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Montagsfrage: Buchcommunities?

Hallo ihr Lieben 🙂

Da bin ich wieder. Nach meiner trauerbedingten Pause möchte ich versuchen, langsam wieder in den Blog-Alltag zu starten. Ich danke euch allen für eure lieben Worte und Beleidsbekundungen. Euer Mitgefühl hat mich wirklich berührt und obwohl es mir Chilli natürlich nicht zurückbringt, half es mir sehr, zu wissen, dass ich nicht allein bin. Ich habe mich mittlerweile einigermaßen in meinem neuen Leben ohne Hund eingefunden. Es tut noch immer weh und ich vermisse sie furchtbar, aber ich glaube ganz fest daran, dass sie, wo auch immer sie jetzt ist, glücklich, gesund und munter durch die Gegend springt. Am Samstag haben wir ihre Asche in unserem Park im Rahmen einer kleinen Trauerfeier mit Freunden und Familie verstreut. Sie ist frei. Ich finde Trost in dem Gedanken, dass es für sie jetzt keine irdischen Fesseln mehr gibt und sie gehen kann, wohin sie will. Ich trage sie für immer in meinem Herzen, als Tattoo auf der Haut und bald auch einen kleinen Teil ihrer Asche in einer Kette um meinen Hals. Ich möchte sie stolz machen. Ich bemühe mich, nach vorn zu schauen und mich wieder aufzurappeln. Diese Woche wird es zwar noch keine Rezensionen geben, ich möchte es gemächlich angehen, doch der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise möchte ich mich heute stellen. Schritt für Schritt zurück in die Normalität. Für dich, mein Schatz.

Was haltet ihr von Buchcommunities wie Goodreads oder LovelyBooks?

Huch, das ist ja meine Frage. Na wie gut, dass ich heute Spätschicht habe und erst nachmittags zur Arbeit muss. Ich hoffe, ihr habt ebenfalls etwas Zeit mitgebracht, denn ich habe wirklich einiges zu berichten.

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Montagsfrage: Fragerunde

Hallo ihr Lieben! 🙂

Auf und ab, auf und ab. Vermutlich langweile ich euch schon fürchterlich mit meinen Hundemama-Geschichten, aber ich hoffe immer noch, dass es zumindest ein paar von euch interessiert, wie mein Leben mit einem kranken alten Hund aussieht, obwohl das hier eigentlich ein Buchblog ist.

Am Dienstag letzter Woche haben wir Chilli wieder einmal Blut abgenommen. Das hochdosierte Cortison hatte leider nicht den erhofften Effekt. Der Wert ihrer roten Blutkörperchen ist unverändert niedrig. Theoretisch hätten wir die immunsuppressive Wirkung bereits in den Ergebnissen sehen müssen, vorausgesetzt, sie leidet tatsächlich an einer Autoimmunerkrankung. Ihre Ärzte möchten dem Cortison nun noch etwas mehr Zeit geben. Morgen geht es erneut zum Blutabnehmen. Sollte sich in diesen neuen Werten immer noch keine Besserung abzeichnen, soll sie ein weiteres Medikament bekommen, das ihr Immunsystem zusätzlich unterdrückt. Ciclosporin, das mein nierentransplantierter Papa übrigens ebenfalls nehmen muss. Noch mehr Tabletten. Ich bin mit dieser Aussicht sehr unglücklich, denn langsam mache ich mir Sorgen, dass ihr Immunsystem bald so weit unten ist, dass sie Umwelteinflüssen, Viren und Bakterien nichts mehr entgegensetzen kann. Ihr Körper kann sich doch gar nicht mehr gegen Angriffe wehren. Außerdem zweifle ich schon wieder an der Ausschlussdiagnose. Deshalb werde ich all ihre Befunde heute noch an die Praxis ihrer Chirurgin schicken, die Anfang 2018 ihr Kreuzband operiert hat. Dr. Stephanie hat sich netterweise bereiterklärt, zu schauen, ob sie und ihre Kolleg_innen vielleicht noch eine Idee haben, was Chilli fehlen könnte.

