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Schlagwort-Archive: Literatur

Montagsfrage: Besondere Schätze?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das war’s. In Berlin haben wir bis nächstes Jahr keine brauchbaren Feiertage mehr. Ohnehin ist Berlin ja das feiertagsärmste Bundesland Deutschlands, weshalb für uns sowieso nur noch der Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten frei wären, doch da all diese Feiertage 2021 jeweils auf ein Wochenende fallen, können wir nicht davon profitieren. Ich finde diese Aussicht ziemlich deprimierend. Klar, ich habe noch Urlaubstage und werde sie auch nehmen, aber dass ich bis nächstes Jahr nicht mehr zusätzlich frei haben werde, obwohl noch Feiertage anstehen, ist wirklich keine schöne Aussicht. Ich hoffe, bei euch sieht die Lage etwas rosiger aus, je nachdem, wo in Deutschland ihr lebt.

Nun gut. Augen zu, Zähne zusammenbeißen und durch. Den Start in die lange Feiertags-Durststrecke beginnen wir heute mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Welches Stück Literatur deiner Sammlung liegt dir besonders am Herzen?

Die heutige Frage stammt erneut von Nerd mit Nadel.

Ich denke, es gibt bei mir drei Kategorien, nach denen sich die Bücher, die mir über die Geschichte hinaus etwas bedeuten und am Herzen liegen, klassifizieren lassen.

In der ersten Kategorie befinden sich Bücher, mit denen ich aufgewachsen bin. Das sind zum Beispiel „Timm Thaler ODER Das verkaufte Lachen“ von James Krüss, die „Uralte Metropole“-Reihe von Christoph Marzi und natürlich auch „Harry Potter“. Diese Bücher liegen mir am Herzen, weil sie mich schon mein Leben lang begleiten, Einfluss auf meine Entwicklung hatten und dazu beitrugen, dass ich die Liebe zum Lesen erst entdeckte und dann beibehielt.

Die zweite Kategorie wird von Büchern gefüllt, die mir aufgrund ihrer Vorgeschichte etwas bedeuten. Erbstücke wie die „Faust“-Ausgabe meines Großvaters, uralte, halb auseinanderfallende Antiquariatsexemplare wie mein „Ivanhoe“, aber auch viele der Bücher, die ich auf der Straße gefunden habe. Letztere nehmen einen speziellen Platz in meinem Bücherherzen ein, weil ich es so gemein finde, Literatur einfach auszusetzen, statt aktiv ein neues Heim zu suchen.

Die dritte und letzte Kategorie ist ästhetischer Natur: Werke, die ich in besonders ansprechenden Ausgaben besitze. Obwohl ich Geschichten selbstverständlich nicht nach ihrer Verpackung beurteile, finden sich in meiner Bibliothek doch ein paar Exemplare, bei denen ich sehr stolz bin, dass sie hier stehen. Das sind überwiegend Klassiker, die ich mir aus der ledergebundenen Barnes and Noble – Sammlung zugelegt habe, beispielsweise „Great Expectations“ von Charles Dickens, „Alice in Wonderland“ von Lewis Carroll oder „The Divine Comedy“ von Dante Alighieri. Diese Ausgaben sind wunderschön und werden dem Inhalt mehr als gerecht, weshalb ich äußerst froh bin, dass ich diese Kollektion vor einigen Jahren entdeckt habe. Sie sind nicht gerade günstig, aber gebraucht trotzdem erschwinglich, sodass ich hin und wieder das Geld in die Hand nehme und investiere.

Darüber hinaus gibt es natürlich haufenweise Bücher, die mir inhaltlich viel bedeuten, weil mich die Geschichte sehr berührt hat oder weil ich den_die Autor_in schätze. Ich bin unheimlich stolz, dass ich mittlerweile eine hübsch umfangreiche Sammlung von Robert E. Howard besitze, die stetig weiter wächst. Es würde jedoch zu weit führen, hier all meine Lesehighlights der vergangenen Jahrzehnte aufzuzählen, deshalb wollen wir es jetzt dabei belassen.

Welche eurer Bücher bedeuten euch besonders viel?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Literarische Fremdsprachigkeit?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Am Samstag haben der Lieblingsmensch und ich die neue Küche zelebriert. Zuerst hat der gelernte, ehemalige Bäcker einen Kirsch-Streuselkuchen für uns gezaubert und abends gab es selbstgemachte Pizza. Beides konnten wir noch nie backen, weil unser alter Ofen die dafür notwendigen Temperaturen nicht erreichte. Dann haben wir es uns vor dem Fernseher gemütlich gemacht und uns die neuste Ergänzung der Netflix-Bibliothek angesehen: „Der goldene Handschuh“. Ich habe das gleichnamige Buch von Heinz Strunk, in dem er die Verbrechen des Serienmörders Fritz Honka in den 70er Jahren in Hamburg thematisiert, bereits vor etwa 3 Jahren gelesen, der Lieblingsmensch hingegen hat es gerade erst beendet. Es war einer der seltenen Fälle, in denen ich auf die Verfilmung neugierig war, weil ich sehen wollte, ob das literarische Experiment, das Heinz Strunk vorlegte, überhaupt filmisch umsetzbar ist. Mein Fazit: Ist es nicht. Der Film ist wirklich gut gemacht, hält sich eng an die Vorlage und der Setaufbau ist eine verblüffend authentische Kopie der Lebensumstände Honkas, aber das, was das Buch ausmacht, kann er nicht vermitteln. Der biografische Roman lebt von den Innenansichten des Serienmörders, sein Reiz besteht darin, dass man sich als Leser_in fragen muss, wie weit Sympathie für einen Protagonisten gehen darf. Dieser Effekt entsteht im Film überhaupt nicht, weil das Publikum nicht erfährt, was in Honka vorgeht. Außerdem nimmt die Kneipe „Zum goldenen Handschuh“ eine viel zu geringe Rolle ein. Es kommt nicht rüber, dass es sich dabei um einen Schmelztiegel der Schicksale handelte, wodurch die Milieustudie, als die das Buch gelobt wurde, völlig in den Hintergrund tritt. Im Film geht es um Honkas Verbrechen, was ich als Andenken an seine Opfer schätze, doch das Buch deckt viel mehr ab als das. Solltet ihr also darüber nachdenken, den Film anzuschauen, kann ich euch nur empfehlen, auch den Roman auf eure Liste zu setzen. Bei Interesse findet ihr HIER meine Rezension.

