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Schlagwort-Archive: Literatur

Montagsfrage: Quarantäne-Lektüre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Na, genießt ihr alle bereits die Vorteile des Home Office? Ich gebe zu, ein bisschen neidisch bin ich schon. Ich kann erst zu Hause bleiben, sollte ich selbst krank werden. Der journalistische Betrieb muss sich ja weiterdrehen und da meine Position intern als „produktionsrelevant“ gilt, fahre ich weiterhin brav ins Büro. Rein theoretisch wäre Home Office auch für mich möglich, der technische Aufwand wäre allerdings immens, denn das CMS, das wir nutzen, ist ein Monstrum und der Zugriff auf die Server von extern ist fehleranfällig. Da ich außerdem in Echtzeit auf Zuruf arbeite, ist direkte Kommunikation das A und O. Sollten also für den Journalismus weiterhin keine Beschränkungen erlassen werden, ändert sich für mich überhaupt nichts, auch nicht durch das gestern beschlossene Kontaktverbot und nicht einmal, falls es in Berlin tatsächlich zu einer umfänglichen Ausgangssperre kommt. Ich finde es schade, dass gesellschaftlich so gut wie gar nicht anerkannt wird, dass eben nicht nur Krankenpflege, Rettungskräfte, Polizei und der Lebensmittelhandel weiter ganz normal schuften, sondern auch alle, die direkt in journalistische Prozesse eingebunden sind. Ich wünschte, auch uns würde mal dafür gedankt. Ohne unsere Arbeit wüsste niemand, wie die aktuelle Lage aussieht. Ich habe das Gefühl, niemand macht sich bewusst, wie viel Stress das im Moment bedeutet. Die Informationsflut ist extrem. Das heißt, während ihr alle selbst entscheiden könnt, wie viele Nachrichten ihr konsumiert, kann ich das nicht. Auf mich prasselt alles ungefiltert ein und das ist wahnsinnig anstrengend. So anstrengend, dass mir mittlerweile der Humor abhanden kam und ich mich privat nur noch auf Radio-Nachrichten verlasse, weil mir alles andere zu viel ist. Also bleibt mir bitte weg mit Corona-Witzen, Corona-Memes, Corona-Geschichten und überhaupt allem, das mit Corona zu tun hat. Glaubt mir, ich erfahre es früh genug.
Für die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, die heute ebenfalls nicht von diesem Thema verschont bleibt, mache ich aber natürlich eine Ausnahme.

Welches Buch hast du zuletzt beendet und wäre es eine gute Quarantäne-Lektüre?

Ähm… Ist nicht jedes Buch eine gute Quarantäne-Lektüre? Ich verstehe nicht, inwiefern eine Quarantäne andere Anforderungen an ein Buch stellt als der normale Alltag. Quarantäne heißt aktuell ja, entweder zu Hause oder – in ernsteren Fällen – im Krankenhaus festzusitzen. Ich assoziiere damit den täglichen Kampf gegen die Langeweile und dafür wäre mir jedes Buch recht. Natürlich würde ich auch in dieser Situation darauf hoffen, gute Literatur ausgesucht zu haben, aber das wünsche ich mir immer. Ich denke, der einzige Unterschied könnte die Länge des Buches betreffen. Dicke Schmöker eignen sich selbstverständlich hervorragend dazu, genau dann gelesen zu werden, wenn man sowieso nichts anderes tun kann. „Krieg und Frieden“ von Tolstoi stelle ich mir zum Beispiel als die perfekte Lektüre vor, wenn man in einer einsamen Berghütte eingeschneit ist.

So gesehen war mein letztes Buch nicht gerade Quarantäne-ideal. Zuletzt habe ich „Die Fließende Königin“ (Merle-Zyklus #1) von Kai Meyer beendet. Dieser Reihenauftakt ist durch und durch ein Kinderbuch und das schlägt sich eben auch in der Seitenzahl nieder. 271 Seiten mit sehr großer Schrift. Ich war ratzfatz durch. Ignoriert man die Seitenzahl hingegen, ist es nicht die schlechteste Lektüre für eine Quarantäne, weil es kurzweilig ist und von den Leser_innen keinen intellektuellen Aufwand verlangt. Ich würde es dennoch nicht noch einmal auswählen, denn ich musste zähneknirschend einsehen, dass ich mittlerweile wirklich ein bisschen zu alt dafür bin. Mich beschäftigten Fragen, die ein Kind nicht die Bohne interessieren würden, für mich aber bezüglich Atmosphäre und Worldbuilding wichtig sind. Kai Meyer stellt seine Leser_innen oft vor vollendete Tatsachen, was angesichts der Zielgruppe völlig in Ordnung ist – nur gehöre ich schon lange nicht mehr zur Zielgruppe.

