RSS

Schlagwort-Archive: Lissa Price

Jahresrückblick 2015

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich euch versprochen, dass wir heute gemeinsam einen Blick auf mein Lesejahr 2015 werfen. Ich halte meine Versprechen. 😉
Wie bereits 2014 habe ich auch den Jahresrückblick für 2015 zweigeteilt. Im ersten Teil präsentiere ich euch ein paar Statistiken, die mein Leseverhalten in schön greifbaren Zahlen zusammenfassen. Im zweiten Teil beantworte ich dann 30 Fragen von Martina Bookaholic, die euch einen eher emotionalen Überblick über meine Lesehighlights im Jahr 2015 verschaffen sollen.
Fertig? Alles verstanden? Na dann los! 😀

>>> Weiterlesen

Werbeanzeigen
 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Lissa Price – Enders

„Enders“

enders

Reihe: Starters – Enders #2

Autor: Lissa Price

Format: Hardcover

Seitenzahl: 352

Verlag: ivi (Piper Verlag)

Sprache: Deutsch

ISBN: 3492702643

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 15.02.2015

Bewertung:

Was habe ich mich auf „Enders“ von Lissa Price gefreut. Der erste Band dieses Zweiteilers, „Starters“, war eine meiner ersten YA-Dystopien und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich dieses Genre so gern und häufig lese. Ich glaube, ich habe „Starters“ noch im Erscheinungsjahr gelesen, das war 2012. „Enders“ erschien laut Goodreads ein Jahr später, da ich aber unbedingt die deutsche Hardcover-Ausgabe haben wollte (passend zu meiner Ausgabe von „Starters“), war ich einige Zeit zu geizig, um es zu kaufen. Dieses Jahr habe ich es endlich hinter mich gebracht, in den sauren Apfel gebissen und die 16€ ausgegeben. Ich habe mir ja vorgenommen, mehr Reihen abzuschließen. 😉

Prime Destinations ist zerstört. Doch der Old Man ist noch immer da draußen und macht Callie Woodland das Leben schwer. Der manipulierte Chip in ihrem Kopf ermöglicht es ihm, in ihre Gedanken einzudringen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als den Chip endlich loszuwerden und ein normales Leben zu führen. Bisher gibt es jedoch keine Möglichkeit, den Chip zu entfernen, ohne den Träger zu töten. Alle Starters, die sich der Body Bank als SpenderInnen zur Verfügung stellten, müssen stets fürchten, dass sie ohne Vorwarnung die Kontrolle über ihren Körper und ihre Gedanken verlieren. Callie setzt alles daran, den Old Man aufzuhalten, der weiterhin seine egoistischen und skrupellosen Pläne verfolgt. Als sie es am wenigsten erwartet, begegnet sie dem einen Menschen, der den Old Man möglicherweise noch mehr hasst als sie: Hyden. Sein Sohn. Callie braucht seine Hilfe, denn nur gemeinsam haben sie eine Chance, seinem Vater das Handwerk zu legen. Doch kann sie ihm überhaupt trauen? Oder verfolgt auch er eigene Ziele?