Nun ist das Wochenende und damit die Gelegenheit zu einem lauschigen Filmabend allerdings schon wieder vorbei und wie immer starte ich in die neue Woche mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Wie hoch ist euer Leseanteil in einer Fremdsprachen und warum lest ihr nicht die Übersetzung?

Die heutige Frage stammt vom lieben Torsten von Torsten’s Bücherecke. Ich beherrsche nur eine Fremdsprache gut genug, um in dieser Sprache auch lesen zu können: Englisch. Immerhin eine, mit der ich ziemlich weit komme. 😉 Wahrscheinlich lese ich etwas mehr als die Hälfte meiner Gesamtlektüre im Jahr in Englisch. Genau weiß ich es nicht (mehr), weil ich die entsprechende statistische Zahl aus meinem Jahresrückblick 2020 gestrichen habe. Ich fand, dass sie nichts mehr über mich aussagt und es einfach nicht wichtig ist, in welcher Sprache ich ein Buch nun lese, weil das kein Faktor ist, der bei meiner Lektüreauswahl eine Rolle spielt. Ich kann englische Bücher mittlerweile genauso flüssig lesen wie Bücher in Deutsch, bin literarisch also wahrhaft zweisprachig. Das muss ich nicht ausufernd analysieren oder gegeneinander aufrechnen.

Auf die Frage nach dem Warum ist die Antwort im Kern denkbar simpel: Weil ich es kann. Es gibt einen Haufen Gründe, die meiner Meinung nach dafür sprechen, im Original zu lesen und nicht zur Übersetzung zu greifen, wenn man nicht muss.
Ursprünglich bewegten mich zwei Argumente dazu, auf englische Lektüre umzusatteln. Ich hatte es satt, den deutschen Marktmechanismen unterworfen zu sein, die dazu führen, dass einige Reihen aus finanziellen Faktoren heraus irgendwann nicht weiter übersetzt werden. Obwohl ich diese Entscheidung aus Sicht der Verlage durchaus verstehen kann, bin ich als Leserin in solchen Fällen natürlich die Gelackmeierte. Will ich wissen, wie die Geschichte weitergeht, bleibt mir keine andere Wahl, als auf die englischen Originale umzusteigen.
Der zweite Aspekt war der Preis. Englische Bücher sind häufig deutlich günstiger als die deutschen Übersetzungen, weil sie nicht der deutschen Buchpreisbindung unterworfen sind. Dieses Verhältnis ist sogar auf dem Gebraucht-Markt zu spüren, denn viele deutsche Bücher erreichen niemals den niedrigen Schnäppchenpreis, von dem ich bei englischen Büchern profitiere.

Später haben sich weitere positive Effekte herauskristallisiert, die bis heute eine Rolle für mich spielen.
Eine Übersetzung kann, unabhängig von ihrer Qualität, niemals dieselbe Authentizität aufweisen wie das Original. Manche Formulierungen lassen sich nicht ohne Weiteres von einer Sprache in eine andere übertragen. Metaphern, Wortwitz und Stilblüten müssen zwangsläufig bis zu einem gewissen Grad verloren gehen. Wenn ich mit diesem Kompromiss nicht leben muss, warum sollte ich dann?
Wartezeiten sind ebenfalls ein Faktor. Eine Übersetzung braucht Zeit. Findet die Veröffentlichung eines Buches international nicht parallel statt, muss ich als Deutsche warten, bis die Übersetzung verfügbar ist, was unter Umständen Monate dauern kann. Habe ich ohnehin Jahre auf ein Buch gewartet, zum Beispiel bei einer Fortsetzung, möchte ich diese Wartezeit nicht unnötig verlängern.
Ich habe außerdem festgestellt, dass sich durch zweisprachiges Lesen die Vielfalt deutlich erhöht. Manche Autor_innen werden nie ins Deutsche übersetzt. Andere werden nicht mit ihrem Gesamtwerk übersetzt, heißt, Reihe A wird übersetzt, Reihe B aber nicht. Das kann mir egal sein, wenn ich auf Englisch lese. Ich habe Zugriff auf den gesamten deutschen und den gesamten englischsprachigen Buchmarkt, was neben den USA und Großbritannien ja auch zahlreiche weitere Länder einschließt, zum Beispiel Kanada oder Australien. Dadurch habe ich Schriftsteller_innen entdeckt, die mir nie begegnet wären, würde ich mich auf deutschsprachige Literatur beschränken.
Darüber hinaus habe ich eine Vorliebe für englischsprachige Taschenbuchformate. Durch die fehlende Buchpreisbindung in englischsprachigen Ländern können mehrere Verlage dasselbe Buch verlegen. Um Kampfpreise anbieten zu können und trotzdem wirtschaftlich zu sein, sparen diese Verlage häufig bei den Kosten für die physische Form des Buches. Sie nutzen kleine Formate und weniger hochwertiges Papier. Viele Leser_innen mögen sich an den dünnen Seiten mit dem typischen Recycling-Grauschleier stören, aber ich liebe diese Ausgaben. Sie sind handlich, sie sind leicht, sie geben mir das Gefühl, nicht allzu vorsichtig beim Lesen sein zu müssen. Habe ich die Wahl, würde ich mich immer für so eine Ausgabe entscheiden.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Argumente fallen mir für englische Originale ein. Die wichtigsten habe ich jetzt allerdings abgedeckt, also belassen wir es bei dieser Aufzählung. Auf englischsprachige Lektüre umzuschwenken, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich möchte die literarische Zweisprachigkeit und all ihre positiven Aspekte nicht mehr missen.