Demzufolge würde ich „Die Fließende Königin“ für Erwachsene also nicht als Quarantäne-Lektüre empfehlen, für Kinder, die ja momentan auch alle zu Hause sind, hingegen schon. Doch selbst wenn ich mir nun Corona einfangen und in Quarantäne gesteckt würde, würde ich meine Buchauswahl nicht anders gestalten als jetzt. Ich würde dicken Wälzern vielleicht ein wenig mehr den Vorzug geben, besonders, wenn ich wirklich ins Krankenhaus müsste, aber mehr würde ich nicht ändern.

Eignet sich euer letztes Buch als Quarantäne-Lektüre?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen gesunden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Illustrierte Pflichtlektüre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute wird ein guter Tag. Davon bin ich fest überzeugt. Der Lieblingsmensch und ich haben beide frei, denn heute Abend steht ein Konzertbesuch an, auf den wir uns seit Monaten freuen: Tenacious D sind in der Stadt! Es wird garantiert episch, Jack Black und Kyle Gass auf der Bühne zu erleben. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie das Konzert abläuft, weil die Alben der Zwei-Mann-Truppe keine Aneinanderreihung von Songs sind, sondern immer eine Geschichte erzählen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie das live umsetzen wollen. Ich bin wirklich neugierig und kann es kaum abwarten, es herauszufinden! Vorher haben wir allerdings noch einen weiteren Termin, der für mich noch wichtiger ist. Wir besuchen ein Reisebüro.

Vor zwei Wochen habe ich entschieden, dass ich Chillis ersten Todestag am 24. September nicht in Berlin verbringen möchte. Ich will nicht hier sein. Schlimm genug, dass ich am 14. Mai irgendwie ihren ersten Geburtstag durchstehen muss, den sie nicht mehr erlebt. An ihrem ersten Todestag möchte ich mich nicht an dem Ort aufhalten, der das Epizentrum meiner Trauer darstellt. Deshalb habe ich den Lieblingsmenschen gefragt, ob wir es hinkriegen, über dieses traurige Datum zu verreisen. Dieser Plan besteht schon lange; noch bevor sie krank wurde, habe ich beschlossen, dass ich nach ihrem Tod (den ich damals noch als weit in der Zukunft liegendes Ereignis einschätzte) verreisen möchte. Ich musste sie wesentlich früher gehen lassen, als ich angenommen hatte, aber das Vorhaben einer Reise möchte ich trotzdem umsetzen. Ich weiß, dass sie das wollen würde. Warmer, weißer Sand, türkises Wasser, leuchtend grüne Vegetation und eine Hütte am Strand. Zeit und Gelegenheit zum Heilen. Ruhe und Frieden. Ich brauche dringend eine Auszeit und meine letzte weite Reise ist… viel zu lange her. Seit Chilli bei mir einzog, war ich nie länger als fünf Tage von ihr getrennt und dann auch nur, um mal ein Festival zu besuchen. Es gab zwischendurch kleine Trips, auf denen sie mich begleitete, zum Beispiel an die Ostsee oder nach Bad Saarow und einmal sogar nach Dänemark, doch im fernen Ausland, für das man in einen Flieger steigen muss, vor Ort dann ausschließlich entspannt und sich verwöhnen lässt, war ich seit über 12 Jahren nicht mehr. Das war okay, ich habe gern für sie verzichtet, um bei ihr zu sein. Aber jetzt, da sie nicht mehr da ist und aus dem Hundeparadies auf mich herunterblickt, nimmt mein Fernweh gewaltige Ausmaße an.

Heute werden wir also herausfinden, wohin es im September gehen könnte. Dass sich etwas Passendes findet, bezweifle ich überhaupt nicht, die Frage lautet eher, wie viele Kompromisse wir eingehen müssen. Schließlich haben wir keinen Goldesel im Keller (wir haben ja nicht mal einen Keller). Zum Glück betreut uns die Reisefachfrau, die meinen Eltern seit Jahren ihre Reisen vermittelt. Folglich sind wir in guten Händen und ich glaube ganz fest daran, dass die Dame alles tun wird, um uns so viele Wünsche zu erfüllen, wie möglich. Ich bin richtig aufgeregt. Es fühlt sich unglaublich gut an, aktiv daran zu arbeiten, diesen Traum wahr werden zu lassen. Wir brauchen das. Wir verdienen das.

