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Schlagwort-Archive: Markus Heitz

Montagsfrage: Blut ist dicker als Wasser?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ein Tusch bitte! Ab heute sind die Bürgerämter in Berlin wieder geöffnet! Es wurde allerhöchste Zeit. Da ich heute Frühschicht hatte und daher bereits seit einer absolut unchristlichen Uhrzeit auf den Beinen bin (deshalb kommt mein Beitrag auch so spät), habe ich mich bereits in die digitale Prügelei gewagt und mit etwas Glück und viel Hartnäckigkeit einen Termin am Freitagabend ergattert. Das heißt, mein Reisepass ist sicher. Wir sind unserem Traumurlaub im September in Sri Lanka wieder ein Stück näher. Kürzlich hat das Vergleichsportal, über das wir die Reise gebucht haben, auch die Hinweise aktualisiert und diese klingen nun deutlich optimistischer als noch vor ein paar Tagen. Die Reisewarnung der Bundesregierung für Sri Lanka endet am 14. Juni. Der Veranstalter geht zur Zeit davon aus, dass unsere Reise stattfinden kann, natürlich vorausgesetzt, dass das Auswärtige Amt die Warnung nicht verlängert. Ich denke, ich werde so langsam einige der Besorgungen angehen, die für den Urlaub anstehen – es kann ja nicht schaden, den Bikini und die Reise-Yogamatte schon mal im Schrank zu haben. Mit allem weiteren wie Reiseapotheke, Strandausrüstung, Adapter und so weiter werde ich hingegen noch warten und diese Punkte erst nach dem 14. Juni anvisieren. Dasselbe gilt für unsere Auslandskrankenversicherung und die Visa, die ich ja ohnehin erst mit gültigen Reisepässen beantragen kann. Ich will nur vermeiden, dann alles auf einmal erledigen zu müssen und irgendetwas wichtiges zu vergessen, also halte ich es für sinnvoll, das zumindest ein bisschen aufzuteilen: Prä-14.Juni und Post-14.Juni. Drückt die Daumen, dass nicht doch noch irgendwas dazwischen kommt und Sri Lanka beispielsweise entscheidet, dieses Jahr gar keine Tourist_innen mehr ins Land zu lassen.
Die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworte ich dementsprechend wesentlich hoffnungsvoller als noch letzte Woche.

Welches Buch, in dem Geschwister eine zentrale Rolle spielen, kennt ihr eigentlich?

Ich bin ein bisschen verblüfft angesichts dieser Frage. Ich denke, dass Geschwister sehr oft in den Büchern auftauchen, die ich lese. Keine Ahnung, wieso das bei Antonias Lektüreauswahl merkwürdigerweise anders ist. 😀 Ich habe in meinem Leben bereits unzählige Bücher gelesen, in denen Geschwister eine prominente Rolle einnehmen. Angefangen bei Märchen wie „Hänsel und Gretel“, über „Harry Potter“ bis hin zu „A Song of Ice and Fire“. Die Parade bedeutender Verwandter ist endlos. Deshalb habe ich mich entschieden, heute nur die Bücher mit Geschwistern aufzuzählen, die ich dieses Jahr gelesen habe:

„What’s Left of Me“ (Hybrid Chronicles #1) von Kat Zhang
„Deadhouse Gates“ (Malazan Book of the Fallen #2) von Steven Erikson
„Der Krieg der Zwerge“ (Die Zwerge #2) von Markus Heitz
„The Hate U Give“ von Angie Thomas
„Splitter“ von Sebastian Fitzek
„Die Arena“ von Stephen King
„Narcissus in Chains“ (Anita Blake #10) von Laurell K. Hamilton
„Strange the Dreamer“ (Strange the Dreamer #1) von Laini Taylor
„Muse of Nightmares“ (Strange the Dreamer #2) von Laini Taylor
„Memories of Ice“ (Malazan Book of the Fallen #3) von Steven Erikson
„House of Chains“ (Malazan Book of the Fallen #4) von Steven Erikson
„No Parking at the End Times“ von Brian Bliss

In 2020 habe ich bisher 31 Bücher gelesen, in 12 davon tauchten Geschwister auf und waren mehr oder wenig entscheidend für die Handlung. Das entspricht knapp 40%. Ich gebe zu, ein paar bewegen sich allerdings in einer Grauzone.
In „What’s Left of Me“ werden die beiden Seelen Eva und Addie in denselben Körper geboren. Sie verstehen sich als Schwestern, aber sie sind nicht im herkömmlichen Sinne verwandt.
„Die Arena“ spielt in der Kleinstadt Chester’s Mill. Dort treffen wir viele verschiedene Charaktere unter haarsträubenden Umständen (eben typisch King) und einige sind Geschwister, aber das spielt für die Geschichte tatsächlich keine große Rolle, weil King jede auftretende Figur als Individuum behandelt und sie niemals über ihre Verwandtschaftsverhältnisse definiert.
„Narcissus in Chains“ ist vielleicht sogar ein kleines bisschen geschummelt. Es gibt in diesem Band eine Szene, in der Anita in ihrer Rolle als Königin der Werleoparden einen ihrer Leoparden dazu bringen muss, sich zu verwandeln, damit seine potenziell tödlichen Wunden heilen können. Sie hat keine Ahnung, wie sie das anstellen soll. Um die Verwandlung zu begünstigen, lässt sie seinen Bruder anrücken, einen Werwolf, weil sie hofft, dass dessen Vertrautheit dazu beiträgt, dass ihr Schäfchen (Darf man in diesem Kontext von Schäfchen sprechen?) die Gestalt wechselt. Der Bruder nimmt nur eine winzige Rolle ein, aber er ist da und wird zumindest bei seinem Namen genannt.
Ich möchte unbedingt vermeiden, bei „Strange the Dreamer“ und „Muse of Nightmares“ zu spoilern, daher kann ich nicht allzu viel verraten, doch ich muss eingestehen, dass wir es hier maximal mit Halbgeschwistern zu tun haben. Für mich ist das allerdings nicht wichtig, denn die entsprechenden Figuren wachsen als vollwertige Geschwister miteinander auf und empfinden im Großen und Ganzen auch so.