Die schlechteste Fortsetzung aller Zeiten. Denke ich an „Enders“, fallen mir lauter Worte mit der Vorsilbe un- ein: unlogisch, unrealistisch, unglaubwürdig. Es ist so furchtbar, dass ich die Phase der Enttäuschung noch beim Lesen hinter mir gelassen habe und nun einfach nur wütend bin. Ich kann nicht glauben, dass Lissa Price ihre Geschichte selbst völlig ruinierte. Der erste Band „Starters“ war großartig, doch was sie sich bei diesem Albtraum von einer Fortsetzung gedacht hat, ist mir absolut schleierhaft. Ich weiß, ich sollte Respekt gegenüber der Autorin und ihrer Arbeit empfinden, aber in diesem Fall fällt mir das wahrlich sehr schwer.
Für mich ging es von der ersten Seite an bergab. Ich kam nicht in die Geschichte rein, konnte keine Verbindung zu den Ereignissen aufbauen und fand auch keinen Zugang zu den Charakteren, trotz Rekapitulation des ersten Bandes. Trauriger Weise änderte sich das nicht mehr. Irgendwann musste ich mich mit der Distanz abfinden. Vermutlich war das gut so, denn andernfalls hätte ich die schiere Absurdität von „Enders“ noch schlechter ertragen. Ich habe noch nie dermaßen unnatürliche, steife, seltsame zwischenmenschliche Beziehungen und Dialoge in einem Buch erlebt. Die Protagonistin und Ich-Erzählerin Callie trifft also Hyden, mit dem sie sich zusammentut, obwohl er der Sohn ihres Erzfeindes ist. Sie behauptet zwar, ihm nicht zu trauen, verhält sich jedoch komplett entgegengesetzt. Das konnte ich bereits nicht nachvollziehen, aber gut. Ich hätte darüber hinwegsehen können. Dann fangen sie an, die Starters einzusammeln, die einen Chip von Prime im Kopf haben. Immer wieder verlassen sie dafür ihr Versteck. Wochenlang. Ohne dass sie jemand entdeckt. Hmhm. Okay. Eines schönen Tages sind Callie und Hyden wieder einmal unterwegs und finden einen Starter namens Jeremy, den sie ebenfalls in ihr Versteck bringen wollen. Dumm nur, dass der nicht gerettet werden möchte. Also überwältigt Hyden ihn kurzerhand. Sie entführen den armen Jungen gegen seinen Willen. Aber das ist noch nicht alles. Als Jeremy bewusstlos im Auto liegt, übernimmt Hyden seinen Körper. Aus purem Egoismus, nicht für den guten Zweck oder so. Er klaut seinen Körper! Er tut genau das, wofür alle Starters den Old Man verabscheuen! Und komischerweise finden das alle, Callie eingeschlossen, ganz okay. Doch das Beste an der Situation, die sowieso schon haarsträubend genug war, war folgendes: als Hyden Jeremys Körper dann endlich zurückgibt, werden die beiden mehr oder weniger FREUNDE! Der Typ klaut seinen Körper und Jeremy ist nicht mal sauer?! Ich hätte Hyden dafür verprügelt. Als ich meinem Lieblingsmenschen von diesem Handlungsstrang erzählt habe, ist mir erst klar geworden, WIE absurd das eigentlich alles ist. Ich musste so sehr lachen, dass mir die Tränen kamen.
Und Callie? Während ich sie in „Starters“ wirklich mochte und in ihr eine sympathische Kick Ass-Heldin sah, fand ich sie nun grauenvoll. Hätte ich nur einmal mehr erleben müssen, wie sie vor sich hin jammert, wäre das Buch aus dem Fenster geflogen. Callie ist der Nabel der Welt in der Geschichte, alles dreht sich um sie, sie ist ja so besonders. Nebencharaktere? Kann man vernachlässigen, dafür darf Callie noch eine Runde jammern. Selbst ihr bester Freund Michael, der angeblich wie ein Bruder für sie ist, bleibt ein konturloser Geist. Ich begreife eigentlich nicht, wieso er überhaupt auftaucht, denn er trägt nichts, aber auch gar nichts zur Handlung bei. Callie und er führen nicht ein richtiges Gespräch, stattdessen zeichnet er sich dadurch aus, dass er offenbar immer, ungeachtet der Umstände, schlafen kann.

Meine Meinung? Lasst es. Lest „Enders“ nicht, auch nicht, wenn ihr „Starters“ gelesen habt. Besonders nicht, wenn ihr „Starters“ mochtet. Es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber „Enders“ ist seit langer, langer Zeit das schlechteste Buch, das ich gelesen habe. Es war Zeit- und Geldverschwendung. Ich bereue es, was mir sonst eigentlich nie passiert, weil auch ein Buch, das mir nicht gefällt, eine Erfahrung ist. Jahre habe ich auf diese Fortsetzung gewartet – ich es hätte es mir sparen können. Ich bin wirklich wütend auf Lissa Prica und denke nicht, dass sie von mir je wieder eine Chance bekommt.

 
5 Kommentare

Verfasst von - 20. Februar 2015 in Dystopie, Science-Fiction, Young Adult

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: