagen, ich halte das nicht für die beste Strategie. Ich glaube nämlich, dass es genau daran liegt, dass „Crossed“ inhaltlich so flach geraten ist. Umso höher waren dadurch auch meine Erwartungen an das Finale, denn schließlich arbeitete Ally Condie vier Jahre an diesem Buch.

Erneut sind Cassia und Ky voneinander getrennt. Doch dieses Mal nehmen sie die Trennung widerwillig in Kauf, denn sie glauben, das Richtige zu tun: sie haben sich „The Rising“ angeschlossen. Als der große Tag gekommen ist und die Rebellen die Society angreifen, scheint die Freiheit zum Greifen nah. Doch nicht einmal „The Rising“ konnten im Voraus alle Konsequenzen ihres Handelns abschätzen. Die Übernahme der Society läuft nicht wie geplant; Panik breitet sich aus. Während Menschen sterben, werden Cassia und Ky unerwartet wieder vereint. Allerdings bringt „The Rising“ die beiden nicht uneigennützig wieder zusammen. Plötzlich liegt die Last der Verantwortung auf ihren Schultern. Gemeinsam mit Cassias bestem Freund Xander sollen sie einen Ausweg aus dem Chaos finden, das „The Rising“ verursacht hat. Können sie die Menschen retten und ihren Traum von Freiheit wahr werden lassen?

Es hat drei Bände gedauert, aber endlich habe ich herausgefunden, was mich an der Protagonistin Cassia stört. Ich glaube, ich weiß nun, warum ich so wenig mit ihr anfangen kann: in all ihren Beziehungen herrscht ein massives Ungleichgewicht. Cassia bekommt grundsätzlich viel mehr, als sie gibt und in meinen Augen bemerkt sie das nicht einmal und weiß es daher nicht zu schätzen. Ky würde alles für sie tun, Xander ebenfalls – ich bin nicht sicher, dass es umgekehrt genauso ist. Ally Condie gibt sich große Mühe, ihre LeserInnen vom Gegenteil zu überzeugen, aber letztendlich behält Cassia meiner Meinung nach stets ihren „Nabel der Welt“ – Status. Würde sie diese Position zumindest verdienen, wäre ich vermutlich damit zurechtgekommen. Doch mal ehrlich, sie ist einfach eine Traumtänzerin, sie lebt in einer Art Blase. Während Ky als Pilot für „The Rising“ fliegt und Xander als Mediziner Kranke heilt, spielt sie mit Gedichten herum. Ich hatte das Gefühl, dass sie ständig ein paar Zentimeter über dem Boden schwebt, als hätte sie ein stückweit die Bindung an die Realität verloren. Umso überraschter war ich, als gegen Ende des Buches plötzlich wieder ihre analytische Seite zum Vorschein kommt. Ich weiß ehrlich nicht, woher sie dieses strategische Denken auf einmal hernimmt und fand es daher auch nicht plausibel. Es passt nicht zu ihrem Charakter.
Da wir schon beim Thema „plausibel“ sind – die Handlung von „Reached“ ist für mich nur gerade so überzeugend. Es gab einige Momente, in denen ich beide Augen fest zudrücken musste, um die logischen Fehler an mir vorbei gleiten zu lassen. Ich bin keine LeserIn, die nach solchen Fauxpas sucht; ich verzeihe sie gern, wenn alles andere stimmt. Doch im Fall dieses Romans musste ich mich schon sehr anstrengen, um die Stimme in mir verstummen zu lassen, die immer wieder laut „UNREALISTISCH!!!“ brüllte. Überhaupt gelang mir das nur, weil ich Xander (und auch Ky) wirklich mag. Xander ist eine tolle Figur; es ist schade, dass er erst so spät zu Wort kommt. Er ist aufopferungsvoll, verantwortungsbewusst, gütig und selbstlos, eben ein richtig guter Kerl. Deswegen fand ich die Art und Weise, wie Ally Condie ihn behandelt, absolut unbegreiflich. Sie bezeichnet ihn im Vorwort als Protagonisten – meiner Empfindung nach ist er das jedoch nicht, weil er im Vergleich zu Cassia und Ky keine gleichberechtigte Stellung einnimmt. Er ist stetig nur das dritte Rad am Fahrrad; leidet im dritten Band mehr als das Power-Pärchen zusammen. So viel Schmerz zu durchleben hat er nicht verdient. Ich hatte den Eindruck, dass Condie ihn nur integrierte, um Cassias Entwicklung zu stützen. Drastisch ausgedrückt ist er das Abfallprodukt der Beziehung zwischen Cassia und Ky. Das ist nicht fair.
Darüber hinaus spielt sich „Reached“ in einem ziemlich engen Rahmen ab, womit Ally Condie meiner Meinung nach reichlich Potential verschenkte. Alles außerhalb des Gebiets der Society und ihrer Peripherie ist und bleibt ein weißer Fleck. Ihre Dystopie ist für mich dementsprechend unvollständig.