Beim Rest handelt es sich um einwandfreie Geschwisterbeziehungen, die die Handlung definitiv beeinflussen. Tatsächlich stehen sich die Geschwister meist sogar sehr nah und teilen eine einzigartige Verbindung. Ihr seht, für mich ist es überhaupt nicht schwer, Bücher zu finden, in denen Geschwister auftreten. Offenbar ist meine Lektüreauswahl deutlich Geschwister-freundlicher als Antonias. 😉

Fallen euch spontan Bücher mit Geschwistern ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen optimistischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Schriftstellerische Zusammenarbeit?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Am Freitag habe ich meinen Reread des zweiten Bandes von Steven Eriksons „Malazan Book of the Fallen“ beendet. „Deadhouse Gates“ nahm mich genauso mit wie bei der ersten Lektüre. Es ist ein fantastisches Buch, das eine unheimlich tragische, aufwühlende Geschichte erzählt und einen dieser Tode enthält, die nachwirken, die man nie vergisst. Ich wusste ja, was kommt und doch habe ich wieder reichlich Tränen vergossen. Für mich hat sich dieser Reread aber nicht nur aufgrund der intensiven Szenen gelohnt, sondern auch grundsätzlich. Ich habe das Gefühl, meine Aufmerksamkeit tiefer liegenden Details widmen zu können, weil ich die oberflächliche Handlung bereits kenne. Kleinigkeiten, die ich beim ersten Mal übersah oder denen ich nicht die Bedeutung beimaß, die sie vermutlich auf lange Sicht haben, kann ich jetzt die Beachtung schenken, die sie verdienen. Meine Gedanken schlagen neue Richtungen ein. Ich beobachte diesen Prozess mit Spannung und bin sehr neugierig, wohin Erikson mich führen wird. Es war absolut richtig, noch einmal von vorn zu beginnen, das fühle ich bis in meine Knochen.
Jetzt seid ihr aber bestimmt erst mal neugierig auf die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, also will ich euch nicht länger auf die Folter spannen!

Welche Autor_innen-Kollaboration wäre euer Traum?

Ich bin ja ein großer Fan der Maxime „Never touch a running system“. Deshalb bin ich nicht sicher, ob es tatsächlich eine gute Idee wäre, Autor_innen, die ich einzeln großartig finde, miteinander zu verpaaren. Für eine schriftstellerische Kollaboration muss vor allem die Chemie zwischen den Beteiligten stimmen, um eine ausgeglichene Zusammenarbeit zu gewährleisten, die die Kreativität beflügelt. Ich traue mich nicht so richtig, zu beurteilen, bei welchen Autor_innen das der Fall sein könnte. Immer wieder lese ich davon, dass Schreiben ein einsamer Job ist (obwohl natürlich jedes Buch, das es in die Buchhandlungen schafft, ein Gemeinschaftsprojekt von Autor_in, Verlag, Lektor_in, usw. ist) und erst vor kurzem habe ich irgendwo den Satz aufgeschnappt, dass alle Schriftsteller_innen eines gemeinsam haben: sie können wunderbar Zeit allein verbringen. Ich glaube, dass es deshalb vielen schwerfiele, ihre Routine als Einzelkämpfer_innen zu durchbrechen und es nur wenige Kollaborationen gibt, die erfolgsversprechend sind. Terry Pratchett und Neil Gaiman, die Antonia erwähnt, sind ein Positivbeispiel, da passte es offenbar wie die Faust aufs Auge. Ich denke allerdings, dass das selten ist und habe Schwierigkeiten, mir ähnlich sinnvolle Kombinationen vorzustellen.

Mein erster Gedanke ging natürlich in Richtung High und Low Fantasy. Aber wenn ich mir zum Beispiel eine Zusammenarbeit von Joe Abercrombie und Mark Lawrence ausmale, sagt mein Bauch mir unmissverständlich, dass das eine blöde Idee ist. Obwohl ich ihre Bücher jeweils hervorragend finde und diese gewisse Ähnlichkeiten aufweisen, habe ich das untrügliche Gefühl, dass sie sich im Falle einer Kollaboration ständig streiten würden. Ich halte beide für konsequente, willensstarke Autoren, die sich trotz aller Kritikfähigkeit ungern reinreden lassen. Außerdem plottet und plant Lawrence niemals, sondern setzt sich einfach hin und schreibt, was vermutlich für jede_n seiner Kolleg_innen schwierig wäre.
So empfinde ich das bei den meisten Autor_innen dieses Genres. Irgendwie denke ich, dass sich High und Low Fantasy für eine schriftstellerische Zusammenarbeit nicht so recht anbieten. Wer sich eine ganze Welt mit eigenen Regeln und Gesetzen ausdenkt, wacht wahrscheinlich ziemlich eifersüchtig über diese Schöpfung. Dennoch gibt es eine Kombination, die ich mir sehr fruchtbar vorstelle, obwohl ich bezweifle, dass sie funktionieren kann. Ich glaube, dass Peter V. Brett von der Emotionalität und Ästhetik von N.K. Jemisin profitieren würde. Jemisin schreibt äußerst feminine High Fantasy, die Leidenschaft, philosophische Tiefe und eine ausgeprägte visuelle Ästhetik fokussiert. Da mir Peter V. Bretts „Demon Cycle“ teilweise distanziert erschien, als empfände er sich lediglich als Chronist, der mit den Ereignissen, die er schildert, nichts zu tun hat, glaube ich, dass ihm ihr weiblicher Einfluss guttäte. Ich weiß jedoch, dass Brett… Na ja, er ist ein Kontrollfreak, der exzessiv plant und ein mehrere Gigabytes umfassendes Dossier besitzt, in dem er jedes Detail seines fiktiven Universums minutiös auflistet und beschreibt. Das wirkt für mich nicht, als wäre er offen für externen Input, der über das Lektorat hinausgeht.