Letzte Woche hat all dieser emotionale Stress dann auch von mir Tribut gefordert. Ich war krank. Ich bin nie krank. Ich hätte gestern Abend beinahe den Start der neuen NFL-Saison verpasst, obwohl mein Lieblingsteam, die Panthers, gespielt haben. Es geht mir zwar besser, ich fühle mich nicht mehr ganz so verzweifelt, aber diese Kleinigkeiten zeigen mir dennoch, dass ich immer noch neben mir stehe. Im Moment hängt alles irgendwie in der Schwebe.
Die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise ist hingegen Fakt und der widme ich mich jetzt wie immer zum Wochenstart.

Welche Fragen würdet ihr gern stellen?

Ein Jahr ist die Montagsfrage nun schon bei Antonia zu Hause. Verrückt, wie die Zeit verfliegt. Anlässlich dieses Jubiläums möchte sie von uns wissen, welche Fragen uns interessieren würden. Für mich ist das gar nicht so einfach, weil ich schon so lange an der Aktion teilnehme und deswegen nicht mehr viele meiner Fragen unbeantwortet sind. Trotzdem habe ich mich angestrengt und mir artig drei Fragen überlegt:

1. Hast du dich schon mal ehrenamtlich im Bereich Bücher und Lesen engagiert?

In den letzten Jahren habe ich immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, Lesepatin zu werden. Bisher hat mich der Zeitaufwand geschreckt, denn ein fester Termin einmal die Woche ist aufgrund meiner unterschiedlichen Arbeitszeiten wirklich schwer umzusetzen. Dennoch bin ich neugierig, wie das in der Praxis eigentlich abläuft. Deshalb interessiert es mich, ob ihr vielleicht bereits Erfahrungen mit ehrenamtlicher Bücherarbeit gesammelt habt, die ihr teilen könnt.

2. Hast du schon einmal eine fremde Person angesprochen, weil sie ein Buch las, das du schon gelesen hast?

Jedes Mal, wenn mir in den Öffentlichen jemand begegnet, der oder die ein Buch liest, das ich bereits kenne, überlege ich, ob es in Ordnung wäre, ihn oder sie anzusprechen. Darf man das? Ist das zu aufdringlich? Ich glaube, ich würde mich darüber freuen, aber vielleicht bin ich da schmerzfreier als der Durchschnittsleser.

3. Was haltet ihr von Buchcommunities wie Goodreads oder LovelyBooks?

Es ist ja bekannt, dass ich ein Fan von Goodreads bin und die Seite als digitale Datenbank für meine Bücher nutze. LovelyBooks hingegen sehe ich kritisch und ich frage mich schon lange, ob ich da die einzige bin. Ein kleines Beispiel zur Illustration. Bei LovelyBooks kann man Rezensionen mit Herzchen prämieren. Was eigentlich als Like-Button-Äquivalent gedacht ist, hat sich allerdings irgendwann verselbstständigt. Immer wieder landen Leute auf meinem Profil, die sogenannte „Stöber-Herzchen“ hinterlassen. Das heißt, sie besuchen meine Seite, auf der Ausschnitte meiner letzten drei Rezensionen angezeigt werden und verteilen für diese drei Rezensionen Herzen, meist, ohne sie gelesen zu haben. Dann folgt normalerweise ein Kommentar auf meiner Pinnwand, das mich darüber informieren soll, dass sie diese „Stöber-Herzchen“ da gelassen haben. Ich begreife wirklich nicht, was das soll und es ärgert mich, dass Herzen grundlos verschenkt werden, denn eigentlich sollen sie mir sagen, dass jemandem meine Rezension gefiel. Ich mutmaße, dass diese Personen wollen, dass ich bei ihnen ebenfalls vorbeischaue und ihre Texte mit Herzen überschütte, unabhängig davon, ob ich sie hilfreich fand oder nicht. Das wurmt mich. Die Herzen sind Auszeichnungen, kein Sympathiebeweis und auch kein Quid Pro Quo.
Es gibt noch mehr Punkte, die mich an LovelyBooks stören, aber die hebe ich mir auf, falls diese Frage tatsächlich irgendwann eine Montagsfrage ist.