Lest ihr in einer Fremdsprache und wenn ja, wieso?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen inspirierenden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2020: Ein Buchjahr zwischen Pandemie, radikalen Veränderungen und Wertschätzung

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist ein weiteres Mal vollbracht, ein weiteres Mal habe ich das Kunststück bewerkstelligt: Mein Jahresrückblick 2020 ist innerhalb des ersten Monats des neuen Jahres online! Ich stelle fest, dass ich mittlerweile eine gewisse Routiniertheit entwickelt habe und mir die Zusammenstellung deutlich schneller und leichter gelingt. Obwohl ich für die Ausgabe 2020 ein paar Änderungen vorgenommen habe, weiß ich, worauf es ankommt und halte mich nicht mehr ewig an Kleinigkeiten auf. Dank dieser Vertrautheit mit dem Prozess können wir heute gemeinsam auf meine vergangenen 12 Monate literarisch zurückblicken – wie gewohnt umfangreich, detailliert und gespickt mit Zahlen.

Um mein Lesejahr 2020 angemessen zu resümieren, habe ich die zweigeteilte Struktur, die sich in den letzten Jahren bewährt hat, beibehalten. Der erste Part befasst sich mit den reinen Fakten meines Leseverhaltens. Alle Aspekte, die sich in Zahlen wiedergeben lassen, habe ich statistisch ausgewertet, in Diagramme verwandelt und daraus Infografiken erstellt. Dafür habe ich dieses Jahr zum ersten Mal wirklich mit Excel gearbeitet (statt mit handschriftlichen Notizen und einem Taschenrechner) und habe darüber hinaus nur sehr begrenzt auf Piktochart zurückgegriffen. Die Online-Software zur Kreation von Infografiken hat mir in den vergangenen Jahren gute Dienste geleistet, aber mittlerweile sind die grafischen Darstellungsoptionen für mich zu eingeschränkt. Stattdessen habe ich die meisten Grafiken frei Hand mithilfe eines Grafikprogramms und die Diagramme mithilfe von Word entworfen. Ich bin ziemlich stolz darauf, wie weit sich meine grafischen Fähigkeiten verbessert haben, sodass ich die hilfreiche Krücke, die Piktochart lange Zeit darstellte, nun nicht mehr brauche.

Dieses Jahr habe ich Infografiken zu acht verschiedenen Kategorien erstellt, nach denen ich mein Leseverhalten analysiert habe. Ich werde euch jede Folie einzeln präsentieren und anschließend eine Einordnung vornehmen, um herauszufinden, wie sich diese Zahlen in meine bisherige Lesekarriere einreihen. Ich werde kommentieren, interpretieren und bewerten, damit ihr genau versteht, was diese Statistiken für mich konkret bedeuten. Falls ihr Schwierigkeiten habt, die Schrift zu lesen, könnt ihr jede Folie anklicken, dann öffnet sie sich größer in einem neuen Tab. Wie bereits angedeutet, gibt es dieses Jahr jedoch ein paar Veränderungen, die die Kategorien betreffen und mir notwendig erschienen.

Ich habe auf die Auswertung meiner Rezensionsquote verzichtet, weil ich denke, dass dieser Prozentsatz 2020 nicht realistisch widerspiegelt. Ich weiß, dass ich vom vergangenen Jahr noch einen riesigen Stapel ausstehender Rezensionen abzuarbeiten habe, weil ich das Frühjahr fast ausschließlich mit meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ verbrachte. In der Rezensionsquote wären diese Beiträge und die viele Arbeit, die ich dafür aufgewendet habe, nicht abgebildet, deshalb empfinde ich sie für 2020 als nicht aussagekräftig. Vielleicht wird es diese Auswertung für 2021 wieder geben, das weiß ich noch nicht, aber in diesem Jahr schenken wir uns diese Zahl, die ohnehin recht deprimierend ausfallen würde.

