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Schlagwort-Archive: Lüge

Dan Vyleta – Smoke

Dan Vyleta ist ein Kind des Potts. Ja, ihr habt richtig gelesen! Sein Weg führte ihn zwar über England in die USA und bis nach Kanada, aber er wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer im Ruhrgebiet geboren. Ich frage mich, wie viel Pott noch in ihm steckt. Seinen aktuellen Roman „Smoke“ verfasste er jedenfalls nicht in Deutsch, sondern in Englisch. Unseren Markt erreichte das Buch durch die Random House Gruppe, die es mir als Rezensionsexemplar anbot. Ich nahm das Angebot an, da der Klappentext wirklich interessant klang. Meine Neugier war geweckt.

Thomas und Charlie sind privilegiert. Als Schüler eines elitären Internats werden sie auf ihr späteres Leben an der Spitze der Gesellschaft vorbereitet. Sie sind normale Jungen – doch ihre Gedanken sind unrein. Jeder weiß es, denn der Rauch zerrt all ihre Verfehlungen ans Tageslicht. Der Rauch brandmarkt die Menschen als Sünder, er dringt aus Poren und Körperöffnungen und hinterlässt schmierigen Ruß, der an der Haut klebt, Kleidung befleckt und Gebäude in einen schwarzen Schleier hüllt. Jede Lüge, jede Gehässigkeit, jede Missetat wird unweigerlich offengelegt. Der Rauch ist der sichtbare Graben zwischen Oberschicht und Pöbel. Niemals wäre es Thomas und Charlie eingefallen, seine Gesetze zu hinterfragen, bis ein verstörender Schulausflug nach London die Freunde ratlos zurücklässt. Wieso würde jemand den Ruß von Mördern sammeln? Wie ist es möglich, dass ein Mensch kein einziges Fädchen Rauch absondert? Aufgewühlt begeben sich Thomas und Charlie auf die Suche nach den Ursprüngen des Rauchs und stoßen auf eine Verschwörung nationalen Ausmaßes, die sie vor eine haarsträubende Entscheidung stellt: ist ihre Welt es wert, gerettet zu werden?

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Steven Erikson – Kinder des Schattens & Gezeiten der Nacht

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Lange Zeit lebten die Völker der Letherii und der Tiste Edur friedlich nebeneinander. Verträge legten ihre Territorien fest und bestimmten den Handel. Das Leid, das die Letherii den indigenen Stämmen antaten, berührte die langlebigen Kinder von Vater Schatten kaum. Aus der Ferne beobachteten sie die gnadenlosen Eroberungsfeldzüge, die weit häufiger mit Münze und Feder geführt wurden als mit Waffen und Soldaten; die perfiden Pläne, die die Stämme in die Abhängigkeit tricksten; Lügen, Verrat und Betrug. Erst als das gierige Auge Lethers auf die Gebiete und Rohstoffe der Edur fällt und die Kontrakte vorsätzlich gebrochen werden, sind sie gezwungen, zu reagieren. Der unausweichliche Konflikt ängstigt die Edur nicht, denn erstmals seit Generation sind sie unter der Führung des Hexenkönigs vereint. Doch auch die Letherii glauben fest an ihre Unbezwingbarkeit. Im Namen des Sieges entfesseln beide Völker schreckliche, unberechenbare Mächte, die niemand zu kontrollieren vermag. Tod, Schmerz und Verzweiflung sind die Banner der unfassbaren Gewalt zwischen Letherii und Tiste Edur, die eine gesamte Kultur auszulöschen droht. Eine uralte Prophezeiung sagt den nahenden Morgen eines neuen Imperiums voraus – wer wird sich aus der Asche des Krieges erheben?

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Montagsfrage: Das gewisse Etwas?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine letzte Urlaubswoche bricht an. Obwohl ich fleißig rezensiert habe, bin ich mit der Bilanz bisher nicht ganz zufrieden. Freie Tage bedeuten eben auch mehr Zeit zum Lesen. Dementsprechend habe ich zwar ausstehende Rezensionen abarbeiten können, gleichzeitig sind aber neue gelesene Bücher hinzugekommen. Hach, ein Luxusproblem. Mal schauen, wie gut ich die letzte Woche nutzen kann und ob ich den Stapel am Ende sichtbar verringern konnte.
Heute starten wir allerdings erst einmal mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja in die neue Woche.

Welcher Aspekt oder welches Element deines zuletzt gelesenen Buches gefiel dir besonders gut?