Ich bin gespannt, ob es meine Fragen in Antonias Auswahl schaffen. Das wäre schon ziemlich cool. 😀

Welche Montagsfragen würden euch interessieren?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Unentdeckte Schätze?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute kommen die Handwerker. Unsere Dusche ist undicht, weshalb es beim Nachbarn unter uns von der Decke tropft. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange das schon so ist, denn unser Gebäude ist ein Altbau von 1905. Gefühlt wurde unsere Bude auch seitdem nicht mehr saniert. Nein, das ist natürlich übertrieben, wir leben nicht in einem undichten, einsturzgefährdeten Rattenloch. Aber unsere Wohnung müsste wirklich dringend saniert werden. Die Dusch-Geschichte nervt mich nur deshalb, weil es passieren kann, dass wir unsere Dusche wochenlang nicht nutzen können. Aber okay, erst mal sehen, was der gute Mann da nachher sagt. Und vorher schnell noch mal duschen. 😉
Bevor ich ein letztes Mal für einige Zeit den Luxus fließenden Wassers genieße, möchte ich aber die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten:

Liest du auch Bücher, die nicht aktuell (also in den letzten Jahren erschienen) sind, aber nicht zu den Klassikern zählen?

Natürlich. Bücher haben ja glücklicherweise kein Verfallsdatum. Manchmal ist es schwer, an ältere, vergriffene Bücher heranzukommen, da stimme ich Svenja zu, doch möglich ist es. In einigen Fällen wird ein „altes“ Buch ja auch neu verlegt.
Tja, auf welche Weise finde ich solche Bücher denn? Ich muss wirklich ein bisschen überlegen, um diese Frage zu beantworten, weil ich normalerweise überhaupt nicht darauf achte, wie alt ein Buch ist. Ich denke, ein Teil dieser Bücher stammt einfach von Empfehlungen auf Seiten wie Goodreads oder LovelyBooks. Andere habe ich durch die Aktion Gemeinsam Lesen entdeckt. Manchmal grabe ich ältere Bücher aber auch über den Autor bzw. die Autorin aus. Wenn mir die Arbeit bestimmter Schriftsteller_innen gefällt, schaue ich mir gern an, was sie außer den Büchern, die ich bereits gelesen habe oder besitze, noch geschrieben haben. Bei meiner Lieblingsautorin Joyce Carol Oates habe ich mir zum Beispiel die Mühe gemacht, mir jedes ihrer Bücher einzeln anzusehen, um zu entscheiden, welche davon ich lesen möchte.
Seltener passiert es, dass ich auf ein Buch durch eine Verfilmung aufmerksam werde. Ich wusste beispielsweise lange nicht, dass der Film „Fight Club“ eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Chuck Palahniuk ist (die Rezension des Buches findet ihr HIER). Ähnlich war es bei „The Perks of Being a Wallflower“ (Rezension HIER) von Stephen Chbosky, allerdings habe ich in diesem Fall darauf verzichtet, mir den Film vor der Lektüre des Buches anzusehen. Wobei man diesen YA-Roman ja fast schon als modernen Klassiker bezeichnen kann.

Lest ihr ältere Bücher, die keine Klassiker sind?

Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, das Erstveröffentlichungsdatum (oder zumindest das Jahr) in meinen Rezensionsheader aufzunehmen, kam aber immer zu dem Schluss, dass es eigentlich keine Rolle spielt. Doch vielleicht liege ich damit ja auch daneben. Interessiert euch, wann ein Buch zum ersten Mal erschienen ist? Möchtet ihr darüber in meinen Rezensionen informiert werden?
Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - 30. November 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Christian von Aster – Das Eherne Buch

2015-10-03 - von Aster Das Eherne Buch

Ich habe „Das Eherne Buch“ in einer LovelyBooks-Leserunde gewonnen. Es ist ein wenig merkwürdig, dass es erst diese Leserunde brauchte, damit ich es endlich mit dem Autor Christian von Aster versuche, denn seine humoristische Fantasy-Trilogie Die Große Erzferkelprophezeiung steht seit Jahren ungelesen in meinem Regal. Ich weiß nicht genau, was mich abhält. Die Wege des allwissenden Bauches sind unergründlich. „Das Eherne Buch“ hatte ich vor meiner Bewerbung für die Leserunde auf einigen Blogs gesehen und war furchtbar neugierig auf die Geschichte. Andernfalls hätte ich mich wohl auch nicht beworben, denn meine Erfahrungen mit Leserunden waren bisher nicht sehr positiv. Da mich das Buch jedoch wirklich interessierte, beschloss ich, dem Prinzip der Leserunde noch einmal eine Chance zu geben.

Ein Reich, zerrissen vom Krieg. Die Legende eines Schwertes, das den Frieden bringen soll. Und ein junger Bibliothekar, auf dessen Schultern das Schicksal des gesamten Landes liegt.
Es ist mitten in der Nacht, als Jaarn unerwartet zu seinem Vater gerufen wird und sein Leben sich für immer verändert. Der alte Fürst Eonh von Stahl überreicht ihm Das Eherne Buch, die sagenumwobene Geschichtenklinge, geschmiedet aus den Geschichten und Mythen des Landes. Mit dessen Hilfe soll Jaarn dem Reich den Frieden bringen, denn der Legende nach versprach der Kriegbringer Dhur’Kharr, den Krieg zu beenden, legte man ihm das Schwert zu Füßen. Ein weiter Weg voller Gefahren und Abenteuer liegt vor Jaarn. Mächtige Feinde trachten danach, ihm die Klinge zu entreißen. Kann er das Reich vor sich selbst retten und Hoffnung in die Herzen der Menschen tragen?

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Verfasst von - 30. Oktober 2015 in Fantasy, Philosophie, Rezension

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

Willst du wissen, wie es weiter geht? Dann klick HIER

 
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Verfasst von - 29. September 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Robin Li – Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit

„Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit“

Der Grendel

Autor: Robin Li

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 508 Seiten

Verlag: p.machinery Michael Haitel

Sprache: Englisch

ISBN: 3957650143

Genre: Humor & Science Fiction

ausgelesen am: 03.04.2015

Bewertung:

„Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit“ habe ich in einer LovelyBooks – Leserunde gewonnen, für die ich mich aufgrund einer wirklich sehr netten Einladung der Autorin beworben hatte. Ich bin froh, endlich mit einiger Sicherheit von einer Autorin sprechen zu können, denn lange Zeit wusste ich gar nicht, ob Robin Li männlich oder weiblich ist. Natürlich spielt es an sich keine Rolle, es war mir allerdings schon etwas peinlich. Kürzlich fand ich jedoch ein paar Forenposts, die recht eindeutig auf eine Schriftstellerin hinweisen. Sollte ich dennoch daneben liegen – ich entschuldige mich hiermit von Herzen für diese Fehleinschätzung.
Da Robin Li so freundlich zu mir war, freute ich mich sehr auf die Lektüre. „Der Grendel“ versprach eine absurde Geschichte in bester Pratchett-Manier zu werden, die mit den Genregrenzen Seilspringen spielt.

Der Grendel – die Geißel der Galaxie. Seit tausenden von Jahren setzen die Jungas alles daran, diese Bestie unter Kontrolle zu halten. Die ganze Nation zittert, wird nur sein Name genannt. Dabei erinnert sich eigentlich niemand mehr daran, warum alle Angst vor ihm haben. Sogar seine Akte im Archiv ist erstaunlich unvollständig. Die Wahrheit ist irgendwo da draußen, verstreut in der Galaxie. Wenn der Grendel erwacht, wird dieses Wissen gebraucht werden. Doch wem wird es nützen? Wird es offenbaren, wie der Grendel zur Strecke gebracht werden kann? Oder… wird es beweisen, dass er nicht die furchtbare Bestie ist, für die ihn alle halten, sondern ein Opfer?

Manche Bücher sind nicht für alle LeserInnen bestimmt. So, wie man nicht mit jedem Menschen auf der Welt befreundet sein kann und will, kann und will man auch nicht jedes Buch auf der Welt mögen. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben; vielleicht ist das Thema nicht das richtige, vielleicht ist die Umsetzung einer Idee nicht spannend genug gelungen. Und manchmal hat man einfach keinen Draht zum Autor oder zur Autorin. Genau das ist mir bei „Der Grendel“ passiert. Ich kann erkennen, warum andere LeserInnen sich bestimmt vor Lachen kugeln würden und es gar nicht mehr aus der Hand legen könnten –  ich selbst gehöre nur leider nicht dazu. Robin Li und ich, wir passen schlicht nicht zusammen, befinden uns sowas von nicht auf einer Wellenlänge. „Der Grendel“ war für mich daher eher die Erfüllung einer Pflicht als tatsächlicher Lesespaß.
Schon der Einstieg fiel mir recht schwer. Nicht nur stieß mir Lis Schreibstil sauer auf, den ich als unnötig kompliziert und verschachtelt empfand, ich brauchte auch gute 100 Seiten, bis ich ansatzweise das Gefühl entwickelt hatte, zu wissen, worum es überhaupt geht. Mir fehlte Leichtigkeit und der lockere, absurde Witz, den ich erwartet hatte. Ich musste mich wohl oder übel damit abfinden, dass Robin Li eine andere Auffassung von Humor hat als ich. Ihre Komik erschien mir zu gewollt, zu gekünstelt, um darüber lachen zu können und auch insgesamt schlich sich der Eindruck des Verbissenen, Angestrengten ein. „Der Grendel“ war meines Erachtens nach keine Geschichte, die von selbst strömte, sondern kleinlich, verwirrend und langatmig. Für jedes Stückchen Hintergrundinformation musste ich kämpfen, als wäre dieser Roman ein unheimlich anstrengendes Puzzle. Die Teile waren alle da, wollten sich aber einfach nicht zusammen fügen.
Ich wünschte, ich könnte sagen, dass sich das Buch zumindest über die Charaktere retten konnte – leider war das nicht der Fall. Ich konnte mit keiner der vielen Figuren etwas anfangen, weil ich sie nie wirklich kennenlernen durfte. Die häufigen Szenen- und Perspektivwechsel machten es mir unmöglich, eine Verbindung aufzubauen; jedes Mal, wenn ich dachte „Jetzt erfahre ich endlich mehr über diesen Charakter!“, musste ich ihn oder sie auch schon wieder verlassen. Dementsprechend sind die Kapitel häufig ebenfalls sehr kurz. Ich fragte mich ernstlich, warum Robin Li ihre Geschichte so oft unterbrach und habe bis heute keine Antwort darauf gefunden. Sicher gibt es LeserInnen, die diese Kürze schätzen, mich macht es allerdings eher misstrauisch, weil ich es nicht verstehe. Was ich hingegen sehr wohl verstanden habe, ist, dass Robin Li keine Umgebungsbeschreibungen mag. In diesem Punkt unterscheiden wir uns maßgeblich, denn ich empfinde das Aufbauen einer dichten, greifbaren Atmosphäre als unglaublich wichtig. Ich möchte gedanklich vor Ort sein, will quasi jedes Blatt an dem Baum zählen können, unter dem der Protagonist gerade sitzt. Dazu brauche ich die Hilfe des Autors oder der Autorin. Robin Li verzichtete bewusst darauf, die Geschichte von „Der Grendel“ in eine konkrete Umgebung einzubinden, wodurch ich erhebliche Probleme hatte, sie mir vorzustellen.