Die Kategorie „Sprachenverteilung“, die in der Vergangenheit analysierte, wie viele Bücher ich in englischer und deutscher Sprache gelesen habe, habe ich komplett gestrichen. Ich halte sie für überflüssig, da ich seit einigen Jahren grundsätzlich alle Bücher, die im Original in Englisch erscheinen, auch im Original lese. Es erscheint mir nicht mehr wichtig, wie hoch der Anteil englischer und deutscher Werke nun ist, denn das sagt nichts mehr über mich aus. Mein Englisch hat sich so weit entwickelt, dass ich nicht mehr darüber nachdenke, ob ich ein Buch lieber übersetzt in meiner Muttersprache lesen sollte. Ebenso habe ich die merkwürdige Annahme, es gäbe eine Konkurrenz zwischen deutschen und englischen Büchern, endlich vollständig abgelegt. Ich behandle sie gleichwertig und habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich häufiger zu englischen Büchern greife. Ich lebe vollkommene literarische Zweisprachigkeit und bin damit sehr zufrieden – es besteht kein Grund mehr, diese Harmonie zu untersuchen.

Außerdem habe ich wie angekündigt die Kategorie „Autor_innen“ neu aufgezogen. Bisher habe ich hierfür stets das Verhältnis von Autoren zu Autorinnen in meiner Lektüreauswahl analysiert, aber diese binäre Einteilung ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß. Erstens zeichnet sich bei mir seit Jahren der Trend ab, dass ich überwiegend zu Büchern greife, auf deren Covern ein männlicher Name prangt. Zweitens finde ich, dass die traditionelle Geschlechtereinteilung nach Männern und Frauen heutzutage gefährlich exkludierend ist. Das Risiko, jemanden zu verletzen, weil ich dieser Person beiläufig eine Binarität aufzwinge, der sie sich selbst vielleicht nicht zugehörig fühlt, ist mir einfach zu groß. Offenheit und Toleranz, immer und überall, im Großen wie im Kleinen.

Nach diesem Ausflug in das aufregende, exotische Land statistischer Zahlen gehen wir zum gemütlichen Teil über. Im zweiten Part des Jahresrückblicks lasse ich 2020 emotional an mir vorüberziehen und beantworte 30 Fragen, die Martina Bookaholics bis 2016 als Formular auf ihrem Blog anbot. Sie selbst verzichtet seit einigen Jahren auf diese kleine Tradition, aber da ich finde, dass die Fragen eine ideale Möglichkeit sind, mein Buchjahr unter emotionalen Aspekten zu resümieren, erhalte ich sie hier am Leben und werde mich ihnen auch für 2020 erneut stellen!

Seid ihr bereit, noch einmal in das seltsame Jahr 2020 abzutauchen? Dann macht es euch bequem, folgt mir in die gar nicht so lang zurückliegende Vergangenheit und lasst euch erzählen, wie 2020 für mich literarisch war!

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7 Kommentare

Verfasst von - 19. Januar 2021 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Die Frage um die Fragen

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ist euch klar, dass in nicht einmal zwei Wochen der erste Advent ansteht? Für mich kommt das bevorstehende Jahresende wie immer ziemlich überraschend und hätte der Lieblingsmensch letzte Woche nicht angefangen, über Plätzchen und Adventskalender zu sprechen, wäre mir jetzt vermutlich noch immer nicht bewusst, dass wir hart auf die Weihnachtszeit zusteuern. Habt ihr euch schon einen Adventskalender besorgt und wenn ja, was für ein Modell? Traditionell mit Schokolade oder etwas Ausgefalleneres? 2020 wird Weihnachten wahrscheinlich anders ablaufen, als wir es gewohnt sind, denn aufgrund der Corona-Pandemie fallen große Familienfeiern vermutlich aus. In meiner Familie haben wir uns vorgenommen, den 26. Dezember im Berliner Naturkundemuseum zu verbringen. Ja, das war meine Idee, fragt mich nicht, wie ich darauf komme, dass ein Museumsbesuch eine angemessene Familienaktivität für Weihnachten ist, es ist einfach so. Die Karten haben wir schon, aber wir wissen natürlich nicht, ob dieser Ausflug tatsächlich stattfinden kann. Sollte der „Lockdown light“ über die Feiertage verlängert werden, müssen die Museen geschlossen bleiben. Habt ihr schon Pläne für Weihnachten oder seid ihr noch total abhängig davon, was die Regierung entscheidet und könnt deshalb gar nicht planen? Lasst mal hören, wie weit eure Vorbereitungen fortgeschritten sind, ich beantworte derweil die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Welche Frage würdet ihr in Zukunft gern gestellt sehen?

Heute feiern wir die 100. Ausgabe der Montagsfrage bei Antonia und im Zuge dessen möchte sie gern wissen, welche Fragen wir der Buchblog-Community schon immer einmal stellen wollten. Puh, 100 Ausgaben. Das bedeuetet auch, dass ich (höchstwahrscheinlich) bisher 99 Mal teilgenommen habe. Ist es okay, wenn ich zur 100. Frage ein bisschen faul bin? Mein Hirn ist heute etwas matschig und noch nicht wirklich auf Betriebstemperatur, deshalb wollen mir keine neuen Fragen einfallen. Also lebe ich das Recyclingprinzip und schlage zwei Fragen vor, die ich bereits letztes Jahr vorgeschlagen habe, die es dann aber nicht in Antonias Auswahl geschafft haben. Vielleicht haben sie diesmal bessere Chancen.