So, das war also die „Matched“ – Trilogie. Es war keine Zeitverschwendung, aber es gibt eindeutig bessere Dystopie – Mehrteiler auf dem Markt. Was als interessante Idee begann, driftete für mich im Verlauf der Geschichte kontinuierlich ins Unlogische und Unrealistische ab. Mir ist „Matched“ nicht bodenständig genug. Das Finale „Reached“ erhält von mir drei Sterne, allerdings nur, weil ich Xander und Ky gern habe.
Ich denke, diese Trilogie ist etwas für LeserInnen, die es gefühlsbetont und emotional mögen. Ich kann nicht abstreiten, dass sie romantisch ist, meine Prioritäten liegen jedoch an anderer Stelle.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 18. Dezember 2014 in Dystopie, Science-Fiction, Young Adult

 

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Ally Condie – Crossed

„Crossed“

crossed

Reihe: Matched #2

Autor: Ally Condie

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 367 Seiten

Verlag: Speak

Sprache: Englisch

ISBN: 0142421715

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 07.12.2014

Bewertung:

Die „Matched“ – Trilogie von Ally Condie habe ich Ende Mai dieses Jahres begonnen. Der erste Band „Matched“ gefiel mir, löste allerdings keine Begeisterungsstürme aus; ich vergab drei Sterne. Das lag hauptsächlich daran, dass ich nicht abschätzen konnte, wohin Ally Condie in ihrer Geschichte mit mir wollte und dass ich ein paar Identifikationsschwierigkeiten mit dem Protagonisten-Paar Cassia und Ky hatte. Ich war aber optimistisch, dass sich im zweiten Band „Crossed“ ein klareres Bild ergeben würde.

Nachdem die Society Cassia und Ky auseinander riss, versuchen beide, wieder zueinander zu finden. Cassia reist durch die Arbeitscamps der Provinzen, stets in der Hoffnung, einen Hinweis auf Kys Aufenthaltsort aufzuschnappen und eine Chance zu bekommen, zu ihm zu gelangen. Ky befindet sich währenddessen in den Äußeren Provinzen. Offiziell bringt die Society Aberrations dorthin, um den Anschein zu erwecken, sie seien noch immer bewohnt. Inoffiziell ist es ein Ort, um zu sterben. Ky weiß, dass er fliehen muss, sonst wird er die Angriffe des Feindes nicht überleben.
Als sich endlich für beide eine Gelegenheit bietet, zu entkommen, zögern sie nicht lange, obwohl ihr einziger Ausweg der Canyon „The Carving“ ist. Doch der Einfluss der Society ist sogar hier spürbar. Zwischen den uralten Felsen verstecken sich viele Geheimnisse. Können Cassia und Ky einander und einen Weg in die Freiheit finden?