Bevor wir uns nachher unseren Reiseplänen widmen und uns am Abend die Socken von den Füßen rocken lassen, möchte ich aber auch heute die aktuelle Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworten!

Welche Bücher mit Illustrationen im Mittelpunkt des Werkes sollten in keinem Bücherregal fehlen?

Da bin ich überfragt. Ich habe Bilderbücher irgendwann hinter mir gelassen und bin nie zu ihnen zurückgekehrt. Das ist keineswegs abwertend gemeint, ich erkenne voll und ganz an, dass Graphic Novels, Mangas, Comics usw. eine Kunstform sind, die vielen Menschen glückliche Stunden beschert. Ich will damit ausdrücken, dass sich mir das Konzept des Bilderbuchs spätestens mit Eintreten meiner Pubertät nicht mehr erschloss und ich nie wieder einen Zugang fand. Auch die Formulierung „Bilderbuch“ nutze ich komplett wertungsfrei und unabhängig von der gebräuchlichen infantilen Konnotierung, ich finde nur kein passenderes Wort, um all die Untergattungen zusammenzufassen, die Bilder und Zeichnungen dominant verwenden. So viel zur Begrifflichkeit. Weiter im Text.

Als ich ein Kind war, hatte ich viele Bilderbücher. Die meisten davon haben die Jahre sogar überlebt und fristen ihr Dasein nun im Ruhestand. Meine Mutter hat mir erst kürzlich erklärt, dass diese Bücher an mein Alter angepasst waren: je älter ich wurde, desto mehr Text enthielten sie, bis Illustrationen nicht mehr im Vordergrund standen und ich mich selbst zu Büchern beförderte, die gar keine Bilder mehr enthielten. Parallel dazu konsultierte ich aber immer noch Zeitschriften wie die Micky Maus oder die Wendy und verschlang Ausgaben des Lustigen Taschenbuchs. Ich ahne, wann das aufhörte. Ich erinnere mich an eine Schlüsselszene, in der ich auf meinem Bett in meinem Zimmer saß, gerade „Der Greif“ von Wolfgang und Heike Hohlbein las und eine Spannung empfand, die ich vorher noch nie erlebt hatte. Ich glaube, diese Situation war der entscheidende Moment. Seitdem jage ich diesem Gefühl nach. Selbst heute noch hoffe ich bei jeder neuen Lektüre, dieses Gefühl zu finden. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Da es ein Buch ohne Bilder und Illustrationen war, das mir diesen Rausch der Emotionen bescherte und ich diesen in all meinen Comics nie erfahren hatte, nahm ich wohl an, dass Comics nicht dazu fähig sind, ihn auszulösen. Es war keine bewusste Entscheidung, illustrierte Literatur links liegen zu lassen, es war ein Nebenprodukt dieser einen lebensverändernden Lektüre, die ich unbedingt wiederholen wollte. Also griff ich fortan ausschließlich zu Büchern ohne Bilder und Begegnungen mit Literatur wie „Harry Potter“, der wenig später die Bühne betrat, gaben mir Recht.

Wenn ein Buch heute durch Illustrationen bereichert wird, freue ich mich, aber ich suche nicht gezielt nach illustrierten Ausgaben. Nach Comics, Graphic Novels und Mangas schon gar nicht. An Mangas bin ich ohnehin nie herangekommen und Schmucksausgaben empfinde ich als Geldschneiderei. Ich denke, ich habe verlernt, Comics zu lesen. Vor Jahren habe ich in unserem Badezimmer ein Spider-Man-Comicbuch deponiert. Ihr wisst schon, für den Fall, dass es mal länger dauert. 😉 Normalerweise brauche ich das gute Stück nicht, denn ich nehme so gut wie immer mein aktuelles Buch mit, wenn ich Richtung Badezimmer tapse. Es ist mehr eine Versicherung, die Langeweile verhindern soll. Neulich trat genau diese Situation ein und ich war dankbar, dass Spider-Man dort für den Notfall liegt. Ich begann zu lesen, musste aber schnell feststellen, dass ich die Balance aus Text und Bildern nicht mehr so richtig hinbekam. Ich konzentrierte mich fast ausschließlich auf den Text. Die Leichtigkeit, mit der ich früher Comics konsumierte, ist mir abhandengekommen, weil ich die Fähigkeit dazu seit Jahren nicht mehr trainiert habe. Ich bin sicher, würde ich wieder bewusst anfangen, Comics oder auch Graphic Novels zu lesen, käme diese Leichtigkeit zurück, doch ich bezweifle stark, dass das passiert. Alles, was ich beim Lesen suche, finde ich in Büchern ohne Bilder. Warum sollte ich davon abweichen?