Oh, das kann ich leicht beantworten. Ich habe zuletzt „Der Albtraum“ von Erica Spindler gelesen, ein Thriller, der vermutlich noch ewig auf meinem SuB eingestaubt wäre, gäbe es nicht das Lesebingo 2016. Für eine Aufgabe sollte ich nämlich ein Buch eines Autor oder einer Autorin lesen, der/die die gleichen Initialen hat wie ich. Erica Spindler ist tatsächlich die einzige in meinem Regal mit den gleichen Anfangsbuchstaben. „Der Albtraum“ habe ich vor Jahren während meiner intensiven Thriller-Phase gekauft. Dann flaute meine Lust auf dieses Genre massiv ab und das Buch geriet in Vergessenheit. Als ich es jetzt hervorholte, hatte ich keine großen Erwartungen. Ich wollte es fix lesen, die Aufgabe abhaken und es damit gut sein lassen. Überraschenderweise hat mir „Der Albtraum“ aber wirklich viel Spaß gemacht. Ich habe es bis auf 50 Seiten in einem Rutsch durchgezogen. Das lag vor allem daran, dass es ein Thriller ohne Ermittlung ist. Es gibt kein Rätselraten, wer denn nun der Mörder ist. Stattdessen kennt man von Beginn an alle Akteure, kann sich entspannt zurücklehnen und beobachten, wie die Geschichte ihren fatalen Lauf nimmt. Spindler versucht nicht, ihre Leser_innen in die Irre zu führen, sondern legt ihre Karten auf den Tisch und konzentriert sich darauf, die psychischen Aspekte ihrer Handlung umfangreich auszuarbeiten. Es geht um Manipulation, Kommunikationsstörungen, Bedürfnisse, Obsession und Lügen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Das gefiel mir sehr gut und fesselte mich an die Seiten.

Welches spezielle Merkmal gefiel euch an eurem letzten Buch besonders gut?

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Montag und freue mich wie immer auf eure Meinungen und Kommentare. Die Stöberrunde verschiebe ich angesichts der späten Stunde selbstverständlich auf die Frühstücks-Kaffee-Zeit, dabei macht das sowieso am meisten Spaß! 😉
Alles Liebe,
Elli  ❤

 
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Verfasst von - November 21, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Benjamin Percy – Red Moon

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„Red Moon“ von Benjamin Percy wurde mir im Oktober 2014 von Klingenfänger empfohlen, nachdem ich in einer Rezension den Gedanken äußerte, dass ich gern eine Werwolf-Vampir-Dystopie lesen würde. Ich wollte eine Geschichte erleben, die Vampirismus und/oder Lykanthropie aus der Fantasy-Ecke heraushebt und sie in den Kontext der Science-Fiction setzt. Wissenschaftliche Ansätze statt Magie. Percy ist ein vielfältiger Autor, der nicht nur Romane und Kurzgeschichten verfasst, sondern auch für DC Comics arbeitet und sich zusätzlich als Drehbuchautor verdingt. Ein richtiger Allrounder. Ich war gespannt, welche wissenschaftliche Erklärung er mir für die Existenz von Werwölfen anbieten würde.

Lykaner sind ein Teil der Gesellschaft. Sie sind integriert. Sie leben unauffällig und angepasst. Sie beugen sich den Gesetzen, die die USA erließen, um nicht-infizierte Menschen zu schützen. Sie sind Taxifahrer_innen, Lehrer_innen, Handwerker_innen. Sie sind deine Nachbarn. Sie sind die schlafende Bedrohung in unserer Mitte. Die Regierung beteuert, die Situation unter Kontrolle zu haben. Eine verhängnisvolle Lüge. Im Untergrund regt sich der Widerstand: Lykaner, die nicht davor zurückschrecken, Menschenleben zu opfern, um ihre Forderungen durchzusetzen. Radikale Anschläge verbreiten Angst und Terror. Schon bald werden die Grenzen der Menschlichkeit auf die Probe gestellt. Graut der Morgen nach der Nacht des roten Mondes, wird eine neue Welt geboren, in der Menschen nicht länger die Spitze der Nahrungskette sind.

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2 Kommentare

Verfasst von - Oktober 25, 2016 in Horror, Politik, Rezension, Science Fiction, Thriller

 

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Montagsfrage: Beobachtungen?

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Hallo ihr Lieben!  🙂

Heute ist Montag, also starten wir wieder einmal gemeinsam in eine neue Woche! Für mich ist diese Woche relativ vollgepackt, aber ich werde wohl trotz dessen versuchen, den ersten Post zum Thema Gender in der Urban Fantasy zu veröffentlichen. 😉
Jetzt beantworte ich aber erst einmal die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja:

Habt ihr schon mal Situationen beobachtet, die euch an Passagen aus gelesenen Büchern erinnern?