Ich kam zu dem Schluss, dass ich in eine andere Richtung denken musste und landete bei Joyce Carol Oates. Oates gehört zweifellos zu meinen Lieblingsschriftsteller_innen. Sie schreibt eindringliche Geschichten, die sich oft am Rande von gesellschaftlichen Tabus bewegen und zeigt dabei eine Einfühlsamkeit, die ihresgleichen sucht. Vermutlich sind ihre Bücher gerade deshalb nicht immer leicht zugänglich. Manchmal muss ich mich sehr anstrengen, um zu verstehen, was sie mir sagen will. Das ist natürlich an sich nicht negativ und garantiert beabsichtigt, aber hin und wieder wünsche ich mir, sie wäre etwas… expliziter. Daher stelle ich mir eine Zusammenarbeit von Joyce Carol Oates und Jodi Picoult äußerst erträglich vor. Jodi Picoult empfinde ich als „Oates light“. Sie bearbeitet ähnliche Themen und demonstriert dabei eine ähnliche psychologische Tiefgründigkeit, schreibt allerdings deutlich leichter und leserfreundlicher. Zusammen könnten sie Bücher schreiben, die zugänglich und bedeutsam sind. Picoult würde darauf achten, dass ihr Manuskript nicht allzu abstrakt gerät, Oates würde das literarische Gewicht beisteuern. Klingt für mich vielversprechend.

Vielleicht denke ich bei dieser Frage aber auch immer noch zu konventionell. Vielleicht fallen mir total verrückt wirkende Kombinationen, die exzellente Geschichten hervorbringen könnten, einfach nicht ein. Keine Ahnung, zum Beispiel Stephen King und Laini Taylor. Oder Laurell K. Hamilton und John Green. Markus Heitz und Sebastian Fitzek. Letztere Kollaboration könnte möglicherweise wirklich funktionieren. Ich glaube, ich bin diesbezüglich echt ein bisschen festgefahren. Lustigerweise bin ich sicher, dass ich so einer abgedrehten Kollaboration sogar eine Chance geben würde, weil ich neugierig wäre, was die beiden Schriftsteller_innen zusammen fabrizieren. Ich komme zwar selbst nicht drauf, bin aber durchaus offen für Experimente.

Welche schriftstellerische Kollaboration wünscht ihr euch?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2019: Zahlen, Diagramme und ein bisschen Sentimentalität

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kann es kaum glauben. Mein Jahresrückblick 2019 ist tatsächlich innerhalb der ersten zwei Wochen des Jahres 2020 fertig geworden! Ich finde, das verdient einen Tusch! Es hat sich ausgezahlt, dass ich dieses Mal sehr diszipliniert war und bereits zum Jahresende angefangen habe, mein Resümee zusammenzustellen. Übrigens, laut Duden ist ein Resümee eine „knappe Inhaltsangabe“ oder „kurze Zusammenfassung“. Nun, das ist hier nicht der Fall. Mit „kurz und knapp“ kann ich nicht dienen – wie auch, schließlich soll dieser Rückblick 12 volle Lesemonate statistisch und emotional Revue passieren lassen.

Wie immer habe ich eine zweigeteilte Struktur gewählt, um euch die verschiedenen Facetten meines vergangenen Lesejahrs zu präsentieren. Im ersten Part werden wir 2019 statistisch aufarbeiten und anhand der Fakten ein objektives Fazit ziehen. Dafür habe ich bei Piktochart Infografiken erstellt, die euch mithilfe von Zahlen und Diagrammen einen transparenten Überblick verschaffen. Ich werde jede Kategorie einzeln kommentieren und interpretieren, damit ihr das nötige Kontextwissen erhaltet, um zu verstehen, wie die Statistiken einzuordnen sind. Ich möchte mich im Voraus dafür entschuldigen, dass die Legenden der Diagramme nicht mehr so gut zu lesen sind; das liegt einfach daran, dass Piktochart die Aufmachung veränderte und ich die Schriftgröße leider nicht beeinflussen kann. Ich bemühe mich, Zahlen und Prozentangaben in meinen Diskussionsabschnitten zu erwähnen, damit ihr diese trotzdem kennenlernt. Außerdem werde ich natürlich den Bezug zu den vergangenen Jahren herstellen, denn die entscheidende Frage, die es zu beantwortet gilt, lautet: Wie entwickelt sich mein Leseverhalten?

Im anschließenden zweiten Part machen wir es uns bequem, lehnen uns zurück und lassen 2019 emotional Revue passieren, Popcorn, Chips und Erfrischungen inklusive. Dafür werde ich 30 Fragen beantworten, die ursprünglich von Martina Bookaholics stammen. Seit einigen Jahren bietet sie das Formular nicht mehr auf ihrer Website an, deshalb habe ich auf die alte, bewährte Version von 2016 zurückgegriffen und meinen Header, den ich letztes Jahr erstellt habe, aktualisiert. Ich lade euch in die Kommandozentrale meines Bücherhirns ein; in dem kleinen Büro in einem Nebenraum meines Lektürearchivs wird es für uns alle vermutlich reichlich eng, aber ich habe Kissen und Decken ausgelegt, damit ihr es euch gemütlich machen könnt!

Habt ihr Lust auf einen ausführlichen Ausflug in die jüngste Vergangenheit? Dann klemmt euch die Sepiabrille auf die Nase, lasst euch von einem sentimentalen Harfenthema in die richtige Stimmung bringen und schon starten wir mit meinem Jahresrückblick 2019!

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Verfasst von - 14. Januar 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Können Genrewechsel funktionieren?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe fantastische Nachrichten. Mein Jahresrückblick 2019 ist fertig! Konfetti und Sekt bitte! Ich bin sehr stolz darauf, dass ich ihn so zügig zusammenstellen konnte und freue mich darauf, ihn euch gleich morgen zu präsentieren. Das bedeutet, jetzt kann das Jahr 2020 richtig losgehen. Na ja, fast. Da sind ja noch ein paar übriggebliebene Rezensionen aus 2019, die abgearbeitet werden wollen. Aber nachdem ich doch recht lange mit Statistiken und Diagrammen zu Werke war, kann ich es kaum erwarten, endlich wieder eine Besprechung zu schreiben und das sind ja eigentlich recht gute Voraussetzungen, oder nicht? Ich strenge mich an, zur nächsten Woche wieder das normale Programm hier auf dem Blog fahren und euch die üblichen zwei Rezensionen pro Woche bieten zu können. Auf in den Alltag! 😀
Zum normalen Blogprogramm gehört selbstverständlich auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, der ich mich heute widme!

Können Autor_innen in mehreren Genres brillieren?