Es tut mir wahnsinnig leid, dass mir „Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit“ nicht sonderlich gefiel. Das Buch war ein Geschenk von Robin Li; ich hätte es wirklich gern gemocht und euch hier in den schillerndsten Farben angepriesen. Es ist nicht schlecht, aber es war einfach nicht die richtige Lektüre für mich. Niemand trägt Schuld daran, dass Robin Li und ich offenbar recht verschieden sind und zumindest als Autorin und Leserin nicht zusammen passen.
Ich möchte euch nicht von „Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit“ abraten, denn nur, weil es nicht mein Geschmack war, heißt das ja noch lange nicht, dass es euch ebenso ergeht. Deswegen habe ich zwei Sterne vergeben. Zwar ist „Der Grendel“ nicht mein Buch, aber eures könnte es ohne weiteres sein.

 
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Verfasst von - 17. April 2015 in Humor, Rezension, Science-Fiction

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ha, endlich mal wieder ein Gemeinsam Lesen, zu dem ich mehr als nur Mutmaßungen abgeben kann, weil ich nicht gerade erst ein neues Buch begonnen habe! 😀 Also will ich auch gar nicht groß rumblubbern und komme direkt zur Sache. Gemeinsam Lesen wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild! 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit“ von Robin Li und befinde mich auf Seite 203 von 508.

Der Grendel

 

„Die mächtige Rasse der Junga fürchtet sich so sehr vor einer uralten Bedrohung namens »Der Grendel«, dass sie bereits seit 6000 Jahren versucht, alle Beweise ihrer Existenz zu tilgen. Noch gibt es einige Fragmente der Erinnerung aus jenen Zeiten, in denen das Monster sein Unwesen getrieben hat. Verstreut und verloren in den Untiefen der Galaxie. Doch genau hier verbirgt sich das Wissen, das benötigt wird, um die Gefahr zu bändigen, sollte der Grendel je wieder erwachen. Denn das Monster, der Albtraum der Götter, die Geißel der Galaxie – existiert noch immer…“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Neben sich hörte sie Geräusche, die auf hektische Wühlerei hindeuteten, und schließlich das schabende Geräusch, das man erwarten durfte, wenn klamme Finger mit einer Zunderbüchse hantierten.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe dieses Buch in einer LovelyBooks-Leserunde gewonnen. Momentan zerbreche ich mir ein bisschen den Kopf darüber, ob ich es mit einem Autor oder einer Autorin zu habe. Das ist nämlich weder auf dem Avatar noch auf dem Profil richtig zu erkennen. Letztendlich spielt es natürlich nicht wirklich eine Rolle, aber interessant wäre es schon. Vielleicht bin ich auch nur blind. 😀
Ansonsten… na ja. Bisher bin ich nicht sonderlich begeistert, so schade das ist. Ich weiß, dass es ein ziemlich verrücktes und absurdes Buch sein soll, das Genregrenzen sprengt, doch eigentlich finde ich es bis jetzt nur verwirrend, kleinkariert und langatmig. Robin Li’s Schreibstil erscheint mir unnötig kompliziert und so gewollt witzig, dass ich nicht darüber lachen kann. Ich habe über 100 Seiten gebraucht, um ein erstes Verständnis für die Ereignisse zu entwickeln. Er/Sie wirft mir immer nur so klitzekleine Erklärungsbröckchen zu, sodass ich den Großteil der Zeit damit verbringe, mit Händen und Füßen darum zu kämpfen, zu begreifen, wie alles zusammenhängt. Das ist wirklich anstrengend. Jeden Satz muss ich als mögliches Puzzelstück ansehen, es drehen und wenden, mit all den anderen Stückchen abgleichen und sie zusammenpassen, notfalls mit Gewalt. Er/Sie hält unglaublich viel zurück und ich muss sagen, da ich das merke, wirkt es auf mich wie ein künstliches Aufrechterhalten des Spannungsbogens. Ich finde, als LeserIn sollte man das Konstrukt des Spannungsbogens nicht spüren. Auch mit den Charakteren kann ich nicht wirklich etwas anfangen, weil es SO VIELE sind. Dadurch bekam noch keine einzige Figur richtige Tiefe, denn wenn es interessant werden könnte, verlässt man die aktuelle Figur auch schon wieder. Ich kann ihre Äußerungen und Gedankengänge nicht immer nachvollziehen. Manche Sätze ergeben für mich im Kontext keinen Sinn, was wohl darauf schließen lässt, dass Robin Li und ich uns auf keiner klaren Verständigungsebene befinden. Ich denke, wir passen nicht so gut zusammen. Vielleicht wird es noch besser und die Geschichte packt mich noch, aber so richtig rechne ich nicht mehr damit.
Bei einer Leserunde ist es ja üblich, dass man auf LovelyBooks auch Kommentare hinterlässt und seine Eindrücke schildert. Ich weiß jetzt nicht, ob ich das wirklich tun soll. Reicht es nicht, wenn ich in der Rezension (höchstwahrscheinlich) Kritik üben werde? Muss ich da schon jetzt rumnörgeln? Das will doch niemand lesen, oder? Robin Li wirkte auf mich so nett und freundlich, ich will ihm/ihr eigentlich nicht unbedingt präsentieren, was ich an seinem/ihrem Buch nicht gut finde. Schon gar nicht, wenn alle anderen hellauf begeistert sind. Da würde ich mich wie eine Spielverderberin und Spaßbremse fühlen. Es kann ja niemand etwas dafür, dass sich mein Humor offenbar nicht mit Robin Li’s Humor deckt und wir keinen so guten Draht zueinander haben, aber es ist eben einfach blöd, wenn man erst ein Buch geschenkt bekommt und es dann nicht besonders mag. Ich fühle mich ein bisschen schuldig.
Andererseits wäre es vielleicht fairer, wenn ich Li schon darauf vorbereite, dass die Rezension nicht durchweg positiv ausfallen könnte. Ich schätze, er/sie veranstaltet diese Leserunde, um „Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit“ etwas bekannter werden zu lassen. Wir lesen es, empfehlen es weiter und setzen damit eine Kette in Gang. Wenn ich nun aber meinen Beitrag zu dieser Kette nicht leisten kann (und deswegen auch nicht werde, sollte es tatsächlich dabei bleiben), sollte ich Robin Li davon in Kenntnis setzen oder? Ach man. Schwierig.