Laut meiner Weltanschauung gibt es also kein Buch, das Illustrationen in den Mittelpunkt stellt, das man gelesen haben muss. Mag sein, dass ich mir damit ein ganzes Universum guter Literatur verwehre. Aber da ich das nicht weiß, kann ich glücklich und unwissend weiterleben, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.

Welche Bücher mit Illustrationen sind eurer Meinung nach Pflichtlektüre?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen traumhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Monogam oder polyamourös?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wieso gibt es keine einzige Läufer-Verletzung, die man einfach dadurch heilen kann, weiter laufen zu gehen? Ich bin frustriert. Seit zwei Wochen stockt mein Lauftraining. Erst habe ich es geschafft, mir mit einem neuen Paar Stiefel die Fersen übel aufzuscheuern und konnte deshalb nicht joggen gehen. Dann waren die Wunden soweit verheilt, dass ich mich wieder getraut habe, in meine Laufschuhe zu schlüpfen. Doch kaum stieg ich vorsichtig wieder ein, musste ich feststellen, dass sich eklige Schmerzen in meinen Schienbeinen bemerkbar machten. Diese Beschwerden habe ich schon länger, aber wie Läufer_innen eben so sind, habe ich mich geweigert, die Signale meines Körpers ernstzunehmen und nachzuschauen, was das sein könnte, denn ich wusste genau, dass sie mich zum Pausieren zwingen würden. Letzte Woche wurde es allerdings so schlimm, dass mich die Schmerzen auch nach dem Training noch belasteten, also nahm ich Vernunft an und habe recherchiert. Offenbar habe ich das äußerst verbreitete Schienbeinkantensyndrom, auch Shin Splints genannt. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Knochenhaut des Schienbeins, die durch die Reibung des Muskels an dieser Haut ausgelöst wird. Na großartig. Das Problem dieser Verletzung besteht darin, dass es recht schwierig ist, allein herauszufinden, was die Ursache ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Ich fürchte nun, dass bei mir eine Fußfehlstellung dafür verantwortlich sein könnte. Deshalb werde ich mir morgen mal einen Tag Zeit nehmen und mich mit einem dicken Buch bei einem Orthopäden ins Wartezimmer setzen. Das wird ein Spaß! 😑 Hoffentlich kann mir der Herr Doktor erklären, was ich verändern muss, um in Zukunft schmerzfrei laufen zu können. Ich war nämlich ziemlich stolz auf meine Disziplin und die Fortschritte, die ich langsam verzeichnen konnte, vom wachsenden Spaßfaktor mal ganz zu schweigen.
Nun denn, es hilft ja alles nichts. Ich bemühe mich schließlich um Achtsamkeit. Also stelle ich die Jammerei jetzt ein und beantworte lieber die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Liest du Bücher parallel oder nacheinander?