Als ich die Frage zuerst las, dachte ich ohne zu zögern und im Brustton der Überzeugung: „Ja, klar, selbstverständlich können sie das!“ Der nächste Gedanke lautete „Okay. Beispiele?“ und schon begannen meine Schwierigkeiten. Mir fielen einige Autor_innen ein, die den großen Genrewechsel wagten. J.K. Rowling, die Antonia ebenfalls nennt, war eine der ersten, die sich meldeten. Seit 2012 veröffentlicht die Mutter unseres liebsten Zauberlehrlings Krimis, teilweise unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith. Antonia hat natürlich Recht, dass auch die „Harry Potter“-Romane eine kriminalistische Ebene aufweisen und dieser Schritt für Rowling daher vermutlich naheliegend war; den Wechsel von Jugendliteratur zu erwachsener Literatur kann ihr hingegen niemand absprechen. Unglücklicherweise kann ich nicht beurteilen, ob sie in dieser Sparte ebenso brilliert. Ich habe bisher keinen ihrer Krimis gelesen und ich habe es auch nicht vor. Meine Beziehung zu Krimis ist kompliziert und ich möchte meine Einstellung zu J.K. Rowling, die durch diverse unschöne Äußerungen in den Medien ohnehin harte Schläge einstecken musste, nicht zusätzlich belasten, indem ich sie in einem Genre kennenlerne, das mich nur in Ausnahmefällen begeistert. Rein wirtschaftlich hatten ihre Krimis nicht denselben Erfolg wie HP – doch da es sich dabei um eine Messlatte von astronomischer Höhe handelt, sehe ich die Gültigkeit dieses Arguments ziemlich kritisch. Kurz: ich weiß nicht, ob Rowling in ihren Krimis brilliert.

Die nächste, der ich meine Aufmerksamkeit widmete, ist Marie Lu. Lu gelang der Durchbruch mit ihrer dystopischen Jugend-Trilogie „Legend“, die mich nach einem etwas schwachen Start sehr gut unterhielt. Als bekannt wurde, dass sie einen Genrewechsel von Science-Fiction zur Königsdisziplin der High Fantasy riskieren würde, war ich extrem neugierig und freute mich auf die Trilogie „The Young Elites“. Leider kann ich nicht behaupten, dass ihr dieser Wandel gut gelang. In der Rezension zum Finale „The Midnight Star“ fragte ich mich, ob sie für die High Fantasy vielleicht noch nicht bereit war, weil mich ihr Worldbuilding nicht überzeugte. Damit kann Marie Lu also nicht als positives Beispiel dienen.

Ein weiterer Autor, der mir einfiel, ist Markus Heitz. In Heitz‘ Bibliografie finden sich zahlreiche Genres, er hat viele Kategorien ausgetestet und mal den großen Zeh ins Wasser gehalten: High Fantasy, Urban Fantasy, Historische Fiktion, Thriller, Horror, Dystopien. Allerdings sollte hier erwähnt werden, dass er ein Fan vom Crossgenre ist. Seine Thriller weisen häufig paranormale Elemente auf und in seinen Fantasy-Romanen finden sich Thriller-Elemente. Neben der High Fantasy, die er meist klassisch und traditionell angeht, fällt mir lediglich ein Vertreter ein, der einem einzigen Genre zugeordnet werden kann: der Thriller „Totenblick“. Das heißt, sein Schaffen lebt hauptsächlich von Überschneidungen; von revolutionären Experimenten kann ich nicht sprechen. Dennoch sind seine Genre-Mixe normalerweise durchaus glaubwürdig und unterhaltsam. Ich würde ihn als halbes Positivbeispiel gelten lassen.

Robert E. Howard wäre für die heutige Frage ein passender Fall, weil seine Kurzgeschichten in vielen verschiedenen Genres verortet sind. Dummerweise habe ich bisher nur seine Conan-Geschichten gelesen und vermute, dass es problematisch wird, seine anderen Werke zu beschaffen, weil es jahrzehntelang Streitigkeiten um sein Vermächtnis gab und ich noch nicht weiß, ob es heutzutage überhaupt Sammlungen seiner übrigen Geschichten zu kaufen gibt. Auch hier kann ich daher kein Urteil abgeben.

Zu David Safier, den Antonia ebenfalls nennt, kann ich mich nicht äußern. Ich habe Safier noch nicht gelesen, obwohl sein hochgelobter Roman „28 Tage lang“ in meinem Regal auf seinen großen Auftritt wartet. Ich bezweifle jedoch, dass ich jemals den Vergleich zu seiner humoristischer Literatur ziehen können werde, weil ich mit lustigen Büchern selten etwas anfangen kann.
Meinen Anteil der Stücke Shakespeares habe ich natürlich gelesen, sowohl Komödien als auch Tragödien, aber irgendwie empfinde ich seine Vielfalt nicht als Genrewechsel. Ich muss gestehen, ich kenne mich mit der Theorie des Theaters nicht gut aus, deshalb agiere ich in seinem Fall lediglich auf einer intuitiven Basis, doch ich glaube mich zu erinnern, dass Komödie und Tragödie verwandt sind und lediglich geringe strukturelle Unterschiede aufweisen (die dafür allerdings gewaltige Auswirkungen haben). Grundsätzlich finde ich es schwierig, Bühnenstücke mit Prosa zu vergleichen, weil sie komplett anderen Regeln folgen.

All diese Überlegungen zwingen mich, meine ursprüngliche Einschätzung ein wenig zu korrigieren. Ich kann nicht mit völliger Sicherheit schlussfolgern, dass Autor_innen in verschiedenen Genres gleichermaßen brillieren können. Mir fehlt einfach die Erfahrung für ein Fazit. Also formuliere ich meinen ersten Gedanken um: „Ja, wahrscheinlich können sie das“. Ich glaube nicht, dass Genrewechsel immer zum Scheitern verurteilt sind oder immer gelingen. Vermutlich kommt es stets auf den Autor oder die Autorin an. Talent ist und bleibt Talent, unabhängig vom Genre. Dennoch denke ich, dass nicht alle Autor_innen ihr Talent in jedem Genre unter Beweis stellen können. Ich glaube, dass einige unter ihnen die speziellen Rahmenbedingungen ihres Heimatgenres brauchen, um sich entfalten zu können. Man denke nur an all die Krimi- bzw. Thriller-Autor_innen, die selbst eine berufliche Vergangenheit in der Strafverfolgung haben. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass es eine gute Idee wäre, würde es sich Jilliane Hoffman in den Kopf setzen, einen High Fantasy – Roman zu schreiben. Ebenso wenig sehe ich Steven Erikson einen Liebesroman verfassen. Suchen sich Schriftsteller_innen hingegen neue Genres aus, die ihnen gleichermaßen liegen, kann der Wechsel ohne Weiteres funktionieren.