1. Hast du dich bereits schon mal ehrenamtlich im Bereich Bücher und Lesen engagiert?

Ist jemand unter euch Lesepate oder Lesepatin? Arbeitet ihr ehrenamtlich in einer Bibliothek? Lest ihr in eurer Freizeit Kindern vor, die nicht eure eigenen sind? Ich würde unheimlich gern wissen, ob in unserer Community Erfahrungen in diese Richtung existieren und hätte gern mal einen Einblick, wie das funktioniert. Wie seid ihr dazu gekommen und inwiefern ist euer Engagement derzeit durch Corona beeinflusst? Mich interessiert brennend, ob es jemanden in unseren Reihen gibt, der oder die die Liebe zu Büchern im wohltätigen Bereich auslebt.

2. Hast du schon mal eine fremde Person angesprochen, weil sie ein Buch las, das du schon gelesen hast?

Diese Frage begleitet mich seit vielen Jahren, weil mir in den öffentlichen Verkehrsmitteln immer mal wieder Menschen begegnen, die Bücher lesen, die ich auch bereits gelesen habe. Jedes Mal habe ich den Drang, diese Menschen anzusprechen, einfach „Und, wie gefällt es Ihnen?“ zu fragen, aber ich kann mich nicht entscheiden, ob das nun ein akzeptables Verhalten wäre oder nicht. Einerseits bin ich mir sicher, dass ich mich darüber freuen würde, andererseits fürchte ich, dass Leser_innen, die vielleicht nicht ganz so Bücher-kommunikativ sind wie ich, das als aufdringlich und grenzüberschreitend empfinden würden. Wie seht ihr das? Wäre es für euch in Ordnung, von einer fremden Person auf eure aktuelle Lektüre angesprochen zu werden? Helft mir bitte weiter, damit ich einschätzen kann, ob ich das in Zukunft tun darf.

Das war es heute von mir, ich bin gespannt, ob Antonia meine zwei Fragen dieses Mal aufnimmt!

Welche Montagsfragen würdet ihr gern mal stellen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Fazit

Es ist vollbracht. Mein Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ ist abgeschlossen. Acht Wochen. 22 Beiträge (diesen eingeschlossen). Ich kann es noch gar nicht fassen. Für euch ist dieses Finale wahrscheinlich weniger spektakulär als für mich, aber ihr befindet euch ja auch in der vorteilhaften Position, lediglich die Früchte meiner Arbeit zu sehen. 😉 Ich habe monatelang geschuftet und all meine Leidenschaft für Literatur, Fantasy und Robert E. Howard in diese Beitragsreihe gesteckt. Verzeiht mir, dass ich mich jetzt, am Ende, ein wenig sentimental fühle.

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Montagsfrage fällt mal wieder aus

Hallo ihr Lieben! 🙂

Antonia von Lauter&Leise hat mal wieder mit einem vollen Terminkalender zu kämpfen und lässt die Montagsfrage deshalb zwei Wochen lang ausfallen. Doch keine Sorge, ich versorge euch in diesen zwei Wochen natürlich trotzdem mit neuen Beiträgen, denn mein Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ läuft weiterhin und nähert sich tatsächlich langsam aber sicher seinem Ende. Schnüff. Wir haben nur noch zwei Kapitel vor uns: diese Woche befassen wir uns mit Howards Vermächtnis, nächste Woche erarbeiten wir eine Leseanleitung und dann haben wir die Zielgerade erreicht. Für mich fühlt sich das ziemlich komisch an, wie ein Abschied. Was natürlich Unsinn ist, ich kann Robert und Conan ja jeder Zeit besuchen. Aber noch ist es nicht soweit, noch stecken wir mittendrin. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem fünften Kapitel und einen angenehmen Start in die neue Woche!

Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 4 – Conan: Der texanische Barbar (Teil 1)

Der große Tag ist gekommen. Wir haben uns endlich zum Herz dieser Beitragsreihe vorgearbeitet. Ab heute beschäftigen wir uns mit Conan, Robert E. Howards berühmtester Schöpfung. Seinetwegen lernte ich Robert E. Howard kennen. Die Kurzgeschichten um den wehrhaften, legendären Cimmerier werden heute von so vielen Autor_innen als Inspiration und Einfluss angegeben, dass ich einfach wissen wollte, wie das bitte mit meinem damaligen Bild von Arnold Schwarzenegger im Lendenschurz zusammenpasste. Ich habe gelernt, dass es überhaupt nicht zusammenpasst. Diese Erkenntnis ist der Grund, warum es diese äußerst umfangreiche Beitragsreihe gibt.

Conan der Cimmerier – oder Conan der Barbar, ein Titel, den er Weird Tales – Herausgeber Farnsworth Wright verdankt – ist eine literarische Figur, die in den beinahe 90 Jahren seit ihrer Entstehung in einem Ausmaß das Opfer popkultureller Verklärung wurde, das kaum vorstellbar und vergleichbar ist. Fragt man heute jemanden nach Conan, erinnert sich diese Person höchstwahrscheinlich an den jungen, aufstrebenden Schauspieler und Bodybuilder aus Österreich, dessen damals stark akzentuiertes Englisch dank der wenigen Dialoge im Film „Conan der Barbar“ von 1982 kein Hindernis war. Alternativ erinnert sie sich vielleicht an Comics, Cartoons und Spiele (Brettspiele, Rollenspiele, Computerspiele) oder an die Neuverfilmung von 2011 mit Jason Momoa in der berühmten Hauptrolle. Kaum jemand weiß, dass Conan ein Star der Pulp – Literatur der 1930er Jahre war und der kreative Texaner, der gerade einmal 30 Jahre alt wurde, ist als sein Schöpfer beinahe ganz in Vergessenheit geraten. Ich betrachte es als meine Aufgabe, dieser ungerechten Entwicklung entgegenzuwirken. Gerade weil Conan immensen Einfluss auf das popkulturelle Bild des Barbaren und auf zahlreiche Autor_innen hat, verdient Robert E. Howard die Anerkennung, die sich daraus ergibt. Darum habe ich dieses Projekt auf die Beine gestellt. Ehre, wem Ehre gebührt.