Okay, heute machen wir es kurz und schmerzlos, denn diese Frage habe ich nun schon ich weiß nicht wie oft beantwortet. Ich kann Bücher nicht parallel lesen. Ich wüsste gar nicht, wie man das macht. Ich lese meine Bücher grundsätzlich hübsch ordentlich der Reihe nach. Bei mir gibt es kein „Couch-Buch“, „Bad-Buch“ oder „Öffentliche-Verkehrsmittel-Buch“. Ich fange ein Buch an, ich lese es, ich schleppe es überall mit hin, ich lese es zu Ende. Ich lebe literarisch monogam. Ich kann mich nur auf eine Geschichte auf einmal einlassen. Es anders zu handhaben, wäre für mich einfach nicht richtig. Allein die Vorstellung, zwischen den Geschichten zu springen, fühlt sich katastrophal falsch an. Mal davon abgesehen, dass das wahrscheinlich Konsequenzen für meine Rezensionen hätte, weil ich mich dann vermutlich weniger intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen würde. Außerdem nähme es mir den heiligen Moment der Lektüreauswahl. Wenn ich mehrere Bücher auf einmal anfangen würde, hätte dieser Augenblick weniger Gewicht; würde ich daneben liegen, könnte ich das entsprechende Werk ja problemlos auf das Abstellgleis verbannen und den nächsten Kandidaten ausprobieren. Da ich das nicht tue, überlege ich mir sehr genau, welches Buch ich als nächstes lesen möchte. Ich gehe tief in mich und höre genau zu, was meine Seele gerade braucht. Auf diesen Kontakt mit mir selbst möchte ich keinesfalls verzichten.
Wer eher eine polyamouröse Beziehung zur Literatur pflegt – fein. Meine Einstellung dazu betrifft nur mich allein, mir würde nie einfallen, jemanden für eine andere Strategie zu verurteilen. Aber verstehen werde ich es wohl dennoch nie.

Seid ihr literarisch eher monogam oder polyamourös?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen produktiven Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2019: Zahlen, Diagramme und ein bisschen Sentimentalität

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kann es kaum glauben. Mein Jahresrückblick 2019 ist tatsächlich innerhalb der ersten zwei Wochen des Jahres 2020 fertig geworden! Ich finde, das verdient einen Tusch! Es hat sich ausgezahlt, dass ich dieses Mal sehr diszipliniert war und bereits zum Jahresende angefangen habe, mein Resümee zusammenzustellen. Übrigens, laut Duden ist ein Resümee eine „knappe Inhaltsangabe“ oder „kurze Zusammenfassung“. Nun, das ist hier nicht der Fall. Mit „kurz und knapp“ kann ich nicht dienen – wie auch, schließlich soll dieser Rückblick 12 volle Lesemonate statistisch und emotional Revue passieren lassen.

Wie immer habe ich eine zweigeteilte Struktur gewählt, um euch die verschiedenen Facetten meines vergangenen Lesejahrs zu präsentieren. Im ersten Part werden wir 2019 statistisch aufarbeiten und anhand der Fakten ein objektives Fazit ziehen. Dafür habe ich bei Piktochart Infografiken erstellt, die euch mithilfe von Zahlen und Diagrammen einen transparenten Überblick verschaffen. Ich werde jede Kategorie einzeln kommentieren und interpretieren, damit ihr das nötige Kontextwissen erhaltet, um zu verstehen, wie die Statistiken einzuordnen sind. Ich möchte mich im Voraus dafür entschuldigen, dass die Legenden der Diagramme nicht mehr so gut zu lesen sind; das liegt einfach daran, dass Piktochart die Aufmachung veränderte und ich die Schriftgröße leider nicht beeinflussen kann. Ich bemühe mich, Zahlen und Prozentangaben in meinen Diskussionsabschnitten zu erwähnen, damit ihr diese trotzdem kennenlernt. Außerdem werde ich natürlich den Bezug zu den vergangenen Jahren herstellen, denn die entscheidende Frage, die es zu beantwortet gilt, lautet: Wie entwickelt sich mein Leseverhalten?

Im anschließenden zweiten Part machen wir es uns bequem, lehnen uns zurück und lassen 2019 emotional Revue passieren, Popcorn, Chips und Erfrischungen inklusive. Dafür werde ich 30 Fragen beantworten, die ursprünglich von Martina Bookaholics stammen. Seit einigen Jahren bietet sie das Formular nicht mehr auf ihrer Website an, deshalb habe ich auf die alte, bewährte Version von 2016 zurückgegriffen und meinen Header, den ich letztes Jahr erstellt habe, aktualisiert. Ich lade euch in die Kommandozentrale meines Bücherhirns ein; in dem kleinen Büro in einem Nebenraum meines Lektürearchivs wird es für uns alle vermutlich reichlich eng, aber ich habe Kissen und Decken ausgelegt, damit ihr es euch gemütlich machen könnt!

Habt ihr Lust auf einen ausführlichen Ausflug in die jüngste Vergangenheit? Dann klemmt euch die Sepiabrille auf die Nase, lasst euch von einem sentimentalen Harfenthema in die richtige Stimmung bringen und schon starten wir mit meinem Jahresrückblick 2019!