Wie schätzt ihr Genrewechsel von Autor_innen ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen furiosen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Markus Heitz – Die Zwerge

Rezensionsheader Die Zwerge

Markus Heitz tanzt gern auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig. Seine Romane kokettieren mit vielen Genres: in seinem Portfolio tummeln sich Urban Fantasy, Dark Fantasy, Science-Fiction, Thriller, Historische Fiktion und Dystopien. Doch seine Wurzeln liegen in der High Fantasy. Für sein 2002er Debüt „Schatten über Ulldart“ erhielt er den Deutschen Phantastik-Preis. Dennoch gelang ihm der Durchbruch erst 2003 mit „Die Zwerge“. Tatsächlich wurde der Reihenauftakt so erfolgreich, dass Heitz bis heute keine Informationen über ein neues Projekt veröffentlichen kann, ohne direkt nach einer Fortsetzung gefragt zu werden. Mittlerweile existieren fünf Bände; der erste ist für mich ein Reread, weil ich die Reihe vor Jahren schon einmal begonnen habe, ohne sie weiterzuverfolgen.

Zwerge tragen Bärte. Zwerge sind mutig und für jeden Kampf bereit. Zwerge schützen das Geborgene Land vor den scheußlichen Kreaturen Tions. Zumindest steht es so in den Büchern. Tungdil erhielt nie die Gelegenheit, sein Volk kennenzulernen. Er wuchs als Findelkind unter Menschen auf. Er ist ihnen und seinem Mentor, dem Zauberer Lot-Ionan, sehr dankbar, aber solange er nicht einmal weiß, welchem Stamm er angehört, wird er niemals lernen, ein richtiger Zwerg zu sein. Deshalb ist Tungdil aufgekratzt wie selten zuvor, als Lot-Ionan ihn für einen Botengang auf Reisen schickt. Endlich wird er die Welt sehen! Vielleicht wird er sogar andere Zwerge treffen? Doch je weiter ihn sein Weg führt, desto deutlicher kündigen sich düstere Zeiten für das Geborgene Land an. Orks terrorisieren Dörfer und Ortschaften. Albae schleichen meuchelmordend durch die Nacht. Eine dunkle Macht breitet sich gierig in den Königreichen aus. Unversehens stolpert Tungdil mitten in ein Abenteuer, das seine ganze zwergische Entschlossenheit fordert. Er muss beweisen, dass auch er Zwerg genug ist, das Geborgene Land zu verteidigen!

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Verfasst von - 10. September 2019 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Markus Heitz – AERA: Die Rückkehr der Götter

2012, als sich alle Welt wegen des Mayakalenders in die Hose machte, beschäftigte sich der Fantastik-Autor Markus Heitz mit den damit verbundenen Vorhersagen. Er fand heraus, dass dort keineswegs die Rede vom Weltuntergang war. Vielmehr versprachen die Prophezeiungen Veränderung. Er grübelte, was in unserer modernen Zeit als gravierende Veränderung durchgehen könnte. Eine Idee nahm Gestalt an: eine reelle Manifestation antiker Götter. Doch sein Zeitplan ließ es nicht zu, sie sofort umzusetzen. Erst 2015 hatte Heitz genug Luft, um sich diesem Gedankenspiel zu widmen. Dann sollte es schnell gehen. Er entschied, „AERA: Die Rückkehr der Götter in 10 E-Book-Episoden zu veröffentlichen und die Printausgabe hintenanzustellen. Da ich Printausgaben jedoch bevorzuge, wartete ich auf das Taschenbuch und las die irre Geschichte 2018 am Stück.

Die Welt erbebt im Angesicht göttlicher Präsenz. Sieben Jahre ist es her, seit die antiken Götter zurückkehrten und die Menschheit ins Chaos stürzten. Sie eroberten die Moderne im Sturm, lösten Kriege aus und demonstrierten ihre uneingeschränkte Macht. Im Jahr 2019 hat sich die Lage beruhigt. Eine neue Ordnung ist entstanden. Doch einige Zweifler gibt es noch immer. Malleus Borreau blieb Atheist. Er glaubt nicht, dass es sich bei den Entitäten, denen aufopferungsvoll gehuldigt wird, wahrhaft um Götter handelt. Sein Misstrauen stigmatisiert ihn als Außenseiter und ist das Geheimnis seines beruflichen Erfolgs. Als Ermittler bei Interpol untersucht er Verbrechen, die mit den Göttern in Zusammenhang stehen. Sein neuster Fall bringt jedoch sogar seine ehernen Überzeugungen ins Wanken. Auf der ganzen Welt verschwinden religiöse Artefakte. Leichen bezeugen die Skrupellosigkeit der Diebe und an den Tatorten taucht ein rätselhaftes Symbol auf. Ein Symbol, das Malleus schon einmal gesehen hat und das ihm noch immer Albträume beschert…

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Markus Heitz – Totenblick

2015-09-28 - Heitz Totenblick

Ich bin ein Fan von Markus Heitz. Er ist der meistvertretene Autor in meinem Bücherregal und das will bei all den Reihen, die ich mehr oder weniger konsequent verfolge, schon etwas heißen. Trotzdem habe ich so meine Probleme mit seinen Büchern, weswegen meine letzte Reise mit ihm ein Weilchen her ist. Ich finde seine Ideen toll, liebe seine Vorstellungskraft und fühle mich in der Atmosphäre seiner Geschichten äußerst wohl. Doch seine Spannungsbögen sind für meinen Geschmack ab und zu ein wenig lasch. Daher haben seine Bücher Längen, durch die ich mich durchkämpfen muss. Er ist einer dieser Autor_innen, auf die ich wirklich Lust haben muss, damit ich die zähen Passagen in Kauf nehme. Dieser Zeitpunkt war Ende letzten Monats gekommen – mein Bauch entschied, dass es Zeit für „Totenblick“ war.