4. Gibt es ein buchiges Event in diesem Jahr auf das ihr euch besonders freut, oder gab es mal was in der Vergangenheit, was euch so sehr begeistert hat, dass ihr es euch ganz bald mal wieder wünschen würdet?

Ja, tatsächlich gibt es das. Ich war bereits letztes Jahr am 10. Mai bei der Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung auf dem Berliner Bebelplatz und da würde ich dieses Jahr gern wieder hin. Mal abgesehen vom Programm finde ich die Aktion „Ein Ort zum Lesen“ ganz wunderbar und vor allem wichtig. Lesen gegen das Vergessen. Wir dürfen nicht zulassen, dass jemals wieder Bücher verbrannt werden, nur, weil die Ideen, Ansichten und Meinungen der AutorInnen unbequem sind. Deswegen müssen wir uns erinnern, auch, wenn es weh tut. Und glaubt mir, es tut weh. Wer Bücher liebt, kann nicht auf dem Bebelplatz stehen und völlig unbeeindruckt sein. Die „Leere Bibliothek“, das Mahnmal von Micha Ullman, löst bei mir eine Gänsehaut aus und treibt mir die Tränen in die Augen, denn es ist in seiner Schlichtheit wahnsinnig aussagekräftig.
Bis jetzt konnte ich leider noch keine genaueren Informationen dazu ausfindig machen, aber es steht wohl bereits fest, dass Die Linke diese Gedenkveranstaltung auch dieses Jahr wieder ausrichtet. Natürlich werde ich auch dieses Jahr wieder einen Bericht für euch schreiben. Da es bis zum 10. Mai allerdings noch ein bisschen hin ist, findet ihr HIER meine Eindrücke des letzten Jahres, für diejenigen, die es interessiert. 🙂