Für mich stellt „Crossed“ insgesamt keine Steigerung zum Auftakt dar, es bleibt bei drei Sternen. Ich denke, es ist ein typischer zweiter Band einer Trilogie: man lernt die Charaktere besser kennen, die Handlung ist allerdings eher flach und zuweilen etwas ziellos. Ich hatte auf jeder Seite das Gefühl, dass es in „Crossed“ hauptsächlich um das Überbrücken zwischen Beginn und Finale geht (Wortspiel beabsichtigt). Cassia und Ky treten auf der Stelle; ihre Reise durch den Canyon wirkte auf mich impulsiv und desorientiert, als wüssten sie selbst nicht, wonach sie eigentlich suchen. Es geht vor und zurück, vor und zurück und weil es so schön ist, gleich noch mal vor und wieder zurück. Ich fand das völlig unlogisch und nervig. Wieder und wieder setzen sich die ProtagonistInnen hin und versuchen, ihre nächsten Schritte zu planen, aber irgendwie führt das zu nichts. Am Ende kraxeln sie doch wieder kreuz und quer durch die Felsen.
Außerdem hatte ich erwartet, mehr über die Society zu erfahren, die offenbar in Schwierigkeiten steckt. Ich kann nur vermuten, dass diese mit der Rebellengruppe „The Rising“ zu tun haben, aber was wirklich vor sich geht, verrät Ally Condie nicht. Ich habe immer noch keine Ahnung, wohin es mit Cassia und Ky gehen soll, obwohl ich an diesem Punkt einer Trilogie eigentlich zumindest ein paar Mutmaßungen im Kopf haben sollte. Vielleicht spart sich Condie wirklich alle Offenbarungen für das Finale auf; mir hätte ein kontinuierlicher Spannungsanstieg jedoch besser gefallen.
Trotz dieser Kritik hat es sich gelohnt, „Crossed“ zu lesen, weil ich die beiden Hauptfiguren nun wesentlich besser einschätzen kann. Mein Verständnis für Ky ist enorm gewachsen. Ich kann seine Beweggründe nachvollziehen und finde seinen Charakter angenehm. Er ist ein Überlebenskünstler, der viele Jahre gezwungen war, seine wahre Persönlichkeit zu verstecken. Im Canyon blüht er auf, dort gehört er hin, dort ist er zu Haus. Ich mag diese wilde, ungezähmte Seite an ihm und begreife jetzt, was Cassia in ihm sieht. Tatsächlich fühlte ich mich Ky sogar deutlich näher als Cassia. Sie ist ein liebes Mädchen, aber ich kann nicht wirklich etwas mit ihr anfangen. Sie denkt kein bisschen praktisch, ist naiv, irrational und völlig auf ihre Empfindungen und Ky fokussiert. Es ist, als wäre sie das personifizierte, pure Gefühl auf zwei Beinen. Cassia hat unfassbares Glück, dass sie im Canyon von der taffen Indie begleitet wird, denn ich bezweifle, dass sie das allein überlebt hätte. Meiner Meinung nach passt sie auch überhaupt nicht zu „The Rising“, obwohl der Aufstand ihre beste Option auf Freiheit ist. Sie kann von mir aus hunderte Male betonen, dass ihre innere Rebellion begann, als sie die verbotenen Gedichte von ihrem Großvater bekam, ich bin dennoch nicht überzeugt, dass sie die Nachteile der Society erkannt hätte, wäre ihr gestattet worden, mit Ky zusammen zu sein. Nichtsdestoweniger möchte ich an Cassias Potential zur Entwicklung glauben. Vielleicht wirkte sie auf mich auch nur so übermäßig emotional, weil Ally Condie erneut versuchte, ihren Schreibstil außerordentlich poetisch zu gestalten, was in meinen Augen dieses Mal nicht richtig zur Handlung passte.

Ich nehme aus „Crossed“ kaum neue Erkenntnisse mit. Primär hat mir der zweite Band der Trilogie geholfen, einen greifbareren Eindruck von den Charakteren zu bekommen. Des Weiteren gefiel es mir, zu erfahren, dass es verschiedene Wege gibt, außerhalb der Society zu leben. Was mir allerdings definitiv fehlte, war ein entscheidender Aha-Moment bezüglich Society und „The Rising“. Betrachte ich ausschließlich die Handlung, hätte ich diesen Überbrückungsband nicht unbedingt gebraucht; sicher hätte Ally Condie das Wenige, das sie verrät, im ersten Band oder im Finale „Reached“ eleganter verpacken können.