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Verfasst von - 14. Januar 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Können Genrewechsel funktionieren?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe fantastische Nachrichten. Mein Jahresrückblick 2019 ist fertig! Konfetti und Sekt bitte! Ich bin sehr stolz darauf, dass ich ihn so zügig zusammenstellen konnte und freue mich darauf, ihn euch gleich morgen zu präsentieren. Das bedeutet, jetzt kann das Jahr 2020 richtig losgehen. Na ja, fast. Da sind ja noch ein paar übriggebliebene Rezensionen aus 2019, die abgearbeitet werden wollen. Aber nachdem ich doch recht lange mit Statistiken und Diagrammen zu Werke war, kann ich es kaum erwarten, endlich wieder eine Besprechung zu schreiben und das sind ja eigentlich recht gute Voraussetzungen, oder nicht? Ich strenge mich an, zur nächsten Woche wieder das normale Programm hier auf dem Blog fahren und euch die üblichen zwei Rezensionen pro Woche bieten zu können. Auf in den Alltag! 😀
Zum normalen Blogprogramm gehört selbstverständlich auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, der ich mich heute widme!

Können Autor_innen in mehreren Genres brillieren?

Als ich die Frage zuerst las, dachte ich ohne zu zögern und im Brustton der Überzeugung: „Ja, klar, selbstverständlich können sie das!“ Der nächste Gedanke lautete „Okay. Beispiele?“ und schon begannen meine Schwierigkeiten. Mir fielen einige Autor_innen ein, die den großen Genrewechsel wagten. J.K. Rowling, die Antonia ebenfalls nennt, war eine der ersten, die sich meldeten. Seit 2012 veröffentlicht die Mutter unseres liebsten Zauberlehrlings Krimis, teilweise unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith. Antonia hat natürlich Recht, dass auch die „Harry Potter“-Romane eine kriminalistische Ebene aufweisen und dieser Schritt für Rowling daher vermutlich naheliegend war; den Wechsel von Jugendliteratur zu erwachsener Literatur kann ihr hingegen niemand absprechen. Unglücklicherweise kann ich nicht beurteilen, ob sie in dieser Sparte ebenso brilliert. Ich habe bisher keinen ihrer Krimis gelesen und ich habe es auch nicht vor. Meine Beziehung zu Krimis ist kompliziert und ich möchte meine Einstellung zu J.K. Rowling, die durch diverse unschöne Äußerungen in den Medien ohnehin harte Schläge einstecken musste, nicht zusätzlich belasten, indem ich sie in einem Genre kennenlerne, das mich nur in Ausnahmefällen begeistert. Rein wirtschaftlich hatten ihre Krimis nicht denselben Erfolg wie HP – doch da es sich dabei um eine Messlatte von astronomischer Höhe handelt, sehe ich die Gültigkeit dieses Arguments ziemlich kritisch. Kurz: ich weiß nicht, ob Rowling in ihren Krimis brilliert.

Die nächste, der ich meine Aufmerksamkeit widmete, ist Marie Lu. Lu gelang der Durchbruch mit ihrer dystopischen Jugend-Trilogie „Legend“, die mich nach einem etwas schwachen Start sehr gut unterhielt. Als bekannt wurde, dass sie einen Genrewechsel von Science-Fiction zur Königsdisziplin der High Fantasy riskieren würde, war ich extrem neugierig und freute mich auf die Trilogie „The Young Elites“. Leider kann ich nicht behaupten, dass ihr dieser Wandel gut gelang. In der Rezension zum Finale „The Midnight Star“ fragte ich mich, ob sie für die High Fantasy vielleicht noch nicht bereit war, weil mich ihr Worldbuilding nicht überzeugte. Damit kann Marie Lu also nicht als positives Beispiel dienen.

Ein weiterer Autor, der mir einfiel, ist Markus Heitz. In Heitz‘ Bibliografie finden sich zahlreiche Genres, er hat viele Kategorien ausgetestet und mal den großen Zeh ins Wasser gehalten: High Fantasy, Urban Fantasy, Historische Fiktion, Thriller, Horror, Dystopien. Allerdings sollte hier erwähnt werden, dass er ein Fan vom Crossgenre ist. Seine Thriller weisen häufig paranormale Elemente auf und in seinen Fantasy-Romanen finden sich Thriller-Elemente. Neben der High Fantasy, die er meist klassisch und traditionell angeht, fällt mir lediglich ein Vertreter ein, der einem einzigen Genre zugeordnet werden kann: der Thriller „Totenblick“. Das heißt, sein Schaffen lebt hauptsächlich von Überschneidungen; von revolutionären Experimenten kann ich nicht sprechen. Dennoch sind seine Genre-Mixe normalerweise durchaus glaubwürdig und unterhaltsam. Ich würde ihn als halbes Positivbeispiel gelten lassen.