Leichen, die wie große Werke der Kunst inszeniert sind. Eine Botschaft: „Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters“. Leipzig wird von einem Serienmörder heimgesucht, der Angst und Schrecken säht. Nicht nur unter der Bevölkerung, sondern auch unter den Ermittlern, denn wer den Toten in die Augen sieht, muss kurz darauf selbst sterben. Der Aberglaube des Totenblicks zieht sich wie ein Geschwür durch die Behörden, gegen das Kriminalhauptkommissar Peter Rhode parallel zur Jagd auf den Mörder ankämpfen muss. Er ist auf die Hilfe seines alten Freundes Ares Löwenstein angewiesen. Auf seine Hilfe – und auf seine Kontakte aus seiner dunklen Vergangenheit bei einem Biker-Club. Doch schon bald geraten Rhode und Löwenstein selbst ins Visier des Mörders. Werden auch sie Opfer des Totenblicks?

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Ein Kommentar

Verfasst von - 28. Oktober 2015 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Montagfrage: AutorIn mit den meisten Büchern?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe gute Nachrichten für euch: die Blogpause ist vorbei. Ich habe sehr fleißig Rezensionen geschrieben, habe einen Vorlauf geschaffen und kann nun wieder regelmäßig Buchbesprechungen veröffentlichen. Jubel, Trubel, Heiterkeit! 😀 Ich bin zwar noch nicht bei Null und tagesaktuell, aber mit den offenen, vorbereiteten Rezensionen sind wir erst einmal ein Weilchen beschäftigt. Daher habe ich genug Zeit, die ausstehenden abzuarbeiten. Ab dieser Woche wird es jeden Mittwoch und jeden Freitag eine neue Rezension geben. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr nicht noch einmal so in Verzug gerate, versprechen kann ich es aber nicht, denn das hängt maßgeblich von meinen gelesenen Büchern ab.
Während ihr euch jetzt hoffentlich auf Mittwoch freut, mache ich mich an die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja:

Von welchem/r Autor/in hast du gefühlt die meisten Bücher?

Gefühlt? Markus Heitz. Der Mann schreibt, als gäbe es kein Morgen. Ich besitze 22 Bücher aus seiner Feder. Einzeln gezählt. Effektiv sind es mehr, weil ich seine komplette „Ulldart“-Saga als hübsche Sammelbände (9 Teile in 4 Büchern) habe und in der „Schattenläufer“-Chronik auch drei Romane enthalten sind. Wenn ich mich nicht verzählt habe, macht das zusammen 30 Romane. Damit ist Herr Heitz wirklich weit abgeschlagen, denn der nächste dürfte Stephen Kind mit „nur“ 18 Romanen sein. Wer hätte das gedacht? Vor einigen Jahren habe ich mich noch strikt geweigert, seine Werke zu lesen. Hier schlägt natürlich besonders „Der Dunkle Turm“ zu Buche, denn diese Reihe umfasst ja bereits sieben Bände.
Platz 3 belegt Terry Pratchett mit 15 einzelnen Büchern. Auch hier sind es effektiv mehr Romane als Bücher, 19 Stück, um genau zu sein. Das heißt, ginge es wirklich um Romane, wäre Terry Pratchett auf Platz zwei und Stephen King auf Platz drei. Geht es aber nicht. Die Frage drehte sich um Bücher, also muss Mr. Pratchett mit der Bronzemedaille Vorlieb nehmen.
Ich muss dazu sagen, dass ich die ersten drei Plätze jetzt wirklich nur nach Augenmaß festgelegt habe. Es kann gut sein, dass ich daneben liege, doch ich weigere mich einfach, für jede_n einzelne_n Autor_in zu zählen, wie viele Bücher ich von ihm oder ihr besitze.

Welche_r Autor_in ist in eurem Regal am häufigsten vertreten?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - 21. September 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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[Getaggt] Todsündentag

7 Todsünden

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich wurde in den letzten Tagen gleich zwei Mal für diesen wirklich coolen TAG nominiert (kann man das überhaupt so übersetzen? oO), einmal von sternenbrise und einmal von An. Ehrensache, dass ich dann auch mitmache, vor allem, wenn die Fragen mal etwas anderes sind. 😉
Es geht um die sieben Todsünden, allerdings ist mir aufgefallen, dass es bloß Fragen zu sechs der Sünden gibt. Der Hochmut fehlt. Also habe ich mir die Freiheit herausgenommen, mir selbst eine Frage zu dieser Todsünde auszudenken und sie hinzuzufügen. Ich würde mich freuen, wenn sie die Runde macht. 🙂

Gier

Welches war dein günstigstes Buch?

Per se ist das ja eigentlich jedes Buch, für das ich nichts bezahlt habe. Das schließt also Geschenke, Fundstücke und Rezensionsexemplare mit ein. Für Geschenke hat immer jemand aus meinem direkten Umfeld bezahlt, also fliegt das raus. Rezensionsexemplare bezahlt der Verlag, von dem ich sie erhalte, die sind also auch raus. Bleiben noch die Fundstücke. Das sind Bücher, die ich am Straßenrand finde, weil sie irgendjemand dort hingestellt oder abgelegt hat, weil er/sie sie nicht mehr haben möchte. Ich gebe diesen Büchern ein neues Zuhause und ein zweites Leben, wenn man so will. Natürlich nicht alle, nur, was mich interessiert. Ich habe schon mehrere mitgenommen, doch spontan fallen mir „Tausend Strahlende Sonnen“ von Khaled Hosseini und „Stark“ von Stephen King ein. Beide Bücher standen nie auf meiner Wunschliste, aber Khaled Hosseini sagt mir natürlich etwas und einen King lässt man nicht einfach so auf der Straße rumliegen, richtig?

Welches war dein teuerstes Buch?