 
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Verfasst von - 17. Dezember 2014 in Dystopie, Science-Fiction, Young Adult

 

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09. 12. 2014 – Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Obwohl sich heute in Berlin ein wirklich wunderschöner Wintermorgen blicken lässt, komme ich irgendwie nicht so richtig aus dem Knick. Ich empfand es heute schon als Sieg, dass ich meinen Hintern aus dem Bett bekommen habe. Die Aktion Gemeinsam Lesen ist da genau das Richtige, ein sanfter Start in einen neuen Blogger-Tag. Ich muss heute noch arbeiten, wenn ich wieder daheim bin, habe ich es hoffentlich auf Betriebstemperatur geschafft und kann endlich die Rezension zu „The Ask and the Answer“ schreiben.
Jetzt aber erst mal zu den Fragen dieser Woche. Gemeinsam Lesen wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; dieses Mal kommen die Fragen von Schlunzen-Bücher. Los geht’s! 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Reached“, das Finale der Matched-Trilogie von Ally Condie und befinde mich auf Seite 115.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Der erste Satz auf der Seite ist auch gleichzeitig der erste Satz eines neuen Kapitels, das aus der Sicht von Cassia geschrieben ist:

„I hurry along the edge of the white barricade, which runs near the Museum.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Als ich das Buch begann, war ich sehr überrascht, dass eine neue Perspektive hinzu gekommen ist. Ally Condie schreibt im Finale nicht nur aus Cassias und Kys, sondern auch aus Xanders Sicht. Im Vorwort steht, dass Xander einer der Hauptcharaktere ist, was mich ebenfalls überrascht hat. In Band eins und zwei habe ich ihn nicht als solchen wahrgenommen. Nach „Crossed“ war mir zwar klar, dass da noch einige Erklärungen kommen müssen, weil Xander ein Geheimnis hat, aber ich hätte nie erwartet, dass er selbst zu Wort kommt. Nach den ersten 100 Seiten bin ich darüber sehr dankbar, weil er von den dreien derjenige ist, der am meisten über die Rebellion gegen die Society weiß. Endlich werden mal ein paar Hintergründe erklärt. Außerdem scheint er rationaler und praktischer als Ky und vor allem Cassia zu denken, was ich als sehr angenehm empfinde. Er gibt der Geschichte wirklich einen neuen Dreh und es würde mich nicht wundern, wenn er zu meiner Lieblingsfigur wird.

4. Lest ihr Bücher nur einmal oder gibt es auch Bücher, die ihr mehrmals lest?

In den meisten Fällen lese ich ein Buch nur einmal. Aber es gibt ein paar Ausnahmen. Bestimmte Bücher lese ich seit Jahren wieder und wieder. Meist sind das Geschichten, die ich seit meiner Kindheit kenne und liebe. „Timm Thaler“ habe ich meinem Leben bestimmt schon 20 Mal gelesen, ebenso wie „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. Die „Harry Potter“ – Romane lese ich auch immer wieder. Wenn ich mich nach etwas besonders Märchenhaftem sehne, greife ich zur Saga „Die Uralte Metropole“ von Christoph Marzi.
Außerdem muss ich einige Reihen immer wieder Revue passieren lassen, wenn der nächste Band erscheint. Ihr könnt es sicher nicht mehr hören, aber ich habe ja schon in den letzten Wochen wiederholt von der Anita Blake – Reihe gesprochen. Wie gesagt, da ist die Veröffentlichung des letzten Bandes bereits anderthalb Jahre her, sollte nun bald mal der nächste kommen, werde ich mindestens die letzten beiden Teile noch einmal lesen müssen, um den Einstieg zu finden. Sowas passiert, wenn man abhängig vom deutschen Verlag ist.

Was lest ihr im Moment? Lest ihr manche Bücher auch mehrfach?