Robert E. Howard wäre für die heutige Frage ein passender Fall, weil seine Kurzgeschichten in vielen verschiedenen Genres verortet sind. Dummerweise habe ich bisher nur seine Conan-Geschichten gelesen und vermute, dass es problematisch wird, seine anderen Werke zu beschaffen, weil es jahrzehntelang Streitigkeiten um sein Vermächtnis gab und ich noch nicht weiß, ob es heutzutage überhaupt Sammlungen seiner übrigen Geschichten zu kaufen gibt. Auch hier kann ich daher kein Urteil abgeben.

Zu David Safier, den Antonia ebenfalls nennt, kann ich mich nicht äußern. Ich habe Safier noch nicht gelesen, obwohl sein hochgelobter Roman „28 Tage lang“ in meinem Regal auf seinen großen Auftritt wartet. Ich bezweifle jedoch, dass ich jemals den Vergleich zu seiner humoristischer Literatur ziehen können werde, weil ich mit lustigen Büchern selten etwas anfangen kann.
Meinen Anteil der Stücke Shakespeares habe ich natürlich gelesen, sowohl Komödien als auch Tragödien, aber irgendwie empfinde ich seine Vielfalt nicht als Genrewechsel. Ich muss gestehen, ich kenne mich mit der Theorie des Theaters nicht gut aus, deshalb agiere ich in seinem Fall lediglich auf einer intuitiven Basis, doch ich glaube mich zu erinnern, dass Komödie und Tragödie verwandt sind und lediglich geringe strukturelle Unterschiede aufweisen (die dafür allerdings gewaltige Auswirkungen haben). Grundsätzlich finde ich es schwierig, Bühnenstücke mit Prosa zu vergleichen, weil sie komplett anderen Regeln folgen.

All diese Überlegungen zwingen mich, meine ursprüngliche Einschätzung ein wenig zu korrigieren. Ich kann nicht mit völliger Sicherheit schlussfolgern, dass Autor_innen in verschiedenen Genres gleichermaßen brillieren können. Mir fehlt einfach die Erfahrung für ein Fazit. Also formuliere ich meinen ersten Gedanken um: „Ja, wahrscheinlich können sie das“. Ich glaube nicht, dass Genrewechsel immer zum Scheitern verurteilt sind oder immer gelingen. Vermutlich kommt es stets auf den Autor oder die Autorin an. Talent ist und bleibt Talent, unabhängig vom Genre. Dennoch denke ich, dass nicht alle Autor_innen ihr Talent in jedem Genre unter Beweis stellen können. Ich glaube, dass einige unter ihnen die speziellen Rahmenbedingungen ihres Heimatgenres brauchen, um sich entfalten zu können. Man denke nur an all die Krimi- bzw. Thriller-Autor_innen, die selbst eine berufliche Vergangenheit in der Strafverfolgung haben. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass es eine gute Idee wäre, würde es sich Jilliane Hoffman in den Kopf setzen, einen High Fantasy – Roman zu schreiben. Ebenso wenig sehe ich Steven Erikson einen Liebesroman verfassen. Suchen sich Schriftsteller_innen hingegen neue Genres aus, die ihnen gleichermaßen liegen, kann der Wechsel ohne Weiteres funktionieren.

Wie schätzt ihr Genrewechsel von Autor_innen ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen furiosen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Literarische Neuentdeckung des Jahres?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Puh, ich bin ganz schön erschöpft. Das höhere Arbeitspensum schlaucht mich ziemlich. Wie Anfang des Monats prophezeit habe ich wirklich das Gefühl, zu nichts mehr zu kommen und alle privaten Dinge zwischen Tür und Angel organisieren zu müssen. Zum Glück ist es nur noch diese Woche, dann normalisiert sich das Stresslevel langsam wieder, denn über Weihnachten habe ich frei und zwischen den Feiertagen sind es lediglich ein paar Schichten, die ich ableisten muss. Hoffentlich kann ich doch noch die eine oder andere Rezension fertigstellen, bevor das Jahr vorbei ist. Also, jetzt noch mal den Popo zusammenkneifen, Augen zu und durch, heute mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Welche_r Autor_in war deine literarische Neuentdeckung des Jahres?