Im Großen und Ganzen achte ich sehr darauf, nicht zu viel für einzelne Bücher auszugeben, weil… na ja, weil ich ein Suchtproblem habe und für ein einziges nicht genauso viel bezahlen möchte wie sonst für drei oder vier Bücher. Wirklich teure Bücher besitze ich daher gar nicht, beziehungsweise fällt mir keins ein, das in der Anschaffung besonders teuer gewesen wäre. Meine Gesamtausgabe von Shakespeares Werken hat knapp 52,00€ gekostet, aber erstens war sie ein Geschenk und zweitens sind das vier Bücher. Jedes Buch für sich hat also 13,00€ gekostet, was nicht übermäßig kostspielig ist. Bildbände, die in der Regel ziemlich teuer sind, besitze ich ebenfalls nicht, weil ich nichts damit anfangen kann. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich so etwas wieder und wieder ansehen. Ich blättere einmal durch und dann nie wieder. Ein paar vergriffene Ausgaben waren teurer als der Neupreis, aber auch hier würde ich nicht von wirklich teuer sprechen.
Erlaubt mir also, diese Frage ein bisschen anders auszulegen. Meine teuersten Bücher sind Band 3 und 4 der Twilight-Saga, weil ich für sie mit einer Freundschaft bezahlt habe. Nicht wortwörtlich, aber ich empfinde es so. Ich bekam die Bücher von einer ehemaligen Freundin ausgeborgt, damit ich sie mir nicht kaufen musste und trotzdem lesen konnte. Es ergab sich niemals die Möglichkeit, sie zurückzugeben, weil wir uns vorher auseinander entwickelt haben. Ich habe die Bücher, aber die Freundschaft habe ich verloren. Manchmal ist das Leben so, doch jedes Mal, wenn ich die beiden Bände ansehe, denke ich an sie und daran, wie schade es ist, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Zorn

Für welches Buch empfindest du Liebe und Hass zugleich?

Tja, da muss ich wohl zähneknirschend „Anita Blake“ schreiben. Ich gebe das nicht gern zu, weil ich wirklich mein Bestes gebe, um die Flagge für Anita weiterhin hoch zu halten. Ich liebe sie, sie war meine erste UF-Heldin und ist einfach eine richtig coole Frau. Aber ich hasse es, in welche Richtung sich die Serie entwickelt hat. All dieser sexuelle Kram… meiner Meinung nach hat sie das gar nicht nötig und ich verstehe bis heute nicht, warum Laurell K. Hamilton diesen Weg für sie ausgesucht hat. Aber – es besteht Hoffnung. Ich kenne ja nur die deutschen Bände und nach Band 12 hat Bastei Lübbe die Reihe abgebrochen. Laut Rezensionen von LeserInnen, die bereits auf Englisch weitergelesen haben, wird es wieder besser. Der Fokus verschiebt sich zurück zu Anitas Arbeit als Ermittlerin. Ich hoffe so sehr, dass das wirklich so ist und sich die Hass-Liebe wieder in pure Liebe verwandelt (hach, wie poetisch).

Welches Buch war am schwierigsten zu bekommen?

Das hält sich die Waage zwischen zwei Werken, die – wie könnte es anders sein – beide vergriffen sind.
Das erste ist „Ulldart II“ von Markus Heitz. Heyne hat vor Jahren einmal die gesamte Ulldart-Saga in vier hübschen Taschenbuch-Sammelbänden herausgebracht, die ich unbedingt haben wollte. Ich sollte sie von meiner Mama geschenkt bekommen (das war abgesprochen) und sie hatte bereits alle Bücher zusammen, nur das zweite fehlte, weil es im normalen Handel nicht mehr zu bekommen war. Also mussten wir das gute Stück bei eBay jagen. Das hat eine ganze Weile gedauert und wurde am Ende um einiges teurer als gedacht, aber – ich habe es im Regal. 😀
Das zweite Buch ist der dritte Band der High-Fantasy-Reihe „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson, „Im Bann der Wüste“. Als ich mit dieser Reihe begann, hatte blanvalet den ersten Band gerade neu aufgelegt, es gab aber keinerlei Infos darüber, ob sie sie weiterführen würden. Ich wollte mich nicht darauf verlassen und entschied, die Folgebände in älteren Ausgaben zu kaufen. Das war im Großen und Ganzen auch kein Problem, nur der dritte Band war nicht mehr zu bekommen. Auch hier musste ich bei eBay auf die Jagd gehen und wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen, als ich normalerweise bereit bin, für ein Taschenbuch auszugeben.

Völlerei

Welches Buch macht dich hungrig?

Hmm… ich erinnere mich, dass mir während „Der Schrecksenmeister“ von Walter Moers ständig der Magen knurrte, weil es da sehr viel ums Essen geht. Das gilt allerdings auch für „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“, als Blaubär auf der Gourmetica Insularis ist und dort so richtig schön fett und träge wird. 😀

Trägheit

Welches Buch ignorierst du zu lesen, weil du zu faul bist?

Da gibt es eigentlich keines. Faulheit geht mir in Bezug auf Bücher nicht durch den Kopf. Vielleicht legen andere LeserInnen das anders aus, aber für mich geht es nicht um Faulheit, wenn ich mich dagegen entscheide, ein Buch zu lesen, weil es anstrengend ist. Es geht immer nur darum, dass es in diesem Augenblick nicht die richtige Lektüre ist. Wenn ich nicht in der Stimmung für ein schwieriges Buch bin, hat es doch keinen Sinn, mich durchzuquälen, oder? Ich bin überzeugt, für jedes Buch gibt es genau den richtigen Zeitpunkt im Leben, man muss ihn nur abpassen. Manchmal erfordert das Geduld, manchmal Mut. Ich greife seit Jahren immer wieder zu „Ulysses“ von James Joyce und teste, ob ich nun endlich soweit bin. Bisher lautet die Antwort NEIN, aber das macht nichts. Ich bin eben noch zu klein dafür, was soll’s. Aber das hat doch nichts mit Faulheit zu tun. Ich stelle ihn nicht wieder weg, weil ich keine Lust hätte, meinen Kopf anzustrengen, sondern weil ich glaube, dass ich ihn nicht verstehen würde. Hätte ich Lust auf seichte Literatur, hätte ich ja direkt ein entsprechendes Buch aus dem Schrank gezogen und es gar nicht erst mit „Ulysses“ versucht.
Vermutlich schnalle ich die Frage nicht richtig, weil ich noch nie gedacht habe „Ach nö, das lese ich jetzt nicht, weil ich zu faul bin“. Ich habe stets nur gedacht „Nein, das ist jetzt nicht das Richtige“. Wenn das Faulheit ist… okay. 😉

Welches Buch hat dein Leben beeinflusst?