In diesem Kapitel zu Conan werden wir uns mit mehreren Unterpunkten auseinandersetzen. Wir werden uns einen Überblick über seine Entstehung und Veröffentlichungsgeschichte verschaffen und einige Kurzgeschichten auseinandernehmen, um zu erörtern, wie Robert E. Howard die Themen, die ihn stets beschäftigten, im Kontext dieser Fantasy-Reihe verarbeitete. Danach werde ich von meinen persönlichen Erfahrungen mit Conan im Rahmen einer Rezension zu den beiden Sammelbänden, die ich gelesen habe, berichten. Im nächsten Kapitel werden wir uns Robert E. Howards Vermächtnis ansehen, in dem Conan eine Sonderrolle einnimmt. Abschließend werde ich euch mit einer Conan-Leseanleitung hoffentlich klüger in die Welt entlassen. So sieht der weitere Fahrplan dieser langen Reise aus; ich hoffe, ihr habt Lust und seid gewappnet, tief in die Dimension des berühmtesten Barbaren der Literaturgeschichte einzutauchen.

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Montagsfrage: Wie sieht die Zukunft der Buchmessen aus?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe große Neuigkeiten zu verkünden. In den nächsten Monaten wird sich mein Leben drastisch verändern, denn ich habe einen neuen Job. Ich habe zu Ende November bei meinem aktuellen Arbeitgeber gekündigt und wechsele zum 01. Dezember in eine Berliner Kommunikationsagentur. Leute, ich sage euch, das ist vielleicht AUFREGEND! Ich war schon länger nicht mehr glücklich in meinem derzeitigen Job und sehnte mich nach einer Veränderung, wusste aber nicht so richtig, wohin es gehen soll. Im Juli erhielt ich eine Nachricht einer ehemaligen Kollegin, die für besagte Kommunikationsagentur arbeitet, in der sie mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, mich zu bewerben, sie bräuchten dringend gute Mitarbeiter_innen. Ich dachte, wenn dir das Universum eine Tür öffnet, musst du mutig sein und durchgehen. Also habe ich meine Unterlagen hingeschickt, war zweimal zum Gespräch vor Ort und letzte Woche konnten wir uns einigen. Die Agentur repräsentiert alles, was ich mir von einem Arbeitgeber wünsche: Flexibilität, Abwechslungsreichtum, Entwicklungspotential und ein stark ausgeprägtes soziales, ethisches Bewusstsein. In all den Jahren, in denen ich für die große Tageszeitung mit den vier Buchstaben gearbeitet habe, fehlte mir der letzte Punkt besonders, denn moderner Journalismus entspricht nicht immer meinen Ansprüchen an Ethik und Moral. Ich freue mich wahnsinnig darauf, dass bald ein neuer Lebensabschnitt für mich beginnt, mit geregelten Arbeitszeiten, Wochenenden, Feiertagen und hoffentlich einer Atmosphäre der Wertschätzung. Nach dem ganzen Mist, den mir das Universum in den letzten anderthalb Jahren zugemutet hat, bin ich angesichts dieser enormen Chance schon fast wieder versöhnt. Klappt jetzt noch alles mit der Küche reibungslos, schwingen wir erneut auf einer Wellenlänge. 😉

Inwiefern sich mein neuer Job auf den Blog auswirkt, kann ich noch nicht beurteilen, aber darüber muss ich mir ja jetzt auch noch keine Gedanken machen. Heute zelebrieren wir den Wochenstart ganz wie gehabt mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Ist die Zukunft der Buchmessen online?

Meiner Meinung nach ist das eine ziemlich naive Frage. Als Person, die ihren Lebensunterhalt mit der Umsetzung, Organisation und Aufbereitung digitalen und online abrufbaren Contents verdient, kann ich sie nur folgendermaßen beantworten: Selbstverständlich. Die Vorstellung, dass es in der Zukunft noch Institutionen, Einrichtungen, Unternehmen oder Veranstaltungen gibt, die ohne digitale Repräsentation im Internet auskommen, ist blauäugig. Dementsprechend wird sich auch die Zukunft der Buchmessen mit Sicherheit online abspielen. Eigentlich ist es sogar erstaunlich, dass erst Corona daherkommen musste, damit die Frankfurter Buchmesse die digitalen Möglichkeiten auslotet, aber gut, besser spät als nie.