Paul Tremblay. Das kann ich wie aus der Pistole geschossen antworten, denn mein allwissender Bauch projizierte seinen Namen in gigantischen roten Leuchtbuchstaben in meinen Kopf, als ich die Frage las. Ich habe 2019 noch mehr tolle Autor_innen kennengelernt, Becky Chambers und Riley Sager zum Beispiel, aber niemand beeindruckte mich so mühelos und nachdrücklich wie Paul Tremblay. Sein Horror-Roman „A Head Full of Ghosts“ hat beste Chancen, mein Jahreshighlight zu werden, weil es einfach ein brillantes Buch ist, das dem Genre eine Tiefe verleiht, die über simplen Grusel hinausgeht. Die psychologisch fundierte, vielschichtige und berührende Geschichte der fragwürdigen Besessenheit eines jungen Mädchens sprengt alle Erwartungen und Klischees, die ich mit dieser Form des Horrors assoziiere und öffnet völlig neue Perspektiven auf Motive, die spätestens seit dem Film „Der Exorzist“ bis zum Erbrechen reproduziert werden. Ich war von der Lektüre dermaßen geflasht, dass ich sofort alle weiteren Bücher des Autors auf meine Wunschliste gesetzt habe. Ich kann euch „A Head Full of Ghosts“ vehement empfehlen; glücklicherweise ist es auch auf Deutsch unter demselben Titel erschienen. Selbst wenn ihr sonst nicht für Horror-Literatur zu haben seid, weil ihr eher zu den Hasenfüßen zählt, ist dieses Buch eine Ausnahme wert, denn ich verspreche euch, die gruseligen Szenen sind nicht allzu heftig, plakativer Horror steht nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um die Tragödie einer Familie, die mein Herz packte und nicht mehr losließ. Lest es. Lernt Paul Tremblay kennen.

Welcher Autor oder welche Autorin war für euch DIE Entdeckung des Jahres 2019?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen angenehmen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Joe Abercrombie – Königsschwur

Rezensionsheader Königsschwur

„Königsschwur“ von Joe Abercrombie erschien 2014 als Auftakt der Trilogie „Shattered Sea“ – zwei Jahre, nachdem er sechs umfangreiche Bände in seinem „First Law“-Universum veröffentlicht hatte. Abercrombie war seiner eigenen Schöpfung müde und wollte etwas Neues versuchen. „Königsschwur“ ist seine Auslegung des Young Adult – Genres. Kitschiges Teenagerdrama sucht man bei ihm dennoch vergeblich, denn seiner Ansicht nach sind junge Erwachsene eben auch Erwachsene, weshalb ihre literarischen Bedürfnisse nicht allzu stark abweichen. Der größte Unterschied zu seinen „First Law“-Romanen liegt im Alter des Protagonisten: Prinz Yarvi ist deutlich jünger, wodurch die Geschichte einen Coming of Age – Aspekt enthält. Aber Abercrombie wäre nicht Abercrombie ohne eine ordentliche Portion Blut und Grimmigkeit. Deshalb überrascht es nicht, dass „Königsschwur“ das Motiv der Rache behandelt. 

Prinz Yarvi wollte nie König werden. Er weiß, dass er mit seiner schmächtigen Statur, der verkrüppelten linken Hand und seiner Liebe zu Büchern nicht das Abbild eines Herrschers verkörpert, wie ihn sich das Volk von Gettland wünscht. Glücklicherweise ruht die Bürde des Thronfolgers auf den Schultern seines Bruders, sodass es Yarvi freisteht, den Weg eines Gelehrten einzuschlagen. Doch leider dreht sich der Wind im hohen Norden manchmal innerhalb eines Wimpernschlags. Als sein Vater und sein Bruder im benachbarten Vansterland ermordet werden, bleibt Yarvi keine andere Wahl, als den Schwarzen Thron zu besteigen. Er schwört blutige Rache und befiehlt einen raschen Gegenschlag. Noch bevor die Kämpfe beginnen, wird er verraten. Verkauft als Sklave verschlägt es ihn in die entlegensten Gegenden der Bruchsee. Aber sein Wille ist ungebrochen. Denn das Gesetz der Rache kennt keine Gnade. 

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