Was auch immer diese Frage mit Trägheit zu hat… 😀 Ich denke, dass es vor allem die Bücher meiner Kindheit waren, die mich nachhaltig geprägt und beeinflusst haben. Dazu gehört auf jeden Fall „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ (Rezension: HIER) von James Krüss. Ich glaube ganz fest daran, dass dieses Buch mir einige grundlegende Werte und Wahrheiten des Lebens nahe gebracht hat, als ich noch zu klein war, um zu verstehen, was Versuchung bedeutet. Bis heute ist es eine Art moralischer Kompass für mich – es bedeutet mir die Welt.

Wollust

Welches Buch hat den attraktivsten Helden?

Ouhhh, schwere Frage. Attraktivität definiert sich für mich nur minimal über das Äußere, deswegen zählen all die perfekten YA-Helden meiner Meinung nach nicht. Ja, die sind süß, reizend und wirklich ganz zauberhaft in ihrer pubertierenden, hormongesteuerten Gefühlsduseligkeit, aber attraktiv? Nein. Es sind für mich auch nicht all die romantisierten, idealisierten, perfekten Vampire und Gestaltwandler, die sowieso nur an sich selbst glauben und denken, selbst wenn ihre vorgeschobenen Ziele noch so edelmütig sein mögen. Sie sind äußerlich ja vielleicht absolute Augenweiden, aber innerlich… Da ist mehr als einer dabei, dessen Seele bereits einen fortgeschrittenen Verfall aufweist. Nein, wenn ich das Wort „attraktiv“ lese, fällt mir nur einer ein, auf den diese Bezeichnung wirklich und wahrhaftig zutrifft: Ahmann Jardir. Jardir ist nicht im eigentlichen Sinne ein Held, aber in „The Desert Spear“ (Rezension: HIER), dem zweiten Band des Demon Cycle von Peter V. Brett, wurde er für mich zu einem Helden, weil er einen beeindruckenden, unwiderstehlichen Charakter hat. Er glaubt an etwas und ist bereit, dafür einzustehen und alles dafür zu opfern. Außerdem ist er gebildet, intelligent und leidenschaftlich. Natürlich sieht er auch gut aus, doch das ist eher nebensächlich. Er hat nicht nur positive Eigenschaften, sondern auch negative und tappt in die gleichen Fallen, in die alle Menschen auf die eine oder andere Art und Weise geraten. Er ist menschlich, nicht unrealistisch perfekt. Deswegen ist er für mich der attraktivste Romanheld, der mir einfallen will.

Neid

Welches Buch würdest du am liebsten geschenkt bekommen?

„Fight Like A Girl: How to be a Fearless Feminist“ von Megan Seely. Anhand des Titels könnt ihr euch ja schon denken, dass es sich bei diesem Buch um Fach-/Sachliteratur handelt. Leider sind Sachbücher oftmals wesentlich teurer als die Trivialliteratur, allein schon, weil sie häufig in viel geringeren Stückzahlen verlegt werden. Dieses spezielle Exemplar kostet als Taschenbuch 22,40€ (lt. Amazon) und als Hardcover (ACHTUNG, HINSETZEN!) 76,90€ (ebenfalls lt. Amazon). Ich will das Buch unbedingt haben, will aber einfach nicht so viel Geld ausgeben. Deswegen wäre es schon ziemlich cool, wenn es mir jemand schenken könnte. *zwinkerzwinker* *räusper* 😀

Hochmut

Welches Buch gibt dir das Gefühl, belesener als deine Mitmenschen zu sein?

Dieses Gefühl formuliert vermutlich niemand richtig aus. Es ist verpönt, über so etwas zu sprechen. Man darf sich überlegen fühlen, aber man darf es nicht sagen. Für mich sind es die Klassiker, aber eine pauschale Antwort gibt es nicht. Anderen Bücherratten fühle ich mich eigentlich nie überlegen. Ich habe da nie das Gefühl, belesener zu sein, weil mir durchaus bewusst ist, dass ich höchstwahrscheinlich nur andere Bücher gelesen habe, aber nicht zwangsläufig mehr oder wertvollere Werke. Trotzdem gibt es diese Momente. Beispielsweise, wenn mein Gegenüber um einiges älter ist, aber nie „Oliver Twist“, „Pride and Predjudice“, „The Grapes of Wrath“ oder „Slaughterhouse 5“ gelesen hat. Wenn er/sie nicht weiß, dass „Kabale und Liebe“ nicht von Goethe, sondern von Schiller ist. Oder noch nie die Namen Sarte, Dumas, Tolstoi, Büchner oder Kästner gehört hat. Belesener fühle ich mich auch dann, wenn mir jemand begegnet, der/die nicht weiß, dass „Herr der Ringe“, „Twilight“ und „Harry Potter“ nicht bloß Filme sind. Und solche Menschen gibt es tatsächlich.


So, fertig. 😀 Jetzt muss ich noch weiter taggen. Prinzipiell kann natürlich jede/r mitmachen, der oder die Lust dazu hat. Wenn ihr euch selbst also nicht in meiner Liste findet, seid nicht traurig und nehmt einfach trotzdem teil. 😉

Falls ihr den TAG schon gemacht habt, tut es mir leid, dann habe ich das übersehen. Bei allen anderen freue ich mich sehr auf eure Antworten, solltet ihr euch entscheiden, mitzumachen. 🙂
Außerdem möchte ich mich noch bei Werk13 bedanken, von deren Website die wunderschönen Illustrationen stammen. Der Künstler heißt Andreas Maldei. Wenn ihr auch die restlichen Designs sehen möchtet, schaut hier vorbei: Die sieben Todsünden. Sie gehören zu einem eBook, das ihr wiederum HIER einsehen könnt und darüber hinaus könnt ihr die Werke von Andreas Maldei auf Posterlounge erwerben: HIER.
Bitte beachtet, dass die Illustrationen dem Urheberrecht unterliegen und ihr Andreas Maldei um Erlaubnis bitten müsst, bevor ihr sie eventuell für eure Beiträge verwendet. Solltet ihr Interesse daran haben, meldet euch bei mir, ich gebe euch dann seine E-Mail-Adresse. 🙂

Ich wünsche euch allen einen tollen Donnerstag!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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