Ich freue mich wie üblich auf eure Meinungen und Kommentare! 🙂

 
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Verfasst von - 9. Dezember 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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28. 11. 2014 – The Final Countdown: Meine Vorsätze für das literarische Jahresende

kalenderFreitag, der 28. November 2014. Von diesem Jahr sind noch etwas mehr als 4 Wochen übrig. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass ich plane, wie ich den Rest von 2014 in Bezug auf meine Lektüre verbringen möchte. Statt für Silvester beziehungsweise für das Jahr 2015 habe ich sozusagen Vorsätze für das Ende des Jahres. 😉
So habe ich mir beispielsweise vorgenommen, keine neuen Reihen/Serien/Trilogien/Tetralogien/etc. mehr zu beginnen. Es ist eine Schande, wie viele Geschichten ich dieses Jahr begonnen habe, ohne sie weiterzulesen. Also habe ich entschieden, dass ich erst mal ein paar beenden möchte, bevor ich mich Neuem zuwende. Besonders drei stehen noch auf meiner Liste für 2014:

  1. Chaos Walking von Patrick Ness
  2. Legend von Marie Lu
  3. Matched von Ally Condie

Dafür habe ich sogar extra noch die fehlenden Bücher gekauft, damit ich die Trilogien nicht mit ins nächste Jahr schleppe. Ich bin optimistisch, dass ich das schaffe, weil sich alle drei ja recht leicht weg lesen und es ja „nur“ sechs Bücher sind.

Außerdem habe ich die feste Absicht, bis zum Silvesterabend alle noch ausstehenden Rezensionen des Jahres 2014 fertig geschrieben und publiziert zu haben. Das wird wohl etwas schwieriger, denn wenn ihr einen Blick in meine Sidebar werft, seht ihr ja, dass da schon jetzt noch fünf auf mich warten. Okay, an Sandman Slim bin ich bereits dran, die werde ich wohl morgen veröffentlichen können. Aber trotzdem. Mit den Büchern, die ich noch lesen will, sind das noch 10 Rezensionen. Das ist eine ganze Menge. Und dann tummelt sich in dieser Liste ja auch ein Schreckgespenst. Ich habe euch ja erzählt, dass es Rezensionen gibt, vor denen ich mich fürchte (das könnt ihr HIER nachlesen). Tja, „Pride and Prejudice“ schiebe ich nun schon EWIG vor mir her. Es hängt mal wieder am Inhalt. Ich habe überlegt, die Inhaltsangabe wegzulassen, weil ich dachte, dass jeder weiß, worum es in diesem Buch geht, aber als ich die Probe aufs Exempel gemacht habe, stellte sich heraus, dass das nicht geht. Ich habe nämlich einfach mal meinen Papa gefragt, ob er den Inhalt kennt. Die klare Antwort war „Nein“. Badamm.
Trotzdem werde ich mein Bestes geben, um 2015 bei Null beginnen zu können.

Zum Ende des Jahres ist natürlich auch noch mal eine Statistik fällig. Ich weiß, dass viele von euch das langweilt, aber der Nerd in mir verlangt es einfach. Mit Zahlen rumspielen macht mir eben Spaß und ich finde es toll, mein Leseverhalten in harte Fakten umzuwandeln. So kann ich nämlich Tendenzen sehen, die mir sonst nicht auffallen. Welches Genre habe ich am häufigsten gelesen? Waren es mehr deutsche oder mehr englische Bücher? Wie viele Seiten sind zusammen gekommen? Mich interessiert das eben und darüber hinaus bietet es mir die Möglichkeit, über Jahre die Veränderungen zu sehen, wenn ich das fleißig und gewissenhaft weiterführe.

130308Dann würde ich gern mit euch im Dezember meinen Blog-Geburtstag feiern, aber dummerweise weiß ich nicht mehr, wann ich meinen ersten Beitrag verfasst und veröffentlicht habe, weil ich diesen Beitrag eines Tages gelöscht habe. Das lag daran, dass ich irgendwann begriffen habe, wie man einen Blog organisiert und strukturiert und der Post dadurch überflüssig wurde. Heute steht dessen Inhalt nämlich auf der About – Seite. Ich habe schon versucht, irgendwie anders herauszufinden, seit wann es den Wortmagieblog gibt, weil ich mir dachte, WordPress müsste das eigentlich irgendwo verzeichnet haben, habe aber nichts gefunden. Vielleicht kann mir jemand von euch erklären, wo ich das nachschlagen kann?
Ich weiß zwar noch nicht so richtig, wie ich den Geburtstag dann feiern möchte, aber einfach übergehen möchte ich ihn auch nicht.

Was habt ihr euch für das literarische Ende des Jahres vorgenommen?