Ich höre jetzt bereits mehrere von euch entrüstet aufschreien, also lasst mich meine Meinung etwas genauer ausführen. Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Sie gestaltet unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Sichtbarkeit und Reichweite im Internet sind heutzutage Wirtschaftsfaktoren, mit denen sich viel Geld verdienen lässt. Durch Corona wurde das Bewusstsein dafür, wie wichtig digitale Angebote mittlerweile sind, gerade hier in Deutschland drastisch erhöht. Ich denke, die FBM wird die diesjährige Notlösung der digitalen Veranstaltungen in den kommenden Jahren ausbauen und in ihr Konzept aufnehmen, vorausgesetzt, die Akzeptanz bei den Konsument_innen ist gegeben. Ich kann mir vorstellen, dass eine duale Umsetzung zukünftig absolut im Rahmen des Möglichen liegt. Präsenzveranstaltungen werden weiterhin den Kern der Messe darstellen, aber wieso sollten Lesungen, Seminare und Vorträge nicht zusätzlich online gestreamt werden, um diejenigen zu erreichen, die einen Besuch in Frankfurt nicht realisieren können? Ich bin fest überzeugt, dass das der FBM nicht schaden, sondern sie sogar bereichern würde. Ich rechne damit, dass die Organisator_innen der Messe diesen Wert früher oder später erkennen werden.

Das bedeutet natürlich, dass der Zugang zu diesen Veranstaltungen zukünftig nicht mehr kostenlos sein wird, wie er es 2020 ist. Wer an der FBM teilnehmen möchte, muss dafür bezahlen, das steht völlig außer Frage, denn auch digitale Inhalte müssen sich rentieren und die verursachten Kosten wieder reinbringen. Es ist nämlich keineswegs so, dass eine professionelle digitale Umsetzung ohne Investitionen abläuft. Dennoch glaube ich, dass die Zielgruppe der FBM durchaus bereit ist, für die digitale Teilnahme zu zahlen. Man könnte verschiedene, flexible Preismodelle entwickeln, damit User frei entscheiden können, wie viele Veranstaltungen sie besuchen wollen. Von einzelnen Lesungen bis zu einem Wochenendticket, das alle Veranstaltungen enthält, könnte alles abgedeckt sein. Im Grunde kann man das digitale Angebot beliebig erweitern; gemeinsam mit Verlagen könnte man digitale Standbesuche aufziehen, ein Online-Bestellsystem implementieren und vieles mehr. Wem die virtuelle Erfahrung nicht reicht, kann immer noch persönlich nach Frankfurt (oder auch Leipzig) fahren und ich denke, dass das weiterhin viele Menschen tun werden.

Meiner Ansicht nach wird ein duales Konzept in den nächsten Jahren nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht an Bedeutung gewinnen, sondern auch, weil wir Covid-19 wahrscheinlich nicht mehr loswerden. Die Formulierung „post-Pandemie“, die Antonia wählte, neigt dazu, fehlinterpretiert zu werden. Vielleicht werden wir den Status der Pandemie irgendwann überwinden. Das heißt allerdings nicht, dass wir das Virus überwinden, dass es einfach wieder verschwindet. Es ist lediglich eine Frage der Kontrolle. Angenommen, wir finden einen wirksamen Impfstoff, der zugelassen und der breiten Masse zur Verfügung gestellt wird. Theoretisch kann sich in Deutschland dann jede_r Bürger_in impfen lassen. Werden das alle tun? Nein. Es ist unwahrscheinlich, dass unsere Bundesregierung eine Impfpflicht erlässt, demzufolge kann niemand zur Impfung gezwungen werden. Daher wird es immer noch ein paar Hansels geben, die sich weigern, sich impfen zu lassen, die dem Impfstoff nicht vertrauen, die es vergessen, denen der Besuch beim Arzt einfach lästig ist – die Gründe sind vielfältig. Großveranstaltungen wie die FBM bleiben demnach ein Risiko, weil es ja bloß eine_n Impfverweigerer_in braucht, um hunderte von Menschen anzustecken. Außerdem ist die FBM ein Ereignis, das bewusst auf Internationalität ausgelegt ist. Selbst wenn sich jede_r Deutsche impfen lässt, wer sagt, dass das für internationale Gäste ebenfalls gilt? Machen wir uns nichts vor, Corona ist ein Fakt, den wir in den kommenden Jahren irgendwie in unsere Realität integrieren müssen. Mit Tests kann man vielem entgegen wirken, weshalb ich auch dafür bin, die ungenaueren Schnelltests im öffentlichen Leben zuzulassen, doch da die FBM grundsätzlich im Herbst stattfindet, in dem Viruserkrankungen prinzipiell Hochkonjunktur haben, kann es immer passieren, dass beispielsweise die Teilnehmerzahl eingeschränkt wird, um die Infektionszahlen unter Kontrolle zu halten. Um diese Effekt abzufedern, braucht es ein digitales Angebot, das die Messe vor finanziellen Ausfällen schützt.

Wir haben das Internet und es geht nicht mehr weg – nutzen wir es doch. Mutig, unkonventionell und kreativ, das ist die Zukunft, auch für die Buchmessen.

Wie seht ihr die Zukunft der Buchmessen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen traumhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Cover-Juwelen 2020?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Zurück in den normalen Alltag. Mein Urlaub ist vorbei. Ab heute muss ich wieder arbeiten und natürlich starte ich sofort mit einer verhassten Frühschicht. Deshalb verzichte ich heute auf lange Vorreden. Mein Hirn mag noch keine komplexen Gedanken ausformulieren. Euch erwartet jetzt die übliche Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und für den Rest der Woche stehen zwei weitere Beiträge in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ an. Genießt es, während ich versuche, mich wieder ans Arbeiten zu gewöhnen. 😉

Welches (Cover-)Design eines Buches hat euch in letzter Zeit besonders gefallen?