Was lest ihr im Moment und auf welche Buch-Ereignisse freut ihr euch dieses Jahr?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Kommentare und wünsche euch einen wundertolligen Dienstag! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

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29. 06. 2014 – Soziale Buchnetzwerke und der ewige Kampf gegen meine Faulheit

Ich liebe Buch-Communities und soziale Netzwerke, die extra für LeserInnen gedacht sind. Als ich Goodreads entdeckte, war das für mich wie eine kleine Offenbarung. Die Möglichkeit, mich mit so vielen anderen Bücherwürmern auszutauschen, ist einfach wunderbar und ich kann Stunden vor diesen Seiten verbringen. Es gibt jedoch einen Haken, der mir jetzt bei LovelyBooks aufgefallen ist.
Mein Profil dort ist noch relativ neu. Ich dachte lange, dass ich eigentlich keine zweite Community neben Goodreads brauche, aber irgendwann entschied ich, dass eine deutsche Seite zum Ausgleich keine schlechte Idee ist. Also habe ich mich angemeldet. Irgendwie war mir diffus wohl bewusst, was jetzt zwangsläufig folgen musste, doch anscheinend habe ich diesen Punkt recht erfolgreich ausgeblendet. Meldet man sich auf so einer Seite an und will wirksam mit ihr arbeiten, muss man das komplette Bücherregal übertragen. Jedes Buch muss in mühsamer Kleinstarbeit eingetragen und einsortiert werden. Ich habe das Spiel bei Goodreads schon einmal mitgemacht. Geholfen hat hier das Tool, welches den LeserInnen ermöglicht, amazon – Seiten zu importieren. Zwar umfasste das in meinem Fall nur einen Bruchteil meiner Bibliothek, aber immerhin. Das Übertragen war so viel Arbeit. Stupide, zeitraubende Arbeit. Es hat sich gelohnt, keine Frage, doch ich war mehr als erleichtert, als ich endlich meine Sammlung einigermaßen vollständig zusammengestellt hatte. Ich habe mich durchgekämpft, stets das Ziel vor Augen. Es fehlen noch Bücher, da mache ich mir keine Illusionen.
lovelybooks-logoNun steht das Ganze erneut an. Bei LovelyBooks. Ich schrecke davor zurück. Ein zweites Mal? Noch mal stundenlang Bücher kategorisieren? Wenn ich den Angaben auf meinem Profil glauben schenken kann, habe ich bisher etwa 220 Bücher eingetragen und bin gerade mal beim Buchstaben „G“ im Alphabet (ich sortiere alphabetisch nach AutorIn ein). Jetzt habe ich schon seit einer Weile nicht mehr weiter gemacht und kann mich einfach nicht dazu aufraffen, die Datenbank zu komplettieren. LovelyBooks ist so eine tolle Seite mit einer offenbar sehr freundlichen und bunten Community. Ich könnte mir selbst in den Hintern beißen, weil ich es nicht schaffe, mir in selbigen zu treten und es hinter mich zu bringen.

Mich interessiert, wie das bei euch ist. Nutzt ihr überhaupt soziale Netzwerke für LeserInnen? Wenn ja, welche und wie seid ihr mit der Mammut-Aufgabe des Einsortierens umgegangen? Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich das bei LovelyBooks schneller, ökonomischer oder zumindest spaßiger gestalten kann?

Ich freue mich über jede Antwort und jedes Kommentar; teilt eure Erfahrungen mit Buchnetzwerken mit mir! Vielleicht ist ja auch unter euch der ein oder andere Faulpelz, dann muss ich mich nicht mehr so allein fühlen. 😉

 

 
 

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