Macht ihr überhaupt Pläne oder lest ihr einfach weiter wie den Rest des Jahres auch?
Ich freue mich wie immer auf eure Meinungen, Gedanken und Kommentare! 😀

(Bildquelle 1)
(Bildquelle 2)

 
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Verfasst von - 28. November 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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16. 06. 2014 – Stoppt den Geburtstags-Wahnsinn: Give away Aktion

Meine Lieben, eigentlich wollte ich es nicht verraten. Doch nun kam mir eine – meiner Meinung nach – tolle Idee und diese zwingt mich dazu, es öffentlich zu sagen.
Ich habe heute Geburtstag. Am 16.06. vor 25 Jahren, einem Freitag, erblickte ich in Berlin (Heimat ist, wo wir geboren sind) das Licht der Welt. Ich bin kein großer Fan meiner eigenen Geburtstage, denn ich finde, damit geht oft eine gesellschaftlich – kulturelle Erwartungshaltung einher, die ich mich zu erfüllen weigere. Ich feiere nicht. Ich möchte keine Geschenke. Alles, was ich mir wünsche, ist Zeit mit meiner Familie und Glückwünsche nur von den Menschen, die sich 365 Tage im Jahr darüber freuen, dass es mich gibt und nicht nur an einem einzigen Tag. Das habe ich dieses Jahr auch bekommen. 🙂

Doch ich finde, das ist noch nicht genug. Ich finde, ich muss noch mehr tun, um dem Geburtstags-Wahnsinn hier zu Lande den Kampf anzusagen. Darum drehe ich den Spieß jetzt einfach um. Zwar habe ICH Geburtstag, doch das Geschenk geht an eine/n von euch. Und was könnte eine Buchbloggerin wohl an ihre LeserInnen verschenken? Ganz genau, ein Buch.
Ihr wisst, dass mein Regal aus allen Nähten platzt. Auf einem der Bretter befindet sich schon lange ein Buch, für das ich längst ein neues Zu Hause finden wollte. Es ist der perfekte Kandidat, um es zu verschenken.

Vorhang auf für das Schätzchen, das eine neue Heimat sucht:

Ally Condie - Die Auswahl

Ihr seht richtig, ich verschenke „Die Auswahl“ von Ally Condie. Den ersten Band der Cassia & Ky – Trilogie auf Deutsch als Taschenbuchausgabe. Das Buch ist natürlich tippi-toppi in Ordnung; keine Risse, keine Flecke, keine Knicke (auch nicht auf dem Buchrücken).
Ich habe das gute Stück vor vielen Monaten bei eBay ersteigert, in dem Ansinnen, auch gleich noch die anderen beiden Bände dazu zu kaufen. Das war jedoch viel schwerer/teurer als gedacht, daher stieg ich auf die englische Version um. Nun möchte ich euch eine Freude damit machen.

Was müsst ihr dafür tun?

Das hier ist in gewissem Sinne ein Gewinnspiel. Ihr müsst keine komplizierten Fragen beantworten, ein Abo abschließen oder sonst was. Ich wünsche mir von euch, dass ihr mir einfach nur mitteilt, welches euer liebstes Buch ist und warum. Lasst mich einen kleinen Blick in euer Bücherherz werfen und ihr habt gute Chancen, „Die Auswahl“ frei Haus geliefert zu bekommen.
Ich werde mir alle Antworten gewissenhaft durchlesen und die schönste raus suchen. Diese werde ich – falls gewünscht – dann auch hier veröffentlichen.

Wie könnt ihr teilnehmen?

Schreibt einen Text beliebiger Länge und schickt ihn mir via E-Mail, als private Nachricht bei Goodreads oder LovelyBooks, schreibt ein Kommentar in diesen Beitrag oder verfasst auf eurem eigenen Blog einen Beitrag dazu und verlinkt ihn hier. Das Stichwort lautet Geburtstags-Wahnsinn-Give-away. (Ja, ziemlich lang, na und? :D)

Kosten?

Keine, außer ein wenig Zeit und Herzblut. Ihr müsst überhaupt nichts bezahlen. Auch für den Versand komme ich auf.