Soweit ich Antonia verstanden habe, bezieht sie diese Frage auf alle Bücher, die wir bisher dieses Jahr gelesen haben. Da habe ich die Qual der Wahl, denn 2020 habe ich offenbar ein gutes Händchen für Cover-Juwelen. Nicht das Schlechteste, schließlich isst das Auge bekanntlich mit. Allerdings bin ich bezüglich meines Favorits recht wankelmütig. Tendenziell gefällt mir meist das Cover meines aktuellen Buches am besten. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Manifestation des „Neu ist immer besser“-Prinzips, ein Gruß meines Unterbewusstseins an Mr. Stinson. Derzeit ist das der Fall. Ich habe gestern begonnen, „The Ninth Rain“ von Jen Williams zu lesen und finde das in Blautönen gehaltene Cover mit der detaillierten Greifen-Illustration umwerfend. Möglicherweise spielte das Cover bei der Kaufentscheidung eine nicht unerhebliche Rolle. 😉 Ob die Geschichte der Gestaltung auch gerecht wird, kann ich noch nicht sagen, ich habe erst ein paar Seiten gelesen (an Tagen vor der Frühschicht reicht meine Konzentration durch Schlafmangel normalerweise nicht aus, um lange zu lesen).

Um jedoch zu beweisen, dass ich nicht ganz so simpel gestrickt bin, wie man es nach diesem Absatz vermuten könnte, möchte ich noch zwei weitere Bücher lobend erwähnen.

Das englische Cover der Orbit-Ausgabe von „Senlin Ascends“  von Josiah Bancroft ist ein echtes Kunstwerk. Ich bedauere sehr, dass Heyne es für die deutsche Ausgabe („Im Turm“) nicht übernommen hat, aus welchen Gründen auch immer. Es erfasst Kern und Atmosphäre der Geschichte hervorragend, während das deutsche Cover zwar ebenfalls attraktiv, aber irgendwie nichtssagend ist.

Bei Laini Taylor stimmt für mich immer alles. Ich glaube, es gibt keine Autorin, mit der ich mehr auf einer Wellenlänge schwinge und irgendwie schafft es das Team um sie herum jedes Mal, den ganz speziellen, ästhetischen Charme ihrer Bücher auch grafisch eindrucksvoll einzufangen. Dieses Jahr habe ich ihren Zweiteiler „Strange the Dreamer“ und „Muse of Nightmares“ gelesen und oh mein Gott, wie atemberaubend ist bitte das Cover meiner Ausgabe von „Strange the Dreamer“? Das Cover meiner Ausgabe von „Muse of Nightmares“ gefällt mir nicht ganz so gut, weil ich es ein wenig zu schlicht finde, aber es gibt eine Ausgabe, die das Design des ersten Bandes aufgreift. Ich beiße mir etwas in den Hintern, dass ich beim Kauf nicht darauf geachtet habe. Ein Teil von mir hofft ein bisschen darauf, dass die beiden Bücher vielleicht irgendwann mal als schicke Sonderauflagen rauskommen, dann würde ich sie beide noch mal kaufen.

Diese drei sind momentan heiße Anwärter auf den Thron meines liebsten Covers 2020, aber wir haben ja erst Oktober. Wenn das Jahr so weitergeht, könnte es ein ganz knappes Rennen um die Spitze werden. Mit dieser Sport-Metapher verabschiede ich mich jetzt – fange ich an, mich beim Sportvokabular zu bedienen, um über Bücher zu sprechen, ist es Zeit für eine Pause. 😀

Welches Cover ist bisher euer Favorit 2020?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen erholten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 3)

Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag in meinem großen Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Gestern haben wir Roberts Durchbruch als Pulp-Schriftsteller besprochen; heute widmen wir uns den vermutlich wichtigsten Ereignissen für seine professionelle Entwicklung. 1930 war ein entscheidendes Jahr für den jungen Texaner…

Robert E. Howard schrieb von Anfang an Literatur, die, wenn schon nicht explizit als Horror kategorisierbar, zumindest unheimlich, gruselig und/oder bedrohlich war. Bereits im August 1925, etwa ein Jahr nach seiner ersten Veröffentlichung bei Weird Tales, brachte das Magazin seine Geschichte „In the Forest of Villefère“, eine Werwolf-Erzählung in der Tradition französischer Volkssagen (Hat da jemand „Gévaudan“ gesagt?). Den Höhepunkt seines schauerlichen Schaffens erreichte er jedoch erst nach 1930, denn in diesem Jahr lernte er H.P. Lovecraft kennen.
Howard Phillips Lovecraft, der von 1890 bis 1937 lebte, war ein literarischer Gigant, dessen Namen man heute wohl niemandem mehr erklären muss. Sein Cthulhu Mythos ist Legende. In den 1930ern war er einer der Star-Autoren und Veteranen der Pulp Magazine, der von den Leser_innen verehrt wurde. Darüber hinaus war er der Kopf eines weiten literarischen Zirkels, der sich über die gesamten USA verteilte. Lovecrafts erhaltene Korrespondenz umfasst mehr als 100.000 Briefe, die er an hunderte von Menschen schrieb. Er liebte es, Bekanntschaften zu schließen und Kontakt zwischen seinen verschiedenen Bekanntschaften herzustellen. Heute würde man ihn wohl als Networker bezeichnen, eine Rolle, in der er aufging. Robert E. Howard wurde Teil dieses elitären Clubs, weil er es im Juni 1930 wagte, Lovecraft zu kritisieren.

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