Ich muss ehrlich sagen, diese Frage überfordert mich. 😀 Ich habe die Frage bereits heute Nacht gelesen und habe dann beim Einschlafen die ganze Zeit darüber nachgedacht. Und heute Morgen beim Gassi gehen mit meinem Hund auch noch mal. Mir ist nichts eingefallen. Vielleicht liegt es an der absoluten Reizüberflutung in der Großstadt, aber ich sehe täglich so viele Menschen und beobachte so viele Situationen, dass sie es in den seltensten Fällen in mein Langzeitgedächtnis schaffen. Selbst die merkwürdigen Beobachtungen verschwinden irgendwann wieder. 😀
Also habe ich mich entschieden, euch stattdessen eine Geschichte aus meiner Jugend zu erzählen, die fast GENAU SO auch in einem Buch passiert ist. Das Lustige daran ist (im Nachhinein), dass ich den gleichen Fehler wie die Protagonistin gemacht habe, obwohl ich ja bereits gelesen hatte, wie das bei ihr geendet ist.

Ich war damals etwa 12, 13, 14 Jahre alt. Das Buch hieß „Umzug nach Wolke Sieben“ von Sabine Both und stammt aus der Reihe „Freche Mädchen, Freche Bücher!“. Ich habe das Buch übrigens auch noch. Soweit ich mich erinnere, enttäuscht die Protagonistin Jule darin ihre beste Freundin Mechthild, weil sie unbedingt zu einer Schulparty möchte. Mechthild findet diese Veranstaltungen doof, deswegen lügt Jule sie an und erzählt ihr nicht, dass sie hingeht, sondern behauptet, dass sie aus irgendeinem anderen Grund keine Zeit für Mechthild hat (Familienausflug oder so). Aus Zufall ruft Mechthild dann allerdings bei Jule zu Hause an und findet so heraus, dass Jule bei der Party ist. Mechthild ist furchtbar enttäuscht und verletzt. Als Jule von der Party heimkommt, erfährt sie von ihren Eltern, dass Mechthild angerufen hat.
Bei mir lief es fast genau so ab. Ich sollte damals mit meinen Freundinnen C. und J. ein Schulprojekt für Geschichte ausarbeiten, zum Thema Todesstrafe und Folter. An besagtem Tag hatte ich C., meiner besten Freundin, versprochen, am Nachmittag in die Bibliothek zu gehen und Bücher dazu herauszusuchen. Na ja. Hatte ich nicht vor. Ich wusste schon im Voraus, dass ich an diesem Tag nicht in die Bibliothek gehen würde, sondern mich stattdessen mit einer weiteren Freundin R. treffen würde, die nicht auf unsere Schule ging. Ich machte mich also auf den Weg zu R., während C. glaubte, ich würde fleißig recherchieren. Dumm nur, dass C. dann anrief, während ich bei R. war. Mein Vater wusste natürlich nichts davon, dass ich C. angelogen hatte und erzählte ihr, dass ich bei R. war. Tja. C. schäumte vor Wut und war zu Recht überaus enttäuscht von mir. Sie dachte, ich würde das ganze Projekt versauen. Was ich verstehen kann. Damals bereits und heute immer noch.
Zum Glück wusste ich aber durch die Geschichte von Jule und Mechthild, dass mir nichts anderes übrig blieb, als bei C. zu Kreuze zu kriechen und mich zu entschuldigen. Jule fuhr vor der Schule bei Mechthild vorbei und brachte ihr einen riesigen Strauß Sonnenblumen, Mechthilds Lieblingsblumen. Sie entschuldigte sich herzergreifend und Mechthild verzieh ihr ihren Fehltritt. Ich nahm mir ein Beispiel an Jule und machte es genauso. Gut, es war kein Strauß Sonnenblumen, sondern eine einzelne Rose (glaube ich), aber das Prinzip war das gleiche. Und es hat tatsächlich funktioniert. 😀 C. verzieh mir meine blöde Lüge und ich konnte ihr glaubhaft vermitteln, dass mir das Projekt durchaus am Herzen lag und mir eine gute Note genauso wichtig war wie ihr. Ich glaube, ich habe C. danach nie wieder angelogen. Und Jule Mechthild übrigens auch nicht.

Habt ihr schon mal eine Situation erlebt oder beobachtet, die fast genauso in einem Buch passiert ist?

Ich freue mich sehr auf eure Geschichten und Kommentare und wünsche euch einen wundervollen Wochenstart! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

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