Wie landet das Buch dann bei der/dem GewinnerIn?

Wenn ich eine/n GewinnerIn ausgesucht habe, melde ich mich bei der- oder demjenigen. Natürlich brauche ich dann eure Adresse, damit ich euch „Die Auswahl“ als Büchersendung mit der Deutschen Post zukommen lassen kann. Das wird selbstverständlich privat ablaufen und ich werde keinerlei Schindluder mit den Daten treiben. Solltet ihr trotz dessen noch Zweifel haben, ich bin gerne bereit, eine kurze Datenschutzerklärung zu unterschreiben.

Wie lange habt ihr Zeit?

Ich weiß, dass ihr alle eigentlich nicht hauptberuflich bloggt, sondern das tut, weil ihr Spaß daran habt. Dementsprechend habe ich entschieden, die Aktion 2 Wochen laufen zu lassen. Die Deadline ist der 30.06.2014 um 23:59 Uhr.

Sonst noch etwas?

Eigentlich nicht. Nur einen kleinen persönlichen Wunsch. Selbst wenn ihr das Buch nicht haben möchtet und dementsprechend nicht teilnehmt, verbreitet die Aktion doch bitte. Ich möchte wirklich unbedingt ein neues Zu Hause für „Die Auswahl“ finden. Ich möchte jemanden an meiner Statt glücklich machen. Und ich möchte viele tolle Begründungen lesen, warum LeserInnen das eine oder andere Buch lieben. 🙂

Alles verstanden? Bei Fragen bin ich natürlich jeder Zeit für euch hier und über die verschiedenen sozialen Netzwerke erreichbar. Aber trotzdem noch mal zur Sicherheit in Kürze alle Fakten:

  • Zu gewinnen gibt es: „Die Auswahl“ (Cassia & Ky #1) von Ally Condie
  • Dafür müsst ihr: mir erklären, welches euer liebstes Buch ist und warum
  • Eure Erklärung schriftlich ausformulieren und mir zuschicken
  • Bis zum: 30.06.2014 um 23:59 Uhr
  • Wenn ihr gewinnt, bekommt ihr: das Buch als Büchersendung der Deutschen Post nach Hause geschickt

Ich hoffe auf eine rege Beteiligung und drücke euch allen von ganzem Herzen die Daumen! 😀

P.S.: Ihr möchtet vorab wissen, was euch erwartet? Dann lest doch meine Rezension zur englischen Version: „Matched“. 😉

(Zu meiner eigenen Sicherheit: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

 
 

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Ally Condie – Matched

„Matched“

matched

Reihe: Matched #1

Autor: Ally Condie

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 366 Seiten

Verlag: Speak

Sprache: Englisch

ISBN: 014241977X

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 27.05.2014

Bewertung:

Während der Vorbereitungen für die Rezension zu „Matched“ huschte mir der Gedanke durch den Kopf, dass die Trilogie der perfekte Kandidat für eine Verfilmung wäre. Das Genre boomt ja zurzeit. Eine kurze Recherche erbrachte, dass Disney sich bereits die Rechte an den Romanen gesichert hat. Bisher ist noch nichts Genaueres bekannt, außer, dass David Slade Regie führen und Kieran Mulroney das Drehbuch schreiben wird. Ich kann da nur sagen: schnell noch die fehlenden Bücher besorgen. „Matched“ besaß ich schon, nun ist es von meinem SuB auf meinen Gelesen – Stapel umgezogen.

Es ist der Abend von Cassias 17. Geburtstag. Der Abend, an dem sie endlich erfährt, wer ihr Match sein wird, ihr zukünftiger Lebenspartner. Cassia könnte kaum besser gelaunt sein, denn sie kann diesen überaus wichtigen Moment mit ihrem besten Freund Xander teilen. Als der Zeitpunkt gekommen ist und sie vor dem großen Bildschirm steht, auf dem sie ihren Zukünftigen das erste Mal erblicken soll, bleibt dieser allerdings schwarz. Die Situation wird schnell aufgeklärt, Cassia kann ihr Glück kaum fassen: Xander ist ihr Match. Wie üblich erhalten beide eine Mikrokarte mit Informationen über den jeweils anderen und obwohl Cassia glaubt, alles über ihren Freund aus Kindertagen zu wissen, ist sie neugierig auf die Details aus Xanders Leben, die die Gesellschaft für wichtig genug hält, um sie ihr mitzuteilen. In einem ruhigen Moment will sie sich den Inhalt der Mikrokarte ansehen – dieser Moment wird ihr ganzes Leben verändern. Denn auf der Karte befindet sich nicht nur Xanders Gesicht.

In „Matched“ präsentiert Ally Condie eine dystopische Gesellschaft, die sich vor allem durch Kontrolle auszeichnet. Alles wird gewogen, gemessen, analysiert und ausgewertet. So gut wie alle Unterschiede sind beseitigt, es gibt kaum Individualität. Anfangs erschien mir diese Form der Gesellschaft gar nicht so bedrohlich; der Terror baut sich eher langsam auf, je mehr Details über die Kontrollmechanismen und ihre Ausmaße zum Vorschein kommen. Menschen sind nicht mehr als Variablen in einer gigantischen Wahrscheinlichkeitsrechnung, die manipuliert und vorhergesagt werden können. Ich fand diesen Ansatz plausibel und überzeugend, obwohl Condie bisher nichts darüber offenbart, wie dieses System entstand.
Die Geschichte an sich spielt sich hauptsächlich im Geist der Protagonistin Cassia ab. „Matched“ fokussiert ihre Entwicklung; es ist daher nicht verwunderlich, dass der erste Band nur wenig spektakuläre oder rasante Ereignisse bereithält. Unglücklicherweise ließ mich Ally Condie nicht völlig an Cassias Lossagung von den Normen der Gesellschaft teilhaben. Ich war manchmal ziemlich überrascht von den Entwicklungssprüngen, die sie durchlebt, obwohl diese genretypisch und etwas vorhersehbar sind. Ihre Zweifel scheinen sich still einzuschleichen ohne dass sie sie ausformuliert; die Konsequenzen daraus erschienen mir daher radikal und heftig. Allgemein hatte ich so meine Probleme mit der Identifizierung mit Cassia und ihrem männlichen Gegenpart Ky; ich kann aber nicht definieren, was mich blockierte. Beide ProtagonistInnen blieben mir auf gewisse Weise fremd; so konnte ich auch die Gefühle, die sich zwischen den beiden entwickeln, nicht richtig spüren. Trotz dessen faszinierte es mich, dass Cassias und Kys Beziehung stark auf der Liebe zu verbotenen Gedichten aufbaut; den Einfluss von Poesie auf ihr beider Leben fand ich romantisch und zauberhaft.
Angesichts meiner Identifizierungsschwierigkeiten mit Cassia und Ky ist es umso erstaunlicher, wie leicht ich eine Verbindung zu den Nebencharakteren herstellen konnte. Mit Ausnahme von Cassias bester Freundin Em fand ich sie alle glaubwürdig und konnte mich gut in sie hineinversetzen, sogar in Cassias kleinen Bruder Bram.

Ich bin mir noch nicht sicher, wohin Ally Condie ihre LeserInnen in der „Matched“ – Trilogie führen möchte, bin aber trotzdem vom Potential der Geschichte überzeugt. Der Kampf gegen einen unsichtbaren Feind, sowohl innerhalb wie außerhalb des Systems, ist eine spannende und interessante Perspektive. Ich hoffe, dass Condie in den Folgebänden diese hinreichend nutzt, statt sich weiterhin auf Cassias (mentale) Rebellion zu konzentrieren. Obwohl ich bisher noch kein verlässliches Urteil über Cassia und Ky fällen konnte, bin ich optimistisch, dass mein Bild auf die eine oder andere Weise im nächsten Band „Crossed“ deutlich konkreter wird. Ich werde die Trilogie dementsprechend weiter verfolgen.
Ich empfehle „Matched“ an LeserInnen, die mit Interesse gedankliche Entwicklungen von ProtagonistInnen verfolgen. Vor dem Hintergrund einer über die Maßen kontrollfixierten Gesellschaft wird euch Cassia den Geist der Revolution einhauchen.

 
 

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